Starkenburg.
• Darmstadt. 4. Juli <$u der im .Gieß. Anx." vom 25. 3uni veröffentlichten Meldung tes WSR -Bureaus über die Bevölkerungs- zahl von Darmstadt geht uns von der Darmstädter Stadtverwaltung eine Berichtigung zu, in der es u. a. heißt Darmstadt hat leit den Volkszählungen von 1910 und 1925 dauernd 'einen Bevölletung-stand erhöht, trotzdem cS die Garnison von 4800 Mann verloren hat. die im Jahre 1910 mitgezählt wurde. Die Einwohner- zahlen lauten 1910 (mit 4800 Mann Darmfon) 87 089. 1925 (ohne Garnison) 89 465; Dezember 1927 89 897. Die .Dauerbevölkerung" hat sich also konstant vermehrt. Was in der fraglichen Meldung herangezogen und verwertet wurde, sind die variablen Wahlen, die in jeder Wohnstafiftik austauchen. Darmstadt besitzt diese als beten tente Hochschulstadt in großem Maße. Der Verlust von 580 'Personen im ersten Ka- lendervierteljohr 1928 ist lediglich darauf zurück- zuführen, daß viele Studenten, die auswärts beheimatet sind, am Schluß des Wintersemesters 1927 28 Darmstadt verlassen haben. Zu Beginn des Sommersemcsters tritt dann ein Ausgleich ein Diese Erscheinung ist periodisch und jedem Fachstattsti ter betonnt. Für War 1928 ist bereits wieder eine BevSlkerungszunohme von 210 Per- Ionen gemeldet Diese Bevötterungsschwankungen linb demnach kein Gradmesser für das Wachstum einer Stadt. Auch in bezug auf den Geb arten- ü der sch uh kann sich Darmstadt in der Zeit allgemeinen Geburtenrückgangs immerhin noch sehen lassen. Allerdings behauptet der Artikel- schreibe!, daß .dieser kleine Geburtenüberschuß von 18 Personen" im Februar bevölkerungspolitisch völlig unzureichend sei. 3m Jahre 1927 betrug ter Deberschuß 109. im 3anuar 1928 8.
im Februar 1928 = 18.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
WSR W e h l a r. 3. 3ult 3n der Herrn ann- fteiner Straße wollte ein L a st k r a s t w a g e n aus Groß-Karten einen Radfahrer überholen. Als sie auf gleicher Höhe waren, kamen (ich die beiden in schnellem Tempo befindlichen Fahrzeuge zu nahe, der Radfahrer wurde vom Rate geschleudert und fiel vor den schweren Wagen. Er wurde erst eine Strecke mitgeschleift, Seiet dann mit einem Bein unter die ollgumm (reifen, die ihm das Fleisch von dem Schenkel abpreßten. Mit dieser fürchterlichen Verletzung, die großen Blutverlust und schreckliche Schmerzen verursachte, wurde der Bedauernswerte, ein Arbeiter aus Klein-Altenstädten, in daS Krankenhaus eingeliefert. Die Schuld soll den Wagenführer treffen
Hörnsheim, 3. 3uli. Am Sonntag sand hier das diesjährige Kreisjünglings - und Posaunenfcst statt, das sich bei günstigem Wetter eines Besuches von etwa 3000 Personen erfreute. Da- Fest begann um 9 U|jr vormittag- mit einer Probe der Posaunenchöre unter Leitung des KrciSdirigenten 3ohannes Kuhl lBrandoterndorf), an der etwa 200 Posaunen- bläser teilnahmen. Anschließend fand eine Probe ter Männerchöre unter Leitung von Altert K n h l (Hörnsheim) statt, an der sich etwa 100 Sänger beteiligten, ilm 11 Uhr vormittags sand ein F e st g o t t e s d i e n st in der Kirche statt, in tem Buntessekretär Dornemann (Dillenburg) die Festpredigt über das Dibeiwort 2. Könige 6, Der- 6, hielt, ilm 1 ’j Uhr begann die Aufstellung des Festzuges, der sich bald darauf in drei Gruppen durch den Ort bewegte. 3n der Aachmittagssestversammlung fanden zunächst Schristverlesung und Gebet durch den Ortsgeistlichen. Pfarrer Koch (Lützellinden) statt. Die erste Festansprache hielt Professor Pfarrer Deidt (Herborn) über Ieremia 20. Vers 7. Er brachte an Hand des alttestamentlichen Wortes eine Schilderung der verschiedenen Gottesmänner und dann des Sieges 3efu Ehristi am Kreuze. Die zweite Festansprache hielt Bundessekretär Dorne mann (Dillenburg) über 2. Korinther 5. Der- 4. Seine Worte gipfelten darin, daß das Evangelium eine Botschaft für alle Klassen und Schichten und für alle Völker und Rassen sei. Als dritter Festredner sprach Prediger Meng (Großen-Linden) über Llpostelgeschichte 1. Gr
Hochschulnachrichten.
