stattrmg des Studiengebäudcs nicht nur die verschiedener. Zweige der Wissenschaft. Industrie und Technik großzügig und opferfreudig beteiligten, und erinnerte an die reichen Barstiftungen der Banken, der Farben., Kohlen- und Eisenindustrie, der Ekel- trotechnik, der Brauindustrie, die nicht geringen Stiftungen des Auslandes. Selbst für di« Bücher- sammlungen lägen bereits wertvolle Bücherspenden von über zehntausend Bänden, teils wertvolle Zu- sagen der Mehrzahl der deutschen Verleger, vor. Endlich haben Herr und Frau Krupp von Bohlen und Halbach ein Kapital zur Verfügung gestellt, aus besten Zinsen alljährlich^ wertvolle Lehrbücher an eine größere Zahl von Studierenden und Arbeiter verschenkt werden können. Der Minister sprach allen, die um das neue Studien- gebäude und dessen Ausstattung sich bemüht und Verdienste erworben haben. Dank und Anerkennung aus und gab sodann bekannt, daß auch in diesem Jahr der M u s e u m s r i n g in Gold an zwanzig und in Silber mit Goldplattc an siebzehn besonders verdiente Persönlichkeiten von der bayrischen Staatsregierung verliehen werden könne, und zwar in Gold u. a. an Reichspräsidenten o. Hinden - b ur g als 'Repräsentanten des deutschen Volkes, Reichstagspräsident Lobe, 'Reichsminister Schätzl. Neichsministcr a. D. Dr. Köhler, den Chef der Marineleitung, Admiral Zenker, Reikbsbank- präsidenten Dr. Schacht, Generaldirektor Dr. ing. Vögler (Dortmund), Frau Berta Krupp v. Bohlen und Halbach, sowie Frau Ge- heimrat D u i s b e r g (Leverkusen). Dr. Golden- b e r g e r beglückwünschte die mit dem Museums- ring Deliehenen herzlich zu diesem Ehrenzeichen und sprach zum Schluß noch den Wunsch aus, daß, mit- über der Ausführung des Sammlungsbaues auch über jener des Studien- und Dibliothekbaues glückliche Sterne malten mögen.
Nunmehr führte
Reichspräsident v. Hindenburg
mit folgenden Worten die ersten Hammer- schlage auf den Stein:
„Deutscher Arbeit, deutschem Aufstieg und deutscher Zukunft diene dieser Dau! Alles Streben und Schaffen, das hier geleistet wird, möge geleitet sein von dem Gedanken: Alles fürs Vaterland!"
Es folgten der bayrische Ministerpräsident Dr. Held, Reichsminister des Innern Severing, Kultusminister Goldenberger und als letzter Oskar u. Miller. Mit der Nationalhymne endete die überwältigende Feier. Der Reichspräsident war bei seiner Abfahrt Gegenstand begeisterter Huldi- gungen.
Rede Hindenburgs beim Festbankett.
Heute nachmittag hatten die Reichsregie-- tunfl und di.c bayrische Staatsregic- runfl an bic Ehrengäste der Grundsteinlegung zum Dtudienbau bes Deutschen Museums Einladungen zu einem Festbankett im Ma rinn lianeum ergehen lassen. Während des Festbanketts nahm
Reichspräsident v. Hindenburg
das Wort zu einer Ansprache, in der er u. a. aussührte:
„Es ist mir eine besondere Freude, so Diele bedeutende Männer der deutscheir Wissenschaft, so zahlreiche Führer der deutschen Wirtschaft zusammen mit den Vertretern der Reichs- und • bayrischen Landesregierung als gemeinsame Gäste des Reichs und des Lande- Bayern hier begrüben zu dürfen und mit diesen Grüßen zugleich den Dank zu verbinden für die große, -ta-tl xäf tige Atif e , die Sie alle dem neuen .Unternehmen, desten Grundstein wir heute legten, heleistet haben. In ganz besonderem Maße aber mit auch heute wieder unser Dank dem Manne Vor in zäher Lebensarbeit, mit genialem Blick und in nie erlahmendem Eifer das große Werk des Deutscheir Museums geschaffen hat und verwaltet, Oskar v. Miller.
