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Aus der provinzialhaupisiadt.

«Sieben, den 20. 3ull 1928.

Von Gift in Blütenkelchen.

Der grobe Dartentünfller Sommer frat Selb und Wald wieder mit unzähligen viel artigen Blumen gckchmlickt. uni) in vTrichwenderi'chrr Fülle leuchtet uns aui allen Wegen die herr­liche bunu- Sinfonie der *2latur entgegen Auf den Wanderungen genießen die Menschen da- immer schöne Prangen und e* i t wohl *u Der* sieden, wenn alt und jung bestrebt lind, von dem Rsichtum ein wenig nach House zu nehmen. Ha­in GlaS und Bafe Erinnerung gebe an frohe Feierstunden in Got'^S ®arten.

Besonder- sind e- die Wiesenblumen, die es ben Kindern angetan, doch wie so viel Schonet in der Weit Häßliche» birgt, lo enthalten auch viele dieser Blumen recht gefährliche Gifte. die bet zarteren Kindern Hautausschlage oder, wenn sie gar in den Mund genommen, zerkaut oder ver­schlugt werden. Fieber, erbrechen usw. -c,t<gen. Deshalb lasse man die Kleinen nutzt ohtte Auf­sicht beim 0811101 entlüden und belehre die »rohe­ren über den Giflgehatt mancher Arten, wold- gelber Hahnenfuß lockt zum Mitnebmen. aber fein Saft ist Svend und kann sogar Geschwüre ver­ursachen. Der üppige Dilllaltich, der selbst Schutt­haufen vertchSnt. betritt! durch seinen milchigen Saft Schwindel. Schreien und Schlafsucht. Sehr giftig sind die Helman igen blauen Blüten des Eifenhut sie erzeugen Fieber. Delirien und selbst Krampfe und man sollte sofort Wein oder flot­ten schwarzen Kaffee al« Gegenmittel geben. Der geflcdte Schierling mil den rotgetupften Stengeln ist em gefährlicher Geselle, und er. wie auch der weibblühende Stechapsel. bergen in ihren Frucht- kapseln ein so 'chatte- Gift, bah nicht selten To- Verfälle auf ihr Konto zu buchen find. Der rote Fingerhut, der mit seinen prachtvollen, trauben­förmigen Blüten die Kinder entzückt. da« schwarze Bilsenkraut mit den zierlichen weihen Blumen erzeugen schwere, nachhaltige Rervenschwäche, und selbst Die so harmlos erscheinenden Maiglöckchen und Hetttttzettlosen sind nicht frei von schädlichen Giften.

SS bleiben noch genügend Kinder Floras, um einen schönen Fe.dAumenstraub zu binden: roter Mohn und blaue Kornblumen, zierlicher Quai bei und leuchtender Ehrenpreis, die vielfarbige und vielgestaltige Familie der Taubne' el, Zeldnclken, Kornraden, Wicken und wie sie alle beiden. Sie bieten un« ihre Schönheit, ohne dah ihr Kelch verborgene Gifte enthält. GS bleibt wirklich noch genug, um von Tonnenglanz und BlütLn- pracht ein farbige- Sträuhlein der Erinnerung zum Schmucke mit int Haus zu nehmen. M. D. Umstellung der Gießener Müllabfuhr.

Am 1. Oktober wird unser veralleteS Müll- absuhrwesen. bei dem alle möglichen und unmöglichen Sammelgesühe benutzt wurden und die zu einer Verunreinigung der Straften und Belüftigung der Strahenpassanlen führten, durch etn hygienisch einwandfreie- Ber­iah r e n ersetzt werden. 3n einer OrtSsayung, die noch später veröffentlicht werden wird, wird bestimmt, dah die Haushaltungen nur noch die von der Stadtverwaltung voraeschriebenen ein­heitlichen Sammelgefahe benutzen dür­fen. Diese Gesäße haben einen Patentverschlutz. der ein Zerstreuen de- Inhalt- verhindert. Der städtische Abfuhrwagen ist mit einer besonderen Einschüttöffnung versehen, wodurch eine staub- freie Entleerung der Sammelgesäbe in den Abfuhrwagen gewahrfeiftet ist. Die Sammel» gesäße werden von der Stadt beschafft und von den einschlägigen Geschäften an die Haus­haltungen abgegeben. Mit der Durchführung der Umstellung ist das städtische Tiefbauamt beauf­tragt. Dieses wird in einer Bekanntmachung noch diejenigen Geschäfte bezeichnen, die die vor- gefchrwbenen Müllgefühe führen werden.

