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Hr. |2l Drittes Blau

Berliner Fllmpremiören.

Ain« bunt« Bethc beuM4>er unb auMnbUtba Jtlrne brfeberu Me legte ZJ&cx Den 'Berlinern. $He Para-nvunt bracht« Drei ®gx eilen, rvn bencu .81 o CinatlferF tmi JUDmrnb ® rifltlb tn btt Hauptrolle her hefte war. 3« wirtlich ein Kauptspaß. btden auiat^r^neim jtünftler zu fefttn. brr h»er im Scannt unb Leicht,-keil allen Situationen tmt* geplagten Xnevriiun gerecht wirb, eines Jtrrrn>rin»cn bi einem Phantafiestaat wie chn bw BmerJuner eben B Jagten Situationen letzt «ich her Prinz am immer lächelnder unb ltebenswurhiger 721 lene aus. obwotzl tbm 6änbtg i rarr.be .n Unglüd habet passten 8r soll auch eine Prinsdsin betraten bw et nicht tnaa unb btt ihn nicht man unb ixr- ;trbt sich nebenbei in ein re^enbei JHAbei .ui er viel lieber brtraten möchte Ar ratfagt btriem Wunsch als btt königliche 'Baler zu seinen (Jan­ßen abbanh, wirb gekrönt unb ein dann aus brm Voile toirtt Bomben aus ihn. lorbeN im Barnen bei Volkes seine Bbbanluna. ha bui Attentat Wgeaangen ,ft Ucberkl g bankt btt lange König ab unb will gttabe mH ,einem Mädel auf unb baoon. als ihm bet brmbentoer» trabe Blann feine Ineben «dolglt Wahl zum Stälibenien bet Repudltk übet bringt Unb bai an-es Al ne Äanloiur eulopäiicher yürftenbd'c. Bttounbernitoert btt Raioltät brr Amerikaner, hoch nicht minder betounbemitoert bie liebens- toürbige Leichtigkeit. mit brr sie h den tollen Rummel in Szene setzen. Jüan lacht von Hetzen .. ib deglucktoülckcht ben JUgilleur Ab warb Sou» iherlanb. brr aus einem recht spärlichen Ma- nuftrlbi einen wirkungsvolle» unb luftigen Film tu brr Den verftunbra hat Von ben beiden vorher .autenben A rötesten .Bulofimmd" unb .Die oerbe ich Vater7 beide mit Aler der Hauptrolle, gdiri de. Alm vom Vater- Treben am besten. Dai Kind, bai man dabei zu ihm brfommt les kann kaum Atovi Jahre alt .in), ein kleines Wunder an Ausdrucksfähig- !cil. Ai eroberte sich die Herzen des Publikums m Sturm.

Ain anderer Bmerifanet. der Metroddolb- oyn-Mayer - Alm .Die Tänzerin von Moulin Rouge", ift dagegen ein recht un» erfreuliches Produkt Dide Pareser Tänzerinnen- -iid Apachengdchichte mit bet schonen, aber ver­brecherischen Uolo (May Murray) unb dem Men Millionär, der sie aus ben Schlingen des dösen bdrdl und he - natürlich auch hei­ratet. ift so unglaublich simpel unb so ungeschickt gemacht bah man nur in einigen Schlagworten Sorem reden mag Aesühlslltsch ohnegleichen -nb nebenbei ein unerträglicher Unsinn, ben auch Rah Murray nicht wettmachen kann!

Selten ift Harty Piel so in Form getoden, vit bet dem Alm .Sein g r ö ft t e r B I u s s" xrnrlk Saleen Hai ihm hier ein Manuskript jertori.b.-n bet dem er In einer Doppelrolle seine 'Jielfriligfdt als Abenteurer unb galanter Mann »ach jeher Richtung hin aus'.oven kann, c-e lunbell sich diesmal um den Schmuck eines indi­schen Rafahs. der zuetft aus etwas ldchte Art inb Weise verloren geht unb dann nach einer .benteuetlichen Jagd von Harry ober vielmehr ton dem von Piel auch borgefteGten Zwilling «- l ruber wieder gewonnen wirb. Der Alm ift in - nem Lempo gemacht, bai rntireiht. Bdonberi s hensweri ift habet eine Autosagb. die ben Zu- trauer in bdtige Spannung verseht Die Süd» 12m-A.-<b hat mit diesem Film einen wirklich Juten Griff getan. Ar wirb leinen Weg machen imb Harry Piel wirb ben Kreis seiner Freunde an ein Arkledliches anwachsra sehen.

