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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Ober,Hessen)

Nr. 24 Drittes Blatt

Freitag, (2. Ottober (928

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Riebeck Montan Bereinigte Stahl». . . Olavi Minen . . . Kali Aschersleben

Kaki Westeregeln. . . . Kaliwerk Salzdetfurch -

3. iS. garden-InduSr» . Dynamit Nobel . . . « Scheideanstoll . . . Goldschmidt . . NütgerSwertr . . . e Metastgclellschafl. »

Llg. Deutsche Elsen'^ihn timburg-Amerika Paket jmb.-©übam. Dampslch.

gon|<i Dampfschis! 'norddeutscher Lloyd . . . Tilg. Deutsche Crediianst. . Gatmcr Bankverein berliner HandelSgeseUfch. . Lommerz, und Privat-Banl Lärmst, u. Nationalbank Leutsche Bank . . Kilonto-iMellldtaft ilnt. Bteibnci Bank . . mitteldeutsche Ereditdaul . Wetallbank.......

StWbanl ......

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bardfähigkeit als störendes Hemmnis her­aus. Er bedeutet eine ungerechtfertigte Benach­teiligung der Kommmralanleihen gegenüber den Kommunalobligationen der Hypothekenbanken und neuerdings auch der öffentlichen Realkreditanstal­ten. Daher sind die Bestrebungen des Brrbandes auf Wiederherstellung des Vorkriegszustandes ge­richtet. Die Anregungen des Deutschen Spar­kassen- und Giroverbandes wegen Herbeiführung einer planmäßigen Anleihepolitik sind mit Interesse ausgenommen worden. Eine frei­willige Zusammenarbeit aller Emissionsstellen mit dem Ziel einer rationicrlichen Behandlung des Kapitalmarktes ist unbedingt einer behördlichen Regelung vorzuziehen, wie sie mit der Einrich­tung der Beratungsstelle für öffentliche Ausland- anlcihen beim Aeichsfinanzministerium versucht ist.

Zwischen den Sparkassen, sowie den Banken und Genossenschaften ist im Mai d. 3. auf der Basis der Gleichberechtigung und Freiwilligkeit ein Wettbewerbsabkommen abgeschlossen worden, das sowohl unter den drei Gruppen der Geldinstitute, als auch innerhalb der Institute jeder Gruppe gilt. Die Verschmelzung zwischen der Hessischen Girozentrale und der Hessischen Lanöeskommunalbank steht bevor. Engere Verbin­dungen bahnen sich zwischen den Sparkassen und den öffentlichen Lebensversicherungen an. Das Bestreben des Verbandes geht dahin, die verschie­denartigen Beziehungen zwischen Sparkassen und Lebensversicherung planmäßig auszugestalten.

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Phönix Bergbau Rheinische Braunkohlen. Ryeinstahl

. . 8 . . 9 . 10 . 10 . . 6 . 10 . 10 . . 9 . 10 . . 8 . 12 . . 8 . 10

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H9-4 . . c . . 8 . . 8 . . 7 . . 9 . . 8 . . 7 . . 6 . . 6 5% . 10

Büchertisch.