Den Hau-Haltungen wird empfohlen, jetzt feine neuen Mül lau fbewahrungsgef ätze au beschaffen, sondern abzuwarten, bi« die amtlich vor geschrie­benen Gefähe zur Au-gabe kommen.

Daten für Samstag, 21. Juli.

Sonnenaufgang 4.08 Uhr, Sonnenuntergang 20.04 Uhr. Mondaufgang 8.59 Uhr, Monduntergang 2228 Uhr.

1816: der Dichter Julius Sturm in Köstritz ge boren; 18bS. der Maler Lovis Corinth in Tapiau geboren; 1886: der Maler Karl von PUoty in Ambach geftorben; 1913: der Geologe Hermann Cretner in Leipzig gestorben.

Bornotizen.

Tage»kalender für Freitag. Allgc- meine Ortskrankenkasse: Aurschußsitzung im Gewerk- fchaftshau». K30 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhof- ftraßc: ^Frauenarzt Dr. Schäfer". Ästoria-Licht- spiele, Seltersweg:Büchse und Lasto".

Dastsviel Auguste Prasch-Gre- venberg. AuL dem Stadtlheulerbureau wird unS g. schrieben Auguste Prasch-Grevenöerg. Sbrenmitglleb des Meininger Landc-chealer- - die Mutter de- neuen Intendanten wird erst­malig am DienStag 24.3ull, tu Böllers .Die ünf Äranriuittr als Gudula gastieren. 21 ^ufte Prasch-Greoenbe-g die bis jetzt an den "Xcm- hardtbübnen Berlin verpflichtet war.- dürfte einem groben Teil des Gießener PublllumS schon von frühe, en Gastspielen am Sta dich enter ®icfmn her bekannt fein. SommerabonnemenlS haben Gültig­keit.

" Beschlagnahmte Brote. Wie der Polizc iberichi mtttei!f. wurden gelegentllch der Brotgewichtttontrolle bei einem auswärtigen Bäcker der Brot nach Gicf ei' liefert. Fehlgewichte von 50 bis 170 Gramm je Laib festgestellt. Wegen Mindergewichts wurden 26 Brote beschlagnahmt, die an hiesige WohltärigkettSanftalten verteilt wurden.

Grober Unfug. Aach der Mitteilung de- Polizeiberichte- wurden in letzter Zeit beim Universität-Versuchsgut Hardthof w.ederholt bie Tore der Viehweide nacht- von unberufener Hand geöffnet, so das) da- Bieh von den ab­gegrenzten Weideflächen fortlaufcn konnte und in die in der RSHe liegenden Versuchsfelder de- Unteren HardthvseS geriet, die erheblich beschä­digt wurden. Personen, die Angaben xur Gr» mUtlung der Täter machen können, werden ge­beten. der Kriminalpolizei Nachricht zu geben.

Familientag der Familie Beru­he ck. Hier tagte unter Geltung de- Seniors, Geheimen Iustizrat Wahl in Schlitz, der 51. Familientag der Familie Dernbeck. Etwa 80 Glieder dieser Tn Hessen und darüber hinaus weitverbreiteten Famille fanden sich zu verwandt­schaftlichem Beisammensein auf der LiebigShLhe zusammen. Gerade durch solche Zusammenkünfte wird der verwandtschaftliche Sinn und das Ge­fühl der Zueinandergehörigkeit immn neu ge­stärkt. Dem gleichen Zwecke bient das von Pfarrer Wahl in Lang-GönS al- dem derzeitigen Schriitführer berauSgcgcbcnc Korrespondenzblatt der Familie Dernbeck.

M 6In Siebzigjähriger. Am kommen­den Sonntag begeht der Durgwirt der Burg Gleiberg. Sebastian Hiebergall. feinen 70. Geburt-tag.

