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solcher Hüllen der Gleichheit bU Arbeit unb rätißkeit der Läuierreihen den Ausschlag geben toirb. Don die<em Standpunkte au» errechnen wir. soweit do« eben unabhängig Im voran« möglich tsr, ein mäßiges Plu« für den Platzverein v. E 03 Äaflri- m. w

2. Bezirtsliga Lahnkreis.

Die vorangegangene und anhaltend schlechte Witterung lieb den Austrag der Berbands» spiele nur in beschränkten, Daß« zu. Als beson­ders aussehenerregend steht das Adschneihen des Spttzenführer« D. l D Ku ehe ff en Mar­burg gegen den Ortsrivalen O d ershausen da Mit 4:4 Toren entstand ein nicht gerade alltägliche» Ergebnis. Kirchhain gegen Her­born wurde beim 1 H Stande abgebrochen, eben­falls wegen schlechten Deiters Die Spiele Frohnhausen gegen HK» und Hranken- berg gegen Wetzlar kamen aus dem gleichen Grunde gar nicht erst zum Austraa.

Ttt kommende Sonntag hat drei Begegnungen oui dem Programm Odershausen gegen Hrankenbera. Wetzlar gegen H r o h n - hausen. Gießen gegen Kirchhain. Spiel«, bei denen man rein gctublsmübifl btc Platzvereine in Front erwartet, besonders Dietzen 1900 sollte sich nach dem Punktnerlult der Marburger D s. 'D er vom vergangenen Sonntag die Gelegenheit nicht entgehen lassen, wieder zum Spihcnfübrcr ouszuschlietzen Dor Ende Januar wird die Wei- stcrschasle'rage im Kreis kaum geklärt sein kön­nen. Unter normalen Verhältnissen kommen für den Titel nur noch D. f. B Marburg und Gistzc > 1900 in Betracht m. w

Die HußballverbandSspiele um die süddeutsche Meisterschaft

Die Durchsührung der Kämpse um die süd- deutschc Fußball-Meisterschaft bereitet in diesem 3abrc dem Berbandsfpiclausfchuß und seinen beiden Unterstellen in Frankfurt und München arge Derlegenheiten. Die durch die Dorberei- lungtn der Olympischen Spiele in Amsterdam l»ebtngte lenninnot zwingt gewissermotzen zur Durchpcilfchung der Meisterschaftsspiele. Wieder­holt sind bereits jetzt Tcrminünderungen not­wendig geworden. Auch das Programm für den kommenden Sonntag sieht nach den neuesten An­ordnungen ganz ander« aus. al« ursprünglich vorgesehen war.

Die Runde der Ersten

bringt drei Paarungen. 3n Frankfurt tritt auf ihrem Platze am Niederwald die Eintracht gegen den Karlsruher FutzbaUverein an. Wenn auch die Gintlacht aus Stuttgart keinen Sieg mit- brachte, so wissen doch die Berichte von dort, mit seltener Einmütigkeit von überragenden Lei- ftungen de» Mainmelsters zu berichten, während die Karlsruher den Fußballverein Saarbrüden zwar sehr doch schlugen, selbst aber wissen werden, haft man dielen mehr äußerlichen Erfolg nicht allzuhech veranschlagen darf Man darf mit einem S,ege der Frankfurter rechnen.

Die Stuttgarter Kiders haben es dies­mal wiederum aus eigenem Platze mit dem Sport- iH-retn Waldhos aus Mannheim zu tun. Die Kickers sind ansche,nend zur Zeit etwas nutzer Form. Waldes aber sehr schwer in die süd­deutsche Klasse einsuorbnen. da dieser Berein jum ersten Male In Pi« Endspiele eingreist. Eine Boraussage ist da lehr schwierig, vielleicht, datz der Dorteil des eigenen Platzes den in diesem Jahre etwas vom Glück begünstigten Schwaben «um Siege verhilft

Münchener Bayern haben den Fuß- ballvrrein Saarbrücken zu Gaste, der bi« lange Reise ofont alle AuSficht aus Punktgewinn antritt.

