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Dienstag, 27. Dezember 1927

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheflen)

Nr. 502 Drittes Blatt

Wie klagt man vor dem Arbeitsgericht?

(1

in

czahlt. weil er

leiten nach feiner

n will.

er bleich, bie

Nachdruck verboten.

1. Fortsetzung.

Der Site stand äußerlich fast unbeweglich. nur

der

'N'

bereits haltend und rasselle brau»

von mir bekommen, sich hierzu Unmitlrfbor daraus dröhnte

alten Diener» erkannt. 3m nächsten Augenblick stand

schevarzsamtnen Äugen flackernd vor ErregunH un­ter dem schneeweißen Scheiteihaar, an der Tur im Zimmer: ..3d) habe Madame ein Unglück zu mei­den. Der junge Baron Naymond ist mit seinem Jreunbe auf dem Eise eingebrochen--*

Die welken Hande der (Drahn krampften sich

der Form de« nachstehenden Musters.

An de« Arbeitsgericht......

in den Landern auch au» die Gemeinden au»z.rbeh- ncn ift. schon, mit Aückiicht daraus daß die i.nan- ueUe Lage der Gemeinden auch diese zu größter Sparsamkeit zweige. Man war sich aber auch klar bar über, daß in den Landgemeinden, in weichen non

Hessischer Tandiemeindeiaq.

Der Dor st and des hessischen Land- gemeindetog» befaßte sich dieser Tage in einer unter dem Bobitz von Bürgermeister S I e ? a n b_e r (Gonsenheim) in Frankfurt a. M staNgehabten Sit-

Geil 1. Juli 1927 ist ba« Arbritsaerichts- cefet i' Rrah getreten Bet der Annahme des Se'eW snirb-r. IttnerMti -u^erordent.uch trete - gemacht. Aach dem letzt eine 'S schon etn

genfeitifl überstürzend. Der alte Sacque» geleitete Baron älcefte um eine neue Biegung bei Gange«, um dann auf eine nahe Tür zu deuten:von im Schlafzimmer vorn jungen Herrn!"

3m selben Moment eilte seine Äufine aus jener Tür, riß ihren hla hnpräanierten Seidemnantek oom haken an der Meinen Flurgarderobe, auf die man seine Sachen hing, die man eilig «um Gang in den Park überzu werten pflegte, und lief an Älceste vorüber, indem sie ihm xurief: ,Lch fahre eben jum Srzt. Dein Ehauffeur hat sogleich Betel)!

nalen Gefühlen her;--!

.Lacque»! Wo sind beide? Ertrunken?"

Es zogen drei Äurschen Dohl über den Mein .... Roman von Erica Grupe-Lörcher.

um die Armlehne de» Sessel». Jeder Schatten von Farbe war au» ihrem Gesicht gewichen. In dieser Sekunde fühlte sie plötzlich mit hellseherischem Empfinden, wie lieb, wie teuer ihr doch gerade Raymond war. trotzdem er in seinen nativ- andere Dege ging al» -hr

in......

.....den 15. Oh 1927.

Klage des Handlungsgehilfen Arthur Traun.....

gegen den Kaufmann Krause......

Kläger ist seit 1. 7. 1924 beim Beklagten als kausnian,.i!ch.r Angcstelll.r tätig. Aach dem schriftlich ahgelchlolfenen Dienstvertrag kann die Kündigung ietx>uU am 1. des Monats zum Ende desselben Monats erfolgen.

Kläger hat daS Di nstverhältnis am 1. 8. 27 zum 31. 8. 27 gekündigt und ist am 31. 8. 27 au« seiner Stellung ausgeschieden.

Don dem Gehalt vom Monat August in

Wirtschaft.

Don den Schlachtviehmärkten.

Die Feiertage hatten an den deutschen Schlachtvieh Märkten eine etwas regere Deschä ts- tätiflleit zur Folge. Da jedoch in Erwartung des verstärkten Absatzes die Zu'uhren wesentlich erhöht waren, flaute das Geschäft im Derlaufe der einzelnen Märkte meist wieder stärker ab. Der E r p o r t übte starke Zurückhaltung

nebst Zinsen zu 6 v. H. vom 31. 8. 27 an.

Arthur Braun.

