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sekretar des Bundes deutscher kaufmännischer Ge- f noienjchaften Leufen IBerlin) dos Wort. Mit großem Bedauern sprach dieser zunächst von der Lau- 1 heil und Jnteresselosigleik des Mittelstandes und 1 von seiner ungenügenden Organisation. Sodann ging er zu seinem ThemaNotprogramm Dee gewervlichen und kaufmännischen Mit 1 elftond « s" über, do» er in zweistündiger Rede behandelt«. Die Umsatz- und Gewerbesteuern seien ins Riesenhafte gestiegen. Die schwere Äon- kurrenz mache daneben dem Mittelstand das Leben schwer, besonders sei es auch die öffentlich« Hand. Die Stadt Berlin B. habe ein Beschaffungsamt für Kleidung, Möbel usw., da» sei unerhört, zumal Berlin die Kleinbetrieb« ohnehin durch schwer« Steuern schröpfe. Ferner fände man zahlreiche amt­lich« Druckereien, die twn Privatdruckereien schwer zu schäften machten. Die städtischen Elektrizitäts­werke Härten Verkaufsstellen und dergleichen mehr, Krupp und andere Industriewerke hätten ihre Merkkonslimoerein«. Die Einkreisung des Mittel- standes in England Hobe im vorigen Jahrhundert zu dessen Untergang geführt. Der Mittelstand in . Deutschland müsse sich rechtzeitig organisieren, um nicht das gleiche Schicksal zu erleiden. Die Waren- Häuser, di, Einheitspreisläden, die Konsumvereine bedrohten die Eristenz. Die bürgerlichen Parteien hätten den Mitteistand kaum In Schutz genommen. Die Ueberlastung der Steuern müsse zum Unter- gang des Mittelstandes führen. Heute ergeh« der Ruf': Gründen wir eine starke Organisation, damit wir Mjtflcorbnele in den Reichstag bringen, dann werden wir Schutzgesetze erhalten. Don sieben Mil­lionen Angehörigen des Mittelstandes seien nur eine Million organisiert. Fünfzig Prozent der Reichstogsabgeordneten stünden im Beamtenver- bältnis, die Zahl der Kaufleute und Handwerker sei im Reichstag minimal. Der Mittelstand müsse sich di« Arbeits- und Opferfreudigkeit^des Arbeiter- standes zum Dorbild nehmen, durch Aufklärung», arbeit müßten die sechs Millionen abseitsstehender Mittelständler aufgerüttelt werden. Die Bauern hätten durch ihre verhältnismäßig junge Organi­sation viel erreicht: durch das Notvrogramm kämen Millionen in die Landwirtschaft. Auch der Mittel­stand müsse die (tzesetzaebung anrufen, der Reichs- tag müsse eingreifen. Konz entschieden wandte sich der Redner g'gen die Bezeichnung Splitterpartei und forderte zum Schluß auf, am 2" Mai nur Kandidaten der Wirtschaft partei zu wählen.

Da sich niemand zur Aussprache meldete, so er­gänzte der Vorsitzende die Ausführungen des Red­ners noch kurz und kam auf die Ereignisse bei der letzten hessisel*en Landtagsmahl zu sprechen, bei der i auch hie Wirtschaftspartei ausgeschlossen wurde. ! Den jetzigen Landtag sieht es nicht als rechts- gtltig an.

Wirtschaft.

Das beschlagnahmte deutsche Eigentum in Amerika.

Wit dem HavagdampserDeutschland" kehrte Rechtsanwalt Dr Kiesselbach nach Deutsch­land zurück, dem es in dreijähriger mühevoller Arbeit gelungen ist, die Freigabeange- legenheit in Amerika zum Abschluß zu bringen. Rur ein verschwindend kleiner Rest von Entschädigungsansprüchen harrt noch der Erledi­gung. Obwohl die Angelegenheit nunmehr geseh- lich gcr g.'lt ist, warnte Dr. Kiesselbach doch eindringlich vor einem übertriebenen Optimismus hinsichtlich deS Term in es der er st en Auszahlungen. Aach seiner Auslassung wird noch mindestens ein * Iahr darüber hingehen, da noch außerordentlich -.viele Einzelschwi r gleiten zu überwinden sind. * Dr. Kiesselbach erinnerte in diesem Zusammen- - Hang an die sehr schwierigen Arbeiten, die etwa noch mit der Abschätzung des beschlagnahmten deutschen Echisfsbesitzcs zu erledigen sind. Auch an eine bevorzugte Abwicklung der kleineren Ansprüche sei nicht zu denken, fontcr i die Erledigung aller Ansprüche erfolge der Reihe nach.

