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Aus der Provinzialhauptstadt.

® ie ß en, den 4. Juli 1928.

Vom rechten Wandern.

Ferienzeit Wanderzeiti Wen drängt es nicht hinaus in die freie GotteSnatur. in Sonne, Licht und Geben, teer sehnt sich nicht danach, andere Stabte, andere Menschen, andere Ander fermen - julernen. Aber auch Wandern ist eine Ä u n ft, auch Wandern will gelernt sein

Das erste Erfordernis ist. daß man sich ein Ziel setzt, daß man sich darüber klar wird, wie­viel man tarnt und teaS man will. Keine Wan­derung ist ein Genuß, noch weniger ein Vorteil, trenn man sich überanstrengt, wenn man über seine Kräfte hinaus St reden wrüdlegen will, denen die Leistungssähigekit nicht gewachsen ist. Wandern soll uns ja körperlich gesünder, traf" tiger, leistungsfähiger machen, und das erreicht man nicht, wenn man mehr Kräfte verzehrt, <lS man bat Und zu zweit: man soll nicht bloß «ehen. Kilometer abrennen, sondern man soll schauen und lernen, soll all das. was man mit rechten Wanderaugen sieht, in sich aufneh­men. verarbeiten. Erst dann kann man sagen, daß man ein rechter, ein echter Wanderer ist.

Beim Wandern soll man auch auf fich selbst ouspassen, soll man sich in die Anschauungsweise 11 in daS Urteil Andersdenkender ober dem Wandern fremd aegenüberstehender Menschen einfühlen können. Man soll namentlich denen, deren Gastfreundschaft man genießt, nicht lästig fallen, sie nicht in ihrer Arbeit stören, soll statt dessen lieber versuchen, sich ein Urteil über Lebensweise und Lebensnotwendigkeiten derer zu bilden, die man auf f in;n Wanderungen an trifft oder aufsucht. Hierbei bietet sich immer Gelegenheit, zu lernen, wenn man lernen will.

Daß man beim Wandern, wenn es ein rechter Genuß sein soll, gewisse Erfahrungen, am besten lelbstgewonnene, haben muß, bedarf wohl keiner besonderen Betonung. Kleidung, insbesondere Schuhwerk, der Inhalt des Rucksacks, die (Ein­teilung der Strecke imb der Zeit, genaues Ver­trautsein mit dem Lesen der Landkarte sind Vor­bedingungen für den, der sichauf eine Reise macht." Auch seine Gefährten soll man sich recht­zeitig ansehen, bevor man fich mit ihnen auf eine längere Wanderung begibt, will man nicht u. U. trübste Erfahrungen machen, sich die Wan- berung verderben. Guter Wille allein genügt nicht immer, um ein brauchbarer Wanderkamerad ,Ui sein. Daß man unterwegs feinem Körper die größte Pflege, hauptsächlich durch Sauber­leit. angebeißen lassen muß, daraus sei aufmerk­sam gemacht, obwohl es sich eigentlich von selbst versteht.

Viehmärkte in Gießen.

Vom Kreisveterinäramt wirb unS geschrieben. 'Für alles abgetriebene Vieh ist nunmehr bie 3m bf u n g gegen Maul- unb Klauen- I ! euche eingciuhrt unb so die Abhaltung des Marktes von Seuchenausbrüchen in der Nachbarschalt unabhängig gemacht worden. Die Impfungen müssen leider unter sehr primt- fLoen Verhältnissen ftattfinben, weil bie Stabt Gießen bet der Kapitalbeschaffung für den be­reits von der Stadtverordnetenversammlung ge­nehmigten Diehhos auf große Schwierigkeiten gestoßen ist. Hoffentlich gelingt eS den Bemühun- fien aller interessierten Kreise, diese auf wirt­schaftlicher Kurzsichtigleit beruhenden Schwierig- I leiten bald aus dem Wege zu räumen. Die an- loinmenden Tiere werden unmittelbar nach dem 1 Ausladen geimpsi Vicht geimpfte Tiere dürfen I in den Gaststallungen nicht mehr untergebracht H >ve> den. Das am Dienst.igmotgen zu Fuß oder mt der Bahn ankommende Vieh wird ebenfalls !f. Wort geimpft Es empfiehlt sich daher, am Dienstag möglichst früh vor Beginn des Marktes in Gießen eimutreffen. Die Impfungen können schon vor 6 Ahr vorgenommen werden. Don den Händlern wird erwartet, daß sie daS Ausladen und die Impsun- gen nicht durch vorzeitige Handels­geschäfte stören. Alle Impfungen finden auf dem vorderen Teil des Diehrnarktplatzes statt.

