Nr. U5 Dritter Blatt
Slehener Anzeiger (General-Anzeiger ffir Vberhefie«)
Mittwoch, |8. Mai 1927
Aus dem Reiche der Frau.
(gebauten über ben Bubikopf.
Ben OctlruO Schwarz
Um «O nur gieuß t*a»ca V» f<frul<n bamit jeNr Bdtprid weiß 34 bat* meine Nagte jyurr noch, bat* fit unb halte He. aßen frrun» brn and freund« nnrn 7kllern u tb 'Bal** *u* Ire»! Bun getadri Sa wrb mir m»chg«i?at baß» >ch all gaw| tl eiert Ära ulet« bH »ctabe crN plapper gelernt hatte, fallt ich etwa» - bi wollte. Irt» cnctad* rrfldrt habt .Men* »ch einmal läge nein. b-imi l ft Ni» nein, unb bann bleibt ha» netnr Unb wer fo Irüh Ichon unb Io entrgdd) auhnudte brr tollte nun vor Heau BteN ’ixjpr machen ober vor all bm mrlm Betonnien. btt bei Jeder Begegnung eil einem halb Biileibigcn halb verächtlichen B(td auf WE,ne bufm. langen .-tot le (ben CloU meiner Jtiebfre t unb Mädchen iahrtl) ♦ ragte .Die. Bit haben immer noch V 3a wann werben Oie Wenn endlich t‘
SchänNich ch bar nichts 3ch meine nicht biefe ^t< ,).r<i nein ich metne Mele meine Wider- fetzlichkrif dir hoch eHenbar allen ein Porn im Aua< ch. ja logar ihr (jetziges' Schönhcits- gritß; b Lid-gl ben* sie erilnrcn mir hoch auch all-- bah ich Milmmt »m Bubikopf mel Jünger unb bubfdwr nusfähek tind. nicht wahr. Men letzten Aussicht cu gegenüber logar kft au bleiben, ba» |<ugf doch von einem ®rab von äbarafur» Härte au» ben ich ßo(| fein muh ($ier muh ich alkrbtfig» rinllnbten. bah ich meiner Lachter gegenüber schwach bin imb ihr einNtr-eilen. ba» Tmint be» Bubikep's gJtatte aber ba sie letzt erft ein Jahr all ch. wirb man mir biefe VniiAipiennertpjflrrung hoch nicht übernehmen ..)
Aber ich will offen fein, mir fchwebt bei meiner Weigerung ein Ziel vor baff bc» Lchwei- ßrt her Sblrn wert iff: 3ch warte nämlich auf ben licher nicht mehr alUu lernen Tag wo ich ba» rtti^ige tage unb schreibe einzige lebende • remblar au* bem Äonlinenf bin ba» noch lange ^jaare trägt, unb bann o goldener Lohn fo treuer Ausdauer! bann leb' ich mich ob meiner Sehend eil befucht und interviewt von allen Journalisten brr Weit ich werbe geknipst gefurbeil. aubgeftelli (alle» natürlich für ®efl*i. mein 'kann barl fich zum Lohn für feine treue Bhiauädauer (denn wenn er e» unbedingt ge- wünfch hätte, bann hätte ich natürlich ldKv> Iflngt« dnen Bubikopf was tut eine brave Stau
Iv, wie q< »um Lohn für leine treue Mitausbauer bad er fich vir Bube «etzen, wir bauen uns von meinen ^jaann (natürlich nur bildlich gesprochenI ein Beh wollte lagen Wika, unb leben wie die Turteltauben...
Xlnb von alle dem kann mich nicht» abbringen, es fei denn höchsten» bah bas Tragen von langen fjaaren von Amts wegen bei Todesstrafe in der ga:urn Welt verboten wirb (Immerhin nicht aul« arf<6!ol!en). aber lelbft bann werbe ich als letztem Bettung «auf er noch nach einem Beforbfliege» suchen der mit mir unb meinen Zöpfen nach bem Mars entfleucht
Schönheitsmittel, dienicht; kosten.
Don M. Servus.
