Wirtschaft.
Ernievorschuß durch den Handel.
Die Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt hat der -Zentrale der Getreide-Kreditbanken einen Sonderkredit zur Verfügung gestellt, um eine Bevorschussung der Getreideernte durch den Handel zu fördern. Die Einzelheiten des Vorgangs bei der Erntefinanzierung durch den Handel sind folgende: Der Kredit wird durch Einreichung von Wechseln gewährt, welche von einem Händler ausgestellt und auf einen Landwirt gezogen sind. Die Wechsel müssen bei der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt domiziliert sein, das Giro einer der der -Zentrale der Getreide-Kreditbanken angeschlossenen Gesellschaften tragen und eine Laufzeit von nicht unter drei Monaten haben. Prolongationen sind im Einzelfalle mit der Maßgabe zulässig, daß die gesamten Wechselverpflichtungen spätestens bis zum 1. Juli 1929 abgedeckt sein müssen. Die eingereichten Wechsel werden mit den angeschlossenen Gesellschaften zum Satz von 7.5 Prozent abgerechnet. Die Provision ist hiernach zu bemessen, dah der Landwirt das Geld zum Höchstsatz von 9,25 erhält. Jedem Wechsel mutz ein Getreidelombardgeschäft zu Grunde liegen. Sn welche Rechtsform das Lombardgeschäft gekleidet wird, bleibt dem Händler überlassen: die Sicherungsübereignung wird als am zweckmäßigsten angesehen. Daß ein Lombardgeschäft dem Wechsel zu Grunde liegt, muß der Getreidehändler der Getreide-Kreditbank durch Einreichung der Unterlagen nachweisen. Die Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt' verlangt ferner, daß bei jedem derartigen Lombardgeschäft der Landwirt einen erheblichen Teil, etwa ein Drittel der betreffenden, im übrigen zu lombardierenden Getreideart verkauft. Ruch hierüber muß der Rachweis gesühct werden. Bei der Einreichung der Wechsel ist in dem Begleitschreiben ausdrücklich anzugeben, daß den Wechseln rechtsgültige Lombardwechsel zu Grunde liegen, und daß der Landwirt das Derkaufsgeschäft getätigt hat. Die Getreide-Kreditbank muh eine gleiche Erklärung der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt bei Weitergabe der Wechsel abgeben. Die Möglichkeit, derartige Wechsel der Rentenbank-Kreditanstalt vorzulegen, besteht seit den ersten Tagen dieses Monats.
Oie Reichsbank Anfang Oktober.
Dach dem Ausweis der Reichsbank vom 6. Oktober hat die gesamte Kapitalanlage der Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Ekelten um 272,9 Millionen auf 2512 Millionen Mark abgenommen: im einzelnen hat sich der Bestand an Wechseln und Schecks um 230,3 Millionen auf 2345,8 Millionen Mark und der Lombard bestand um 42,4 Millionen auf 59,2 Millionen Mark verringert. Die Anlage in Effekten weist mit 93,5 Millionen eine Verringerung um 0,3 Millionen Mark auf.
An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 266,3 Millionen Mark in die Kassen der Bank zurückgeflossen, und zwar hat der Umlauf an Reichsbanknoten um 238,1 Millionen aus 4592,1 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 28,3 Millionen auf 542 Millionen Mark ab genommen. Dementsprechend und unter Berücksichtigung, dah in der Berichts- Woche 7,4 Millionen Mark an Rentenbankscheinen getilgt worden sind, hat sich der Bestand der Reichsbank an Rentenbankscheinen aus 27,1 Millionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 511,3 Millionen eine Zunahme um 8,2 Millionen Mark.
Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen insgesamt haben um 62,7 Millionen auf 2639 Millionen Mark zugenommen. Sm einzelnen sind die Goldbestände mit 2487,1 Millionen Mark, die Bestände an deckungs- fähigen Devisen mit 151,9 Millionen Mark ausgewiesen. Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 49,6 Prozent in der Vorwoche auf 54,2 Prozent, die durch Gold und deckungsfähige Devisen von 53,3 Prozent aus 57,5 Prozent.
