Nr. 211 Zweite; Blatt
Aiehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhestenj Samstag, 26. November 192Z
Wilhelm Groener.
3isn 80 •eburtiing bei
Elften •rn«:ol<iud:1trnn#iB<r< unb Ipül • m ld*A*r*«br»m atftert. txfc niri gt- schmätzten »tri ttettannten TUi.aei txc- flf'entlufrcn b e A'ct^-Ctr UfurBrr. Roch- d«n* «inen Aul a». Dem wir «etttefrmrn
Aloin», von dem e»tr heule lagen Mitin bat tr frte tenn*rnb<n (Itidjüt.e.-uMvti in afrner- bcr Seele trübe: veroebener ha», als die mcuitn aebme. und bat er. als der 3iilanunmbru*) rtnlrot klarer gelehen und fester gestanden hat. all bU metften anderen. ifr der letzte Oeneral- quartierm. ifter des deutfchen Heldfreetes der Generalleutnant Wildel« Groener. brr leinen 60 Geburtstag leierte — vorausgesetzt, bah ihm die anfledtenflu 3rbe-l» bte ihm Immer noch ßebenAbebüdmi 'st 3dl fK»u l-eß. .Don brr Pannen Hatz und ®unn“ ist fein Eharakler- bild durch das rrte Iafrrzehm der Lepfd »k <;«•• tragen worben aber no^ bevor bat CJabr su 9nbe gehr Hai das Bild lich lo gcMrl. bat man ble Gelegenheit wohl benutzen darf, den neue» Staat daran tu erinnern, was er bidew Tlannt v« rdankt. Denn « ilr hie «Xgenart neuer Staaten oft keine Ahnung davon tzu hoben wem Ile am melkten zu Dante Der» pftlchtet sind
Groener deralsLhefder fielbetfen • bahnen in den Krieg eintrat, hat ichon le den edlen Wochen mitunter klarer und schärfer gesehen, als die ..oberen Göller". Als bat Schreckdilb der 80 0CC Hullen die über *Had)t in Anttverpen gelandet sein lallten, den General- ktabschet Wolrke »erftbrte. da nahm Groener Bleistift und Papier und rebne'.e und konnte sehr duld die beruhigende Aersicherung geben, bat dem gefürchteten Orelgmt die räumlichen und geltHchen TebmgunKn Inner Möglichkeit durchaus fehlten Die '5-5 biofeit, operativ Im rollen - den Material von Eisenbahnen und anderen Hahrzeugen »u denken war unter den mafrgcb- klchen Köpsen Im allgemeinen Inder nicht |o vcr- breite tote es für das auf der inneren Linie Gmpsendc Deutschland dringend erwünlcht gewesen wäre Der erste Ehe! der Feldeisenbahnen. der nicht umlonft in Schlief ens Schule gelrffen hatte und lein Hach gründlich beberri<b:e. hat daher schon srühzett'g liefere öl n b 11 de in d le Un8ulÄnglld>leUen der beufl chen Kriegsführung bekommen als viele andere.
Mit den Unzulänglichkeiten der n o l i 111 d) - wlrtfchaftllchen Führung machte ihn leine Stellung im Borfl an he des Krlesernäh- rungsamts und später an der Spitz« des Kriegsamtes ausgiebig bekannt. Da er nicht nur bet der politischen Slaatsleitung. fonbem auch bet Mirischaftssührcrn vom Hange eines Qöan- g«nhrim-K1 einspie qel und eines Hugo StinneS auf gaxA unzureichendes Derftändnis für feine Besorgnisse und Horderungen flieh, so ift es weiter kein Wunder, bah Groener fchon nach wenigen Monaten von der Leitung des Kriegsamtes abberufen wurde Einen Mann, der dem Kriegsgewlnnlertum die Ausnutzung des furchtbarsten aller Kriege zu privatem Dor- teile das Handwerk legen wollte, den formte daher rschende System da nicht gebrauchen. ®menet kam zurück an d l e Front, erst an die West- Ironi. bann tn die Ukraine um das Brol- korn Heranzuschaf'en, das der Graf Ezcrnin da in Hülle und Hülle entdeckt baden wollte. Der rasche Wechsel, in dem einet bet fähigsten Äbb’e des alten Heeres bald hier, bald da vetwendet wurde, ebne baff man ihn irgendwo ganze Arbeit machen lieh, scheint auch zu ben otqairischen Mängeln dle'es Systems gebött zu haben.
