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Hl 12 Wertes Blatt

Siebener Anzeiger (Senrrai A.izciger sür ©berhtjfeii)

Saiüstaj,4 3üüuar 1928

Wirtschaft.

etmttermanbiunüen und VerlauMaarn M Sinielhandel-.

Doi wiflanfline 3abt Hal ber de-tschen *lDirt- tooh di, höchsten ProduftttmSziffem feit brr Stabilisier na spracht CBM^rmö bi, 3ahrt 1925 wnb 1920 unter bem Zeichen bet Produkt wns- (rife standen die M )um Einsetzen des eig- Ntchen Vergarbeiterftreiks in der zweiten -Litte des Jahres 1926 anhiell ist. ausgehend von der durch diesen angeregten Konjunkturbelebung, eine Entwicklung noch oben etngeireten. die auch Teile der Fertigtvareninduftrie erfaßt hat Bei bem heurigen Stand bet Dinge werben sich von bet Prvduktionssesie her auch bei einem Rückgang der Konjunktur feint Schwierigkeiten ergeben, wohl aber kann die Frage einer Adfatzkrif« bei fehlender Ueberelnftlmmung -wischen Produktion und Absatz akut werden. Anzeichen einer Absatz- Irise mühten sich suerfl besonder» bei dem Einzel- handel bemerkbar machen, der al» letzter Der­lei ler der Güter mit dem Markt byw. mit dem Verbraucher in unmittelbarer Derbtndung steht, unb zwar in Gestalt eines Rückganges der Zah- lungs«Lhigkeit einer Verlängerung ter ZahlungS- fiele und Verschlechterung der Konditionen

In der velsentltchkeit wird immer wieder dar­aus hingewiesen, daß der DertellungSapparat innerhalb der deutschen Dvllstoirlfchoft zu teuer ist Man geht hierbei von geschätzten Zahlen aus. die 7 bis S Mtlliarden Mark für Unkosten des «in-elhontels gleich 25 Prvz nt deS Gesamt­umsatzes betragen, wozu noch der Grohhandel mit 2.5 Milliarden Unkosten tritt. Seitens des Einzelhandel» wird daraus bingetoielcn. bah dieser 25prozentige Anteil durch tatsächliche Un- kosten stark ausgesülsi ist. so bah ein verhältniS- mühtg geringer Geschästsnutzen übrig bleibt. Man wird bei objektiver Betrachtung der Un* topenfragt des Einzelhandels zugeben müssen, boh feine Unkosten progressiv steigen (Umsatz­steuer). unb bah bie gegenüber ber Dorkriegs- Sit stark gewachsene Konkurrenz infolge der rünbung zahlreicher neuer Einzelhandel-Unter­nehmungen den Kamps um den sogenannten Hufen verschärft und zu einer Verringerung ber Verdienstlpanne beigetragen hat. Die Konkurrenz­lage de- Einzelhandels ist überhaupt durch neue formen bet Derlaufsorganisation nicht nur bei ihm selbst, sondern auch aus anderer Seite eine Wesentlich andere geworden Der Gedanke des sog fliehenden Warenwege- hat in Deutschland Eingang gesunden und ist bereits in die Praris urngtsetzt worden. Sie AEG beispielsweise ver­kauft ihr.- hauswirtschastlichen Fabrikate in eige­nen Geschäften. Ob es gut ist, dah her Produzent gleichzeitig den Verbraucher beliefert, muh die Lebem-fLhigkeit derartiger Dersahren beweisen. Der Handel soll jedenfalls dem Verbraucher eine "Lislest aus einem bestimmten Warengebiet anbieten, ein gesunder Grundsatz für seine De- tfttiaung. ber allerdings bei dieser Art ber Der- kaussform nicht etnurgalten wird Starke Kon­kurrenten ftnb bem Einzelhandel in den Waren- büusern. die sich für bestimmte grvhe unb ge­schlossen, Vedart»gebiete aus den Einkauf vom Grohhandel, teilweise foaar auf eigene Produk­tion legen, unb ferner tu den Genossenschaften erwachsen. Die Suche noch DilliaMt hat bie Kundschaft vielfach z» ber genossenichaftsichen Derkaufsorganisation gedrängt und wohl auch die ritymählge Konzentrierung des Verkaufs in Warenhäusern begünstigt. Der Einzelhandel ist natürlich bemüht, sich gegen derartige kapita­listische Derkaufssormen zu schützen. In diesem Bestreben ist ihm seitens ber Kunden durch daS Wachsen der Anforderungen an gute Qualitäten eine Unterstützung zuteil geworden.