August Detter: Frömmigkeit als Leidenschaft. Eine Deutung Kierkegaards. Leipzig, Insel-Verlag. (341). Zwei Denker des vorigen Jahrhunderts haben den Geist der Zeit, seine Wende und Llmwerfung, vorschauend an sich., erfahren und nicht nur durchdacht, sondern in persönlicher Erschütterung durchlitten: der Einsiedler von Sils Maria und der ein­same Däne (Sören Kierkegaard). Ihre Stimme klingt beunruhigendwie der Schrei des wilden Vogels" über den Köpfen der zahmen in die Gegenwart herüber und zwingt immer nach­drücklicher aufzuhorchen. Die Analyse der Per­sönlichkeit und Werke Kierkegaards, die August Vetter gibt, zähle ich zum Gewichtigsten, Geist­reichsten, was über den großen Dänen geschrie­ben worden ist. Das Buch zerfällt in die Ab­schnitteMensch und Werk",Die Bestimmung der Innerlichkeit",Der schöngeistige Zu­stand",Der pflichtbewußte Zustand",Zwi­schen dem Entweder Oder",Das christ­liche Aergernis". Immer gewahrt man in mei­sterlicher Exposition, wie Kierkegaard weitab vom offiziellen. Christentum die Menschen zur sub­jektiver Religiosität, zur Besinnung auf sich selbst, führen will. Der nachkantische Mensch, schließt Vetter, soweit er die Gesamtentwirklung in sich selbst durchlebt, ringt um das Gleichgewicht des Inneren mit dein Aeuheren, der Willensfreiheit mit dem Raturgesetz, er kämpft um seinen auf­rechten Gang. Ist es angesichts tausendjähriger Geborgenheit im kirchlichen Herkommen verwun­derlich, wenn er noch unsicher und verhängnis­voll strauchelt? Ja, wenn er sich immer wieder reumütig verzagt in den Schoß der Vorzeit zurücksehnt, wohin ihn doch nur Selbstbetrug und Selbstvernichtung, Heuchelei oder Wahnsinn betten können." ..... Müssen seine Stufen, trotz ihrer Aufeinanderfolge, sich schließlich nicht gegenseitig bedingen, statt sich zu vernichten? Die Antwort darauf kann gewiß keiner für die andern geben. Aber wenn so alles Vergängliche zum Gleichnis wird, der anerkennt das Allge­meine in sich selbst. Er bleibt als Einzelner kein Sonderling mehr, seine Frömmigkeit ist das Kind der Leidenschaft und der Erkennt­nis. Sollte diesem Glauben nicht die Zukunft gehören? Vetters Werk in seiner glänzenden, dramatischen Gestaltung zwingt zur Reflexion. Kein Religivnsphilosoph kann künftig daran Vor­beigehen. A. B.

Länderkonferenz und Einheits - st a a t von Dr. Rudolf Henle, o. Professor der Rechte an der Universität Rostock (Verlag Dr. Franz A. Pfeiffer in München), Preis 0,50 Mark. (412) Der als Vorkämpfer einer föderalistischen Verfassungsreform bekannte Rostocker Jurist setzt sich in der vorliegenden kleinen Schrift mit den Ergebnissen der Länderkonferenz auseinander und kommt zu einer scharfen Ablehnung des dezentra­lisierten Einheitsstaates.

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eine Erhöhung der bisherigen Eisenerzsrachten nicht eintritt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 12. Okt. Tendenz: schwä­cher. Die Börse eröffnete in recht unsiche­rer und allgemein schwacher Hal­tung. Die feste Tendenz der gestrigen Reu- Yorker Börse vermochte dem Markte keine Stütze zu bieten, da die Derschärfung des Lohnkonfliktes in der nordwestdeutschen Eisenindustrie Verstim­mung und ftatfte Zurückhaltung hervorrief. Auf fast allen Marktgebieten kam daher Material heraus. Der Markt erwies sich dafür nur we­nig aufnahmefähig. Infolge des weiter­hin sehr minimalen Auftragseinganges und ge­gen die gestrige Abendbörse waren Kursab­schläge von etwa 1 bis 4 Prozent zu verzeichnen. 2m Gegensatz zur allgemeinen Tendenz waren die Anteile der Berliner Handelsgesellschaft 5,25 Prozent höher, auf die Mitteilung, daß die erwarteten Freigabegelder dem Institut nunmehr zufließen und den alten Aktionären ein günstiges Bezugsrecht von 4:1 zum Rennwert gewährt wird. Stärker ver­stimmte das anhaltende Angebot am Farbenmarkt. Farben eröffneten erneut zwei Prozent schwächer. Am Chemiemarkt waren Scheideanstalt gedrückt. Am Elekcromarrt waren Siemens 2,oO Prozent und AEG. 0,75 Prozent ab geschwächt. Licht & Kraft gut behauptet. Mon- Itanwerte 1 bis 2 Prozent, Banken 0,50 bis 1,50 Prozent niedriger. Am Automartt waren Adlpr mit minus 2 Prozent und RSbl. mit minus 1 Prozent angeboten, während Daimler sich gut behaupten loimten. Von den Kaliwerten waren Salzdetfurth 4 Prozent, Westeregeln 1 Prozent erhöht. Zellstoff-Waldhof lagen 3,5 Pro­zent niedriger im Angebot. Deutsche Anleihen lagen still und etwa behauptet. Am Markte der ausländischen Renten bestand für Rumänen und Türken etwas Interesse. Im Verlaufe blieb die Haltung schwach, und bei minimalen Um* sähen gaben die Kurse weiter nach. Farben verloren erneut 3 Prozent. Siemens gaben 2 Prozent nach Am Geldmarkt verstärkte sich die Rachfrage nach Tagesgeld (7,5 Prozent). Am Devisenmarkt waren Devisen stärker verlangt. Der Markkurs schwächte sich merklich ab. Mark gegen Dollar 4.2050, gegen Pfunde 20.383, Lon­don-Kabel 4.85175, Paris 124.21, Mailand 92.65, Madrid 29.96, Holland 12.1013.