Der in diesem Beispiel einer Klageschrift angegebene kurze Sachverhalt genügt vollkom­men. um erst einmal die Eröffnung des Der- fahrens zu bewirken. Die eingangs genannten notwendigen Angaben sind in dem Musterbeispiel sämtlich enthalten. Der Sachverhalt ist trotz der Kurze dieser Darstellung klar und Übersichtlich. Io daß sich da« Arbeitsgericht schnell davon überzeugen kann, worum es sich bei der Klage überhaupt handelt. Bei der Klagelchrift ist vor allem zu beachten, dast diese notwendigen Er­fordernisse angegeben werden 3n allem an­deren fasse man sich so kurz wie irgend möglich. Weitschweifigkeiten oder gar Beschimp ungen des Gegner«, wie sie nur zu oft Vorkommen, sind vom Hebet

Die Baronin stimmte zu. Da der Alte sich unter einer kleinen Verneigung von vollendeter Eleganz jetzt wieder .zurück;' chen wollte, rief ihm fllcefte noch ju: ..Denn man mit dem Servieren beginnt, sage auch gleich meinem Chauffeur, er möge be­reit fein'" Und ai» der Alte |ich entfernt, wandte er sich zu seiner Kusine:Ich bin heute im Coups heige«ährenStenn du willst, kannst du mit mir zuruckzahren!"

Sie war gerade im Begriff, ihm zu antworten, dast sie mit dem Bruder auch noch für den fol­genden Tag al» Gäste hier bleiben würden, al» von hinten ein langgezogener Aufschrei klang. 8Ue drei horchten aut. In dem Moment, in dem der alte 3acque« die trennende Tür zwischen den vor­deren Wohn raumen de» Schlosse» und den Hin­teren Dirtschaftsröumen aufttiest. mochte der Schrei einer bellen Frauenstimme hindurchgeklungen haben. Juli ehe |ene Tur wieder zufiel, hörte man noch ein kurzes erschrockene» 6timmengcanrr, al» wenn eine Menge erregter Fragen durcheinander- prallten.

Die Baronesse eilte au» dem ZimmerDa» ist geschehen?"

Llceste aber blieb bei 'einer Großmutter. zog sich einen Stuhl in ihre Bähe und sagte mit einem Ton von Udxriegenbeit, in den er gern verfiel: Sa» wird c- fein? Irgendein Disput -wischen der Köchin und dem Kuchen,nödchen' Ober zwischen dem Zimmermädchen und dem Gärtner' Melusine scheint sehr schreckhaft zu fein! Ihre Mutter lebt viel zu zurückgezogen mit ihr, ©ranbmama!"

Sie w«rd nun bald da- große Fest mitmachen. zum Besten der städtiichen ^rn-enkaiie!" Uber die alte Dame wurde zerstreut. Die Unterhaltung über den Wohltätig!eitsdall interessierte fte um Augenblick gar nicht, wo ihr der Schrei oon eben noch unaufgeklärt war. Sie neigte sich dem Enkel triebe mit mühtamer Bewegung um eine Klei­nigkeit entgegen: Bitte, drücke auf fre eleftri'dx Klingel zweimal lar - trogen' Jacques Ir6 kommen und mir sagen, w-; da» eben bedeutete! Und dann drehe da- Licht auf, ich habe do» Gefühl, als sei diese Dämmerung faft unheimlich"

fjefl sprang das Licht, das der prismenfciMnger.e kostbare Kronleuchter in schmalen, hohen Glaskerzen

zung unter anderem auch mit der Frage der Ser- ein achuna der öffentlichen Verwal­tung. E» bestand (toilrimmig!elt darüber, dost die gegenwärtig von allen Seiten erstrebte Beran- tachung der öfentiichen Verwaltung im Keich und

Sie rist ihre Hand von ihm Io», chatte sie vor- Her gelächelt und einige Gran von Spott in ihre Sntoorten an chn gelegt, so war sie letzt voll »fsenfichtllcher Ungehaltenheit ..Da» redest du für Aeug? Ich glaub' gar. du bist jalü? Ich kenne ia liefen cherrn von Schätzer kaum! Kur ganz venia! vr kommt viel, viel seltener zu un», al» ^r Kaymond zu ihm gebt"

Bon brausten kamen leise, gleichmästige Schritte uif den schweren dunkelroten Blü^aufern heran. «Hie drei im Zimmer gaben sich sogleich eine Hal- ung. die dem nun emtretenben Diener in nicht» -erraten sollte, dast ttf Herrschaft eine Meinung», -erschiedenheit gehabt batte.

