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Zahlende M ^,und einte »roh« am IS Januar dn^Lvr, b^le btt sagende Unlcrtöne aus. «n zu einem Schmerzens, der deulschen Land«, bi« :un9 des deutschen Dolles eutscher Hmlichleil csucht werden, zu fragen, ^iklong der Lmpsindun, |t sei, diesen Lag festlich heutige Gedenkfeier eine cssreude nicht aufkommen sie doch ein Fest treuen '■ Mahnung, ernster Deren nationalen Dillen«, rlle nationaler Kraft, wie irgt und zu neuem Leben Schutt des Alltags txr« und Sorge der Stunde wh allem, was geschehen, Herzen dürfen wir .nicht m“ .die Kraft des hrihrn vielmehr mH heute die e siegen und leuchten wie Deren Aebel. Gin Hauch i an diesem Gedenktage um n. Dir tDolldn uns io lichten Höhen, die em-or- ingen bet Qegenlpari und ; nach riidtnäcK in eine iö nach vorwärts in rin« : Zukunft.
miete feelilche Hot noch ganz und gar verarmen. Gegenwart, die uns st enig lieh, uns auch noch to0 sie reich und grob ,'Sin2°lk.dasIemeDer.
hat auch leine Zukunft ’ift nicht teil 2ismarÄ icrf lebt und wurzelt tief des deutschen McS twh » KZI Meidendes M«. c Ttei^nn des ^ t wotben. . «,ins, in 2°-- r. SaS ff' ®-r hatten dec festem
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Bnft und unser Gelöbnis der Treu« und abe lassen wir auLklingen in dem ersten e deS Deutschlandliedes.
Die Versammlung erhob sich zum gemeinsamen Gesang der Aationalhymne.
3m Mittelpunkt der Feier stand die Festrede von Pros. Dr. Aubin, dem Vertreter des FocheS der mittelalterlichen Geschichte an unserer Universität. Ausgehend von den Ausgaben, den Zielen und Möglichkeiten historischer Forschung im allgemeinen leitete der Redner über zur Betrachtung deS staatspolitischen Problems. daL im Verhältnis der einzelnen Glieder »um StaatS- aonzen sich begründet und in wechselnden Sr- scheinungSiormen durch die Geschichte zu verfolgen ist von den ältesten Zeiten bis in unsere Gegenwart hinein. Gin lebendiges Beispiel für diesem den Historiker immer wieder beschäftigenden Problemkomplex bildet daS Verhältnis von Stadt und Staat in derdeutschenGefchichte. das sich Prof. Aubin zum Thema feiner Rede gewählt hatte. Der Redner entwickelte die Entstehungsgeschichte. daS Aufblühen und den späteren Verfall deS deutschen StädtewesenS und des mit ihm als völlig neues, in der Folgezeit vor allem wirtschaftlich hochbedeutfameS Element fich durchsetzenden Bürgertums: eS wurde gezeigt wie die Entwicklung bei unS etwa In der Mitte liegt zwischen ähnlichen Bewegungen in Italien und in Frankreich, wo einerseits eine Hypertrophie der Stadlrepubliken und deS selbständigen, machtvollen Dürgertums. andererseits eine kluge und umfassende Eingliederung des aufstrebenden StädtewesenS in das Staatsganze als daS Endergebnis der Wechselbeziehungen zwischen Staat und Stadt zu verzeichnen ist. Demgegenüber wurden weiterhin in groben Zügen die Wandlungen der staatlichen Formen in den entscheidenden Jahrhunderten dargelegt, die mit wechselndem Erfolge geführten Versuche einer Zusammenfassung und Einung der aufblühenden Siadtgemcinden. ihre Machthöhe und Bedeutung zur Zeit des Rheinischen Städtebundes und der Hansa, ihr Ricdergang und da» Aufgehen deS freien StädtewesenS im Reichsganzen, die fortschreitende Entwicklung vom Punktstaat zum Flächenstaat. Rach einer ausführlichen Würdigung der preußischen Verhältnisse und des Steinschen Rcsormwerkes. insonderheit seiner Städteordnunq von 1806 führte der Redner die großen Sntwicklungslinien seine- Themas, dessen ausführliche Behandlung sich an dieser Stelle auS Rücksichten auf den Raum verbietet, bis in die nahe und nächste Gegenwart hinein. —
Im Anschluß an den Vortrag brachte der Akademische Gesangverein das schwungvoll sich steigernde .Halleluja" aus Händels „Messias" zum Vortrag. Ein Orgelnachspiel ließ die ausgezeichnet verlaufene nationale Gedenkfeier würdig auSklingen.