Die Aunde der Zweiten und Dritten

fuhrt in der Gruppe Nordwest die beiden Frankfurter Bereine nach autzerhalb. Der Futz- ballsportverein Frankfurt fährt zum Zutzball- sportverein 1905 nach Mainz. Gewitzigt durch frühere Erfahrungen wird s,ch die Frankfurter Mannfchast auf dem schwierigen Gelände $u- fammtnnc6mcn, bann wird ihr aber auch der Sieg nicht entgehen, wenn er auch nicht leicht errungen werden wird. Beträchtlich zweifelhafter ist es. ob Aotweist Frankfurt beim Verein für Leibes­übungen Neu-Isenburg aus Gnade zu rechnen Hai Die Hessen stellen eine entschlossene Mann­schaft. die gutes Kombinationsspiel pflegt. Sie werden, wenn irgend möglich, die Punkte für fich in Anspruch nehmen. Der Verein für Leibes­übungen Neckarau darf Saar 1905 Saarbrücken ohne weiteres vvrge zogen werden. Dorusfia Beunkirchen wird auch auf heimatlichem Boden gegen die Fustballgeselischast 1903 Ludwigshafen einen äußerst schweren Stand haben.

3n der Grupp« 6 üb oft hat es der 1. Fuß­ballklub Dürnberg mit dem Sportverein 1860 München zu tun. den «r leicht schlagen sollte. Der Verein für Aafenspiel Fürth totrb seinem Gaste, dem Verein für Bewegungsspiele Stutt­gart, die Punkte mitgeben müsten. wenn auch der V s.A fein schlechter Vertreter der Nürnderg- Fürther Futzballkuntt ist Der Sportklub Frei­burg und Union Bückingen sollten sich ein aus- geglichenes Spiel liefern, dessen Ausgang offen ist. Wacker München mit Phönir Karlsruhe wurde abgesetzt und auf einen späteren Termin verlegt.

£wh>ereinigung 1900 Giehen.

6. Der kommende Sonntag sieht die Liga» Mannschaft zum ersten Male in der Ver- bandsspielfaiton 1927 28 auf c.genem Platz in Tätigkeit. Die Spiele der Blauweißen haben wieder mehr an Beiz gewonnen, da der Abstand gegen den jetzigen Spitzenverem der Lahn-Kreis­liga. den V s. D. Kurßessen-Marburg nach den Begegnungen vom Borsonntag, bei gleicher Spielzahl nur noch einen Punkt beträgt. Als letzter Gegner in Gießen stellt sich der Ver­ein für Bewegungsspiele 1919Kirch- 6 a i n. Die Gäste sind 1927 erst nach langwieri­gen Entscheidung«» und Auistieglpiclen der zwei­ten Bezirksklasfe im Lahnkreis zugeteilt worden, spielen dort aber feine schlechte Volle, fo daß heute schon ihr Derbleib in dieser Klasse ge­sichert erscheint. Auf ihrem heim.'chen Sport- vlah erlitten Die Kirchhainer nur eineHiebet- läge Selbst IstOO-Gießen ließ dort einen Punkt. Die Begegnung endete seinerzeit 0:3. Di« Gästr­eif ist technisch den Gießenern weit unterlegen. Beachtenswert ist nur die gute körperliche Ver- sassuna der Kirchhainer Spieler. 1900 bestreitet auch dieses Treffen noch mit einigen Ersah- leuten. Nehmen die Einheimischen das Spiel nicht zu leicht, so sollten sie am Schluß bestimmt Sieger sein Als Spielleiter lungert Herr W i n g c n f c ' b » Fulda

Ein« kombinierte Mann ch s t ter B - einigten tritt am Sonntagnachmiuag der 1. Els

Jünshunderl Familien kämpfen um eine Lrbschafi Oer Seeräuber-Rachlaß und die Webber-Millionen.

Don Anton Jensen.