3n Kiew wo er Hrühiastr und Sommer 1918 verbracht hätte lieh es ihm schlld'lich feine Ruhe mehr ör reiste an die Westfront um sich (3k- wlhdeit über b’e militärische Lage zu verfchas'en. dir ihm als b • wo man’ an Ort und Stelle noch die auslchwei» f mb ft en Hoffnungen nährte An, 24 Seriem bet bat ihm Lubendotff auf e ne «inbrinzftche Frage hin noch versichert, er könne sich bis Weihnachten halten. Da» war mehr, als Groener erwartet batte Auf der Rücktell« in Berkin Ende
Gießener Konzeriverein.
WcthAschtsoratoriutn und Maqnifirat.
Heinrich Schützen» J)i Ilona von der fteuX n unb gnadenreichen isebun 3qu ttbnfn* stehl yettitm (einer Iotzanni-- unb !XaUl>au*pa|Hc.i nah,. ne gebt Ihnen unmittelbar vor au» unb Kl da» Werk des rnchezu achtzig,ähngen öeifler». ’fi'abnen^ die Passionen m der Partie de» (loanfleliflen ben unde- rliefen Skzentu» anwend«, kehn sich hier im eihnacht»oratorium cdxi dem Stile des itahentfdxn Secco zu. einmal, wert für ihn m bieten Kalle nicht ane für die Passion eine ftü^li-che Tradition befrinwnenb war wn andern mochte ib- der sirlo recititivo reuen- && ihn selber bteit An de» Krzitatioltst» geweste Schwierigke:ten at/v. irigen umfast ende flenbemngen in der Gwngrlrfl-n- stimme, bevor da» Wert dem Druck übergcvr:, wurde. Da» von dem Dresdner Santor Hering oeftaßte Borwon weift daraus b*n. bas, telche V- -itatioe in Deutschlar^ bisher überhaupt noch nicht ..im Druck brrrurgcfonuTim' feien. Cm dem 'S< tati» nach dem nebenfen Intermedium wo d.r Örningellst die Piston de, Profhefen 3cremia un.rt (»Huf dem Gebirge Hai man ein Geschrei gehört'«, erbebt sich dieser Pan in ßorm de» siylo oritono zu liarfem Auohruck.
lieber dem Schicksal des Verke». da» in seiner An und Anlage a!» da, edle brunche Droh'- im anzusehen ist. bat ein unglücklicher Sten. a..vail : denn Schütz hatte nur d»e (Eoangeliftcnf: nm.- und den Generaldah dazu drucken lasten, w-t'rend b:e konzerttevenben Teile des Werken nur in bar> tr licdcr Suefertimmg dn'tanden. Cs ist eine glückt oc Entdeck -ng L. Schering, g wesen, als er in der UmoerfitötsbiMiDtbef Upfala bei der Uachprü» ng einer angeblich Johannes Theile gugrdjncbtr Äompoiinon em fast ooll'tän^ge, Cr. -ipUr vieles Werke) wieder austand und es durch nne hl« gemäße Bearbeitung und (fracr^ana ibronber» im Eingangschor) der Hur*'jbrurcT?rur : w eder »u-
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der Rezitorivc Arnold W.-nbth’CMs *r - r< Bearbeitung des Weidnachtsorator ,-is brr
Die ge'chlvfencn ,TDm-. n des Oro i .mS bezeichnet Lchün als Jltcanebirr. te u.^2'en aus dem Rezitativ hervor, und stell -n in ■ 'rcr Ein-igken Perlen intimer Kleinkunst dar.