Der Personenverkehr der Deutschen Reichsbahn 1926. Jeder Rci end« legt im Durchschnitt 23 Kilometer zurück. — Achtzig Prozent der Reifenden fahren In der vierten Klass«.
RDD. Mit der Deutschen Reichsbahn sind im Jahre 1926 schätzungsweise 1850 Millionen Personen befördert worden. DaS bedeutet ein Mehr von 223 Millionen Fahrgästen gegenüber dem letzten VorkriegSjahr 1913. in dem 1577 Millionen Personen die deutschen Eisenbahnen benutzten. Die Verkehrszahlen der Rachkriegszeit lassen deutlich einen Inflationszustand erkennen (im Jahre 1922 : 2902 Millionen Fahrgäste), der auch jetzt noch nicht ganz überwunden ist. Jedenfalls bleibt die Tatfache bestehen, daß die Eisenbahn jetzt öfter als früher in Anspruch genommen wird, ein Umstand, der auf vermehrte Grwerbstätigkeit, Zunahme der räumlichen Trennung zwischen Wohnort und Veschaftigungsstelle, sowie auf stärkere Reiselust zurückzuführen sein dürfte.
Ebenso wie auf allen anderen Gebieten deS wirtschaftlichen Lebens ist eine Erhöhung der Preise für die Eisenbahnfahrt eingetreten: die Einheitssätze für den Tariskilometer in Personen- und QlUügen noch Abzug der Steuer find in der 1, Klaffe um 33 v. H., in der 2. Klasse uta 46.2 v. H.. in der 3. Klasse um 48,8 v. H. und in der 4. Klasse um 50 v. H. gestiegen. Allerdings werden nur etwa 30 v. H. der Reifenden zum Rormaltaris befördert, während etwa 70 v. H. der Reisenden eine Ermäßigung in Form von Sonntagsrückfahrkarten, für Studien- und Schulfahrten und zugunsten der Jugendpflege für Ferienkolonien usw. in Anspruch nehmen.
Infolge dieser Fahrpreisermäßigungen. die noch dem Kriege mit Rücksicht auf die verschlechterte wirtschaftliche Lage weiter Volkskreise erheblich erweitert sind, ist die durchschni'tliche Einnahme der Reichsbahn auf 1 Perfonenkilo- meter gegenüber dem Jahre 1913 nur um etwa 22 v. H gestiegen, sie bleibt also durchschnittlich um weniger als die Hälfte hinter der Tariferhöhung zurück. Die Wirkung der sozialen Vergünstigungen kommt auch in der durchschnittlichen Länge der Reise bei vollen und ermäßigten Sarifen zum Ausdruck. Bei Fahrten zum vollen Preis ist die durchschnittliche Belörd'r'mgslänqe von 35 7 Kilometer im Jahre 1913 auf 31.9 Kilometer im Jahre 1923 gesunken, während sie z u ermäßigten Tarifen von 11 Kilometer in 1913 auf 15 7 Kilometer in 1925 und 17,7 Kilometer In 1926 gestiegen ist. Auf die Zahl sämtlicher Reisenden bezogen, d h. ohne Rücksicht darauf, ob sie Fahrpreisermäßigung hatten oder tum Rormaltaris befördert wurden, ist die Be- ^örderunoslänge im Jahresdurchschnitt annähernd gleich geblieben, nämlich 1913 23,21 Kilometer ii'd 1925 23,24 Kilometer. Jeder Reifende legt ilfo auf den deutschen Eisenbahnen im Durch- chnitt einen Weg von rund 23 Kilometer zurück.
Die wirtschaftlichen Verhältnisse hoben eine Abwanderung in die niedrigeren Wagenklossen aut Folge gehab' dnnrt. d"ß der Anteil her 1. bis 3. Klalle q'fünfen, der Anteil der 4. Klasse gestiegen ist. Wurden 1913 0.15 v. H in der 1. Klosse, 4 28 v H in der 2. Klosse. 36,12 v. H. in der 3. Kl. und 59,45 v. H. in der 4. Klasse befördert, |o gestaltet sich jetzt die Verteilung folgendermaßen: 0,04 v. H. in der 1. Klasse. 1,62 v. H. in der 2. Klasse. 17,99 v. H in der 3. Klasse und 80.33 v. H in der 4 Klaffe. Hiernach ist beim Fernverkehr der Anteil der 4. Klaffe bei den beförderten Personen von 59,45 v. H. auf 80.35 v. H. gestiegen.
