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stattrmg des Studiengebäudcs nicht nur die ver­schiedener. Zweige der Wissenschaft. Industrie und Technik großzügig und opferfreudig beteiligten, und erinnerte an die reichen Barstiftungen der Banken, der Farben., Kohlen- und Eisenindustrie, der Ekel- trotechnik, der Brauindustrie, die nicht geringen Stiftungen des Auslandes. Selbst für di« Bücher- sammlungen lägen bereits wertvolle Bücherspenden von über zehntausend Bänden, teils wertvolle Zu- sagen der Mehrzahl der deutschen Verleger, vor. Endlich haben Herr und Frau Krupp von Bohlen und Halbach ein Kapital zur Ver­fügung gestellt, aus besten Zinsen alljährlich^ wert­volle Lehrbücher an eine größere Zahl von Studie­renden und Arbeiter verschenkt werden können. Der Minister sprach allen, die um das neue Studien- gebäude und dessen Ausstattung sich bemüht und Verdienste erworben haben. Dank und Anerkennung aus und gab sodann bekannt, daß auch in diesem Jahr der M u s e u m s r i n g in Gold an zwanzig und in Silber mit Goldplattc an siebzehn besonders verdiente Persönlichkeiten von der bayrischen Staatsregierung verliehen werden könne, und zwar in Gold u. a. an Reichspräsidenten o. Hinden - b ur g als 'Repräsentanten des deutschen Volkes, Reichstagspräsident Lobe, 'Reichsminister Schätzl. Neichsministcr a. D. Dr. Köhler, den Chef der Marineleitung, Admiral Zenker, Reikbsbank- präsidenten Dr. Schacht, Generaldirektor Dr. ing. Vögler (Dortmund), Frau Berta Krupp v. Bohlen und Halbach, sowie Frau Ge- heimrat D u i s b e r g (Leverkusen). Dr. Golden- b e r g e r beglückwünschte die mit dem Museums- ring Deliehenen herzlich zu diesem Ehrenzeichen und sprach zum Schluß noch den Wunsch aus, daß, mit- über der Ausführung des Sammlungsbaues auch über jener des Studien- und Dibliothekbaues glückliche Sterne malten mögen.

Nunmehr führte

Reichspräsident v. Hindenburg

mit folgenden Worten die ersten Hammer- schlage auf den Stein:

Deutscher Arbeit, deutschem Aufstieg und deut­scher Zukunft diene dieser Dau! Alles Streben und Schaffen, das hier geleistet wird, möge geleitet sein von dem Gedanken: Alles fürs Vaterland!"

Es folgten der bayrische Ministerpräsident Dr. Held, Reichsminister des Innern Severing, Kultusminister Goldenberger und als letzter Oskar u. Miller. Mit der Nationalhymne endete die überwältigende Feier. Der Reichspräsident war bei seiner Abfahrt Gegenstand begeisterter Huldi- gungen.

Rede Hindenburgs beim Festbankett.

Heute nachmittag hatten die Reichsregie-- tunfl und di.c bayrische Staatsregic- runfl an bic Ehrengäste der Grundsteinlegung zum Dtudienbau bes Deutschen Museums Ein­ladungen zu einem Festbankett im Ma ri­nn lianeum ergehen lassen. Während des Fest­banketts nahm

Reichspräsident v. Hindenburg

das Wort zu einer Ansprache, in der er u. a. aussührte:

Es ist mir eine besondere Freude, so Diele bedeutende Männer der deutscheir Wissenschaft, so zahlreiche Führer der deutschen Wirtschaft zusammen mit den Vertretern der Reichs- und bayrischen Landesregierung als gemeinsame Gäste des Reichs und des Lande- Bayern hier be­grüben zu dürfen und mit diesen Grüßen zu­gleich den Dank zu verbinden für die große, -ta-tl xäf tige Atif e , die Sie alle dem neuen .Unternehmen, desten Grundstein wir heute legten, heleistet haben. In ganz besonderem Maße aber mit auch heute wieder unser Dank dem Manne Vor in zäher Lebensarbeit, mit genialem Blick und in nie erlahmendem Eifer das große Werk des Deutscheir Museums geschaffen hat und ver­waltet, Oskar v. Miller.