Deutsche Meisterfestspiele In Bab-Rauheim. 3m Monat August veran­staltet die Kurverwaltung Bad-Rauheim Deut­sche Meisterfestspiele, und zwarSalome. Mu­sikdrama von Aichard Straub, Beethoven- üieunte Sinfonie mit dem grohen SchlußchorAn die Freude', undTristan und Isolde von Aichard Wagner. Drei unserer großen deutschen Meister mit ihren größten Werken. Hervor­ragende Kräfte sind für diese Festspiele gewon­nen. il a. Gotthels Pistor. der berühmte Bay­reuther Sänger, alsTristan". Äammerfängcrtn 2ninc Sanden aus München alSSalome", Bella Fortner-Halbaerth alsIsolde". Emma Holl und Otto Fänger von der Franl- furter Oper alsHerodias" undHerodes", Kam­mersänger Michael Dietz al-Iochanaan" und Kurvenal". Die gesamte musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Heinz B v n g a r tz. Die Kurverwaltung gibt für diese drei großen Der- anftaltungen ein Abonnement, daS auf alle Plätze eine bedeutende Ermäßigung gegenüber den Ein­zelpreisen bringt. Der Berkaus dieser TTbonne- ments hat bereits begonnen. Der Schluß der Vor­bestellungen für Abonnement- ist am 2. August. Der Verkauf der Einzellarten beginnt erst am 3. August. Man beachte die heutige Anzeige.

Der KreiSverein der Bürger- meister deS Kreise - Gießen hielt dieser Tage im Hotel Hopfeld unter Leitung deS Der- einSvorsihenden, Bürgermeister Fendt (Hun­gen), eine Versammlung ab. Der Vorsitzende be­grüßte zunächst die neuaewähllen Kollegen. Bür­germeister Geil (Lich) und Bürgermeister A o m p f (Lang-GönS). bie er zu tatkräftiger Mitarbeit an den Bestrebungen des Vereins einlub. Hierauf sprach er im Auftrage des Lande-vcrbandet hessischer Bürgermeister den nachstehend genannten DereinSmitgliedem herz­liche Glückwünsche zum Dienftjublläum unter Uebcrreidbung künstlerisch ausgestatteter Ehren­briefe aus: Bürgermeister Schmidt (Trohe) zum 35. Dienstjubtläurn, Bürgermeister Krei­ling (Heuchelheim). Bürgermeister A f f (Lau­ter). Bürgermeister Aeih (Inheiden) und Bür­germeister Aumann (Londorf) zum 25. Dienst- Jubiläum. Sie Glückwünsche des KreisvereinS sind den Iubilaren schon früher ausgesprochen worden. Darauf sprach Dipl.-Landwirt C r o m m (Frankfurt a. OIL) über das ThemaPflanzen­schutz und Schädlingsbekämpfung", wobei er die verschiedensten Arten der Bekämpfung-mittel und deren Anwendung erläuterte. Der Dortrag fand lebhaften Beifall. Sobami beschäftigte sich die le sammlung mit den OrkSgerichts^ebühren. wo­bei zum Ausdruck kam. dah die Gebühren für die Abhaltung von Versteigerungen zu niedrig

bcmcPen feien. Die Weiterbehandlung dieser An- aelegenheit soll dem Vorstand deS Landesver­bandes überlas',«n werden. Aach einigen Mittei­lungen des Vorsitzenden über die Aenderung der Landgemeindeordnung hinsichtlich der Wahl- dauer der Bürgermeister und bi» Besoldung-- Dcgelung entspann sich eine längere Aussprache über die Einführung der Aetch-verdlngungs- ordnung. bereu Anwendung bei ArbeilSverge- bungen empfohlen wurde. Bürgermeister I ö ck e I (Grünberg> machte Mitteilung über die ver- schiedenartlge Handhabung der Körperschafts­steuergesetzgebung durch die Finanzämter und insbesondere die Heranziehung der Gemeinde- Wasserleitungen zur Körperschaftssteuer. Wäh­rend da» (iriaiuamt Grünberg und andere Ge­meinden die Wasserleitungen mit erheblichen Beträgen zur Korperschastssteuer heranziehen. sei die- im Finanzamtsbezirk Gießen nicht der Fall. Es müsse eine Ermäßigung dieser Steuer, mindestens aber eine einheitliche Behandlung durch sämtliche Finanzämter erstrebt werden. Aach längerer Aussprache wurde vom Vorsitzen­den zugesagt, dah durch den Landgeineindetag in dieser Lache die erforderlichen Schritte unter­nommen werden sollen.