Per lehnlichlte Wunlch aller Damen fich möglich lange jung zu erhalten, ist begreiflich
'.1< klbft etn Gefichi, ba» t
n lche diige hat. wirkt, ivenn ftch erft bti flauten des Altwerbcns bemerkbar i.iaixn. lange nicht io anrt^tnb unb reizvoll, als ein weniger fchönes (Belicht, auf bem fich noch b«c volle Frische bet 3ugmb zeigt
Freilich währet b e Jugend nicht ewig Ss ifl er aller Schicksal all zu werben, und wohl beir. der c» m ! Ballung unb Klugheit erträgt mb es verhehl, auch bem Alter noch feine Aeizc abzugewinnen
Aber fo lange es tu unlerer Macht fteht. sollten wir ben Pro-eh bei Aeltenrerdens auf-
Schuh, Strumpf und Handschuh.
Bon 3Ubcrb Unverricht.
Du Hobe btt knr- n Xödt hat Schuhen unb Strumpfe* ein* Mrwtxng gegeben, Nc lic in ♦ ruberen M obre pochen durchaus nicht hatten, unb Me Oieganz her Buefübrung. sowie Mt aubet» erbentliche larven'reud a!« t Ne verarbeitet<rn Vcberarirn unb aparten Formen uNrrafchrn von Doch, tu Woche mehr Da ist. zui iä '-. her Straf’enkfcub bes Bormiuag» Man trägt ibn «um Drotteu rieft nm als Haltfchnurichul a.is -weieriei ‘Jeder mit mitwihohen Abfan gröht»- teils Idrtng braun beige grau in allen Schattierungen. seltener schwarz jieptilktvi unb Sw» leoparb find für diesen Zwcd ktzr modern, ebenso ZÜfammrnfwllui'gen au» Sb.vrea i, and S'bochle. Lad unb Srorobu Der Aachmiitags- schuh zeigt Ne vedchfehenan>glt IVnoenbung aller nur möglichen Schlangen haut arten, luaxi- lew mit Lad Mildmnic • Nr Wil die bericht! l) hat etwa» an Beliebtheit verloren. Modern t<t Ni mehr ober minder ausgefchn tt^ ' Spangenschuh, her häufig me sehr apart< Ai.ccd <4 Pft Spange uiat, Nc zuweilen nur ben Knöchel um- 'chliedi. unb allerbanb neuar hüb'ch Bet- ichlullc auftocifi Ale Abrndic'iul) tragt man vielfach Pump», fotric Sandalen in i innig- faltigster. deaantefter Aus'ühru t n Brokat. Silber und iBnlMtoHen. allen möglichen chtm- memben Selben mit reich-r. bunter ©lidetd, der hohe Absatz m abweichender Hari* ift oi« mit glitzernden Steinen befehl, wie überhaupt Straf» befotz recht verichwenbenfch Qtnaxnbung finN-t
Der Strumpf entspricht an Solidität dem am biegen verarbeiteten Halbschub. »6 ist elegant, an Stelle bei sonst obligaten Selben ft rümpfe» hier den gemutterten englischen Meiestrumpf oder auch ben Strumpf au» Schafwolle zu tragen, auch ben beppclletngan Strumpf, innen Wolle außen Selbe Das Aachmtttag»- unb Abendkläd erfordert dagegen den rein fei denen Strumpf, je schwerer desto belfer Der Strumpf soll her Harde bes bleibe» unter *3erüdfid)tigung bes
Schuhes Rechnung tragen, wenn anders man ihn Nicht in neutralen Sdncix. tote braun u b grau wählt Glücklicher weil« iü nai. sich in Net er Saison Nr Indezenz N» JleischßarNnc* Strumpfes aul Nr Strafte bemüh! geworden unb hat ihm endgültig feine Rolle für ^rlellfchaften und Bälle zuaew esen Jjirr in BcrNnbung mit Ausschnitt und unbekleidete' Armen ist er am Platz und verstärkt ben fettiichrn *ndrud Als Allermodern he» sieht man in Pan» und an bet Riviera bunfeimoleiie Strumpfe