Aach Gölte drängt, am Gold« hängt doch alles. Ach wir Annens"

Schon in allernächster Zeit soll Deutschland um einigst hundert schwerreiche Mit­bürger vern ehrt werden. Am 6. Februar wird da« Urteil in einem Prozeß gefällt werden der im Dezember vorigen Jahres vor einem Gericht in Amsterdam verhandelt wurde. Fünfhundert Familien Ostfrieslands unb Oldenburgs hoffen, durch dielen Gerichtsspruch in den Besitz einer Millionenerbschaft zu gelangen. Dor mehr als hundert Jahren starb nämlich in Amsterdam ein gewisser Kapitän Pieter van der Hülst ein Sonderlina. der in der Iugertd seine sriefische Heimat verlassen hatte und nach Holland aus- getoanbert war Er hinterlieh em stattliches Ber- mbgen. aber seine nächsten Verwandten hatten wenig Freude daran. In seinem Testament wurde näm ich beftimmi. daß erst nach hundert Jahren die Erb'chast ausgezahlt werden solle. Bis zu diesem Zeitpunkt, so wurde in dem Testament bestimmt, sollte da» Geld von der zuständigen Behörde gut angelegt und verwaltet werden. Aach dem Krieg ent tonnt n sich einige ostfriesische Bauern der sagenha'ten Ueberlieserung, sie ver­suchten von der holländischen Aegierung das Erde ousgezahlt zu erhalten, das inzwischen zu einem Mi Ikonenvermögen an gewachsen war mußten aber seftstellen, daß eS sehr schwer ist, hundert Jahre nach dem Tod eines Menschen zu beweisen, daß man 1cm Erbe ist. So erließen sie denn Aufruse unb gründeten einen Der - ein der Millionenerben. dessen Mit­glieder das ist zunächst das Wichtigste - Monat-beiträge bezahlen mutzten. Aus der Der- einskasse wurden dann zwei Amsterdamer Acchts- anwälte besoldet, die seit acht Jahren manchen Termin anberaumt und wieder abgesagt haben, und di« sich überhaupt viel Mühe gaben, das in allerlei Baulichkeiten, Fabriken und Danken angelegte Millionenvermögen, da» also tatsäch­lich vorhanden ist. für die deutschen Erden frei- zubekommen. Alle Vierteljahr kommt aus Amster­dam ein Anwalt nach Aurich und berichtet dem Dereinsvorstand der Millionenerben über den Stand der Angelegenheit. Man muß gesehen haben, wie so mancher ostfriesische Dauer ein alle«, mit allerlei verblaßten Tinten geschrie­benes Stammbaumbuch aus der Lade holt und nun zu beweisen versucht, daß er tatsächlich au- dem Geschlecht deS KapuänS Pieter van der Hülst flammt. Wer sich dieses Vorfahren rühmen kann, scheint aber wirklich Aussicht auf eine größere Erbschaft zu besitzen: schon früher hat der geschickte A<cht »(anwalt aus Amsterdam in einigen Dorstandssihungen hoffnungsvolle Worte gesprochen und nun behauptet er. daß in den ersten Februartagen endgültig entschieden werden soll, ob der holländische Staat die Willivnqn- erbschast gam oder teilweise herausgeben muh.

Aber nicht nur vstsriesische und oldenburgische Erben bedrängen die Aegierung der Niederlande, Jahrhunderte alte Erbschaften auS- zuzahlen Dor zweihundert Jahren ist im Haag der General Theobald Metzger gestor­ben: er hat kurz vor seinem Tode verfügt, daß der holländische Staat, tu dessen Diensten er ge­standen hatte ein Jahrhundert die Autzniehung auS feinem Erbe haben solle: erst nach Ablauf dieser Frist hätten die deutschen Erben Anspruch aul das Vermögen. Der holländische Staat dachte aber nicht daran, 7 Millionen Goldgulden sremden Staatsbürgern zu geben, als die ersten hundert Jahre verstrichen waren. Mnt) so be­mühen sich beute 2000 Personen, die zum größten Teil in Süddeutschland wohnen, ihre vermeintlichen Aechte vor den niederländischen Behörden geltend zu machen. Aehnlich acht es einer dritten Gruppe deutscher Erben, dre vor­wiegend in Thüringen anfällig ist. Es sind die Nachkommen des deutschen Kaufmann- San Hendrik Schaap. der im Jahre 1764 im holländischen Äolcmialgcbiet gestorben ist. Ein Teil de» Erbes ist schon im Jahre 1815 an deutsche Verwandte ausgezahlt worden, und die holländische Aegierung war der Ansicht, daß damit dem Recht Genüge geschehen sei. Die thüringischen Aachfommen prozessieren nun mit einigen Unterbrc<bungen feil mehr als hundert Jahren, um den Aest bet Summe einen stattlichen Aest von sechs Millionen Goldgulden ebenfalls zu erhalten.