2m Lichtspielhaus Bahnhof­straße läuft zur Zeit neben dem üblichen Bei­programm ein Film, ber seines Inhaltes wegen besondere aftuelle Bedeutung beansprucht. Der Kampf um den § 218 des gegenwärtigen Straf­gesetzbuches (Unterbrechung der Schwangerschaft) steht feit langem im Brennpunkt des politischen Meinungskampfes. Es ist daher nicht verwunder­lich, dah auch der Film als Spiegelbild der Gegenwart sich diese- bielumftrittcncn und In seiner Behandlung aus mehrfachen Gründen äußerst heillen und delikaten Themas angenom­men hat Es ist hier natürlich nicht der Platz, in eine sachliche Erörterung über das Für und Wider des Streitgegenstände- selbst einzuireten. Es muh nur soviel gesagt werden, dah der Film, wenn er schon als Wittel der politischen Propaganda auf tritt feine Eignung hierzu wird auch in diesem Falle wieder zur Evidenz erwiesen - doch ein möglichst vielseitige- und umfassendes Bild der Streitfrage geben muh. Man wird unter voller Anerkennung der ein* wand freien und sogar ausgezeichneten Technik diesem unter der Qxcgie von I. und L. Fleck nach dem Manuskript von Jane Deh herge­stellten FilmFrauenarzt Dr. Schäfer" nicht zugestehen können, dah er das von ihm behandelte Problem restlos erschöpft. Heben der hier fast nur angebeutelen hygienischen Seite wird die Frage der Moral behcrrfchend in den Mittel­punkt gestellt, während sozial- und bevölkerungs- politifche Gedankengänge völlig fehlen. Das ist natürlich ein gewisser Rachtell, der noch da­durch verstärkt wird, das den Fürsprechern des vom Füm bekämpften § 218 keine Gelegenheit gegeben wird, ihren Standpunkt fachlich zu ver­treten. Von diesen Ausständen abgesehen («in regietechnisch hätte man gerade bei einem der­artigen Film die über Gebühr ausgedehnten Bars-enen gerne veriniht) wird der an sich da- dellkate Thema außerordentlich dezent und fein behandelnde Film zweifellos seiner Ausgabe ge­recht, weite Kreise auf die Bedeutung des Pro­blems aufmerksam au machen.

* Artilleristentag In Langsdorf. Am kommenden Sonntag findet in Langs borf eine Zusammenkunft der ehemaligen hessischen Feld- artilleriften statt, au der alle ehemaligen Feld­artilleristen der hessischen Regimenter eingeladen sind. Der Bundespräsident, Generalleutnant a. D. Lxz. von K 1 e i n s ch m i t, wird der Veranstal­tung beiwohnen, der Musikverein Aiederweisel unter der Vettung seine- Dirigenten 2 i e b a u wird zum Gelingen de- Tage- beitragen. Vormit­tags um 9 Llhr ist gemeinsamer Kirchgang der Langsdorier Kameraden, danach wird mit Musik -um Friedhof zur Kranzniederlegung an den Gräbern der im Weltkriege und im Kriege 1870/71 Gefallenen marschiert. Bon 11 bis 12 ilf)r findet im Dorfe Konzert statt. Rachmittags ab 2 Uhr bewegt sich ein Festzug durch die Dorfstrahen zum Feftplatze, wo Begrüßungen durch den Ortsvor- sitzeichen imt) den Bürgermeister erfolgen und an­schließend der BundeSpräsioent. Generalleutnant von Kleinschmil, eine Ansprache halten wird. Die restlichen Stunden der Veranstaltung sind dem ge­mütlichen Beisammensein mit Konzert gewidmet. DiS jetzt haben sich bereit- über 250 Kameraden zur Teilnahme angcmeldet, man darf aber wohl damit rechnen, daß der Besuch dieses Artille­ristentages durch die alten hessischen Feldartil­leristen noch viel stärker werden wird.

' 61 r a n b f e ft. Am kommenden Sonntag veranstaltet der Männer-Dadev erein anläßlich des 92. Stiftung-festes ein Stranbfeft. Da- reich­haltige Programm sieht vor u. a. vormittag- von 8 bis 1 11 br ein Wettschwimmen aller Alters­klassen, verbunden mit Verleihung des dem Gedächtnis des um die Schwimm­kunst verdienten Mitgliedes C h r i ft i a n Zimmer gefristeten Wanderpreises. Bon 3 llhr

ab findet da- Strartbfefl bestehend kn Konzert, Preisschießen und sonstige« Veranstaltungen statt. Es werden u. a. geboten Humoristische Wist er­spiele Äinbcn>olonalk mit Bre»e1 Verteilung, Wurst«chnappen ün Wasser. Sackhüpfen uhr> 2« Schluß findet die Prrisr»cnc!u.-.g statt.

