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B. Kunkspruch) Lau! m Mitternacht übe irjührlgt Her« estmi ron Qjmpnt en (ft, in ba 5b* Strafe bin unb ^uni^^u^fgm. Tm8 n Sofia eirckestkR. uft faü heninalüdt. TriegrayheMGe

Aus öer Provinzial-auptfiadi.

Dießen, ben 13. 3unt 1928.

fallende Coat

Xun Ueßl bai <U>m auf ben Selbem baceiU in nattn^er Höhe Die Lehren heben «ich noch froh unb unbeld)3>ett empor, eine Gemeinschaft von unzähllgen kleinen Kammern, in denen die Körner der Frucht wachten und der Helfe ent- aegen'chlummern. Die grünen Köpfe der Halme sind noch leicht und grüben an den Ländern des Feldes hinüber zur Diese, auf der jetzt Sicheln und Senken blitzen und rauschen, die fetten Gräser au mähen. Loch ist für das Korn die Zeit der Mahd nicht gekommen, noch harren die Lehren der sommerlichen Glut, noch lft alles im auf­rechten grünen Heer des SMerA üoll Hoffnung und Wachstum. Denn der D nb über bie'c grünen Felder, die sich weit ins Sand dehnen, b n' reicht. so neigen sich non Halm zu Halm die Millionen und Milliarden Lehren mit anmuti­gem *21.den. und daS Luge erblidt in der Lunde em bewegtes Weer. das wallt und wogt und flüstert im Dindesraufchen die Ursprache der Lniur. Der Landwirt geht an 'einen Saaten vorüber, prüft manch einen Lehrenkopf, und der ausgebrcitete Leichtum des Wachsens und Wer­dens erfüllt ihn Stolz und Zuversicht. Doch Je feilt /sich auch die Sorge hinzu, ob es ge- iigen wird, einmal das bi Tracht stehende Lchronfeld glüdlich ßeinuuemten. Gerade die vergangenen Tage und Wochen brachten jähe Unwetter, die mit Hagelgüssen oft manche Saa­ten in Grund und Boden schlugen. Loch find diese wallenden Meere der Saaten Dersprechun- gen. die Sr'üllung selbst hebt noch aus. Darüber allein zu bestimmen hat der Herr über Saat und Ernte, aus dessen geöffneter oder geschlos­sener Hand Dürre und Legen kommen. An- gesichts bie'er Lbhäng gleit von der höheren Wacht versteht man es. daß in der ländlichen Bevölkerung ein starker Glaube lief wurzelt und verankert fein muj. da ihr Lrbeitserirag fak völlig auf schwankende Halme und gnädigen Himmel qrgrünbet ist

Wallende Saat eine beredte Flut grüner Meere landaus und landein, die uns predigen, wie sehr der Mensch und fein tägliches Brot an diese Scholle gebunden sind. Wogende Fel­der ein lieblicher Anblick. den Gottfried Keller einmal besingt:

IM wallt das Korn weit in die Lunde, und wie ein Meer dehnt es sich aus. doch wohnt auf seinem grünen Grunde nicht Seegewürm noch andrer GrauS."

H. 3.

LOjähnges Gtiftungsfeft des D. f. B. e. D. Od Gießen.

Der Herein für Bewegungsspiele G. D. 08 eröffnete feine 20 Gründungsfeier am Samstagabend mit einem Herren-Kommers in seinem Deveinsheim. Dazu hatten sich Dertreter anderer Sportvereine und Korporationen etn- gefunben. Aach einer Begrüßungsrede des 1. Dor- fitzenden, die mit dem Gelöbnis ausklang, rast­los an sich selbst und der DntwuLung des Der- ernS zu arbeiten, brachten einige Gäste ihre Glückwunsch« zum Ausdruck. Lach Schluß des offiziellen Teils faß man noch lange zusammen.

