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Montag, 25. April l*>27

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dderhefsen)

Nr.(5 Aweiter Blatt

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Turnen, Spart und Spiel

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AlbanienundMontenegro in der Borkriegspolitik.

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Der verlorene (Elefant.

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Der TSächtcr Iicr von dem unb lies, den Dege stehen.

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____ _ zuruckkam, war her (Urian f Der- fchwünden Der Wann rannte verzweifelt di« L'.rafte entlang, laut den Armen seines Schütz- I,ngs rjfcnb. et sraate alle Vorbei gehenden. ob sie nicht einen fflefanle-n gesehen hätten, und erregte bamil nur ein verwunderte» Lächeln

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Q» war ein Wann in Eng'arch. bet führte einen fflrfanlin am Halfterband. So Bnnte man unter Vbwanblung bd bekannten Debichtes eine Drichichte beginnen, sich dieser läge ereignet, eines 3irfu»ririanien sollte 'ein

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Giehener Sladtthealer.

Lchwarzwaldmädel-

Die .Mädels aui dem schwarzen Dolde" gehören sozusagen zum eisernen O^rrettenbeftanb; unb wenn man den Dreiakter von Zett zu Zeit immer tüicbor einmal hervorhvlen kann unb ein dankbare» Publikum damit bat. so weist man genau, haft man die» allein dem Äomponifttn Lion Jesfel zu verdanken hat.

Die Vertonung M kaum burL^ni'.t lichen.

. Tertes von August A e i b b a r t weift eine solche Fülle von natürlicher, sangbarer und tanzgerechtcr anulifalität unb liebenswürdig melobi'cher Un­fälle aus - selbst da noch, wo die fftnfätte Er­innerungen fein mögen. daft man fast d e gan.e Handlung und das gesamte Libretto dar­über vergessen konnte. . ,.

ö* gibt, wenn auch wobl nicht gerade hier bet uni. eine Wenge iJeute. die mit dem fub- westdeutsche:' D.alekr von St.Sbriftoph nicht» anzufangen wissen' da» schadet gar nicht» Win braucht in den drei Akten kein Dort ver- füben ber dinbrud wird dadurch nicht ge­trübt werbe -. Da» mu'.lalitdb* Talent d«» Kom­ponisten führt über alle Untiefen und Mangel de» »urechtge^chufterten Tertbuches leicht hinweg, hilft einem sogar über die gröblichen Machrn- f<baftcn unb fauftbiden Sentimentalitäten bei Schlus'aOeS hinüber, der wie üblich den 'chcrüch- sten Seil de» Ganzen bildet.

Aber die Lchlaoer unb musikalischen Zier- Hüde von damals, die Icincry-t der Operette fofort die Bühne erobert haben, find auch noch die Schlager von beute; man kann sich der bridelnbcn unb einschmeichelnden Dhochnitt der Partitur gar nidtf entziehen; die Höhepunkte sind noch immer der Bauernreigen de» -goetten Lire» i.Wäde'. au» dem schwarzen Dolde lun? der ausgezeichnet inftrumentiene. berühmte Dal- zer (.Srllingen zum Danze btc Geigen . ); da­neben erinnert man sich gern einer ganzen ^ieive glücklicher Sinzelheiten. wie etwa der drei Vor-

fürchtete man innere Schwierigkeiten, wenn man sich non Ruftlanb trennte; schon griffen larNeu unb andere nationalistische Heiftfoorne. die ganz und gar mit den deutschseinblichen Panslawisten Inrnpathifferten, die Regierung an. daft sie das ruisiiche Bündnis Preisgabe und antiruistfche Po­litik treibe, weil sie in London mit den Dreibund-

gang en en Jahrhunderts dari: eilen.