' Der Gau 73 «Lahni des BundeO Deutscher Aadfahrer hält vom tl 23. Juli in Krvsdors sein Gau-Sommerscst ab. D:c Veranstaltung verspricht den Besuchern durch Darbietungen verschiedenster Art einige genuß­reiche Stunde'.». Aähcres im heutigen Anzeigen­teil.

Eulbacher Markt in Erbach t O Die Stadl Erbach veranstaltet am fommenbm Sonntag und Montag thren bieAiäbrigen äulbader Markts der bekanntlich das größte und origt»elfte Volks­fest deS Odenwald«- ist und stets weil über ben >.nwalde_- j ge»

funden bat Die Darbietungen sind auch in diesem Jahre so vielscittg. daß ein Besuch zu empfehl em ist. Interessenten seien auf die gestrige Anzeig» hingcwiefen.

Vermischtes.

Jlcue Junbc im Trierer Icmpclbczlrk.

Bei den umfangreichen Ausgrabungen bec Trier-Kommission, des AllbachialeS bei Trie», die der Leitung von S. Loeschka untersteh«^ find kürzlich wieder gut erhalten« Bild­werke und Altäre gesunden worden. Me für die Kenntnisse des einheimischen Dätte» kultus von größter Bedeutung sind. Da« beste Stück der neuen Funde ist ein die PferdegöttiM Epona darstellend^ Kultblld aus Jurakalk, das sich durch die vorzügliche Art ferner Ausiüch- rung und Erhaltung ausznchnet. Die Bedeu­tung der Trierer Ausgrabungen geht daraus hervor, daß eS bis jetzt gelungen ist an dieser Stelle b i e ersten Reste deS prähistort- fchcn Trier nachzurveisen. darüber ben größten Tempelbezir k nördlich bet Alpen zu linben, ben Sieg des Ehnstentums in Trier auf daS Jahr 337 festzulegen und schließlich auch noch bie ersten Wohnbau­ten des ältesten beutschen Trier ber frühfränkischen Zeit zu erkennen.

3ugcnbprei9 deutscher Erzähler 1928.

Der Wettbewerb um den IuaendpreiS deut­scher Erzähler 1928. der dem Verbände deut- sicher Erzähler von der Deutschen Buch- Gemeinschaft G. m. b. H. Berlin alljähr­lich in Höhe von 10 000 Mark gestiftet wird und im Einvernehmen mit dem preußischen Kultus­ministerium zur Verteilung gelangt, wird für das Jahr 1928 ausg.schrieben. Alle deut chen Autormr. die zur Zett der Einreichu>rg deS Manuskripts das 40. Lebensjahr nicht erreicht haben, werden zur Detelligung aufgefordert, (jugeias^en finb nur Romane, die in deutscher Mutterchrache abgefaht und bisher nicht zur Veröffentlichung gelangt sind. Das von dem Prersrichtercollegium mit dem Preise ausgezeichnete Werk wird von der Deut­schen Buch-Gemeinschast G. m. b. H.. Berkin, tn einer garantierten Grstauslage von 10 000 Efem- plaren veröffentlicht, metür da- Horwrar zu­gleich mit dem Preise sofort zahlbar ist. Das Preisrichterkollegium seht sich zusammen au8 den Herren: Hanns Martin Elster, Georg Engel. OSkar Loerke, Julius Petersen, Jakob Schaffner, Hermann Stehr, Wiih. Wart- z o 1 d t. Der Preis für das Jahr 1927 entfiel an Walter Meckauer für seinen RomanDie Bücher de- Kaisers Wutaf".

wieder Sturm an ber chilenischen Küste.

(Ein heftiger Sturm hat die Küste Ehiles beim- gesucht und einen großen Teil ber Hafen- und Be- estigungsanlagen zerstört. Der Sturm nahm einen fturs ber Küste entlang nach Süden und richtete auch in Valparaiso erheblichen Schaden an.

Sprech stunde« der Redaktion

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