Der Reiseverkehr auf Bahnhof Gietzen im Jahre 1926.
Im Anschluß an die vorstehenden Mitteilungen über den Reiseverkehr des Vorjahre- im ganzen Reiche dürften unseren ßefern einige An
gaben über den Personenverkehr auf dem Bahnhof Gießen im Jahr« 1926 willkommen fein. Durch Erkundigung an zuständiger Stelle erfuhren wir folgendes:
Im Iahxe 1926 wurden an den Fahrkartenschaltern deS Bahnhofs Gießen 980 764 gewöhnliche Fahrkarten (d. h. 1. biS 4. Klaffe und Militärfahrkarten) verkauft, gegen 1 043 601 Stück im Jahre 1925. Der Rückgang um rund 63 000 Stück im Jahre 1926 gegenüber dem Vorjahre findet feine natütl che Erklärung in der Tatsache, daß wir 1925 das große KreiS- turnfest, daS 116er-Fest, da- Gustav-Adols-Fest und einige andere bedeutendere Veranstaltungen hier hatten, die auch der Reichsbahn ab Dießen starken Verkehr brachten, während wir 1926 als große Veranstaltung mit einigermaßen Reiseverkehr eigentlich nur die Gartenbau- und Elektrizitäts-Ausstellung verzeichneten. Ferner ist hierbei in Betracht zu ziehen, daß durch die erweiterte Auflage von Sonntagsrückfahrkarten die Rachfrage nach gewöhnlichen Fahrkarten zurück» ging. An Sonntagsrückfahrten wurden im Jahre 1926 in Gießen 67 503 Stück gelöst, gegen 54 426 im Jahre 1925. Der Absatz von Arbeiterrückfahrkarten ist Im verflossenen Jahre gegen 1925 ungefähr gleich geblieben: 1926 8433 Stück. 1925 ----- 8592 Stück. Ziemlichen
Rückgang erlitt die Rachsrage nach Monats- und Schülermonatskarten: 1926 insgesamt 12 306 Stück gegen 14155 im Jahre 1925. Der Ausbau der höheren Schulen in der Ilm» gegend (Grünberg. Butzbach usw.) dürfte manche Schüler als regelmäßige Kunden der Reichsbahn in Fortfall aebracht haben, während der Abbau bei der Reichsbahn die Rachsrage nach Monatskarten seitens der Reichsbahnbeamten gesenkt hat. Ein starkes Fallen der Frequenz ist bei den in Gießen verlangten Arbeiterwochenkar- ten festzustellen: während im Jahre 1925 insgesamt 27 168 dieser Karten benutzt wurden, waren eS Im Jahre 1926 nur noch 20 777 Stück. In diesem starken Verlust der Dahn kommt ebenfalls die verschlechterte vorjährige Wirtschaftslage in der Industrie der UmgegenD (Butzbach. Wetzlar, Aßlar usw.. wo viele Arbeiter aus Gießen und UmgegenD tätig waren, die aber bei der rückläufigen Beschäftigungsmöglichkeit entlassen wurden) zum Ausdruck, denn die vorerwähnten Leute hatten nun keinen Grund mehr zum regelmäßigen Eisenbahnfähren. Beträchtlich gestiegen ist die Zahl der auf Beförde- rungsfcheine zu ermäßigten Fahrpreisen abgefertigten Personen: 1926 — 21 340 gegen 15 692 im Jahre 1925. Diese große Steigerung findet ihre Erklärung in der Erweiterung der Inanspruchnahme verbilligter Fahrmöglichkeit durch die Herabsetzung der Seil» nehmcrzahl an solchen Fahrten von 30 auf 20. Insbesondere sind hierin die Schulfahrten und die Iugendvereine-Reisen enthalten. Die Rachfrage nach Bahnsteigkarten in Gießen ist im Jahre 1926 gegen 1925 gleichfalls gewachsen, und zwar auf 125 400 Stück gegen 124 000 im Jahre 1925.