Das deganicfte Lichtspieltheater Berlins, bas .sapitol". bringt ben nach dem gleichnamigen Hiuptmannschen .Schauspid aus ben vierziger Zähren" bearbeiteten Alm .D i e TD e b c r". Den Regisseur. Friedrich Zelnik, haben bie Russra» Lme .Potemkin unb .Mutter' sowohl in her Dahl bei Stosses tote in bet künstlerischen ®c- taltung unverkennbar ftart beeinflußt. Revvlutw- tirc Almdramalik nach Dorlagen.. Die Manu- triptbcarbdlung lag Z Tarifen und Willy Haas ob. für .Stil unb Masken" zeichnet

Der heilige Berg".

Gicßcncr Lichlfpirlhautz Vahnhofstraßc.

Der tneigdpidte HochgebtrgsfUm der Ufa «löht den Betrachtet mit zwidpöltigen Ampfin» »ingen Manches ist ohne Zwdfel in langer ixb mühseliger Lrbdt vortrefflich gealücv. an» btreÄ ift vedehlt in bet Anlage, unzulänglich in *»<r ®eHaltung, Mittrlmas' ur.h Ascheinung in einem Werk, bas auf neuen Wegen x Spitzenleistungen hätte kommen können.

Was bem geistigen Urheber. Dr. Arnold I 9o n d. vodchwnne. war die iaung -ib wechtel'eutge Durchdringung der wohlbe» 'ennten. meist unbelebten und häufig herzlich cngtodligen .Raturausnahme" alten Stils unb ^s flüssigen, von Hanblunj ftr»hcnbe i. brama» ich geärgerten Spielfilms Die Verschmelzung ^der beiden Memente tu einem organischen und gleichmäßigen Kräften auf den Beschauer L?.rfenben Aanzen ist leidet nicht ober nur teil» reife gelungen, in großen Darrten hat her Spiel- ±m dem Raturfilm das Ronzept perborben.

Durchaus erfreulich techni'ch ix-bemfarn. in t ><r 'Wirkung stark und unmittelbar sind die rein «dschastlichen Teile des Streifen», ri^- große, iifome, imponierend. Welt von VTromafsen. SS und Schnee wird in guten klaren Ausnahmen jehcrgegebcn. Des wird kontrastiert durch bie 3 Iber oom Meere und von einer ibr-llilch- «blichen Arühlingstoiefe im Tal. Wohl gelungen ib übrigens der beste Teil des Ganzen hnb ernet die Sportphvtvgraphien. die einen breiten Xium bean'pruchen und famos bewegte Szenen Tn her Sprungschanze unb von einem grefj- : igel egten, aufregenden ©flbauertennen auf bie inntoanb bringen

Recht schwach ist baaegen die in biete Berg- J«it hineinkomponierte Handlung, sie leidet vor :Iem. selbst für Almverhältnisse. an einem Man- fan innerer Bewegung, ift häufig auf reine tbtoirfung unb zwar bübfche. aber dramatisch ;ib handlui'.gsmäfüg wensj ertragreiche, lyrische i 2 ationen angewiesen. (N 'ich he bei um

«biegeNet Anzeiger svenerai-Anzeiger ,ur ioderheüen)

dintmod), 25. Mai 1927

Aus der Welt des Films.

