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Srcttag, 29. April 192 i

Siehener Anzeiger iGeneral-Anzeiger für Gdcrhefien)

Nr. 99 Drittes Blatt

Aus der Well des Films

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der Ctterf jnqyf Im Bilde wohl gelungert. Da axige ich. ettxxii twi .enuute" zu flüstern. ® rauf am-

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Enthüllte Zilmgeheimniffe.

Die früher viel verbreitete Meinung, daft

ebenfalls rüd hat Darr. d.-n

bäuerliche Umgebung. in der ftt steht.

MU es in allem ein Film, der ftch sehen lallen und angelegentlich empfohlen werden kann. - r

richtsahnenden Mann losrafe Kurz v'r dem 3u- tamrncnftx-b wird langsam gekurbelt, und rne to'che lang!am aufgenommme 6yrre erweckt 5rm fchneilen drehen während der Vorführung c;n S ndruck. als ob die Handlung sich in wenige

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oberst v Hindenburg das Äemmanbo. Aus dem Aückzug heraus, den Feind im 'Baden, wird der Sieg von Tannenberg errungen, der die Irid- ftermnairen Hindenlurg und Ludendorff unsterb­lich macht Ostvreuften ist gerettet.

Pie fünfte Bllderjolge bringt die . Schl acht en- wende" 3m Oft en vermag deutsche Feldherrn - funft das durch die Aiederlage des östcrrrtch'lch- ungarltchen Heeres in Galizien bedrohte Gleich­gewicht rrlederherzustellen. Bei Lodz zwingt

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Hehle. Wiener, Valentin und Schreck, in kleineren Lhargen. wird man nicht überleben. Gut ist ferner K lock: die Gibenschütz endlich

Der Sohn der Hagar".

Xi*tiviflhano Bsstnstosstrafe.

Der wohl bekannteste trenn auch nicht reisst« Vornan des fchlefifchen Dichters Paul Keller ist heute um feines Stoffes willen von yhor- mäfterer Bedeutung, als etwa ün Jahre 1907. in dem er entstanden ist. llnferc Vachkriegsge- aentthirt. die das soziale Problem des unehe­lichen Kindes in ganzer Tiefe und Schwere er­kannt bat und leidenschaftlich um feine Lösung be­müht ift trenn es überhaupt eine Löfung gibt muh notwendig im Stoff dieses Aomans mehr erkennen, als den zeitlich und auch Örtlich- landschastlch begrenzten, literarisch auf gegriffe­nen Sonders all. die Vorgänge des Vom ans find uns wichtig, find nicht nur nicht veraltet, sondern defchäf'igen und bedrängen heute die Ocffmt- lichkeit weit mehr, als vor zwei Jahrzehnten.

So lag es nahe, dem Vornan im Film brei­tere Wirkungen zu verschaffen, und man wird biete Verwandlung sogar begrüben, weil es ein guter Film geworden ist. zum mindesten einer, der das 25krf des Dichters nicht unzulänglich zurechtgefchnitten. verkleinert und vergröbert hat Gew'.ft ist der .idm auch über manche S^wächen des Buches nicht hinwega «kommen. d.e in betten ftoMichc-n Voraussetzungen und ästhetischen Mit­teln begründet find

Vknn wir gleichwohl das Ganze gut bieben, so geschieht es darum, weil der Bearbeiter (Koleri. der Regisseur <Dr. Wendhauseni und die Aufnahmeleiter (Krampf. Sparkuhl. Dabersk ei Außergewöhnliches zuftandegebrachl Haden und in engem Zusammenwirken, mit ihren Mitteln und auf die Möglichkeiten. Besonder­heiten und darstellerischen Uederlegenheiten des

Hintergründe, die die lyrischen Partien des Buches auSsüllen möchten, reichen dazu nicht ber. denn es ist eine mistliche Sache. Vaturstimmungen bildbast in eine Handlung rinzubeziehen. So bleibt der Film, so groß er auch angeleat ist. mit seinen immer erneuten Versuchen, die Hand­lung wieder auszunehmen, recht zers obren, sprung- hast, unkonzentriert. die weile Kluft zwischen Vuchliteratur und Filmmanuskript wird wieder einmal offenbar