Septeu «r und A-ckar^ Oktober, eriebtt er das Bekanntwerd et der Bitte um schleunigen TD affen 1111 b a n b unb chre ver-^ü^.ende Wirkung Bon Krem wohin er stch sch!e--mgh gurückbe^ebrn hat.e um dorr die Liquidation des Kriege,» ei-.z c-r n. wurde Groener ungefragt nach Spa geholt unb mü der Aachs olge Qe- bendorffs betraut.
' g ber u,>br.tten«ie Teil feiner w lttLrisch« La ui -ahn. aber auch ber. der ihn uni fax ben ruck chauenden B-.t aus ber -) bhe seines Könnens feiner Sin- licht uv) feiner Verantwortung zeigt. W '*n vir d heute -inben bürg als feine gr ' :c Xal ue,rechnen dah ec in der Deutschen Lch-ksalstzunt. den Lmat Ü6et die Stactetorm. das Batrrland über die Monarchie gehellt bei. Io dürfen wir uns auch daran erinnern datz damals Q* r o er e r fein erster Berater ge- wc'«n Ist. Awcierlei. was Parteisuchi unb Bor- t.ngcrcnunercheit ihm fi*m »ar Last gelegt hät- tar hat (Stockt n-.cht gewo.lt C- bat mcht gewollt ben Sturz der Monarchie, unb er hat richt m j>oilt die widerstandslose unb qoh- ergebene Annahme ber feindlichen Sr.cber#btltcte. Er hat von- obersten Träger des m.e».narchi'chen Gedanken», wenigstens ver'uch»wt»'e. bas Opfer verlangt, bo» 2 Wil- Iinnen Deut'cher bereit» gebraut hatten, um dadurch die hnfenbe Stimmung tnteber hnchzu- trcihcn. Als das mlflang, hat er ben Staat, der von der Monarchie verlaffen worden war. nicht auch nn Stich gelassen, fordern ist nut Ebert unb der M.hrheitsiozialdemo- fratie gegangen, der et damals noch die Kraft lutrauu-, den wankenden Staat *<j stützen unb wlderstcrd»lahig zu erhalten. Hinter ber starken 6:rombartictc des A^emes sollte nach ®roe» nets Meinung das heim kehren de röntget t sich setzen um den Feinden unteren TDillen funb-
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beb in gütigen noch einmal zu kämpfen. Dost die blvhe Willenskundgebung genügt Hüne, uns vor ber Schande von Versailles zu bewahren, fernn heute kaum mehr einem Zweifel unterliegen
Auch das mitlang, weil die Mehrheit»- fvzialdemokratie der grosten bU der Augendtick dr gesteift Hane, nicht im Grtferntesten gewachsen war Cie lieft 'ich vor Spartakus un> der USP. treiben, start die Ashr-ung zu übernehmen ueb Heer unb Volk «um letzten nonnenbigen Widerstand — ober I...mehr nur gu.n Willen zum Widerstand — aut-uru'en. So lautet auch Groener» Schiust- unru in seiner Münchener Aussage dahin, die Aevoluiicei Hane dem H er unb leinen Subr. r . die Möglichkeit genommen durch einen letzte, Widerstand um bessere Zriedensdedingungen zu kämpfen.