Heute gilt mehr denn je wieder das Schlag­wort i Seine Majestät der Kunde, und die unter dem Zeichen der Qualitätssuche stehende Entwick­lung hat zur Ausbildung neuer Typen von Spezialgeschäften auch infolge der Abhängigkeit von Markenartikeln geführt (Funkhandel. De- leuchtungshandel usw.s. Dieser Strukturwandel Im Einzelhandel hat auch die Warenhäuser er­saht. indem die einzelnen Abteilungen der Warenhäuser sich spezialisiert haben. Eine ganz neue von Amerika herübc.gekommene Erscheinung sind die Slnheitsprersläden. durch die der Ver­such gemacht wird, mehr Rentabilität im Einzel­handel zu erlangen. Der ursprüngliche Gedanke dieser Berkaufssorm ging dahin, dah jede» Ge­schäft nur drei Preislagen haben, und der Käufer nur bestimmte Waren bekommen sollte. Dies erfordert natürlich eine starke Beschränkung deS Sortiments in Qualitäten, und hierin liegt eine Schwäche ber Einheitspreisgeschäfte. Auch da» Bestreben des Einzelhandels ist auf die Ver­einheitlichung der Preise, mit anderen Worten aut Typisierung von der Preisseite her unb aus Normung der Ware unter stärkster Einwirkung des QualitLtsprinzipS gerichtet. Die Typisierung der Warenform wird in Deutschland immer ihre starken Grenzen in dem Geschmack des deutschen 'Verbrauchers finden, der mit feiner Vack die Ware unb die Produktion bestimmt. Das Verlangen nach Maimigsaltiqkeit. dauerhafter Brauchbarkeit und nach Echtheit find heute wieder bei dem Kauf einer Ware auSschlaggeoend. und besonders ber Umstand, dah sich heute die Kauf» kra't anders verteilt als vor dem Kriege, da eS heule nur noch wenige Kapital- unb Vermögens- rentner gibt, zwingt den Einzelhandel, eine reich­liche Auswahl und einen bunten Wechsel von Maren zu bieten. DaS Interesse ber Spezial­leistung erfordert insvlgedef en wieder eine uni­verselle Erweiterung. Markenartikel kommen in zunehmendem Mähe heraus, und Handelsmarken sind ein neuer Begriff des Einzelhandels ge­worben.

Die unter der Zunahme der EinzelhandelS- betriebe unb ber Ausdehnung bet Großbetriebe stehende Entwicklung unterwirft im Einzelhandel mehr denn je den Preis der freien Konkurrenz, die vom Kunden ausgenutzt wird. Der Smzel- handel muh den Preis noch der Abfatzmögltch- keit kalkulieren nicht nur nach Unkosten unb Einkaufspreis. So ut das Rabatt- und Zugabe- toefen. in der Hoffnung dadurch eine Steigerung de» Absatzes zu erreichen, wieder in Srsche nung getreten.

Die sich aus den Strukturwanbluncen ergeben­den Verlaufsfragen unb Berkaufssorgen haben bereits vor einem Jahre zu ber Einr chtung der sog. ..Derkautsberatung' seitens bei Hau^tge- meinschatt des Deutschen Einzelhandels geführt, unb man hat mit dem neuen Jahre bie Verkaufs-

Oie Lösungen der Weihnachispreisrütsel.