Da» Betreten her Mesen ifl verboten!

Fünf Schüler hiesiger Schulen im Alter von 9 bis 16 Jahren spielten am 18. März 1927 auf der Eiswiese an der Moltkestraße Fuß­ball. Die Jungen, bzw. ihre Eltern erhielten Strafbefehle, gegen die Einspruch eingelegt wurde. In der Verhandlung vor dem Feld­gericht am 27. Oktober 1927 wurden die An­geklagten freigesprochen. Auf die von der Staatsanwaltschaft eingelegte Revision hob das

OberlanbeSgericht Darmstadt bad Ur­teil des Feldgerichts auf unb verwies die Sache zur erneuten Verhandlung an das Amtsgericht zurück.

Die zum Teil unmittelbar für ihre straf - unmündigen Söhne, zum Teil mittelbar für bie ftrafmünbigen Söhne haftbaren Eltern und die zwei über 14 Jahre alten ftrarmünbigen Ju­gendlichen hatten sich daher dieser Tage erneut vor dem Feldgericht zu verantworten.

Vach einer in Gießen weit verbreiteten Ansicht soll das Betreten der Wiesen in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 1. April eines jeden Jahres statthaft fein. Diele Annahme ist jedoch irrig. Vach dem Gesetz ist vielmehr das Be­treten der Wiesen nach dem Einsehen der Vegetation im Frühjahr bis zur been­deten Ernte im Herbst verboten. Es ist also kein fester Zeitpunkt genannt, es kommt viel­mehr ein in jedem Jahre anders festzustellenber beweglicher Zeitraum In Frage. Das Keimen des Gräfes hatte'am 18. Mär^ 1927 bereits ein­gesetzt. Das Fußballspielen auf den Wiesen wurde von der Jugend in einem derartigen Ausmaß betrieben, daß dagegen eingeschrttten werben mußte. Durch das Fußballspielen kann die Grasnarbe derart beschädigt werden, daß kein Gras mehr wächst.

Auch im vorliegenden Falle wurde eine Felb- beschädigung festgestellt. Das Gericht sah im vorliegenden Falle von einer Bestrafung der beiden ftrafmünbigen Jugendlichen ab. erteilte ihnen aber einen Verweis. Die an Stelle der \3ungen haftbaren Eltern wurden zu einer Geldstrafe von jeeiner Mark und zu den Kosten des Verfahrens, einschl, der­jenigen der Revisionsinstanz verurteilt.

Der vorliegende Fall möge Kindern und Eltern zur Warnung dienen

Talen für TonnerStag, 5.Juli

Sonnenaufgang 3.50 Uhr, Sonnenuntergang 20.18 Uhr. Monbaufgang 22.17 Uhr, Monduntergang 5.43 Uhr.

1745: der Satiriker Karl Arnold Kortüm in Mül­heim a. d. Ruhr geboren (gestorben 1824); 1853: der englische Kolonialpolitiker Cecil Rhodes in Hert- fordshire geboren (gestorben 1902); 1884: Togo wird unter deutschen Schutz gestellt; 1908: der norwegische Dichter Ionas Lie in Barum gestorben (geborei. 1833); 1920: Konferenz in Spa (bis 16. Juni).

Gies;euer Wochcnmarktpreife

Es kosteten auf dem gestrigen Wochenmarkt: Butter 170 bis 180, Matte 30 bis 35. Wirsing 25. Weißkraut 20. gelbe Rüben 30 bis 10, rote Rüben 20, Römischkohl 10 bis 20, Dohnen 25 bis 60, Erbsen 30 bis 35, Mischgemüse 15 bis 20. Tomaten 40 bis 70, Zwiebeln 17 bis 20, Rhabarber 15 bis 20, Kartoffeln 5 bis 6, Kir­schen 60 bis 70, öcibclbcercn 50 bis 60. Stachel­beeren 40, Johannisbeeren 30 bis 40, Erdbeeren 40 bis 120, Pfirsiche 80 bis 120, Honig 40 bis 45, junge vähne 100 bis 120, Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das Pfund; Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.; Tauben 60 bis 70, Eier 12 bis 13, Blumenkohl 20 bis 80. Salat 5 bis 15, Salat* gurken 20 bis 60, Ober-Kohlrabi 8 bis 15, Rettich 10 bis 25 Pf. das Stück; Radieschen 10 bis r' Pf. das Bund.