Lnläßlich des Stiftungsfestes betrachtete es der DIB als seine selbstverständliche Pflicht der im Weltkrieg gebliebenen Mitglieder zu gedenken. Zu dieser Ai«r versammelten sich am vonntag- vormutag eine größere Anzahl Mitglieder und Angehörige an dem in schöner gärtnerischer An­lage stehenden Ghronmal auf dem Waldspwrtplatz. 0<n Posaunenchor eröffnete die Feier. Pfarrer V e n <. der die Gedächtnisrede übernommen hatte, führte u. a. folgendes aus: An diesem Jubel­feste gedenken wir der Zeit von 1914. als so viele aus den Leihen des Dereins hinauszogen. von denen eine große Zahl nicht wiedergokehrt ist. Wir denken daran mit tiefer Trauer über die schweren Opfer, doch auch mit Stolz und Dank, daß diese Helden willig waren, das Opfer 2res Lebens zu bringen. Denn nicht das ist

n Opfer, was uns mit Gewalt entrissen wird, sondern was ich gebe, gehorsam dem Willen Gottes und dem Luse des Daterlandes. Ss waren viele unter den Helfen lener ersten Kriegs- leiten, die es mit Bewußtsein aussprachen: Wir bringen unser Leben gerne *um Opfer. Das liegt an uns. wenn nur Deutschland lebt und be­steht. Der Gedanke des Opfers ist in die Deroins- geschichte verwoben, ja er ist Tatsache und Gr- lebnie geworden. Möchte In unS allen da- An­denken an jene teuren Brüder dazu dienen, daß wir nicht im Dienste unseres kleinen 2chs ein geringes Leben verbringen, sondern daß

wir leben und Körper und Deist wr höchsten Kraftentfaltung schulen um Gott uno den Brü­dern zu bienen.

Vas niederländische Dankgebet, vom Posaunen- chor porgetragen, be'chloß diesen Teil der Feier. Aun legte der 1. Bottitzende Aldo ld mit kur­zen Worten der ®t;nnerung und mit dem Ge­löbnis. an der deutschen Sportiache un DfB. weitertzuarbrilen einen Äranj mit schwarz-weiß­grünen ednctkn n<eber

Unter den Klängen des Liedes -3d) hatt einen Kameraden" fand die außerordentlich eindrucks- voll verlaufene Feier ihr Ende.

Der am Sonntagabend auf der LiebigShöhe veranstaltete Z e st o a l l wurde durch eine Be­grüßungsansprache des Herrn Overbed er­öffnet. Sein Gruß galt vor allem den Ber- tretern drs Weftdeut'chen Sp.elverßandcS. des Wetzlarer Spartvere ns. des Sportvereins Her- born und brr Cuartetfotre.nigung 1927. 3c gab bann m kurzen Zügen ein Bild über die Drr- einsge'ch'ichte. aus bc-i hervorzuheben ist. baß der Berein im Jahr- 1906 von Schülern höherer Gießener Schulen gegründet wurde. Die Licht- linlrn ber äußeren Arbeit des Vereins gab der Redner in seinen Schlußworten, indem er auS- führte: ,Dir werden wie immer bemüht retn. mit allen 7k re inen in Frieden zu leben und gemeinsame Ziele zu erreichen suchen. Wir wer­den aber auch unser Recht zu wahren wissen und einen uns aufgezwungenen Kamps mit aller Schärfe durchzufechten wissen." Daß diese, einem Gelöbnis gleichenden Worte den Anwesenden auS dem Kerzen gesprochen waren, bewies der au ihrer BÄrälligung ausgebrachte Sportrus. bet begeisterten Widerhall fand.

Den Abschluß der Feier bildete eine 5a- milienzusammenkunst. die rege besucht war. Dank der vorzüglichen Kapelle herrschte eine recht gute Stimmung.

Tatra für Tonnerstag, 14 Juni

Sonnenaufgang 3 43 Uhr, Sonnenuntergang 20 17 Uhr. Mondaufgang 1.46 Uhr, Monduntergang 15 53 Uhr

1800. Sieg Kapolcon» 1. über die Defkrreicbtr bei Marengo. IhOZ:Jlapoleoii I. siegt über die Russen und Preußen bei Friedland; 1828; Großherzog Sari August von Sachsen 'Leiniar in (Sraditz fle (torben; L832: Beginn des Preußisch-Deutschen Krieges. 1873 der ch.ichicht^chrcider Friedrich von Raumer in Berlin gestorben. 1880; der Dichter Walter von Malo in Sternberg i. M ge­boren.

Bornotizcn.

Tageskalender für Mittwoch: t.'ichtspielhau», Bahnhosstraße:Aus dem lacebud) einer raffinierten Frau". Astoria-Lichtspiele: Ratacho, der Held";Die Schuld".