Anna Beyer, die 1922 r.-rftorbe.ic Gattin von Professor Adolf Beyer in Darmstadt, lebt noch in aller Gedächtnis. Sie war in München Schülerin von Paul Bauen und Friedrich Fehr. Aach ihrer Verheiratung Im Jahre 1904 erweiterte und ft eigene sich ihr wnstlerifches Schaffen von Jahr zu Jahr lieben zahlreichen PortrLtaustrü­gen malte Ne flotte impre' vniiu'che Landschaften unb Still eben Ihre Blumenftüde gehören mit zu dem Köstlichsten. was die zu früh von uns Genommene hinterlieft

"igigen Ausstellung im iftadt werden alle Derke.

vielseitigen, zeitgemäh arbeitenden Verein» für Leibesüpungen.

In bieiem Aahnren findet da» Dettkauips- nefen auSgiebige Pflege unb es Dermag inü Leistungen aufzuwarten die all deutsche 'Best­leistungen. ja zum Dell all Dellbestleistungen a-»usprechen sind. Daneben findet aber auch der nur feiner Gesundheit wegen Hebende feinem Können und 'einem Bedürfnis entsprechend? Möglichkeit, sich körperlich zu tummeln und für die berufliche Arbeit gesund unb kräftig zu er-

Deutichlonb vor. Oesterreich und Italien unter enq. iischer Führung zu Zwang<-maftrrgeln zu ermäch­tigen; bur chein iolche, internationales Borgchen ei ja auogrschtosien, daft einer der Beteiligten sich einen besonderen Vorteil verschaffe. Aber Grey siirchleke die stritik der englischen offenilichei' Mei­nung gegen bk Verwendung britischer Truppen in den Balkanzwistigkelten. und vollends widerwillig war Italien Weil die Aktion mit Oestereich unpo­pulär u>ar, suchte die Negierung sich der stoopera- tion zu entziehen und selbst ein etwaiges alleinige» handeln der Oestereicher zu lähmen. Cie rief sogar den Dreibund vertrag an und erklärte, jede» vor- gehen der Donaumonarchie am Balkan bedürfe der 3uftinmwnfl Italiens, woraus Deutschland und Oesterreich entgegneten, vor zwei Jahren be, seiner Offensive gegen Tripolis habe Italien die Drei- bundbestimmiingen in entgegengesetztem Sinne au»- gelegt und von seinen Bundeogenosien Unterstützung erfahren, obgleich Italiens Politik ihren Interessen schädlich gewesen sei.Wenn jetzt", muhte der deutsche Botschafter in Rom oorfkllen.in einer Frage, wo dem russisch - serbisch - montenegrinischen Intriguen- spiel gegenüber das Ansehen der öftereichifch-unga- rischen Monarchie in Frage steht, Italien nicht das gleiche töte, würde Italien den Dreibimb paraly- fieren, wenn nicht bankrott machen." Man sieht, wie tief die Wirkung der anscheinend so geringfügigen Streitfrage ging- die Grundl.'aen der deutschen.mb ö'terreichischen auswärtigen Politik kamen in Ke- fahr, oder besser, die Anaclegi.theit zeigte, wie Lmldng diese Grundlage bereite geworden war. wie wenig Vertrauen man auf Italien setzen durste Natürlich stieft Sasonow in das italientsche Horn; er empfahl aus» neue eine Cntstbädigung Monte- negro» für Skutari und lehnte jede Mandatsertei» l ing an Oesterreich unb Italien ab.

Bei dieser Geltung mehrerer Mächte war es fein Wunder daft die Botsch tterkonseren, wachen- fang zu keinem Verlust kam. Kren, der al» Leiter die Pflicht cehabt hätte, aus eine klare Stellung- nähme zu drängen, konnte e» nicht über sich ge­winnen, angesichts der Haltung seiner ff mente- freunde ein" klare» Bekenntnis «um Standpunkt Drutschlands urb Oesterreich», den er vertraulich wiederholt al» richtig anerkannt hatte, obzulegen. In Berlin durchschaute man ihn bald:Die Eigen­art des Ministers", schrieb Jagowmag sie nun aui Schwäche ober ffmseisifkeil oder Ucbcr-

rnächten zusarnmengegavgen war.