Der heute begonnene neue Studienbau, der der Forschungstätigkeit wie der praktischen Ar­beit auf allen Gebieten der Aaturwisfenschaft und der Technik gewidmet ist, wird das stolze Werk des Deutschen Museums krönen und die W«hselwirtung zwischen der reinen und der an­gewandten Wissenschaft zum Segen deutscher Ar­beit mit immer neuen Kräften beleben und för­dern.

Durch gemein,ame Arbeit aller kreise der wirt­schaft und der Wissenschaft, durch vereinte tat­kräftige Hilfe des Reiches, des Landes Bayern und der Stabt München erstanden, wird dieser Bau ein Wahrzeichen der Eintracht deutschen wirkens im Streben nach wissenschaftlichem und technischem Fortschritt und nach Erreichung hoher kultureller Ziele sein.

Daß das Deutsche Museum und nun auch diese neue Studien- und Forschungsstätte in Bayern und in der schonen Stadt München seinen Sitz erhielt, ist kein Zusall, sondern wohlbcgründet. Bayern und München sind nicht nur vorbildlich auf d c m Gebiete der Ä u n ft, sondern auch von jeher mit besonderem Erfolg auf vielen Ge­bieten der Wissenschaft tätig. Die schöne alte Tradition gemeinsamer Pflege kultureller Dinge durch Regierung und Stabtoerroaltungcn, durch Wissenschaft und Wirtschaft ist hier auch in den schweren Stürmen der letzten Vergangenheit und in der Notzeit unseres Volkes nicht untergegangen. So haben das Reich und alle deutschen Länder gern und neidlos sich damit einverstanden erklärt und dahin gewirkt, den st atz en Ruhmestempel deut- fcher Wissenschaft und Stchntt, baw Deutsche Museum und als feine Ergänzung den heute begonnenen Sludienbau, in Bayerns f) a u p t ft a b t zu errichten Mögen von hier aus reiche Ströme fruchtbringenden Schassens ausgehen und möge diese Statte auch über die unmittelbaren wissenschaftlichen und technischen Zwecke hinaus eine einigende Wirkung auslösen für bas ganze deutsche Volk'*

Ministerpräsident Or. Heid

sprach sodann den Festgästen namens der bayeri jchen Staatsregierung herzlichen Willkornrnensgruß aus, insbesondere dem verehrungswürdigen Herrn Rcichspräs identen. Durch ihn bekunde, so er klärte Dr. Held, die ganze deutsche Nation ihr freundliches Interesse an dem großen weltumfassen­den Werk, zu dem heute zur endlichen Vollendung des Deutschen Museums der Grundstein gelegt wer den fei. Die hocherfreuliche Tatsache, daß

ganz Deutschland in allen seinen Stämmen und Staaten, in allen seinen Kcgtcruny-, wisten- schafls- und wirtschastvlreisen einig sei in warmherziger Opferbereit) chatt für dies,- deutsche Großtat,

Lin seltsames Fiasko im Völkerbund.

Kein Mut zum Reden. - Ringen um Ratssitze.

Genf. 4. Sept. (WTB.) Das Bureau der Dölkerbunbs-Berlainmlung. dem auch Reichskanzler Hermann Müller angehört, war heute nrttag 12 Uhr zu einer Sitzung zulanuneru- getreten, die sich ung.wvhn'.ich lange hin zog und erst kurz nach 15 Uhr zu Ende ging Heber das Ergebnes der Sitzung, die durch ihren Verzicht auf die Mittagspause in allen bisherigen Genier Tagungen einzig dasteht, und u. a. Briand nötigte, zahlreiche zum Frühstück ge» labenc ® ä ft e allein zu lassen, war von den Sitzungsteilnehmern nichts zu erfahren. Die außer- gewöhttl-.che Art dieser Sitzung hatte natürlich in den Wandelgängen des Böikerbundshauies zu den verschiedenartigsten Gerüchten Anlaß gegeben. Don unterrichteter Seife wurde kurz nach Schluß der Sitzung mi'.getetft, daß der Gegenstand der Beratungen fast ausschließlich der von D e u t s ch - land, England und Frankreich gestellte Antrag auf ausnahmsweise sofortige Zuerken­nung der Wiederwählbarkeit sür Spa­nien war Bei den Beratungen, die der Proze- durfragc sür die Weilerbehandlung dieses An­trages galten, hatten sich die vielfach erwarteten Schwierigkeiten eingestellt. Einige Mit­glieder des Bureaus wünschten die übliche Heber» Weisung des Antrages an den ersten Dersamm» lirngsausschuß, der die Rechts- und Derfassungs- fragen zu behandeln hat und der der Dollver­sammlung, wie üblich, einen Bericht über den Dorliegenben Antrag vorlegen sollte. Andere wollten auf eine Heberweilung an den ersten Dersammbmgsausschuß verzichten und direkt durch das Bureau einen ResolutivnSentwurf unterbrei­ten lassen. Rach dieser Entfchliehung würde die Versammlung sich nach erfolgter Wahl Spaniens als nicht ständiges Ratsmitglied sofort auch über des en Wiederwählbarkeit auszusprechen haben. Dicsc zwevte Auffassung wurde schließlich von dem Bureau zum Beschluß erhoben.