Das berührt natürlich nicht die Dorzüae des schönen Kinohauses zwischen Milmersdorf und Schöneberg, dessen Lage von neuem den Ber­liner 3ug nach dem Westen beweist, aber auch zeigt, daft sich dieses Streben nicht nur um den Kurfürstendanim herum konzertriert und nicht auf ihn allein beschränkt bleibt. A.

wältigung bedeutender Schrvierigkriten erfennen lästt. So ist der Film (und seine Wirkung auf die Phantasie des Ausnehmenden, dem Vornan dreifach überlegen.

Gs würde zu weit führen, wenn man zeigen wollte wo der Bildstreifen hinter dem Buch zurückbleibt. Die 2Mbtr sind auch dies wurde schon angebeutet im Ginzelnen so lebendig und selbständig gestaltet, verbinden sich unter­einander zu einer so ftimmungsstarken Ginhett und find so klug und gekauft und mit ausge­prägtem Stefübl für dramat.'chr Steigerung auf- gtbain. bah man gern manchenGffixmb auf sich beruhen läftr

Die ausgezeichnete 21rbeit des Manuskript- [eitert, des 2tcgi<feur# und der Photographen werden durch feine fchaufpmiemfche Leistungen tm wvdladgestunmten Onsemble gleichwertig er­gänzt. Man kann hier leider nicht alle Siamen nennen und prächtig gelungenen $fnyi- zügen nachgehen

Dalk, de Lalsky. Christians. 'Sie­rn a nn und S okolof f frnd <«5r begabte, von der Lprechbüdne längst geschätzte schau'pielerische Temperamente. Fuetterer, im Mttralpuntt. gibt eine kräftig umrittene, männliche Gestaltung.

. Tannenberg '1 In bewegten Bildern zeigt viert« Folge die Hot in Ostpreuhen. aus der schönste Sieg des Krieges erwächst, gefahrvoller Stunde übernimmt General-

Films sich beschränkend in neuer Gestaltung starke und eigenartige Sirfungen geschaffen Haven.

Die Strfungen erklären sich dreifach aus der bildhaften Zusammenfassung epischer Vor­gänge. ohne daft die inneren B.ndungen verdeckt oder überspielt werden aus einer bis in die 2»ebenrollen hineinreichenden Qualität dar Vollen- bcfetnxng und aus einer bedeutenden tech­nischen Bette der Fllmphotvgraph«. die groh- zügig. dar und ohne billige Absichten ist und in

Hindenburg den russischen Bären zu Boden Zum zweiten Mate wird et der Vetter des Osten»

I ( letzte Folge deutet an. wie aus den» eurvpä/chen Kriege der Se.tfneg entsteht w'.e «ich an den erstarrten Fronten eine neue Art des Kruges entwickelt, w e der Bewegungrlr «g zum Ermattung». und Zermürkungskr «g wirb

Immer steiler bergan führt _Drt Bolle» Heldengang S.eg türmt sich auf S ea Aber b e'e Siege werden nicht mehr errungen aus der Vege.fterunz der ersten Knessmonote heraus, fle erwachsen aus der Ao' des Volkes, aus dem horten Willen zu leben Bus dem Kampf von Heer gegen H^r wird ein Aingen Volk gegen Tiolk. Mensch gegen Mensch.

Seit dem Friderirus-Fllm war dem K^mpo- nisten Marc Roland keine so interessante Aus­gabe gestellt wie in diesem Serf Gs enthält fernen Schauspieler keine dramatisch geschürfte Handlung Sv ist allo ein Film, der eigentlich jenseits oller Srsahrung steht, auf die sonst ein Fl'mkomvonist aufiubauen tn der Lage ist. Erst wäh-rnd ter Arbeit des Triumvirats Selben» Vo .kmann-Laskv an fern F ' . ud Vorstellung von der Gewalt dieses Zllms. und es wurde dem Komponisten klar, daft hier ein «an» anderer Weg der Fllmkompvfition zu gehen t. wie bisher

Der Fi m hat bei seiner Uraufführung einen vollen Srsolg zu verzeichnen gehabt 21.« Be­teiligt en konnten ftch unter lebhaftem Beifall vstmals vor der Rampe zeigen H T.