Wenn so große Beträge auf dem Spiel stehen, begnügt man fich im allgemeinen nicht damit, hie

vom Sportverein Heuchelheim in Heu­chelheim im Gesellschaftsspiel gegenüber Man rechnet den Gastgebern auf Grund des eigenen Platzes ein Plus zu. da auch 1900 etwas ge­schwächt antreten wird.

Die Iugendwintersperrc ist beendet. 1900 s 1. Jugend kämpft in Butzbach im Diplom- spicl. während die 2. Jugend voraussichtlich vor dem Ligaspiel auf eigenem Platze der 2. Jugend vom D f. D. K u r h e s s en - M a r- butg gegenübertritt Das jeweilige Ende ist zur Zeit nicht vorauszusagen

DormittagS spielt die 1. Handbälle ls der Spielvereinigung 1900 ein Gescllfchastsspie' g gen die 1.Handoallmannschaft des Turnvereins Garbenteich. Man erwartet 1900 als sicheren Sieger.

D. f. B

Am nächsten Sonntag sährt die Liga nach Hanau, um gegen die dortige .Viktoria" 94 ein Gesellschaftsspiel auszutraaen Die Gast­geber gehören der Frankfurter (Main) DezirkS- liga an und haben gegen ihre spielstarken Der- bandsfpielgegner zum Teil sehr beachtenswerte Aesultate errungen. Beim letzten Lofaltrefsen gegen di« bekannten 93er mußten sie allerdings eine 2:6-Niederlage einstecken wobei jedoch zu berücksichtigen ist. daß 94 mit Ersatz für vier feiner besten Spieler antteten mußte. Ob diese am kommenden Sonntag wieder mit bei dcr Partie sind, ist nicht bekannt Selbst wenn dies nicht der Fall fein sollte wird die V. 1. B Mannschaft, deren Aufstellung wohl ungefähr die gleiche fein wird wie am Sodonntai ihre Mühe haben, ein einigermaßen günstiges Ae- fultat he rauszuholen, zumal Hanau den Vorteil des eigenen Platzes und Publikums hat. Immer­hin steht zu hoffen, daß die Eli sich in der derzeitigen Begehung von Sri zu Spiel bester Aufammenfinbet unb ihre Spiel störte sich ent­sprechend hebt.

besten Aichtsanwälre zu verpflichten es Wirb auch versucht, auf diplomon'chem Wege den Gang des Verfatzrcns zu beschleunigen und vielle-cht günstig zu beeinflussen. Das .st sowohl in dem Prozcst der Nachkommen von Pteicr van her Hülst als auch in einem anderen Erbfchafrsstreit geschehen, den w.cderum ein deutscher Ver­ein von Millionenerben gegen di« hol­ländische Aegierung ausgefochten hat In der Mitte des 18. Jahrhunderts starb nämlich m den Niederlanden der ehemalige Seeräuber Johann Sonrad Brandt, dessen Aach- lommen vergebens versuchten, das unredlich er­worbene Geld des alten Piraten nunmehr redlich und auf gesetzlichem Wege au«gclk1«ri zu er­hallen Mehrere Jahrzehnte hatte man prozes­siert. und schließlich beaustragte der damalige Acichsfanzler v. T a p r i v i den deutschen Ge­sandten »m Haag, bei der holländischen Regie« rung vorstellig zu werden, damit die makello'cn Aachfommen deS Seeräuber», lauter biedere deutsche Bürger, endlich zu ihrem Geld tarnen. Die holländische Regierung antwortete aber. de. . das fragliche Vermögen fchon langst ausgezahlt worden sei anscheinend an die Unrechten Daö könnt« die Erben nur eine kurze Zeit davon ab- halten. weiter zu prozessieren. Als nach einiger Zeit em holländischer AHchtsanwaU die ver­meintlichen Millionenerben wieder auffudbte, san­den sich die waghalsigen Aachfommen des Pi­raten bereit, ihn: nochmals Vorschüsse zu geben, in der Hossnung. doch endlich gute Deute zu ma­chen und den staubigen Aftcntrieg auch ohne diplomatischen Deistand zu gewinnen.