ff men HugeitMid schien die Internationale Un­ternehmung yj Boden zu fallen. ®req sagte, die Vage sei überaus ernst, unb man muffe sich über­legen. ob man nichtdie Ausführung der Brschlüfse ffuropa» einzelnen Mächten" überlasten solle, ffs liegt auf der Hand. daft. falls etwa Oestereich. her schärfste Gegner der serbilch-montenegriniichen Wünsche, auf Grund de» Londoner Brichlusse» eigenmächtig gegen Montenegro vorging, sofort hie Gefahr eine» Jusammenftohrü n»t Ruftlanb erwach­sen konnte. Indesten so weit wollte e» Ruftlanb nicht kommen lasten; noch war e» ja nicht jum Kriege gerüstet unb ein Krieg aus diesem Anlatz hätte m zu offenkundig in» Unrecht gesetzt. 5afo- nnm fand einen Ausweg, die frlottenbemonftration zustande kommen zu lasten, ohne fi d)|ribft zu be­teiligen. also den Batkanstawen gegenüber .cha» Ge­sicht zu wahren": er bestimmte Frankreich, seine Be- denken aufzugeben, so >ift eine internationale Blodadeslotte unter englischem Kommando vor An- ttoan erscheinen konnte (lO.Upnli Ängesichis der

bild am c leg mm unoigen

Hebung beruhen laust te der Pra;>» aus Uazaoerlassiakeit buwu». nm der w,r rechnen muflm " L.-.ge',chi» der llnrnögl chke ' einer ffinigung bereitete sich Oesterreich $u einer i|etirdvn Unter neb-m f ! ? 1

wirkte sogleich auch Italien enlschloft stch. eine Cp peb-.hon au»zurüste«u Aber zur Ausführung brauch­ten bte ff nstchtüste gar nicht zu komme» unminr bar daraus verzichtete König ?hftt i bebiMungtlo unb zog seine Truppen au» efufan zurück ffinr crvfte Eponnuna war damit van ffuropa genom- - denn trotz des unbe zwei fetbar en .fechte» zum Borgehen gegen Montenegro war ganz underechen dar. welche ffrrogung die Doppelerpedrston tn her 'Iowischen Set! Hervorrufen konnte

Wa» den Koma SHfito in riftrr Stunde zur Bachgiechgkeit artnebm hatte, steht dahin. Bach eiaer Lnschauuna. der in Wien unb t'onbon Au. druck gegeben wurde, hat er die ganze InpeWyn- heil nicht sowohl al» emfie poütrfdx groge fon- dem al» Borsenmanäoer behandelt ffr rmberieptf udl den Willen Europa», um durch die kriegerischen Gerüchte eine Batsie. in»be>ondere der bstetre-.chnch .'ngarischen Paptere. hervorzurustn. wabrend der Qn<ts kaufte er durch feine Agenten in Pan.- grofte Menge« der gesunkenen Papiere an. unb al» -mb seiner Unterwerfung unter den Willen Euro­pas sogleich eine fxrufle einsetzte, so floffen Mlll-o ren .on Spekulationsgewinnen in seine Privat koste. Den reichen Hi-ntg. sagte daher brr König von Eng­land zum Kaiser, könne man füglich sich selbst über lasten, seinem armen Lande dagegen möge Europa für den entgangenen kri«geri'che" Gewinn eintpf Unterstützung durch wirtschaftliche» und stnanzleüe» Entgegenkommen gewähren.

Mu der Beruhigung Montenegro» war aber da» Werk der Großmächte nicht vollendet, e» galt nun. da» Brutt ergreften unter den Balkanstaaten \u ver hindern unb eine möglichst gerechte Berietlung der lüritschen Beute, die jeder Balkannation eine freie Entwicklung gestattet, durchzusetzen.

