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Nr. U9 Erster Blatt

IZZ. Jahrgang

Montag, 23. mal ,92Z

Erich«'»» tätzlich,Küher Sewiüaqw ex» Sewrlog».

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Drnrf >»- verlaß: vrädl schr Ustlserfttäls-Vich' and Steieöridtrci R. Lange ii »ietzen. Schnstlettnng and GeschäslrAeSe: SchnlEratze T.

lnUit m« lijtiaf» ftr H. 1*90-mbw.« ! M» «e*mtne| »oefocr.

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Dr. 3«w»c Dich ßer.gr ®froRt»ctthd> «wr Vi: t h Dr Är TDit^. Üflngr, ftr 3<eilelen (>r f> 3but <i. ftr brn übrigen Icd Ernst Vlfchew: ftr b.n Sn. »eigenlftl Aart Menne, tamlhd) 'N <Al. rn

Lindberghs Flug über den Ozean.

Glückliche Landung in Paris.

Preis. 2t. Kal (10) ver a nrnfantldx ettenttflllrerr Clnlbr rgb IH um 20.22 Otze auf Wie Pari|<r Jlugpiat) C« Bourgrl grlaebet Club* bergt) hat btr Strecke HeugorfPari» demnach in der o aßet ordentlichen Vit non 33 Stunden 27 Ml nuten jurikfgeiegi. Ur brr die Landung waren Ein- zrlhettrn rrfl kn den Tllorgrnftunbrn ju erfahren, weil die Menge alle Petkehfm Ittel Zwi­lchen den, Jlugptaft und Paris lahmgelegt hatte. Lin nagehenree Cärm der laufende non tlutumobllrn wurde vernommen da die volk»- nienge wie eine Maner stand, Telegraphen stangen wurden nmgeelffen.fo da st auch die LrNungen in Misteldenfchalt gezogen wurden Hoch dem .Paris Sole' fallen oeefchiedene ShIo» In jlomnirn aufgegangen und Optrr an Menfchenleben ZN brflaqrn fein. Dm Augenblick der Landung durchbrach die auf 100 000 verfonen gefchdstte Menge die poiizelkelle und fuchte nach dem teil de» Flugplätze» zu gelangen, wo dos Flugzeug niedergegangen roai Lindbcrgt) wurde au» dem Flugzeug gehoben und. mdhrrnb man thm eine ungeheure Ovation bereitete, im I ri u m p tj In eine» der Verwaltung» g . L d u b r getragen. Trotzdem die Menge nngestum nerlangie. Linddergh lulle fich aul dem Baifon irl- grn, gefchah da» nicht Oer omerifanifche votfchafter Myron I. ö r t r l <f erichten, um die Menge zu be­ruhigen Linddergh war übermüdet und ein auf dem Flugplatz zu kt«um Empfang erschienener ameri konischer Arzt brachte Ihn unbeachtet in feinem Anto nad) pari*, wo i r am «jltabt de» Unbefannten Sol­datin oorbeifuhr und dort einige Minuten oer- rerllk Ur leg-in mister p a 1 n 11 o e hatte, fobald die Jtadiridjl von der Unfuntt Linddergh» eingetrolfen war. bufrm durch feinen stabmrtt chel feine Giück- wünfche zu dem (Gelingen des Fluges Veuyork Pari» ausdrücken lasten.

Die Schilderung eines Augenzeugen.

'Barll. 22. THal DU.) Der Vertreter der 1 XL. der der Qtnfunfl Linddergh» beiwohnte, gibt folgerte Schilderungen der letzten (ItetgniMc: ÄutA nach 9 Ahr trafen wir aul dem Flugplatz in Vf Vo u r o c t ein und begaben uns auf das flache Dach deck Verwaltungsgebäudes von dem auS man eine weile Aussicht Hal Lieber uni wölbte lich ein stcrnenllar.r fttmmcl. Vor uns lag der Flugplar heil beleuchtet von stärksten Lichtgucllen umläuml von einer hunherttaulend- fr pltgen Menge. bte uns Vie ein ruhelofes Meer umbiandete 3 t e m I o I e Spannung herrichte Roch lagen (eine näheren Aachnchten vor .'kur fvviel muhten wir haft Linddergh England u be rflog en hatte. Doch brauch­ten wir nicht lange zu ©arten.plrn!i4) erklang das leite Surren et ne 6 Motor«, und genau über unteren Köpfen huschte ein Schatten Uber den Himmel. Da« Surren wurde lauter und i