Wir tonnen zufrieden sein! Da» Ergebnis unsere« wethnachtsichen Preisratselwettdewerv» ist vorzüglich ausgefallen und übertrifft sowohl rein zohlenmohig wie auch qualitativ boe Resultat von 1927 nicht unerheblich

Die grofite Anziehung,kraft betoie», wie zu er warten mar, da»(Blüd im Winkel". Unerhörte An­strengungen sind gemacht worden, ein Rausch von Zahlen, Sorten, Warnen und Begriffen ist über Loser unb fiöftrinncn gekommen; e» ist mit einem auherordenUich anerkennenswerten Fleiß und S'ser, mit einer manchmal rührenden Sorgfalt, Ausoauer unb (debulb gearbeitet worben. Der gute Atlas von Anbrs, ber Gröhe Meyer unb ber Kleine Brock hau», deutsche, ftanzöfische, englische, ftallenifche, lateinische Dorterduchcr wurden gewalzt, unb auch der unbe­stechliche Duden erwies sich als ein getreuer unb brauchbarer Helfer in der Not.

Bei uns hat'» aber auch viel Arbeit gegeben. An­fang», wie da» immer zu beobachten ist, liefen die Briefe an den Ratfelonkel nur dünn und tropfet- weise ein aber bann, in den letzten lagen vor Torschluß, da kamen ganze Stoße mit jeder Post. Buchstabenreihen marinierten auf, Wörter in ge­waltigen Kolonnen, leserlich und unleserlich, mit Zahlen und ohne Zal>len ... französische Kompo­nisten, russische Dichter, italienische Staatsmänner, böhmische Dörfer, Flüsse in Hinterindien unb Berge in Innerafrika, daß einem die Augen übergehen konnten vor so viel Geographie unb Politik unb Literatur

Allmählich aber kam Drbnung in den bebrohlichen Briefstapel, e» wurde gesichtet, es wurden geschieden die Alten von den Jungen, die Knaben von den Mädchen, die Richtigen von den Falschen unb Un­vollständigen, die Auswärtigen von den Gießenern: unb es wurden Adressen ausgeschrieben und Vor­namen, Schulklasten und Jahrgänge geprüft, richtige Wörter gezählt und Lösungen verglichen Bis am Ende aus dem großen Briesstoß ein kleinerer, wohl- geordneter Raufen geworden war: die Preisträger de» Jahres 1928.

Von den übrigen Aufgaben ist zu sagen, daß sie größtenteils tadellos richtig gelöst waren unb offenbar keine befonberen Schwierigkeiten bereitet haben: bie halb nach Erscheinen ber Preisrätsel mehrfach zu hörenden Bedenken, die Aufgaben mochten diesmal zu schwer ausgefallen fein, scheinen, zu unserer Be­ruhigung, durch das Endergebnis doch einigermaßen widerlegt

Allenfalls das Kreuzwort-Silbenrätfel, das sa etwa» noch nicht ganz Alltägliches barfkllt, mochte ba unb hort Schwierigkeiten aber auch hier sind bie allermeisten Lösungen richtig. Gerabezu einfach scheint die Geheimschrift gewesen zu lein, die uns eigentlich als bie härteste Nuß vorgekommen war.

AI» Kuriosa, die uns viel Spaß gemacht haben, sind etliche. teil» gereimte, teils ungereimte An- sprachen an den Ratfelonkel und die Glück»göttin zu erwähnen, sowie etne merkwürdige unb im ersten Augenblick völlig unverständliche Lösung zmn dritten Reimrätftl; der Junge Einsender hatte offenbar von der sagenhaften Errettung de» Knpttof» durch die wachsamen Gänse nichts gehört und machte den etwa» zaghaften Vorschlag:Vielleicht ist ba» die Kartoffel im Weltkrieg!" Die Kartoffel war xroar nicht gemeint, aber wir haben doch herzlich gelacht.

Zum Schluß hoffen wir, den Gewinnern mtt unseren Preisen eine kleine ffreube gemacht zu haben: alle anderen aber, denen herzlich gedankt fei, Der- trösten wir bi» zum nächsten Mal.