Der heute begonnene neue Studienbau, der der Forschungstätigkeit wie der praktischen Arbeit auf allen Gebieten der Aaturwisfenschaft und der Technik gewidmet ist, wird das stolze Werk des Deutschen Museums krönen und die W«hselwirtung zwischen der reinen und der angewandten Wissenschaft zum Segen deutscher Arbeit mit immer neuen Kräften beleben und fördern.
Durch gemein,ame Arbeit aller kreise der wirtschaft und der Wissenschaft, durch vereinte tatkräftige Hilfe des Reiches, des Landes Bayern und der Stabt München erstanden, wird dieser Bau ein Wahrzeichen der Eintracht deutschen wirkens im Streben nach wissenschaftlichem und technischem Fortschritt und nach Erreichung hoher kultureller Ziele sein.
Daß das Deutsche Museum und nun auch diese neue Studien- und Forschungsstätte in Bayern und in der schonen Stadt München seinen Sitz erhielt, ist kein Zusall, sondern wohlbcgründet. Bayern und München sind nicht nur vorbildlich auf d c m Gebiete der Ä u n ft, sondern auch von jeher mit besonderem Erfolg auf vielen Gebieten der Wissenschaft tätig. Die schöne alte Tradition gemeinsamer Pflege kultureller Dinge durch Regierung und Stabtoerroaltungcn, durch Wissenschaft und Wirtschaft ist hier auch in den schweren Stürmen der letzten Vergangenheit und in der Notzeit unseres Volkes nicht untergegangen. So haben das Reich und alle deutschen Länder gern und neidlos sich damit einverstanden erklärt und dahin gewirkt, den st atz en Ruhmestempel deut- fcher Wissenschaft und Stchntt, baw Deutsche Museum und als feine Ergänzung den heute begonnenen Sludienbau, in Bayerns f) a u p t ft a b t zu errichten Mögen von hier aus reiche Ströme fruchtbringenden Schassens ausgehen und möge diese Statte auch über die unmittelbaren wissenschaftlichen und technischen Zwecke hinaus eine einigende Wirkung auslösen für bas ganze deutsche Volk'*
Ministerpräsident Or. Heid
sprach sodann den Festgästen namens der bayeri jchen Staatsregierung herzlichen Willkornrnensgruß aus, insbesondere dem verehrungswürdigen Herrn Rcichspräs identen. Durch ihn bekunde, so er klärte Dr. Held, die ganze deutsche Nation ihr freundliches Interesse an dem großen weltumfassenden Werk, zu dem heute zur endlichen Vollendung des Deutschen Museums der Grundstein gelegt wer den fei. Die hocherfreuliche Tatsache, daß
ganz Deutschland in allen seinen Stämmen und Staaten, in allen seinen Kcgtcruny-, wisten- schafls- und wirtschastvlreisen einig sei in warmherziger Opferbereit) chatt für dies,- deutsche Großtat,
Lin seltsames Fiasko im Völkerbund.
Kein Mut zum Reden. - Ringen um Ratssitze.
Genf. 4. Sept. (WTB.) Das Bureau der Dölkerbunbs-Berlainmlung. dem auch Reichskanzler Hermann Müller angehört, war heute nrttag 12 Uhr zu einer Sitzung zulanuneru- getreten, die sich ung.wvhn'.ich lange hin zog und erst kurz nach 15 Uhr zu Ende ging Heber das Ergebnes der Sitzung, die durch ihren Verzicht auf die Mittagspause in allen bisherigen Genier Tagungen einzig dasteht, und u. a. Briand nötigte, zahlreiche zum Frühstück ge» labenc ® ä ft e allein zu lassen, war von den Sitzungsteilnehmern nichts zu erfahren. Die außer- gewöhttl-.che Art dieser Sitzung hatte natürlich in den Wandelgängen des Böikerbundshauies zu den verschiedenartigsten Gerüchten Anlaß gegeben. Don unterrichteter Seife wurde kurz nach Schluß der Sitzung mi'.getetft, daß der Gegenstand der Beratungen fast ausschließlich der von D e u t s ch - land, England und Frankreich gestellte Antrag auf ausnahmsweise sofortige Zuerkennung der Wiederwählbarkeit sür Spanien war Bei den Beratungen, die der Proze- durfragc sür die Weilerbehandlung dieses Antrages galten, hatten sich die vielfach erwarteten Schwierigkeiten eingestellt. Einige Mitglieder des Bureaus wünschten die übliche Heber» Weisung des Antrages an den ersten Dersamm» lirngsausschuß, der die Rechts- und Derfassungs- fragen zu behandeln hat und der der Dollversammlung, wie üblich, einen Bericht über den Dorliegenben Antrag vorlegen sollte. Andere wollten auf eine Heberweilung an den ersten Dersammbmgsausschuß verzichten und direkt durch das Bureau einen ResolutivnSentwurf unterbreiten lassen. Rach dieser Entfchliehung würde die Versammlung sich nach erfolgter Wahl Spaniens als nicht ständiges Ratsmitglied sofort auch über des en Wiederwählbarkeit auszusprechen haben. Dicsc zwevte Auffassung wurde schließlich von dem Bureau zum Beschluß erhoben.