Voritotizcn.

Tageskalender für Mittwoch. Volks­tümliches Symphoniekonzert (Mozart-Abends, 8 Uhr, Neue Aula der Universität, ausgeführt vom Gießener Orchesteroerein 1908. Lichtspielhaus, Bahnhosstr.: Der Faschingskönig". 22.30 Uhr: Nachtvorstellung. Astoria-Lichtspiele:Kleinstadtsünder".

Der Goethe-Bund feiert bekanntlich morgen, Donnerstag, 5. Juli, sein 14. Iahres- fest. Mit dieser Deranstaltung beschließt et wie­derum ein Jahr eifriger Dundesarbeit. Der Bund hält es, toiexman uns schreibt, für feine Ehrenpflicht, zum Ausklang seiner Dortrags- öaebiehmgen durch eine würdige Feierstunde seines hohen Schutzpatrons Goethe zu gedenken. In diesem Sinne ist für dieses Jahr als Thema für den Goethe-Festvortrag angesetzt worden Goethe und die Frauen", den der bekannte Goethesorscher Direktor Franz Veubert aus Leipzig halten wird. Eingeleitet wird der Goethe» abenb durch Rezitationsvorträge Goethescher Ge­dichte unb eine- Goethe-Prologes von Alfreb Dock. Als Sprecherin ist Frl. Trübe Heß vom hiesigen Stadttheater gewonnen worden. Es ist eine wertvolle Goethefeier zu erwarten, zu der der Besuch aller Goethe- unb Citeratur- freunbe erbeten wird. (Siehe heutige Anzeige.)

erfordern stets eine sorgfältige lepgebung unb Satzausstatlung. Gute Satzlrislungen stnd nur erreichbar, wenn die Anzeigen |[öDjeitig genug Megehen werden. Der Annahmeschluß für alle Anzeigen im Gießener Anzeiger entfällt auf den Nach: mittag vor der Aufnahme. Empfehlung«, anzelgen müßen, je nach Umsang und Satz- schwierigsteiten, zwei bis drei Tage vorher bestellt sein. Nur mit Sorgfalt und dem not« wendigen Zeitaufwand gesetzte Empfehlungen

Wem öen MiMlen Wlg!

Pros. Dr. QI u bin. Gießen, in der römisch-germanischen Kommiss ion des Archäologischen Instituts. Vach einer Meldung aus Berlin hat das Mitglied der röm.'ch-germanischen Kommission des Ar- chäologifchcn Institutes des Deutschen Reichs Pros. Dr. Georg Wolfs, Frankfurt a. M., wegen seines vorgeschrittenen Alters sein Man­dat nicbctgelcgL Aus Dorschlag des Direktors dieser Kommission und im Einverstäirdnis mit der Zentralbirektion des Archäologischen In­stituts hat der Etellrertretcr deS Reichsaußen- Ministers den älniversitätsprosessor Dr. Hermann Aubin, Gießen, zu seinem Vachfolger er­nannt.

Eine ganze Serie von Gewittern ging vom gestrigen Spätnachmittag ab bis um Die Mitternachtsstunde der letzten Vacht hinein in unserer Umgcgcnb nieder. Unsere Stadt wurde dabei von den Randgebieten der Wettecbildwr- gen berührt und bekam auch etliche Regenjälle, jedoch toirite sich die Hauptkrast der Gewitter in der weiteren Umgegend, namentlich hinter denr Dünsberg und in der Richtung nach Mar­burg und Kirchhain zu aus Ein in den heutigen Morgenstunden heranziehendes weiteres Gewitter konnte hier ebenialls nicht recht zur Auswirkung kommen Ein wunderbares Vaturschauspiel bot sich in der Vacht zwischen 10 und 11 Uhr. wo man beim Anblick der ununterbrochen zuckenden Blitze in der Linie DünsbergMarburg an manches Bild einer nächtlichen Feldschlacht im Weltkrieg erinnert wurde. Die Rcgensälle sind unseren Fluren und Gärten sehr willkommen gewesen. Don Schäden durch die Gewitter ist bis zur Stunde nicht« bekannt geworden. Erfreu­licherweise hat die in den letzten beiden Tagen ungewöhnlich heiße Temperatur eine wesentliche Abiühlung erfahren.