Auslandanleihe des Sparkassen' und Giroverbandes.

Die Beratungsstelle für Auslandkredite beim Reichrsinanzministerium hat die Ausnahme der ersten Tranche der Auslandanleihe des Deutschen Sparkassen- und Giro- verbandeS im Betrage von 17 500 000 Dollar endgültig befürwortet. Vorbehaltlich der mini­steriellen Genehmigung der Anleihe seitens der Preußischen Staatsreqicrung, die nach den ge­pflogenen Verhandlungen mit Sicherheit zu er­warten ist. hat der Datsche Sparkassen- und Giroverband den Verlaus der Anleihe mit den in Berlin anwesenden Vertretern des Bank­hauses Harris Fordes & Co. abgeschlossen. Die

Anleihe ist mit 6 Prozent verzinslich und wird bU zum Jahre 1947 mit 2.96 Prozent zuzüglich ersparter Zinsen zum Nennwert planmäßig ge­tilgt. Die planmäßige Tilgung soll nur durch Auslosung erfolnen. Dem Verband ist das Recht Vorbehalten, die Anleihe nach Ablauf von fünf Jahren verstärkt oder im ganzen zur Rückzahlung zu kündigen. Die Rückzahlung der gekündigten Beträge erfolgt vom 5. bis zum 10. Jahre zu 102 Prozent und vom zehnten 3cf;re ab zum Rennwert. Das Bankhaus hat die Anleihe zum Kurse von 91.5 Prozent zuzüglich Stückzinsen übernommen und wird die Anleihe voraus­sichtlich bereUs am 21. b. TR. in Aeuhork zur Zeichnung auslegen.

AuS bet Elektrizitätstndustrte. Unter dem Damen2für Deut'che Elek- tvizilätswirlfchaft" wurde von der SLeltrswerie- A.-G.. der Preußi chen Eleklrizitäts-A.-G. und der Bayernwerk-A.-G. eine Gesellschaft gegrün- xöct, deren Zweck es lein soll, die Zusammen­arbeit zwischen den Gesellschaften durch Lösung gemeinschaftlicher Au^g ben zu fördern. Der Bei­tritt weiterer Cnerglever orgungsgeb.etr zu de. Gesellschaft ist offeng.'halten. Wünsche nach dteser Richtung hin liegen bereits vor. Zum Ausgleich elektrischer Arbeit sollen die erforderlichen Aw- lagen geschaffen werden. Die an dem Leistungs­und Vert^ilungs'hstem belei igtrn ilnlernet)muti­gen sollen nach Möglichkeit einander angepaßt werden.

Wayß & Frehkag A. - G.. Frank­furt a. M. In der Aufsichtsratssitzung wurde beschlossen. der am 25. d. M. stattenden den De- neral-Ver'ammlung. wie bereits gemeldet wie­derum die Verteilung einer lOproz. Dividende auf das erhöhte Akt-ientapital (12 Mill. Wk.) vorzuschlagen. Der Ausfichtsrat nahm mit Be­friedigung davon Kenntnis, baß der derzeitige Auf-tragsbrstand den des Vorjahres um mehr als ein Drittel übersteigt. Weiter wurde die Einführung des gesamten Aktirnlavitals an der Berliner Börse beschlossen. Außerdem w.rd die Zulassung zum Lerminhandel beantragt.

»VereinfürchemijcheJndustrie 21.=®., Frankfurt a. M. Die Generalversammlung er» lediate die Regularien und setzte die Dividende aus 7 Proz. fest. Ferner wurde die Herabsetzung des Stimmrechte der Borzugsalcien vom Zwanzigjachen auf das Zwölffache beschlossen Dom Vorstand wurde mitgeteilt, daß in dem Jahresergebni» 1927 Zuflüsse aus dem Geschäft der aktivierten Stöhle nicht enthalten seien. 2m neuen Jahr habe sich das Geschäft weiterhin befriedigend entwickelt: un­ter dem üblichen Vorbehalt sei wieder ein günsti­ges Ergebnis zu erwarten. Es wurde von der Ver­waltung nochmals erklärt, daß zwischen ihr und der R. D. Allgemsene Norit Mij. keinerlei Ver­handlungen geführt worden seien, da sich die Rechts- streitigleiten mit dieser Firma weiterhin im Aus­trage befänden.