Sprachlose

Völkerbundsdelegierte.

Genf, 4. Sept. (WB.) Die dritte Boll- sihung der Bölkerbundsversamm- lung. in der heute nachmittag mit der Ge­neraldebatte über den Jahresbericht be­gonnen werden sollte, gestaltete sich sehr kurz, da sich

trotz längeren Warlcus kein Red­ner zum Wort meldete

und insolgedessen die Sitzung aus Mittwoch vor­mittag 1 ,11 il&r vertagt werden mußte.

Zu Beginn der Sitzung genehmigte die Der- sannillung die Demission des amerikanischen Mit­gliedes des Ständigen Internationalen Gerichts- Hoses im Haag, Moore, dessen Rücktrittsgesuch der Rat im Juni bereits genehmigt hatte. Die Ersatzwahl ist auf Samstag nachmittag angesetzt. Sic ist vom Rat und der Völkerbundsversamm­lung gleichzeitig, aber in getrennter Abstimmung vorzunehmen Vorher hatte der Präsident einen Bries der chinesischen Delegation ver- 'en. in der diese die sofortige Wiede r-

. h l Chinas in den Rat beantragt. Ehina äre. so heißt es in dem Schreiben, glücklich, enn auf der ersten Sette seines nationalen und demokratischen Regimes eine solche Kundgebung des Böllerbundes zu verzeichnen wäre.

Das Präsidialbureau der Völkerbundsoer- fammlung hat sich heute abend abermals mit dem Antrag auf ausnahmsweise sofortige Zuer­

kennung der Wiederwählbarkeit Spa­niens in den Völkerbundsrat befaßt. Di« Vera» lungen galten jedoch nur der Abänderung des Ent- schließungsentwurfs, der vom Generaliekretariat nach den heute mittag oufgestellten Richtlinien un­terbreitet worben war. Außerdem setzt« das Bureau die nächste Vollsitzung der Bundesversammlung endgültig auf Mittwochvormittag fest, nachdem ver­schieden« Delegationen sich zum Wort gemeldet haben.

Die Verschiebung des Beginns der Generaldebatte, die heute nachmittag zur Notwendigkeit geworden war und allgemein einen recht peinlichenEindruck hinterlassen hatte, war bereits heute vormittag ernstlich erwogen wor­ben. Anstelle der Doll Versammlung füllte der Rat eine Sitzung zur Behandlung des polnisch- l i t a u i j d) c n Konfliktes abhalten. Wolde­in a r a s ließ jedoch mitteilen, daß die Besprechun­gen mit den Mächten, von deren Haltung er feine Stellungnahme abhängig macht, noch nicht genü genb fortgeschritten seien. Der polnisch - litauische Streitfall dürfte aber noch in dieser Woche im Rat zur Behandlung kommen, da der Berichterstatter, der holländische Außenminister Bclaerts van B l o o k l a n b , mit den aus Ansang nächster Woche angesetzten Neuwahlen aus dem Rat ausscheidet.

Der Gen er Korrespondent des .Daily Tele­graph" schreibt zur Vertagung ter General­debatte über den Jahresbericht teS VöllerbandeS mangels Wortmeldungen. Da haben nun 50 Staaten Delegiert« aus den vier Ecken der Welt nach Genf entsandt, aber im Augenblick, wo es darum geht, die Arbeit des Völkerbundes zu erörtern, die Fragen von der­artig internationalem Interesse umfaßt, da scheint

nicht ein Mitglied einer Delegation Öen Mut »u haben, seine Ansicht auszubrücken.