*
• Der Pass agier- und Frachtverkehr der deutschen Seehäfen. Rach amtlichen Statistiken wies Hamburg auch für 1927 den stärksten Passagier- und Frachtverkehr unter den deutschen Seehäfen auf. Der seewärtige Güterverkehr betrug über 25 Millionen Tonnen, b- h. das Fünffache der in Bremen umgeschlagenen Güter und rund 53 Prozent des gesamten deutschen Güterverkehrs über See. lieber Hamburg reisten 129 208 Passagiere nach Uebersee, wobei zu bemerken ist, daß die Personenbeförderung über Hamburg fast vollständig durch deutsche Schiffe erfolgt.
* Stand der Hackfrüchte und Futterpflanzen im Deutschen Reich zu Anfang Oktober. Nach den Ermittlungen des Statistischen Reichsamts ist unter dem Einfluß der vorherrschend trockenen Septemberwitterung die Ernte det Halmfrüchte allenthalben rasch zu Ende geführt worden. Für das Wachstum der Hackfrüchte und Futterpflanzen war das trockene Wetter jedoch im allgemeinen wenig günstig; insbesondere wurde die Entwicklung der Rüben durch die lange Trockenheit fast allenthalben gehemmt. Mit der Ernte der Kartoffeln ist überall begonnen worden. Ihr Ertrag wir auf leichten Böden als zufriedenstellend, auf besseren Böden als nahezu gut beurteilt. Mehrfach wird hier jedoch Zwiewuchs erwähnt. Die Grummeternte ist der Beschaffenheit nach durchweg gut, der Menge nach weniger befriedigend ausgefallen, lieber geringe Erträge wird namentlich aus Süd- und Älitteldeutschla'nd berichtet, wodurch sich die dort herrschende Futtekknappheit noch weiter verstärkt hat. Die Herbstbestellung ist bis jetzt infolge der schwierigen Bearbeitung des zumeist stark ausge- trockneten und verhärteten Bodens noch im Rückstände. Unter Zugrundelegung der Zahlennoten 2 = gut, 3 = mittel, 4 = gering, ergibt sich im Reichsdurchschnitt folgende Bewertung: Kartoffeln 2,9 (Vormonat 3,0), Zuckerrüben 3,3 (3,0), Runkelrüben 3,1 (3,0), Klee 3,3 (3,5), Luzerne 3,5 (3,5), Bewässerungswiesen 3,0 (3,1) andere Wiesen 3,4 (3,6).
* Daimler-Benz A. -G., Berlin- Stuttgart. Zu den verschiedenen Berichten über die Lage der Daimler-Benz A.-G. Berlin- Stuttgart teilt die Verwaltung der Gesellschaft folgendes mit: Die Umsätze in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres haben die der entsprechenden Vorjahrsperiode übertroffen. Der derzeitige Auftragsbestand sichert den Werken Beschäftigung für etwa zwei Monate. Die zur Verbesserung des Maschinenparks und Verbreiterung der Auslandorganisation eingegangenen Schulden betragen rund 7 Mill. Mk. und verteilen sich auf die zehn Danken der Gesellschaft. Daneben bestehen Lieferantenschulden, die, wie üblich, einem etwa dreimonatigen Materialbezuge entsprechen. Die günstige Fortentwickelung des Auslondgeschäftes bietet einen gewissen Ausgleich zu dem um diese Sahreszeit, insbesondere aber vor der Automobilausstellung stets abflauenden inländischen Absatz, der auch in diesem Sahre wieder zu einer mäßigen Arbeitszeitverkürzung geführt hat. Von der bevorstehenden Berliner Ausstellung darf, wie früher, eine Belebung des Geschäftes erwartet werden, nachdem auf tert in Gang befindlichen Ausstellungen m Paris und London die Fabrikate der Gesellschaft wieder große Beachtung gefunden haben. Sns- besondere der nach eigenen Pcftenten der Firma hergestellte Rohölmotor, sowie der bereits in serienmäßiger Fabrikation befindliche 8-Zhlinder- Personenwagen von 18/80 P. 8. scheinen gute Aussichten zu versprechen.