0 I to a gleiten. ein kleine« Flugzeug daS in wenigen Sefunde-i etwa einen Kilometer von un« am anderen Ende de« FiugplaheS nieder- ging Die Menschenmenge durchzittene ein ein» ftiger Schrei unbefchretblichen Ju­bel«. der wie ein Donner über die Ebene rollte

War e« Ltndbergd? Wir wählen H nicht genau Fehn lange und doch fo «rwanungsvolle Minuten verstrichen b.« ttxr de (ftewlßheit er- hielte: Wir laben die Menge tote e.ne gewaltige Slut lich über den Flugplatz ergießen. bie schützen- den Zäune niederreihend und bte Postenfetten sprengend 3 m 21 u war da« Flugzeug umringt und im grohen Raum des Verwal­tungsgebäude« trarteie der aminka.tfche Qk» schafter f) e r r i d. umgeben von den Vertretern der fraivzo'i'chen Regierung, bi« endlich endlich die Vachricht kam. bah e» L.ndbergh fei. Schon hörten tote da« Schreien der Meige die näher und näher beranllutete und in ihrer Witte ttlnbbergb brachte Da plötzlich erflang ein Krochen der Türen, das Splittern der Sch.eben, herein wurde Oinbbergb. gestützt von zwei 2Mn- netn, mit ungeheuerer Wucht gr stoßen. 2iur mit äuberflrt Anstrengung gelang es den begleitenden Soldaten der Wenge den Zutritt zu verwehren. Ltndbergd «ab überraschend frifch au« Sein krü'tiges inmpath.lches belicht da» d-e unverkennbaren Züge feinet «chwe bischen 3b- ßammung trügt war stark verbrannt Vom blonden Haarichopf war bte Wützc gefallen. So stand er da ein Sinnbild der Ärah und de« unvergleichlichen Wagemutes, dcr ibn über alle (Bemunft und ade Gefahren trotzen lieh

ßinhbergb berichtet.

Paris. 23 War iT I V Funvpruch > Lind, ergh empfing in der atnetilanilteu Bot- scha't tu- '*er zwei und drei Uhr nacht« e...ige amerika-.ilche 3:ur-a rsten Vach dem ..Yeupatl Veralt bracht^ er 1et::e Verwunderung darüber Aum Ausdruck, dah es chm gelungen le:, in fo kurzer 3 c ; t den Ozcan zu über liegen Qr hätte noch 500 oder IWO W. ien ©eiter- fliegen können Während des Fluges habe et über Veu'chottland und V.u undland iet eres De:ter gehabt, als es das De:terbureau vor- ausgc'agt hatte, lieber dem Ozean lei e: doch in einen Aebel geraten, den er durch T cier- oder Höhergehen nicht vermeiden

tonnte Daraufhin lei er 1002 Wetten durch dichten 3eb#l gelingen 3m übrigen habe er oft die Abbe geuechlelt Visweilen fei er in zehn Fuh Hohe übet dem Weeresfp egel ge­flogen. und bann habe er fich wieder in einer Höhe von 10 000 Fust gehalten Clin einziges- mal habe er in der Vacht die Lichter eines Schiffes auf hoher See ge­fielet. 3m Tage habe er lein Schiff bemerkt 80 Kilometer fpn Parts hätten ihn d i e S ch e t n- werfer vom Mont Valerien begrubt so dah er ohne jede Mühe den Flugplatz von 3outgct gefunden hätte Während des ganzen Fluges hätte ihn die Zuverfichl au feinem Motor und auch au d. ben Gelingen nicht ver-