3n maller BcrNnbung nl Schub und Strumpf steht her chanNchuh är ist säst iuimet de» tetpeil.gcn Anzuges »r ist für bas Trotteur- fOftüm. für Sport und Xeacn aus berdem. kmNi- ttanbafähigem. dunstem vebet, häufig gesteppt unb mit Stulpen ober Riegel i*er<e!>-n tne denn überhaupt Nr StuipenhanNchuh anrtnge- Ichrankt bcHn ntert. Auch Nr Rach ttagsbanb» IJath au» dünnere« Leber wie iMace-, Wild-, Schwedisch- unb 3i<genl«Nr zeigt die Stulpe unb zwar hier in ganz rei-enNi Auosührung, Stickerei und Malern. Nc irgenbwie Ne Harde des Rleibes Nrüdfichtigen soll, noch belebt durch brcitaufgeftcpptc Aähtr Der Sornmcrhandichuh itt häufig au» Seide r>Nr WaschleN r und in hdlcn. mit dem Strumpf harmon erenNn Tönen, mt a Jen mit neuartigem Riearlverschluh dNt farbigen Stulpen. Die Mode fcheeii < vor diesen .‘-»anNchub. wie jeden anNren übrigens auch, nicht zu eng zu wahien. so basi er sehr rafch unb bequem üNr- und abgeftreift werden tonn. Für Da'chkkciNr unb Walchlvltume find Leinen Hand» Ichube 'ehr beliebt, ba sie im Sommer angenehm fahlen, leicht zu reinigen find unb lelbft nach häutigem Dafchen noch die <Sorm behalten Der chandfchuh. ben man zum Abendkleid trägt ist. losem ■ r überhaupt in N« Urfcheinung tritt und die» geschieht heute nur bei gröberen Bällen oder offiziellen Veranstaltungen — au» weichem, dünnstem Leber, größtenteils weist, zuweilen auch in ganz zartem Drau ober Beige
halten oder hinausfchieNn (t» genügt dabei nicht, dast man die Jahre Wille Heben heistt unb sich mit jedem neuen (beburtetag um em Jahr jünger rechne« Man must t\ ivni/en M t.ei an« wenden, bi« Nn Menschen frisch und elastisch erhallen, man must eine geeignete «vstemaiifch geübte unb energisch durchgelührt« Ge ichls- unb Körperpflege treiben. C t braucht bazu Icuk leueren. ausläi'.bischcn Xoikt e ni.ie! D e Mittel, die wir meinen, tosten wenig ober gar nichts
Als erste unb wichtigste Regel für die rationelle Gesichtspflege gilt bas (N'.ot: Wasche dich niemals nur mit kaltem Da fer. öum rüstigen Waschen gehört warmes unb Iahe» Wasser Der in der Luft umberfliegende eine Schmutz unb Staub «etzt sich in bie Poven Nr Haut unb bilNt dort eine dünne ^eitlchichi b e lich im (allen Walser niemals vo.l länbig löst, ärtt das warme mich« zu heiste i Wa kr löst die Schicht aus unb macht die Haut rein und Irei, so bah die Poren atmen können Man wa che lich allo erst tm warmen Walscr giü.id.lch Seife ist da- Ni nicht unbedingt nötig Manch.' Baut verträgt keine öcik vor all?m nicht täglich Rach der warmen Walchung spüle man dann m l kaltem Walser nach Da» ka te Was er ertr lebt unb kräftigt die Haut unb bringt erhöhten Blut- zustrvm
Ein weitere» Bcrjüngunaemiftd ist eint regelmäßige ®ch<tUmj'fage hierbei ist zu Nachten. hast ba» Ma heren nicht zu krä tig auö- gefübrt wirb, ba e» sonst leicht Ne zarten Gewebe der Haut zerstört Ma liert wirb übereil ba. wo lich die Salten ober Runzeln ge* dildei haben ober bilden können, also auf Nr Stirn, um die Augen herum an Nn Schläfen.
