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und der richtige Reifezustand der Tabakblätter sind unendlich wichtiger für die Bekömmlichkeit als alle künstlichen Behandlungen, die praktisch keine Bedeutung haben und nur den Genuß verderben.
Macedonische -
Bezeichnungsweise
Bezeichnungsweise
Bezeichnung der Blattfolge. Den wertvollsten und zugleich bekömmlichsten Tabak ergeben die obersten kleinen Blätter (Spitzentabak).
Ganz hochwertige Tabake sind von Natur aus viel bekömmlicher als Kunstprodukte.
Aus solchen naturreinen, hochwertigen Orienttabaken besteht die Mischung der REEMTSMA CIGARETTEN
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an in der Herberge zur Heimat. — Lukasgemeinde: Kirchenmusikalische Abendseier, 20 Mr, in der Johanneskirche. — Liebigshohe: Gröhes Militär- Streichkonzert, 16,15 Mr. — Kath. Spielgemein- schäft und Kammer-Orchester der Volkshochschule Oberhessen: Feier-Abend, 20 Mr, Kath. Der- einshaus. — Lichtspielhaus, Dahnhofstrahe: „Asphalt". — Astoria-Lichtspiele: „Wenn die Schwalben heimwärts zieh'n".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die morgige Fremdenvorstellung „Hochzeitsreise", amerikanischer Schwank, beginnt um 18 Mr. Spie.ieitung Heinrich Hub, der gleichzeitig die Rolle des Adams spielt. Es wirken seri'.er mit die Damen Heh, Jahn, Jüngling, Scherer, und die Herren Arzdorf, Heitzig. Hub, Linlmann, Seitz, Volck, Weiener, Zingel. Die Erstaufführung dieses Schwankes ist deshalb an einem Sonntag, weil der lustige Inhalt für ein SonntagSpublilum besonders geeignet erscheint. Das Stück geht natürlich auch durch das Abonnement. — Am D enstag. 3. Rovember. ist die erste Wiederholung der Operette „Schwarz- waldmädel". Gastspiel des Baarschen Operetten- Ensembles. Frankfurt a. M. — Mittwoch, 6. Rovember, „Hellseherei", Gesellschaftsspiel in 3 Akten von Georg Kaiser. — Das zweite Prominenten- Gastspiel Hermine K ö r ne r ist am 8. Rovember. Hermine Körner gastiert mit eigenem Ensemble in Scribes „Glas Wasser" und in Schnitzlers „Weihnachtseinkäu'e". — 3n Vorbereitung ist ein klassischer Torso-Abend, an dem die beiden Fragmente „Robert Guislard" von Kleist und „Demetrius" von Schiller gegeben werden. — Das nächste Lustspiel „Scribbys Suppen sind die besten" von Julius Derstl.
— Wartburg,Verein. Am morgigen Sonntagabend findet in der Turnhalle Os- waldsgarten das 42. Stiftungsfest statt. (Räheres
D^e^M andolinen- und Gitarren- verein „Reapolita" und der Gesangverein „Harrnoni e-G emütlichkeit" veranstalten am Sonntag, 10. Rovember, 16.30 Mr, in der Reuen Aula der Llniversität Dietzen ein Konzert unter der Leitung des Dirigenten beider Vereine, Herrn Hans S o n n t a g. Ll. a. kommen Werke von Beethoven, Wolli, Angerer, Dreu, Salvetti,- Strautz, Th. Ritter und Sonnet zum Vortrag. Zum erstenmal wird in Gietzen etwas ganz Reues geboten: Madolinenmusik, ver» einigt mit Männergesang. Ferner werden Einzelchöre beider Vereine zu Gehör gebracht. Ein Besuch des Konzertes ist zu empfehlen. (Siehe heutige Anzeige.)
— Die Chorgemeins ch af t Gesangverein „Eintracht" Gietzen und „Sängertranj“ Wieseck veranstaltetrnor- S nachmittag in Wieseck ein Konzert, bei neben einem Künstlerorchester 200 Sänger und Sängerinnen mitwirken werden. (Siehe heutige Anzeige.) .