Aus Anlaß der Tagung des Rheinischen Pro- vinzialau-schusses für Innere Mission ist der Defängnisaeistliche Pfarrer 3 u st in Düsseldorf. als Leiter der Rheinisch-Westfälischen Defängnisaesellschaft, von ter evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Bonn zum Ehrendoktor ernannt worden. — Der Direktor ter Kunstgewerbeschule in Halle, Professor Paul Thier sch, ist zum ordentlichen Professor an ter Technischen Hochschule in H a n - nover ernannt. Prof. Thiersch übernimmt in Hannover den Lehrstuhl für Raumkunst und Ornamentik als Rachfolger von Geheimrat G. Halmhuber. - 3m Alter von 46 3ahren ist ter Privatdozent für Ohrenheilkunde an der Wiener Universität, Dr. med. Oskar B e ck. einer ter hervorragendsten jüngeren Vertreter der Wiener otiatrischen Schule, gestorben. — Dem kürzlich in ter medizinischen Fakultät ter Universität Frankfurt habilitierten Privatdozenten Dr. Han- Leiche r wurde selten- der Gesellschaft Deutscher Hals-. Rasen- und Ohrenärzte der Eiebenmann-PreiS für feine Arbeit Der Einfluß ter Vererbung auf die Pneumatisation der Rasennebenhoßlen und Warzenfortsätzen" verliehen. — Ein Lehrgang für dörfliche Lebensgestaltung wurde von der Volkshochschule Thüringen unter Leitung von Rcgie- r'.ingsrat Dr. Buch Wald in tem Volksh och» schucheim Dreihigacker bei Meiningen veranstaltet. 3m Mittelpunkt der Arbeitsgemeinschaften stand das aus ter Erziehungswissenschaftlichen Anstalt ter Universität Jena hervorgegangene Buch von Dietz über ..Das Dorf als Erz.ehungs- gemeinte". Bei der Aussprache wurde vor allem die besondere Eigenschaft des thüringischen Dorfes behandelt, wozu die Teilnehmer aus ihrer eigenen Erfahrung viel Material beibringen konnten. Der praktische Teil ter Woche umfaßte Muiikpslcge und Tanz, wofür ter Herausgeber der .Musikalischen Arbeiten ter Volkshochschule Jena", Audolf Schäfer, als Lehrer gewonnen war. -Due vier Tage war endlich Direktor Koch aus Langendors bei Weißenfels gewonnen,' ter einer der ersten deutschen Fachleute für die Frage des Gesellschaftsspiels und des Zimmerspiels ist. dem alle Deutschen aus unbesetzten wie besetzten Das durch die Emeritierung des Geh. Rats uebbefe an der Technischen Hochschule München
stellte Jesus als leuchtendes Zukunftsbild hin. Weiter sprach Prediger Tripplcr i©ror>rcj)- tenbach) über 5. Moses 33. De.s3. Das Schlußwort sprach Pfarrer Koch (Lützellinden' über 5. Moses 32 „3(6 will den Rarncn des Herrn preisen" usw. Er sprach allen Beteiligten die zu tem guten Gelingen tes Festes teigeiragcn patten, insbesondere auch ter Gemeinde für die bereitwillige Hergabe ter Quartiere für die auswärtigen Festteilnehmer ten herzlichen Dam ter Festleitung aus. Die am Schlüsse erhobene Kollekte war für die Bunteslache bestimmt. 3m übrigen wurde das Fest durch Pos umenchöre. gemeinsame Gesänge ter Feftgemeinde sowie Ge- langvorträge des Männerchors verschönt
- - .Hochelheim. 3. 3ult. 3n ten ausgedehnten Kirfchbaumanlagen unterer Gemarkung ist die Frühkirschenernte b e c nd e t. Trotz ter_ reichen Blütenvracht ter Kirfchbaume im Frühjahr ist die Ernte nur alL mittelgut zu bezeichnen Auch die Spätkirschenernte dürste kaum ein anderes Ergebnis bringen, obwohl manche Bäume einen sehr reichen Behang aufweisen Der Preis für Fruhlirlchen stellte sich durchweg auf 50 Mark r>ro Zentner. Untere und die Rachbargemeinde Klein-Rechtcn- bach, die gleichfalls über größere Kirschbaumanlagen verfügt, sind die einzigen Gemeinden im südlichen Kreis Wetzlar, wo die Kirschbaumzucht noch erwerb-mäßig betrieben wird
•c» Lützellinden. 3. Juli Während die Bautätigkeit in unserem Orte in ten letzten 3ahren nur ganz geringe Ergebnisse brachte, hat sie in diesem 3ahre stark an Umfang angenommen. Außer landwirtschaftlichen Umbauten und Reparaturen ist bereits mit tem Bau von zwei Wohnhäusern begonnen Worte... weitere drei Wohnhäuser sollen in Kürze erstellt werden Für zahlreiche hiesige Bauarbeiter ist Beschäs- tigungsmöglichleit bis zum Spätherbst vorhanden.
