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Ur. (17 Zweiter Blutt

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Freitag, 20. Mai (027

Hoffnungen und Entwürfe ...

wrt die 3airrMtürr._ilr z Ende b»ri<r Woche ouXtn- MNTOctcn. nicht ohne zuvor ein Fevswerk von «bzudrennen. in denen 'ich gut» Aal- fchtäge und verbrauch»» QS -4'. :** um den Lan« Ke»,len werden Derben dann« auch alle ÄoMnungm und Entwürfe erteNgl fein, die biefe Konferenz reichlich mit aut den Weg bdamf Viel- leicht viel leicht auch nicht Wir baden uni g<- « gewapv Nichri oder wenig von ihr erwartet, weil mti Sicherheit angenornm« werben lonnt». dah die ei er der einzelnen Vänl*

weil« Rarichlägen «ich gegenteilig ubcrt-tub-r. wurden. So warb in der erben Woche, alt ein 'IWhTrier nach dem andern aut band um wcch'ei- fei na den Abbau der .Zollmauern und die tNrt- fchanliche Befriedung Europas ui fordern Selbst die Dertreier der Union mach:« dabei frirv Autnah ' c zumal fie do« gröstte 3ntrrd « daran baden bah Europa ein einziges THorflaebUl wirb deffrn Zollmauern fich mühelos übenprm- fim loffen Lis aber im Unterausschuß für Zoü- ragen angeregt wurde, in die Entschließung den Eon aufzunehm« bah die Zahlung von Kriegsschulden nur durch Warenlei- |ung mögl-ch fei. erhoben Ne IkrtTrter der Union Widert pruch

Und doch Hal der Sollausschuß mit bi ei em San Ni« Kernproblem der international« Wterichafl deutlich und I<l>-r1 angefoht. Europa Hl heute an Ne Bereinigten Staaten erheblich verschuldet Der Bartransfer läßt fich ohne Erichutlerungrn ber europäisch« Währungen n t ch l durchführen ganz abgesehen kavvn. bah die Union geidpolitrfch und v:4kiw,rtlchaitl,ch gar kein 3nt«rffc am starlransfer hat. Eher tomxni In Frage. bah die Milliarden, btt die Bedingten Staut« von Europa zu fordern Haden. irgendwie als Anlagekapital flehen bleiben, um fo eine bauernde Ab- hänargfeil zu 14wHcn Das llehe fich nur ver- meiden, wenn die Union ihre Grenzen für die europäisch« 8r*niflniHt öffnete, b. b die Sol 1- mauern niederlegte Ader die Berelniglen Staat« wollen ihren 3nlanMmarft fest in der Hand behalten, wollen nubt. bah Ne eurvpSifche Industrie in der Union selbst den Well bewend vufnimml Aus dieter Zwickmühle grbt es keinen Ausweg Wenn die Berlreler de, Union Europa immer wieder den Aal geben, mtl den Befchrün- kungel, der Handelsfreiheit aufzuräumen. fo fühl frch das gewih hören. wenn nichl gar fo viel Ma«nutz dahinterlteckle Die Union befiehl als Gläubiger hartnäckig auf ihrem Schein, will nur E, l d aber keine Waren Sie will fich auch nicht darauf einlass« dah es einzelnen Schuldnern mehr ober weniger fchlecht gehl Dann fallen eben die anderen zahlen. Das ist keine Wirlfchaflsphilvlophie. bas ist di« hartnäckige Befolgung eines durch den Krieg erworbenen Bor teils. Und die ehemaligen Berbün- beten der Union sind es die dabei nicht bester, fnnbeni ehenfv fchlecht wegkvmmen wie die ehemaligen Feinde

