Gesamteinfuhr stellte f<.«ff Lie Rohstoffemfuhr allein auf 7,1 Millrarten Mark, Sie Gesamtausfuhr auf 10,2, davon die Ausfuhr an Fertigwaren allein auf 7,5 Mil- liarden Mark. Diese Ziffern sind Rekord- ziffern, und man sollte bei der Beurteilung des hohen Passivsoldos für das Jahr 1927 nicht außer acht lassen, daß der größere Teil der mit Auslandanleihen finanzierten Einfuhr auf Rohstoffe entfällt, die bei uns verarbeitet worden sind, und daß die erhöhte Einfuhr auch mit zum Ausbau des Produktionsapparates beigetragen hat. Der Import von Rohstoffen ist gegenüber 1926 um 2,2 Milliarden Mark gestiegen. Der große Zug. wie es einmal der Reichswirtschaftsminister gesagt hat, ist in die Entwicklung des Außenhandels hineingekommen, wir betrachten das Jahr 1927 als ein Äebergangsjahr, welches uns den Ausbau des Produktionsapparates gebracht hat. und glauben, daß das I a h r 1 92 8 dem deutschen Außenhandel wesentlich günstigere Ergebnisse bringen wird.
Güdwestdeuische Gas-A.-G.
WDR. Frankfurt a. M., 22. Jan. Die von der Frankfurter Gasgesellschaft und der Stadt Mannheim zum Vollzug des abgeschlossenen Jnteressengem^inschaftsvertrages in Aussicht genommene Aktiengesellschaft ist am Samstag unter dem Ramen „S ü d w e st - deutsche Gas- A.-G. Frankfurt a. M." gegründet worden. Zum Vorstand der Gesellschaft Wurden von der Gründerversammlung bestellt: Generaldirektor Tillmeh. Frankfurt a. M., Oberbaudirektor Pichler, Mannheim. 2n den Aufsichtsrat der Gesellschaft wurden gewählt: als Vertreter von Frankfurt Oberbürgermeister Dr. Land mann, Stadtrat Asch, Frankfurt, Oberbüroermeister Granzin, Offenbach a. M., Stadtverordnetenvorsteher Heißwolf, Stadtverordneter Dr. Goldschmidt, Frankfurt: von Mannheim Oberbürgermeister Dr. Kühner, erster Dürgermeister Ritter, Stadtrat Braun, Stadtrat T r a u t w e i n und Stadtrat Witt- s a cf. Die Geschäftsstelle der neuen Gesellschaft befindet sich in den Räumen der Frankfurter Gasgesellschaft.
Hessen und die Lüdwcstdeutsche Gas-A.-G.
Zu der Gründung der Südwestdeutschen Gas- A.-G. schreibt die amtliche ..Darmstädter Zeitung" u. a.: Die Gründung dieser Interessengemeinschaft hat in Hessen berechtigtes Aufsehen erregt. Die Oeffentlichkeit fragt, warum von den hessischen Städten aus kein Zusammenschluß zu einer Gasversvrgungs- gesellschaft erzielt worden ist. Dabei darf daran erinnert werden, daß schon vor etwa zwei Jahren der Provinzialdirektor der Provinz Starkenburg. Dr. Kranz bühler. zusammen mit der Stadt Darmstadt versucht hat. hessische Gemeinden und Städte zu einem gemeinsamen Gas- bezugs-Verbanb zusammenzubringen, um nicht nur eine Verbilligung des Gaspreises herbeizuführen, sondern auch für die hesfifchen Gemeinden eine verhandlungsfähige Position zu schaffen gegen die Eindringungsversuche von Frankfurt und aus dem Ruhrgebiet. Besonders bedauert tourte es, daß von den Städten, mit denen von der Provinz Verhandlungen geführt wurden, Offenbach absprang und einen Gaslieferungsvertrag mit Frankfurt abschloß. Inzwischen drang auch Mannheim von Süden nach der Gemeinde Weinheim mit einer Fernleitung vor. Ob es ter jeht gegründeten Frankfurt-Mannheimer Interessengemeinschaft möglich sein wird, durch Hessen eine Rohrleitung zu legen, hängt von ter baldigen Verabschiedung eines Geseh- antrags ab, ter sich in Vorbereitung befindet, und ter derartige Leistungen von der Genehmigungspflicht des hessischen Staates abhängig macht.