Was geschehen ur.b unterlassen worden war war nicht mehr zu ändern.' Dah Groener in ber daraus bedacht war. die Trümmer dee Staates tu1am m cn^u ballen unb nicht das 2Haos boi'chewiVischer Anarchie her- cuibrechen zu lassen das lolften ihm die am wenigsten verdenken die heute - um in der Ae- pal I1.! mltragieren zu können offen oder fttU- Ichweigeed anerkennen, was fie gestern noch l'ch« Lsftlich bekämpft unb verwogen haben •tn paar Jahre hat Groener dann dem neuen Staatswesen noch als Berkehrsmlnlster gebirm un^ als lolcher den Beriuch eines flhfen- daher erstreik» «rlosgrerch nirbergehalten. Aber der Mann der lieber mir eigenen Augen Iah. als sich auf die Berichte ferner Hoden Beamten zu verlalscn. war im Amte nicht beliebt. Die Ae- publik glaubt feitbem. von bieler ungewöhnlichen 'Beaabunj unb Arbeitskraft keinen Gebrauch mehr machen zu fallen.
Dafür hat Groener uns bas beste Buch geschenkt, was über ben Eröffnung»!elbzug de» grosten Krieges geschrieben worden, und wir Dürfen uns auf btc Horr'etzmtg freuen, die das .Testament des Grasen £ j^ieffen* befmnmen soll. Die Aepublik aber wird man inzwischen nicht nur daran erinnern dürfen, dast «Begabungen von der Art Groener» in Deutschland nicht wild wachsen* — um das Dort anzuwenden, das Bismarck auf Adalbert ,^alf geprägt hat. — sondern auch daran, was fie dem vielleicht besten Stopfe aus der Schule Schliessens schuldet
Wirtschaftliche und politische Eindrücke aus Südamerika.
Don Hans von Aaumer. Aeichswirtschafts Minister a. D. Mitglied des Reichstages.
<2-» ist von hohem Ohucreffe, sein Da'.erlanh Im Spiegel anderer Böller zu sehen. In Südamerika, vor allem in den Hauptorten Brasiliens, tonnte ich mit Genugtuung die wachsende Achtung vor Deutschland und vor seinen Rachkriegs- leistunaen frftfteUen, aber auch die Erfolg« der deutschen Austenpolitik. Allenthalben erbieil man ben Eindruck, bah die deutsche Auhenpontik der letzten Jahre starke Wirkungen cuf Deutschlands Stellung im Auslande ausgeübl hatte. Die Jührung der deutschen Auhenpolitik wurde allgemein als eine ungeivohnlich kluge unb weitsichtige anerkannt Bezeichnend ist. dast der Osftentlichkeit in diesen Istdamerikanlfchev Ländern elgnutlch nur zwei Deutsche bekannt und gelachig sind Hindenburg unb Stresemann.
Wenn man von einem Intereste an Deutschland spricht, so darf man das Mast dies« Interesses nicht übe schünen. Die sstdamerikani- Ichen Republiken befinden sich feit ernte Reihe von Iadren in einem sehr starken wirt- fchastlichen Aufschwitng. und mit diesem hat das Selb st a e fühl eine ungemeine 6t5r- kinnig erfahren Man traut sich zu. eine Ration zu werden die den allen europäischen Ration.-n an Bedeutung nichs nachgibt, sie in Zukunft vielmehr Überresten wird. Aus diesem Ralio- nalisnnte heraus versucht man auch allenthalben. nationale Industrien zu entwickeln, die z. B in Bros Ilten unb Uruguay mü ungeheuerlichen Zollen geichützt werden. Wer tn Brasilien et rw nationale Industrie auf machen will. ", ben er verlangt Hier feinten Proble.-te auf die für Die deutsche Handelspolitik gröhte Bedeutung erhallen können. Wenn diese Länder verfangen.
bah Deutschland ihnen Ihre Agrar Produkte ab- fauft, während sie selbst den deutschen Induftrie- produften ihnen Markt verschliesten. so kann bas eines Tag« dazu führen, dah Deutschland zu einer völligen Umkehr feines Zolllnstems schretlen must, bi« man kurz dahin präzisieren kann: Einfuhrverbote für Agrorprvdufte und Gewährung von Omfubrfontir geilten gegen die Gegenleistung der Oessnung der Grentzen für unsere Induftricprodukte.