Auf Wiederraten Weihnachten 19281

Oie Preisträger:

1. Mariechen Baer, Nidda (Deutscher Kalender 1928).

2. Hugo Baumann, Gießen, Seltersweg 911 (Deutscher Werkkalender 1928).

3. Ilse B o e d n e r, Schlitz, j. A Gießen. Bleich- ftraße 2811 (Leopold Weber Parzival und ber (Brat).

4. Kun Burkhardt. Gießen. Schiffenderger Weg 7 (Steinhardt: Au» Busch und Dom)

5. Alden Datnbron, G*eßen, Reuen Baue 21 (E o Rieienchal: Naturdenkmäler unter den Iagdtieren Deutschland»).

8. Margot Dumke, Gießen. Steinstraße 5311 (Richard Zoozmann: Mucki-Pucki» wundersame Fahrten und Abenteuer).

7. Walburg Einst. Rodheim a.b. Bieber, Gie­ßener Straße 4o (Adele Elkan. Im Drei Engel- Hau»).

8. Gretel Gorr, Watzenborn, Ärei» Gießen (Thienemanns Mäbchenbuch).

9. Otto Jüngst. Gießen, Destonkage 46111

(5)onn» Günther Dos Buch von ber Eisen- bahn).

10. Otfried Keller. Büdingen, Hindenburgstr. 2 (E. W. Pfizenrnaycr: Mammutleichen und Ur- waldmenschen in Rordost-Sibirien).

11. Walter Keller, Lollar, Gießener Strafte 23 (K. Wesibvecht: Deutsche ixlbcnfagen).

12. Hanna Kellner. Gießen, Keplerstraße 11 (Spernannt? Musikkalender).

13. Heinz Kirchhöfer, Hungen, Gießener Str. 7 und Helmuch Schönhals. Hungen, Gießener Straße 11 (Vas neue Universum).

14. Rudolf knauh, Gießen, Moltkestrahc 32p (Spemanns Alpenkalender 1928).

15. Kari-Heinz Krausch, Gießen, Iheringstr. 911 (Lämmel: Bon Naturforschern unb Natur- pffefjen).

16. Martin Lotz, Leihgestern, kirchstraße 8 (Der deutschen Jugend neue» Wunderyom).

17. Werner Lotz, Gießen, Bismarckstraße 10 (Spemann» Wanderkalender 1928).

18. Otto Luh , Gießen, kiinikstr. 16 (F. W. Mader: Am kilimandjaro).

19. Annemarie Margott, Nidder. Bismarck- strahe 15 (Kasperle im Kasperland).

20. Heinrich Müller, Heuchelheim, Rr». Gießen, Friedrichstraße 9 (Alfred Heurich: Fix, des Silbersffchleins Abenteuer).

21. Gerta Reidt. Heuchelheim, kreis Gießen, Marktstraße 26 (Iosesine Siebe: Sechs Bären- b rüber).

22. fxrta Richter, Gießen, Frankfurter Str. 411 l epemannfl Kunstkalender 1928).

23. Fritz Roth, (Brünberg, Kreis Gießen, Frank- rurter Straße 25 (Reinhard Roehle. (8»ebene Erlebnisse in Spanien).

24. Max Roth, Reihsirchen. Kreis Gießen (8. 6. Bibe: dem Go Ide nach)

26. Han» Rübf amen. Gießen, Wißmar« Weg 88 (Harrs Dominik: Triumphe der Technik).

26. Heinrich Schneider, Gießen, Marburg« Strafte 86 (Du MouiinEckart: Born offen Ger­manien zmn neuen Reich).

27. Lotte Uhl, Gießen, ftrontfurter Straße öp (Tony Schumacher: Heut Beste Zettl)

28. Irmgard Wagner, Gießen, Ssephanstraße88 siklfe Model: Li-Lo, Au« bem ÜBimberlanbe Indien jur Nürnberger Großmutter).

29. Fritz Werner, Gießen, Bahnhofstraße 27J (Hanns Günther: Radio für Jungen).

30. Gudrun Werner, Butzbach, Üudwigstvaße 4 (Adolf Eyermann: Deutsche Heimatbilder).

Die Preise können von den Gießener Lösern vorn nächsten Montag ab nachmittags zwilchen 5 und 7 Uhr auf der Redaktion in Empfang genommen

werten; auswärtigen öäfem werden die Preise zu­gestellt.