Die Stadtverwaltung Darnistadt erläßt hierzu folgende Erklärung: „In den Tageszeitungen erscheint eine Verlautbarung über die Gründung der Südwestdeutschen Gas-A.-G. durch die Frankfurter Gasgesellschaft und die Stadt Mannheim. Die Absicht, über die zwischen Frank- fv.rt und Mannheim liegenden hessischen Gebietsteile zu verfügen, ist begreiflich, doch hat man dabei ganz übersehen, daß bereits im Rovember 1926 von der Stadtverwaltung Darmstadt und der Provinz Starkenburg vertraglich die K o m m u n a l e G a s- versorgungsgesellschaft mit dem Sitz in D a r m st a d t gegründet wurde. Diese Gesellschaft verfügt bereits über die von der Südwestdeutschen Gas-A.-G. in Hessen angeftrebten Aufgaben und Rechte. Immerhin ist das Vorgehen insofern von Bedeutung, als dadurch die noch außenstehenden Städte zum baldigen Anschluß an die Hessische Kommunale Ferngas- vcrsorgungsgesellschaft veranlaßt werden dürft ten."
Abschluß einer deutschen Hausbesiheranleihe. München, 21. Ian. Wie die „Bayerische Staatszeitung" berichtet, weilt ter Dorsihende der deutschen Grund- und Hausbesitzervereine, Stad trat H u m a r , seit dem 4. Januar in Reu- york, um die abschließenden Formalitäten zur Aufnahme der bekannten 100-Miltionen- Doltar-Anleihe bzw. eines Teiles derselben für den dortigen G r u n d - u n d H a u s - besitz vorzunehmen. Da die Anleihe seitens des beteiligten amerikanischen Dankenkonsortiums bereits grundsätzlich bewilligt worden ist, so sind lediglich noch die Bedingungen der Emission festzusetzen und ein geeigneter Zeitpunkt für die Begebung der Anleihe zu bestimmen. Rach zuverlässigen Meldungen ist der amerikanische Markt wieder für deutsche Anleihen aufnahmefähig,^ daß die in der letzten Zeit von dieser Seite drohenden Schwierigkeiten als überwunden gelten können. Die Entscheidung liegt nunmehr bei der Beratungsstelle für Auslandanleihen in Berlin, und bürste wohl in Kürze fallen, wenn die Anleihe, von der natürlich vorerst nur ein Teilbetrag zur Auslage kommen wird, noch für die diesjährige Bau- saison wirksam werden soll.
* D i e amtliche Grohhand.elsindex- ziffer. Die auf den Stichtag des 18. Januar berechnete Grohhandelsindexzisfer des Statistischen Reichsamtes war mit 138,8 gegenüber ter Vorwoche (139,0) nahezu unverändert. Von ten Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrar- stosfe um 0,9 v. H. auf 132.1 (Vorwoche 133,3) zurückgegangen. Die Indexziffern für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hat um 0,2 v. H. auf 134,6) und diejenige der industriellen Fertigwaren um 0,3 v. H. auf 156,3 (155,8) angezogen.
* Zwanzig-Milionen-Dollar-An- leihe der Vereinigte Elektrizitäts- Werke W e st f a l e n G. m. b. H. Wie WTB.- Handelsdienst erfährt, sind die Verhandlungen über eine neue Dollaranleihe ter Vereinigte Elektrizitäts-Werke Westfalen G. m. b. H. nunmehr zum Abschluß gelangt. Speyer & Co. und Harris Forbes & Co. haben von der Gesellschast 20 Millionen Dollar bprozentige First Mortgage Sinkingfund-Bons, fällig 1953, übernommen und legen diese am 23. Januar zum Kurse von 92d;t Prozent zuzüglich Stückzinsen in Reuhork zur Zeichnung auf. Aus dem Erlös der neuen Anleihe wird die im Rovember 1925 aufgenommene b'/^prozentige Anleihe von 7' ? Mill. Dollar zum nächstmöglichen Termin, nämlich zum 1. Juni 1928, zurückgezahlt werden. Der Rest soll für Erweiterung und Verbesserung von Anlagen der Gesellschast und ihrer Techtergesell- schäften bzw. zur Zurückzahlung von für solche Zwecke bereits eingegangenen kurzfristigen Verpflichtungen dienen.