zu beiben Seiten Nr Aase nach Nm BZunb herunter. die Wangen unb Nr Hals Das Ma liieren ist em leichtes Streicheln unb Rlopsen mit Nn Hingerspitze i Nr beiden HänN. b.c stets gleichzeitig arbeiten tollen. Es braucht nicht zu langt ausgedehnt zu werden, 5 Minuten genü.en vollständig D e Hauptsache ist. bah man es regelmäßig aussührt, am Nsten jeden Tag
Bon großer Wirkung, bie Haut rein unb rosig zu erhalten, sind bie Nisten GesichtsbäNr Hier soll nicht bas Wasser, sondern Nr heiße Dumps auf bi« Haut einwtrfcn Aach amtrilani- icher Art taucht man zwei Tücher in bas sehr he«st« TBalfer, brückt sie leicht aus u»b legt fbe abwechselnd auf bas Gesicht, indem man ben Stopf beim Sitzen zurücklehnt. DNr man l-cugi da» De ich! fl'.er einen X.pf mit helfen W:f'«r unb lästt Nn Dampf acht bis zehn Minuten lang einwirken, wobei Gesicht unb Topf unter einem Tuch flecken müfsen Auch nach biefem Bah wäscht man ba» Gesicht mit kälterem Waller ab. D es Ge'ichtsbab soll a Iwöchentlich gemacht wtrNn. Wer b.r Haut nach Nn Wa chungen etwas Fett zu'ühren will, kamt mit einer leichten drerne ein reiben.
Den wohltätigen Einfluh dieser G-sichtspfleg« wirb man, wenn sie r.gelmäßig burchgcluhri wirb, bald spüren unb auch sehen Kommt dazu noch eine Pflege bes gan*cn übrigen Körpers durch wanne unb kalte Ws chungen, durch regel- müßig ausgelührte Freiübungen unb durch häufigen Aufenthalt unb Bewegung in frilcher Luft, fo wirb in kurzer Heil eine Iri’dh strafte Haut unb ein reine», blüNnN». jugendliche» Tluslehen der Lohn Nr Mühe fein.
Die Motten.
Es wat < ubd Nstellt um Pelzhändler und Stoffabrxlanien wenn «s letnc MvNen mehi guhe Diese Insekten räumen unter Nn allen Behänden btfn eilen ganz gewaltig auf. tim Uch vor S4^iNn zu «chützen. gibt «s ein« gaiw Menge Mittel. Ne teils auf da» Fernhalten teil» au’ N< Betiil- gung Nr bereits cingedningcnen Meilen abjirlen. Die an nsirmen AvenNn um Nc Lampe fliegenden bielchgrauen Bsrinfchmeiteritnge. w«Ichc man als Motten Nzeichnel und von denen es eint große Anzahl gibt, sind an stch nicht «chäNich Wohl legten (Stern em wickeln und Nc mit BorlleN alle Stoffe rierilchen tiripru i» angehen und durch AdweiNn Ni Haare rudcrNn Am bekanntesten unb gefurcht» 'ten find Steider- und Pcls" 'Ne 1 mea biidliell» unb f pelbondlj Di< Eapeicnmotte 1 richopha^.i tapciiell» ist Nc
lief er# 3ur Ad web r fetze man die zu «-huNidcn Sachen öfter Nm 'cha.'cn Luftzug und Nr Sonne au» Bcfonders in Frithjohr unb Bortcmmcr. Man stopfe |ic fleißig Io hast etwa aufgelegte Eier herauslallcn oNr fonst in ihrer ruhigen ilntn u'lung gestört werben. U'afche auch gleichzeitig Truhen unb anNrx Saften i del. in denen m.in Stoff- unb Pclzfochen ufbewahrt öfter mit Heister Seifc b: ..!)> aus 3um Bbbaltcn Nr THotten empfiehlt lich weiter bas E -ächlagen m reine leinene .'ücher oder tn festes nicht zu starkes Tadpaplcr. dal vorher mit einem Gemisch von 30 teilen SarbM'äurc. und 30 Tellen Sampler in bOOO Teilen Wa'fcr behandelt wurde Diele Papierumdüllung wird mit mehrfach übergreifenden Ränder i geschloffen und mit Steck»
aul fchlicßenben Rasten oNr Soffer getan Am besten Imb hierfür sogenannte Tr.^rnkosser geeignet. weil sie aus Blech gefertigt, mit Gummt abgedtchiet vollkommen staub- unb ungezieser» bicht abschlicsten Man legt auch Mvttenlackchen Zwilchen Nc Slclber. beten Inhalt au» 3n» fchrnpulr.r Nsteht. streut schwarzen Pfeffer. Sampfer unb .'kaphihaltn oNi^ fault ftch tn der di« in Nr Hauptfach« wohl aus Sampln ober Aaphthalin bestehen, ohne fo unangen.bn zu buften. als fit Alle diele Mittel str > eine dcltlang wirkt am Ihre Wirkung aNr läßt mit Nr Jett nach und es ift dämm ttieberhrltes Aachf^hen unb Grenzen nötig Belm El ka« von Sioffen für Polsten-nöNi kille man ,mr« en-
■ bet Berwenduna stets in einer 'Celtic em-Beinl' gungsanstalt beoanbeü werden In reine Federn geht keine Motte, wohl aber stellen fit ftch fast regelmäßig in solchen Federn «In. mc den lebenden Tieren ausgerupft tr*arNn. aL noch gerinj* Mengen Blut in d b«r E>an!e sollte sich darum nur auf bl« Federn beschränken, bi« Incht aus gehen und bl« bie Tirre von selbst verlieren würb- . R. G.