laffen. So sei er auf btefem ungewöhnlichen Wege Aum ersten Male in Part« eingetroffen Or habe während der ganzen Zeit keine Lu ft zum Schlafen veripurt und auch von den Anre­gungsmitteln keinen Gebrauch gemacht. Linddergh hat sich einem Vertreter de« .3ournal gegen­über dahtn geäußert, dah die Errichtung einer Handels-Luftverkehrslinie Paris 2leuvork pral- ttfch in« 3uge gefaftt werden könnte 3m .Malin" erflärt er. der fch11inmste Teil feiner Fahri sei der Smpfang in Le Vouraet getoefen. Der Flieger fuhr fort .Dtc Lhance allein genügt nicht bei einem der­artigen Unternehmen. 3ch verfugte aber über da«, ©a« immer noch da« beste ist. ein gutes Flugzeug, einen ausgezeichneten Motor und vorzügliche Instrumente. Das Wetter war natürlich nicht fo. tote hie Melereologen verauslagten Stnen 3ugenblid war es fo fürchterlich, dah ich wirklich Lust hatte, umzukehren. Dor allem die Vereisung.

der fchlimmste Feind des Fliegers, machten mir zu fchaffen Ich muhte auf drei Meier über den Meeresfpiegel niedergehen und stieg zeitweilig auf 3000 Meter Höhe drft gegen Morgen konnte ich eine mittlere Höhe cmbaltrn Pie 21 achI war am fch11mmften. Die Ställe machte fich bemerkbar und ein Sturm. Zum Umkehren war es zu fpät. Ich befchloh, koste es was es wolle, den Slug forlzufetzen

Glückwünsche und Ehrungen.

Paris. 22. Mai. <WV > Minister des Aeuheren Vriand hat angeorbnet. dah auf dem Ouai dOrfay bas Sternenbanner anlählich ber Ankunft Linddergh« gehihl werde, während tonst nur beim Eintreffen von Staatsoberhäuptern in Frankreich die betreffende fremde Vationalflagge gehihl wird. Der amerikanische Votfchafter A e r r t d will oeranlaffen. bah Linddergh. sobald fein Flug­zeug überholt fein wirb, über Pans und Um­gebung einen SchaufIug ausführen soll 3m Laufe des Vachmittag« ist auf dem Flugplatz in Le Vourget ber englische Flieger Allan If ob- Ham im Flugzeug angekom nen, um dem ame- nkanischen Flieget Lmbdergh die <Plüd- wünsche ber englischer, Flieger zu überbringen. Linddergh« glückliche Landung in Paris Hal auch in deutschen Slieger- kreisen freudigen Widerhall gefunden. Dia Vereinigung der ehemaligen deut­schen Kriegsflieger sandte laut Montag dem erfolgreichen Piloten solgenden Gruh .In aufrichtiger Freude über da« Gelingen Ihrer kühnen Sofort beglückwünscht Sie ber Ving beut-

Deutschlands Veethovenseier.

Der Reichskanzler spricht in Bonn.

Denn, 22 Mai. <WDD Das unter dem Protektorat des Veichspräfidenten von Hindenburg und be« österreichischen Dun - despräfidenlen Hainisch stehende deut­sch« Veethri>enfest in Dann sand heut« seinen äuheren Höhepunkt in zwei Feiern auf dem Munsterplav und In der Veethovenhalle Vach einem Festgottesdienft in der Evangelischen Kirche und einem feierlichen Hochamt in der Münster- kirche versammelten sich die ö. rengäfte auf dem Munsterplan Unter den Srschrenencn bemerkte man u a VeichSkanzler D r Mar», den französischen Minister H e r r I o t, den preuhi- fchen Kultusminister Dr. Decker und Finanz- Minister Dr H ö p k e r - A I ch o f f. den russischen Votfchafter in Derlin 5t r e ft i n , t L den öfter- reichfchen (Manbtcn in 'Berlin Dr Frank und Ikrtnter ber Städte Wien und Lyon An die Srer auf dein Münsterplatz fchloh fich ein Festakt in der Veethovenhall« an. Vach dem Vor­trag der Agmont-Ouvertüre durch das städtische Orchester Köln ergriff