Sprachlose
Völkerbundsdelegierte.
Genf, 4. Sept. (WB.) Die dritte Boll- sihung der Bölkerbundsversamm- lung. in der heute nachmittag mit der Generaldebatte über den Jahresbericht begonnen werden sollte, gestaltete sich sehr kurz, da sich
trotz längeren Warlcus kein Redner zum Wort meldete
und insolgedessen die Sitzung aus Mittwoch vormittag 1 ,11 il&r vertagt werden mußte.
Zu Beginn der Sitzung genehmigte die Der- sannillung die Demission des amerikanischen Mitgliedes des Ständigen Internationalen Gerichts- Hoses im Haag, Moore, dessen Rücktrittsgesuch der Rat im Juni bereits genehmigt hatte. Die Ersatzwahl ist auf Samstag nachmittag angesetzt. Sic ist vom Rat und der Völkerbundsversammlung gleichzeitig, aber in getrennter Abstimmung vorzunehmen Vorher hatte der Präsident einen Bries der chinesischen Delegation ver- 'en. in der diese die sofortige Wiede r-
. h l Chinas in den Rat beantragt. Ehina äre. so heißt es in dem Schreiben, glücklich, enn auf der ersten Sette seines nationalen und demokratischen Regimes eine solche Kundgebung des Böllerbundes zu verzeichnen wäre.
Das Präsidialbureau der Völkerbundsoer- fammlung hat sich heute abend abermals mit dem Antrag auf ausnahmsweise sofortige Zuer
kennung der Wiederwählbarkeit Spaniens in den Völkerbundsrat befaßt. Di« Vera» lungen galten jedoch nur der Abänderung des Ent- schließungsentwurfs, der vom Generaliekretariat nach den heute mittag oufgestellten Richtlinien unterbreitet worben war. Außerdem setzt« das Bureau die nächste Vollsitzung der Bundesversammlung endgültig auf Mittwochvormittag fest, nachdem verschieden« Delegationen sich zum Wort gemeldet haben.
Die Verschiebung des Beginns der Generaldebatte, die heute nachmittag zur Notwendigkeit geworden war und allgemein einen recht peinlichenEindruck hinterlassen hatte, war bereits heute vormittag ernstlich erwogen worben. Anstelle der Doll Versammlung füllte der Rat eine Sitzung zur Behandlung des polnisch- l i t a u i j d) c n Konfliktes abhalten. Woldein a r a s ließ jedoch mitteilen, daß die Besprechungen mit den Mächten, von deren Haltung er feine Stellungnahme abhängig macht, noch nicht genü genb fortgeschritten seien. Der polnisch - litauische Streitfall dürfte aber noch in dieser Woche im Rat zur Behandlung kommen, da der Berichterstatter, der holländische Außenminister Bclaerts van B l o o k l a n b , mit den aus Ansang nächster Woche angesetzten Neuwahlen aus dem Rat ausscheidet.
Der Gen er Korrespondent des .Daily Telegraph" schreibt zur Vertagung ter Generaldebatte über den Jahresbericht teS VöllerbandeS mangels Wortmeldungen. Da haben nun 50 Staaten Delegiert« aus den vier Ecken der Welt nach Genf entsandt, aber im Augenblick, wo es darum geht, die Arbeit des Völkerbundes zu erörtern, die Fragen von derartig internationalem Interesse umfaßt, da scheint
nicht ein Mitglied einer Delegation Öen Mut »u haben, seine Ansicht auszubrücken.