" D«r Ausschluß der Oefsentlich- keit in Stras'achen. Lach den Bestim- mungen der Strafprozeßordnung kann em Ge­richt für eine Hauptverhandlung oder für einen Teil einer Derhandlung die Oeffenllichkeit aus- fchließen, wenn diese eine Gefährdung der Ls'ent- lichen Ordnung, insbefonder« der Staatssicherheit, oder eine Gefährdung der Sittlichkeit besorgen läßt. In mehreren Fallen, die in letzter Zeit im besonderen Grade öffentliches Interesse fanben, ist in weiten Kreisen die unumschränkte Verhand­lung von Straffällen, in denen das sexuelle Moment eine besondere Lolle spielt« und be­dauerliche Derirrungen einer auf feiudle Abwege geratenen Jugend verhandelt wurden, einet ab­fälligen Kritll unterzogen worden. Daß durch eine zügellos« Berichterstattung über solch« Fälle, von der sich die anständige Presse stets fern- gehalten hat, auch eine bedauerliche moralifche Schädigung unreifer Elemente stattsinden kann und stattfindet, ist bekannt. In einem Erlaß an bi« ihm unterstellten Staatsanwaltschaften hat neuerdings der hessifch« Iustuminifter in be­merkenswerter Weis« auf unliebsame Vorkomm­nisse der letzten Zeit hingewiesen, durch welche die Iugend in ßc anderem Maße gefährdet wurde. Die Staatsanwaltschaften sollen besonders prüfen, ob ihrerseits Antrag auf Ausschluß der Oeffenllichkeit iw Strafprozessen der gedachten 2kl gestellt werden soll und auch ihrerseits darauf h nwirken. daß drch auch tn solchen Fällen, in denen wohl fein ausreichender Grund zu einem allgemeinen Ausschluß bet Oeffcnt» üchkeir vorliegt, doch unerwach en n Personen der Zutritt zur Derhandlung bann versagt wird, wenn chre Zulassung geeign.4 erscheint, ihr sitt­liches Wohl zu gefährden.

Bor,ißenbenroed)(el imOberhcssi- schen ProoinzialFeuerwehrverbonb Auf der Alsfelder T ,4ung d » Obkrhessischcn Pro- oinzial-Feuerwehrverbandes. über die wir am Man-

GksMs-MWiMlMW

<r|otbem liei» eine iorgfUtlgc lepgebing uwb Saßanetattung. Gute Scßl luungen ins nur erreichbar, trenn die Anzeigen IrityM genug oulgeoeüen werben. Der Annahmeschkuß für alle Anzeigen im Gießener Anzeiger entfällt auf len Red) mittag vor der Ausnahme. Smpsehlungr anzeigen mfllfen, je nach Umiang uno Satz- ichwierigstetien. zwei bi» drei Tag« vorher bestellt sein. Kur mit Sorgfalt und dem not wendigen Zeitaufwand gesetzte Empfehlungen

\m öen etroöDiiHieü gifolg!

tag schon berichteten, legte der bisherige Vorsitzende de» Oberhefstfchen Prortn;ia! geuerwehrverbande», Damm (^rt-bberg), in ftinbluf aus sei i Vorsitz im Landesseuerwehrauss^ die Leitung de» Ober- hessischen Prooinzialoerbandes nieder. Der Provin- V.aiau2i<huß bestimmt« an seine Stelle al» neuen Vorsitzenden de» Oderhcssischen Prooinzial-Feuer- wehrverbande» den Stadtbranddirektor Braubach in Gießen.

" Personalien. In den Ruhestand treten am L Zull, die ®enbarmeriein|pettoren Zohanne» Leist (er zu Büdingen, Nikolaus Diehl au Diesten. 3a(ob Ohl zu Friedberg i. f)., Adam 6 t o r d au Lauterbach; die Gendarmeriemcister Heinrich C a n g I i zu Angenrod, Philipp Glaub au Reis- kirchen, Sari Franz 2B e b e r ?u Cid), Heinrich Lang au (Brünberg i. H, Philipp Ä n a u zu Lollar, Jakob Fabian zu yelbenbergen, Karl Heinrich Lehr zu Ortenberg.

Leues D-<jugpaar. Ad 15. d. M. verkehren als neue ,3flgc mit 1 bis 3. Klais«; Ü 153 Frankfurt a M.- Bremen, Dießen an 15 41. ab 15.45. 0 154 Bremen- Frankfurt am Main, «Sieben an 15 05. ab 15.09. Beide Züge verkehren nur blS 31. August.

Heugrasversteigerung. Bei der gestrigen Heugrasv<rst«:igerung der Stabt Gießen wurden im Durchschnitt, je nach Güte, pro Mor­gen solgende Preise erziell: Am Lllentisch pro Morgen 40 50 Mk Am Utertbrunncn pro Morgen 2530 Mk.: von den Ochsenwiesen pro Morgen 45 i Mk.: Im Stolzenmorgen pro Morgen 60- 70 Ml.

