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Kirche und Schule.

wg. Gedern, 18. Dez. Durch den Super- int enden en für Obe-Hessen, Oberkirchenrat Wag­ner (Dießen), fand am 3. Adventssonntag eine ordentliche Kkrchenvisitation statt. 3m DormittagsgotteSdiensr, der durch Chorvovträge des Kirchengesangvereins und des Kinderchors (Leiter: Lehrer Häusel) verschönt vurde. pre­digte der Ort-geistliche über den Adventötext Matthaus Kap II, Vers 2 bis 10, wahrend der Visitator eine Ansprache über 1. Korinther. Kap. 4, VerS 1 und 2 hielt und mit eindrucks­vollen Worten die Gemeind« an die Pflicht zur Treue, Festigkeit und Entschiedenheit erinnerte. An den Zugendgottesdienst am Äachmittaa. in welchem eine Unterredung mit der schul-, sowie der christcnlehrpflichtigen Jugend erfolgte, schloß sich eine Sitzung der Kirchengemeindevertretung an. Der Vorsitzende verpflichtete zuerst die Heiden neu eingetretenen Mitglieder. Hermann Guth und Lehrer Häufel. Sodann erfolgt« eine Ehrung dH Ktrchenoorstehens Christian Ober­heim IX. aus Anlaß seiner 25jährigen Ju­

den sehr fest geschlagenen 12 Eiweißen. Dann füllt man sie in die tüchtig gebutterte und mit feinem Zwiebackmehi ausgestneute Form und bäckt sie bei schwacher Miitelhitze dreiviertel bis eine Stunde. Aoch warm, bestäubt man den Viskuit mit Puderzucker.

Glühwein. Zwei Flaschen guten Rotwein läßt man mit i/8 Pfund zeriteinertem Hutzucker. 10 Gramm in Stückchen gebrochenen Zimt. 10 Recken und dem Saft einer mittleren Zitrone auf nicht zu starkem Feuer Siedegrad erreichen. Dann verquirle man an heißer Herdstelle den Glühwein tüchtig, gieße ihn durch ein Haarsieb und serviere ihn.

Schlummergrog. Einen sehr wohlschmecken­den und bekömmlichen Grog bereitet man auS bestem Dum, womöglich aus altem 3amaita» Rum, den man in jedem besseren Kolonialwaren- geschäft kaufen kann. Oe nachdem man den Grog stärker oder schwächer liebt, rechnet man auf einen Teil Dum vier bis sechs Teile kochendes Wasser uno Zucker nach Belieben. Sine dünne Zitronenscheibe in jedes Glas getan, erhöht den Wohlgeschmack und die Bekömmlichkeit.

Eierpunsch. Man bringt gut Vs Liter Wasser zum schwachen Kochen, gibt 200 Gramm Zucker, den Saft einer großen Zitrone, etwas Zitronenschale. 4 Recken und, nach Geschmack, ein wenig Muskat, und läßt alles zusammen gut ziehen. Dann gießt man die Flüssigkeit durch ein Haarsieb, gibt ein Glas Kognak, zwei Gläser Arrak und 6 bis 8 Eigelb hinein und schlägt alles zusammen auf gutem Feuer bis zum Siede­grad. Kochen Dars der Sierpunsch nicht. Vom Feuer genommen, schlägt man ihn noch eine Welle, um das Gerinnen zu verhüten, und gießt ihn ihn Punschgläser.

Weinpunsch Ruf ywei Flaschen Weiß­wein bereitet man i/s Ädec kräftigen Tee. Man bringt ihn mit dem Wein, Vs Pfund Zucker, dem Saft einer Zitrone und etwas Zitronen­schale auf den Siedegrad und verquirlt alles zusammen mit einem großen Glase Arrak-Punsch- essenz.

Aotweinpunsch. 2lus eine Flasche guten, allen Dotwein, am bLsten Bordeaux und Bur­gunder. rechnet man anderthalb bis zwei Flaschen Wasser. Man läßt den Wein mit 125 bis 150 Gramm Zucker aus den Siedegrad kommen, gießt das kochende Wasser. Vs Flasche Arrak- oder Burgunder-Punschessenz und den Saft einer mitt­leren Zitrone hinein. Gut durcheinander gequirlt, serviert man das heiße Getränk in Punschgläsern.