Mrcie Marburg.
WER. Marburg, 4.3uli. Rach tem Beschluß der Marburger Stadtverwaltung werden die diesjährigen Festspiele auch noch im Monat 3 u l r fortggesetzt, und zwar mit einer Veränderung des Spielplans. Reben dem Spiel von ..St. Elisabeth" ist jetzt noch ..Der Widerspenstigen Zähmung" von Shakesveare einstudiert worden. Auch die anläßlich des Marburger Schlohfestes eingeschobenen Hans-Sachs- Spiele haben solchen Anklang gefunden, daß sie am kommenden Freitag wiederholt werden sollen.
][ Marburg. 4. 3uli. Gestern abend und vergangene Rächt tobten hier schwere Gewitter mit orkanartigem Sturm und strich- weisem Hagel. 3n ten Partonlagen in der Rähe des Schlosses und im Dammelsberg, sowie an anderen Stellen sind eine ganze Anzahl b i de Bäume umgeknickt. Ebenso ist auch an den Lichtleitungen viel zerstört.
Oie ,,Bkemen"-Zlieger in Frankfurt.
WER. Frankfurt a. M.. 4. 3uli. Die „B r e m e n" - F l i e g e r haben die Einladung ter Stadt Frankfurt a. M. angenommen und werden am 10. 3uli Frankfurt besuchen. Es ist beabsichtigt, die Flieger bei ihrer Ankunft mit ter „Europa" um 11.30 Uhr auf tem Flugplatz offiziell zu begrüßen und sie nach einer Fahrt durch die Stadt zum Rathaus zu geleiten, wo ihnen Gelegenheit geboten wird, sich in das „Goldene Buch ter Stadt Frankfurt" einzutragen und ten Römer zu besichtigen. Um 13.30 Uhr wird auf Einladung ter Stadtverwaltung ein Frühstück im ..Frankfurter Hof" statt- ftnten. Um 17.30 Uhr sind die Flieger vom ..Verein für Luftfahrt" zum Tee tm Flughafen- Restaurant oder bei schlechtem Wetter in einem Hotel eingeladen. Für ten Qlbcnb haben die Flieger einen Vortrag angekundigt, den sie voraussichtlich um 20 Uhr im Hippodrom halten werten.
Kirche und Schule.