Verschiedenes] 530-2300 R all 1- indr-

andern, in welchem Luftanafte die vergeb', ich: Durchs ruchckr^eri uche de» <?< erall Aivelle d krankstIche Arm« bmoraifien hatte» Da, 3rüf»:abr 1017 bedeutete für die Entente f:w innere Kette in welche Ne Blltreirnächte erst 1918 eintraten Ader während die Autelmäch!? tdrer Stute m4* Heu wurden, brachten Ne Demokratien de» Desten» al 'eriig d^ *<Ii» täuschen Aul lös ui aberichet nungen yi ersticken Srfrrn twr fftwintMll

.Die Dunoroktfati« der tranzvsitchen Unr.-r griff tmter um sich Mangel an IkUrauen zu Nr .lubrung. grauiige Bu.ufte und eine ftatl.- briauttttfche Propaganda hatte tn ihren l ' ungebeumi Schaden angenommen Tüeutere.en Ne tum gefädritchen Charakter annabmen. waren tn 1 6 verschiedenen Armeekorps twgriallen Clnige der besten Duippen wrrm vollständig zerrüttet Dimf'vnen rr.tann en C.'l- batenräte Danze A egimen ter mar- schierten nach Pari» um Frieden»- verda ndlunge n zu verlangen, noch mehr zogen einfach nach Hau». 9 ullstichen ÄDrr» von ungefädr 15 Off? Mann Infanterie war vor der Aevvluttvn zur Aus­bildung unb Ausrüstung nach Frankreich geanN worden Diele Leute wurden von den v>lttilch.-n Vorgängen tn ihrem Baterland ber^'luht. vte hatten zur Dahl gcfkelli. ob sie an der Schlacht am 18 April terll ehmen sollten, unb hatten mit Blehrheit brichlottcn es zu lun Sie wurden von den ?iran.zo>en rücksichLslv» emgeietzl. lln- griäbr 6ffX> von ihnen wurden aclbtet oder ver­wundet Die Heberledendui rrvnltiev» Cin AuS- 'pruch in ihrem Manifest verrät Ne Bleisterhand .8» wurde uni erzählt, haft wir nach <>l.tnkirich oefchickt würden, um die Munition für Auftland zu bezahlen." - Dal aber taten Ne Demo­kratien be» Destenl? Da» tat bir srunzostfch .Rührung angeficht» der heraus dämmernde n Aeo" lutlon? Sie wagte die Auseinanderietzung mit dem Defaitismus derer Ne nicht mehr wvlllen oder alle» verloren wähnten. Sie forderte mit rückfichrslofer Strenge die Hinztade an das Baict- lanb und vernichtete mit rücklichtslofer Stvonge Ne, welche den Dienst am Baterlande teetmei- fletien. Hören wir ii>tebetum ffbindnll -Aur dauernde» SrUlkticfcuer. das gegen Hefe Trup- pen gerietet wurde, brachte sie zur llnir.- werfung und Aullösuna." Xreu gebliebene Trup­penteile umzingeltet» Ne Meuterer. Alte Derr »

wütenden Frontkämpfern. Die Unu»hes"fier.our- den beruhigt oder beselligt. Heber all dem lag ein ariximnilwlkr Schleier, der fo undurch­dringlich war. daft kein Laut jemals den .v >d erreichte, obwohl Taufende von Franzofen daran beteiligt waren."