Daß das ein Gefühl der D e r b l ü f f u n g in den Wandclgängen des Sekretariats ausgelost hat. ist kein Wunder. DoS Blatt bezeichnet selbst den Vorfall in einer Heberschrist als .Seltsames Fiasko".
Spanien soll beftiedigi werden.
Genf, 4. Sept. (WTB.) Heber dos weitere Vorgehen bei ter Behandlung des Antrages aus Anerkennung der sofortig en Wieder- wählbarkeit Spaniens verlautet, daß das Präsidialbureau nach den langwierigen Beratungen des heutigen Tages den Antrag Deutschlands. Englands und Frankreichs kich zu eigen macht und der Bundesversammlung einen entsvreche-.tea Entschließungs- enttourf vorlcgen wird. Die Formulierung dieses Entwurfes wurde fertiggestellt und wird in einer ter nächsten Bollsitzungen der Bundesversammlung zur Debatte gestellt. Man nimmt an, daß dabet hauptsächlich von feiten Hollands, dessen Ratsmandat demnächst abläuft, den Bedenken Ausdruck gegebe.i teerten wird, die bei den kleinen Staaten gegen ten Antrag geltend gemacht werten
Ein Telegramm Gttesemanns.
Genf. 4. Sept. (WB.) Reichsminisber des Aeuhern Dr Stresemann hat telegraphisch für das an ihn im Auftrage teS Präsidenten der Bundesversammlung gerichtete Begrüßungstele- granrm gedankt und der Hoffnung darin Ausdruck gegeben, daß er an ter nächsten Tagung wieder teilnehmen farm.
sei ein herzerhebender Trost und eröffne einen hoffnungsfrohen Ausblick au, die nicht minder bebeu- iungsoolle Einigkeit bes ganzen deutschen Volkes in den Angelegenheiten seines Reiches und der feiner Größe und seinem Wohl in edlem Wettstreit dienenden deutschen Länder Der Ministerpräsident dankte dem Herrn Reichspräsidenten für die warmen Worte der Anerkennung der Mission Bayerns für die Entwicklung von Kunst, Wissenschaft und Technik. die für Bayerns Volk ein neuer Ansporn sei, im Sinne seiner Mission weiterzuschasfen und zu gestalten zu feinem eigenen Glück und des Reiches Ehre und Wohlfahrt. Mit Worten herzlichen Dankes gedachte der Ministerpräsident aller derer, die den feierlichen Akt der Grundsteinlegung ermöglichten. „Einheit und Einigkeit des deutschen Volkes im Willen zur glückhaften Tat, das fei die Parole." Dem Herrn Reichspräsidenten als dem Repräsentan- ten des deutschen Volkes und der durch ihn gegebenen Verkörperung des deutschen Tatwillens weihte der Ministerpräsident sein Glas.
ReichSbankprösident Or. Schacht
führte in sein« Ansprache u. a. auS: In einem nie erwarteten Hmfang nimmt bi? deutsche Jugend und gerate die Jugend ter breitesten Massen des deutschen Dolles an ten technischen Errungenschalten unserer Zeit geistigen u-.d seelischen Anteil. Es ist wie eine Art uemen friedlichen Rationalstolzes da- Drwuzllein über unS gelommen, m welchem Umfange Deutschland zum luItureUcn und zivilisatorischen Fortschritt der Menschheit teig.tragen hat und noch dazu Beiträgt. Wer von Versailles oder Genf in die Hallen des Deutschen Museums tritt, dem wird es mit Händen greiflich, daß 'Flugzeug oder Radio mehr für die Annäherung und Verständigung unter Den Völkern leisten als alle Staatsv«rträg und Völlerbundsrefolutionen je vermögen.
Daß an Öen geistigen Großtaten unser deutsche» Volk im internationalen Wettstreit einen führenden Anteil nimmt, erfüllt uns mit dem festen Glauben an die weitere gedeihliche Ankunft unsere» deutschen voterlande».
Wir müssen und bür len die Hoffnung auS- sprechen. bah es auch möglich fein wird, das in Angriff genommene Wer! materiell ohne Stocken xur Durchführung zu bringen; benn wir wissen, bah bic beträchtlichen Mittel, bic zu einem solchen Ausbau notwendig find, ten höchsten Zins im volkswirtschaftlichen Sinne tr . grn werden, den man nur je von einer Kapital sanlage erwarten bart.