Reichskanzler Dr. Marx

das WoN. 8r führte u. a aus Der rheinische (Sfoaraher mit feiner unverwüstlichen Lebens­freude. m»l feiner urwüchsigen Lebendigkeit und feiner reichen Phantasie war der Urgrund, aus der Veethsvens Wefen und Kunst gestiegen find. Der nationale Doden rheinifch- deutschen Volkstums und di« lau- lenbjäbrige deutsche Äullurtra6i- tion de» Vheinlande« find die bei­den (Grundlagen für Deethooens Persönlichkeit und künstlerisches Schaffen. UeberaU auf dem weiten drbenrunb. wo die MuNk gcrlegt wird, ift des 100. Dodes- tage« VeetHoven» gedacht worden Dankbar hat bte ganze Welt den Veichtum an Schönheit unb De.stigke > den Beet Hoven uns gc'chenkt hat adeiert. Aber wenn wir als Deutsche in Veet- boven» rheinischer Heimat dieselbe Feier be­gehen. fo hat sie für uns noch einen anderen ganz besonderen S.nn. I<nbovcn ist einer der Lnferen. Für uns ist Drei Hoorn der Aünber unseres eigenen Lebens, feine Drag.k ist unsere Iraad. Indern totr feinen Schöpfungen lauschen, fühlen totr die Si.mmen unteres eigenen Innern er- sondern a l i deutsche Menschen Äciner ber groben Musiker die unter Volk hervorgebracht hat. er­scheint deutscher al» er unb keiner o.elleich: hat so sehr Menfchheitsgeitung erlangt, wird fo lefor von den Menschen aller Vasfen unb Äonen Der- ebn bei keinem fühlt die Menschheit al» Danzes fo lehr bie eigene Seele m.tkiingrn. wenn die Welt feiner Töne an ihr Ohr br.ngt So ist Deerhcven eine» bet ganz groben. . teile.db« sogar ba« gröstte Seilpiel bet »agle ch nationalen und übernationalen, völkerverbindenden Sen­dung der Äunft. Wa» VeetHoven uns ist. brau­chen wir einander n.chi zu lagen Aber auch den anderen Völkern brauchen w,t Veethoven nicht zu deuten, denn seine Werke gehören schon längst der Men'chheit. Aber hier an der Stätte wo VeethcveT-^ Wiege geftanben hat. wollen totr fo etwa schloß der Kanzler, ^reubtg und stolz bekennen dah bte deutsche Valivn am 100. Lobes- tag Veethcrens l.ch treudig betoufti ist zu den hervorragendsten Gestalten der Men'Lheit Deel- Hoven al» eine bet ganz grohen tchöp'eri'chen Perkdnlichkiiten foinzugesePl ;u haben, deren

Wesen und Werk die ganze Menschheit üb?r- schatten. Vach dem Veichskanzler sprach

Kultusminister Dr. Decker, der in seiner Vede u a. au'*üforte. Veeihoven ift der erste Komponist ber den eaw|«H Menschen mit allen seinen Seelenfrältcn muH- kalisch auszudrücken versucht Weit über b^s Musikalische hinaus wirb V.'cihoven in Nr Ge­schichte der ©elbftoffcnbarung ber menschlichen Seele als einer der Bahnbrecher verehrt toer­ben. Veeihoven hat im dufteren Sinn des Worte» wenig Gluck, wenig Freude erlebt Leben muh bennoch von einem kaum vorstellbaren Reichtum erfüllt gewesen sein, der ihn alle Bitter­nisse körperlicher He.nmung. seelischen Leides, ma­terieller Vot unb beruflicher anitäufchung ver­geben lieft. Die«er Reichtum war fein sch opfe­rt f ch e S MraftgefufoL Au« dtc'ei Lebens- guell schöpfte er die Ärah zur künstlerischen Be­seelung und zur musikalischen ®e taltung «einer auficrcn und inneren Welt Der Komponist ber Schicksalslympfoonie sieht Sem und Werdcn, ^i:- stehen und Vcrgv-Hcn nicht im HumanitätSraulch seiner Spoche sondern in gläubiger Sin- oebnung des zeitlosen Menschen in dem ewigen Wandel der Dinge Hier hegt denn auch bei Beethoven die Brücke, die von der MenschheitSliebe ber Auf Körung zur Men- schenliebe be« S fori ft ent um« binübrr^u.ir! Diese Menschenlicbe ift Rächstenliebe. ist Religion