Dr «usiao lKolofs- 0 vroseslor der «eschtchte an bet llnioerstta: QMffrtn

Der Liederftegmn be» Balkatzkriege» im ge beuar 1VI3 stellte tic lstroftmach,, tor zwei Auf­gaben: einmal die Kriegjuhkenden zur Inerfennung ber van be* Cfroftmaajten gefotzten Leschlüsie zu bringen unt -n<Mr» emen Brach zwischen ben ver bunbeun &ii.4rtlloalrn bei ber Benrilling der B« le zu oerhinderii

Die erste Lufgabe betraf uar athn Dmge« Ne Arc tennuna d», aiUonornen Staat«» Sibamcn nb feiner Grenzen ff» war. äufteriich brircdtri. em recht Nein,» Obfeft. ifl aber doch von «IL ft.ni hjftorifchem Intereise, weil da» Gebaren bet Macht« in diesem cprtialfaU charakteristisch für ihre (Be- samtpolitik ifl. Grundsätzlich tr .< btt ff inuchtuna eine» Fürstentum» Albanien zwischen OkKdtenlanb und Montenegro von der Londoner 8ond j'l t

Cd;!'.riibi sand er ben Dickhäuter, wie er gaiu ruhig und gemütlich au der richtigen Strafte na® Aiherftonc weiter marichiute, obwohl mehr all eia Areuzweg ihm bas Einschlagen einer andern

spiele, de» Antuttoiiedes ber beiden Wander­vögel und be» Tanzes ber Bärbel

Den Frankfurter Gästen machte d>e alte Ope­rette sichtlich Viel Vergnügen; kie waren alle mit unbekümmerter Spielsreadigkeit bei der Sache Der üegiffeur Hampe konnte freilich den Tert auch nicht nerbeffem. aber unter feiner Leitung batte Löffler gemütvolle unb be'chauliche Tühnenbübcr auf gebaut, unb Ne brei Akte wur­den fauber unb schlagfertig her mtergrivielt, lstapellmeifter Aeff hatte mit ber grichmcidtgen Panttur eine überaus bankbare Aufgabe unb lob wohl nur Rücklicht auf ben letzten 3ug von Dieberchvluiwen ab: sonst hätte er s,ch zum mindesten im ORittdaf! erwrichen lallen und erliche» zugeben muffen.

Die DrieNung war tn allen Tellen gut Dir nennen nur Steinbrecher Dvmkapeilin nl bte beiden fahrenden Schüler .auf k»er Dalz <Hampe und Heyfe). das ach fo rUt.r.-nde Lumpenpnn'.ri^chrn. das mit Anstand bei der atiitt Vorkommen torotic (Elle Simon», unb bie feine aber etwas mann»tolle Malwine von Hainau. Ott» Linn-Letti (a. G i wurde durch die aridbtdtc und wirksame gdanglirc Ausnar una für Nc llnglaubwürdigkeit der Agur reichlich entfchäNgt. . . .

Da» Publikum war danwar unb 'pendele vielen Verfall. Dr- T1t-

Heitere und neue Malerei in Darmstadt.

In den ersten Tagen des Ma» findet in Darmstadt eine Äunftaidnon statt, die ton mch» alltäglicher Bedeutung ist. Der Aukttonator a g n c r bringt ungefähr Arbeiten des »m Jahre 1826 gebürcrcn Hvfcheatcrma.er» (San Veyer unb ber 1522 verstorbenen Malerin Anna Bever «ar Berstrige.-ung. 9* verlohnt sich, bei dirier Gele^mhrit einen kurzen Xua-» bild auf dal Schaffen von ®arf unb Rnna Beyer zu werfen, da Freunde und c-anouzt hriftfcher Zunft gewift gern Ne Griegrrch-tt be-