Daß das ein Gefühl der D e r b l ü f f u n g in den Wandclgängen des Sekretariats ausgelost hat. ist kein Wunder. DoS Blatt bezeichnet selbst den Vorfall in einer Heberschrist als .Seltsames Fiasko".

Spanien soll beftiedigi werden.

Genf, 4. Sept. (WTB.) Heber dos weitere Vorgehen bei ter Behandlung des Antrages aus Anerkennung der sofortig en Wieder- wählbarkeit Spaniens verlautet, daß das Präsidialbureau nach den langwierigen Beratun­gen des heutigen Tages den Antrag Deutschlands. Englands und Frank­reichs kich zu eigen macht und der Bundes­versammlung einen entsvreche-.tea Entschließungs- enttourf vorlcgen wird. Die Formulierung die­ses Entwurfes wurde fertiggestellt und wird in einer ter nächsten Bollsitzungen der Bundes­versammlung zur Debatte gestellt. Man nimmt an, daß dabet hauptsächlich von feiten Hol­lands, dessen Ratsmandat demnächst ab­läuft, den Bedenken Ausdruck gegebe.i teer­ten wird, die bei den kleinen Staaten gegen ten Antrag geltend gemacht werten

Ein Telegramm Gttesemanns.

Genf. 4. Sept. (WB.) Reichsminisber des Aeuhern Dr Stresemann hat telegraphisch für das an ihn im Auftrage teS Präsidenten der Bundesversammlung gerichtete Begrüßungstele- granrm gedankt und der Hoffnung darin Ausdruck gegeben, daß er an ter nächsten Tagung wieder teilnehmen farm.

sei ein herzerhebender Trost und eröffne einen hoff­nungsfrohen Ausblick au, die nicht minder bebeu- iungsoolle Einigkeit bes ganzen deutschen Volkes in den Angelegenheiten seines Reiches und der fei­ner Größe und seinem Wohl in edlem Wettstreit dienenden deutschen Länder Der Ministerpräsident dankte dem Herrn Reichspräsidenten für die warmen Worte der Anerkennung der Mission Bayerns für die Entwicklung von Kunst, Wissenschaft und Tech­nik. die für Bayerns Volk ein neuer Ansporn sei, im Sinne seiner Mission weiterzuschasfen und zu gestalten zu feinem eigenen Glück und des Reiches Ehre und Wohlfahrt. Mit Worten herzlichen Dankes gedachte der Ministerpräsident aller derer, die den feierlichen Akt der Grundsteinlegung ermöglichten. Einheit und Einigkeit des deutschen Volkes im Willen zur glückhaften Tat, das fei die Parole." Dem Herrn Reichspräsidenten als dem Repräsentan- ten des deutschen Volkes und der durch ihn ge­gebenen Verkörperung des deutschen Tatwillens weihte der Ministerpräsident sein Glas.

ReichSbankprösident Or. Schacht

führte in sein« Ansprache u. a. auS: In einem nie erwarteten Hmfang nimmt bi? deutsche Ju­gend und gerate die Jugend ter breitesten Massen des deutschen Dolles an ten technischen Errungenschalten unserer Zeit geistigen u-.d see­lischen Anteil. Es ist wie eine Art uemen fried­lichen Rationalstolzes da- Drwuzllein über unS gelommen, m welchem Umfange Deutschland zum luItureUcn und zivilisatorischen Fortschritt der Menschheit teig.tragen hat und noch dazu Bei­trägt. Wer von Versailles oder Genf in die Hallen des Deutschen Museums tritt, dem wird es mit Händen greiflich, daß 'Flugzeug oder Radio mehr für die Annäherung und Verstän­digung unter Den Völkern leisten als alle Staatsv«rträg und Völlerbundsrefolutionen je vermögen.

Daß an Öen geistigen Großtaten unser deutsche» Volk im internationalen Wettstreit einen führen­den Anteil nimmt, erfüllt uns mit dem festen Glauben an die weitere gedeihliche Ankunft un­sere» deutschen voterlande».

Wir müssen und bür len die Hoffnung auS- sprechen. bah es auch möglich fein wird, das in Angriff genommene Wer! materiell ohne Stocken xur Durchführung zu bringen; benn wir wissen, bah bic beträchtlichen Mittel, bic zu einem sol­chen Ausbau notwendig find, ten höchsten Zins im volkswirtschaftlichen Sinne tr . grn werden, den man nur je von einer Kapital sanlage er­warten bart.