Aach den aeräulchvoll« Eröffnungstagen Hal die Wirtfchaftslonferenz fich in Unteraus- fchufte aufgelöst 3n diesen Au-fchüffen find di« besonderen Probleme verhandelt worden, weil von Beginn als Ergebnis ber Konferenz fest» ftanb. «in Manifest über bie internationale Wirifchaflslage zu erlass« Wirb dieses Mani­fest überall geh ört werden. w»rb es in*- be onberc Beachtung finden? Die Hvfsnungen find nur gering, denn beispielsweise hat Frank­reich ausgerechnet, tro» der Genfer Tagung feine Hod>schutzzollpol»tis weiter verfolgt. Der fran- tzösifche Solltonf ,st ein Schuldeisptel dafür, wie ein Staat .-s anfangen foll. um unter Wlstach- lung der wirlichafllichen Entwicklung sich in einem Erdteil handelspolitisch einzukapseln. Die Fran- z->Iei, buten es in Genf durch laltisch« Winkelzuge fertigaebradbt. dah von ihrer Loli- und chandels- politit so gut wie gar Nicht geredet wor- den ist Und doch hätte gerade b i e s e Zoll- und Sandelspoliiik an erster Stelle auf di« La- gesorbnung geteht werden muffen. Wae nützen TBam e;te. was nutzen Gemeinplätze über b e R.t- Wendigkeit der Steigerung ber Produktion, sowie vber den Ausbau eines handelspolitischen Sv'

stemt. das bu wirtschaftlich« Kräfw Europas zusammenia>fen will? Wichtiger und enifche.de ch ist. dah Frankreich gn hören bekommt bah feine Zollp» i lk d e wirt cha'.l che Eutwick.u-ig hemmt, we' di« Bölter nun einmal auf den Waren- austaufch angewiesen sind Frankreich wohl vert .

Diese Hand<:spol-.!ik kann sich kein Land leist«, bas aut dem Wege ist. zum Andustriestaa» sich umzust eilen

Aber in Unterausfchuh für das Kartellpro- bim hat nichtsdestoweniger «in Franzos« Ne Aützlichkeit und .Zweckmähigkeit de- Lus- baue« internationaler Kar te Ile zu beweisen versucht 3n der Tat ist das ein Weg um die französisch« Produkte selbst bann aut den auslöndi'Len Mär.'len «iterzubrinaen. wenn für bitte Produkte keine Handelspoltp'Le Frei- zügigkeit besteht Was soll bi« Weisheit es Manifestes was sollen Mt guten Aatfchläg« in den Erklärungen der Unterausschüsse, wenn mit de« Abbau t ree»

nen wird wo es unlebingt zuerst «rforber- sich ist' Es wirb zwar behauptet, dast die per- sönliche Fühlungnahme der Wi.HLa ttsührer der einzelnen Länder sich als sehr nützlich ertöt«'« habe mdeffen aus blefe Borteile und biesen r erst noch wart.

dast die nächst« Konferenz «inen Schritt weiter geht Diesmal «st das die Wirtschaft Europas bewegende Dawc »Problem nur <rr angetastet worden Es ist zu erwart«, dast das Problem über Jahr und Lag Hauptgegen- st a n d auf der Tagesordnung der nächst« Kon- ser«z wird Die wirtschaftlichen Ercignife drän» gen dazu sie lass« sich Nicht künstlich am we­nigsten durch Schweigeverbot« aufhalten. Ber- beerender als bie Mifflssippifluten werd« bie schädlich« Auswirkung« de- Daivesplanes über Europa hereinbrech« Wil gut« und weisen Aatfchlägen lassen fich feue Ctaubämmc geg« bi«le Auswirkung« bauen. Europa krankt hatan. dast bie Völker und die Erbteile sich wirtschaftlich unb politisch noch nicht versteh« Die Genier Konserenz macht davon feine Ausnahme

Iix & Co.

Don unserem Kr-Berichterstatter

London, d« 18.Mai 1927.

Der anscheinend sture, unbewegte und un­beweglich« Engländer ist und bleibt im Grund« feines Wesens, im Alltäglich« wie tn ber Politik, ein Dramatiker Wenn Faust, ber strebend sich bemühende, das Sinnbild des Deutsch« bar- stellt, dann ist nicht Hamlet, der ewig ver­hinderte ionde« König Richard ber Dritte das Gegenbild ton jenseits des Kanals Wir wollen mit diesem Vergleich nun nicht etwa schon Part«, geg« die Arcos-Razzia von 3i, h Lo. tote man den .preussisch" anmutend« Innenminister Sir William Johnson-Kicks hier ab­kürzt. ergreif«, auch nicht ein beleidigendes Kom­pliment machen, sondern nur feststen« dah eng- lir -es öfs«tllch«s Leben ohne eine gewisse Por­tion Beimischung von dramatischem Aktlvismus gar nicht denkbar ist.