konserenz bereit» deschlosien unb von ben Negie­rungen gutgelttiften worbe*, aber Ne zunächst interessterien Balfanftaoten Serbien unb Monte­negro suchiin sich über ben Dillen be» europäischen stunzeri» hmwegzusetze,' Trotz be» Londoner Ve- fchlusse». daft Skutari. bas noch von einer türkischen Besatzung geholten würbe, an Albanien fallen solle. |c| ten s«e Nr Belagerung ber Festung fort, in der Hoffnung, daft nach der ffroberung die Mächte die vollzogene Tatsache anerfennen unb die vereini- aung mit Montenegro gestatten würben; ja d'ft im Anschluft daran die Frage ber serdischoldan, scheu Abgrenzung unb be» serbischen Adria Hafens wieder ausgeworsen werden könnte. Um so mehr waren die 6erN i bereit, die Monlenegrinei. die allein zur Bewältigung Skutari» nicht imstande mären, «u unterstützen, al» sie Im stillen auf Nt russische rillff rechneten Ne Lrufterungrn de» ruf- fischen <Br|anbten Hartwig, eine» Vertrauensmannes ber *fanilon)tftrn. erw-ckien in Belgrad die Hoff­nung. daft dir Agitation der oanflowiftischeii Be­ma flogen es über bie offizielle Reglerungspol'tik daooiuragen werde. Sell hierano sogleich wieder ber mühsam geschlichtete österreichisch russische Sc- gensah Hervordrechen konnte, bestand Deutschland auf fchleunigcr Durchführung des MSchtedejchluise» unb forderte in London eint energische Flotten- demonstrotion gegen Montenegro. Bei ber un- zweifeihasten Rechtslage konnte sich die Botfchaster- konferen, dieser Forderung nicht enkziehen, unb ffb worb ffireo insbesondere bot gern die Hand zum fräfhflen vorgehen, weil er jene (Befahr nicht ver- kannte. Un wir ich rrflärte er, e» habe feinen Zweck, die Konferenz fortzufetzen, wenn man ihren Se- n nicht Rachachtung verschaffe. So wurde aus reiben ffnglanb» unb der Mittelmächte ein- ftimmig die Blockierung der montenegrinifchen Küste befchtosten lZl.Märzl. Aber Me «uosühnmg folgte dem Beschluste nU$i auf dem Fufte- Ruft- land lehnte es ab. Schisse zur BlockadesloN, zu ent- senden aus Furcht vor her Agitation ber Pansla misten. Ne natürlich die angriunbiplf Blockabc mit egrüftten Unb nach Ruhlanb rich- f*r Regel Frankreich. In Pari»

rusiüchen Dünsche» mutzten stch Nf sranzösstche* Thauoinisten zufrieden gebe*

Diese Blockade reichte wohl *u» Serbien pir Aufgabe brr Sdayrung w>* Shiinri zu veranlas­se*. «on-rn.gro wagte aber demi^ Urn ffuropa» weiter Trotz zu buten. Hab ba» »st b,gr«-uch wer-.r. man erfahrt, daft ttmerchrtb be» Jtonyrt»" kein tinmünget Dille zu wetteren Za»ang»n»aftregeln ..'rhanden war. ja daft mehrere Machte Monte­negro mit besonderer Schonung zu behandeln tpjr.id):en Schlug dach z.B Italien vor. man möge Montenegro, bannt <» flutwillig aei 6futan ver eine «ridems<ya!nguna aber eine Landkon- ififion an anderer Steve bieten. ol!o einen Lohn hir lernen Ungchorsam gegen die Be'chiüfte der «roftn acht«' ff» mag dahinaeslevl bleiben wie Ml dabei dynastische» Inieresie ober ber Wunsch.

Ne Sette zr setzen, matzgebend nwr. ,edensall» ,st kein Zwei «ei. daft solche Anschau.ngen in ff en nie hrfannt wurden unb im Ser em mit ber -ftaranken- ben Haltung ber russischen unb französischen Re- ftrrunn nicht dazu ai fe^an waren, bie Hartnäckig- eit de» y-*rm brr Schwarzen Berge zu brechen. In ber Tat betrieb Rikita Ne Belagerung »veiler unb erreichte, daft der Äommanbant ffllod Pascha ihm die Festung gegen freien Abzug übergab, obgleich |ie noch nrttttöiflungifähig war (N. ApriH. In der Nplo noti'd-rn Seit war man ber Uederzeugunfl, daft beide im geheimen fftnwrftänbni» bjnbelfrn. Rikita m?Utc Ne Mächte vor bte vollzvyene Tat­sache stellen, ff stob wo'.!:, seine Truppe unversehrt erhallen, um nch zum Herren Albanien» ouszuwer- tr Dem Äonifl konnte ein solcher veriuch nur iDiülommcn sein da er den Mächten abermals Steine in den Weg wart