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lich im Gleichlauf mit dem Film zu erhallen, zumal ja aus Filmen immer beschädigte Bilder herausgeschnitten werden müssen, das merkt man bei der Bildvorführnug gar nicht, aber natürlich

-n ober nebligen Meeresstimmungen die grofte Tatur selbst zur zweiten mitwirkenden De- stall des Bildwerkes erheben möchte. Die aktive Handlung selbst ist. wie man weih, filmisch wenig ergiebig, nicht sehr dramatisch, mehr innerlich als sichtbar bewegt, und die MeereS-

Wer ist Valeneia?

Lpatzische ^ilmirutr in Trutschlsnd Do« Dr Werner Klette.

Span.cn besitzt keine e.gcw nennenswerte Fllmprvduktton Wohl gibt es dort Verleiher und Theaterbetttzer, und viele Kinos tn Madrid Barcelona und Valencia fbn ien sich leben lallen 3ber wo keine Gigenproduktton iti. tue zählt, da gibt es auch keine Ftlmdarstellerinnor 11 nb so muhte die Münchener Lichi'Vielkunst, als fte he Dolle der Blumenverkäubv. Valencia tn dem gleichnamigen Grvftftlm mit einer wirst ich» Spanierin besetzen wollte. die<e span-.sch: Künst­lerin tn Paris entdecken

Dem Fachmann ist Mona Dalboicin keine Fremde mehr' er kennt und verehrt he. seitdem ihre Zeuera:gen tn dem Pioatensllm der . (Untrem ar.» .Surcvus geleuchtet haben, sie waren nur viel zu feurig für diese sentimen­tale Madiana. grofv schwarze samtene Augen, von unwahrfcheinl'ch langen, dichten Wimpern beschattet Die drei nächsten Filme gaben denn auch diesen Äugen ihr Vecht. e.ner davon, hie .Spionin mit den schtvarzen Augen" erwähnt he ja sogar im Titel.. Und nun ruhen diese Augen lustig, ein wenig spöttisch auf dem armen Aus- frager. der die künstlerischen Ansänge der schönen Frau erforschen möchte 19)4 wurde sie irgend­wo zwischen Sevilla und Madrid geboren, tanzte Vattonaltänze wie jedes spanische Mädchen, bis Dargiless sie entdeck.'«, in fein russisches Ballet aufnabm und sie tn London, Monte Ilario und Pans auhrcten liest! fle machte sich selbständig und zeigte ihre Zigeuner- und aristokratisch auf- aesasttcn spanischen (?baraftertän)C im ttoloffeum tn London und in der Olympia au Paris. Hier erfolgte die zwelle Sntdeckung: Der französische Filmvionier Louis Valpas, entzückt von der feingliebrigen Tänzerin mit den blltzend weisten Zähnen und dem strahleiden Blick, bracht« fie Aum Film. Die Volle des Blumenmädchens Va­lencia wird ihr gestatten, alle ihr« Talente *u entfalten. 3n der .Bodega' zu Malaga wird sie Blumen verkaufen und ihren berühmten Ka­stagnettentanz vorsühven. Sie wird die reine, gütige, fast als Heilige verehrte Vehenbuhrerin Vicolesa Zamora mit ihren Hast verfolgen, schliehlich aber doch die aufrichtige Liebe des Klavierspielers Darios Daliano erhören.