Wer in Deutschland ManSseld heißt, hat ebenfalls einig« Aussicht, unverhofft zu Ae»<b- tum zu gelanaen. Diesmal handelt eS sich nicht um holländische Gulden, auch nicht um Papier- mark, sondern um englische Pfunde. An­fang Februar wird nämlich der Berliner Ge­heimrat Manöield. wie er kürzlich in einer Unter­redung erzählte, nach London fahren, um dort den Nachlaß einer vor hundert Jahren verstor­benen Frau Monsfell» zu prüfen unb die An­sprüche der Erden gellend zu machen Diese Dame, ein geborenes Fräulein V o l l ft e b e , überlebte ihren Gatten, der im Jahre 1825 aus Ceylon starb, um zwei Jahre. Eie hat vor ihrem Tode in einem Testament festgesetzt, daß die Erhschast erst nach hundert 3a6ren ausgezahll werden soll. AuS den 15 000 Pfund Ster- l i na, di« sie hinterlassen hat. smd inzwischen 30 Millionen Marl geworden, und nun haben sich fchon über 250 Personen gemeldet, die mit den Erblassern verwandt sein wollen Es ist nicht au^eschlosfen. daß noch andere Erbberech- tigte vorhanden sind.

Auch im Ausland gibt es phantastische Mil­lionenerbschaften. um die viele Jahrzehnte pro­zessiert worden ist. /Ern ganzes Heer von Eng ländern beansprucht di« log. Webb« r-Wi 1- Honen, den Nachlaß eines gewissen William Webber, der vor vielen Jahrzehnten nach Austra­lien auswanderte, dort als Goldgräber sein Glück machte und schließlich nach den bereinigten Staa­ten übersiedelte. ®r kaufte einen großen teil deS Grund und Bodens der Manhattan-Halbinsel, auf der heute daS Woltenkraher-Viertel von Aeuhort steht. Da sich seine ernzlge Tochter gegen feinen Willen verheiratete, schloß er sie von der Erbschaft aus und bestimmte, daß die Erbmaffe erst in der siebenten Gene­ration verteilt werden solle. Inzwischen ist daS Vermögen deS William Webber auf 550 Millionen Dollars angewachsen, allo aus 2' . Mil­liarden Mark, und «S ist verständlich, daß sich Rechtsanwälte ftnden, die zunächst einmal Vor­schüsse fordern und dafür der fiebenten Gene­ration versprechen, unerhörte Golbftrbme auf dem Prozeßwege au verschaffen.

In England hat sich einmal ein ähnlicher Fall ereignet. Im Jahre 1797 starb ein gewisser Peter LHe11usson und hinterließ mehr als eine halb« Million Pfund. Sein Testament be­stimmte. daß alle Nachkommen, die im Augenblick feinen Todes fchon lebten, von der Erbfolge aus­geschlossen seien. Das Parlament schritt im Jahre 1800 ein unb bestimmte im Lhelluff07z-Act, daß in Zukunft keine Erbschaft länger als 20 Jahre aufgeschoben werden dürfe. Da das Gesetz aber keine rückwirkende Kraft hatte, konnte eS den unmittelbaren Nachkommen Peter Thellusions nichts mehr nützen

Die Dritte trägt ihr vorletztes Derbandsspiel aus und hat Leihgesterns Erste auf dorti­gem Platz zum Gegner. Sie sollte sich als Meister- schastsanwärter den Sieg gegen den noch nicht so routinierten Gegner nicht nehmen lassen.

Die Za-Mannschast ist bei Klein-Lin- denS Erster zu Gast

Mit dem kommenden Sonntag beginnen auch wieder die Diplomspiele der Iugend- mannschasken Die bisher ungeschlagene erste D. s. B.-Iugendelf hat auf eigenem Platz die gleiche von Grünberg zum Gegner und dürfte als ziemlich sicherer Sieger anzusprechen fein. Trotz allem sollte fic das Spiel ernst nehmen urb k:ch vor Uebcrrafchungen sichern

Afbeiier-Tufn- und Sportbund.