* Rheinisch-Westfälisches Elektri- zitätswerk A.-G., Essen. Die Aufsichts- ratssihung der Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk A.-G. schlägt der auf den 5. Rovember nach Essen einzuberufenden G.-V. wiederum die Verteilung einer Dividende von 9 Proz. auf das inzwischen von 150 auf 155 Mill. Mark erhöhte Aktienkapital vor. Weiterhin soll die G.-V. über die Erhöhung des Grundkapitals von 155 Mill. Mark um 26 Mill. Mark auf 181 Mill. Mark beschließen. Hiervon sollen 25 Mill. Inhaber- aktien und 1 Mill. Rarnensaktien, deren Liebertragung an die Genehmigung der Gesellschaft gebunden ist, sein. Das gesetzliche Dezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen. Die Erhöhung ist notwendig geworden, wegen der Ausstattung der 20-Mill.°Dvllar-Anleihe mit einem Optionsrecht, sowie zur Durchführung beab ichtigter Angliederungen. Das Verhältnis des Aktienkapitals zu den Anl.issen wird nach erfolgter Kapi alcrhöhung wiederum 1:1 sein. Lieber die abgegebene Strommenge wird berichtet, dah die Gesellschaft einschließlich schon früher angeschlossener Linterneh- mungen 1 448 499 848 Kilowattstunden gegenüber 1246 315 232 Kilowattstunden i.D. nutzbar abgegeben hat. Die Abgaben aller RWE.-Unter- nehmungen, einschließlich der MehrheitSbesih- unternehmungen betrugen rund 2,1 Milliarden Kilowattstunden, womit der Konzern an der Spitze in Deutschland steht und überhaupt erstmalig die Ziffer von 2 Milliarden von einem deuftchen Linternehmen überschritten wurde. Die aufsteigende Entwickelung der Elektrizitätsabgabe hält weiter an.
* Die Dormagener Kunstseiden- f a b r i t der J.-G. In diesen Tagen wurde die neue Kunstseidefabrik der I.-G.-Farbenindustrie in Dormagen in Betrieb genommen. Es handelt sich um eine Vergrößerung der bereits bestehenden Anlage, die täglich 2000 Kilogramm nach dem Kupfer- Ammoniak-Verfahren der I.-P.-Bemberg-A.-G. in Barmen herstellt. Die Produktion der neuen An
lage beträgt bis zü 3000 Kilogramm, so daß mit diesem Neubau in Dormagen 5000 Kilogramm Kupferseide täglich erzeugt werden können. Die Fabrik arbeitet in engster Fühlung mit der Bem- berg-A.-G., die auch den Vertrieb der Seide übernommen hat.
Frankfurter Börse.
Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers".
Frankfurt a. M., 10. Okt. Tendenz: schwächer. — Linker dem anhaltenden Druck des starken Ordermangels war die Haltung bei Eröffnung der heutigen Börse unsicher und schwächer. Eine stcräe Verstimmung ging von dem Kursrückgang &er Harpeneraktie aus, die auf hartnäckige Gerüchte von einem wahrscheinlichen Dividendeausfall in größeren Posten angeboten waren und 6,25 Prozent niedriger eröffneten. Rach der ersten Kursfestsetzung hielt das Angebot an, und der Kurs ging erneut um 3 Prozent zurück, bis auf 138,5. Die Kulisse schritt daher auf den meisten anderen Märkten zu Abgaben, zumal auch der unsichere Verlauf der gestrigen Reu- Yorker Börse keine Anregung bieten konnte. Der Reichsbankausweis mit ferner befriedigenden Entlastung wurde bei der herrschenden Lustlosigkeit nur wenig beachtet. Stärker angeboten lagen namentlich die Elektrowerte, von denen AEG. 2,5, Geffürel 3, Schuckert 3,75 und Siemens 2 Proz. einbüßten. Rur Licht und Kraft konnten auf einige Schweizer Käuie weitere 2,25 Proz. anziehen. Lin ter erheblichem Kursdruck standen Deutsche Linoleum, die 7 Proz. verloren. Am Montanmarkt gaben außer Harpener noch Mannesmann 2,5 und Rheinstahl 1,5 Proz. nach, während sich Gelsenkirchen behaupten konnten. Am Chemiemarkt eröffneten S.