Eine mittelgroße Stannergefittü trug die dunkel- »raun« Tuchiivree de» Freiherrn chammtrichiagschen Schlosse» mit der Würde und Gemessenheit einer oft oeriunkenen Zeit. Ach. der greife Jacques hatte roch Die afenADotten Zeilen Frankreich» ^rieben, denn die allerersten Erinnerungen seiner Bedienten- ausbahn sühnen in den luilerienbof in Ban», al» tr an der kaiserlichen xaei de» dritten Kap eon and der schönen Kaiserin (tugerne die Stühle ge­rückt und Servietten gefaltet hotte!

Di« alte Baronin riammerichlag hatte iftrtn Diener einst au» ihrem väterlichen Schlosse mit hierher in ihre neue neimat. ins Elsaß. genommen. 3ept diente Jacques seit über oierunboieryg Jah­ren diesem Hause Vereint mit feiner Herrin durch temeinfame Erinnerungen an eine vergangene Zeit, vereint mit ihr in der Trauer über hie Gegen- DaN. vereint mit ihr im zähen Glauben an die Zukunft und eine Gerechtigkeit nach ihnen f)off- iungen --

Er kam, um seine Herrin zu fragen, ob er in einer halben Stunde das Abendessen servieren ivllte, der junge Baron Alceste habe den Dunich zeäusten. weil er noch in die Stadt rechtzeitig zu- rückkehren wolle.

iielie L'cge der Gemeinden auch viele yi gro^rrr Sparsamkeit zwinge Man war sich aber auch klar darüber, hast in den Landarmem r-m. in welchen ron teber Einfachheit und Bridxit'imbfU oberster Grund­satz war. nicht tehr viel an IternMlr.inawuiawnb gcipart werden kann, zumal in den letzten Ikbren ihnen eine solche Menge neuer Ausgaben jugerote- len wurden dost neue Äräte emoefkllt meiden muhten. Der Vorstand w rd demnachtt der l'anbc-^ regier.mg Vorschläge machen, in welcher Weise eine Geschöstioereinfaching in der ganzen Verwaltung, so weit fie tnibefonbere ba» gemeindliche Gebiet berührt ftatriinben kann. Aus keinen Fall kann

vettere« dem Gegner von dort »»gestellt Das geschieht vcrn Amtt wegen, so baii sich damit der Kläger nicht weiter zu belchäftrgen braucht, 0« Vst nur erforderlich, dast er. je nachdem ob es 'ich um eine 5Udjc gegen mehrere handelt, auch gleich eine genüge-de 2n»ähl von 2d- tchrrften seiner Klage dei'ugt Gs muh jeder Beklagte n. nlrch eine 3b<d)nf1 der Sttage er­halten. um sich daraus dann vor Gericht Lustern zu tonnen.

3m vorstehenden ist Ichon gesagt, was alles In einet Klagrichr si angegeben fern must <34 empfiehlt sich, diesen Inhalt möglichst kurz zu sasier. alles andere wird ja dann noch in der mündlichen Derhandlung vor dem Arbeitsgericht erörtert werden Gs crichwert nur die 2rt*it de« Gerichts und verzöget das Dersahrtn wenn die Klage!-rist zu aqs ährllch sich mit allen möglichen Dingen belchafngt. die h<tu ig zur Be­gründung de» 2n'prucheo und ttrer Durch­führung gar nicht eriorderiich sind Auf der anderen Seite fällt es natürlich jedem schwer, in wenigen Lägen und in über' Etlicher Form da« zum Ausdruck zu bringen, was tatsächlich in der Klageschrift stehen muA Mer eine Klage vor einem Arbeitsgericht anftrengen will und will da« schriftlich tun her tut das am besten

Höhe vvn 180 Ml. da« It. Dicnstv-rtrag am 31. 8. 27 füllig war bat Kläger nur den Betrag von 50 Ml. erhalten. Den Restbetrag von 100 Ulf. hat Beklagter nicht gezahlt, weil et wegen wirtschaft! cher Schwierigkeiten nach seiner Angabe dazu nicht in der Lage war.