Berliner Börse.

Berlin, 12. Okt. Im heutigen Vormittagsoer- kehr war die Stimmung kursmäßig freundlich gewesen. Die Unlust ist aber nicht ver­schwunden und verstärkt sick zu Beginn der offi­ziellen Börse wieder. Der gestrige leichte Geldsatz an der Neuyorker Börse (6 v. H.) machte keinen Eindruck. Dagegen verstimmten immer wieder die Meldungen üoer Aussperrungen, Streiks und Über­haupt über die Lohnfrage in der Eisen- und Textil­industrie. Die im Freiverkehr erzielten Gewinne gingen fast restlos wieder verloren. Gegen den gestrigen Schluß gaben die Kurse noch überwiegend nach. Es herrschte große Geschäfts stille, aber kein starkes Angebot. Nur am Farbenmarkt war dieses etwas größer. Man sprach von Tausch zwischen Glanzstoff und Farben gegen holländische Recynung. Eine Ausnahme machte Svenska, die immer noch eine Erhöhung von 12 Mark erfahren hatte, und Berliner Handelsgesellschaft-Anteile, die 4 v. H. höher lagen. Hier scheint schon bekannt zu sein, daß den Aktionären auf Grund der Freigabe- Einkünfte ein Bezugsrecht von 4:1 pari eingeräumt wird. Sonst waren im allgemeinen die Kurse 1 bis 2v. H. niedriger. Papiere wie Rheinische Braun­kohlen, Salzdetfurth, Norddeutsche Wolle, Deutsche Linoleum, Zellstoff Waldhof usw. verloren bis 5 v. H., Polyphon sogar 8,75 v. H. Anleihen ab­bröckelnd. Ausländer ruhig. Bosnier lebhafter. Der Pfandbriefmarkt lag still. Bei den Banken machten sich die nahenden Steuertermine bemerkbar. Tages- qeld 5,5 bis 7,5 v. H. Monatsgeld 8 bis 9 v. H., Warenwechsel etwa 6,88 v. H. Im Verlaufe gingen die Hurse mit einigen Ausnahmen weiter zurück. Verluste bis zu 3 v. H. waren keine Seltenheit. Glanzstoff verloren 5 v. H., Gelsenkirchen 3,5 v. H., nur Svenska zogen auf Auslandkäufe hin um wei­tere 3 Mark an. Auch Berliner Handelsgesellschaft, die anfangs 2 v. H. über Anfang lagen, waren mit der aUgemeiwen Tendenz nachgebeno.

2 '».dtier GeärLrdebörse.

Frankfurt a. M., 12. Ottober. Am Wochen­schluß verkehrte der Produktenmarkt in stetiger Haltung. Das Geschäft war ober nach wie vor sehr klein, da die Händler immer noch große Zu­rückhaltung üben, so daß die Kursgestaltung unbe­