Oer Abschluß des Festtages.

Mit einem Festabend im Prinzregenten» tt.ru r fand derTKukiumJcfttaq einen glanz­vollen Abschluß Reichspräsident v. H i n » b e n b u t a ter bei ter Aöfr.brt vom Hauke des Tlttntftert r31 Denier, in den Zukahrtsftrasten nun

Theater und vor dem Theater selbst abermals lebhaft begrüßt wurde, wohnte dem Festabend mi-t Ministerpräfitev« Dr. Held. Staatssekretär Dr. Meißner und fernem Sohn. Major von Hindenburg, bei Zu Beginn des Abends gab Exzellenz v. Miller in ferner gewoh >ten lebendigen, uv gezwungenen Art einen Heberblick über das Werden des Projektes des Studienbaues und di? mit dem Dau ver­folgten Ziele. Hntcr te.n lebhaften Beifall tes erlesenen Zuhörerkreises schloß der Redner: .Der Grundstein ist gelegt, nun kommt die gemeinsame Arbei t!" Rach einer Teepause fand ter Festabend seinen Abschluß mi-t ter Ur­aufführung eines Festspieles von Dr. Mar Halbe .Meister Jörg Michel und seine Ge­sellen". das mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde.

Rach dem Festabend begab sich Reichspräsident von Hindenburg zum Hauvtbahnhof. Dort hatten sich u. a. Staatssekretär Frank von ter Gruppenverwaltung Bayern ter DeutschenReichS- bohncrcsellfchaft. ferner ter Polizeipräsident, Der bayerische Landestommandant und der Stadtkom­mandant von München cingefunten. Minister- Präsident Dr. Held und Innenminister Stüh« l. ter Vertreter ter Reichsregterung in München. Gesandter Haniel v. Hainhausen, und der bayerische Gesandte in Berlin. Dr Preger. so­wie Crzellmz Oskar v. M i l le r halten dem Reichspräsidenten das Geleit zum Bahnchot ge­geben. Der Reichspräsident zog sich nach Herz- llcher Verabschiedung in feinen Salonwagen zurück, der ten fahrplanmäßigen D-ßug ange­hängt wurde. Hm 23 Hhr erfolgte die Abfahrt nach Berlin.

Rücktritt des bulgarischen Kabinetts.

Sofia, 4.6ept. (SB.) Da Ministerpräsident Ltaptf che w die unverzüaliche Umbildung des Kabinetts unter Ausschluß bes Krieg». Ministers Wolkow entschieden oerweiaerte, er­klärten bic Minister Burow. Ehristow und Boboschewfk' ihren Rücktritt. Minister. Präsident Liaptschcw bat daraus die Demission de.- (Bcfamtfa binette eingereicht.

Auslandsreise Tschitscherins.

Moskau. 4. Sept. (WTB Funkspruch.- Der StaaiSkommittar für auswär ige Angelegenheiten, Tschitscherin, ist mit cmem dre.monatigen Hrlaub zur Kur ins Ausland obgeretst

Rückttitt Lord Birkenheads.

London 5. Sept. (DTB Funksaruch.) Der diplomntiick-« 'Berichter lat er des ^aiU> ÖIToir bericht, l Te. S taatssekretär für In­dien Lord Birkenhead bat tekchlotter,

seine politische Laufbahn endgültig aufzugeben, um wichtige Stellungen in der Geschäfts- und Finanzwelt einzunehmen. In gut- un»errichteten Kreisen verlautet, daß Lord Bir­kenhead ten Premierminister ersucht habe be­reits im Rovember zurücklreten zu dürfen.

Kellogg auf der Heimfahrt.

Paris, 5. Sept. (WTB. Funkspruch.) Staats­sekretär Kellogg ist gestern mit dem Kreuzer .Detroit" von Irland tommenb in Ehcrbvurg eingetroffen und hat an Bord des Dampfers .Leviathan" die Rückreise nach den Ber­einigten Staaten angetreten.

Aus aller Welt.

Tic ersten Probefahrten desGrafen Zeppelin" Mitte Leptembcr.