Besonders lebhaft begrüstt wurde der Ver­treter Oesterreichs.

derGefandle in BerlinDr.^rank. der u. a. folgendes ausführte öin gemeinsame» geistiges Band umschlieftt bte Qiabl Bonn, wo Dte'er Denius feine Flugelfchläge begann, unb Dien, wo der unerbitlltche Tod seine Schtoin- gen zerbrach Beide Schicksalsströme Deulfchlanb«. Rhein unb Donau, die schon das Vibelun- genlied miteinander in der Sage verwob, feforen wieder als örtliche Umrahmung von Beethoven« Leben Dieses schöne Symbol ist vielleicht kein bloftet 3ufalL flinc Feier Beethovens bar« uiü. so schloß Dr Frank, nicht eine vom Äalenber be­stimmte pflichtgemäße Erinnerung, ein S'obde Officium fein, nicht nur eine erwün'chte Telegen- heil, feine Lonwerke von neuem zu hören, sie sei un» ein neue» Erlebnis der Teger­wart. ein Anlaß zur inneren Sammlung unb Selbstbesinnung

Die meisterhaft vorgetragene Leonoren- Ouvertüre bildete den würdigen Abschluß ber eindrucksvollen Feier Bei dem bann von der Stadt Bonn gegebenen Frühstück hieß Ober­bürgermeister Dr F a l k die anwesenden Täste aul» herzlichste willkommen. Er gedachte bc«on- der» der Protektoren de» Feste», des deutfchcn Reichspräsidenten t Hinden­burg «otote bei österreichischen Bundesprä­sidenten Hainisch denen telegraphi'ch die ehrerbietigen (Prüfte ber Festteilnehmer entboten wurden. Im Ramen der Taste bankte der preu­ßische Finanzn77nifter Dr. Höpker-Aschvff für die liebenswürdige Aufnahme m Bonn unb betonte, daß alle, die in schwerer Zeit an Ser­gen und Röten leiden durch den Genius ber Muttk. besonders Beethoven wieder An'pom unb Kräftigung erhielten. Im Hamen ber preuhi'chen etaat»reg:crura überreichte er al» Fest^Cchenk an den Oberbürgermeister eine kunstvolle Äaffee- taffe der staatlichen Porzeflanmanu'aktur.

«cher .Flieger" Der König von Schweben hat ebenfalls durch Vermittlung der IdXvc.-11 <*n Gefai ' *-aft in Pari« Linddergh ein Glück­wünsche gramm übermitteln lassen in dem es heißt .Da« gesamte schwedische Volk übermit­telt durch mich in herzlicher Weife feinen G!u f- wunsch für den mit fo großem Erfolg voll­brachten .Flug"

Der Jubel in Amerika.

Veuyork. 22 Mai TU Als am spä en vor den 3eitung»flebäuben wartenden unüberieb- baren Menge bekanntgegeben wurde, erl.'bte Veuyork einen derartig spontanen Aus­bruch der Begeisterung unb Freude \ le ihn Amerika vielleicht nur am WafjenstiNslanbS- tage erlebt hat Wie ein Alpdruck löste es sich von her wartenden Menge, die durch etwa« ungünstig lautende Wettermeldungen au» Eng­land ber Beendigung der letzten Fluge.api>e Linddergh« beunruhigt entgegensah Mu rinem

Freude. Sirenen heulten Im Hasen Flug­zeuge und da« Luftschiff .Lo» Angeles" nl. r-

Bild des vergötterten Linddergh. 3eituna<»1ui'«ien durchrasten mit drlrablättem die Straf en , nd auf allen Lippen lag nur ein Vorne - .Lind­dergh Ungeheure Mmfchenmtmgen aul dem Broadway fangen und jauchzten vor Freude. Tausende sammelten sich vor den Vachrichlen- bureau» unb lasen die Telegramme a >» den anderen Städten, wo eine gleiche unbändige Freude zum Auödruck kam. Die Glocken läuteten und die Fabriken. Lokomotiven unb Schisss- 1 irrnen pfiffen und heulten.