einflußt blieb. Nur am Futtermittelmarkt bestand besonders für Roggenkleie einiges Interesse. Die Grundstimmung ist jedoch im allgemeinen freund­lich. Es wurden notiert: Weizen 23,75; Roggen 22,75 bis 23; Sommergerste für Brauzwecke 25,50; Hafer, inländischer 23,25 bis 23,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 21,75; Weizenmehl, süddeutsches, Spezial 0 34 bis 34,50; Roggenmehl 31 bis 31,75; Weizenkleie 14,50; Roggenkleie 14,75 bis 15 Mark. Tendenz: stetig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 11. Oft. Die Produktenbörse er­öffnete heute in unregelmäßiger Haltung. Dom Auslände waren die Cifofferten um Einklang mit den flauen Terminbörsen bedeutend ermäßigt, das inländische Angebot von Brotgetreide bleibt noch klein, da die Landwirtschaft zum Teil noch mit Feldarbeiten beschäftigt ist. Die Preise für Weizen waren um etwa 2 Mark und für Roggen um 1 Mark ermäßigt, die Umsahtätigkeft hielt sich in engen Grenzen. Für Weizen kam es gestern wieder vereinzelt zum Exportgeschäft nach Italien. Mehle haben trotz der zum Teil bis zu 50 Ps- ermäßigten Mühlenosferten weiter schwierigen Absatz. Für Hafer bleibt das Angebot klein, der Konsum bewilligt nur zögernd die gestrigen For­derungen. Gersten in unveränderter Marktlage. Am Lieferungsmarkt lag Weizen im Einklang mit den Auslandmeldungen in allen Sichten 2 Mark schwächer. Roggen tendierte uneinheit­lich. Oktoberroggen konnte etwas im Preise an­ziehen, da der größte Teil der heute besichtigten Roggcnpartien als nicht koickralllich befunden wurde. Dezemberroggen lag etwas schwächer. Die heute besichtigten 30 Tonnen Hafer waren kon­traktlich.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

A.E.G.......

Bergmann......

Elektr. Lieserungen. . . Licht und Krasl . ° . Reiten 4 Guilleaume. . Ges. s. Eleklr. Untern,. . Hamb. Elektr. Werke . . Rhein. Elektr. ... Schles. Elektr. .... Schlickert ..... Siemens & Halske . Transradio......

Lahmeyer 4<to.....

Buderus .... Deutsche ErdSI .... Essener Steinkohl« . . . Gelsenkirchener . . . i Harpener ..... Harsch Eisen. ..... Ilse Bergbau.....

stlöcknerroerke ..... Köln-Neuesten..... Mannesmann.....

Mansselder - - - Oberschles. Eisend. Bedarf Oberschles. ft'oKroetfe

Wirtschaft.

Aktuelle Fragen

-er Sparkassen un) des Kommunalkredits.

Auf der Tagung d:r bereinigten Vorstände des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und seiner Mitgliedsverbände in Kassel erstattete der Präsident des Verbandes, Geh. Reg.-Rat Dr. Kleiner. Bericht über die wichtigeren Der» bandspolitischen Fragen und Ereignisse seit dem letzten Kieler Sparkas.entag (1927). Dabei kam Präsident Dr. Kleiner auf di? verschiedenen ge­planten bzw. in Entstehung begrif enen Sonder- kreditinstitute zu sp.e. n (Meliorations- lreditorganisatton, Reichsiredi institut für das Handwerk. Zentralbank der deutsch n Industrie) and vertrat den Standpunkt, da,) die Bcfiiedi- zung des Kreditbedarfs der Wirtschaft, auch der mittleren Industrie, durch die bestehenden Jeldinstitute erfolgen könne, und daß es dazu der Gründung neuer Institute nicht bcdürfe. Im Lpargeschäst macht sich die Konkurrenz neuer Institute mit spezieller Zielsetzung bemerkbar. Bet einer Reihe der neuen Sparunterneh- nungen kann die Frage der Sicherheit nicht ausreichend bejaht werden, und es vird deshalb für erforderlich gehalten, daß die ,or kurzem vorgeschlagene gesetzliche Regelung sur Beaufsichtigung der Bausparkassen auf ille privaten Sparunternehmungen ausgedehnt vird.