Trotz mehrmaler ld)rif kicher Aufforderung, zuletzt am 28. 9. 27. hat der Beklagte über­haupt nicht mehr geantwortet. (Beweis: der in der Anlage 1. beigefügte Dienstvertrag. 2. ein Drief des Beklagten vom 3. 9. 27. in dem dieser die Auszahlung der Reftsumme von 100 Mk. mit Geldschwierigkeiten entschuldigt.)

Kläger wird beantragen, den Beklagten zu verurteilen, dem Kläger 100 Mk. zu zahlen

e» .enüpen, eineBerrvaltungsresorm" in brr Steile durchzuführen, hast lediglich >e Besttmmun- gen der Iciihcriafn Tierwalning. gesetzgebung nach wirtschaittichen Gesichtspunkten, ober durch bie oer» änderten .'eitverhaltnil'e bedingt, umgestaltet und den veränderten Verhältnissen angepaßt werden. Nicht eine Aendenmg biekr ober lener vesetzstchen Bestimmungen, sondern eine durchara lende flenbe- rung de» Äulbaur der gesamten Berwalning unter dem Gesichtspunkt der größtmöglichen Einfachheit und der dutch die finanzielle Vage aller Ge v.einwrien bedinnten aufierften L^irsamkeit. ist bringend not­wendig hierbei wirb sich auch eine Ausschaltung kleinlicher da» Seldstverwaltungsrecht der Gemein- bin einschränkender, obrigkeitlicher Be'uaniste der Aufflcht!>behörben nicht umgehen lassen. Erst bann wird die zunächst mit der Gesetzesanderuna de- lonnene verwalt an g»reform eine für da» JXffenj and nutzbringende ..Derwaltungsreform" werden.

Deiterhin bildete die Frage der Locke­rung bet Wohnungszwanstswlrt- schaff wiederum den Gegenstand eingehender Aussprache Don der Tatsache ausg-hend. hast dieser aus der hostentlich für immer überlebten Zeit der Zwang «wir tschalt verbliebene letzte Best von Zwangsvorlchrilten auf virtfchaltlichem Ge­biete für einen grosten Teil der Gemeinden, na­mentlich in den Gemeinden des flachen Landes, bereit« seit geraumer Zeit seinen wirklichen Wert cingebüht hat in gröbere Gemeinden zum Teil noch nicht gänzlich entbehrt werden kann, soll die Degierung in einem erneuten Anträge er­sucht werden, in denjenigen Landgemeinden, in denen nach Feststellung der ®emeinbeoertretunacn die Wohnungsnot als behoben angesehen werden kann und ncch Dekchlust der letzteren eine Zwangs- bewirrlchateung des Woltnungsmarttes nicht mehr ftattanben soll, sich mit der Aufierkraitsetzung der W^nungszwangsvorschriften für die be­treffende Gemeinde einverstanden zu erklären.

Schliestlich nahm der Dorstand noch gegen die am 1. April wiederum erfolgte Srhöhung der Umlagen zur Hessischen Der- ficherunasanstalt für gemeindliche Beamte Siellung. ($« erstatteten die zu einer Bespre­chung eingcladenen Herren Degierungsrat A tu- fing und Direktor 8 r b von der genannten Anstalt eingehende Des ernte über die Organisa­tion der Derlicherungsanstalt und ihr geschäft­liches Gebaren. Znsb'fondere gab Dir k'or Erb eingehend Ausichlust über die auf versich-rungs- technifcher Grundlage zur Errechnung kommen­den Umlagen und Beiträge zu gnunrn'er Anstalt AI« Ergebnis der fta'lg.-fun^'nen Aussprache richtete der Dorstand an di.' Dertreter der Hesti- schen Dersicherung-anstalt für gem indliche Be­amte das dringende Griuch-en. unter allen Um­ständen von einer weiteren Gr Höhung Abstand zu nehmen.

TAerzögerung einrritt. __ .

Wird die Klageschrift beim Arbeitsgericht terdnungsgemäst eingereicht, so w rd f'.c ohne

und beteiligte sich nur w wenigen Klassen etwas mehr am Handel.