Die graste Wirllchaftmacht in Südamerika sind die Vereinigten Staaten, die m diesem Kontinent etwa 18 bi» 20 Millionen Geldmarkt angelegt haben, deren Spuren man überall begegne Diese wirtschaftlich« Durchdringung bat einen derartigen Umfang a'genommen, dah sie starke national« Bedenken ausköst. die etnern oft in scharfer Horm entgegen treten. Die Welt erleb« augenblicklich den Kamps gegen die staatsrechtliche Beherrschung eines Vrnkes durch «tn anderes, wer auf- merflam durch Südamerika reist, kann sich des Gefühl« nicht erwehren, dah frier die Ansänge eines Kampfes auch gegen die wirtschaftliche Beherrschung durch ein anderes Doll zu fpuren sind.
Ter Eindruck, den die geradezu ungeheuren Aalurfchätz« Südamerika« auf manchen europäischen Besucher machen, ist derart stark, dah Ile schon Im Geiste eine lüdamerllarnsche Wirr- ichüt und Industrie entstehen sehen, die einmal in der Lag« ist. die eutopäikfre abzulösen Ich h'Itc heraniae Besürchtungen für übertrieben. « c industrielle Entwicklung etnr« Landes wird n>cht allein durch den Reichtum seiner Doden- schäye bestimmt, selbst dann nicht, wenn eine günstige Derfehrslage unb die Möglichkeit ber
Es ist ein ltesondev« Ber^iensl des Konzert- Vereins. dah er sich dieses seltenen Werkes an- nahm Dast « nlch« tn alten Xe len gteichmühig zur Auswirkung kommen konnte, mag toofrl besondere Ursachen haben.
Schütz war sich feiner Zett sehr wohl ber Schw. rigfe ten dewutzt grtoefen. btt nmnenillch für bte deutsche Proris tn ber Darstellung der Eoangel>'tenpame mrt ihrem eigenartigen Re- zirnnvstü lagen, so bqf) im Dorwon d« Werke« tne Mdglichteck sogar in« Auge gefahr wird bi« Rrtzitative aeg»denenfalls .in» alten cioraliter redenden st)lc adzuslngeu. Maß Meili, München. «Tenor' trof ben StU für feinen Pan mü a izuerrennender Sicherheit dramatischer Kraft und inniger Befenfuna. Dah er an einzelnen Stellen die sicher abgewogene 2Ren<urenmg Schützen» freier behänd, fte. kann man sei ter persönlichen Auffassung zul<h«iben. Anednch Dek- ker aus Sranfiurt oeomochte an ber Orgel dem histoncus bei wichtigen Akzenten nicht 'nnner zu folgen, und so schwebte leider verschlcd«7alch der •i'angri «fk-twan In bet Luft.
Tie eawdnen Onterm.-bicn g lrng.n chirak- t en krisch, be oabert das erste. Iwbcnic und achte mr de-, malen?cn Dteg:mc»:w Jm brtr-n 3rUer- mediun.i । Sk A.rtcnt tral die sch ldernde Kraft der Hoizoläter hervor (Krauenchor währ.-nd das gr.T'Jä.i dx Daherlchrnten ber fre[ grn beet König« iZnt«tmedium vier» ben Männerchor zur Geltung kommen l«h. ebenso Die ben versuch geteilten Dost im fünften 3nterme^im «Hohe-- prielttr und Schriftgel«hne > Das sechste Jntcr- mebimn soll Herodos nut seiner Schadenfreude unb Amlcr.i « kennzeichnen -ter Brhfollst Gerhard I «keiius - Ber.in fand febvch dafür rucht imr-.et den tre senden Ton S '.tsi Organ fehlten hier Me chrralienstiiche Prägung und ber flcng ,se E anz, di. Äotoe-!tar Lonnte sich daher nicht pla'.ilch ouswirken Der Ehor war am stärksten i n zweiten Zn.tr.n7diani (tue Menge ber C^.gdi. Di<- Polyphon e birfs» SitzeS er» strahlte D er in ifrr.t uf prüng.lchen K ah. b«» fonherj y. Soproite traten auSg-prägt htvor T<r Söiu lotz ist homo^hsn neh'.lten a'.S Zu- fammerfaifung des einen Gestank ns. der alle eientfüiß bcw-g unb auf starte ste.lamarorüchr Mzente hin angtteg:. Darin liegt eine besondere
Klippe für «tne wirksame Auft uhrung. sobald man nur die merdunerlen Rolenwnrte tmeb- rabt, verhalft er wirkungslos und lallt auseinander, während er bei Berücksichtigung b« Sotimefrum« harte Ausdruckskraft zu enomlen vermag.