Dieser arme Klavieripieler ist Im Fllm r der Komponist des Liebes .Valencia", das be­kanntlich Löhner-Beda fchus. und das heute auf der ganzen Erde gesungen wird. Aber auch alle anderen Besucher des kleinen Deinhaufes um« tperben Valencia: unter ihnen der Matrose Hans Joachim Bissen vom deutschen Dampfer .Maria ThormaTtn", der gepflegt«, männlich schöne Graf Msonso de Padilla. und der junge Stierkämpfer Vlno de Palmas

So fällt <rffo erstmalig das Dori .Stier­kamps" in unsere Unterhaltung. DaS wär« «in spanischer Film ohne .Torrida", Torreadorrs und Picadores... Leuchteten die Augen der schönen Frau unter dem streng gcdKi teilen Schwarzhaar bisher bei den 3ugrnberi imcrungen fröhlich In feuchtem Glanz, so entzünden ft« sich mm tn Heller Glut. Spanische und italienische Dvrie müssen aushelfen, wenn ihr Französisch sie tm Stich lästt. und ein Sturzdach von be­geisterten Dorten prasselt über mich hinwea. .Dir Spanier versetzen unser letztes Bettuch, um zur Torrida zu gehen, und wenn das Geld nicht reicht zum Platz aus der Schattenseite iK-r Arena, dann brät man eben, zum halben Preis, auf der Sonnenzelte. Mil roter und gelber Blume im Haar, die weistc SpitzeiunOTttille über dem Scheitel, fächelnd mit kleinen, gelb und rot ge­streiften Fächern, jubeln wir dem geschickten Matador zu oder zischen den tölpischen Pfuscher lchcmungslos aus. Ts gibt keine gröbere Schande für ihn ..

Und nun kommen tmr auf die Aufnahmen zu sprechen, die bei herrlichem Detter unter Regisseur Jaap Spevers Leitung in Malaga ftattgefunben haben. Als man vor der Pracht- vollen, in Marmor leuchtenden Kirche filmte, ging die Königin von Spanien vorbei, besah sich die geschminkten Griichier der Hauptdarsteller Maria Dalbaicin und Oskar Marion. Jean Mu­rat und Dorothea Dieck. und staunt«... Staunte, wie man nie vorher Erschautes eben beftaunt.

Der Filmverleiher Onxfto Gonzales räumte der Grpeditwn alle Schwierigkeiten aus dem

stimmt dann die Läng« des Films nicht mehr mit der Länge des Testes überein. Sv kommen dann dabei solch« Sachen vor wie bei dem ner- 1pnc-!«m Schuft, oder es erlernt «in irunbcr- schönes Trompetensolo es wär' fv schohöhön gewäääsenn - nud bann setzt der Trompeter auch die Trompete an den Mund Sperrangel­weit öffnet die Sängerin ihr zierliches Mündchen ober das hohe C kommt erst, wenn fle das Gehege ihrer Zähnchen längst wieder g-schlollen bat kurz dabei geht natürlich Die ganze Stimmung flöten, denn selbstverständlich lachen die Leut« über solch« .Taktlosigkeiten".

Und so ging man bann dazu über, bte Töne tatsächlich zu photographieret,, und ywr gleich mit auf den Film weil man sich sagte, dast dann der Gleichlauf unbedingt gesichert s.i Aber Wie kann man etwas Unsichtbares photogra­phieren? Vun, man denke sich einmal in eine Gasleitung dicht unter dem Brenner eine slache Blechschachlel eingeschaltet, bei der nun das Gas am Umfang ein» und auf der gegenüberliegenden Seite aus strömen lästt. Ersetzt man nun den Deckel dieser Schachtel durch eine Haut. z. V. durch eine dünne Metallplatte, und fpncht gegen diese, fo schwingt sie tm Schrittmaft der Sprache mit und überträgt ihre Schwingungen somit auch auf das Gas und damit auf tue Flamnn dadurch dauernd entsprechend den Sprachschwin­gungen Heller und dunkler brennt Photvgrar-hieri man sie allo auf einen laufenden Film,o erhält