-L Ridda. 4.3ult. Am Montag fand hier eine Dekanatskonferenz der evangelischen Geistlichen des Dekanats Ridda statt. Sie wurde mit Gebet und Schriftlesung durch Pfarrer Wolf (Ranstadt) eröffnet. Dekan Scriba begrüßte die fast vollzählig erschienenen Amts
erledigte Ordinariat für Mineralogie und Geologie ist tem ord. Professor Dr. Walter Schmidt in T ü b i n g e n angeboten worden. Prof. Schmidt erhielt seine Ausbildung an ter Universität seiner Vaterstadt Wien sowie an der Montanistischen Hochschule in Leoben, erhielt dort die venia legendi und später die Ernennung zum a. o. Professor. 1926 dozierte er vertretungsweise in Göttingen und siedelte Ostern 1927 nach Tübingen über Vor einigen Wochen erhielt Schmidt ein etatsmäßiges Ordinariat — Von den diesjährigen "Reisestipendien te-> Archäologischen ZnstitutS tes Deutschen Reiches sind die Stipendien für tlassische Archäologie Dr. Walther H a h l a n d, Marburg, Dr. Hans Klumbach, zur Zeit Rom. Dr. Harald K o e t h e. Marburg, Dr. Wilhelm K ratter, Mannheim, Dr. Emil Kunze, Athen, das Stipendium für Architekten Dipl.» 3ng. Günter M a r t i n y, Dresden. verliehen worden. — Zur Wieterbesetzung des durch den Weggang des Prof. Heinrich Scholz erledigten Lehrstuhls ter Philosophie an ter Universität Kiel ist ein Ruf an ten ord. Professor Dr. Richard Kroner an der Technischen Hochschule in Dresden ergangen. Pros Kroner ist Begrünter und Herausgeber tes .Logos", 3nternat. Zeitschrift für Philosophie ter Kultur. Von seinen Werken nennen toir: „Kants Weltanschauung" 1914. „Das Problem tes Historischen in ter Biologie" 1919. "Don Kant bis Hegel" 1921 bis 24, II. Bd — Zum Rachfolger des Geheimrats B. Haendcke auf tem Lehrstuhl ter Kunstgeschichte an ter Universität Königsberg ist Professor Dr. Wilhelm Wo r ringer von ter Universität Bonn ausersehen. Worringer studierte in Freiburg L B_, München, Berlin und Bern und begann seine akademische Laufbahn im 3ahre 1909 als Privatdozent an der Universität Bern. Fünf 3ahre später siedelte Worringer in gleicher Eigenschaft nach Bonn über. Seit 1915 stand er im Felde und hatte 1918 einen Lehrauftrag an ter deutschen Universität in Dorpart. Er veröffentlichte „2utad CranachMonographie 1907. „Abstraktion und Einfühlung". Ein Beitrag zur Stilpsychologie. 9. Ausl. 1920, „Formprobleme ter Gotik". 19. Aull. 1927, ..Altdeutsche Duchilluftra- tion“, 2. Ausl. 1920, „Anfänge ter deutschen Tafelmalerei" 1924 .Aegyptische Kunst" 1926. — Der Privatdozent für Kriegs- und Heeresge- schichte an ter Münchener Universität Dr. Eugen v. Frauenholz ist zum etatmäßigen Regie-
krüder mstelo.itecc Pfarrer K u l l m a n n (Berstadt». ter nad) längerer Krankheit zum erstenmal wieder an einer Konferenz teilnebmen konnte Rach ürlebigun?. ter geschäftlichen Angelegenheiten. wie Stellvertretung im Dekanat. Feier ter kirchlichen 3ahresfeste im Dekanat u. a._ hielt Pfarrer W o l f «Ranstadt» einen Vortrag über »Die Führung der Ortschronik Die Ausführungen zeigten, daß das Referat über diese sehr wichtige Angelegenheit in ten testen fänden lag. 3n ter <e&r angeregten und ergiebigen Aussprache war sich die Konferenz darin einig, daß die .verausgabe bestimmter Richtlinien, nach denen die Ortschvvnik im allgemeinen zu sühren ist seitens tes Lantes- kirchenamts unbebtngi notwendig sei. Die Behandlung dieses Thema- auf allen Dekanats- fonferenjen tes Lande- soll die Unterlegen schaffen für die Reuherausgate ter Instruktion zur Führung ter Ortschronik da die alte 3n- struktion aus tem 3ahre 1857 erneuerungsbedürftig ist.
Oeutscher Oorslirchentag in Gießen.
Der Deutsche Dorskirchei^oerband hält seine diesjährige Iahrcstagung am 2 5. und 2 6. 3 u'l i in Gießen ab. Entsprechend der Eigenart der sudwesideutschen Landbevölkerung — einerseits noch vielfach erhaltene» Volkstum, anderseits eine durchweg sozial gemilchte Bevölkerung infolge der Industrialisierung — sind zwei Vorträge vorgesehen. Pfarrer R ü 1)1 (Reichelsheim) und Pros Dr. Ä o ch (Gießen) werden über „Die Bedeutung der Volkskunde für die Arbeit des Pfarrers" reden: Ober lehrer Dr. Dietz (Oberlenningen) in Württemberg und Pfarrer Mahr (Gießen) über: „Gemeinfchasts pflege im sozial gemischten Dorf. Ein Ausslua mit Gesellschastsautos durch die Dörfer des Hüttenbergs mit einführendem Vortrag des großen Kenners des Guttenberger Volkstums, Pfarrer i. R. Schulte (Großen-Linden), verbunden mit einer Ausstellung, wird den Teilnehmern einen guten Einblick In hessisches Volkstum gewähren. Die Verhandlungen am 25. Juli mit den Vorträgen am Vor- und Nachmittag finden auf der Licbigshöhe statt. Pfarrern, Leh- rem, und allen für diese Sache Interessierten wird die Teilnahme an der Tagung, die in den letzten Jahren in Halle, Hannover und Königsberg abgehal- ten wurde, wann empfohlen.