Dem W«Thnachtsora»orium folgte Ioh Seb Bachs Bahtanlate auf Maria Reattgung: . Ich hab« Genug. Gerhard I«kel i us unterzog '\a> hier Der ihm gestellten Ausgabe mü bestem Wollen. Arn besten gelang ihm di« Bahari« aus Ivh. Seb. Bachs ,7H<igniftcaf*.
Hier kam auch der Sopran Orant, von Stellens zur Geltung. In ber THUttflage erklang die Stimme schön und sympathisch Sie lanq mit warmem Ausdruck und tx?nctm<T Art Sud Schvembs- Frankfurt hatte die Partie des Metz^>invrans übernommen. IrmgardHeer- mann-Giehen «Alt» war stimmlich wie muh» kallsch von r»chr anspreche-nder Leistungesählg- kei«. ttxnmgkteb chvr Stimme tn ber Mittel!rg- etwas bart erschien unb der Ucl-eryng zur Höhe rocht immer ar<*hmühr: war. Ma, Meile zeigte auch hier feine ^äptgte-.ten für den Bach- ichen Stil. In dem Magnsncat rvaven di« Ehöre voll klangftcher JmtniPloltüt Die starten 2llz»mte strotzten Ich frahooll aus. ebm*o wie bte Poly- tfpHe klar unb plastich erschlo"en wurde Rur mühte ein zu stark« CtafTattem in der Kvft>- ratur vermiesten werden Den 'Paf der hohen Trompete harte man L. Werke aus Köln übertragen. Wie schon so oft, so befunbete er auch Mer tid'Tve Stilgefühl unb lieh seine virtuose Technik in ber HaT^hadung d« Instritmente» Seinem wicheigen Kaftor beim C-rfnjen der
^tührung werden Auch tne HoUstiä'er des Instru'menralfbrper- (frankfurter Sixipstoni?- rockest er« traten angenehm unb tonkfröa hervor Ob-e. : -nette und . während ber U«- lo rnlücrg n dem Schü?schen Werk b?i au*Qc- ynametm Leistungen cm>einer Streicher eine letzte Abrundung vermißen lieh. Dem verdienst- vollen Leiter des Konzertes Uni* i ä.smu'ik- tirettor» Dr Stefan Teme» vary 1 ,len Bachs berr-ter Stil mehr zu liegen als d.e An &fÜL*KTj. Darum hinr erliest da» Maa^.'süal ftcherftch ben stärksten 2 n.'ruck des Abends Am Cembalo fügte sich Erich Kahn- Zronksurt dem E-nsembi« geschickt ein. —in—
Be'chas'iuig hnansleflcr Mittel bin« tlomml: not - .r »g ist t>-r allem rin Arbeitsklima du- : • : ' _ ..v 5cTe<r:una
ktescr Auturich t. tn dem tr. ahoen Arbeit» lernpv und Trbettsprotzest brr modernen In- f uftritio r 4 1: gfNaiic: S a» tri'h aber für Südamertke .«ch »u r-.»xfonbere mdM. wenn
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der!« Wu tz .xn l T.ut chland zwar utzt den Acick".um üi. ,*!c!ur, ,‘a. . . a.A.tetrt k Jtfbei und v.*U!cr. ater u <r haoen cm gri^udes Artzrils- llima das uns le -ntt nner hochent
wickelten. g 'chal.cn Ard.nt iv4.'a't auch in Zukunft ■ - »jMljn.lera , b'» w cr ch' tlichc: Gleichtjewichts im inimiutu nalen Wettkampf ermöglichen wirb.