Die obengenannten Ziffern der verkauften Sonntagsrückiahr.arten, Arbcilerrück ahrkartcn, Monats- und Schülerrnonatskarlen, sowie der Wochenkarten sind aber nicht identisch rmt der Jahre- - Deförderungs^ifser. Wenn man nämlich die Zahl der täglich beförderten Perfonen ermitteln wollte, fo müßte man die Rückfahrkarten zweimal rechvon, da sie ja zur Hin- und Rückfahrt benutzt werden, die Monatskarten sechzig Mal, da sie täglich für zwei Fahrten gelten, die Wochenkarren vierzehn Mal, da auch für sie täglich zwei Fahrten in Betracht zu ziehen find. Aber Darauf kommt es uns in diesem Zusammenhänge nicht an. Wir wollten hier lediglich In Kürze zeigen, welche Fahrkartenverkausszi fern auf unserem Bahnhof erzielt wurden, Und man muß sagen, daß diese Zis ern für den Außenstehenden doch überraschend hoch sind.
Bornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch: Stadtlheater, 7.15 Uhr: „Boccaccio" (Ende gegen 10 Uhr). — Verein für das Deutschtum im Ausland, 8.30 Uhr: Gesangsaal des Realgymnasiums, Vortrag. — Jungdeutscher Orden: Bruderabend. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Es blalen die Trom» peten*. — Astoria-Lichtspiele: „Exotische Frauen".
— Vom Raturheilverein wird uns geschrieben: Dem Raturheilverein ist es gelungen. den ärztlichen Leiter des Sanatoriums Hohenwaldau. Dr. med. Friede. Katz aus Degerloch-Stuttgart, zu einem Vortrag: „Wie vermeiden wir die Beschwerden und Krankheiten der Wechseljahre" (Frauenvortrag) zu gewinnen. Die Wichtigkeit des Themas dür'te angesichts der Tragweite der Krankheiten und in Erinnerung an die Tatsache, daß Vorbeugung stets leichter als Behandeln ist, ohne weitere- erkannt werden. Der durch seine populärwissenschaftlichen Vorttäge weithin bekannte Referent gewährleistet wertvolle Aufschlüsse und reichliche praktische Anregungen. Der Besuch des Vortrages (siehe gestriges Inserat) ist jeder Frau zu empfehlen.
— Deutschnationaler HandlungS- gehilfen-Verband. Morgen Donnerstag, 20. Januar, hält der D. H. D. seinen 5. Winter- vortrag ab. Dr. Rennert, Geschästssührer der Liga zum Schutze dec deutschen Kultur, spricht im Kausm. Vereinshaus über „Die Politik der Gegenwart." Räheres siehe heutige Anzeige.
•• Die neue Gießener Messeord- n u n g für die Abhaltung der Frühjahrs- und Herbstmärkte wird jetzt im Amtsverkünbigungs- blatt veröffentlicht. Aus den neuen Bestimmungen ist als besonders wichtig hervorzuheben, daß auf die Derkau'Sbuden die i«^eils geltenden gesetzlichen Bestimmungen üiier die Geschä tszeit der offenen Ladengeschä:e Anwendung finden. An den Markt- (Messe-) Sonntagen ist d.e Verkaufszeit von 2 Llyr nachm. bis 7 älhr abends. A.le Besucher des Marktes (Weife) haben bei Eintritt Der Polizeistunde, abends 10 älhr, an Dferdemark.tagen und Sonntagen 10,30 ilbt abend-, den Markt- (Messe-) Platz zu ver- laf'en.
O 2lepa ratur-Arbeit am Straßen- babnglei s. An der Ausweichstelle der Straßenbahn beim Stadttheater ist die Weiche, besonder- da- Herzstück, seit längerer Zeit ausgc- fahren und schadhaft. Die Welche wird nämlich seit längerer Zeit einseitig befahren, d. h. die Straßenbahnwagen biegen nicht in die Kreuzung ein, sondern benutzen den geraden Weg. Hierdurch hat (ich da- Herzstück Der Weiche stark einseitig abgenutzt. Man hat nun mit Der Freilegung der Weiche und de- Herzstücke- begonnen, Damit in einer Der nächsten Rächte Die neue Weiche eingebaut werden kann. Die Arbeit soll
so geschehen, daß der Straßenbahnbekrieb dadurch keine Störung erleidet.
v) Eine Schar Schneegänse überflog gestern (Dienstag) nachmittag gegen 5 Llhr den südlichen Stadtteil, Die luftigen Wanderer kamen aus der Richtung Grotzen-Linden, überquerten Den Wetzlarer Weg in der Höhe der Klii itstraße, üben logen den Bahnhof und wand:en sich dann nach Rorden.