Oie Auflösungen:

Krm zworkfilbenräsiei.

Wagerecht: 1 Erfurt. 2 Adam; 3. Hades, 5. Fabel, 6 Reigen: 7 Rose: 8. Lama, 9 Zeisig. 10. England. 11. Reger; 12. Tiger, 13 Kompay. 15. Eber, 16. Drama. 17. Hausrat. 18. Beton. 19 5kuchen; 20 Tarock. 21 Alfen 22 Angel. 23. Lira: 25 Wilna, 26. Weste. 27. Kelle. 2d. Bison; 29. fieber; 30. Falter; 31. Thoa»; 32 Hanau; 33. Rilke.

Senkrecht: 1. Erker; 2. Abel. 8 Hagen; 4. Ase. 5 Fama; 6 Reisig. 7. Roland. 8. Lager, 9. Zeiger 10. Engpaß. 11. Rebel; 12. Tiber; 13. Komma. 14. Slaotrat; 15. Eton; 16. Drachen; 17 Hausrock; 18 Besen; 19. Äugel; 20. Tara; 21. Aller. 22. Anna. 23 List«; 24. Muhle; 25. Wilson, 28. Weder; 27. Kelter. 28. Bio», 29. Lenau; 30. Falke

Da» Glück Im winkel.

Da» Ergebnl» übertrifft unferr Erwartungen bei weitem; wir hatten beste,'fall» mit 200 bi» 300 Wör­tern gerechnet; diese Zahlen wurden jedoch von einer ganzen Reihe von Einsendern nicht nur erreicht, son­dern sogar erheblich übertroffen. Den Vogel hat Werner Lotz au» Gießen adgefchoffen, mit der im wahren Sinne des Wortes märchenhaften Ziffer 1001. Die nächstbesten Losungen wiesen 700, 650, 600 und 500 Wörter auf. Die abfolut höchste Zahl 1294, die eine Gießener Familie mit erstaun­lichem Sammeleifer zustande brachte, wurden nur mit ausgiebiger Benutzung de» englischen, französischen, italienischen und sogar kroatischen Wortschatzes er­reicht.

Gehelmschrisl.

Die Geheimschrift wurde In der Welse chiffriert, daß stets der nächstfolgende Buchstabe des Alphabets an Stelle de» richtigen stand, also an Stelle von a = b, von b c ufm

Den Text der Geheimschrift bilden die ersten drei Verse de» Evangeliums Luka». Kapitel 2 (Geschichte der Geburt Christi):

E» begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt ge­schätzt würde.

Unb diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius ßunbpflcgrr in Syrien war

Unb jedermann ging, daß er sich schößen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.

Zohlenrälsel.

1. Skagerrak 2. Sberlandzentrale 3. Sudermann

4. Almbern

5. Eskomihi 6 Rilke 7. Dudelsack 8. 3kM 9. Er,all 10. (Bßtnngen S. Ceglerune . Olympiade 18. Choren.

..Süßer die Glocken nie klingen .. ."

SNbenrckffck

1. Dofailama; 2. Alabama; 8. Klarinette: 4 Seo- parbl; 5. Alax; 6. Karoste; 7. Ehreravache. 8. Tn- folore: 9. Gendarmerie. 10 Iwanowitsch: 11. fil- fette; 12. Genua: 13. Odessa; 14. Berenike; 15. Araukarie; 16. (Efbatana; 17. Monade.

Alle Jahre wieder kommt dos Christuskind. # Rälfel In Keimen.

I. Schnee Schuh laufen Schneeschuhlaufen. II. Pfeffer Nüsse Meffernüsse.

III. Gänse Braten Gänsebraten (Gönseklein). IV. Blei Gießen = Bleigießen.

beratuna auf eine erweiterte Basis gestellt, da die bisherigen Arbeiten den VachweiS erbracht haben, daß auf gleichem Wdge fortgefchritterr werden muß. Die Derkaufsberatung steht in enger Derbindung mit dem Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit. Ihre Arbeiten lassen sich ein- teilcn in aufflätcnhe Dorträge (z. D. über Der- kausswesen, Statistik und Buchhaltung. Selbst­kostenrechnung usw.), in Kurse, die für Spezial­gebiete eingerichtet werden, und Beratungen, bei denen ein Derkaussberater in ein Geschäft ent­sandt wird, um dort Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitsmethoden zu machen bzw. durchzu- sühren.