— Hausbesitzer-Verein Gietzen. Am Montag, 4. Rovember, findet im Safe Leib eine Mitgliederversammlung statt mit der Tagesordnung: .Was bedeuten die Stadtratswahlen für den Haus- und Grundbesitz?" (S. Anzeige.)
— Der Vere iö für Luftfahrt in Gietzen »lädt im heutigen Anzeigenteil zu einem Vortrag des Regierungsrats Dr. Seilkopf über die Weltfahrt des „Graf Zeppelin" ein. Der Vvrtrag findet am Montag, 11. Rovember. in der Großen Aula statt.
tümern gehören auch den Evangelischen an. Dichter von ausgeprägt katholischer Richtung, wie Joseph Freiherr von Eichendorfs und Annette von Drvste-Hülshoff, werden von vielen Evangelischen wertgeschäht. Auf der anderen Seite findet man in katholischen Erbauungsbüchern die evangelischen Dichter Paul Gerhardt, Paul Flemming und Karl (Sero! vertreten. Vollends ist die Kirchenmusik interkonfessionell. Die katholischen Tondichter Mozart und Beethoven finden bei Evangelischen die größte Beachtung, und der Komponist, in dem das Luthertum am deutlichsten ausgeprägt ist, Johann Sebastian Dach, kommt auch in katholischen Kirchen zur Geltung. Interkonfessionell ist auch die kirchliche Kunst. Die katholische Kirche besitzt Kirchengebäude von höchster Vollendung. Man mutz eine Kirche wie S. Paolo tuori le mura in Rom gesehen haben, um diesem Urteil zuzustimmen. „Vor frei" Mauer" wurde sie im Jahre 386 errichtet. sie ist seither vielfach erweitert worden, aber auch heute noch liegt sie in menschenleerer Einsamkeit, an einer Automobilstratze, eine fünf- schiffige Basilika, die sich auf Marmorsäulen stützt, jedes Schiff eine riesige Halle von weihe- voller Gestaltung. Doch auch in kleinen Wald- kapellen. wie Rlorih von Schwind eine gemalt hat, erkennt man den Reichtum der katholischen Kirche auf diesem Gebiete, einen Reichtum, an dem auch andere Konfessionen teilhaben.
In einer süddeutschen Stadt traf ich vor einigen Monaten mit einem alten katholischen Ehepaare zusammen. Der Mann, dessen Ramen ich nicht kenne, war weit gereist, hatte Palästina gesehen und erzähl!«, wie er und seine Begleiter in Jaffa in eine deutsche Ansiedlung kamen. Dort wurden sie. die Katholiken, auf das freundlichste ausgenommen und bewirtet, und mein Gewährsmann sagte: „®8 waren Protestanten, aber gute Menschen." Dieses „aber" ist bemerkenswert, auch Evangelische wenden es an, sie sprechen von anderen und sagen: „Sie sind katholisch, aber sehr ehrenwerte Menschen." Sollte man sich auf beiden Seiten nicht abgewöhnen, dieses Wörtchen „aber" bei dergleichen Feststellungen zu gebrauchen? Die Gegensätze in der Kirchenlehre sollen nicht verdeckt werden, aber wir sollten es lernen, mit denen, die zu einer anderen Konfession gehören, in Frieden und gegenseitiger Wertschätzung auszukommen.
H. B.
Bornotizen.
— Tageskalender für Samstag. Kavallerie-Verein: Winterfest, 20 Mr, Kath. Ver- einshauö. — Gießener Radfahrer-Verein 1885 e. V.: Winterfest, 20 Mr. in der Turnhalle am Oswaldsgarten. — Erste Reichskurzschriftgesellschaft „Gabelsberger" und Damenabteilung e. V.: Dereinsabend, 20,30 Mr, in der „Stadt Lich". — Kurzschriftverein von 1861: Dereinsabend im Kaufm. Dereinshaus, 20,30 Mr. — Freiwillige Gailsche Feuerwehr: Feier des 74. Gründungstages, 20 Mr, Cafe Leib. — 1871—1921: Monatsversammlung : 20,30 Mr, bei Kam. Weber. — Artillerieverein: Monattzversammlung, 20,30 Mr, im „Hessischen Hof". — Lichtspielhaus, Dahnhofstrahe: „Asphalt". — Astoria-Licht- spiele: „Wenn die Schwalben heimwärts zieh'n".
— Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: „Hochzeitsreise", 18 bis 20,15 Mr. — Petrusgemeinde: Derkaufstag des Frauenvereins der Petrusgemeinde, von 11 Mr vorm.
— Berus-rundliche Vortragsabende. Das Arbeitsamt Gietzen, Abt. Berufsberatung, veranstaltet vom Montag, 4. Rov. ab. sechs berufskundliche Vortragsabende, an denen berufene Fachvertreter über die körperlichen und geistigen Anforderungen, den Ausbildungsgang und die wirtschaftlich-sozialen Verhältnisse der verschiedensten Berufe sprechen werden. Anschließend an die Vorträge werden berufskundliche Fragen beantwortet und Lichtbilder vorgesührt werden. Der Eintritt zu allen Vorträgen ist frei. (Siehe Anzeige.)
* Roch immer Radfahrer ohne Rückstrahler! Roch immer werden Radfahrer bemerkt, deren Fahrräder nicht mit den vorgeschrie- benen Rückstrahlern versehen sind. Haben diese Radfahrer noch immer nicht begriffen, dah sie durch dieses Versäumnis den Verkehr auf den Landstraßen, vor allem aber auch sich selbst auf« schwerste gefährden, da sie nicht oder erst zu spät von überholenden Fahrzeugen bemerkt werden < Die Gefahr ist um so größer, als sich die Führer der Kraftfahrzeuge bereits daran gewöhnt haben, daß jedes Fahrrad mit Rückstrahler versehen sein mutz. Im Interesse der Radfahrer sei deshalb nochmals daran erinnert, dah laut den gesetzlichen Bestimmungen jeder Radfahrer zur Ausstattung seines Rades m t einem Rückstrahler verpflichtet ist und dah auf die Klagen der Kraftzeugsührer hin die Polizeibehörden erneut angewiesen sind, alle Fahrräder besonders genau auf das Vorhandensein von Rückstrahlern zu kontrollieren.
*' Derkaufstag für ein Gemeindehaus. Der Frauenverein der Petrusgemeinde veranstaltet am Sonntag, 3. Rovember, in der „Herberge zur Heimat" einen Derkaufstag zum Vesten der Erbauung eines Gemeindehauses für die den südlichen Stadtteil Gießens umfassende Gemeinde. Zum Verkauf kommen in erster Linie Handarbeiten der verschiedensten Art, die von Mitgliedern des Frauenvereins angefertigt worden sind und die zu billigen Preisen abgegeben werden. Auch Kaffee und Kuchen wird aus- gegeben. Zur Belebung des Tages tragen d.e Mitglieder der Jugendvereinigungen und der Kinderkirche, sowie der Frauenchor bei. Der Verkaufslag ist geöffnet von vormittags 11 lllyr an. Ausführungen und musikalische Vorträge finden nachmittags von 2.30 bis 5.30 und abends von 8 bis 10 Mr statt. Der Eintritt ist für jedermann frei. (Siehe gestrige Anzeige.)
•• Die Museen sind am morgigen Sonntag . von 11—13 Mr zu kleinen Preisen geöffnet
•• Geschäftsjubiläum. Die Ledergroh- handlnng S. Joseph in Gießen konnte am gestrigen Tage auf ihr 30jähriges Bestehen zurückblicken.
•* Eine Neunzigjährige. Am morgigen Sonntag, 3. Rovember, begeht Frau Ludwig Kohlermann Wwe., geb. Roll, Teufelslust- gärtchen 28 wohnhaft, ihren 90. Geburtstag in körperlichen und geistiger Frische.
* Das Marken - Porzellan Soran wird in der nächsten Woche in einer Sonder- Ausstellung der Firma Löwer & Bech stein, Reustadt 2—4, gezeigt. Gleichzeitig wird im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, täglich der Lehrfilm „Kostbare Scherben" vorgeführt, der interessant und lehrreich den Werdegang des Porzellan- zeigt. Man beachte die heutige Anzeige.