Königspunfch In ein Liter Wasser locht und schäumt man ein Pfund Hutzucker aus. Dann preßt man den Saft von zwei Apfelsinen und einer Zitrone hinein, schneidet etwas von den Schalen beider Früchte und einige Scheiben Dosen-Ananas dazu und läßt alles zusammen gut ausziehen. Dun siebt man die Flüssigkeit durch, gießt eine Flasche Weißwein, eine Flasch« Dotwetn, J/« Flasche Sherry. V, Flasche Madeira, ein Glas Marasquino binzu und läßt alles zu­sammen unter gutem Quirlen recht heiß, aber nicht kochend werden.

Kinder, die gern lesen.

Es zeigt sich bei den K ndern schon sehr früh, ob sie eine Deigung zum Leien haben. Bestimmt sind es nicht bu trägen, nicht bte unerzieybaren Kinder, bk sich mit Andacht in die Lektüre eines Buche« versenken. Di lle Mütter meinen, daß sie dem Kinde das Lesen verbieten müssen, oder aber, daß das Lesen auf ein Mini­mum beschränkt werden soll. Das Kind darf über dem Lesen die Schularbeiten nicht ver­säumen, das ist gewiß. Es muß ihm ferner Zeit zur Erholung in der frischen Luft bleiben. Dir ungestörte Freude an der Lektüre aber sollte

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sehorigkeck zum Kirchsworstanrr, her Vorsitzende danlle im Damm der Kirchengemeinde und der kirchlichen Körperschaften dem Verdi en stD ollen Manne für feine treue und gewissenhafte, vor­bildliche Amtsführung imb überreichte ihm als Zublläumsgabe der Kirchengemeinde eine Wert­volle Bibel: außerdem übermittelte er die Glück­wünsche des LandeSlirchenamtes und des Deka­nates Schotten, denen sich Oberkirchenrat Wag­ner mit herzlichen Wünschen anschloh. Dach der Bsratuiu? des Voranschlages für 1929 wurden die Wahlen zum Landeskirchentag und Dekanats­tag vorgenommen. An die Sitzung her 5^irchen- gemeinbetieriretung schloß sich eine Sitzung de» Kirchenvorstandes an. in welcher im Anschluß an den Bisitationsbericht des Pfarramts wichtige Fragen des Gemeindelebens besprochen und be­sonders eingehend über den baulichen Zustand von Kirche und Pfarrhaus und über den der Orgel verha'rdelt wurde. Sehr interessant war die Feststellung de- Visitators, daß bereits ün Zadre 1854. also sieben Jahre nach Einweihung iber Kirche, über den schlechten Zustand des Kirchendaches berichtet wurde, und daß dieser Zustand, der zweifellos auf die Verwendung schlechten Materials zurückzuführen sei. nun end­lich beseitigt werden müsse, solle nicht das ganze Gebäud? Dot leiden; im Prinzip wurde auch in einer vor einigen Wochen ftattgefunbenen Sit­zung des Kirchenvorstandes mit der Gemeinde­verwaltung die Ausführung einer gründlichen Dachreparattrr beschlossen.

sehe Mutier eher fördern als unterbinden- Lesen bietet Anregung und vermittelt Di düng- Auf­gabe der Mutter wirb es sein, bb Lektüre des Kindes zu überwachen, damit das Ktnd mcht e;n Vielleser wird und nach dec Qualität nicht mehr fragt

Das lesende Kind weiß bereit# nach kurzer Zeit, auf welchem Gebiet eS seine Lieblings- lektüre findet 3n dieser Hinsicht muh es unter­stützt werden, denn zuwe.lm hat sich schon grade durch das Lesen die V^anlaaung des Kindes offenbart. Was man in der Zugmd lieft und lernt, bleibt für alle Zeiten im Hirn des Men­schen haften.

Der zukünftige Techniker vertieft sich bereits früh in technische Bücher ober in Bicg-aph en von Männern der Technik. Gin Wissen, da# ihn in seinem späteren Beruf Hel end zur Seite stehen wird. Das Lesen mit unnach ichtlichrr Strenge zu bekämpfen, ist ein mäßig:# Unternehmen, denn das Kind wird sich Zeit und Gelegenheit zum Lesen schassen, wird diese Gelegenheit aber beim* lich suchen.

