Samstag, 17. Dezember 1927
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhessen)
Nr. 295 fünftes Blatt
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läusburg 12 hr geöffnet
uns sehr u* Kinder,
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vor sich feibft zu vertieren.
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Nachdruck verboten.
37. ftortfetzung
tnc ihr gebührte, und die vrrfchlofi die Augen vor
Kameraden.
Roma« von Ö«te{ MocfchIin. Copyright by dort Duncker. Berlin W 62.
um nicht die Achkunq
Al» nun damals dichte Bolksma sen vor dem rade, um
aus aufrechtstehenden, mit ctrob umwickelten Baum- slammchen bestehen, die mit Lehm bestrichen smd.
(Er begreift nicht, was da» für eine Stadt |<m tonn. G» >ft ihm. als fei er in Deutschland. 6r kann nicht fagen. warum er das meint, vielleicht liegt dar in der tiuft Und bann ist es chm doch wieder, als fei er nicht in Deutschland.
Denn man nur irnwnb fragen könnte Doch es zeigt sich kein Mensch. Rur steinerne Heilige stoben h.-rum. fooiei man w'll. und Könige und Engel, die tun den Mund nicht auf. eie smd au» Stein, nie könnten sie reden, Aus lauter Neugierde fragt er fchl.etzlich doch einen Heiligen, der ganz lebendig ausschaut. obwohl er au» rotem Sandstein i<t, und der Heilige antwortet wahrhaftig und sagt. „Da» ist die Stadt der deutschen Kirchen, Münster und Dome."
Cr begreift da» tSert nicht recht und fragt: ..Gibt» denn eine solche Stabt’’
Der Heilige lächelt unb sagt: „Steht fic nicht vor Mr?"
„9he habe ich davon gehört, das, e» eine solche Stadt gibt", sagt Georg immer noch ungläubig.
Hast bu von allem gehört, was e» gibt’"
Georg schämt sich ein wenig unb fragt Denn ha» also wahr ist. warum find denn olle deutschen Kirchen. Munster unb Dome hier beisammen?"
..Weil fie alle ausaewanbert firb unb hier miteinander leben al» in ihrem Paradies."
Georg denkt nach. Hilde bot ihm doch gesagt, in Deutschland In olle» noch wie früher, und dennoch gibt es diele Stobt?
Unb er fragt den Heiligen erschrocken: ..Gibt e» in Deutschland keine Kirchen mehr’"
„Die sollen die Kirchen in Deutschland fein können, wenn fie hier im Paradiese find’" sagt bet Heilige.
. Darum find die Kirchen mcht mehr m Deutschland?"
„Dell man in Deutschland tune Kirchen mehr braucht." _
Sieber denkt Georg angestrengt noch. Gehören denn diele Munster und Dome nicht für immer unb ttDtg (u Deutschland? De soll man noch leben, trenn man diese Türme nicht mehr steht: Die bellen ind dunklen, die roten und grauen unb gelben. Diese Türme, die stark sind und wuchtig, oder schlank
prüngen ihre» Mannes. wollte von niri-igen LtedtchaNen nichts wissen.
König Eduards denkwürdigste Vaccarai-parüe (fine (knnncnmg an Öen größten Londoner <3efe(lfd>af1efTanha( des vorigen Jahrhunderts.
Georg träumt ...
(Er >st aus der Wanderschaft. und da» Hand um ihn her liegt wusi unb leer (Er weist nicht, wo er ist. unb g.v: nur barauf io», in einer ganz bestimmten Richtung, (fr könne nicht lagen, warum er gerade diese Richtung gewählt hat. doch ste bünft ihm die rechte.
(fine Madchenstimme tust Georg' Lr breht sich um cr guckt nach allen Seiten, doch er sieht nie» monb- Und immer weiter wanden er. bi» cr zu inet feltsamni ctabi kommt, denn fie hat keine llabrikfchornstcine. nur Kirchtürme
Da» ist denn ba» für eine Stadl" denkt er. Zu einer rechten deut'cben Stadt peboren doch ein paar tüchtige, himmelhohe ^abri?ld)orn|tiine. viel höher al» die Kirche, nur man da» in Dorrn» steht und anderswo. Diese Stobt kann also keine deutsche Stabt sein.