in der die schamlosesten Unwahrheiten als photo­graphische Dokumettte vorgriühri wurden. 3n harmloserer Dell« lästt jede Filmvorstellung für den D ff enden rrfer.nm. was di« Kamera alles vorräufchen kamt Die Filmhersteller suchen solche Tricks sorgfältig gchrirnzuhalten. weil fie fürchten, der Film werde viel von feinem geheimnisvollen Zauber verlieren, wenn man erfährt, wie unge­fährlich meistens die halsbrecherischen Leistungen der .Filmstars find unb wie einfach die pharr- lasti'chsten Bilder hervor gerufen werden. Ader marchmal kommt einer und plaudert aus der Schule, wie dies Summer Smilh tn einem ameri­kanischen Fachblatt tut Denn man B. den Gowböv mit fernem Pferd« über einen 50 Fust tirien Ädgrurd setzen s eht, fo braucht der Dar­steller bt«4er. Abgrund niemals gesehen au haben. Durch das Drvc!(r^.n:rren. ein geistvolles Ver­fahren, das Frank Dilliams ausgebildet hat, ist es möglich, zuerst den Abgrund aufzunehmen mit ferner gähnrnden Tics«, bann ganz wo cn* beri ber. lonngmbm Cowboy und nun b efe be-.den Bilder zu DereinigtTL 3h dem Film .Die zehn Gebote" steht man. tote die Israeliten

teiltl Zornig leuchten die eben noch lachenden Augei auf .. Dirie AortieUertn werd bm bia« mand/ien Szenen, wenn fte tw sansre Veden- buHertn mit Vitriol bedroht oder öaitam' zu r.nem tückischen Verbvechrn anhittet. bestimmt n,ch«s schuldig Neiben!

Denn ;4> einen Filmstar gekränkt bah* versöhne ich id". stets durch bte M t« um «. Autogramm. Das alle Hausnnnei tut auch b et Dunder ich bekomm« vier wundertxslc K. frum- bckder mit schönen spanischen DidinuTtgen. und in bestem Einvernehmen spazu-vcn w:r tn das weite 3ufnabtrec-2Ueile« hinüber

Köstliche Reine, echt« Jnne.rräunK bat Lud wtg Aeiber hier auf gebaut, und eben leitet Speper slüsterrid eine Liedes <ne zwefckxn Dorr thea Mieck und r>skar Marion 5Vr Äananc vvgel hüpft, gleichgültig gegen bte surrende Kur­bel. munter im Bauer von Stab zu Stab, und die Stirnen der zwei Lieblinge des Publikum» rücken bis auf Zentimeter einander näher. Der kleine Aaum wird oerschcvenderllch erhellt das weiche Licht zahlreicher neuer Queck'ilber- dampf lampen unö die knalligen .Hssclle von sieben gewaltigen Schoiuverserji geben tkni Kur- beimatm all das Licht, das er braucht.

Auch Speyer, ein gebürtiger Holländer den fett seiner .Biumertsrau am Potsdamer Plan teder deutsthe Filmfreund fchätzt. fchwannt von d es cm harmont'chen Arbeiten in Malaga und Geifelaaftetg Und während der Photograph eine neue Filmkassette einsetzt, reicht der ausgezeich­nete AegÜfeur mir zum Adlch ed bte Hand .Kommen Sie übermorgen wieder menn ich die Bodega dreh«. Es wird der schönst« Bau im ganzen Film, und Frau Dalbaicin toirb tanzen f

Frau Dalbaicin aber schenkt mir ein Lächeln zum Abschied und ich eile rasch hinaus in den regnerischen FrühUngslag; <* gibt glühe-de Augen, deren gesähritchem Feuer man fein Hei^ nicht ungestraft zu lange aussetzen darf...

Der gelichtbilderte Schuh.

Bot, Franz A e u m a n n.

Vor einigen Jahren ging über de Bunten Bühnen DarrjetrhS nennt man fle in gutem Deutfch eine febr ergötzliche Opernprvb« Der Gräfin soll ihr Kind geraubt werden sie fang als die Aäuber kamen, entsetzt: .Hilf Himmel! Das war das rin Schuft in meinem Hause?!" Dumms! ging der Schuft hinter her los. Der Auszug rnuftte also noch einmal pr - biert werden. Dabei ging der Schuft zwar recht­zeitig los. aber er klang fo lächerlich mager, daft der Spielleiter H»n-rn Lehmann, den Schüoen, ausforderte, sich diesen besonders schönen Scjprft zur Erinnerung photographieren zu lasten was grofte Heiterkeit erregte

Äun ift jetzt wieder viel vom tönenden Fllm die Rede. Man wollte das am Anfang so machen, daft man zugleich mit dem Fllm dn Grammophon lausen lieft Aber es war kaum möglich, es tom-

einaige Arme« gegen rustisch« Uevermacht.