Aus der Vrovinzialhauptstadt.
Cicfjen, den Rovember 1929.
Aesormationsfest.
Reformationssest bedeutet für die evangelischen Christen Erinnerung an Wartm Luther und .Besinnung auf sein Werk. Es tann nicht au8- bleiben, dah hierbei die GegeiMtze zwi^en eivngelischer und katholischer Kirchenlehre scharf unt) Car herausgestellt werden. Der Evange- likhe will selig werden allein durch den Glauben, b« Katholik lehnt sich an feine Kirche, die im Piivjttum gipfelt, an, sie vermittelt ihm die Knäßte der jenseitigen Welt. Ist dem Evange- lifdiJm die Kirche di« Gemeinschaft der (Släu- biaU. so sieht der Katholik in ihr die göttliche Einrichtung, die fest gefügt und streng ge- güel’crt. den ganzen ErdenkrerS umspannt und burA' die Jahrhunderte geht. Der Evangelisch» hält sich an das Wort Jesu: „Einer ist euer «Meister, ChristuS, ihr aber seid alle Brüder" H er spricht mit Luther: „Ich weiß nichts unb Will nichts wissen in göttlichen Sachen ohne .allein von meinem Herrn Christus, der soll au ein alle« sein, was meine Seligkeit betrifft und zwischen Gott und mir zu handeln iit , der Katholik bindet sich an die Vermittlung der Priester- und Heiligen. Darum hat bei ihm der Priester^and eine so hohe Bedeutung, wahrend der Evangelische, wiederum mit Luther, sagt: „Sin Schuster, ein Schmied, ein (Bauer em Jeglicher fciibC« Handwerks Amt und Werk hat und doch alle gleich geweihte Priester und Bischöfe." Der Evangelische sieht m der Ve- rufserfülkHig ein Stück der christlichen Dollkom- menbeit, wahrend der Katholik höheren Wert auf die „alüen Werke" legt, als solche nennt er mit eujem feiner Katechismen: „Beten, Fasten und- Almofen geben; darunter sind alle Werke der Andacht, Abtötung und Rachsten- kiebe verstaÄ)en."
Ohne Zweifel tiefgreifende Gegensätze. Es gab einmal eine x3eit in Deutschland, in der man sie vergessen h; tte. Mgefähr vor hundert Jahren sanden sich Evtawgelische und Katholiken oft zu gemeinsamer ArHacht zusammen, die Geistlichen üer beiden ÄoVWcHioncn vertraten einander bei Amtshandlungen. In der edelsten Form ist diese Bereinigung in dem Maler Ludwig Richter ausgeprägt. Er w<N' nach katholischem Ritus getauft und wurde na«ch katholischem Ritus zu Grab gebracht, er hatte- Fireunde bei frommen Evange- Uschen und bei tzuommen Katholiken. An den Predigten Richard Rothes fand er in Rom rechte ©cbawuig, in feXa.em Alter unterhielt er enge Verbindung mit d am bekannten Pfarrer Christoph Blumhardt in Bad, Boll. Sein Glaubensbekenntnis ist in den CSVrten wiedergegeben: „Jetzt gehöre ich jener mü ichtbaren Gemeinde an, die überall in allen christlichen Konfessionen und Sekten zerstreut ist, .in Gemeinschaft mit allen, die den rechtschaffe^ckn Willen haben, an das Evangelium zu gütulben und Christo nachzu-
Otter gibt es nicht ««ch Heute noch vieles, das den beiden Konfessionen gemeinsam eignet? Die große Vergangenheit bet' christlichen Kirche bis zu Martin Luther und i^ber ihn hinaus gehört beiden Konfessionen an. Männer wie Augustin, Franz von Assisi, Tho»ias von Kerpen, das Mönchtum mit seinen Jdralenund seinen Irr»
Die wichtige Frage: Warum sind die rein orientalischen Reemtsma-Cigaretten O V A von Natur aus so bekömmlich?
vellerc > öur^. 5,e . sowie ^csw^auch unstr
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