Man kann sich oorfieOen. wie bei Fall ötutan» wirkte in Ruft!and jubelten Ne Panslavisten. in Wien herrschie noch den Dorten be» brutschen Bot- ;d)aftcr> Gefühl der Schande, ber verhauenen fflut. ba» ffh'ühL von Ruftlanb unb seinen greun- ben an der Rase herumfleführl za werben.' In L'onbon war nwii ratlos. Grey wie die Botschafter empfanden die lächerliche Rolle. Ne Europa gegen über Montenegro jn spielen begann, aber über ,ie- mrinfaire Maßregeln konnte man sich nicht einiger Um einen Schritt oorwart» zu kommen, schlug

genbent Maste betrieben Tennisplätze u. a.m Der J umberei n 3 begri ff nttfprichl miebe» bem Iahnfchen T^egrisf u »b ist akidjv'Hfl b»r be# Nelfcitlgcn, zritgemäst arbeitenbm Vereins für

halten.

Hanb In Hanb mit bleien Bestrebungen um beutfchc Bolksgef u -bheit unb Bvlkllraft geht eine weitere Hauptaufgabe her Deutschen Turne»schatt Ne Erhebung zu deutschen» Volkstum, zu bAd- schem Demeinschastsgeist unb zur Vaterlandsliebe unter Aul'chluft jeglicher parieipvlttifcher Oin- fleCung. Derabe in ber bcutigen. politisch fo zerrissenen Aotzei. bei deutschen Baterlande« be- bevte! diese nernemenhe Einstellung ein Wert­teil e» Mittel zur Förderung des deutschen Ve- meinfchastsgcfühls.

An Mitteln zur Durchsührung ihr« Aus­gaben stehen der Deutschen Tumerfchatt zahl- reich? Ginr ü,iungrTt zur Bcrtügimg Dem Dor- stand »tnterstcht eine Veschättlstelle. bie sich in ffgarlotirnburg befinbel. 5ür die Aulbreilung des turnerischen Dcdanke.il unb Me Augeftaltung de» technischen Betriebes sollen d.e Turnlchulen

des kreis betannf C

beutscher Landlchattsmaleret. bie bie Dissenschaki gewöhnlich in lokale Schulen vereint, bie aber in ihrer Diclsältigkeit unb ihren Aeizrn erst rin Gelamtbilb be» künstlerischen Schallens des ver-

wie in Frankreich Meutereien unterdrückt wurden.

Auo den Ärifflecri«iierunf.<n Lfturchills.

In ber .Deutschen Allgemeinen Zeitung" beban belle kürzlich der britische Schadkanzler Minston Ehurchitt die einzelnen Phasen des Weltkrieges Seme Aussührungen sind brinnbert dort interefsani. ir-o sie im Zufammenbairg mit der alliierten Frühjahrsossensive von 1917 de Stimmung ber Entente offenherzig bar'.egen eigen sie bvch einmal, wie starr bamall der ll-TBooth'.eg bte englische Önergie lähmte, zum

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Die Deutsche Turne rfchast.