Hess. Hauptverem
der Gustav Adols-Stistuug.
Die 85. Jahresversammlung des Hessischen Hauptvereins der Gustav Adols-Stistung findet vom 8. bis 10. 3uli in Langen statt Am Hauptfesttag (8. 3uli) wird die Tagung eingeleitet durch einen 3ugend- gottesdienst am Vormittag, den der bekannte Dichter und Vortämpser des Auslanddeutfch- tums Pfarrer D. Mahnert (3nnsbruck) halten wird, während in den Gemeinten der Umgebung Diasporapfarrer predigen werten. 3m Festgottesdienst am Rachmittag ist neben der Predigt von J). Mahnert eine Ansprache des Prälaten der Hessischen Landestirche D. Dr. Diehl vorgesehen, während in einem Parallelgottesdienst Pfr. Bruhns, Leipzig, der Schriftführer des Zen- tralvorstandes, die Predigt übernommen hat. Daran schließen sich an ein Festzug und große Volksversammlungen in und vor dem Gemeindehaus, wobei der Vercinsvorsitzende, sowie Auslandvertreter der evangelischen Diaspora da- Wort ergreifen werten. Den Abschluß des Tages soll ein Familienabend im Gemeindehaus bilden mit Begrüßungen. Überreichung der Festgaben, musikalischen Darbietungen und Aufführung eines Dolksstücks: „Die Salzburger" von Dr. Vortisch. Der folgende Montag wird ausgefüllt durch die geschäftlichen Verhandlungen des Ver- waltungSrates und tes Landesverbairdes der Gustav Adols-Frauenvereine. Auch (oll das historisch so interessante Dreieichenhain besucht werden. Am Abend beginnt dann der in die Diaspora-Arbeit einführende Lehrgang, dec durch die Vorführung des Filins .Glaute und Heimat^ nach dem Drama Schönherrs eröffnet werden soll. Fortsetzung und Schluß tes Lehrgangs erfolgen am Dienstagmorgen, wobei Borträge von namhaften Vertretern ter Diaspora gehalten werten sollen.
rungscate 1. Klasse bei der Bayerischen Akademie ter Wissenschaften und der Verwaltung ter wissenschaftlichen Sammlung des Staates als Rach» solger von Prof. Dr. K. A. v. Müller ernannt worden.. Prof. v. Müller , hat das Ordinariat der bayerischen Landesgeschichte an der Münchener Universität als Rachsolger M. Doeberls übernommen. Dr. v. Frauenholz war aktiver Offizier. Er nahm teil am spanischen Feldzug in Marokko, ferner am Weltkrieg, war Vortragender Rat im Kriegsministerium und nahm 1918 seinen Abschied. Dann studierte er in München 1924 erhielt v. Frauenholz die venia legendi. — Der Privatdozent für innere Medizin an der Universität Heidelberg Dr. med. Erich Krauß ist zum Dozenten an ter Medizinischen Akademie in Düsseldorf ernannt worden. — Der durch ten Weggang de- Prof H. Marx an ter Universität Münster erledigte Lehrstuhl der Ohrenheilkunde ist dem Ordinarius Dr. Heinrich Herzog in 3nnsbruck angeboten worden Herzog war aktiver Militärarzt, habilitierte sich in München für Laryngologie und war viele 3ahre Assistent an der Münchener Ohrenklinik bei Prof. Heine. Seit 1916 lehrt Herzog in Innsbruck.