(Ein Teleqramm

des amerikanischen Präsidenten.

Washington. 22 Mai (Wolff.) Prä­sident Cooltbge bat an den Flieger Linddergh «in Glückwunschtelegramm gesandt. In dein es heißt ..Das amerikanische Volk bete nigt sich mit mir in der Freude über den glänzen­den Abschluß Ihres he Ibenhaften Fluge» D>r erste ununlerbr < einzelnen Fliegers über den Ozean ist «in Rekord, der ber amerikanischen Luftfahrt b < Kron« auffeftt 3nb.*m S e Frankreich h.e Gruft« des amerikanischen Volkes ü.erbringen. ge.cn Sie ihm gleichfalls d.« Versicherung rfi- lerer Bewunderung für di« unerschrocke­nen Franzosen Rungesser und Lol . deren Kühnheit zum ersten Male da» Dag. i» Ihrer Tat unternahm, unb bekunden c.'enfall« unsere andauernde Befürchtung wegen -h.e» Schick al» "

Linddergh

bei der Mutter Nungessers.

Pari», rr. Mai. (TU.) Linddergh. der in fei­nem Hotel schon seit dem frühen Morgen fort- mährend ©eaenftanö degeistener Ovationen einer riesigen Menschenmenge mar. begab sich heute mit- tag in Begleitung de» amerikanischen Botschaster» unb seiner amerikamtchen Freunde zu der Mut­ter de» bisher verschollenen Ozean flieget» Nungesser, um ihr sein Beileid auch Im Namen de» amerikanischen Volke» aurru- sprechen. (Er erklärte, er hoffe immer noch, das, die beiden Franzosen irgendwo auf ein Schiff ober aus eine kleinere Intel gerettet worden seien und daß e» doch noch gelingen werd«, sie zu bergen.

Haltet den Diebi

Polcn leugnet de» «aftkterror i» Lbcrfchlefien.

(Eigener Drohtbericht bet ..Gießener Anzeiger«*.

Berlin. 23. 2HaL In der Angelegenheit bet polnischen Ausschreitungen in Rhbnck ift btt polnischen Presse ein offtzi «Iles Hom- muntque zugegangen, bi dem versucht wirft, bi« Ausschni ungen fo harmlos toe mbql ch bjr- zusteilen unb sogar tie Schuld den Deutschen in d.e Schuhe zu schielen, d « angefangen hätitn. (Eigentlich verlohnt fich kaum, au« die « lüge.-foalle Rechtfertigung der Polen einzugehen. t<« nach den tn Berlin vorliegenden In'ormat o. en aus zuverläffigsttn Queren ber Waforhe 1 gerade­zu in» Ge'icht 'chlägt So heißt es tn der pol­nischen Verlautbarung u a : ..Obwohl bie Wah­len in einer Atmosphäre ftatigehmben Halen, d e durch eine di« polnische Bevöllerung heraus- frrbernbe Kundgebung in Beuthen, sow e durch b:e iuf üforung von tendenzio en ant'polni' ' en Filmen in Deut«ch-Schlri «n erh tzt war. w.r Lt- ren Verlauf dank ber Verordnungen ber 2k- Hörden vollständig normal S« wurde allen Wahlierrchtigten bie Ausübung ih.es Wahlrechts crmögl ch: Die Derüchte über sie angeblichen zahlreichen (Pewacka te im 3uammcT.- hang mit den Dahlen entbehren jeg- I . Ler ® runbfeg« Bereu l« Streit'älle zwi'chen einzelnen Wahlagi atD.cn. die ohnc ernste Frlg.-n abgelau'en sind, gehören zu Z-rn normalen Begleiterscheinung«.i a.'er Wahlen

Da« (Ergebnis ber Dahlen war eine u.-.gewöhn- Uch hohe Fotz! von abgegebenen Stimmen, und zwar 7411 auf 77> ctimmberedj* gte, d. h also 96 Trc Zent. Tiefe Totioche beweist bas Interest« für die Dahlen unb widerlegt gleichzeitig jegliche vor-