*ErhöhteProduktionderOpel werke in Rüsselsheim. Die Opelwerke beabsichtigen, wie der LPD. erfährt, ihren neuen Wagentyp, den kleinen 7/34=P. Z.-Sechszylinder, bei dem heute eine Tagesproduktion von etwa zehn Tagen vorgesehen ist, im Februar-März serienweise im Großen an den Markt zu bringen. Der Wagen entspreche ungefähr dem amerikanischen kleinen Erskenetyp. Die Preise seien ziemlich günstig gehalten. Es dürfte der offene Wagen etwa 4600 Mark, der geschlossene Wagen 4900 Mark und der geschlossene Luxuswagen 5400 Mark kosten. Die gesamte Belegschaft der Opelwerke werde andauernd erhöht, sowohl in der Automobil- wie in der Fahrradabteilung. Die Automobilproduktion richtet sich naturgemäß sehr stark nach dem 2lb- satz selbst, sicht aber eine Tagesproduktion von etwa 500 Wagen vor. Die Fahrradproduktion soll im Sommer aus 5000 bis 60000 erhöht werden, gegenüber einer Tagesproduktion von 3000 Stück im Vorjahre.
* Auslandauftrag der AEG. Der AEG. wurde, wie WTB.-chandelsdienst erfährt, die Verkabelung der Fernsprech- und Telegraphenlinien längs der von der AEG. zu elektrifizierenden Staats- bahnstrecke San Jose—Punta Arenas (Eostarica) übertragen. Insgesamt umfaßt der Auftrag 125 Kilometer Aauptkabel und 20 Kilometer Abzweigkabel, sowie die Pupinspulenpunkte der Fernsprechleitungen.
* Große Kasseler Straßenbahn A. G. Kassel. Die G. V. der Großen Kasseler Straßenbahn erledigte die Regularien und beschloß, aus dem Reingewinn von 596 256 Mk. eine Dividende von 8 Prozent, wie im Vorjahre, zu verteilen. Die jungen, im Jahre 1927 ausgegebenen Aktien nehmen an der Dividende teil.
* 5) e s s e n - R a f s a u i f ch e G a s - A. G., H ö ch ft am Main. Die Gesellschaft hat, dem Vernehmen nach, im abgelaufenen Jahr günstig gearbeitet und dürste eine Erhöhung der vorjährigen Dividente vornehmen.
e Die Beteiligung der J.°G. in Ror- wegen. AuS Rjukan (Rorwegen), 21. Jan. wird gemeldet: Generaldirektor Aubert hielt gestern einen Vortrag über die neuen Fabrikanlagen ter Rorsk Hydro, an der bekanntlich die J.-G.-Farbenindustrie maßgebend beteiligt ist. Er erklärte u. a., es bestehe die Absicht, die Tyinfälle auszubauen. Wenn die gesamten Anlagen an ten einzelnen Orten fertig seien, könne eine jährliche Ausfuhrmenge von zusammen 900 000 Doppelzentner Stickstoff im Werte von 200 Millionen Kronen erreicht werden. Die Firma beabsichtigt des weiteren die Fabrikation von Phosphorsäure aufzunehmen. Diese soll mit Kali zu einem Düngestoss verarbeitet werden. Der Kali hierfür soll aus Deutschland bezogen werden. Cs drehe sich hier um ein äußerst aussichtsreiches Projekt des Hydro, die Phosphorsäure billig Herstellen könne.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 23. Jan. Tendenz schwächer. — Die Börse ging in schwächerer Stimmung in die neue Woche. Die älmsatztätigkeit bewegte sich wieder in sehr engenGrenzen, was im wesentlichen auf den andauernden Ordersmangel bei den Banken zurückzuführen war. Die Spekulation zeigte ebenfalls wenig Reigung zu neuen Engagements, da Ungewißheit über die weitere Entwickelung des Geldmarktes bestand. Zur Zurückhaltung mahnte jedoch in erster Linie die Fortdauer des Streikes in der Mitteldeutschen Metall-Industrie; von der Aussperrung sind 50 000 Arbeiter betroffen. Die Besserung der deutschen Außenhandelsbilanz im Dezember kam deshalb heute zu keiner Wirkung, ebenso die Tatsache, daß in der letzten Woche ein kleiner Rückgang der Arbeitslosenziffer zu verzeichnen war. ohne Einfluß. Gegen die Schlußkurse vom Samstag büßte die Mehrzahl ter Papiere bei den ersten Rotierungen 1 bis 3 Prozent ein. Stärker abgeschwächt waren am E l e k t r o m a r k t Gesfürel minus 4,5 Prozent Am Montanmarkt Rheinbraun minus 4,25 Prozent, ferner Danat minus 4 Prozent. Zellstoff-Waldhof lagen mit minus 6 Prozent besonders stark angeboten. J.--G.-F arben minus 3,25 Prozent. Im Gegensatz zur allgemein schwächeren Tendenz konnten Scheideanstalt 1 Prozent anziehen. Die Werte der Metallbankgruppe blieben behauptet. Von Elektrowerten waren Licht & Kraft gehalten. AEG. gaben dagegen trotz des neuen Auslandauftrages 2,25 Prozent nach. Kleher angeboten und minus 2,5 Prozent. Deutsche Anleihen etwas schwächer. Ausländische Renten fast umsatzlos. Im weiteren Verlaufe blieb das Geschäft sehr still, die Stimmung wurde jedoch etwas freundlicher, und die Kurse zogen um Bruchteile eines Prozentes an. Tagesgeld stellte sich auf 5,50 Prozent. Im Devisenverkehr lag ter Dollar etwas fester. Die Reichsmark notierte gegen Kabel 4,1980, gegen London 20,457. London-Kabel 4,8740. Paris gegen London 124,04, Mailand 92,15, Madrid 28,55.