®eoige Br oft ve:antworr..ch Man ift gewiß mcht ungerecht to.nn man behauptet mit stark en Äunftmitteül wurde ein« potu fchr Inxbcnj zum Ausdruck gebracht, nicht künstlerischer Selbstzweck hat dtden Alm gdchafte». 2!s Darftetler bie besten Aamm Weg. ne: als Sabr.!an: Drei- Higer. Theod r Loos unb Dieterle as Bäder unb Moritz 3ägct. die Serdars all «lam­mende Luise Hrlte. L i n b qll b<« Kreatur Pfeif­fer. um nur einige ju .nennen. Dreistigers Koe.» tot. angdüllt aut den abtirfcrnbcn Weder. alle Schaiiicru-^ra bet Rot. Antbehrui g bet Bdtgnaiior. unb bes heinil.ch schwellens. rol­le*. ärster dumpfer Trieb zur Antidsdung der Massen. Moritz Jäger in Hause Baumert schad im Kontrast seiner krastvoll biuhendre Ar- scheinung zu den halbverhungerten Olenhgdtalien. Unb nun setzt die künftlcnsche Arbeit de: Blassen- ballung nn Das Spottlied auf dir Fabrikanten bringt das TM ul in Wallung - a.S Winkeln unb HüUen. aus engen Aäßchrn bricht* hervor Alenb ILreit. Hunger brüllt, an* Haus dcs Habrekheren schlägt bie Ampörung. bie Arvoluiivn Hier ift. bei gldchem Streben, doch nicht ganz die gran- diosr Wucht bet Aufsensilme erreich. Man hilf: nach mit der aufreizraden Melodie des Bkber- liebes im Orchester durch slammende hin unb her zuckende Schn st. Die Darstrllet unb D'.etetle entfesseln alle mimische Ärct hrn-

reißend greift die Setvaes ein, aber dann er­schlägt das politische Ressentiment das künstle­rische Werk in her Darstellung der Truppen, di« Ordnung schaffen sollen <ye.-*rge D. steht über Zelnik. au dessen Schaden. Ainzelne Api- loben heben sich in prachtvoller Lharakletiftik ab. so wenn Baler Bnlotgc im demoliert en Kontor bas Bodchußbuch zerreißt, wenn Stau Dreißiger, ganz ahnungLlofe Bourgeoisie, im Augenblick. In dem sie fliehen müssen, ihr Ohr- gehange sucht. Bd aller Anerkennung besten, toas in gestaltender Kraft von Zelnik unb den Darstellern diesem Film gegeben wurde, man empfindet au sehr die politische Tendenzwirkung, um einen künstlerisch reinen dinbrud zu haben. Hine Wirkung, bie denn auch von einem Teil des Publikums durch demonstrativen Beifall belohnt, vom anderen durch Pfeifen gebranbmarft wurde Dah er .bet Alm des Jahres" werden wird, tote bie Anzeige optimist.sch ertoartd. ist nicht aryunebmen. weil nliht* das Interesse schneller ed«blaffen läßt, als die überbetonte Agitation.

Der ®aunerroman .Amil" von Arthur Landsberger, den der Autor gemeinsam mit dem Schauspieler R. A Rodet ts zu einem Bühnenlustspid verarbeitete erlebt jetzt in dem Ama-Film .Ain beuch" sdne zwdte Auf­erstehung Unter Franz Ostens Regie wirb flott gespidt. unb manche lustigen Szenen machen bie Mängel wieder wett, die sich durch Längen unb szenische Ucbertabungcn bemerkbar machen. Daburch leidet bie Wirkung des Danz en beträcht­lich Den Fassadenprinzen spielt auch hier wie aus der "Bübne R. 2L Roberts, dner unserer befähigtsten Schauspieter. Ar Ift bet liebenswür- bige Einbrecher tmb später der deaantt. felbst- firpvre Dauner, der als Drneralbirektor bet von chm errichteten Aigentumswieberbeschaffungs-Zen- trale ^au gewinnen weih". Die Komik heft reiten Enka Gläßner unb Kurt ® e r r o n. Auch Paul Morgan unb Julius Falke nfte in tragen ein gut Teil zum Vergnügen bes Publikums bei.

.Hallo Cäsar"' heißt der neue Schünzd- film, für ben Reinhold Schänzel zusammen mit Szöke S z a k e 11 als Autor, unb allein als Regisseur zeichnet Außerbem ist er auch bet Hauptdarsteller Unb et macht das alles seht hübsch unb luftig Der großstädtischen Preise xum Troy muh das adagt werden, denn bieBerliner Taaeszeitungen haben allerlei an diesem Zilm zu mäfdn. Warum? Man konnte doch recht wir­kungsvolle Begledfdtr verzeichnen, konnte oft^ mals herzlich lachen, ni«bt nut über Schünzd. den stellen'.ofen Zongleut. Der. auf der Jagd nach einem überseeischen Or.aagcmcnt. dem Direktor eines großen ametikani'chen Badet6* bis nach Karlsbad folgt unb hier sdne Künste aus offener Strafte vorführt, immer in der Hoffnung .ihm" doch irgendwo und irgendwann einmal auszu- Iallen. Daft er habet immer an den Hälschen