-d. Städtische Holzoer st eigerung. Bei der gestrigen Brennholzoerfteigerung der Stadt Gießen wurden folgende Durchjchnittspreise erzielt: Buchenscheiter 18 Mk.. Fichtenfcheiter 13 Mk., Hain» buchenscheiter 15 Mk., Buchenknüppel 14 Mk., Eichenknüppel 8,50 Mk., Buchenstöcke 7 Mk., Fichtenstöcke 6 Mk. je Raummeter, Buchenreifig 28 Mk., Eichenreisig 18 Mk., Hainbuchenreisig 21 Mk. se 100 Wellen.
f Die Pestalozzi-^eier in Gießen. Zu der für den 17. Februar vom Kreis-Lehmrocrein Gießen geplanten 100jährigen Gedächtnisfeier des Todestages Johann Heinrich Pestalozzis hat Prof. Dr. Messer von der Gießener Universität den Festoorttag übernommen. Die Feier, mit der musikalische Darbietungen verknüpft weißen sollen, findet in der Neuen Aula der Universität statt. Auch in den Landorten des Kreises Gießen werden allent» halben Gedächtnisfeiern zu Ehren des großen Pada» gogen veranstaltet.
S Schulfahrt an den Rhein. Wie im verflossenen Iayre, so beabsichtigt Der Kreislehrerverein Gießen auch in diesem Jahre wieder eine Fahrt an Den Rhein zu unternehmen, um hierdurch Den Schülern aus den Ortschaften, Die sich an der vorjährigen Rheinfahrt nicht beteiligt hatten, Gelegenheit zu geben, für verhältnismäßig wenig ©cID dieses schöne Stück unseres deutschen Vaterlandes kennen zu lernen.
Oeff entliehe Handelslehranstalt im Kaufrnänn. VereinshauS. Zu unserer Rvtiz in Der Montagausgabe übet Die Oefsentliche Handelslehranstalt, Rordanlage 15 (Kausm. VereinshauS) sei. um salsche Auffassungen richtig zu stellen, bemerkt, daß eS sich bei diesem Institut nicht um eine Reugründung der Industrie- und Handelskammer Gießen handelt, sondern daß diese Anstalt bereits seit Drei Jahren besteht. Der Unterricht wird an Schüler und Schülerinnen erteilt
* 84 Jahre alt Am morgigen Donnerstag begeht Frau Witwe S ch i e f e r st e i n. in der Familie des Herrn Dr van Bentheim, Goelhe- straße 69 wohnhaft, in voller geistiger und körperlicher Frische ihren 84. Geburtstag.
*e 3m Frauenverein vom Roten Kreuz für Deutsche über See spricht am Donnerstag. 27. Januar, Major Köhl aus Würzburg über „Erinnerungen aus Dem WunDerlanDe RuanD a“. Er stand Dort bei Ausbruch DeS Krieges und ist einer der wenigen, Die mit Lettow-Vorbeck wie Durch ein Wunder gerettet zurückkamen. Er verfügt über eine Menge wundervoller Lichtbilder und weiß viel Wissenswertes über unsere früheren Kolonien zu enä&Ien. Durch zahlreiches Erscheinen bei dem Vortrage helfen alle mit, unser Ansehen im Ausland wieder zu stärken. Da der lleberschuß Des Vortrag- für unsere Schwestern über See bestimmt ist, Die Dort in hervorragender Weise arbeiten und Denen es ost am Rötigsten für sich und ihre Schützlinge fehlt.
” Der Goethe-Bund gibt im heutigen Anzeigenteil fein neues DortragLprogramm bekannt. daS mit Den Dichterabenden von Walter von Molo. Rudolf Herzog und Frank Thieß sicherlich größtes Interesse finden Dürfte. Bei einem ganz geringen Vierteljahresbeitrag haben, so schreibt man unS. Die MitglieDer des Bundes mit Angehörigen zu Den Bundesveranstaltungen freien Eintritt. Reuanmeldungen. um Die Der Bund bittet, find an Die MusikalienhanD- lung Ehallier zu richten,
" Die Maul- u n D Klauenseuche ist neuerdings in Lich (Kreis Gießen) und in Huhdorf (Kreis Lauterbach) amtlich festgestellt worden. In Angersbach (Kreis Lauterbach) ist Die Seuche erloschen.