Köln-Neu essener B e r a w e r k s v e r - ein - A.-G., E s s e n - A l 1 e n e ss e n. An der Berliner Börse sind 16 Millionen Mark neue Stammaktien des Köln - Neuessener Bergwerksoer- eins, Essen, mit halber Dioidendenberechtigung für 1927,28 zugelasfen worden. Die Anlagen der Ge­sellschaft seien A. Z. voll beschäftigt. Bei den stark gebnieften Preisen und dem unzureichenden Jn- iandgeschäst sei mit einer angemessenen Rente im Kohlenbergbau für das lausende Jahr nicht zu rechnen. Wohl ober fei anzunehmen, daß die Ver­bindung mit dem Eisen- und Stahlwerk Hoesch es ermöglichen werde, ein den allgemeinen Ver­hältnissen entsprechendes Gewinnergebnis vorzu­legen.

* Eisen - und Stahlwerk Hoesch A. - G. in Dortmund. An der Berliner Börse sind 16 Millionen Mark neue Stammaktien des Eisen- unb Stahlwerks Hoesch A.-G. in Dortmund mit halber Dividendenberechtigung für 1927'28 neu zu­gelassen worden. Das gegenwärtige Geschäftsjahr war in seinem bisherigen Verlauf zufriedenstellend. Die noch vorliegenden Aufträge sichern den betrie­ben für die nächsten Monate volle Beschäftigung.

* Deutsche Reichsbahngesellschaft. Der Verwaltungsrat der Deutschen Reichsbahn- gesellschaft tagte vorn 14. bis 16. Mai in Berlin. Der Geschäftsoericht und die Bilanz für das Ge­schäftsjahr 1927 wurden genehmigt. Die Ausfchüt- tung einer 7prozentigen Dividende auf die ausge- gebenen Vorzugsaktien Serie I/IV wurde defchlos- sen. Alsdann wurde die Tagung unterbrochen. Sie soll fortgesetzt werden, sobald die Antwort der Reichsregierung auf den Tariferhähungsantrag vorliegt.

Neue Kvrozentiae Maadeburaer Stadtanleine von 1 9 28. Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: Ein unter Füh­rung der Preußischen Staatsbank (Seehandlung) stehendes Bankkonsortium legt in der Zeit vom 18. bis einschließlich 24. Mai 6 Mill. Mk 4proz. Magdeburger Stadtanleihe auf Feingoldbasis zur

öffentlichen Zeichnung auf. Die Tilgung der An- Ic.he e.folgt in längstens 21 Jahren. Bit oer- stärkte I.gung und Gesamttündigung sind frühe­stens zum I.Jult 1933 zulässig. Der Zeichnungs- kurs betragt 91i Proz. Die Bezahlung der Stucke hat am 31. Mai zu erfolgen.

Zellstoffavrik WaIdhof L - G.. Mannheim. Nachdem die Abschkußziffern oer- öftcntlicht sind, liegt nunmehr der Bericht für das Gejchästsjabr 1927 vor. Es war möglich, die Er- zeugnise sämtlicher Werke abzusetzen. Die Werke waren doü beschäftigt. Das neue Werk in Kelheim, das eine Kapazität von 80 Tonnen Zellstoff pro Tag ha:, arbeitet erst feit kurzem. Obwohl die Äon- kurrenz am Weltmarkt sehr stark war, konnte das Ergebnis verbessert werden, vor allem durch den Jnlande.bjctz. Das Mannheimer Derk vergrößerte durch Umbau sc.ne Produktion. Aus dem Rein­gewinn von 3 733 077 Mark werden bekanntlich auf die Stammaktien 12 o.H. Dividend« verteilt, aus die Vorzugsaktien 7 bzw. 6 v. H. und auf bie Ge­nußrechte 6 o. H. Zum Dortrag verbleiben 330 977 Mark.

C. H. Knorr A.-G., Heilbronn. Der Aufsichtsrat beschloß, wie im Vorjahr die Vertei­lung einer Dividende von 10 o. H. oorzufchlagen.

Maschinenfabrik Eßlingen. Die Bilanz der Maschinenfabrik Eßlingen schließt ein­schließlich des VortragS vom Voriahre von 255 433 Mark mit einem Gewinn von 297 473 Mark ab, der nach drm Antrag des AussichtS- ralZ auf neue Rechnung borge tragen werden soll. Rach dem Geschäftsbericht war der Au trags- eingang wesentlich Häher als im Vorjahre, doch hat sich d.e Abwicklung der Aufträge zu einem nicht unbeträchtlichen Teil in das neue Geschäfts­jahr hincingezozcn. Trotz des aesteigerten 11m- satzes war das finanzielle Ergebnis durch größ­tenteils unzureichende Preise und verhältnis- mäßig hohe Löhne stark beeinträchtigt. In den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres ist ein Rückgang im Auftragseingang eingetreten, doch bietet der aas dem Vorjahr übernommene Auftragsbestand die Gewähr, daß die Werk- Ratten im Durchschnitt noch für mehrere Monate im gegenwärtigen Umfang weiter beschä tigt wer­den können.