Die Anlagepolitik der Sparkassen »ewegt sich wieder in normalen Bahnen. Die im Anschluß an den Kieler Sparkassentag teilweise !>ervorgetretene Auffassung, als ob die Spar- lassen sich ausschließlich im Mittelstandskredit 'betätigen, ist nicht zutreffend. Jede Berufsgruppe Derbe entsprechend ihrer Beteiligung am Spar- Verkehr auch beim Kreditverkehr berücksichtigt; üie aus Arbeiterkreisen stammenden Mittel kom­men diesen Kreisen durch die Kleinwohnungs- "baufrebite dcr Sparkassen wieder zugute. An­gesichts der immer noch ungelösten Kredit- Ir a g e deb Landwirtschaft, vor allein im Realkredit, hat sich die Sparkassenorganisation erneut mit der Frage beschäftigt, ob nicht Mittel £cr größeren städtischen Sparka.sen den kapital- Schwächerer. ländlichen Kassen zur Verstärkung res Krcditschahes der letzteren durch Vermitt­lung der zuständigen Eirozentra'en zuge'ührt Wer­ren könnten. Zu diefein Zweck sollten die Stadt- ßparkassen durch die Girozentralen Hypothekar- Icedikscheine erwerben, deren Gegenwert von den Sparkassen als Zwischenkredite an die Landwirt- schaft ausgeliehen werden sollte. Rachdem im vorigen Jahre der Plan an der ablehnenden Haltung der Reichsbank in der Lornbardierungs- Srage gescheitert war, wird jetzt geprüft, ob er ich etwa auf anderer Grundlage durchführen äßt. Bei der Kreditgewährung an das Handwerk können sich auf Grund der mit dem lAeichsverband des deutschen Handwerks ge­schlossenen Vereinbarung die Sparkassen bei Der Prüfung der Kreditfähigkeit oes Antragstellers rmd der volkswirtschaftlichen Dertretbarkeit des beantragten Kredits der Dienste der Dezirksstellen des Forschungsinstituts für rationelle Betriebs­führung im Handwerk oder der Handwerkskam­mern bedienen, ohne daß sie dazu verpflichtet sind. .Nachdem in den letzten Jahren der Absatz von Kraftwagen an den erwerbstätigen Mittelstand sich stark entwickelt hat, hat auch die Sparkassen- erganifation der Aufnahme des Autofinan­zierungsgeschäfts durch die Sparkassen mit Äücksicht auf die Bedürfnisse ihres Kundenkreises zugestimmt. Der Klein Wohnungsbau ist Luch im laufenden Jahre weitgehend durch Spar­kassenmittel finanziert worden. Das Daus Pa- »en hat bei den Sparkassen guten Eingang ge­sunden. Zur Zeit prüft die Sparkassenorgani­sation, ob neben dem Individualsparen die Ein- sührung des Kollekttvsparsystems bei den Spar­kassen, sei cs in Form zentraler oder lokaler Bau- st-areinnchtungen, zu empfehlen ist.

Auf dem Gebiete des K o m m u n a l k r e d i t s haben die Sammelanleihen der Sparkassen- und Mroorganisation weiter an Bedeutung gewonnen. Aach dem Stande von Mitte d. I. entfällt ein drittel des Gesamtbetrages der kommunalen In­land- und Auslandanleihen auf diese Sammel- umleihen; 51 Prozent der gesamten Kommunal- Iretnte (In- und Auslandanleihen, Schuldschein- Darlehen. kurzfristige Kredite) sind von Spar- lassen, Girozentralen und Landesbanken gewährt. Bei dem Absatz der Kommunalanleihen im Pu- Llikum und bei den Geldinstituten stellt sich immer Ehr der Mangel der Reichsbanklom­

' Unerfreuliche Lage der deutschen Gesamt-Holzwirtschaft. Sehr schwache Konjunktur, mangelnder Beschäftigungsgrad, un­zulängliche Verkaufspreise und vor allem ein im Winter-Einkauf überwerteter Rohstoff sind die Hauptcharakteristiken des Jahres 1928 für die schon seit langem unter den schwierigsten Verhält­nissen arbeitende deutsche Holzwirtschaft. Die letztwöchigen Tagungen der verschiedenen Spihen- Fachverbände haben diese Sorge eingehend be­handelt und in Referaten wiedergegeben. Tat­sache ist jedenfalls, daß die im vorigen Jahre im Auslande, vor allem, in Oesterreich, schon in der Sommerzeit stattgehabten deutschen außer­gewöhnlichen Rundholz- und Brettwaren-Auf­käufe Heuer völlig ausgeblieben sind, und daß heute noch allerorts in Deutschland auf den Schnittholzlagern eine saisonmäßig nicht berech­tigte Tleberfülle an Material liegt. Diese Fest­stellungen berechtigen zu dem Schluß, daß der deutsche Waldbesih bei den demnächst einsetzenden großen Holzverkäufen sich einer nur einigermaßen ähnlich günstigen Preissituation, wie im Vor­jahre, nicht mehr gegenüber befinden wird, und daß er deshalb in seinen Dispositionen den wesentlich veränderten Verhältnissen Rechnung tragen muß.