brücke, die u .an von dem T e u t s ch l u m Süb- ornerika» «mptunat Xhn .» genau, r kennen »u lernen, besuchte i mittels f>. ugs v Santos uu* Fivrtcu.cholls. Pen. JCcgtr Pcl»tas unb Riv örcnX. wo etwa 1 5 Millionen *>ut«*rr wohnen Es handelt lich hier weit weniger um Reichs deu. Ich« dl» um deutlchstäminige Dealilianer die rft fch n In her v.ceten Generation Brasilia iwr find, aber ist re b#uil* Kultur stark festaehaiten haben Da.' Deutschtum da» einem «m Staate Rio Grande bo Suk ent- gromtntt. ift brarat> r tiM« manches, was inner- hüt' der Grenzen Teuftchlands l> u« Ich hatte Cclegenhcti, mich mü un*Sfrrtgrn Dei^fchen .ms- I.chrllch zu unterhalten, deutsche .Tabufreie- und Handelsunternchii u gen ctni hc"d zu ! 'tchnOcu unb vor den Deutschen tn Sao Paulo, In Porte Alegre und in Rio Grande ausführlicher zu sprechen Wie ift mm dieser Deutsche? Eine lieftmung ist charafteristifch: Jester hält unocrrück- bar das Bild von Deutschland ML datz er bei seiner Auswanderung rmtaenommen hat unb so fr rnrnt es. bah man bem neuen Deutfchkand vielfach verständnislos gegenüber fleht. Wird nun diese (Mnftellung noch von her Henna- aus Irgendwie geschärt, so enthebt die Gesahi einer völligen Entfremdung des Ausland' deutschen gegenüber Deutschland und damit hie Getahr. Xih er sein Deutscheum nicht mehr fefl- Wlt Ss ist deshalb eine dringend« Qurtgabr diesen Auslanddeutichen ihr alles B-iterianh verständlich zu machen und fie innerlich auf bas neue Deuftchiand überzuletten. Dieses zu tun habe ich mich allenthalben bemüht und dabei gesehen, wie hutwillia eine crntfrdfte Infor- mation ausgenommen wird (?tn besonderes Ko- pitcl ift die F l a g g e n f r a g e Schon in Deutschland empslndri man sie al» etne kaum noch erträgliche Beunruhigung, für das Auslante- deulschtum kann man aber 'nicn. daft «s erst dann wieder zu einem wirklich fieuMom Zusammenarbeiten mit X*m alte, Kitevfanfte kommen kann, wenn in Meter Frage cnMtefr ein« Lösung gefunden ift.