-G.-Farben 1,5 Prozent schwächer, Scheideanstalt etwa 1 Proz. getyrüdt. Am Markte der Autoaktien verloren Daimler trotz der Reuregelung hinsichtlich des Schapiro-Paktes 2 Proz.. Adler'-erke knapp behauptet. Durch mcrlliche K rsrückgänge fielen auf Danatbank mit minus 3^8, West.regeln mit minus 3, Zellstoff Waldhvf, die 23/i Proz. nachgaben. Deutsche Anleihen lagen weiter schwach. Ausländische Renten fast geschäftslos. Sm Verlaufe blieb die Tendenz schwach, und bei kleinsten Llmsähen gaben die Kurse meist weitere 1 bis 2 Prozent nach. Stärker abgeschwächt waren Kaliindustrie, die 3 bis 4 Prozent verloren, ferner Siemens mit minus 3,5 Prozent und Rheinstahl mit minus 2,5 Prozent. Harpener nannte man mit etwa 139,5 Prozent. Am Tagesgeldmaickt trat heute stärkere Rachfrage hervor, so daß der Sah sich auf 6,5 Prozent erhöhte. Am Devisenmarkt war die Mark leicht erhöht. Man nannte: Mark gegen Dollar 4,2016, gegen Pfund 20,383, gegen London Kabel 4,8510, gegen Paris 124,20, gegen Mailand 92,57, gegen Madrid 29,92, gegen Holland 12,0990.
Berliner Börse.
Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers".
Berlin, 10. Oktober. Für die heutige Börse lagen besondere Anregungen nicht vor. Der Reichsbankausweis per 6. d. M., der eine Entspannung an Wechseln um 230 Millionen und an Lombard um 42 Millionen brachte, dessen Notenbestände um 238 Millionen abgenommen und dessen Deckung beeinflußt haben, die weitere starke Geldzunahme um 90 Millionen bei einer Devisenabnahme von 27 Millionen sich um 4 bis 5 v. H. gebessert hat, konnte ebenfalls keinen Einfluß auf die Tendenz gewinnen. Die Eröffnung lag bei stillem Geschäft für die meisten Papiere behauptet. Die feste Haltung einiger Svezialwerte (Polyphon, Licht L- Kraft und Salzdetfurth) konnte nicht verhindern, daß anderseits auch starke Rückgänge eintraten. Besondere Beachtung fand der erneute Rückgang der Harpener Aktie, auf die bisher allerdings unbestätigten Gerüchte eines Dividendeausfalles; Harpener verloren 5 v. H. Die Kaliwerte lagen, mit Ausnahme von Salzdetfurth und Kaliindustrie, trotz der günstigen Versionen betreffs des Bezugsrechtes mehrere Prozent schwächer. Deutsche Linoleum und Berliner Handelsgesellschaft verloren 4 bis 5 v. H. Orenstein waren verhältnismäßig stark gedrückt, Mannesmann bis auf 128 v. H. nachgebend, da man wissen wollte, dah zu der heutigen ersten Bezugsrechtnotiz stärkeres Angebot vorlag. Deutsche Anleihen verhältnismäßig wider- standsfähig. Ausländer ruhig. Bosnier 0,75 v.H. höher. Pfandbriefmarkt still, aber eher angeboten. Der Geldmarkt war unverändert. Tägliches Geld 5 bis 7 v. H., Monatsgeld 8 bis 9 v. H., Warenwechsel etwa 6,88 v.H. Im Verlaufe ging bas Kursniveau einheitlich um mehrere Prozent zurück. Der weitere Rückgang bei Harpener, ein Baissevorstoß in Oxen- stein, ein 6-v. H. Verlust bei Polyphon, ein 7-v. H. der Salzdetfurthaktien verstimmten allgemein stärker, zumal die wenigen Orders, die Vorgelegen hatten, zur Ausführung gekommen waren und nun die Spekulation unter sich war. Es war nicht | schwer, bei der geringen Umsatztätigkeit die Kurse um mehrere Prozent herunterzusprechen.