Kirche und Schule.
Hessische
Evangelische Vereinigung
(Friedberger Konferenz).
wg. Die Diesjährige Hauptversammlung der Hessischen Evangelischen Vereinigung (Friedberger Konse-' r e n z) fand am Montag in Fcanlfurt a. M. unter starker Beteiligung Der Mitglieder statt.
Professor Werner- Friedberg erstattete den Rechnungsbericht für 1S21 und 1925. Bezüglich der Eingabe der Hesiifchen Organiften- Vereinigung wegen Mitwirkung bei der R e u - regclung Der Organist en-Gehälter wurde zur Bearbeitung der Materie ein Ausschuß gewählt, bestehend aus: L?hrer Dollinger - Alsfeld, Bürgermeister R i ck e r i ch - Flonheim und Pfarrer Knodt- Wimpfen.
Der Vorsitzende, Professor L a m p a s-Friedberg, erstattete hierauf den I ahreSbericht und gedachte dabei mit warmen Worten der verstorbenen Mitglieder: Profes'or Luleh- Darmstadt, Professor Kölsch- Büdingen, Musikdirektor Schmidt- Friedberg. Pfarrer L o o s- Butzbach, Pfarrer i. R. Roth- Butzbach. Fabrikant Egli- Gießen. Hinsichtlich Der MitglieDrr- zahl konnte Der VorsihenDe von einer erfreulichen Zunahme berichten: in Starkenburg hat die Vereinigung 105 Mitglieder, darunter 57 Richtgeistliche. in Oberhessen 158 Mitglieder, davon 85 Richtgeistliche, in Rheinhessen 49 Mitgl eher. Darunter 12 Richtgeistliche, unD außerDem noch 3 auswärtige Mitglieder.
2n seinem Vortrag über „Ziel und Taktik DerVereinigung" beton'« Der Vorsitzende Die Dem We en nach überparteiliche Einstellung Der Vereinigung, Die aber Doch, wie elen die kirche::poli:lschen Verhä t i se gestaltet fei-'n. n cht unfyin könne, sich auch kirchenpolitisch im kirchlichen Parlament, also den Landeekirchen- tag. zu betätigen unD ihre Belange lrastvoll au wahren, wobei Richtung gebenD sein Dürfe, lediglich Das Wohl Der Landeskirche, sowohl hinsichtlich Der allgemein-kirchlichen, wie auch der personalen Fragen. Dem Vortrag folgte eine lebhaf.e Aussprache.
Hieran schloß sich an Die Stellungnahme zu Der Vorlage der Kirchenreg e.ung an den Landes- klrchentag betreffend „Vorbildung Der KandiDaten für Das Pfarramt", Die in Der fast allgemein vertretenen Anschauung gipfelte, eS müsse zur besseren praktischen Einführung in DaS geistliche Amt Das sogenannte Lehrvikariat aeschafsen werden.
Da Atoel Vorstandsmitglieder ihr Amt nie Der- gelegt hatten und auch der Posten des Schrift
führer- neu besetzt werden muß. erfolgte Ersatzwahl. bei der gewählt wurden für Oberhellen: Dekan Vogel- Bruchenbrückcn und Pfarrer Widmann- Gedern, für Starkenburg: Pfarrer Knodt- Wimpfen.
Pfarrer D. W a i tz. Darmstadt, referierte hierauf über Die infolge mehrfachen Protestes von Dekanat-konferenzen und DekanatStazen notwendig gctoorDcnen Vorschläge Der Vereinigung zur Aenderung DerKirchenverfasfung unD Des kirchlichen Wahlrecht- Hierzu wurden folgende Anträge angenommen: 1. Mitglieder deS LandeSkirchenamtS Dürfen nicht Mitglieder deS LandeSkirchenlagS fein. 2. Die Wahl zur Kirchengemelnbevertretung erfolgt unmittelbar. gleich und geheim: fie erfolgt nach den Grundsätzen der Verhältniswahl, wenn ein Zehntel Der Wahlberechtigten es verlangt.