D ie Dien st bezirke des Kreis- Veterinäramts. Wie das Kreisamt Gießen im neuesten Amtsverkündigungsblatt zur Be­richtigung seiner Bekanntmachung über bie Ein­teilung des Krettes Gießen für den Dienst des Kreisveterinäramts bekanntgibt, gehören die Ge­meinden Allertshausen und Climbach xu Gießen II (Deterinärrat Dr. Stein), bie Gemeinben Stock­hausen und Odeuhausen zu Grünberg (Deterinär­rat Dr. Martin).

* Eine dritte Rheinfahrt veranstaltet die hiesige Hapagvertretung. das Reisebureau Loeb, am Sonntag, 15. Juli. Die Reise geht ab Gießen über Mainz nach Rüdesheim. Aßmanns- hausenKoblenz und zurück nach Gießen; die Fahrt er'olgt mit Sonderzug unb Sonderdampser, begleitet von einer Musikkapelle. Die rechtzeitige Bestellung von Plätzen Dürfte empfehlenswert fein.

" Abonnementskonzert unserer Militärkapelle. Den Besuchern der Kon­zerte unserer Reichswehrkapelle steht am mor­gigen Donnerstag, 5. Juli, wie man uns mitteilt, ein genußreicher Abend bevor. Don den Dar­bietungen seien besonders hervorgehoben die Ouveriüren:Rosamunde" von Franz Schubert, sowie die Ouvertüre zur OperMignon", ferner die FantasienSiegfried" undDas Glöckchen des Eremiten", Herr Weyer wird dasSchwe­dische Konzert" für Flöte vortragen, dem sich die Rhapsodie Vr. 2, über Schwäbische Lieder, von W. Kampiert anschließt. Der Schluß dieses Kon­zerts bringt außer einem der neuesten Schlager. Den Großen Zapfenstreich der Infanterie und Kavallerie von Wisprecht-Roßberg. Der Besuch der Konzerte kann nur empfohlen werden. Für das 5. Abonnementskonzert am Donnerstag, 12. Juli, ist bet Posaunenvirtuose Günther. Darmstadt, gewonnen. Das Wunschprogramm ist deshalb für das 6. Abonnementskonzert vorge­sehen.

Allerlei Dieb ftählL Wie der Polizei­bericht meldet, wurden in Der Vacht zum 28. Juni von der Insel bei der Klinkeischen Mühle an der Lahn 5 junge Hühner. Plymouth-RockS. blau und weiß gestreift (schiefergrau) gestohlen. In letzter Zeit wurdcn wiederholt Frauen auf dem Wochen- martt die Geldbörsen, in einem Falle sogar die Hand» che auS dem Marktkorb entwendet. Sinern Handelsmann auS Treis an der Lumda stahlen Spitzbuben am 26. Juni auf dem Diehmarkt in Gießen ein lebendes Kalb im Werte von 70 Mk., während am 21. Juni einem Arbeiter auf dem Bahnhof Gießen vor dem Fahrkartenschalter auS feiner Briestasche, die er auf das Tischchen gelegt hatte. 320 Mk unbemerkt auSgcfübrt wurden. Sin HandwerkSbursche hat angezeigt, daß ihm am 26. Juni, angeblich auf der Herberge, ein Rucksack mit Gärtnerhandwerkszeua unb Kleidungsstücken gestohlen worden sei. Sachdienliche Mitteilungen zur Aufklärung der Dorsälle und zur Ermitte­lung der Täter erbittet die Kriminalpolizei.