Dom Rhabarber.
Es läßt sich darüber streiten ob Rhabarber zu bm Gemüse- oder zu ben Cb Worten »ähll Wir finden ihn tn Deutschland überhaupt erst in der neueren Suche, vor einigen Iahrzebntan War bie Pflanze Nl uns noch unbekannt Durch eine wenig anlpruchsvolle Pflege unb «ine vielfältige Bertoenbunglart in Nr Rüche rafch eingebürgert. Derbuni Ne Rhabarber pflanz« mehr Beachtung Rhabarber läßt sich nichi nur in Nr Rüche verwenden, sondern ist auch eine schöne Zierde im Borgarten auf XonNllen oder im Garten In einfacher Ruche wird d. r Rhal^ her meist nur als Rompott mit Datier — an N-
Jucker bereiteI Amerikaner und dnglänNr lieben Nn RtzabarNr-Pai Man nimmt eine Tafle Mehl, Salz, rtgroß Schweinelett oNr Butte» «auch Margarine» unb knetet davon einen Tos Wirb die Maste nicht so weich, baß sie sich rollen läßt, spritzt man einige Tropfen Waffer daran MeslerrückenNck ausgewalzt. legt man eine
Frühreife Kinder.
Bon 6lata Priest
Die Menichen unterfdtdNn sich vone nanNr nicht allein durch ihre Begabungean fondern auch durch Nn Grad ihrer önttolJlung. durch die ver'L . d. .-.e Schnclllgke.t ihres Wachstum» Re» Nn Nn vteken Nc auch hierin zu Nn Aormalen Mibien. treten diejenigen hinzu N« wr al» die Frühreilen N»e chnen können. Ucbcr Nc Frühreife täuichen sich freilich d:e Eltern häufig Man glaubt zu off an st«, wo Ne gar nicht vorhanden (st
Immcxhin gibt c* Beispiele von erstaunlich früh enitoiariieii ÄinNm. Nc nwn in früheren Zeiten gern BunNrMnbcr nannte. brionNr» den intellritucli Frührcllcn hat man «ine starke Bewunderung cntgegciigebracht. Hal ihre Begabung künstlich griörNn und manche von ihnen knd kchon al# Rinder Berühmtheiten geworden
Ein Niurrige# Phänomen war das ßüNdcr WunNrkrnd Ehristian Henrich Heineken das am <L Februar 1721 geboren wurN Es lernte schon vor Ablauf feint# ersten Lebensjahre# unter Nr ä«itung eine# ehrgeizigen Lehrer# d e Grichich- ten an# den fünf Buchern Mole# kennen und begann im fünfzehnten Monat da# Studium Nr Weltgt'ch.chte Roch •*or vollenNtem dritten LeNnsjahr lernte ba# Rind kateinifch und fron- tzöllfch sprechen und eine große Anzahl Pfulmen unb Kirchenlieder, starb aNr «chon tm fünften LeNnstahr Ta ein Nranige# ®etr.cN iwtrden rasch zu einem verbrauch Nr Kräfte fuhren mußte
In Nm'dben Jahre wurde Johann Philipp Baraticr in Schwabach geboren Sein Baler Ni franzölilcher PreNgei war. begann m i Nm tinterricht des Kindes in drilcn ,weitem Leben», fahr 2i<xfcNm Nr Kleine laleinllch griech^fch hebräisch sowie PH.Iofophie UlatbttRQtxl und di« SNrchenväter studien hallt, schrieb er nut dreizehn Jahren eine Widerlegung des Buche» von Samuel Srel. in dem die Gonhtit Christi angegriffen WurN Als er 14 Jahr« alt war wurde er von der timnerfitäl veranlaßt dort Ne
Magtsterivürd. anpunebmen. darb aber schon nach vier Jahren schwere LeiNn».