(Er schaute sich die Sache genauer an. C< länger cr schaut, um so merkwürdiger kommt ibm alles vor. (E» gibt hier uk-.v ' u5 und
keine Dobnhauscr unb keine Tore und keine Lauben- cänge. <Ee scheint eine alte Stabt ;u sein, aber man steht nicht» ton jenen schönen Holzhäusern geschnitzt .mb bemalt und oerjicrt mit den Figuren der Tugen den. oder von jenen mächtigen Häusern aus Stein oder au* Backstein mit Treppeng,ebeln. mit Rundbogen. |e nachdem.
In dieser Stadt gibt et nur Kirchen. Man hält sich ben Kopf und kann do» nicht glauben. Denn es ist bodj ausgeschlossen, dast eine Stadt blost aus Kirchen bestehen kann. Zu den Kirchen gehören Menschen, und di, Menschen mufien irgendwo wohnen. Ader hier steht man nicht ba* kleinste Haus, unb wenn es auch nur so groß wäre wie ein Häuslein an der Krumm.n Straße in Bremen. Es gibt nicht einmal etwas io Unbedeutendes unb Armseliges wie eine Moorhütte, deren Dach bis auf den Boden geht und deren Dorderwand und Hinterwond
Palais des Prinzen warteten — nicht Qtcab dem Dhronsvlaer Huldigungen da z-br.ng als sich das Lüsten or ös nett unb der -Lagen höraus^ichr. sah in der o'senen Kutsche neben dem Thronfolger seine dänische Gemahlin. Kein Pfiff ertbtue. fern 3uf war zu hören, die Klpfe auMobtcn sich, unb ohne Zwischenfall verlief die hirjc Ja&rt.
Die Derhandlung. die mit der Abwertung der Klage endete unb bei der der Prinr von Wales einen erhöhten Sitz einnahm, auch mit
Was sollte nur. geschehen? Xi die große Glocke durste das häyliche ‘Bortommr.ib nicht gehängt uerden denn man konnte verausfehen t-ast die Oetec-i lichtet! dem Prinzen von Dales schwere Dvrwü/e über seinen lockeren Lebenswandel machen würde. *<r ihn nun schon m die Gesellschaft eines Zll'ch>p:et-r» gebracht habe unb wahr'cheinl.ch tn einen Aiefenckandal verwickeln wurde. Lter gute Aul des Th.vnerben war aber wah.itch 'chön ramponiert genua. XI? lieh man rt dabei ! roenden. daß der Schuldige sich schriftlich verp 1 4) etc. nie w eder eine Karie anzurühren, unb das auch buch sein Ghrenwori — das Ehrenwvn eines Bet Zigers l — beträft igle.
Aber trotz dielen Do. sicht »maßregeln erfuhr doch, wa» stch -.71 dem kle Kreis der a istokraiischen Zechbruder ereignet batte. Derwandte unb Jrrun e drs Oboisten C umming bezichtige- nun ben Gastgeber dessen Frau unb die Gaste, den schottischem Ossi- zier verleumdet zu haben ein P.ozetz war allo unvermeidlich wbenlo wenig konnte aber vermieden werden, dast der Prinz von Wales. aHo der zuküns ige König von Groland. In die Ger ich »Verhandlung ve.wickelt tmirbe; man hatte ihn als Zeugen geninnt. unb da THIigtieber des brt jschen Konigshaules nicht vor cl.iem gewöhn- lichm Tribunal erscheinen, gelangte der Prvzrst vor einem Ausschuh des englischen Oberhauses, des .House os Lords', zur Bc Handlung. Ganz England geriet In heftigste Gr egang. Untre dem Schutze der Pre fei.c:h. .r wurden die stürmischsten Angriffe gegen ben Thronerben g e s 4)1 eudert. unb unvc hohlen sprach man aus. dafi der P.inz von Wales durch seinen VebenbtDanl'cl das mora.ische Anrecht verwirkt habe, nach dem Tode seiner Tluiter die Krone zu erben. Die F vmmen im Lande wandten sich mit C4>cubem von ihm ab. die Prediger aus der Kanzel wette ten gegen den tonlg- lichen Sünder, den , bei Spielsucht und Zechfreude versteht der Pu.itaner reinen 2pah. Ls war also psychoiogtsch 1d)r verständlich, dah die Bolks- inaffen gegen den Prinzen lehr ausgrb.acht waren, una Gduards ©einer bereiteten für ben Tag. an dem er sich aus seinem Palais zu der Gerich s er^an lang im Obe har s begeb.n sollte, eine g roste Strastendenwnstration gegen den Thronerben vor.