Berlins Börse.
Berlin, 23. Jan. Die neue Woche brachte hinsichtlich ter Geschäftslosigkeit keine Besserung. Der Orderseingang bei den Großbanken blieb unbedeutend. Die Spekulation nahm wieder Glattstellungen vor. Als Grund gab man die Arbei tsstreitigkeiten im Ruhrgebiet und in Mitteldeutschland an. Auch Gerüchte über Ausgabe von Deichsschatzwechseln waren wieder zu hören. Die U l i im o s ch i e b un g e n beginnen bereits, ter Umfang ist noch schwer zu übersehen: eine reibungslose Abwicklung dürfte aber gesichert fein. Der Geldmarkt ist unverändert Die ersten Kurse tagen allgemein 1 bis 3 Prozent unter Sa nstagfchiuß. Stärker gedrückt waren Berger minus 6,5 Prozent, Schultheis minus 4 Prozent, Polyphon min. 3,5 Proz., J.-G.-Farben min. 4.5 Proz. Rheinbraun min. 4,5 Proz. Ilse min. 4,5 Proz. Heimische Anleihen schwächer. Ausländer ruhig. Bosnier und Mexikaner nachgebend. Pfandbriefe gelchästslos. Im Verlaufe wurden Elektrowerte etwas gefragt, angeblich kamen einige Schweizer Käufe in Gesfürel zur Ausführung. Auch deutsche Erdöl hatten einiges Geschäft.
FranLfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 23. Jan. Die Börse verlief sehr ruhig. Die Käufer für Weizen sind außerordentlich zurückhaltend, so daß nur wenig Geschäfte getätigt wurden, desgleichen in Roggen dessen Preise etwas matter liegen. Das Mehlgeschäft stagniert stark, auch der Abruf früher gekauften Mehles ist äußerst -schleppend. Der Konsum ist stark zurückgegangen. Kleie ist weiter stark gesucht, doch wollen die Käufer die hohen
Weizenpreise nicht m-hr anlegen. Die Preise für Linsen sind im Steigen begriffen. Die Preise für Braugerste sind weiter fest. Es wurden notiert: Weizen 1. gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 25, Weizen 2, gut, gesund, trocken, bis zu 3 Prozent Auswuchs 22,50 bis 23,75, Weizen 3. geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit 22,75 bis 23,25, Roggen 24,50, Sommergerste für Drauzwecke 28 bis 30, Hafer, inländischer 23,25 bis 24, Mais (gelb) für Futterzwecke 22 bis 22,25, Mais (gelb) für andere Zwecke 22,75 bis 23, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37 bis 37,50, Roggenmehl 34 bis 35,50, Weizenkleie 14,25, Roggenkleie 15,25 bis 15,50, Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 32 bis 60. Linsen, je nach Qualität für Speifezwecke 50 bis 90, Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 8 bis 8,50, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 4,50, Weizen- und Roggcnstroh, gebündelt 3,25 bis 3,50, Treber, getrocknet 18 bis 18,20. Tendenz ruhig.
Frankfurter Schlachtvichmartt.