Auch an weiblichen Wunderkindern bat s mcht gefehlt Juliane Peutinger hielt tn ihrem vierten Leber»lahre 1504 vor Kal er Mar.mil.anf. m Augsburg eine late.mich« Bebt, tinb Margarethe Tau«ch geboren am 2. Mai l?20. Ns Lübecker Ste.NphvIikus Tochter, hielt mit neun Jähren auf Nr Bibliothek zu Lübeck eine laki» mfche AeN über Ne Tugend
Wenn Ne Leistungen v ri^r erstaunlich frühreifen Rinder auch leine Resultate für das fpater« Leden gezeitigt Huben, fo aili anNrrrie.t» eine gewitt« »rühreife doch auch als BorNNngung des Gen.es Man denke an Gveihe und ßefnng.
Befondees groß ist Ne Anzahl Nr WunNr- kinNr In Nr Blüht tinb hier hat sich auch
heute noch bas Interesse wach crb.. '..-
Wir willen bast Nr junge Mozart in seinem «echsten VcNrjjdbr Ichor komponierte unb baß fein Batet mit bm und einer älteren Schwestcc «chon damals RonzeNreife-.i unternahm. Acht Jahre ah tompomerle Nr ränge Mozart während eine» Aulemhahes in England lech# Slacurionaten Und lein noch heute gegebenes 6ing«pirl .Battlen und Baßimne" Ichried er im Alter von zehn Jahren.
Auch Beethovens Genie zeig:« sich erstaunlich früh Er war zehn Jahre. aU er feine ersten Sonaten «chu« Bei’piric von Früdrtilc bei Geigern und Rapellmeistern zeigen «ich auch heute immer wieNr
Die interrifanle Frage nuch Nn tiriachen unb pft?chologifch«7i öu«ar "bangen der Frühreifen bietet aNr wenig Ai.-« chl auf Beantwor- tung Goethes Dort gilt imr-.rr W.cNr Ins Innere Nr 2Zaiur bringt kein erichallen. Das tief verzweigte Gewebe von Mriadb: und Wirkung ist b.er auch dem Ichäritten p trlog • kchen Blick u: emwtrrdar
tinfer heutiges Scha'.'est.- lucht Nc Mö-g. h- keilen ollen zu halten. brionNr» begabte Kindern einen rascheren Au stieg zu < — •chen.
Ob bflduri> demni^ : anc wrientüche Bereicherung an leist."i.--.äh :cn und genialen Per- shauchkeiien geschallen w.rb. bleibt abzuwartew Jenes alte Grietz . Alles reih nach feinen eigenen
bewahren Das feilten f-.ch brionNr» Ne Eltern trnmer wieder lagen, bie über ihre S^ulf.nNr zu wachen haben und Nr E,'iw,ckfung 3rti unb Ruhe lallen. Ireibbauärriultate halten leiten lang« vor. So foUten frührrile Sinder nicht getrieben, sondern vor allem körperlich ertüchtigt werben Dem Durchfchnittskind geN man sein gerechtes Maß an Lernenmüllen und Buße - im ganzen verlangt und treibt die Schule iir. ncr noch *>u lehr und verlangt zu vielerlei. Dem spät ml- mi deh en SinN aNr ttxrN ganz bcfonNve Sorg- |ah und Aachsicht zuteil. Denn auch hier gibt e» unter timttänNn übcrra'chenN EntwiMungen und starke Leistungen
Gibt es ein Iahnfieber beim Säugling?
Bon Dr. Hermann B o 11 m e t. Berlin.