gerat, ift sein pc: onliches Pech hinter dem aber unsichtbar das flflad :eht. b.-nn bet Direktor, bet von Wilhelm Diegelmann treff.ich ge­spielt wird, hat schon längst mi: iftm ^trundschal: gdchlo'fen. wenn auch untre salfchc-.n Ramen. .5toa hübsche Mädel hnb außerdem da zwischen t-racr. Aäsars Herz hin und bet ichwankl. Jmogene Roberts on. als Tochter kes Di- reßors. unb Toni Philipp, als Tachet der Wirtin RatÜrlich endet das Sr r! glückt ich'ar ethäl: fein dngcgetr.c-.T unb Roll, der Wir t» Töchteridn. ift übedel.g T.n 5dm ha: .en;\ unb Laune Dem Publikum hat bas Stück gefallen. A.

Die Deutschen in Hollywood.

Bon Rudolph Lothar

A* gib« in Los Angeles und Hollywood übet vierzigtausend Deutsche Daoo., geh: es ungefähr einem Dutzend ^anz ausgezeichnet. P e- ses oberste Dutzend hnb iyilmreg ( eure und F-.lm- schauspieler. die glänzende Dagen beziehen. Aus der ganzen Weit gibt es keinen Ort iuno es hat auch nie einen solchen On gegeben), wo c.n Künstlet so viel Geld verdienen kannte w e in HollywookA Um den Reid eurvpäi chet Kollegen nicht auf bestimmte Personen zu lenken, to ll ich fdne Barnen nennen Aber da gibi es e nen Regisseur, der taufenb Dollar pro Tag verdient, da gibt es eine ganze Re.he von Regisseuren. Die drei- und viertausend Dollar in der Woche oer- bienen. tu gibt es Schauspieler mit v.et- unb fünsiausend Dollar Wochengage Wer nur zwei­tausend Dollar pro Wiche Derbieiu, also etwa 35 000 Mark im Monat, dem klopft der Arrivierte wohltoollenb unb gönnerhaft auf die Schulter unb lagt .Rur nicht verzagt, junget Mann Aller Ansang ift schwer. Sie werden schon Ihren Weg machen" Da gibt es Schriftsteller, de im 3aht ein bis zwei Jilmgeschichren schreiben unb ein Iah res einkommen von 80 000 Dollar haben Ich spreche hier nut von Deutschen. Amerika­nische Schriftsteller bnngen es zu weit bbbe.cn Iahreseinnahmen Diesen gtanb.o'cn O nlünften stehen btgre zte Ausgab.Möglichkeiten gegenüber. Man kann fnv ein wundedchönes Haus m eien, ein oder zwei Autos halten, sich sogar zum Luxus von ein ober zwei b.enflbattn Heistern oerftc.gcn und kommt doch nicht übet einen (Jlat von zwei­tausend Dollar im Monat. Die ganz Reichen, sozusagen die Droßtepseten von Hvllvwood. geben fünf- bis sechstausend Dollar im Monat au6 Aber das ist schon ein Maff.muin Unb dieses Marimurn spielt den A.nnahrnen gegenüber eine sehr geringe Rolle. Und jeder freut sich, daft er sparen kann unb eines Tagrs als steinreicher Mann nach Deutschland heim kehren wird.

Die amerikanische Ätlminbuftnc hat einen wahren Heifthunger nach deutschen Regisseuren As arbeiten drüben gegenwärtig Arnst L u - bitsch Paul Q r n l. Paul Ludwig Stein. Murnau. Lothar Mendes 2ller. Lotdn Und sie haben alle Erfolg und stehen hoch im Kurs Der deutsche Regisseur bringt neue Ideen, eine neue Aulfassuna von Welt und Menschen unb. was beim Film ja ausschlaggebend ist. neue Desichtspunkte in des Worte« budViähLcber Bedeutung In der Berufung der V.utfchen steckt nicht nur der Shrgei, des Amerikaners, alles in feinem Lande ,u haben, was gut, teuer unb kostbar ist. sondern auch der ehrliche, aufrichtige Wille, von dem Fremden zu lernen S« ist auch kdn bkofter Zufall, daft die fremden Re­gisseure. einige Ungarn und bie be ben Skandi­navier Moritz Stiller unb Sven Gabe ab­gerechnet. aussLlieftlich Deutsche sind In Holly- wood zeigt sich wieder eine besondere Eigen­schaft des deutschen Künstlers in frappanter Weife. Rur der Deutsche kann ein wahrer Welt­bürger sein, nur der Deutsche hat durch glän- zende Ueberteftungcn die gaiuc Weltliteratur sich au eigen gemacht, nur der Deutsche vermag sich fremden Verhältnillen anzupassen, sich in eine fremde Aeiste«weit zu f.iaen. ohne seine deutsche Eigenart aufzuaeben frappante« Beispiel für diese Kunst der Deutschen ist bei Film .Alt-Heidelberg", ben Lubitsch eben