Sur Zeit aber sind wir geradezu überreich- lich mit solchem Stoff verseh«. 3m Unterhause herrscht dicke Luft, soweit bei einer entschloss«« Zweidrittelmehrheit überhaupt dicke Luft herr­schen tonn. The zweihundert Abänderungsanträge der Opposition zun, n«« Gewerklchafts- aeteQ. dis von der Regierung eingebracht wor- d« ,st. werd« kurz und bündig von der .Guillo- tme gekappt werden. Heule bringt der scheinbar, ach so sanfte aber leider d« wilden Männe« in seinem Kabinett unterlegene Premierminister Baldwin den Antrag auf abgekürztes Ver­fahr« «in. und bie Vabourleufe tonn« schäu­men. aber nichts ändern.

Dieses Gesetz foll politrlche Streiks. Terror und was der fchönen Gepflogenheit« und lleber- zeugungskünste streik «der Arbeiter mehr find, mit einem Schlage unmöglich mach« Poli­tische Streiks das heißt solche tot fich gegen di« Sicherheit des Landes richten um Gesetzes tert steht aber nicht Land country. sondern Regierung GovernmentI) werden ver- boten. Man wird auf bie praktische Durch-

Dom äcnitis und feinem Hamen.

Der Länderkampf mtl Amerika der vor kurzem in Türkin ausgekocht« wurde ist für d« deutsch« T«n»sfport das gröht« Ereignis 'eit dem Kriege gewrsin. und wenn bi« Deutsch« auch gegen hie amerikanisch« Champions verloren Haven lo bat doch die allgemeine Anteilnahme gezeigt wie beliebt dieses Spiel bei uns ist und wie eifr.g es gepflegt wird Dis Tennis geht wohl auf dos älteste aller Ballspiele zurück es hat Verwandtschaft mit dem Schlagball, b« bereits Rausikaa und ihre Getährtinn« bei Homer spiel«, der bei den Ehmes« seit un- drnklichen Zeit« heimisch ist unb bi« alt« Inder entzückte Ms Ne moderne Form bfetes Speis in England eine alt« Hebeni<krung zu neuem Leben erweckte Ni schlug einer der Schöpfer des neu« Tenni-'porte der Major Windleid zu Anfang der 7?« Jahre des vorig« Jahrhunderts vor. bas Spiel .Sphalr.stike zu nennen in Er­innerung an das griechische Ballspiel, das so h»eh. Statt dess« aber bürgerte sich ber Aame .Lawn- T«nis ein. weil bie Freunde der neu« Spiel- form es ge« auf den in England so häufig geschoren« Aasenfläch« übten. 3m Grunde ge­nommen aber war biete Bezeichnung eine verächt­liche. durch Ne man bie Liebhaber Ne 'ich aus diele Weife vergnügt«, unterscheid« wollte von den Sporlleut«. bte dem .echten Tennis" hul- Nalen. das in gepflastert« Höf« ober ge­schlossen« Hall« gespielt wurde In England erörtert men gegenirörtifl ob man nicht Ne Bezeichnung .Lawn-Tcnnis'. da fie ganz sinnlos geworden ist überhaupt auf geb« tolle, denn niemand spielt mehr auf einer Rasenfläche son­dern nur auf festem Asphalt oder anderem Boden. Mit dem Jiamcn Tennis hat sich Ne Sprach­geschichte bereits vielfach befchä'ngt weil man aus der Geschichte dieses Wortes wertvolle An­haltspunkte für fein« Ursprung unb feine Ent» Wicklung gewinn« wollt«. Der italienische Philo­loge Pio Aajna. der diesem Gegenstand eine c-n- gtQenbe Abhandlung widmete, will nach alt« Etymotologien daS Wort .T«ni.S aus dem Deutschen ableiten und führt es auf das gute bemfdx Wort .Tenne zurück. Danach hätte das Spiel den Samen von dem feftgeftamoft« bart«

Lehmbod« auf dem das Ko« gedevfchen wurde, und der sich auch vortrefflich zum Ballspiel« eignete Zweifellos geht das T«nis auf N« Schlagballspiele zurück Ne im Volksbrauch seit langem heimisch sind Man schlug zuerst ben Vall mit der Hand, daraus weif« Ne itali«ischen und französisch« Aam« des mittelalterch« VaU- fpielsgluocij delle pelme" unb Jeu dc peume