Fr ankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 10. Okt. Auch an der heutigen Produktenbörse war das Geschäft sehr klein. Die schwächeren Auslandnotierungen mahnten allgemein zur Zurückhaltung, so daß die Urn- sätze keinen größeren Umfang annahmen. Rur am Futtermittellnarkt bestand für Weizen- und Rvggenlleie bei gut behaupteten Rotierungen etwas mehr Interesse. Mais für Futterzwecke war ebenfalls wenig gefragt, bei dem nur Abschlüsse zu ermäßigtem Preise zustande kamen. Auch sonst.'nahm das Angebot einen größeren Umfang an. Besonders Brotgetreide war stärker angeboten, so daß im Zusammenhang damit auch das Mehlgrschäft merklich nachgelassen hat. Cs wurden notiert: Weizen 24 bis 23,19, Roggen 23 bis 23,25, Sommergerste für Brauzwecke 25,50, Hafer, inländischer 23,25 bis 23,50, Mais (gelb) für andere Zwecke 21,75, Weizenmehl, süddeutsches Seziai 0 34 bis 34,50, Roggenmehl 31,25 bis 31,75, Weizenkleie 14,50, Roggenkleie 14,75 bis 15. Tendenz: ruhig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 9.Oktober. Nach der gestrigen scharfen Aufwärtsbewegung zeigte die Produktenbörse heute etwas ruhigere Haltung. Namenllich am Lieferungsmarkte gaben die Notierungen für Brotgetreide unter dem Eindruck der schwächeren Meldungen von Uebersee und aus Liverpool in den späteren Sichten um 1,25 bis 2 Mark nach. Die Oktobernotierung für Weizen konnte sich verhältnismäßig behaupten; Oktooerroggen lag sogar urn^- 0,50 Mark fester, da hier einige Deckungsnachfrage bestand. Die Eigner sind auf dem erhöhten Preisniveau eher zu Verkäufen bereit. Die Forderungen waren unverändert. Das Mehlgeschäft liegt ruhig; für Weizenmehl zeigte sich gestern nachmittag etwas bessere Frage. Für Hafer ist das Jnland- angebot nach wie vor klein, doch bekundet der Konsum hier, angesichts der hoben Forderungen, einige Zurückhaltung. Gersten oei ruhigem Geschäft in unveränderter Marktlage. __.
Rundfunkprogramm
des Frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Donnerstag, 11. Oktober.
6,30: Morgengymnastik. 13 bis 14: Von Stuft* gart: Mittagskonzert. 15,05 bis 15,35: Stunde der Jugend. 15,55 bis 16,05: Hausfrauendienst, unter Leitung von Fini Pfannes. 16,35 bis 18,05: Von Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18,10 bis 18,30: Lesestunde. 18,30 bis 18,45: Fünfzehn Minuten Ratschläge für den Gartenfreund: „Tee und Gewürze aus eigenem Garten", Vortrag von Garteningenieur Karl Hinze. 18,45 bis 19,15: Von Kassel: „Stadtbaukunst von heute, 2. Teil", Vortrag von Professor Sautter. 19,15 bis 19,45: Esperanto-Unterricht, erteilt von W. Wischhoff. 20,15: Hokuspokus. Komödie von Kurt Götz. 22: Vortragsstunde Willy Buschhvff, Berlin. Anschließend: Von Kassel: Konzert des Stadttheater- Quartetts.
Freitag, 12. Oktober.