Die Mutter einer bekannten Familie, in der die beiden Töchter dem Lesen leidenschaftlich ergeben waren, nahm den Kindern bei jeder Gelegenheit das Buch fort und kwuckte i)n:n da ür den Strumpf zum Stopfen, das Kleid zum F.icken in die Hand. Die Kinder gehorchten scheinbar- Des Aachts, wenn die Eltern schliefen, knipsten sie rasch die Lampe an, holten ihre Buchn: hervor, die sie irgendwo versteckt hielten, und begannen mit der Lektüre. Tie Dacht, die sie durchschlafen hatten, schien ihnen verloren, sie bedauerten und be­klagten sie. K'ar, daß di: beiden Mädchen nervös und blutarm wurden und sehr schlecht aussahen. Die Mutter kennte sich diese Tatsache nicht er­klären. Sie pflegte ihre Kinder, gab ihnen zu essen, nur an eines dachte sie mcht'. an die geistige Nahrung. Für ihren Begriff sollten Mäd­chen etwas anderes tun, al3 die freie Zeit mit Lesen zu verbringen. Glücksicherweise vertraute sich das eine Kind dem Vater an, drr Vater schuf Abhilfe, indem er eine bestimmte Zeit deS Tages den Kindern zur Le.türe freigab.

Ein gutes Erziehungsmittel, denn Ä nber, die wirklich gern lesen, werden diese Stunde mit Sehnsucht erwarten. Der Tag soll so einge­teilt fein, daß nach Beendigung der häuS- lichnr Arbeiten diesen Kindern eine Zeit unge­störter Muße gegönnt wird. Kinder, die gern lesen, werden unruhig, zappelig und nervös, falls die Stunde der Lektüre von Anrufen oder Be­schäftigungen anderer Art häu tg unterbrochen wird. Lesen ist das gute Recht der Kinder.

Anschließend: Bon KLln: Dartzmusik BeS groß«, Orchesters des Westdeutschen Rundfunks

Mittwoch. 26. Dezember.

8,30 bis 9.30: Katholische Morgenfeier. 1130 bis 1230: Feierstunde des KulttuckartellS der modernen Arbeiterbewegung. 12,30 bis 13,30: Die Wachtparade des Frankfurter Linienbatarl- lons", Vortrag von Jacob Ballin, mit Vorfüh­rungen eines TrviTTmserkorps und des Frank­furter Harmonieorchesters unter Leitung von Ka­pellmeister Weilerü 1530 bis 16: Stunde der Jugend. 16 bis 18: Bunter Dachmittag. 18 bis 19: Konzert des Wi ggelaar-StreichquartettS des Frankfurter DundfunkS. 23,15: Dach Stutt­gart: Helleres Konzert des Rundfunkorchesters. 1. Intermezzo: »Schnell eine Lebensversicherung!" Lustspiel von Arkadtz Awertschenko. Zwei, es Zntera«-zo:Frühling", Operette in einem Mt (3 Bilder) von Äud. Vger. Musik von Franz Le- hlr. Anschließend: Tanzmusik.

Donnerstag, 27. Dezember.

6.30; Morgengymnastik. 12,30 bis 13.30: Mit­tagskonzert des 'Rundfunkorchesters. 15,05 bis 1535: Stunde der Jugend. 15,55 bis 16.05; Hmrss rauendien st. 16.35 bis 18,05: Don Stutt­gart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10 bis 1830: Lefestunde. 18,30 bis 19: Don Kassel; Vortrag. 13 bis 19,30; Schachstunde. 20 bis 22: Von Berlin. Bunter Abend. AnscUießend; Konzert des Dundsunkorchesters: Alle Tanzmusik.

Jteitog, 28. Dezember.

630: Morgengymnastik. 12 bis 13: Schall- tzlatten-Konzert: Buntes Programm. 15D5 bis 1535: Stund« der Jugend. 1535 bis 16,05: Haussrauendienst. 16.35 bis 17,35: HauSfrauen- Aachmittag. veranstaltet vom Frankfurter HauS- frauenberefn G. D.. Frankfurt a. M. 1738 bis 18,05: Von Stuttgart: Konzert des Rundfunk­orchesters. 18,10 bis 18,30: titfeftunbe. 18,30 bis 18,45: Viertelstunde der Deutschen Aeichspvst; Wie tiefere ich meine Neujahrs-B refsendungen auf?", Vortrag von Postinspellor Günzel. 18,45 bis 19,15: Stunde des Südwestdeutschen Aadio- Cluds. 19,15 bis 19,45: Stenographischer Fvrt- bildungskitrsus für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 60 Silben aufwärts). 19.45 bis 20,05: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 20,05 bis 20,15: Fllm-Wvchenscham 20,15 bis 21.15: Lello-Konzert.