Abonnementskonzert« unserer Militärkapelle. Lus das erst« Lbonne- w.entskonzert unserer Militärkapelle am morgigen Donnerstag. 14. 3uni, auf der Lieb gshöhe. sei besonders yingewiesen. D.e BortragSsolgc ist vom Obermusikmeister LS ber sorgfältig zu- sammengeftellt und bringt neben Ouderlüren. Fantasien usw. auS Opern von Weber. Wag- ncr. Haydn. Licolai. leichte Operettenmusd bis »um allcrneucsten Schlager, so daß nicht allein der Mufikkenncr, sondern auch der Laie einiger genußreicher Stunden sich erfreuen kann. Qlbonnt- mentskarten sind noch an der Abendkasse zu haben. DaS Konzert findet im Saale der Liebigs- höhe statt. Beginn (8.15) 20.15 Ußr.

DievenutzungdesBahntelephon» Rach der Bahn-Telephonordnung dürfen die Tele- ohonanlagen der Reichsbahn außer zu dienstlichen Angelegenheiten auch bei Brandfällen, Hochwasser­gefahr, bei Unglüdssällen und schweren Erkrankun­gen, Ausbruch der Maul- und Ztlauenseuche u. bgl benutzt werden. Ausgeschlossen ift die Benutzung zu gewöhnlichen Prioatgesprächen.

Der Allgemeine Deutsche Frau­en v e t e i n, StaatSbürgerinnenverband. ver­einigte am vergangenen Freitag seine Mitglieder im Physikalischen Institut zu einem Dorlraa, den Frau Professor ® g e r über eine Reife nach Aegypten hielt, begleitet von Lichtbildern nach eigenen Ausnahmen. In kurzen, einlei­tenden Worlen führte die Rednerin ihre Höre­rinnen von München über den Brenner nach Benedig. von dort zu Schiff nach Alexandria. Don Kairo aus begann mit ber Tookschen Reise- aesellschast die Fahrt auf dem Lil in das Wunderland Aegypten. In zwanzig Tagen führt dieses Unternehmen die europäischen Reisenden so bequem wie möglich an alle SehmSwürdig- feiten heran und erleichtert die Anstrengungen, da überall für Quartier. Verpflegung und un­gehindertes DorwärtSkommcn auch auf dem Lande bestens gesorgt ist. Reben der über­wältigenden Großartigkeit einer uralten Kultur die sich zeigt an den Stätten der Anbetung einer von der Phantasie reich belebten Götter- well, zwilchen den Zeugen eines erschütternden

Toten!ult- findet sich das unbedeutende, eintönig« Dasein der jetziaen Bewohner des Landes Diesen Pinterscheb wußte die Vortragende fein zu be­tonen Sie 'childerte das Leven und Treiben der Ointoobnet. das sich hinter der prunkenden Front einiger moderner Hotels und Geschätts- häuler noch genau so primitiv, unhygieni'ch und unkultiviert abspielt wie tn alten Zetten, und hob hervor, daß der heilige Strom, der TUI, noch freute der Anlang und das Gnde alles ägyptischen Lebens sei. Der Strom vermittelt den Berlehr. sördert Handel und Wandel, der Strom speist das dürre Land und macht es fruchtbar durch seine Ueberschwemmunaen. )l»d) beute wie vor Tausenden von Iahren lieben die braunen, säst nadten Gestalten an den Schöpf­brunnen. um das Land zu bewässern, noch heule wandern bi« Stauen hinab zum Fluß und tragen auf dem Kops dte großen Wassergeläße gefüllt nach Hause Den 21>schluß der Hinfahrt und -'en landschaftlichen Höhepunkt bildete nach der Beiich.igung ter herrlichen lenuelbauten von Luxor und der Grabstätten von Theben, das liebliche Asfuan. Hier stürzen die Ufer als kühne Granits ollen hinab in den Strom, dicht vor Alluan erstreckt sich die lange, schmal« Insel Glephantine mit Palmen gelchmüdt Dor dem Ausgangspunkt der Fahrt, Kairo, wurden noch die toeliberühmten Pyramiden von Giseh be­sichtigt. dann tritt in der Stadt Kairo eine andere Kultur in ihre Rechte. Hier herrscht ber Islam Don den zahlreichen Minarette« ruft der Muezzin zum Gebet, und nur im Museumoegelt sich yoch einmal di« ver­sunkene Dell dos alten Aegypten wieder Durch dos sruchtbare Della ging es zurüd nach Xeranbria. über 3tafi *- ns dem Sonnen­land« nach Hause. Lebhastec Beisall dankt« d«r Dortragenden, die da»^ »gce Schilderungen auch die Hörerinnen die Schönheit der Reise genießen liest

Preußen.