Als Neles Vollst Piel von ber Kultur ber

Aitierzeit m Ne höheren Kreise empor geh oben würbe, spielt« Die Fürst« unb Herr« das Ballschlagen in den Gärt« unb Graben ihrer Burg«, bann aber auch hauptsächlich in b« offenen Burghöf« Diele vornehme Form des Schlagballs ist im 14 Jahrhundert in Italien und Frankreich verbreitet Der ftorennmfdbe Shronist Donato Velluti ber.chtet ums Jahr 1350. als Tommaso N Lipacrio. .'chön und grob von Gestalt und kühn wie ein Löwe" aus Frankreich zuruckkehrie habe er ein neues Ballspiel nrit- gebracht .und leit jener Zeit begann man her ,1 tcncs zu sp,el« Diese Bezeichnung lästt sich Nicht gut anders als aus dem französisch« Wort Jener erklär« was soviel wie .Spielt oder .Geb« bebrütet und von dem Spieler beim Geben des Balles gebraucht wurde. Danach

wäre allo Frankreich das Udorurigelanb des

eigentlich« T«nis Der Ausdruik kommt in England zum erst «mal im Anfang des 15. Jahr­hunderts vor and h,er wurde das Spiel zum .könialichen Spiel", beim es wurde n offen« mit Siegeln gepflastert« Höf« von ber besten Gefellscha': leid«schaft1ich gepflegt AllTnähi.ch ging nun bann dazu über, in gedeckt« Höfe zu spielen, und Ne älteste Tennrshall.- de es n Europa gibt, ist Ne zu Hampton ffourt. Ne Hein­rich VIII. 1535 deck« lieh Der Tenmsbot. in dem Franz > ve Frankreich spielte, wurde erst 1547 von Heinrich II. mit rnnn Dach vergehen. Dieles .geschloßene T«nis ist bas Aa'sdche englische Spiel. das reich ousgeNldet wurde und in anbern Lände« Aach-

ahenung fand Die T«nishal!» war mit Galerien umgeben. Ne ebenso wie ber Bod« unb Ne Wände >arch Liiren undXinr..ctr ab­geteilt war«' jede Abteilung hatte ein« bf- 'onber« Ximcn. unb wenn der Ball - fine flog brachte das dem Spiele gewitfc 73orn e

führuna des Gesetzes gdpamtf fein dürfen kluge Beobachter belürche« zunehmende AaNkallsie- rung ber Ardeitermaksei^

Gleichsam als Vegleinnuf ik zu bufen w c Ne AaNkalen 'ager reakt.onäv« Mahnahmen unb Plänen der ?' er arg i't der schon genannte

3ii tn Ne Aulli'che Hand lsdeieaatioti bezie­hungsweise in Ne errü.- ru'fi'che AanNn*ge,<lI- e nfach eingebrochen begann eine ö.s heute m anget schwundenen S'.aatsdekumcn! höchster 2SNutung. Ob dies nicht näher bezeichnete Dokument wirklich Vorhand« ist ober ob es Her« Ioynfon Hicks nur ben Borwanb liefern muhte, um bie Haus-

gestellt bleiben. War es vielleicht ber Aus- mar « chvlan gegen A u h l a n b. ber bei bem brüt« groh« Schaulp.el. dem Staats- empsang des französisch« 5! .ateprahbeni« hätte berat« werb« soll«? Man schweigt. Besonders int«iiv schweigt aber das Aus­wärtige A m t. Nis angeblich von ber ganz« G eicht chic nichts gewustt bat unb auch n.chis

schied ist.

Aber es ist schliehUch ziemlich gleichgiltig. ob man bie'en ober jenen Borwai d als hiibalt-.g anfieht ober nicht Unverständlich ist eines, dah Ne hab«, obschon bie Durchsüßung der «"ilch.n Gesan' scha'tHgebäube tn Peking, so weit sie nicht erterritonal war«, eine Warnung hätte fein müßen. Aun ist bas Unglück gefcheh« Man mag jetzt, fv viel man will, mit schön« th.mre.ischen Plrgummten operieren, und das Vorgeh« von Iiff & So bebaue«, an ber Tatsache ist nichts zu änbern.