Oer Abschluß des Festtages.
Mit einem Festabend im Prinzregenten» tt.ru r fand der ’TKukiumJcfttaq einen glanzvollen Abschluß Reichspräsident v. H i n » b e n b u t a ter bei ter Aöfr.brt vom Hauke des Tlttntftert r31 ■ Denier, in den Zukahrtsftrasten nun
Theater und vor dem Theater selbst abermals lebhaft begrüßt wurde, wohnte dem Festabend mi-t Ministerpräfitev« Dr. Held. Staatssekretär Dr. Meißner und fernem Sohn. Major von Hindenburg, bei Zu Beginn des Abends gab Exzellenz v. Miller in ferner gewoh >ten lebendigen, uv gezwungenen Art einen Heberblick über das Werden des Projektes des Studienbaues und di? mit dem Dau verfolgten Ziele. Hntcr te.n lebhaften Beifall tes erlesenen Zuhörerkreises schloß der Redner: .Der Grundstein ist gelegt, nun kommt die gemeinsame Arbei t!" Rach einer Teepause fand ter Festabend seinen Abschluß mi-t ter Uraufführung eines Festspieles von Dr. Mar Halbe .Meister Jörg Michel und seine Gesellen". das mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde.
Rach dem Festabend begab sich Reichspräsident von Hindenburg zum Hauvtbahnhof. Dort hatten sich u. a. Staatssekretär Frank von ter Gruppenverwaltung Bayern ter DeutschenReichS- bohncrcsellfchaft. ferner ter Polizeipräsident, Der bayerische Landestommandant und der Stadtkommandant von München cingefunten. Minister- Präsident Dr. Held und Innenminister Stüh« l. ter Vertreter ter Reichsregterung in München. Gesandter Haniel v. Hainhausen, und der bayerische Gesandte in Berlin. Dr Preger. sowie Crzellmz Oskar v. M i l le r halten dem Reichspräsidenten das Geleit zum Bahnchot gegeben. Der Reichspräsident zog sich nach Herz- llcher Verabschiedung in feinen Salonwagen zurück, der ten fahrplanmäßigen D-ßug angehängt wurde. Hm 23 Hhr erfolgte die Abfahrt nach Berlin.
Rücktritt des bulgarischen Kabinetts.
Sofia, 4.6ept. (SB.) Da Ministerpräsident Ltaptf che w die unverzüaliche Umbildung des Kabinetts unter Ausschluß bes Krieg». Ministers Wolkow entschieden oerweiaerte, erklärten bic Minister Burow. Ehristow und Boboschewfk' ihren Rücktritt. Minister. Präsident Liaptschcw bat daraus die Demission de.- (Bcfamtfa binette eingereicht.
Auslandsreise Tschitscherins.
Moskau. 4. Sept. (WTB Funkspruch.- Der StaaiSkommittar für auswär ige Angelegenheiten, Tschitscherin, ist mit cmem dre.monatigen Hrlaub zur Kur ins Ausland obgeretst
Rückttitt Lord Birkenheads.
London 5. Sept. (DTB Funksaruch.) Der diplomntiick-« 'Berichter lat er des „ ^aiU> ÖIToir bericht, l Te. S taatssekretär für Indien Lord Birkenhead bat tekchlotter,
seine politische Laufbahn endgültig aufzugeben, um wichtige Stellungen in der Geschäfts- und Finanzwelt einzunehmen. In gut- un»errichteten Kreisen verlautet, daß Lord Birkenhead ten Premierminister ersucht habe bereits im Rovember zurücklreten zu dürfen.
Kellogg auf der Heimfahrt.
Paris, 5. Sept. (WTB. Funkspruch.) Staatssekretär Kellogg ist gestern mit dem Kreuzer .Detroit" von Irland tommenb in Ehcrbvurg eingetroffen und hat an Bord des Dampfers .Leviathan" die Rückreise nach den Bereinigten Staaten angetreten.
Aus aller Welt.
Tic ersten Probefahrten des „Grafen Zeppelin" Mitte Leptembcr.