dn dec dritten Folge ..Siegesräuschen" wird bei Beginn des VöHertingens in Frankreich aefchlldert Die Franzosen eröffnen den groften Schlachtenreigen durch den Vormarsch nach Loth­ringen hinein Die .Schlacht tn Lothringen" endet mit dem Sieg der Deutschen. Inzwi­schen bat tm Aorden die grofte deutsche Um- saslungsstcwegung in Aichtung Paris begonnen. Die Fettung Lüttich sperrt den Dcg. In toll­kühnem Ansturm wird sie überrumpelt. Zwischen dem 22. und 25. August prallen Sie Millionen- be<rt aufeinander Eire ganze Kette von Schlach- ten entwickelt sich zwischen Jlamur und Verdun. Die Deutschen bleiben Sieger General Jos fr« wirft lein« Krä te vom Süden-nach dem schwer bedrohten Aordflügel Gin« zweit« Schlachten- svlg« entbrennt um di« Dende August Septem­ber zwilchen Ct. Quentin und Verdun. Dergeb- lich? Dicderum ^schlagen, weichen Franzosen und Gngländer auf die Marne zurück.

Bernhard BellermannsMeer" als Alm.

Denn in Berlin «in Kino eröffnet wird, ift das beinahe eine beilige Sach«, die Gin- weihungsfcicriichkeit wird zelebriert. Gesellschafrs- anzug ist erbeten, ein« R'.esenauffahrt von Dagen findet statt, und die Zeitungen berichten darüber, al« fei rin Tempel hoher Kunst eingewrtht worden. Von solchen Uebertreibungen abge­sehen zu denen man vielleicht nicht allzu schwer kommt, denn die Theater machen Pleite und die Lichstpieihäuser vermehren sich um "Pa­läste läftt sich dem neuen -Theater, das. -wischen Dilmersdori und Schöneberg gelegen, .Atrium oder Deba-Palaft heiftt (der Grund ist nicht ersichtlich) nur Gutes nachsagen

5in lusuriöser Palast, an dem man ni4>t gespart hat Zwei la ul end Platze in sehr ge­schickter und übersichtlicher Atwrdnung. Gar- de rode und Foyers, auftervrdentlich geräumig und zweckmäftig angelegt, ermögstchen den er­warteten Zufchaucrmassen schnelles Zu- und Ab- ftrömcn. Das Inner« gleiftt von kapriziös orna­mentierten. goldenen Dänden. die durch einen Vorhang von Goldbrokat nach der Bühne zu abgeschlossen und von einer ovalen Kuppel In bläulichem Silberion überwölbt werden. Be­sonders in der Dunkelheit, wenn der Schein von der Leinwand auf diese ornamentierten Dänd« fällt, schimmern sie in mattem Licht, majestätisch fast und doch warm und Intim.

Man eröffnete das neue Theater mit dem Fllm .Das DT t er. den Peter Paul Feiner nach dem bekannten Vornan Bernhard Keller- manns gedreht bat Die Inlel Queffant. auf her Kellermanns Gpvs spielt, bi [bet den natür­lichen Hintergrund für eine Darstellung, di« monumental wirken und mit ihren brandenden,

Der Weltkrieg-Film.

tif Uraufführung i* Berlitz.

Vor e aiae.i Tagen fand im Vahmen einer grvst.'' gefellfchastlichcn Vcdvute di« Fest-Ur» euriü5r*.no de» U^a-Deltkrieg-Fllms statt . . . Fast taghell ist bU Straft« vor dem Ufa-Palast «rleuäJft L chtrcllam« flackert auf. Operateur« hretrt von der anderen Straftenfeite .das rol­lend« larh" um das grofte Grrignis auf bem H^mstretten festzuhalten. Autos rollen in end- toter Folge heran

linier den Sheen gälten steht man den Ae»chs- ch : resemann, den Aeichs-

m.nisterür Ernährung Dr Has 1 ind «. den Aetchssust frinift;r Hergt. den preu^i'chen lRv tzisterplä idealen Braun, den preufti-chen Wt- n 'ler Grz«linfkf, sowie bte 2t jatririretärt Dr D « if - an unr Dr. A 1> « g g Dom dip'v- matifcher' Korps erlchienen u. a der spanisch« TtoiffaHer und de Herren vorn amerikariiichen Generalkonsulat. Von sonstigen prominenten Per- fönlichketten waren erichtene.'. der O.erpräsident der Promn» Brandenburg Srzellcnz Dr. Weyer. OberbÜrgermrifter von Berlin Dr.