Da» -lohnen muß den Sünbcnbod für eine große Leihe von 3äughng#franfNi«m abgtbm Da» auch dem Heinen Reri fehlt. Ne Mutter N« R^Ä^.iic«rau ober eine der vielen Tanten Ichaul mit »i”enNr Miene in den Mund fteht drrt einen durchgebrvchenc ober eben furch- brochenNn Jahn und Nftauptc: mit her Bestimmtheit Ns Oriahrcnen. .Das komm: vom Zahnen" Damit gibt fich manche Muller zufrieden, sucht sie aber doch voriichtshalNe Nn Arzl auf f» vllegt fte ihm fcirv Bu’gaN durch den crtlärer- den Hinweis zu erleichtern daß ihr R.nb gerade einen 3abn Nkvrnmen hat. .Es hat Fahnsieder-. erklär« lic .Es hat Durchfall vorn Jahnen" oNr .es bat öabnlrampfe“. Hustet der S.uj- ling. <o weiß Ne Muller daß er .über Nc Brust zahnt", bat Re errc Ohreiterung Nobachtc: «o .zahnt bas Sind aus bm Obren“ Ja e# gibt kaum ein Organ durch bas ober über da» nach Nr Ansicht der Müller ein Rinb nicht zahnen kann.
Was hat der Arzt k»zu zu lagen? Es ist unklug, über Bslksweisheiten zu läch- i • Liegt doch gerade tn der Bollsmedtzin bie Wurzel der ganzen ärztlichen Kunst. Aber hier täulcht
sich einmal Ne BoUimeinung, unb wir werben Ichen woraus blefer 3rrtum «-rrnuchien ift Ikbensall» müllen wir kategorilch erklären S » albt kein Zahnsieber ja. es gibt überhaupt keine Süughngelrcnlbtit. die mit dem Borgar.g Ns ,labndurchbruch# in einem ursächlichen Zusammenhang ßcht.
Wir müssen diesen Zusammenhang grraN umkehren, um ba» richtige zu toeflen. Die me sten sieberhaften Erkrankungen tm SäughngöalleT führen zu einer Beschleunigung des Stollwcch'cl» unb Ns Wachstum» unb förd-rn so bas Erscheinen eines vor bem Durchbruch stehenden dabne» Im 6 unb Z. Lebensmonat beginnt Ne -Bildung bc* Mtlchgebille» unb von btritt 3dl an brechen ia der Regel jeden Monat zwei neue däbne durch, fo daß ein gefunbe# Kind immer ungefähr lca»e lähne weniger hat. als es Lebens» monate zählt Daraus geht hervor, daß fich bei einem Säugling im zweiten Halbzahr unaufhörlich Ne dahnbtlbung vollzieht. Tritt irgendwann eine fieNrhall« Erkrankung auf. und beschleunigt bte<e noch ben .-'^hndurchbruck, fo wird man eben immer einen grraN durchdrecheribm ober Ich# •- r Bm h I bONM !a^r. a"lr> 'ic. den man für Ne Krankheit veranllrorilrch machen kann
c3s wäre nicht schlimm sich über die Äranf- hateurfaäK zu täuschen Aber c» kann für das Rind verhängnisvoll fein, wenn die Mutter - wie cs ’o oft geschieht - Ne Hände beruhigt in Nn Schoß legt in der Hoffnuna baß alles gut vorüber gehl wenn nur her 4apn erst d. rchge- brochrn ist Dadurch dristtl man einen Durchfall. einen Bronchialkatarrh oder eine 2Hitt<!ähr- tnnurdung n.cht damit beteiligt man nicht Ne gefährlichem Ätnberfrämpfe, die Nr Arzt in für» t FeU unterdrücken kann, wenn er ihre wahre tiriache eriannl hat Mle dirie Krank- heilen machen ein enllchirdenc» ärztliche« Q i- greifen notwendig, imb j«N vkUDiricurmv# kann bem Sind einen Schaben zufügen, her vielleicht nicht wieber gul zu machen ist So kann das Öabr.en. bas an sich fo harmleL ist. zum Verhäng, nis werden durch Ne Schuld man >hm za- schreibt, n-cht durch feine wirkliche Schuld.