Auch wurde noch berührt die Frage der Verringerung der Zahl derDekanate. Keine «Sympathie fand Der Gedanke Der Ernennung DeS Dekans und feine- Stellvertreter- durch Die Kirchenregierung.
Gerichtssaal.
Unterschlagungen auS Menschenfr:undllhk«it.
WSR. Frankfurt a. M.. 18. Jan. Der Geschäftsführer deS ReichSbundeS Deutscher Kriegsbeschädigten. Otto Wenzel, hatte sich wegen älnterschlagung im Amte vor dem Schöffengericht zu verantworten. Liner geschiedenen Frau, Die zu ihm aus- Bureau kam, half er durch kleine Aufmerksamkeiten übet 'chwcte Tage hinweg und stellte ihr zwecks Gründung eines Geschäfts aus Der von ihm verwalteten Kasse im Zeitraum von 10 Monaten 2400 Mark zur Verfügung. Als Da- Geschäst nicht florierte, griff er noch tiefer in die Kasse und entnahm ihr so nach und nach die Summe von 4170 Mark. In seiner Ehrlichkeit ließ er sich nur über Di« erste Summe In Höhe von 980 Mark einen SchulDschein ausstellen. Schließlich wurDe Die Sache bei einer unerwarteten Revision aufgcDecft Vor Gericht behauptete Die Frau, daß sie Die Drei restlichen TausenDer von Wenzel geschentt bekommen habe. Sowohl Der Angeklagte, toi« Die Frau bestritten. Daß sie intime Beziehungen mlteinanDcr gehabt hatten, unD Wenzel gab an. Daß er aus purer MenschenfreunDlich- k e i t gehandelt habe, toaS allerdings schlecht gelohnt worden sei. DaS Gericht verurteilte Wenzes zu einem Jabre Gefängnis und zwei Jahren Ehrverlust.
Dermischtes.
Die denlschen Fachärzte.
Eine Statistik der Fachärzte Deutschlands im Jahre 1926, Die in Der deutschen Medizinischen Wochenschrift mitgeteilt wurde, zeigt, daß von Den mehr als 44 000 Aerzten rund 14 000 Aerzte Fachärzte sind, also auf Die Gesamtzahl 3 2 Prozent Spezialisten kommen. Fünf Prozent aller Aerzte sind Dermatologen und Urologen. nämlich 2428. Ein solcher Spezialist kommt auf 26 000 Einwohner. Die 1638 Internisten und 1661 Rervenärzte und Psychiater machen je 3.7 Prozent Der gesamten Aerzt.zahl au-. Lhlrurgen gibt es 1536, Frauenärzte 1479, Ohren-, Rasen- unD Halsärzte 1338, Augenärzte 1185, Kinderärzte 975, Chirurgen und Frauenärzte zugleich 570, Lungenärzte 409. Orthopäden 312, Magenärzte 239. Die Fachärzte konzentrieren sich fast durchweg auf Die Groß- und Mittelstädte: nur Rervenärzte, Lungenärzte und Orthopäden gibt es In größerer Zahl auf dem Lande, well dort sich Kurorte und Heilstätten befinden.
Briefkasten der Redaktion.
W. Ech. in G. Anonyme Einsendungen werden nicht berüaslchtigt. Wenn S.e in dieser Angelegenheit Qlu.fun.t haben wollen, so sprechen Sie auf Der ReDattion vor.
Rundfunk-Programm.
Donnerstag, 20. Danuar:
1.30 bis 2.30 Uhr: Jlii tag-jioiuert Der Kasseler Haustapelle: Jacques Offenbach. 3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde Der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchefters: Albert Lort- zing. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lefestunde. 6.15 bis 6.45 Uhr: Übertragung von Kassel: Vortrag von Intendant Paul Belker vom Staatstheater Kassel. 6.45 bis 7.15 Uhr: ,Vad Münster am Stein und seine Heilquellen", Vortrag von Dr. med. Ernst Müller-Bad Münster a. Stein. 7.30 Uhr: Uebertragung aus dem StaatStheater Kassel: .Orpheus in der Unterwelt". Burlesk Oper in zwei Akten und vier Dild-rn von Hektor Cremieux. Deutsch von Ludwig Kalisch. Musik von Jacques Offenbach. Anschließend: Tanzmusik.