Der Einzelhandel ist ernsthaft bemüht, di« ihm zukommerrde wichtige Rolle innerhalb der Volkswirtschast auszusüllen. Es wird allerdings einer langen Zeit bedürfen, gerade im Einzel­handel bei der Vielfältigkeit feiner Zusammen­setzung das Prinzip der Rationalisierung durch- zuführen und damit eine Verminderung der iln- kostenspesen des Einzelhandel- zu erreichen.

Wochenbericht

vom Sranffurfcr Effektenmarkt.

In dieser Woche hot die Börse ein Bild der größten Stille und Lustlosigkeit. Die f<bo:i einige Wochen anhaltende Au'wärts- tx-megimg der Kurse kam zum ©tJlftanö. die Spekulation gab chre BemüHun,^en. die Stim­mung werter freundlich zu erhalten, auf und be­gann mtt dem Abbau ihrer Positionen, die teilweise em größeres Ausmaß angenommen hat­ten. als man es vermutete Darüber hinaus soll die Baiffespekulativn wieder mit ihrer Tätigkeit begonnen haben. Das Dörtengefchätt kam vor allem deshalb in Stagnation, well das private Publikum weiterhin entgegen den gehegten Erwartungen m vollkommener Teilnahmslosigkeit verharrte. 3m Ge­genteil sollen die höheren Kurse von der Kund­schatt verschiedentl.ch zu Glattstellungen benutzt worden fein. DaS infolge der Position»löfungen der Spekulation zum Medio herauskommende Material' wurde Bei der Herr chenden großen nahmeunluft nur sehr schlecht untergevracht. Der außerordentlich leichte Geld­markt formte die Tendenz nrcht beein lurten. Tagesgeld war zu 4 5 Pro-ertt kaum unter u« bringen. Rur vorübergehend trat lo!at etwas größerer Bedar' ein. Auch am Taze der Pr.i- mienertlärung btieb das Angebot zu 5 Prozent reichlich. Auch Rcpvrtgeld stand in ausreichender Menge zur Bersügung. und der Privatdiskont

in Berlin konnte auf 6 Prozent für kurze und auf 61/# Prozent für lange Sichten ermäßigt werden. D:e Tatsache, daß Nt Freigabe­angelegenheit im amerilanifchen Senat auf beschleunigtem Wege zur Verhandlung kommen soll, konnte die Stimmung nur vorübergehend etwas autogen. Auch btt starke Entla­stung der Reichsbank nach dem Ausweis der ersten Januarwoche blieb ohne merklichen Einsiuß. Rach diesem StatuS sei jeden'allS mtt einer Disfontermähiyung der Arichsbank in der näebftcn Zett noch nicht zu rechnen. Die erwar­tete Herabsetzung des Disforttes der Dank von (Snglanb blieb auS. Die Absicht der öifen- mbuftrie, eine Erhöhung der Eisen- preise nun doch vvrzunehmen. wurde mtt ge­mischten Gefühlen ausgenommen. Man verwies in Börsen kreisen u. a. darauf, daß durch diese Erhöhung einmal Deutschlands Konkur­renzfähigkeit auf dem Weltmärkte erschwert würde, zumal die deuttchen Preise bereits jetzt merklich über den Weltmarktpreisen liegen, dann sei eine Hemm ung m der Weiter­entwicklung der Konjunktur zu befürchten. Gegenüber den Kursen der vergangenen Woche waren überwiegend Kursabbröckelungen zu verzeichnen, die durchschnittlich 2 biS 5 Pro­ben: ausinachten. Daimler waren vorübergehend start gefragt und 5 Prozent höher, trotz der Berwaktungserklärung von einer Arbeitszeit­verkürzung und Produktumsemschränkung. Dom Danken- und Elektrvmarkt ausgehend formte sich späterhin, am letzten Tage der Be­richtswoche. eine Besserung die Stimmung durchsetzen. Adlerwerle waren auf Berwalrungs- mittctlung. dah der Utnlatz eine Steigerung er­fahren habe und das Geschäftsjahr 1927 mit einem Gewinn abschliehen werde etwas ge­fragt. Deutsche Anleihen verzeichneten versch.edenllich etwas lebhaftere Umsätze aus­länd.ich? Renten lagen still, doch überwiegend etwas höher. Am Devisenmarkt waren im Zulommenhang mit dem leichten Geldmarkt Devisen gesucht, und die Mark erfuhr eine stär­kere Abschwächung.