Der Auftrieb trug Dem erhöhten Bedarf zum Fest allenthalben Rechnung Bereln-eit waren, die Zu'uhren zu Beginn dcr vorigen Woche »u reichlich Gegen Schluh der Woche würbe das Geschäft, vor allem auch m Aus- w.rkung des Ditterungsumschlags. ruh.ger. 3m etr .einen waren auf getrieben: An der 16 000 . IS XV). Kälber 24 XV (18 000). Schafe MOO (80V). Schweine 105 0V (106 000). wobei zu Hemer- !en ist. dah nach Eindeckung des Sefthrbari« auch die Derkäuter nur noch toenia Ware auf die Märkte brachten, was speziell am Freitag in Erscheinung trat

Die Preisgestaltung war nicht ein­heitlich Bei Aindern waren hauptfächitch i?ch'en. Bullen und Zresier in Frage und erzielten leichte Au schläge. Kälber hatten in allen Klaffen stärkere Betterungen zu verbuchen, da hier die Weih nacht «et ndeckung am deutl chsten xum Aus­druck kam. Autschläoe von 6 bis 10 Pf bildeten kerne Seltenheit Schale hatten keinen besonders guten Markt, und nur ganz erstklassige Lämmer dtachten etwas mehr. Bei Schweden wurden mäßige und geringe Qualitäten wenig beachtet und gaben durchweg leicht nach Sonst waren hier die Dotierungen ungefähr behauptet. Speck- schwe.ne erzielten viedbr kleinere Auttchl.ige.

S» wurden an den nachbezeichneten Märkten

Oie deutsche Ernte 1927.

Noch den endgültigen Schätzungsangaben der amtlichen Ernteberichterstotter ergeben sich nach den 3" lammen,teUungen de» Swbltischen Ketchsamt» iur die diesjährige Ernte iffl Deutschen Reich folgende Griamterttäge bei nachftelx-iiden Fruchtarten: in 1000 Tonnen Dinter-Aopgen 6 738. eommer.Roggen 96, »Inter Weizen 2Ü7V, Sonuner-Weizen 301. Winter-Spelz 138. Winter- Gerste 398. Sommergerste 2 339. s)afer 6 347, Ge­menge au» (Betreibe aller Art 566, Erbsen aller flrt 131, Spettebobnen 18. Ackerdohnen 123. Wicken 45, Lupinen 61, Gemenge au» HuitenfrÜchten ohne (Be­treibe 49. Gemenge au» Hütens rächten mit (Be­treibe 186. Fruhkartofteln 2 701 Soätkartotteln 34 849. Zuckerrüben 10 864. Bunfelruben 24 389. stohlrüden 6 836. Mohrrüben 583. Weitzkoht 11/22. Kap» und Rübsen 38. Klee 9 682 Luzerne 1 7M, Bewässerungswiesrn 2 028. Andere Diesen 21911

Iterglichen mit den oorfährigen ungünstigen Ernteergebnissen weist die neue deutsche Ernte bei saft allen wichtigeren Feldfrüchten höhere Mengen­erträge auf, insbesondere auch an Brotgetreide unb startosfeln. Än Brotgetretbe stellt sich da» dies- Iübrige Ernteergebnis nach den endgültigen Schal- uingen um über eine Million Tonnen oder 12 o. S1). hoher als im Borjaljre. baander um rund 428 000 Tonnen (6,7 o. f)) an Bog gen unb um rund 602 000 Tonnen (25,4 o. f).) an Wetzen etnschliehltch Winter- speiz. An R a r t o f fei n ergibt sich im ganzen ein um rund 7,5 Millionen Tonnen gröberer Ertrag, d t. um 25 o. h. mehr al» 1926. Diesen Mehrergeb- nifsen liehen aber bei beiden chauptfruchtanen nicht iiebetrachtliche Ouali töt »Minderungen infolae de» schlechten Erntewetter» gegenüber, wie sich schon

trug, über das mittelgroße Zimmer und ließ die Umrahmung der Model au» Hellem, blankem Ktrzchholz noch Heller und noch blanker «ridei­nen. Die Greisin preßte plätzlick) tue Hönde im Schoße Zusammen. Ihr feine» Lchr hatte draußen bereit; den eckig berankommenden Schritt ihre»

hen im Hinteren Hose der Mowr seine» Kraft- wagen». Und dann glitt da, (Befährt in den dun- kelnden Ionuarodend hinein.