drel< Das Bi-ch hat ihm Kraely grlldert. der sich babei fast noch mehr an b......4:1

Mever-Försters als an das Stück .dl. In einem der großen Ateliers f.no a .< Szenen ausgebaut, die gebrauch« werde.-. Die Sax ß.

nteneurs Säle (Mrw;e und Äa> neue c.;.c* natürlich in echtem Mater.a. l*.< Ber.cklung JU* ech-em Holz, un echten X«dental- . brennt ein echtes Feuer' unb dann bas Heldc.ivrger Schloß, der Aafthof mit feiner 5er... ? c

Zimmer, die der Arbpr.n^ u 5st tj-tne. bei udtger bewohnten usw Für .ireU.chtauinahmen dient eine Straße in der Refiden- n.i . an Tor. durch das im letzten Bild ba» junge pr.nz- llche Shepaar seinen Ointaj halten öir> ^-4 alles ist echt deutsch So deutsch und c.. : une nur irgend möalich Unb da* A ner.kanckche ev- schdm eigentl ch nur als eine Uederfre gcrung im Betonen des Sentimentalen in brr Ver­klärung des lenttmentalen Idylls An roman­ischem Aefühlsübedchtoang kann tki» aa- nische Publikum n e genug Haden. H.bcJt. .gt Lubitsch unb er dichtet ;n ki» Buu hit-.e..i e uftefte Liebesgdchichte. d e e:n Ließeslunl-. ;er nur edUmen kann Das wird zn- fellos l>er ganz große Arfolg seine« Leben* fein .mb hm alle Herzen Amerikas im Sturm ereber .

Ain zweite« Beifpid. tote ein Deut'cher fich der amerikanischen AN unbequemen kann I.eiert Paul Cent Ich sah brühen einen F.lm non ihm: .The at and thc antrv". eine atnerda- nifche Schau.rgdchichte voll .Äpstern ^7' 'tcni ist nämlich dle große Mode Die Am ; lauer haben dne geradezu kindische Freude am C*ru- fdn. Unb Drusellges kommt in b.efem Fllm l\-i (Jotl übergenug vor. Ar ift mit unerklär! chm. grauenhaften, haarsträubenden Vorgängen so ge­machte all dies so hoffmannesk. d. h e Schnuer- gefchtchte künftlert'ch wurde. 0!-. s b.efem ? .-, in t aQ seinen gehäuften Schrecknissen em Äun'nix-rf Au machen das vermochte nur ein heu: er Künstler wie Leni. Hnb daß e n Deutscher auch elegant unb graziös fein kann betixt vaul Ludwig Stein mit luftigen Desellschi . ,n.

A« ift selbstverständlich daft die Deut'chen in Hollnwood in fort währendem Kontakt m.fetn- onder stehen. Bei Lubitsch. bei Pommer bet Stent, bei Stein trifft sich säst immer her elbc Kreis Und ein besonderer Bor ag die' :<r i-cs ift fdn blendender Reichtum an fch_>...n n. ä* ist. als ob die deutschen Rea ffeur« c. 1; \ toollten. baft sie auch was schöne -trauen betu t. bie Konkurrenz mit Amerika aufnehmen kdn n. Frau Lubitsch. Frau Leni. Frau Stein iu Pommer sind lauter zierliche, leingl heng. . < aante Fiauren, die der deut'chen Kolon . a!ic «hre machen. Unnötig zu lagen, daß man in all diesen Hausern sehr gut Iftt, unb baft immer nur Dom Film gesprochen wirb. 3m Sommer ist ba« Bab noch eine Afftraauelle de« Bergr.J.ueiu». Denn ein erstllassiges HauS in Hollywood hat natürlich im (Barten sein iu iniminr-p<>ol. -in Babcbaifln, bas von Västen eifr.g benutzt u-.rb. Lubitsch« Babeetabfilfement ift in Holly»i>ooi. be­rühmt.