Wochenbericht

vom Frankfurter produkrenmarkt.

3m An'chluh an die erneut eingetretene Ab­schwächung zum Wcchen'chluh der vergangenen Woche wac die Haltung am Frankfurter Pro- duktcnmarkt auch in dieser Woche weiter schwach und luftlos. Dem Getchäft fehlte jede Anregung, zumal auch der Befoch sehr

flein war. Einerseits verstimmten bie nach­gebenden ausländischen Preise, und andererseits das warme Wetter, da in vielem Falle die Wiederaufnahme der Schifiahrt zu erwarten ist und aus diesem Grunde mit einer stärkeren Be­schickung des Marktes gerechnet werden muhte. Dem größeren Angebot standen nur sehr ge­ringe Rachsragen gegenüber. Hauptsächlich Wei­zen und Roggen wurden nn Lause der Woche stärker angeboten, so dah die Preise niedriger notiert werden muhten. Erst bei dem ermäßig­ten Preisniveau mgchte sich einiges 3ntereffe für gute Qualitäten von selten der Mühlen geltend: dagegen formten sich die Händler nur zögernd zu einigen 2fofchlüfsen entschließen Das Mehl- geschast war un Einklang mit Weizen unb Voggen ebenfalls sehr spärlich. 3m Gegensatz zu den Dorwochen konnte sich auf dem Mai - - markt kaum Geschäft entwickeln. Teilweise lagen sogar Ang^ote der zweiten Hand vor, die unter ber niedrigsten amtlichen Rotiz per sofort Ware an den Markt gab. Lebhafteres Geschäft fand, im Gegensatz zu den übrigen Märkten, m Gerste und Futtermitteln statt. Gerste wurde für Drau- und 3ndustriezwecke stark ver­langt. Besonders gute Sorten konnten Preis« über Rotiz erzielen. Klei« und Oelkuchen lagen ebenfalls feft. Bei ersteren war da» Angcovt sehr minimal, und zwar infolge des schlechten Mehlumlatzes De zonlleie prompter Lieferung war t«hr feft. Das Kartoffelgefchäst hatte leine besondere Bewegung auszuweisen. D.e Preise waren eher rückgängig. Zum Wochen- schluh wurde die Stimmung allgemein etwa- sreundl-cher, da von den festeren auslän­dischen Rotierungen eine Anregung aus­ging. Die Umsätze blieben jedoch nach tote vor lehr begrenHt. Futtermittel, außer Kleie, wur­den etwas schwächer.

3m Vergleich äu den Dotierungen der vergangenen Woche gaben Weizen I, Weizen II, Roggen und Roggenmehl je eine viertel Mark nach. Weizen III sogar eine halbe Mark. Hastr (inL). Mais für Fufterztoecke und andere Zwecke, Weizenmehl, Weizenkieie und Roggenkleie blie­ben gut behauptet Sommerger'te konnte sich um eine halbe Watt im Pro. e bessern. Die Woche schloß zu folgenden Votierungen: Weizen l 25, Weizen II 23^0 cr.s 23,75, Weizen III 22 bis 22.50, Roggen 24 75, Sommergerste 27 bis 29, .2 71 biS 24, Mais für Fuller« zwecke 20.75. Mais für andere Zwecke 2150, Weizenmehl 37 b.s 37,50. Roggenrnehl 35 bis 35.75, We zenlleie 14 bis 14.25, Roggenkleie 1525 bis 15^0.