Die Deutsche Turnerschafk ist nicht rart ba gröstte. fonbem auch ber älteste deutsche Ver­band tür Leibesübungen. Sie umfahr mehr als 1,6 Millionen Mitglieder in etwa 12000 Ver­einen. Die amtliche Gründung erfolgte Im Jahre 1860. doch geben Me Betriebsfvrmen und Ziel- feßungen de» turnerischen Dedankenlreise» auf Me Anschauungen vvt» Iriebrich L»»dwlg Jahn zurück, der im Jahre 1811 in Berlin den ersten deutschen Turnplatz in der Hasenheide erössnete und durch feine Tätigkeit den »nmb für das deutsche Derer ns 1 urnen gelegt bot

Die Deutsch? Turners chatt betätigt alle Alt er!« ftusen und beide Deschlechicr In chren Brreinen. D:e viabl der Frauen und Mädche?». die Zahl der OugenMumer und Tnrnschüler geht in Me Hunderttaufende. Die Betriebssormen sind nicht einseitig unb bevorzugen feine bestimm le körper­liche Betätigung. Beben dem durch Me Dtttte- nmgsverbältnlllc [>eMngtcn HaUenkurnen wird da» Turnkpiel in seinen zahlreichen D>e'enssor- men. das DolkS turn en mit seinen Hebungen des Lauf». Sprung« unb Durfs. bas Schwimmen, bas Fechten, ba» TDanbern von Hunderttaufenken mit Lust und Freude gepflegt. Drohe Drrrine haben verschiedene Abteilungen, die dem De- schmad. dem Uebunglbebürfnl» und ber Veran­lagung eine» jeden Aechmmg zu tragen dec- mögen, unb grvftzügige Plan» unb Turnhallen- anlagen, ja sogar Auberbäuler. Sklhütten denn auch der Dinterfport wird in immer ftei- T-.ui-.cn bas eme oder ander» S:.it i-;r 'ich zu erwerben.

Earl Behrr (1826 1903) war geborener Darmftübler ffr erhielt seine erste Ausbildung bei dem Dalerieinfpektor Seeger. Später ar- bettete er bei Peter App. von dessen Dirken tn Kürze un Aahmen der .Hessischen Biogra­phien" berichtet werden wird. Eine kürzere 2ws- bilbung erhieU Beyer noch in Frankfurt in der Dekorationsmalerei. Seil 1851 war er am Hettheater in Darmstadt als ÄuliHenmaler tätig unb war in ber glänzenden Periode unter Lud­wig III. der wichtigste Mitarbeiter August Schwedlrrs ebne daft er Nc gebührende öffentliche Anerkennung fand, da Me Maschinen­meister del Theaters für Me Driamlinfzenierung verantwortlich waren und deshalb auch bie Lor­beeren einhrimften. Die Tätigkeit am Theater brachte ncle bittere ffnttäuschungen und dazu noch wenig Seid Seil 1863 arbeitete er tn eigner Derfftatt meist für auswärtige Bühnen, vor allem für Bafel. Rotterdam und Franllurt a. W. Die ThLairrausstellung de» Jahre» 1»24 im Vandes- muicura in Darmstadt brachte Beyer «ine ver­spätete Anerkennung. Dort fah man etwa 50 Büh­nenbilder von feiner Hand die ihm mit einemmal einen Platz in der Dc'chichle ber Theatrrmalrrri be» 19. Jahrhunderts eroberten. Seine Entwürfe geben einen charakteristischen Ueberbhd über Me ffntf"dlung der Szene vom ersten Biertel des 19 Jahrhunderts bis zu den Mu'lkdramrn Dag- ncrs. Die Tängkri! als Schöpfer von Bühnen­bildern würde Beyer nur ein beschranktes Interes'e sichern. Viel wichtiger find feine Land- schattsbüder. Hier war er ganz Autodidakt. Mtt Heinrich Schild ach 079$-1851) und August Lucas (18031863) war er befreundet er empfing manche Anregung von chnen. Die Landschaften, häufig in wenigen Stunden entstanden trogen ein ganz persönliche» Depräge. Sie find noch heute nach 63 Jahren, von einer entzückenden ^sch« und haben den Aeiz Nedermeierlichen Aaturgefühls. Dirfe feine Landschattsmalerei war zu Lebzeiten Beyers nur dem engsten 5mm-

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