Was aber bebeutel lief Zweifellos zunächst eine Vlamage Auhla >ids. Cfe ist nicht abzuleugnen, bah Auhlanb vks«flchtl»ch seine Ohnmacht emgesteh« muh. wenn es nicht aktiv wirb Kann aber Auhlanb aktiv werb«? Wo unb tote? In Thitui hat man den russischen Bluss' schon widerlegt. Die sicht's um London- England? Man to ll die englischen Untertan« zur Zeit nicht mehr durch Sibirien reifen toll«, man spricht von einer Abberufung der «glilrtxn Untertanen aus Auhlanb selbst Aber mieoirk sind t* Nun? W,U England ben Konflikt" Ist Auhlanb zu einem bewaffneten Konflikt vorbereitet? schwer- ©laubtr man das in London, bann hätte die Gebäude der Arcos nicht durchlucht Al'o kann dkies b« lein, als eben

fine B 1 vhfte11 u n g

Haber. Das zielt auf Afi«. daher auch Ne Lktions- > unb in London

Auch das di Krieg im Fried«, ein kleine», ein land wird es zweifellos wirken. Die Arbeiter find In bfllrr Empörung. Eie haben fflrunb dazu.AJeifj man doch leit langem, dah so mancher wilde Aadi- fakr auf ihrem linkften Flügel ein von brr Arco» abhängiger Mann ist. Ob man bie Coldlist« ge­sund« bat? Hier liegt sicherlich ein gut Teil der Ab­sicht Krborgcn Wir peinlich wird bae werden, wenn die politdche l'-olizci von bi»ber streng gehüteten üZehcimnissen persönlicher Bezüge unb Interessen siknutnitz erhalt chier kann man nicht nur den e.n Jrlnrn tr ' nu die ^nzr Imksradilule

olsch-lrrisierende Gruppe de» linkes Flügel» Nr Arbeiterpartei in den Augen ihrer Wähler verdäch­tigen ober lächerlich mach«.

Es fragt sich nur, ob die heutigen Ereignisse der rffchDoUr Abschluh be» fünften Akte» eine» Ebake- Ipfare-Stürfe» oder Ne Exposition zu einem Drama, lei » Trauerspiel ober Trogikamodte, barikUt. E i n «Geschäft blüht unter solch« Umständen, nämlich da» brr Sensation»prrssr, die in fortlaufenben Ausgaben von morgens bi» abend» sechs Uhr erscheinen:

Darüber tritt bie Festfreude über ben Staats­besuch Monsieur Doume raues etwas in ben Hintergrund Dafür hat London nicht soviel Interesse wie Nr Zeitungsberichte es glauben mach« wollen, aber hinwiederum mehr als man erwartet Ein Staatsakt in England trägt stets ein «nnbrucksvolles mittelalterliches Gepränge, und wer es kann, will doch mal gesehen hab« Dennoch wirb bie persönliche Neigung bes Durchichniltsenglänbers nicht wach­sen. Man kann trotz aller 6toatsreb« ben Fran-

ober Aachteik Dieses Tennisspiel König Hein­richs Vlli schildert der vcnez.andch, Gesanbte Giustiniam 1519 der Sgnoria .Es Ist das herr­lichste Spiel von ber Weir Unb ein IkrgnüQ«. ben König spiei« zu seh«, wenn feine zarte Haut durch 'ein fein gewebtes Hemd leuchtet." Auherdern trug ber König ahfatzlofe Schuhe unb kurze Hofen, während ein Holling mit einem Mantel von blauem Samt bereit stand, um chn bem Herrscher umzuwerfen, sobald er erhitzt zu spiel« aushört<- Dieses .tonigliche Spiel wurde d« niebenen Ständen verboten, unb diele be­gnügt« sich daher mit dem .offen« XenivdT. da» tn ter frei« Aatur auf Dies« und Plätzen, gespielt wurde D«n wir in Shakespeares Stal­len vorn Tennis hören.

stets um dieses .offene Spiel" das sich von bem .geschloffen« T«nis wesentlich unterich ed. Als Ne Puritaner un 17 Iahrhu idert alle VuHbat- keil« unterdrückt« macht« lir auch dem Tennis ein Ende.

verschieben« Seit« weder auf unb wurde im 19 Iahrhuridert noch vielfach in eig«s dazu er­baute- Hall« vorn englisch« 3M gespielt. Als bann das T«ms sich wieder mehr und mehr im Aolk rinbürgrrlf. ging man zum Spiel un Frei« über unb das .Lawn-Tennis" entstand das Ballspiel aus dem Aal«, das in lein« Kegeln mrl von hm Gesetz« des Nalsilch« Tennis übemahv Jetzt sind Ne<e Inner« Unter- schiede l 'ngst verichwund«. und es ist daher sehr tnd richt.ger unb ein'acher. nur vom .Lern s zu sprech«