Samslag, 29. Deiember.

6.30: Morgengymnastik. 13,15 bis 14,15: Mit­tagskonzert des Rundfunkorchesters. 15,05 bis 1535; Stunde der Jugend. 1535 bis 16,05: HauS- frauendieitst. 16,35 bis 18,05: Aach Stuttgart; Kmtoert drS Aundfuntorchesters: Operetten. 18.10 bis 1830: Lesestunde 18,30 bis 18,45: Brief­kasten. 18,45 bis 19,15: Esperanto-Unter richt­ig,15 bis 19,45: »Der AeichAjagdound und feine Aufgaben", Dortrag von Otto Specht. 19,45 bis 20,15: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung:Der Sternenhimmel im Januar: Planet Urmtus". Vortrag von Prof. Ed- nuxnb Sittig. 20.15 bis 2130: Don Stuttgart: Serenaden. 21.30 bis 22.30; Heitere Stunde ün Frankfurter Dialekt: Friedrich Stoltze. Anschlie­ßend bis 0,30: Don Berlin: Tanzmusik.

tKundfunkprogramm.

Sonnlag, 23. Dezember,

8,30 bis 930: Morgenfeier, veranstaltet von Prediger Wächter. 1130 bis 12: Gllernstunde. 12 bis 13: Wittagslonzert drS Rundfunkorchesters. 15 bis 16: Stunde der Jugend. 16 bis 17: Kon­zert deS Bundsunkorchesters: Puccini (geb. 23. Dezember 1858). 17 bis 18. Von Kassel: Hirten­legende. Oper tn einem Auszug von Eugen Bo- dart. Dichtung nach Lope de DegasSpiel von der Geburt Christi", in der deutschen Übersetzung von Frtedrich Walther. 18 bis 18,45: Stunde des Landes. 18,45 ois 19,30: Stunde deS Rbein- Mainischen Verbandes für Volksbildung: »Weih- nächtliches", Vorlesung von Hansi Meißner. 19,30: Vom Frankfurter Opernhaus: »Der Zigeuner- baron", Operette in drei Akten von Ioh. Strauß. Anschließend: Sportnachrichten. Darauf bis 030: Tanzmusik.

Montag, 24. Dezember.

630: Morgengymnastik. 12,30 bis 1330: Schall- platten-Konzert: Weibnachtskonzert. 15,05 bis 1535: Stunde der Zugend. 15.55 bis 16,05: Hausfrauenvienst. 16,05 bis 18: Konzert des Aundsunkörchesters: Weihnachtsmusi^ 18 bis 19: Don Kassel. 19 bis 20,30: ,DaS Spiel von den helligen drei Königen", nach der Weihnachts­legende von F. Tunmermans. 2030 bis 21: Orgel-Konzert. 21:Die drei Geister", aus den W eihnachtserzählungen von Charles Dickens. An­schließend bis 24: Schallplatten-Konzevt: Feier­liche Musik.

Sienatag, 25. Dezember.

830 bis 9,30: Geistliches Konzert, Ausführen­der: Der Bläsercho^ des Wartburgvereins. 10 bis 11. 5. 7 p i der MatlHäu:rch :W ihnachts' Gottesdienst. 12 bis 13: Schollvlatten-Xonzert. 15 bis 1530: Stunde der 3ugwb. 15,30 bis 17:Hurnsti-Bumsti", ein lustiges Kin­derstück, (nach dem Grimmschen Märchen ^Rum­pelstilzchen". 17 bis 19: Konzert des Rundfunk­orchesters (nachgeholl): Beclioz. 19 bis 20: Aach Stuttgart und Köln: .Hellige Aacht". «ine Werh- nachtslegende in oberdaherischer Wundart von Ludwig Thoma. 20: Von Köln: WeihnachtS- Konzert: Intermezzo ^Die Stund« der Verlobten".

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