6,30: Morgenghmnasttk. 13 bis 14: Schall- platten-Konzert: Buntes Programm. 15,05 bis 15,35: Stunde der Jugend. 15,55 bis 16,05: Hausfrauendienst, unter Leitung von Fini Pfannes. 16,35 bis 17,35: Hausfrauen-Rachmittag: „Herbstund Wintermoden", Vortrag von Emmy Ficus. 17,35 bis 18,05: Von Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18,10 bis IV,30: Lesestunde. 19 bis 19,30: Stunde des Südwestdeutschen Radio- Klubs: „Reue Empfangsgeräte auf der Deutschen! Funkausstellung", Vortrag von Ingenieur E. Becker. 19,30 bis 19,50: Zwanzig Minuten Fortschritt in Wissenschaft und Technik. 20: Rach Stuttgart: Sinfonie-Konzert der Museumsgesellschaft. Anfchließend: Don Kassel: Walzer-Abend.
Samstag, 13. Oktober.
6,30: Morgengymnastik. 14,35 bis 15,35: Stunde der Jugend. 15,55 bis 16,05: Hausfrauendienst, unter Leitung von Fini Pfannes. 16,35 bis 18,05: Rach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18,05 bis 18,30: Der^Vriefkasten. 18,30 bis 19: Vortragszyklus der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.-Hanau: „Die neue Eisen- bahrwerkehrsordnung", Vortrag von Syndikus Flach. 19 bis 19,30: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Silben aufwärts). 19,30 bis 20: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: „Hebbel, Ibsen. Shaw, eine Linie sozialkritischer Dichtung", Vortrag von Alfred Auerbach. 20 bis 21: Von Stuttgart: Trio-Abend slawischer Musik. 21: Rach Stuttgart: Die neue Zeft. Anschließend bis 0,30: Tanzmusik.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angesührten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozen
L_________________________
Frankfurt a-M.
Berlin. 9 Oktober
Geld
Brief
Französische
Noten . . .
16,465
16,525
Schlich-
1-Uhr-
Schluß-
Anfang
Schlich-
1-Uhr»
Schluß-
Anfang
Schlich»
1-Uhr»
Schmfj-
Anfang
Holländische
Noten . . .
A «
168,13
168,81
Kurs
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Kurs
Kur«
Kurs
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Kur»
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Kurs
Kurs
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Kur»
Italienische Noten . . .
e 4
22.015 111,73
68,96
2,54 112,03 80,74
22.095
112,17
59,20
2,56
112,47
81,01
67,99
12,44
73.37
Datum
9 10.
10. 10.
9.10.
10. 10.
Datum: ]
9. 10.
10 io:
9. 10.
10.10.
Datum:
9. 10-
10. 10.
9. 10.
10. 10.
veorroegnaie Devtsch-Oesti
............ rr-.L ioo Kronen
6% Dl. «eichSanlelhe v. 1927 .
DL Anl^Ablüs^Schuld mit 8111fr
87,25
50.8
50,8
87.5
51
51
2LG.®...........8
Bergmann..... • • . 9
188
185,6
187.5
206.25
179
186,6
203.5
177.23
Philipp Holzmann......7
Heidelberger Gement . . . . 10
139
170
1 1 1
138
136,5
rnmnantiche Vtoten . . . Schwedische Noten . . . Schweizer Noten ....
• •
DeSgl. ohne AuSlof.-Rechte . . - 7% Frantz. Hyp.-Bl Goldpf. unkündbar bis 1932 ....
15,25
14,8
15,4
15
Licht und Kraft ..... U) Felten 6 Guilleaume. .... 6 Gef. f. Elektr. Untertu. ... 10
229,25 153.75
231.5
266
228.5
154.75
268.5
232.5
153.75
267.13
Wayß 4 Freitag......10
Schultheis Patzeuhoser ... 15
Ostwerke.........12
Ber. Glanzstotz ...... 18
138
137
331 292,25
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Spanische Noten .... Tschechoslowakische Noten Ungarische Noten . .
•»
12,38
73.07
V/i% Rheinische Hyp.-Bank Slau.- Goldpj. .....
—
—
Hamb. Elektr. Werke .... 10
Rhein. Elektr.........9
Schief. Elektr. ....... 10
—
149,4
161.5
148.6
160.75
—
666
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294
562
484
292
Devftenmartt Derlm
—Frankfurt 0. M.