Aus dem Darmstädter ^unstleden

In ber Kunfcbalk am Aheintvr in D rm- 6aN ist jdit n e Vchwarzweiß-Ausstel- l u ng rröHnet worN", in der« Mittelpunkt Ar­beit« von Gottfried Aichter. einem Offen« bachcr Künstler, stehn b« enge Beziehung« nul der Ta nr habt er K stlerschak Verdi nd«. Durch DarmstäNcr Ausstcllu?g« ist er auch einem grö­beren Publikum betont! geworden. Seine neuesten Arbeit« bcwegc" 'ich in der gleich« Sniwicklunps- linie w'.e Ne zuletzt hier gezeigter Aich» alle feiner mehr als hundert Tu<chzeichnung« knb natürlich 'eichwertig. Aichter g ng ursprünglich

zol« als M«lch« nicht leiben. Man liebt Paris he A.vicra bd A z»u man läht sich von liebens- würdig« fran.zöl.'ch« Apmt'h« gmi umgaukeln, aber Nr Männer sch-Nklich

Doch soll man sich wc sullch« Schlüffe« buten Der EnglänNr als einzelner und als Nation hebt nur 1 i ch selbst. Sich selbst hät­schelt er für sich selbst macht er AeVame Echter IntervaiionalismNs. wie et in Deutschland fr oft und ge«. besonders im schön« Monat Mai. ins Kraul schiebt, ist hierzulande unbekannt Mur. hat wohl rosmopol,tifche 3nuxinNung«. keines- wegsaber internationale. Abends «peist Herr Doumeraue im Beisein von einig« IS? Per- son« königlich als Gast des Königs von jenem saget.halt«, märcheichast« golden« Service, das Tisch unb Büfetts glänzend Überstrahl« wird Auch der deutsche Botschafter ist geloben. Unb bamit wären wir bet Deutschland unb bem Schlust angelangt Wir sollt« uns nicht täuschrts

3 n g la n b Veit Locarno geht manche Hoffnung a'.s geknickte Blume Die .Times" verösf«tlicht« soeben rin« bitterbös« Leitartikel ber für ieb« Deutschen einen Schlag ins G efichl barstellt. Ntcdi '0 lehr N-t» als de»

Tones weg«. Nm biefrs Ulustre englische Blatt uns geg« über anzu schlag en Hebt Fast wünscht man etn Pole zu sein D«n England behaiidelt b« bisher t>eoachtet« Polen mit größter Liebe unb Hochachtung Er grenzt ja so schon dicht an Auhland Ai«»anb darf sich einbilNm. basi bi« Arcos-Aktion nur eine Esk-rpade des schneidig« 3t 1 war. Man wird in gegeb«er Stunde auf den Fall zurückkommen Aeb« bem Bo« richt über bie Areosunterluchung steht heute d <kg.druckt in ben .Times" ber Bericht über Ne Jahresfeier des Pil'udMpui'ches in Warschau

einer Erneuerung des englischen Willenszur Weltmacht ®cg« Auhlanb?

Der Straßenbahn Unfall in Frankfurt.

WSA Frankfurt a. M . 19. Mai Zu bem bereits gemeldet« schweren Ber lehr »Un­fall im Aiedertvalb wirb weiter aemtlbe« An bet Unfallstelle koriiz« sich bie Stübtifchc Hafenbahn und Ne Strahenbahnli me Die H. au» dem Osthasen, sie halt?