Der Diskontsatz derFederal Re- seroe Bank" aus 4$ o. H. erhöht. Die Federal Reserve Bank" erhöhte ihren Diskontsatz von 4 auf 4i o. H.

Aranksurtcr Börse.

Frankfurt, 13. Mai. Tendenz: Fester. Trotz ter Erhöhung des Diskontsatzes der Federal Refervebanl in Neuyorl, eröffnete die heutige Börse in sesterer Haltung, nachdem noch vorbörslich große Unsicherheit geherrscht hatte. Die Anregung ging wieder von der regeren Nachfrage nach verschiedenen Spezial- werten aus, die offenbar in erster Linie vom Ausland gekauft wurden. Dos Geschäft war jedoch im allgemeinen nicht sehr umfangreich. Der Wirtschaftsbericht der Discontogesellschast wurde überwiegend günstig ausgenommen, ferner verwies man auf die Besserung im Befinden des Reichsaußenministers und auf die weitere spürbare Entlastung des Arbeitsmarktes. Bei den ersten Notierungen waren überwiegend cin- biS zweiprozentige Kursbesserungen zu verzeich­nen. Spezialwerte konnten starker anziehen. So bestand am Chemiemarkt f ü r I. - G. - Farben mit plus 3 Proz. lebhafteres Interesse. Außerordentlich gefragt waren aber vor allem Scheideanstalt, die schließlich 6.5 Prozent gewannen. Am Elektromarkt wurden Slernens mit pluS 4 Prozent bevorzugt. AEG. gewannen 1,25, Bergmann 1 Prozent stärker ver­langt. 5en;er Zellstoff Waldhof auf die Aus­führungen im Geschäftsbericht plus 4,25 Prozent stärker verlangt. Arn Banken markt waren Reichsbank aus neue Auslandläufe mit plus 12 Prozent stark erhöht. Am Montanmarkt eröffneten Harpener 2 Prozent, Rhein. Braun­kohlen 3 Prozent höher. Ilse Bergbau und Gelsenkirchen waren dagegen etwas gedrückt. Wayß & Freytag setzten ihre Kurssteigerung mit 2,5 Prozent fort. Ausländische Ren - t e n lagen still. Türken etwas schwächer. Im weiteren Verlauf wurde daS Geschält zunächst sehr still, später setzte wieder, hauptsächlich für Spezialwerte, lebhafte Rachfrage ein. Im Vor­dergrund standen Siemens, die erneut 4,5 Pro­zent an zogen. Der Geldmarkt war ange­spannt. TageSgeld 7 Prozent. Am Devisen­markt nannte man Reichsmark gegen Dollar 4 1796, gegen Pfund 20,401, London-Kabel 4,8805, Paris 124,02. Mailand 92,65, Madrid 29,15. Holland 12,1025.

Berliner Börse

Berlin, 18. Mai. Di« etwas überraschend ge­kommene Diskonterhöhung in Neunork hatte den an und für sich heute sehr ruhigen vor­