Die Baronesse Melusine lehnte sich In Ne hell- braunen Polster de» Gefährte» mit einer Bewegung von plötzlicher Erschlaffung »urück Der Schreck hatte sich wie ein Kiese über sie gestürzt. Sie schoß bie Augen. In oll dem ou-gepritlchttm Entten^n war es ihr etn beruhigende» Gefühl, wie der Wa­gen. lautlos und weich gleitend, den Verhältnis« mäßig ithnwlen Nebenweg vom Scholle au» zur IZandltrahe schnell hinautrollte. Der Ehautteur gab boe rasendste Tempo. Sie seibst konnte im Augen, blick nichts tun. was Hilfeleistung war,--nichts

tun. als sich jetzt in schnellster Fahri zum Arzte fahren zu lassen.

nrjfete, baß der Hausarzt der Großmutter, ein Lltelsäfser. in besten /jaule oleichalls stets nur Franzosckch gesprochen wurde, durch einen erlitte­nen Unfall ans eigene Hau» gebunden war. So hatte sie dem Chaul-eur bie Adresse eine» deutschen Arztes in der Vorstadt angegeben.

Wenn der nur zu Hause war. Und fomnen würde. gerade weil die alte Baronin rings seit Jahrzehnten als eine Persönlichkeit bekannt wir, bie sich mit den Bertzälmisten seit 1870 nich abfand und au'rechl ihr Franzoienturn bekundete. Ihre große pekuniäre und oe ellfchoftsiche Unabhängigkeit er­laubten ihr das. Denn dieser deutsche Arzt nun nur kam?

(Fortsetzung folgt.)

bie riänbe krampften sich ihm unwillkürlich ui nte-dcrgehaltenen Erregung zusammen.Man hat sie eben ms Schloß getragen. Madame! Durch den Hinteren Eingang' Der Gärtner unb sein Gehilfe. Unser lunger Herr ist schon wieder bei Bewußt- fein. Aber aber der andere der deutsche junge

3n der Prarls geschieht bie Einleitung des rsbeitsgerichtsverfahrcn« meist derart, dast sich der Kläger ir.it elftem Schriftsatz an da« Gericht wendet. Or macht das dergestalt, daß er auf Wien Veiten alle« Mögliche über feinen Klage- Gegenstand nteberfchreibt. unb als Erfolg davon sstch bann innlt bk Punkte, auf bie es wirklich I ankommt so bi anderen unwefentlichen Sachen Verschwunden daß sich das Gericht kein Nares Dlld über die Sachlage, ja nicht einmal über DU Wün'che des Kläger« machen kann. Die Äolge davon ist eine Sr'chw. rung des Gefchäsis- «anges der Arstei'.sgvrichte, auf der anderen Sette auch eine mit Zeit- und Geldverlust ver­bundene Derzö^erung des Prvzestversähren«.

Wie verhält man sich nun am besten, wenn nun vor einem Arbeitsgericht klagen totHT Oft |<Mt da« .lrbeitsgericht erheblich vom Wohn- L n»7i der klagendenPartei entfernt, schon der erste Gang zmn Arsteir.cht verur'acht Ze t imd Kosten, die (allen sich bei fchristitrier «.n- reichung der Klage sparen, aber nur bei Sin- rrichung einer solchen Klage, die tatsächlich den S'etzltchen Dorlchr'strn gerecht wird Deshalb zu beachten, daß in der Klageschr.st einmal da« Gericht genannt wird, an bas man sich wen­det. Wetter müssen aus der Klage(chr:fi her- rorgehen Damen und An'chrift des Äläger« wie auch des Beklagten Handelt es sich um itebGegner, fv müllen natürlich alle von ihnen mit Damen und Anschrift genannt wer- bm. Des wetteren must aus der Klage'chrift 6m>org<ben der Gegenstand des Anspruches xnb der Grund, aus dem heraus er vchobem Wird, sowie die erforderlichen Beweismittel. Als letztes must dann noch ein ganz bestimmter An- trag. der sogenannte Klageantrag, gestellt Wer­sten. in dem genannt werden must, wozu der Släaer den von ihm Beklagten überhaupt vor- trteilt festen will.