acht schwer beladene unb vier leere Wagen und mürbe von hink« gedrückt Sämtliche Wag« tourtwn gebremst da bal Gelände dort stark ab­schüssig ist. Der Strahenbahnführer. ber aus bem Gelände vollkommene Uebersicht hatte, wollte an­scheinend mit seinem Zuge noch vor der Haf«- bahn bie Kreuxuna burchsahr«. Aach ben all­gemein« Aegeln hat bic Has«bahn das Dor­sahrrecht Aach Aussage des Fahrperionals wäre das Uedertahren der Kreuzung auch gelang«, jedoch toll der Motor versagt haben. In- 'vlgede"« fuhr der Zug der Hafenbahn zwisch« die hinter* Plattform des zweit« unb bie vor­her« Plattform bes brüten Strassenbahnwagens. Beide Anhüngewagen wurd« dadurch umgeworfen. 'Der vchassner Grohganz. ber auf ber Hinteren P.attlvrm stand, unb ber 70jähr.ge Klempner Heinrich Aöber aus Ber- g«, der auf ber vorher« Plattform de« Schluh- wagens sich befand, wurd« fo schwer verletzt, hast sie nur noch als Leichen geborgen werd« lonnt«. AuHerdem wurden etwa 12 bis 14 Personen, davon 10 zur Schute fahrende Kinder, verletzt unter den« fich, wie jetzt fest- steht, zum Glück keine Schwerverletzt« behnt«. Der Führer des vtrahenbahnwag«s erlitt ein« Aervcnchock: er konnte deshalb bisher vor, der Stoatscmwaltfchaft noch nicht bernomm« trnr- d« Aach Feststellung des Tatbestandes durch die Polizei wurde mit den Aufräumungsarbeit« be­gonnen, die kurz nach Mittag beenbet war«.

Sprechstunden der Aedakkiou.

12 bl» 1 Uhr mittag». 5 bl» 7 Uhr nachmittag«. Samstag nachmittag gefchlosi«.

Für uooerlaoflf nnqrianök 7N a v u f k r I p I e ohne beigefüglee Rückporto wird keine Gewähr übernommen

Anzelgeoaafkräge sind lediglich an bie Sefchafk»stelle zo richt«

von Häuseranficht« und Strahenbilde« aus. Ne stark erpressionistisch a ul gefaßt war«: jetzt find he Bilder gleicher Art Fabrik« und Plntze. viel freier und natürlicher oder mit dem üb­lich« Schlagwort bezeichnet, sachlicher behandelt. Am ausgeglichen st« sind >edoch feine L'anb- nlbrr. bie über das hnau«

wirken und Stimmungen zu geb« vermögen. Ihr Kinderdarstellung« Aichter» erscheinen unzeit- gemäh. noch start erpreNioniltisch beeinflußt. Lev Kayser Darmstadt bietet Alt-Darmstädter An­sicht« tn Radierung«. Ne höchst charakteristisch sind Auch die Tierbdber (Zebu. Panther Bär utw > von Willy Meyer. Frankfurt ver­raten ein sicheres Auge für dos Charakteristische der Form Bei einig« Porträts des Berliner Graphikers Wolfgang Klein stört r.nr Hex- flung. hc Aua« lies zu leg« und ausdruckslos zu mach«. Ella Aäubers Holzschnitte Ne in großer Zahl ausgestellt sind, zeig« japanische EinUul'e unb wirt« durch ein lebenbige» Farb«-

fn Teil der Sch

i r a ß stellt ein« Versuch dar die Erschr-.nungs- toclt «urudtrrt<n zu kiff« unb Symbolisch,e zum Ausdruck zu bring«, dazu ist aber Ne Scher«- schn'ttkunst trwig grrmnfl

3n Gegenwart des ReichskUnstwart« Dr. R e d s l 0 b unb ber Vertreter der hessischen Staats- unb städti'che7 Behörd« wurde in ben Säum« des hesiijch« Lande«muteums die Aus- stelluna .51« künstlerische Formgebung de« Reiches" eröffnet. Rach einer Brari - ßunaoanspezche von Prof. Haupt hielt Riipe- kunstwan Dr. R e d s l 0 b eine Ansprache in ber er auf Ne historische Entwicklung der Ausstellung Nnwies. Mr von hier aus hr« Weg durch die bcui'dxm Städte nehm« solle. Die Ausstellung «thält alle Entwürfe unb bie letztlich« Zus- ♦üßrung« der staatlich« Hoheit».-'.ch.-n des Reiches und der verschieden« Läuderbehördiv. fern.cr Münz« Medalll« Schilder und re ch«- anu i che Druck'ach« Der Zweck ber Ausstel a soll Irin, zu zeig« baß die Tätigkeit des Reiche- kur.stwartes entgegen der vielfach an ihr geübten Kritik doch sehr segensre-.ch für die neue deutsche Kunst und ihr« modern« Ausdruck gewirkt fr>t.