Die Arbeiten am Luftschiff .Gras Zep- pe lin" Juü> in Den letzten Tagen soweit gediehen, daß am Mittwoch oder Donnerstag bw Füllung ter fünf Trag-Gaszellen ihren Anfang nehmen kann. Sie totrb in etwa acht Tagen beendet fein. Der Einbau ter fünf Maybach-Motoren ist bereits abgeschlossen. so bah nunmehr bvmir zu rechnen ist. doh ter erste Ausstieg des Schiffes in ter zweiten Hälft« dieses Monats unternommen werten kann. Da angesichts der noch un- zureichcnten BetrtebSstoffvorräte für die Speisung ter Motoren die Probefahrten gröhtenteilv mit DenzingaS als Betriebsstoff durchgefüprl werten, wird die Zahl ter bereits vorhandenen Benzintanks d<s Schiffes noch vermehn werten Die Amerika reise tes Luftschisses wird nicht vor Ablauf des Monats erfolgen. Der Grund hierfür liegt lediglich darin, dah Du. Ansammlung tes Triebgases etwas langsame Fortschritte macht, d. h täglich 1000 JtubUmcter an Stelle von 3000 Kubikmetern hergestellt werten können. Die für einen Amerckailug erforderliche TrrebgaSmenge von etwa 30 003 Kubikmetern wird somit erst in vier Wochen zur Verfügung stehen.
Rückkehr Risticz' unb Zimmermanns nach Dessau.
Wie von zuständiger Stelle mitgeteili wird, werden die beiden Junkersflieger Risticz und Zimmermann, di« ihr«n Langstreckenflua m Moskau unterbrechen mußten, nach Deffau zurückkehrcn.
Der sranzösisch« Ozeanslug unterbrochen.
Paris, 5. Sept. lWTD. Funkspruch.) Di« gestern früh zur Ozeanüberguerung aufgestiegenen Flieger Assolant und Lef^vr« sind am Rachmrttag wegen eine# Schadens an dem Oelzufuhrrohr in Casablanca gelandet. Die Flieger haben von Eafablcmca aus ihren Flug nicht fortgesetzt. Sie wollen heute starten und über St. Louis (Senegal) und Pernambuko nach Reuyork fliegen. Von bett aus beabsichtigen sie, mit ihrem Flugzeug nach Paris zurückzusltegen.
Ccoines Flugzeug beschlagnahmt.
Paris, 5. Sept. (WTB. Funkspruch.) Da» Flugzeug, mit tem Levine und feine Begleiter gestern nach Eherbvurg gefloßen waren, würbe bei ter Ankunft auf dem Pariser Flugplatz beschlagnahmt, weil alle Ausweispapiere fehlten. Lev ine bat an Bord tes „Leviathan" die Rückreife nach Amerika angetreten. Seine Begleiter Bert Acvsta unb die Passc-giere Ulenden unb Wickham tourten zur Polizei geführt.
Sech» Tale bei einem Flugzeugabsturz.
Tin Verkehrsflugzeug der Linie Ealt Lak« City-Great Falls ist. wie aus Satt Lak« City gemeldet wird, in der Nähe von P o c a t e l l o (Idaho) ab gestürzt. Sechs Infaffen, unter ihnen eine Frau unb zwei Kinder, kamen bei dem Absturz ums Leben.
Oie Wetterlage.
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Dienstag.
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Das Islandtief mit seinen Randstarungen hat sich weiter abgeflachl und ostwärts fortberoegt. Obwohl der Luftdruck über Mitteleuropa langsam weitersällt, so bleibt bei uns ter (Einfluß bes kontinentalen Hochdruckgebiete» noch fortbestehend
Voraussage für Donnerstag: Heiter, auch zeitweise bewölkt, tagsüber wärmer, noch ttocken.
Voraussage für Freitag: Noch keine wesentlich« Kenterung
Lufttemperaturen am 4 September: mittags 21,0 Grad Celsius, abends 13,6 Grad Celsius; am 5 September: morgens R,4 Krad Celsius Ttajn- rr.um 22,0 Grcid (Iclftu. Minimum 5,9 ®rob Cd- eonnenfefjeinbauer « 45 Stunden (it^empera- ruren am 4 September abends 13,7 Grad Celsius, am 5. September mnr<v*ns 13,1 Grad Cestiu»