Kr i» Wetzlar.

3 Au» dem Kreile Wetzlar, 12. Juni. Die Zahl der ArbeilStolen im Bezirke des Arbeitsamtes Wetzlar hat auch im Lause des Monats Mai wieder einen sehr we­sentlichen Rückgang erfahren. Wahrend zu Be­ginn des Monats in der Arbeitslosen­versicherung 587 Hauptunterstühungs- ompsänger mit 327 Frauen und 600 Kindern unterstützt wurden, betrug die Zahl der Unter- ftützungsempsänger am Gnde des Monats nur noch 311 Hauptunterstützungsempsängor mit 181 Frauen und 309 Kindern. Hiervon entfallen auf die Stadt Wetzlar 118 Hauptunterstützungs- empfänger, 60 Frauen und 108 Kinder, auf die Landgemeinden des Kreises Wetzlar 157 Hauptuilterstühungsempfänger. 102 Frauen und 157 Kinder und auf die zu dem ArbcitLanrtS- bezirk gehörigen Gemeinden des Kreises Bie­denkopf 36 Hauptunterstützunasempfänger, 19 Frauen und 44 Kinder. Die Zahl der in der Arbeitslosenversicherung beschästigten Lotstands­arbeiter betrug Gnde Mai 9 gegenüber 19 zu Beginn deS Monats. Die Rotstandsarbeiter wur­den sämtlich in der Stadt Wetzlar beschäftigt. In der Krisensürsorge wurden Gndo Mai 63 Haup'.v gSempsängcr. 43 Frauen und

64 xintet unlcrftüßt gegenüber 97 Haupiunter» stützungsempsängcrn. 60 Frauen und 94 Kindern zu Beginn des Monats Diese Zahlen verteilen sich wie folgt: a) Stadt Doytar 37 Haupt- unterstützungsempfängor. 26 Frauen und 39 Kinder; b) Landgemeinden deS Kreises Wetz­lar 26 HauptunterstützungSempsänger. 17 Frauen und 25 Kinder; c) Biedenkopsschc Gomeiitdon: feine Unterstühungsempsänger. Die Zahl ber in der Ärifenfürlorge bofchästigten Rotstandsar- beiter betrug Gnde THii 4 gegenüber 7 anfangs CDlai. Diese Rotfiandsarbeiter wurden ebenfalls sämtlich in der Stadl Wetzlar beschäftigt.

DSL. Wetzlar. 12. Iuni. In Shrings- Haufen geriet ein Holzfuhrmann unter sein e i a e n e 6 Fuhrwerk, daS mit Lang­holz belaten war Die Räder ginaen über ihn hinweg und verletzten den Unglücklichen so schwer, daß er kurz haraus verstarb.

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"SINDBAD, der

SALEM"RAUCHER, erzählt weiter;

So lebte ich lange Zeit geachtet und geliebt am Hofe des Königs Mihrdschan. Uner- wartet kam eines Tages mein altes Schiff in den Hafen. Ich eilte zum Kapitln und sprach:O Rais, kennst Du nicht Sindbad, den Salem-Raucher, den Allahs Gnade am Leben erhielt?*4 Da staunte er und wollte seinen Augen nicht trauen, und die anderen Kaufleute auf dem Schiffe erkannten mich auch wieder, und waren alle so voll großer Freude. Meine wertvollen Waren, die ich noch auf dem Schiffe vorfand, schenkte ich dem guten König Mihrdschan, der darüber sehr gerührt war und mir als Gegengabe eine Schiffsladung jener seltenen Tabake bringen ließ. Dann nahm ich Abschied und segelte vergnügt gen Basra, um mit meinen Tabakschltzen nach meiner Vater­stadt Bagdad zurückzukehren. Genießt die zarten Dufrwolken und gedenket, liebe Freunde, des guten Königs Mihrdschan, dessen Tabak die Mischung meiner ge­liebten Cigarette bereicherte. Freut Euch über die seltene Gabe Allahs, die Ver­treibe rin aller Sorgen und Mutter aller guten Gedanken, die herrliche Cigarette (F-ruettaag folgt)