Der durch die Emeritierung tes Pros. H Köppe an ter Universität Marburg erledigte Lehrstuhl der Staatswifsenschast ist tem ordentlichen Professor Dr. Wilhelm Röpke in 3 e n a angeboten worden. Pro! Röpke ter vor einiger Zeit einen Aus an die Universität ®ra$ als Rachfolger von E. Lukas angenommen uno bereits seine Ernennung zum Ordinarius in Graz erhalten hat. erwarb 1921 in Marburg ten Doktorgrad, war dann Assistent am Marburger staatswifsenschastlichen Seminar, zugleich beauftragt mit der Abhaltung propädeutischer Uebun» gen über das Studium ter Handelspreise, und habilitierte sich Michaelis 1922 in Marburg für das Fach der Staatswissenschaften. 1922 23 war Röpke als Mitglied ter Kommission zur Bearbeitung von Reparationsfragen in Berlin tätig. Ostern 1924 übernahm Röpke die Vertretung einer freien Lehrstelle für Volkswirtschaftslehre an der Universität 3cna und erhielt bald daraus ebenda die Ernennung zum bianmäfjigen Extraordinarius als Rachsolger von K. Muhs. Seine Veröffentlichungen betreffen besonders Geldwesen, Konjunkturtheorie, Handelspolitik, Agrarpolitik und Finanzwissenschaft. — Der Ordinarius für mittlere und neuere Geschichte an der Universität
Leichtathletische Misterschasten der Universität.
D»e Gießener Studentenschaft hatte für ten 1. 3uli w ten leichtathletischen Meisterschaften der Universität eingelaten. die in Zukunft stündig im Rahmen des Universitäts-Stiftungsfeste« ftattfinben sollen. Trotz ter gleich-eiligen Regatta hatte sich ein« ganz erhebliche Zuschauermenge emgef unten es mögen über 500 gewesen lein —, die ten Wettkämpfen mit Spannung folgte Man bemerke u a. vorn Ministerium für KultuS und Blldungswe'en OHinifterialbtrehor U t ft a b t und Ministerialrat Dr h. c. Löb le in. außerdem eine erfreulich große Anzahl von Profolloren ter Univer ität
5hc Wettkünrpf« begannen pünktlich 15 15 Uhr und wickelten lich unter Leitung von Dr. M ö ck e l- mann in rascher Aufeinanderfolge ab. Die Staffeln brachten spannende Kämpfe Die 4 100-Meter- und öie 10> lOO-Meter-Stafsel sah n ter Burschenschaft Frankonia ten überlegenen Sieger wahreird die olnmpisch« Staffel durch das gute Laufen ihres 800-Meter- Mannes für die A. T. D. Rheinfranken cntichieten wurde Sie Beteiligung der Ge- samlstutentenschalt dürfte noch besser fein. E»n Faustballspiel zwischen ter A. T. B. Rhetnfranken uni) ter Hasso-Rhena- nia , lowte die Reiworsührung der a k a b e m. Reitabtellung erweckten große» Interesse. 3n den Einzelkämpfen dominierten öle aus der Spiclvereuugung 1900 bekannten Franko« en Langlotz und G e l st.
Okach ten Wettkämpfen trat die Fußballmannschaft ter Universität ter Liga- mannfchaft tes B. s. B Gießen gegenüber. Schien es anfangs, als ob die QUatemifer das Spiel zu thren Gunsten entscheiden würden, so änderte sich das Bild nach Halbzeit völlig. Die Mannschaft der Universität spielte immer zerfahrener unb ließ sichtlich nach Mit 4:2 Toren gewann ter B. f. B.
Die Liegerverkündigung nahm Se. ONagnifizenz ter Rektor ter Landesunivcrlltät Prof. Dr Rosenberg am Montag abend während ter Universitätsfeierlichkeiten vor.
100-Meter-Lauf: 1. Sieger: Deist-Frankonia, 11 Sek. 2. Langlotz-Frankonia. 3. Erk- mann-Palatia.
200-Meter-Lauf: 1. Sieger: Geist-Frankonia, 24 Sek. 2. Düker-Frankonia 3. Guyot- Ehattia.
400-Meter-Lauf: 1. flieget: Guvot- Ehattia, 58,4 Sek. verhalten. 2. Wagner-Hasso- Rhenania.
3000- M t r. - L a u f: 1. flieget: Gantenbetg- Unitas-Eheruskia, 10:25 Min. 2. Scdwöbel-Frankonia. 3 Kleemann-A. T. B. Rheinftanken.
Hochsptung: 1. Sieget: Düker-Frankonia, 1,55 Meter. 2 Dombr^wsky-A. T. B. Rhein- franken. 3. Klös-Frankonia.