Wenn ich Hollywood« gastliche deutsche Käufer erwähne, so bad ich die Häuter Dort Kraely unb Sven Gabe nicht vergessen 5Xr; : z unb Gäbe« Billen sind die pedönlichsten W.l ?>auler. die ich drüben gesehen habe. Denn tn Qünerila ein persönliche« Wohnhaus zu flntxn ift eine Seltenheit. Sven VadeS Billa ftvl . , -ch oben auf einer Bergftrafte. unb toe..n man naht« oon dielet Bergstrafte in da« von Lichtern üi>tr» fäte weite Tal blnuntcrblldt. hat man einen der schönsten Anblicke, die es aus Leben gibt

2vrrrhütpibrn der Redaktion.

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eine stellenweise mit rocht groben Mitteln ge­machte Liebesgeschichte eine Frau zwi'chrni zwei Männern. Dic Lösung ergibt sich nach effektvoll erzeugter und au«gehaltener Spannung unver­mittelt unb gewaltsam in ihrer Motivierung mit bem Doppelabsturz beider Bewerber von einem steilen Felsgrat, nachdem der eine von ihnen vergeblich dne ganze Rächt hindurch ben über dem Abgrund schwebenden Ddährten zu retten versucht hat

Als besonders störend, manchmal geradezu peinlich, empfindet man die in tHe B lderre.ye hineingearbeiteten Allegorien wenn beispi?!«- wei'e der wankende Glaube an bie (Beliebt, in einem zusammenbrechenden Felsmassiv sinnfällig dargestdlt werben soll,►er wenn .der Freund^ die Tärizerin mit dem Hölderlin-Ramen Diotima in fein aus Ais. Schnee und Felsen aufgctürm'.rt Reich hinein führt, vor einen wiederum zu Schutt zerfallenden Altar, unb übermal« mit höchst uiuu- reichenden Mittdn. die gelegentlich dnsach kirsch.g anmuten, rin innerer Vorgang äufverlid) begreif­lich unb anschaulich gemacht werden soll. An solchen Stellen «ieht man wieder einmal deutlich, baft auch bem technisch retten Film Grenzen ge­zogen sind, die jeden Bruches einer ilebertrctung oder Durchbrechung spotten.

Schaufpirierifch liegt bet Rachdruck diese« Werkes in bet Hauptrolle bet Diotima^ bie be­kannte Tänzerin Lent R i e f e n st a h I ift der hell beleuchteten Hauptfigur de« Spiries eine und

allerdings rein mimrfch weit mehr für die Dar­stellung einzufetzen hat als mit hem körperi'ch- thythmischen Gefamlausdruck iftret Peri-nl.ch- Irit; ihre tänzerischen Leistungen bdenbert tn den Aingangsfzenen. find wenig befriedigend, wo« übrigen* durch die reichliche Verwendung der Zeitlupe noch unterstrichen wird Lui« T r e n k e r <der Freund> unb der junae Arnst Petersen (Bigo) sind ihr zwei unau'dr'.Tiglrch unb schl ch; mltipielendc. körpertüch:rge unb spott gewandte Partner. In Hrnercn Rollen wären Frieda Richard. Friedrich unb Harme« Schneider zu nennen. -r

Mit dem Kurbelkasten auf dem Meeresgrund.