Die Arbeiten am Luftschiff .Gras Zep- pe lin" Juü> in Den letzten Tagen soweit gediehen, daß am Mittwoch oder Donnerstag bw Füllung ter fünf Trag-Gaszellen ihren Anfang nehmen kann. Sie totrb in etwa acht Tagen beendet fein. Der Einbau ter fünf Maybach-Motoren ist bereits abgeschlossen. so bah nunmehr bvmir zu rechnen ist. doh ter erste Ausstieg des Schiffes in ter zweiten Hälft« dieses Monats unternom­men werten kann. Da angesichts der noch un- zureichcnten BetrtebSstoffvorräte für die Spei­sung ter Motoren die Probefahrten gröhtenteilv mit DenzingaS als Betriebsstoff durchgefüprl werten, wird die Zahl ter bereits vorhandenen Benzintanks d<s Schiffes noch vermehn werten Die Amerika reise tes Luftschisses wird nicht vor Ablauf des Monats erfolgen. Der Grund hierfür liegt lediglich darin, dah Du. Ansammlung tes Triebgases etwas langsame Fortschritte macht, d. h täglich 1000 JtubUmcter an Stelle von 3000 Kubikmetern hergestellt wer­ten können. Die für einen Amerckailug erforder­liche TrrebgaSmenge von etwa 30 003 Kubikmetern wird somit erst in vier Wochen zur Verfügung stehen.

Rückkehr Risticz' unb Zimmermanns nach Dessau.

Wie von zuständiger Stelle mitgeteili wird, wer­den die beiden Junkersflieger Risticz und Zim­mermann, di« ihr«n Langstreckenflua m Moskau unterbrechen mußten, nach Deffau zurückkehrcn.

Der sranzösisch« Ozeanslug unterbrochen.

Paris, 5. Sept. lWTD. Funkspruch.) Di« gestern früh zur Ozeanüberguerung auf­gestiegenen Flieger Assolant und Lef^vr« sind am Rachmrttag wegen eine# Schadens an dem Oelzufuhrrohr in Casablanca gelan­det. Die Flieger haben von Eafablcmca aus ihren Flug nicht fortgesetzt. Sie wollen heute starten und über St. Louis (Senegal) und Pernambuko nach Reuyork fliegen. Von bett aus beabsichtigen sie, mit ihrem Flugzeug nach Paris zurückzusltegen.

Ccoines Flugzeug beschlagnahmt.

Paris, 5. Sept. (WTB. Funkspruch.) Da» Flugzeug, mit tem Levine und feine Be­gleiter gestern nach Eherbvurg gefloßen waren, würbe bei ter Ankunft auf dem Pariser Flugplatz beschlagnahmt, weil alle Aus­weispapiere fehlten. Lev ine bat an Bord tes Leviathan" die Rückreife nach Amerika angetreten. Seine Begleiter Bert Acvsta unb die Passc-giere Ulenden unb Wickham tour­ten zur Polizei geführt.

Sech» Tale bei einem Flugzeugabsturz.

Tin Verkehrsflugzeug der Linie Ealt Lak« City-Great Falls ist. wie aus Satt Lak« City gemeldet wird, in der Nähe von P o c a t e l l o (Idaho) ab gestürzt. Sechs Infaffen, unter ihnen eine Frau unb zwei Kinder, kamen bei dem Absturz ums Leben.

Oie Wetterlage.

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Dienstag.

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Das Islandtief mit seinen Randstarungen hat sich weiter abgeflachl und ostwärts fortberoegt. Obwohl der Luftdruck über Mitteleuropa langsam weitersällt, so bleibt bei uns ter (Einfluß bes kontinentalen Hochdruckgebiete» noch fortbestehend

Voraussage für Donnerstag: Heiter, auch zeitweise bewölkt, tagsüber wärmer, noch ttocken.

Voraussage für Freitag: Noch keine we­sentlich« Kenterung

Lufttemperaturen am 4 September: mit­tags 21,0 Grad Celsius, abends 13,6 Grad Celsius; am 5 September: morgens R,4 Krad Celsius Ttajn- rr.um 22,0 Grcid (Iclftu. Minimum 5,9 ®rob Cd- eonnenfefjeinbauer « 45 Stunden (it^empera- ruren am 4 September abends 13,7 Grad Celsius, am 5. September mnr<v*ns 13,1 Grad Cestiu»