Frankfurt a. M., 23. Jan. Auftrieb: 1123 Rinder (darunter 292 Ochsen, 59 Bullen, 542 Kühe, 230 Färsen), 518 Kälber, 1?8 Schafe 5541 Schweine. — Rinder (Ochsen): Voliflei- fchige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 57 bis 61 Mk., (ältere) 53 bis 56: sonstige vollfleischige (jüngere) 50 bis 52, (ältere) 46 bis 49. (Dullen): Jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 52 bis 56; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 48 bis 51. (Kühe): Jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 46 bis 49; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 40 bis 45; fleischige 34 bis 39; gering genährte 25 bis 33. (Färsen — Kalbinnen, Jungrinder—): Bollflei- schige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 58 bis 62; vollfleischige 53 bis 57; fleischige 46 bis 52. — Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 75 bis 78; mittlere Mast- und Saugkälber 66 bis 74; geringe Kälber 55 bis 65. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weide- mast) 48 bis 52; mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 40 bis 45. — Schweine Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 60 bis 62; vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 60 bis 62; von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 59 bis 62; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 58 bis 61; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 55 bis 59; Sauen 48 bis 55 Mk. — Markt- verläuft Rinder ruhig, geräumt. Kälber und Schafe bei regem, Schweine bei müßig regem Geschäft ausverkauft.
Kunst und Wissenschaft.
Gerhart Hauptmann
Mitglied der Sektion für Dichtkunst.
Der Präsident der Akademie der Künste, Professor Max Liebermann, und ter Vorsitzende der Sektion für Dichtkunst, Wilhelm v. Scholz, haben, einer Berliner Meldung zufolge, namens der Akademie und ter Sektion Gerhart Hauptmann gebeten, ter Sektion beizutreten. Gerhart Hauptmann hat dieser Bitte entsprochen und aus Rapallo, wo er zur Zeit weilt, an Wilhelm v. Scholz folgendes Schreiben gerichtet:
Sehr geehrter Herr Präsident!
Lassen Sie mich Ihnen nur kurz sagen, daß ich Ihrer und meiner werten Kollegen Einladung, der Akademie, Sektion für Dichtkunst, teizutre- ten, nunmehr mit wärmstem Dank entspreche.
Bor zwei Jahren habe ich gezögert, mich an der Gründung dieser Sektion zu beteiligen. Gleichviel, ob meine damaligen Bedenken weiter bestehen oder nicht: die Sektion ist heute eine Tatsache und nicht mehr, wie damals, ein bloßes Fragezeichen, und wenn heute zu dem ursprünglichen Vertrauen des Herrn Ministers die Einladung meiner Kollegen tritt, unterstützt von Max Liebermann und Thomas Mann, denen beiden ich in freundschaftlicher Verehrung verbunden bin, so würde mein Fernbleiben einer Versündigung an dem Gedanken der Kameradschaftlichkeit beinahe g^eichkommen. Ich bekenne mich also hiermit dankbar zur Kameradschaftlichkeit und verspreche gern, meine anfängliche Skepsis nach Kräften durch den Glauben zu ersehen.
In größter Hochachtung __________gez. Gerhart Hauptman n."
Sprechstunden der Redaktion.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Ahr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen
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Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die binter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.
Frankfurt a. M
Berlin
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Datum:
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Spanische Noten.......
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Tschechoslowakische Noten . .
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Ungarische Noten
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Telegraphische Auszahlung.
21. Jan.
23. Jan.
Amtliche Geld
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Amtliche Notierung
Geld
Brief
Amn^ Noir
169,16
169,50
169,19
169.53-
Buen.-Aires
1,791
1,795
1,792
1,796
58.435
Brff.-Antw-
58,42
58,54
58.415
E Kristiania
Hl.57
111,79
111,59
111,81
Uopcnbaocn
112,29
112,51
112,28
112,50
Stockholm .
112,51
112,73
112,51
112,73
Helsingforö.
10,552
10,572
10,555
10,575
Üiahen . .
22,18
22,22
22,185
22,225
London. . .
9ienvork . .
20,432
20,472
20,437
20,477
1.193
1,201
4,1935
4,2015
Pari«....
Schwei« . .
16,47
16,51
16,475
16,515
80,755
.0,915
80,74
80,90
L-vanien •
71,82
71,99
71,53
71.67
Iavan . .
1.963
1.967
1,965
1,969
'Hio dc Jan
Wien in D--
0.5045
0.5065
0,505
0,507
Ceft. odgcst
59,075
59,195
>9,68
59,20
Brog . . Belgrad
12,427
12,447
12,421
12,441
7.375
7,389
7,379
7,393
Budav'll.
73,28
73,42
73,28
<3,42
Bulgarien
3,032
3,038
3,027
3,033
Vtffabon DanUg • Oonftanttn.
20,43
20,47
20,43
20,47
81,70
81,86
81,72
81,88
2,166
2.170
2,161
2,165
Alben . .
.,544
5,556
5,564
5,576
Canada
4,184
4,192
4,183
4.191
Um uav
1,266
4,274
1,276
4,284
Cstro
20.956
20,926
20,962
21,002