Zu beachten ist dast die Klage'chrisi in Tärbeitsgerichtssachen stets beim Arde tHiericht «rngercicht werden m u st. In solchen Sachen iünrn sonstige bürgerliche Gerichte (Amts- und 4 Landgerichte) nicht entscheiden. Wer allo etwa <u4 irgendeinem Grunde, fei es. we.l ihm das I tTmtsgericht näher siegt oder dast er zu diesem wehr Dertrauen hat. seine Klage beim Amts- Ireicht anbringt, mu i damit abgew efen werden ,w. die Klage Wird zuständ'.gkeitshalber an llas betr. Arbeitsgericht atgegeb.m, wodurch aber

Herr--"

Der Schreck riß bie Baronin ju einer Hand- bewegung de» Entsetzens bin. Ein leHer edymer- zens'ctzrei entrang sich ihr. Ach, ihre steifen, starren, müden Glieder konnten eine io plötzliche Bewegung nicht mehr leisten. Dos menschliche M'tgesiihl pulste ihr durch den Körper.

..Llceste! Gehe gleich nach hinten! S»eh zu, ob bu Hellen kannst! Und gib mir Leschetd über alles!" Dcr Enkel stand bereit; an der Tur. A-ch er war erschrocken. ..Tut. was ihr trgenb könnt!" hallte ihm letzt noch die Stimme der Großmutter auf dem lauferbebcdten Gange nach.

Auf den Steinstiesen des Hinteren Hausganges nasse, getropfte Spuren. Dor der Küche dos Housperional zusammenoedrangt und angstvoll be­ratend unb sich m Ratschlägen und Meinungen ge«

'®tbeulen geltend gerne I Spanne Zett verslvtten ist. kann man wrläufiat« Uri ui sich bilden. Da sich m I (Hnte gezeigt, daß die Ginrrchpung d<r

Arbeitsger-.chte f.ch tehr schnell in en besondere Sympathien erworben hat. (stwas rrei'eres hat krch abrr auch schon im Laufe bUtxngen Tätigte t der Arbeitsgerichte her- . Hsgeftrllt. und das ist die Unkenntnis der vor Im rechtfucktenden Parteien unb die damit bo- ;2ngie ubrrflutiqe Belastung der Gerichte durch unsachgemäße Mcstnah en.

Bekann:l:ch .tut für die Arbettsgersistte erster Znstanj die Bestiiinung. dast eine Deriritung 3r<h Aechtsanwäite und Per'onen. bte das Serhandeln vor Gericht ge ^äftsmästtg betrer- l.<n, nifc: stattsi iden dar' 2ie frnb weder al» Lrozestdevollm.-.ch;t'te. wie im sonstigen Zwtl- ..»ozest erster Onfutu. zugrlatten noch dürfen 'ße übctbautH ai» Beistand einer Partri erlchri- vn. Die Folge davon ist. daß bte klagende Bartel sei es nun Arbeitnehmer oder Arde t- z-ber. ge^wu «gen ist. lnsbe'vndere d.e Klage- -^rtft selbst etn'urrtchen Dast dabei m$t gerabe >.tl Erfreulich, s herauskommt. ist erllärlich. Dur » den wenigsten Aällen wird die Klage derart .-^gereicht bah sich die Nagende Partei zum ' littet'»geri<bt begibt und hier der Ge chäftSstelle bm JtUu- not vnrträgt. der dann von dem Mvtvkollierenden Beamten in geeigneter Form sevtvkollarilch niedergelegt wird.

in Pfennig per Pfund Lebendgewicht notiert:

Binder

Kälber

Schake Schwein«

Berlin

20 SO

55-93

80-65

50-65

Bremen

25-60

40-87

45-60

Breslau

13-58

43-78

40-57

53-65

Chemnitz

25-63

70-90

30-50

50-64

Dortmund

2062

45-90

30-50

48-60

Dresden

22-62

60-93

45-67

48-63

Dusteldorf

20-66

45-85

40-63

(yibcrlclb

20-64

50-90

48-62

Elfen

28-65

45-115

18-55

50-62

5ranlf urt M

25-63

54-82

30-50

50-65

Hamburg

150

35-94

20-58

45-60

Hannover

20-60

50-90

30-55

45-58

Husum

«to

E»

**

Karlsruhe

18-61

49-74

52-65

Kastel

20-60

45-70

49-60

Kiel

20-55

34-105

36-62

40-56

Köln

22-60

55-115

25-55

55-63

Velpilg

23-64

50-85

35-60

45-61

Magdeburg

20-60

40- 126

18 54

46-62

Äkannheim

14-63

90 00

43-48

50-64

München

15-62

60-80

46-62

Stettin

15-55

35-90

20-52

44-58

Stuttgart

13-63

63-83

41-67

Zwickau

15-56

55-82

40-58

55-64