' MarkuS-Gemeinbe. Die ©cmeinbe» feier am vorigen Sonntag hat auch diesmal wie­der ihre alte Anziehungskraft bewährt. Ein Zug von über 300 Kinder der Kindertirche. denen sich auch zahlreiche Erwachsene anschlossen, stellte sich am Gemeindehaus auf und marschierte unter Führung eines großen Po aunenchorS nach der Hardt. Gs war ein schönes Bild voll lachender Freude, die vielen leuchtenden Kinder­gesichter und die schönen Kränze mit den bunten Bändern, die luftig im Winde flatterten. Auf der Hardt mit dem wundervollen Blick auf unsere Stadt unb ihre Umgebung gab's dann ein fröh­liches, abwechslungsreiches Treiben. Reifen und sonstige Spiele der Kinder, tüchtige Letstungen am Kletterbaum mit seinen verlockenden Preisen, feine Lieder der Mädchenvrleii.igung, die Altes und Veues boten, gu'.e Musik des PolaunenchorS erfreuten jung und all. Ein Höhepunkt für die Festfreude der großen Kinderschar war natür­lich die Ausgabe von Brezeln, die auch diesmal wieder durch freundliche Spenden möglich war. Auch das ernste Wort fehlte nicht; in feinsinni­ger, eindringlicher Weise sprach der DundeSwart der Hessenjugend, Missionar Jürgens auS Darmstadt, überDie Gemeinde und ihre Ju­gend". Vach kurzem Schluß- und DankeSwort, das besonders auch den f reiwilligen Kräften galt, die zu dem großen Musikchor sich freundlich zusammengeschlcssen hatten, vereinigte .man s-ch zum gemeinsamen Danklied, unb dann gings in buntem Zug mit klingendem Spiel wieder zur Stadt zurück. Alles in allem: eine schöne Ge­meindeseier bei herrlichem Wetter, die den Teil­nehmern nod) lange 'n Erinnerung bleiben wird.

Deutschlands beliebtester n - ?l c r , Kammersänger Heinrich SchluSnuS, hat ür den am 7. Juli im Kurhaus in Bad-Vau- heim (großes Haus) flattfinbenben einmaligen Lieder- uni) Arienabenb ein ausgewähltes Pro­gramm ausgestellt, welches Liedergruppen von Schubert, Schumann, öinbing, Kaun, Grieg, Hugo Wolf, Dvorak, sowie Arien aus Werken von Verdi und Giordano enthält. Heinrich S ch 1 u s n u s . dem man nach wie vor die schönste Stimme unter den europäischen ®c- fangSkünst'em nachsagt, wird von dem bekann­ten Pian.sten Franz Rupp (Berlin) am Flügel begleitet. Väheres in der gestrigen Anzeige.

.Berliner Börse.

Berlin, 4. Juli. (WTB. Funkspruch.) Auf ge­bessertes Neuyork und der wesentlich erleichterten dortigen Tagesgeldrate war die Tendenz des heuti­gen Fruhoertehrs kursmäßig erholt. Das Geschäft ist aber weiter klein, doch war die Börse Abgeber, und man glaubt heute mit Deckungen rechnen zu dürfen. Vorläufig nennt man Farben 271 zu 272 und Siemens 365 zu 366. Am Devisenmarkt nennt man Paris 124,22, Mailand 92,78, Spanien 29,56, das Pfund 487,71.

Die Setten- und Parfümeriefabrik P. Jos. MöbS, Gießen, hat es stch angelegen fein laßen, in ihrem Iubiläumsjahre ihrer Kundschaft mit ihrer Rofen-Kölnischwafserseise etwas ganz Hervorragendes zu bie:en. Der dezente Aosen- duft in Verbindung mit d. erfrischenden Kölnisch- wasser in reiner und milder Seife befriedigt die größt Ansprüchen, den verwöhntesten Geschmack

Der heutigen Stadtauslage liegt eineAufklärung über Marken­milch" der Firma Llampsmolterei Gießen, Gebrüder Grieb, bei. ,mo

WA

iPoruxucat folgt)

* Kaum war ich aus meiner Betäubung erwacht, als eine große Schlange auf mich zukam, der ich aber mit Allahs Hilfe den Kopf zerschmetterte. Dann sah ich, daß das Felsental voll von Edelsteinen war, die die Schlange bewacht hatte. Ich sammelte, soviel ich konnte, in meine Taschen. Als ich den Abhang der Schlucht hinaufkletterte, traf ich freundliche Menschen, die mich aufnahmen und in ihr Dorf führten. Dort fand ich wundervolle Tabakkulturen, und mit dem Erlös der Edelsteine kaufte ich die gesamte Tabakernte, die heute ein Hauptbestand­teil meiner geliebten Cigarette ist Wiederum hat mich Allah wunderbar ge­schützt und geleitet.

Laßt uns die Sorgen vergessen, liebe Freunde, und erfreut euch an dem Duft der Hüterin allen Friedens, der Trösterin aller Leidender uns von Allah geschenkten

D ZTL -LZ , DER

RAUCHER, erzählt weiter:

irdischen Seligkeit,der süß-milden

CIGARETTE

r SALEM

AUSLESE

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