Zu ben Vehrimnisfen. bie die Menfchhrit von jeher bdchäftigl haben unb bie jetzt erst durch ben 5ilm enthüllt werden, gehören die Wunder bet Meerestiefe. SeitIahriaus.nden be'ährt derilll.n'ch die Obedläche der .Salzslut", unb doch war es chm bi* vor kurzem nur gelungen, ganz zufällige und unvollkommene Blicke in die Welt zu tun, die sich auf bem Meeresgründe entfahrt. Taucher liegen wohl herab, bie Tielleefodchung ent­wickelte allerlei Methoden zur Ergründung diese« vielgestaltigen Ledens, aber wer hatte Bilder aus dider unergründlichen Wass<rslut berauf- brtngen können7 Der Film hat biries Wunder volchracht unb zwar ift es der Filmtechm' in jüngster Zeit geglückt, alle Schw eng? ten bet der von Unierter1ilmen zu überwinden. Wie Dr Hermann Treunrr in der Leipziger .Illustrierten Zeitung" mitteilt, ist es jetzt dem Kamera-Mann möglich, auf dem Meeresboden frei herzugehen unb feine Aufnahmen zu madyn. Zunächst war die« nicht der Fall. Rachdem sich bie Kinematographie in ihren Anfängen für Unterwasseraufnahmen mit Tricks behollen haf.e. die Brider von künstlichen Aquarien voriührten. löste dann bet amerikanische Ingenieur Wil­li a m s 0 n bie Hauptschwierigkell. indem ete.nen Ausnahme apparai st erstellte, bet unter Walser in Betrieb gesetzt werden konnte, ohne baft er ob.r der Filmstreifen durch das Seewallet bdchädiz wurde. Dider Apparat beftanb in einem be­weglichen. ausziehbaren Stahlzyllnber Don etwa 1 Meter Durchmefter unb 15 Meter Länge der im Boden eine« Schiffes eingebaut war unb von diesem aus ins Meer versenkt wurde Am unteren Ande dide« Zylinder« bdindrt sich eine tagd- förmige Kabine, in der bei Kameramann mit einem Aufnahmeapparat Platz finbet In her Wand bei Kabine vermitteln Fenster mit fün Zentimeter dicken Ala*lchciben den Blick ins 'Meer. Da aber schon m 10 bis 15 Meter Tiefe tm Wallet fast undurchdtingliche Dätrnmerurz

herrscht, so mußte man die Umgebung der Kabine burd) starke Scheinwerfer erhellen, bi bi für bie Belichtung bes Film« notwendige Lich:stärke hervorbrachten. Aus diese Wei'c mürben bi edlen eduen Ausnahmen vom Me resgrunde getoo 1 n. 2Lber da durch bie bicken SIa?'chechen sehr t iel Lncbt cb'crbicrt wurde und die 7! jtnul ordentlich teuer waren, blieb es bei einzelnen Versuchen.

Die phantastische unb groftartige Wei: der Meereslirien wird erst jetzt der allgemein 1. An- fchauung recht erschlossen werden nachdem dne neue amerikanische Örfinbung da« Filmen a dem Meeresgrund bedeutend erteidjtert Man 1;^' ine Kamera konstruiert, die ohne jebe« wei er 5 !'* mittri unmittelbar unter Waser a:' 1 e: nb fowvstl gegen die Schädigungen des C -j .* tote gegen den starken Wasserdruck gefeit -.st >ie U n tettoaffer-Äamera kann toe eher g- wöhr.Iich« Ausnahmeapparat an jede 1 be.icbig n Ort unter Daffer auf einem Stativ autg<oddi werden, unb so kann bet Kamera man i mit Iti em Kurbelkasten natürlich in T^ucherausrüs- u .g herumwandern. Z«tnst|iche Befolgt :n.t b 4 BCb* fdbe« ift frellich auch hier nötig, ab * '.osten Unb wesentlich geringer Die neuesten IMfee- ausnahmen entschleiern bie ®efteimni:f- ein s Rei­ches. von dem wir bisher kaum etwa« ahn en. 2s sind Bilder von phantastische-.i . >aubcr und grauenhafter Tragik. Da fellrit rn? P'lanz. nwelt t>on ungeaftmtet 5ormenld l;u e-.t; gl ,ch .'7 .r» chenfchlössern wachten die Bauten tropischer Ko­rallen empor, von unübersehbaren Biumenbc tm aus Seerosen unb Seeanemonen umrahmt. Da­zwischen wimmeln die fdtlamften Fische Sin nc'.ger Krake ober Seeteufel hockt zu'ammen- g dauert, mit großen Glotzaugen auf Beate lauernd, die er mit feinen schlangenariigen Ai een umwindet Plötzlich erscheint ein mächtiger Hai mit seinem ungeheuren Haupt während sich rin zierliches Srepserbchen auf r.nem Korille-st -nm wiegt. Daneben stöftt man auf die Zeugen *af> loser Tragödien des Meeres, auf Wracks Ske­lette von Tauchern unb vieles andere. Ib.