Auszahlung.
eLG.®, abg. BorkriegfrObligation., rückrablbar 1938 . .
4% Schweiz. BundeSb^AnU. . - 4% Oelterretchiiche Goldrte.. . - 4,20% Oesterr. Silberrte.....
—
208
394,5
236 210.25 396.75
150
174,75
86,9 141,25
233 208.5 394.25
148
Zellstoff Waldhof ..... 12
Zellstoff Aschaffenburg ... 12
Charlottenburger Watz« ... 7
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Daimler Motoren ...... 0
—
291.25
Telegraphische
_
Schuckert ...... 8
Siemens L Halske ..... 12
211.25
396,5
214
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128.5
9. Oktober
10. Oktob r
3.45
—
32.5
3.4
Transradiv..... 8
Lahmeyer 6 Eo. .••••• 10
175
174.5
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84,5
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51.6
120,25
194.25
86
60,5
120.6
Amtliche Notierung
Geld 1 Briet
Amtliche Notierung Geld | Bries
4% Oesterreich, einheill. Rte. . .
4% Ungarische Goldrte......
4% Ungarische StaatSr. v. 1910 .
I
27,5
27,6
Buderus..........5 -
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—
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Demag ...... . ... 0
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119,6
Amst^Rott-
168,41
1,766
168,78 1,770 58,49
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—
—
—
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Essener Steinkohle......8
125
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257
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—
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127,5
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11.1
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Mag. .......... 10
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32
HO
138
Spanien • .
Japan .. . Nto de Aan. Wien in Du.
67 89
1.922
3.5015
68.03
1,926
0,6035
68,00
1,920
0.5015
68,14 1,».'4 0,5035
150.75
—
151.13
150.9
—
—
Gebe. Roeder ...... IC
127
—
—
Deft abfleft
•*9,08
59,20
59,025
09,145
Ällg. Deutsche CredUanü. . . 10
141.5
138
142,9
138
Bereinigte «slayuv. • •••-<> Otavi Minen ..... .1 sh
54
96 54.13
96
64
Boigt 4 Haeffna ...... 8
Slldd. Zucker........8
216
148
147,75
216,25
214
Prag ... Belgrad . .
12,46
7,380
12,47 7,394
12,439
7,376
12,459 7,390
Berliner HandelSgefellsch. . . 12
Commerz- und Privat-Banl. 11
DarmsL u. Nationalbank . . 12
188.25
294
296.75
188
230.9
300,5 188.25 293.75
296
188
292.75
»all Ltzchersieoen ..... 291,70
Saks Westeregeln...... 10 293
Kaliwerk Salgdetfurch ... 15 <80
290
293 292.75 481,5
290
483
Ban
knoten.
Budapest. . Bulgarien. Lissabon .
73,25
3,030
18,88
73,39 3.036 18,92
73,19
3,030
18,88
73,33
8,036
18,92
Deutzche Bank......10
Dislonto-Geleltzchast Ank.. . IC
Dresdner Bank .....11
Mitteldeutsche EeedtÜuw! ... 8
170
168,5
170
163.5
169,5 1'3
I. ®. Farbei>IndustrW ... 12
461
259,5
260.9
122
260
Danzig. . . .Ronßantta.
81,40
81,56
2,162
81.37
2,153
81,53
2,157
163,5
Berlin. 9. Oktober
chelv
tönet
2,158
171
169.5
171
160.5
—
211,5
Amerikanische V total .....
4,183
58,28
4,203
Athen. . .
5,425
5,435
5,425
6,435
—
215
213
103.5
103,25
103,21 103
Belpifche Noten . .......
58,62
Tanado .
4,200
4,208
4,196
4,204
187
136,5
137
136.75
300
Rütgerswerke .*••••••<
Metallgesellschaft. ..... U
104
190
103,5
104,25
Tvrntfrfir 9?rrtm . . . , t t f
111,80
20.34
112,24
-'0,42
llrncmay. .
4,266
4,274
4,266
4,274
........11
300
302,5
Englische 9totm.
Lntrv . . .
20.892
| 20.932
1 20.88
20.93