Weilsptung: 1. flieget: Langlotz-Ftan- Ionia 5 98 Meter 2. Düker-Ftanlvnla 3 MauS- Freistutent.
4X100-M«ter-Staffel: 1. flieget:
Frankonia. 46 Sek. 2. Ehattia. 3. Hasso-Rhc- nania.
Speerwerfen. 1. Sieger Langlotz-Frankonia. 42,40 Meter 2. Guyot-Ehattia. 3. Dom- bowfkY-A T. B. Rheiusranken.
Kugelstoßen. 1. Sieger. Langlotz-Frankonia, 10,38 Meter 2. Gouteaud-Arm' nla. 3. Mehger-A T V Rheinsranken
Drei kam pf: 1. flieget Langlotz-Frankonia, 172 Punkte. 2. Deist-Frankonia. 3. Mehget- A. T. V. Rheinfranken 4. Düker-Frankonia. 5. Riemann-Wingols. 6 Doubeaud-Arminia.
1 0X 1 00-Me te r - fl t a f fe l. 1. fl eger: Frankonia, 2,07 Minuten. 2. Ehattia. 3. H 'so- Rhenania.
Olympische Staffel: 1. Sieger: A. T. V. Rheinftanken. 2. Ehattia. 3. Hasso-Rhenania.
Den Preis St. Magnifizenz für ten Mannschafts-Dreikampf gewann die Burschenschaft Frankonia.
Gießener J^afrfabrerüerein 1885.
Am vergangenen Sonntag fand in Wißmar, veranstaltet von tem Radfahrerverein . Germania", Wißmar, das Sommerfest tes Süd- bezirks be6 Gaue« 73 Lahn, Bund
Königsberg Dr. Erich Caspar hat einen Ruf an die Universität Freiburg i. B. als Rach- folger tes verstorbenen Geh. Hosrats Georg v. Below erhalten EasparS Arbeiten betreffen mittelalterliche Geschichte Deutschlands und 3ta- lienS. befonteT6 des Papsttums. Potsdamer von Geburt, studierte Easpar in Bonn bei Ritter, v. Bezold unb Hampe, später in Berlin als Schüler Scheffer-Boichocsts, bei tem er promovierte. Dann arbeitete er an ter Ausgabe her älteren Papsturkunten durch die Göttinger Gesellschaft ter Wissenschaften mit und war seit 1908 Mitarbeiter ter Monumenta German iac historica. 1907 erhielt er die venia legendi in ter Berliner philosophischen Fakultät, später das Prädikat Professor, und siedelte 1920 als ord. Professor nach Königsberg über. — Die Universität Frankfurt ist vom Preußischen Ministerium für Wissenschaft. Kunst und Volksbildung ermächtigt worden, die Doltordiplome ter Universität Straßburg für solche Dolloranten auszustellen, die vor tem Kriege oder während tes Krieges bei der Universität Straßburg die Dottorvrüfung bestanden, aber infolge ter politischen Verhältnisse kein Doktordiplom mehr erhalten haben. Professor Dr. med. Herma,m Dold. Regierungsrat im Reichsgelundheitsarnt und Privatdozent an der Universität Berlin hat ten an ihn ergangenen Ruf aus den Lehrstuhl der Hygiene an der Universität Kiel als Rachfolger tes verstorbenen Pros. A. Korfs-Pe- :?r'er angenommen. — Prioatdozent Dr. med. dent. Hans Heinr o th ist zum ordentlichen Professor ter Zahnheilkunte der Universität Halle als Rachsolger des Geheimen Rate2 H. Koerner ernannt. — 3m Alter von 59 3afrren verschied am 29.3uni ter leitende Arzt der inneren Abteilung teS Krankenhauses der Barmherzigkeit zu Königsberg i. Pr.. General- Oberarzt Professor Dr. med. FranzS innhuber. — Professor Dr. 3van S ch i ch rn a n o v ist in Oslo, wo er als bulgarischer Delegierter am internationalen Kongreß tes Pen-Clubs teilnahm. einem Herzschlag erlegen. Der im 67 Lebensjahre stehende bulgarische Gelehrte absolvierte feine Universitätsstudien in Genf, 3ena und Leipzig, wo er bei Wundt promovierte. Dann war er Professor für veraleichende Literaturgeschichte an ter Universität Sofia. Dop 1903 bis 1908 wirkte Schichmanov als Unter» richtsminister.