Nach kurzer Winterruhe kommen am nächsten Sonntag einige Spiele zum 8u»trag.

Auf dem Trieb treffen sich Gießen i. Fuß- ball oerei n .Herkho" Höchst a.W. I. Die Gäste sind Meisteranwöner der Bczirksklafs« des 2. Bezirks und spielen einen fairen Fußball. Hat Gießen nichts von feiner Spiefroeiie eingebüßt, fo wird ihm auf eigenem Platz ein Sieg wohl zu zu« sprechen sein.

Dorher spielen Gießen lbf) ö ch st II. und Gießen Jugend Höchst Jugend. Eine Voraussage über den Sieger ist ungewiß, da bi« Spielstarke der Gästemannschaften noch unbe« könnt ift.

Auf dem Wiesecker Wakd'portpsay ireffen sich Dieseck I. Großen-Linden I. 3m Vor­spiel konnte Wieseck knapp 2:3 Sieger bleiben. Aus eigenem Platz wird ihm jedoch der Sieg nicht ge­nommen werden, wenn es den Gegner nicht zu leicht nimmt.

Vorher spielen Wieseck Jugend»- Gro- ßen-Linden ll. Auch hier wird die technisch be'iere Zuaend des Platzinhabers sich den Sieg nicht nehmen lasten.

Handball im Bezirk Heffen-Hannover.

K u r b c ' ' e n - C« r I. J

Mit einem sehr knap»^en 2 1 Ergebnis fetzte sich der Altmeister de« Bezirks wieder an die erste Stelle, von der er wohl kaum noch verdrängt werden dür'te Den Heffen-Preußen gelang e« nicht ihre in diesem Jahre besonders großen Meisterfchastsbossnungen durchzutonen. Sie pat­ten vor allem das P«h. ihren in letzter Zeit brionberi guten und umsichttg spielenden Sturm» süprer Iunahenn durw ikrleftunfl nur noch als Statist mitwirleu lassen zu können Darunter litt tue Lturinsuhrung sehr Bon einer Ueber» legende,t der beiden Mannschaften war nichts seftzustellen. Die Äurb. Polizisten errangen ei­nen glücklichen Sieg

Zur Durchfübrung der Bez,rks meist «r- entschetdung sind nunmehr die Termine fest- gelegt Die Entscheidung wirb 'n Bor- und Xüdipicl auigetragen. Da- Vorspiel findet am 29. Januar in Gießen statt, da- Rückspiel am 12. Februar in Kassel Von den Ladn- vereinen stellt Gießen 1900 den Meister Wenn nicht dre Spielftärke der Gießener bi« dahin zunehrnen sollte, wird die Paarung mH dem Kasseler Meister etwa« ungleich sein. Die Gießener werden aber auf jeden Fall au« die­sen Kämpfen lernen können Die langiabriae Spielerfahrung der Kaffeier ist eben nicht in einer Saison einzuhvlen Trotzdem sollte bei eifrigem Vortraining noch nicht alles für 1900 verloren fein. in. w

Hessische Lanöwirischastliche Woche.

von unserer Darmstädter Redaktion.

D a r m ft a d 1. 12. Januar.

Am heutigen dritten Tag« der londwirtfchoftfichen Woche hielt den ersten Vortrag Profeffor 2r. j, idivirtschastlichen Instituts der llnioerfitöt Gießen über

Aeuzeitkichc Fragen im pslanzendau.