Zeiftlin Ps-ltz.lvz Präsident Dr. Weift und »Mk < f n i hielte, des ölten und neuen Heeres >itzst der Mann« F»rn.r <ob man die führen den Vrttreter tkr deutschen Prelf«

Das grofte historisch« Filmwerk D « r D « 11- f r i ( j . L::iai tn seiner dinfübrung unter dem T,t«l D<» Volkes Heldengang" den ungeheuren Be-.eisterungs'chwung der ersten Kriegsmvnate. ben eJxrr-n Zu'a -menpraN der Acer«, das wllkte Hin- und Henvogen der heroischen Kämpfe im Westen und ün Osten

In heben lill-erfolgen schildert de Gin- leitung ken Weltkrieg von feinem Beginn bis zur tfritarrurp her Fronten um di« Wende 1914/15

Wir erleben den Uebergong vorn . Frieden »um Är c ;c Der rafch« Smporftieg bei deut­schen Aeiwes zur Weltmacht hat bei den Vach- bom ringsum Mi.gunft und Abneigung erregt, ng'anr. Frankreich und Vuftland fchllcften fich zu», ehernen Hinge um Deutschland und Oester- verch-Ungarn zu'a-rmen Otn tolles Wettrüsten beginnt Suropa (tarn in Dassen.

Am 2B Juni 1914 wird der österreichisch« Thronfo'. irr in Serajewo ermordet, und schon Wenigi- Dmhen später rast der Wagen des Kriegsgoltes über Survpa hinweg

D e zweite Blldfolg« zeigt bi« Völker in Wallen ckm Sturm nationaler Begeisterung braust durch das deutsche Volk. Alles Tren­nend« fällt alle Unterschied« find vergellen Des Volkes Heldengang beginnt.

In rascher Folg« rollen die Transportzüge den Grenzen zu Die deutschen Aauftfrälic sam­meln sich im Westen Im Osten steht neben dem

das Aot« Meer trockenen Fuftes durchschrerlerr. während die verfolgenden Truppen Pharaos unter den Wellen begraben werden. Auch dies« Ausnahmen, die so überzeugend und rätselhaft wirken, sind durch doppeltes enteren ge­schossen. Der Filmstreifen wird einmal «rponiert bei der Ausnahme von Wasser, das in einen Glosbehälter Hütet; bwfe Ausnahme wird ein­mal vorwärts und einmal rückwärts gekurbelt, und stellt so dar. wie die Wasser sich teilen und wie fle nachher wieder zurückslu'-en. Derselbe Filmstreifen wird bann ein zweites Mal so be­uchtet. daft di« Durchmarschszene aus den vorher nicht belichteten Teil ausgenommen wird.

Bri btrien Ausnahmen wird auch ein anderes der häutigsten Frlrng-Herrnnckle angewendet, näm­lich das Vückwärtsdrehen. D«-nn man im Film einen Mann sich über eine hohe Mauer schwin­gen sieht, so kann man mit Sicherbett annehmen, daft dieser kühne Springer in Dirllichkett von der Mauer herabgriprungen und dann rückwärts gelaufen ift Die oft steht man, wie ein Mensch tm Fllm einem Auto in den Weg läuft, von diesem ntedergeworsen und überfahren wtr>, so­fort wieder auf!bringt, und feinen Weg unser :*t sorifetzt. Auch diese überraschend« Diriuns) wird durch Aückwär'.Skurdelung erreicht. Denn der Operateur au kurbeln anfänat. fährt da» Auto n^ch rückwärts, und der 5><rrttr.'i'rT setzt sich