* Die Lokomotivkrisis besteht wei­ter. Die Deutsche Lokomotivbau-Dereinigung gibt bekannt, daß die für heute angesetzte Sitzung . der Vereinigung auf unbestimmte Zeit vertagt worden ist. Daraus geht hervor, daß die in den letzten Wochen gepflogenen Verhandlungen ein­zelner Firmen über die von der Reichsbahn empfohlene regionale Konzentration der Loko- motivindustrie in fünf Gruppen vorläufig noch kein Ergebnis gezeitigt haben. Es wird sich daher doch nicht umgehen lassen, daß die Reichsbahn helfend eingreift und durch Bekanntgabe eines trenn auch unverbindlichen Besch aff ungsprv- grarnms die Grundlagen für eine Gesundung des Lokornotivbaues schafft.

* Heberzeichnung der RWE. - An - leihe in Amsterdam. Die 2,5 Millionen Dollar betragende holländische Tranche der 20° Mill.-Dcllar-Anleihe des RWE., von der 500 000 Dollar bereits fest placiert waren, ist bei den Zeichnungsstellen in Amsterdam stark überzeichnet worden, so daß Zuteilungen vorgenommen werden muhten.

* 6-Millionen-Anleihe der Stadt Gelsenkirchen. Ein Konsorttum unter Füh­rung der Firma Gebr. Arnhold, Berlin, hat eine Anleihe von 6 Mill. Mark der Stadt Gelsenkirchen-Buer vom l.Rovember 1928 zu 8 Prozent verzinslich, fünf Jahre unkündbar, mit einer Laufzeit von insgesamt 25 Jahren übernommen. Die Anleihe wird in der nächsten Woche voraussichtlich zu 93,20 Proz. zur öffent­lichen Zeichnung aufgelegt werden.

* Frachtvorteile für den Sieger» länöer Erzbergbau. Die Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesellschaft bestätigt, daß mit Beginn der allgemeinen Frachterhöhung die Rückvergütungssätze des Ausnahmetarifs 71 derart geregelt wurden, daß für den Erzbergbau des Siegerlande Z und des Lahn- und Dillgebietes

Datum

; >% Lt. «eichranleihe v. 1927 ' t>L «nl.-Ablös.. Schuld mit Aus- los.-Rechten . -

tesal. ohne AuSws^Rechte . . . i% Frankl. trnp.-BL Goldps. un kündbar bis 1932 ...

lKi% Rheinische Hyp.-Bank Liau. Goldps. . . .

i.E.G aba. DorkriegS-Obligation., rückzahlbar 1932

% Schwerz. BundeSb.-Anl..

l% Ceftencidjifdic ©olbtie.. . . <20% Oellerr Silberne.....

(/o Oesterreich, einheill Rte. . . .(% Ungarische Goldne. . . . % Ungarische Staatsr. v. 1910 -%% veSgl. von 1913

-t'/o Ungarische Kronenrte.. .

M/o rarl. Zvllanleihe v. 1911 . .

-i:-0 Türkische Bagdadbahn-Anl., Serie I

el'o deügl. Serie 11

et?o Rumänen converl. Rte. . . - /,% Rumänen Goldanl von 1913

Berlin. 11 Oktober

Geld

Brief

Französische Roten......

16.42.-)

16,465

Holländische Noten......

167,96

168,64

23,UU

22,08

Norwegische Noten......

111,63

112,07

Deutsch-Ocsterr-, a 100 Kronen

58,86

59,10

Rumänische Noten......

2,52

2,54

11!,98

112,42

Schweizer Noten.......

80,565

80.885

Svanische Noten .......

67/86

68,14

Tschechoslowakische Noten . .

12.397

12,457

Ungarische Noten.....