mittag: verkehr noch unsicherer gemacht. Dai Geschäft kam nach der Fc.ertagsunterbrechung erst zögernd in Gang. Das Angebot hielt sich aber in engen Grenzen, und die Spekulation nahm eine abwartende Haltung an, da die Auswirkungen der erhöhten Rate an der Reuyorker Börse noch nicht zu übersehen waren. Zu Beginn der Börse war die Stimmung aber, entgegen den Vermutungei» des Dormittaasverkehrs, entschieden zuversichtlicher, zumal da» Ausland für Spezialpapiere neues Kaufinteresse zeigte. Auch seien die Großbanken augenblicklich sehr günstig eingestellt, was auch durch den Monatsbericht dec Disconw- gefellfchaft. der gestern zur Veröffentlichung ge­langte. zum Ausdruck kam. Auch die Besserung in dem Befinden Dr. Strcfemanns trug zu einer Befestigung bei. die gegen den vormittagsoer- kehr bei Spezialwerten 5 v. H. und darüber betrug. Aber auch gegenüber der letzten offiziellen Schluß­notierung waren Besserungen bis ;u 5 v. H. in der Mehrzahl. Spezial wert«, wie Zellstoff Waldhof- Siemens und Reichsbank waren besonders ver­langt. Man spricht wieder von Käufen dc» Auslandes am Elektromarkt und in Reichsbank. Bei Wo Id Hof regte aufdiainenb ein Artikel über ein angeblich neues Verfahren in der Kunstwollefabrikation an. Für earotti ftimmulierte die Kapilalerhöhung. Dessauer Gas waren lebhaf­ter. wobei man dieselben fireife als Käufer beob­achten wollte, wie in den letzten Tagen bei den schlesifchen ö.-Gas. Dagegen lagen Auslands- wert«, wie Chadeaktien und Soenska. gedrückt. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer eher schwach. Ungarische Goldrente etwa 0.75 v. H. fester. Pfandbriefe unverändert. Geld ohne große Veränderungen wieder eher fester Tägliches Gelb 5.5 bis 7,5 v. H. Monatsgekd 7,5 bis 8L v. H. Warenwechsel 6,88 v. H. und darüber. Rach den ersten Kursen zeitweise etwas ruhiger, später trat, von Spezialwerten ausgehend, wieder eine stärkere Belebung ein. Daimler 5 o. H. höher. Sarotti bis 8 o. H. erhöht. Feldmühle plus 5 o. H. Auch Daim­ler weiter steigend.

iyranfrurtrr (tctrcitcbörfc.

Frankfurt a. M.. 18. Mai. Am heutigen Produktenmarkt kam überhaupt kein Geschäft zu­stande. Die Stimmung ist äußerst lustlos unb flau. Die Preise waren ausschließlich Weizen- und Aoggenmehl (minus 0,50 Marl) unb Dei- zenkleie (minuS 0.25 Mark) unverändert notiert Es wurden notiert: Weizen 26.50; Roggen 28.50; Hafer, inländischer 27.7528 25; Mals (gelb) für Futterzwecke 24 7525; MaiS (gelb) für ander« Zwecke 24.7525; Weizenmehl, süddeutsches Spe­zial 0 3839.25; Roggenmehl 39.5040; Wei­zenkleie 15.25; Roggenkleie 17.5017.75. Tendenz: flau.

Berliner Produktenbörse

Berlin, 16. Mai. Trotz der anhaltenden Leb­losigkeit des Mehlmarktes konnte sich heute infolge des Mangels an Andienungen und auf Grund der festeren Auslandmeldungen di« Festigung durchsetzen. Die (Jifofferten für Weizen und Roggen lauteten höher, der kanadische Farmerpool war für Weizen auch heute wieder nicht als Abgeber am Markte. Da» inländische Angebot von Weizen war heute nicht fo reichlich wie in den letzten Tagen, die Forderungen sind um etwa 2 Mark erhöht Bei Roagen fehlt An­gebot von Daggonware fast gänzlich, worunter in erster Linie die Provinzmühlen zu leiden haben. Kahnwore wird vereinzelt von der Warthe und au» Mecklenburg angeboten, die geforderten Preise sind jedoch gegenüber Auslandrogaen au hoch Am Liefe- rungsmarft stellten sich die Preise für Weizen und Roggen um 1 bis 2,50 Mark höher. Weizen- unb Roggenmehle sind zu unveränderten Preisen offeriert, eine Besserung de» Geschäftes war auch heute nicht ,ui verzeichnen. Am Hafermarkt zeigt sich vereinzelt Nachfrage; die hohen Forderungen taffen weiter nur wenige Umsätze Zustandekommen. Gerste ruhig Es notierten (1000 kg): Weizen, märkischer, 263 bis 266, Mai 277 bis 278 (Geld), Juli 288,50, September 272 (fester); Roggen, märkischer, 286 bis 288.

Kunst und Wissenschaft.

Deutsche Zahnärztetagung In Dresden.

Die wissenschaftlich« Tagung der Zahnärzte Deutschlands begann am Dienstag in Dresden ihre erste Sitzung mit Vorträgen der Deutschen Gesellschaft für Aabnärztliche Orthopädie. Dr. Schwarz (Wien) svracy über das Thema .Wie verhütet der Praktiker Bißanomalien?" Privat­dozent Dr. Paul W. Simon (Berlin) sprach über .Diagnose und Behandlung des tiefen Bisses". Privatdozent Dr Wannenmacher (Tübingen) sprach über »Die Folgen des tiefen VisseS". Dr. Schwarz (Wien) berichtete sodann über .Deckbiß und KaumechaniSmus".

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Die hinter den Papieren Angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Rei.-hsbankdiSlont 7 Prozent, Lombarbzinsfuß 8 Prozent

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