Wir haben feine Kolonien mehr. Die Auslanbd.-ul'chen müssen sie uns ersetzen und können di«S auch In wesentlichem Ums an«. Dte deutsche BroölkeruTig tn Rio Grande bo Sul nimmt rinheiilidfrer beutiche Waren auf als biss in Deutlch.and selbst ge'te-bt. DorauStetzung für
■> Schulrund Kirche, und ihve Förderung nicht nur rin Kamps um die Grhaltung dieser kulturellen Ulin tonen in Ausland«, sondern sie ist auch rin Kampf um die Erholrung ber besten Förderer beulschep Ausfuhr Die Dicht iakett dieser fuLtzedfat Zusammen hänge wird froftimllich dem deutschen Dolke wie auch dem Deutschen Heitre*i-i X-wucht werden Dost e# rin Deutschiand gibt und welch« kulturellen Qu« len die K -nthttfl seiner Sprache «rschftes»- wird dem Ausland« nur dann bewicht bleiben, wenn t>rauften die deutschen Schulen me
Das Bild der Eindrücke wäre unvollftänstig. wollt« man ber deutschen katholischen Orden vergessen, die drüben eine ung br.fT4 .Xuü rrarbeü leister Wände im wir durch bir Mark, so lechen wir alte Benedifttnerklöfter. von denen voe 8Ö0 bis 90) Jahren Kultur und Zivilllstum tn Metes Land getragen unir&en, und nun steht man in Brasilien ben gteidien Dorgan, sich wiederholen In die unaesräibeften u bringen biete Orden vor unb bringen ben Indianern Christentum und Zivilisaiivn St« bauen die Strachro, fie sind die Träger des Unterrichts.
Ein vekgeßlicher Ehinirg.
In einem Londoner KranfenhauS liegt zur Zeit dn« hü-sche 25i0frr.gr Dvllarprin «sftn Tochter eines bekannten a-ner.lantf<b«n Industriellen. Sie ist eigentlich nicht krank, doch etforbec chr Zustand irr -rhin eine gewllfe öeztliche Beeöa- achtuna. weil fie eine dünne, mehrere Zentimeter lange .Zange in ihrem an sich wohlaeform- tai Halle trägt. Mit d ^«-r 3ar.ge hat e» nun eine be'onderc Bewandtnis. Im Sommer 1925 halte sich d.e iuna<- Dame nämlich tn Aruyork einer fchw ertg<m Halsoperanon unterziehen müssen. unb bet b der Gelegen steil war der opette- rerte am*rJan 'che Arzt lober so vergebllch gewesen. besagte Zang« im Halse feiner 'chanenrin stecken zu lassen und die I um'chllehende Wunde kunstgerecht »u vernähen. Di« jung« Imentonerin genas ra'db. wußte ' utürftch n.chi das Geringst« vom verlore nen Zöngl«»n in ihren, Halle unb war guter T nge. S.e tanzte, ritt, schwamm unb ast mü gutem Appel t. Do» ging lo »wei Jahre lc .ifl. b.s sie trat tte..ger teil « ntge sanfte De- Ichwcrden spurte, al» trage sie e.nen - vir würden 'agen — in die Länge gezogenen .Rlost im Halle" Eine tn dem erwähnten Londoner Kranlenhaus ang<ierugfe UM «genau’nafrme
drack.ke bar- bat ö.’.b ke» uni b’omro Stbrrn- srieds bcuil d) zu Tao. Run nrrd wochl tie at- übte Hand < nrt «ngl Ichen Cfr rargen die Hahr- läsfigke.t seines omer'.kam’chen Koliroen ouf 'ich die klein« verwöhn!« Mist darüber saft zu Tode erschra ken hat. n-r-mf n cht wrt r Wunder. S « ^r.gens «i flute». in tleidSvvlles
Herz und w ll dem -etgr I «fren Reuyorter Arzt nicht Bö'es mit Bösem vergelten, um ihm nicht leine tr : mkfro1 'Ae Lau'.chn tu verderben. Cr »ll chr nur die .Kosten für ihren Tüi'cntpalt 173 Londoner Kr:n!en'-2 .L beg.r -brn. gewister- asten als Sck^ .r»eiH7, « d-omtl will Vas e;le |u- ae ®elcn sich oeq r.n ’r.M Zar e freilich tr r: der 3<r6rrotr wohl kaum olS Geqenwrrt . rü - . 2|i;r c r fr««!.» roh le.n. so
glvnoir.cfr ' -omiqdommen iu 'ein. Drnn jrd« Zang« ' '• auch d« — e nes Ick le^ ' f<ie- Wi‘lc-5' —