73.0a

73,35

Devisenmarkt Berlin

Frankfurt a. M.

Telegraphische

Au szah Inn«.

Frankfurt a. M

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Schluh. Kurs

1-Uhr- Kurs

Sdjiufpi Anfang Kurs 1 Kurs

Schluh- Kurs

l°Uhr. Kurs

Schmh^ An,ang Kurs | Kur»

11. 10.

12. 10.

11 10. | 12. 10.

-Datum: | 11 10.

12 10. | 11. 10. | 12 10.

Frankfurt a. M

Berlin

Schluck Kurs I

l.Uhr- Kur»

Schluß Kur»

Anfang Kur»

Datum:

II. (0.'

12. 10.

11. 10.

| 12. 10.

Philipp Hvizmann......7

138

137

Heidelberger Eement .... 10

136

Gement Karlstadt......8

170

Wayß & Freitag......10

Schultheis Patzenhofer ... 15

330

329

Ostwcrle.........12

-

289

289.1?

Ber. Glanz stoss .....18

571

573.9

484

483

Msto'ss Waldhos.....12

290

193.5

289

Zettswss Aschaffenburg ... 12

211

-

215.25

211

Charlottenburger Wasser ... 7

147.5

Dessauer Gas..... 8

193,75

192.5

Daimler Motoren ...... 0

84.5

84.75

85

84

Demag ..... . . . 0

-

53,13

53,9

Adlerwerle Klever......5

117

115

115

CuBro. Loeroe ...... 10

252,5

249

Nat. Automobil . ...... 0

69 9

70.75

Orcnstein & Koppel . .... 6

1

110.25

110,5

-

272.5

272

Bamag-Meguin ....... 0

19

20

Franks. Maschinen ...... 6

<4.25

Kritzncr . . ...... 11

125

122

18,5

-

-

Iunghans. ........ 4

87

87

Lechroerke. ...... 8

Mainkrastwerke ....... 8

117

Miag ...... 10

-

-

139.5

139,5

Nelarsulmer ........ 8

33

32.75

-

108.5

Gcbr. Roeder ....... 10

126,75

Boigt & Haesfner ...... 8

216

-

216.25

Südd. Zucker .......8

147

-

143,25

11. Oktober

12. Oktob r

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Briet

Geld

1 Briet

Amst.-Rott.

168,29

168,63

168,23

168,57

Buen.-Aireö

1, <65

1,769

1.764

1,768

Brss.-Ankw.

58,35

58,47

u8,34

08,4b

Christiania.

111,93

112,15

111.89

112,11

Kopenhagen

111,99

112,21

111,95

112,17

Stockholm .

112,27

112.49

112,25

11:.47

HelsingforS.

Italien . . .

10,566

21,975

10,586

22.015

10,563

31,98

10,583

22,02

London. . .

20,337

20,341

20,358

20,398

Neuyork . .

1,1975

4,2055

4,19<5

4,4055

TariS....

16,39

16,43

16,385

16.425

Schwei» . .

»0,77

80,93

>0.77

80,93

Spanien. .

67 95

68.09

67.89

68,03

Japan . . .

1,923

1.927

1,923

1,9-7

sllio de Jan. Wien in D-.

1.5015

0.5035

59,135

0.5015

0,5035

69,13

Lest, abgest.

'9,115

59,00

Prag ....

12,436

12,456

12,437

12,457

Belgrad . .

7,376

7,390

7,370

7,384

Budapest. .

Bulgarien .

73,19

3,037

73,33

3,043

73,18

3,034

73,32

3,040

Liffabon .

18,88

18,92

18,88

18,92

Danzig. . . Äoiflantüt

81,40

81,56

81,37

81,53

2,150

2,156

2,150

2,154

Athen. . .

1.425

5,435

6,425

5,435

Lanada .

4.196

4,198

4,196

4,204

llrayuat). .

4,266

20.885

4,274

4,266

4,274

Lairs - -

20.925

20,875

20.915

Berlm, 11. Oktober

Geld

Brtet

Amerikanische Note* ..... Belgische Noten .......

4,179 |

58,18

4,199

68,42

Dänische Noten ........

111,73

112,17

Englische Noten........

20.335

20.415