Der Redner wie« eingangs feiner Ausfichrunaeu auf d,c wichtigen phyfikallschen Vorgänge im Boden hin, besonders aus den Einstuß, den die waster- hibrung im Boden aus feine Fruchtbarkeit Hot, und besprach eingehend hw von ibn, hierüber angrfteUten wichtigen Unterfud>ui>gen. Der Redner unterschied im Wasserhaushalt des Boden« zwei Feuchtigkeit»- momente. einmal das Wasser, das vorn Boden in en festgehalten wird, dann da- fooett Eer»kwasfer. Sa» erster«, das sogen. Kaoillarwifier, halt der Boden in seinen haarfeinen Zwischenräu­men fest, auch wird e» durch feinste Bodenteilchen, die wie Lehm quellen, outaefaugi. Wir müssen bic Lagerung (Struktur) des Bodens imb damit Jein« n»afseftaffende Kraft beeinflussen: es geschieht dies durch sachgemäße Oberstächenbehandlung (Schtzlen, Hacken), aber auch durch die Behandlung de» Untergrunbe? (Pflügen, llnlergrundlockern). Die Vorsorge für dir Wosferbeschasfung ist das ®id)- tigfte, was wir unserem Boden überhaupt angebei Heu laffen können. Prof. Sr. Sesfous führte an der Harw zuhireichcr Beijpiei« und Bilder den Be- wei» für diese Behauptung und ermahnte, nicht nu. dem Hacken ganz allgemein, sockvern auch der "Zelt feiner Ausführung und der Güte der Hackarbeit be- fondeve 2lufmetffamfcit zu schenken. Die 3ob!en, di« er zum Beweise der Anreicherung dce Bodens an Wasser unter einem gepfkügten und gehackten und einem mn ge^lügten. gegenüber einem un« bearbeiteten Boden nicht mir in der Ober- und der Unterfnnne, sondern auch im Untergrund bracht«, waren vollkonimen überzeugend. An einem Zahlend ei spiel zeigte der Rediier, weiche großen Wassermerigen durch geschickte Bearbeitung des Bo- dens für da» Pflanzenrvachslum unt) damit für höhere (Ernten bereitfleftcllt werden können. Das ijarfen dient in erster Linie dazu, den Wasieroarat im Boden zu erhalten. Rach Besprechung verhhie- bener Bodenbearbeitungsmohnahmen wandte sich der Redner Fragen über 'Saat und Soakmaßnah. men äu. Er gab u. o. verschieden« Gründe an, di« eine schwächere Aussaat erlauben, aber im allge­meinen bewahrt sich bie Dünnsaat nicht. Weiter ve» bandelte der Vortragende^ U. a. Themen, wie Aus» soatzeit. SoatmitgröBc. <sortcnroal)l. Aus (.'iniel- beiten «inzugehen würde hier au weit gehen.

Sen zweiten Vortrag hielt Pros. Sr. H. Röß­ler. Direktor der Landwirtschaftlichen Versuchs­station Darmstadt, über

Neuzeitliche Fragen auf dem Gebiete her Düngung her landwirlfchafklichen Kulturpflanzen".

Sem Redner zufolge ist eine Ertragssteigerung auf gedüngten Baden mit Kunstdünger längst nach- gewiesen unb daher der Kunstdünger zu empfehlen, dach ist vor allem die Art der Sünqung sehr zu beachten: es darf keinesfalls eine Ueberreicherung eintreten, auch ist eine Versauerung des Bodens zu permeiben. Der Redner zeigte bann zahlreiche Licht- bilder von Versuchsfeldern, und legte an diesen sowie an Tabellen bar, wie oerschiebene mineralische Sünae- mittel auf den (Ertrag von (Betreibe, Kartoffeln usw. einwirken. In feinen Schlußworten vertrat ber Red­ner den Standpunkt, daß nur eine individuelle unb nicht eine typisierte Düngung eines Dobens zum Ziele führt

Leibe Vorträge würben mit lebhaftem Beifall aus- genommen. Dos Interesse daran bekundeten auch bie Anfragen aus ber Zuhörerschaft.

Sprechstunden der Redaktion.

12 bis 1 Uhr mittag». 5 bis 7 Uhr nachmittag», Somstag nachmittag geschloßen

Der Mann hat recht wenn er von seiner ftrou Ötrifc6afilidj?nt ver­lang! Die denkende £'ou8frau nimmt keni scharfe- v.raschrnittel. sondern nur Ranmann'S weiße Qern icIft -Eriraleinc Qualität' erst rrttr. wenn sie nicht bleichen kann. Naumann'- ^effe l efer* blendend weiße Wäsche mit gutem Tufi und zerstört n'cht bie Säftbefafer. fl14id

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