In btefem kritischen Augenblick rettete leine Gemahlin die Si uation reitete d.nn Prinzen von Wal:s vielleicht sogar die Anwanschast aus die Krone! 2lls sic im Jahre 1853. damals
18 Oahre alt. den 22jährigen P inzen heiratete, aal: die dänische Prinzef >n Alessandra. b.e Tochter des Königs Ghristian IX.. — die übrigen« erst vor zwei 3ab.<n als Achtzigjährig« gestorben ist — für autzerordenllch schön, unb der Prinz war wohl ehrlich In sie verliebt. Der glücklichen Gfie em'prol en eine Aeih« von Kindern^ ober Gduard war kein Familienmensch, und es gelang der Prinzessin nicht, ihn aus die Dauer zu fesseln. Sie oenügie nicht über grobe geistige Gaben und erkrankte Ichliefilich an einem Gehör leiden das mit der Zeit zu völliger Taubheit führte. So verlor sie langsam Die Gunst ihres Mannes. genast aber graste Sympathien t m Volke. Aiemals aber benagte ihr
London. Un Dezember.
Auf dem vchlrst Iranby »roh. In der eng- li'chen Graf cha't Borf^l« ist im ehrwurdtaen Aller von e vsundach!» g Sahttn Mrs Anhur Mil Ion L^tvrbcn. Wilsons «In velre.breite- irr Aamc ie fen Träger im 'Bete nigien König- rmch nach Xaa m:«n zäh en. Ader btr Arme bie'ee flia-i. bic le b» lerne wirklich bedeutende leite ge t-ielt ha:, wurde ernst viel genannt; von HU. Arthur Wi.'on sprach man in ganz Grvh- brUann en im Zu'arn .enhang mit einem der grbtpen Skandale, bic sich jemals In der vornehmen englischen G.scllschast ereignet haben und bas »Ui etwas he.sten denn S.antale zählen je tn ber englischen Aristokrat e nicht gerade ui den Seltenyeücn. Doch ble'er Skandal, der der Monorchie. ia sogar be.n monarchischen Prinzip eine schwere Wunt-e schlug, nimmt unter allen ähnlick e^ öre gnl len eine bclonbere Stellung ein. Denn la le nen Verlauf wurde lern Geringe er als der 8 tbe der Krone der dama ls Prinz von Waes. ter als Komg unter dem Aamen ObuatbWI In te: Gc chichtc fort- lebt, aul da» ärgste kompromittiert.
3m Jahre 1WI ereignete 'ich diese Xfäre“. wie man solche Geschichten seither zu nennen pflegt es war oliv ein Skandal, der sich noch In der guten alten Zeit" ob'vielte. Die .Old Queen- Blctona lost 72 Jahre alt. schon feit M Jahren aus dem Thron. 3n der Oefsenillch- keit euere b.e gret’e Königin Immer seltener gesehen Ile lebte ganz der Vergangenheit, widmete lich t-em Andenken ihres unvcrgetzltchen Prinzgemahl» Albert aus dem Haue Soburg. war aber der Ge .eiwart mehr und mehr entfremdet Doch ihr äl;c er Sohn Albert 8 b u- o r b. Print von Wa e», stand dafür mit beiden Hüsten aus den Di. en her W.rklichkeit und war überall Port zu tel>e t. wo da» Leden am brau- fenblten ist Gduard war zwar schon 50 3ahre. konnte allo nicht mehr als „3üngltng“ gelten doch hat c der Prinz Dan Watts le nen anderen Ehrgeiz als die Holle des „ersten ®?nttemon von Europa" zu sple.en, ein go.a-te# Abenteuer an ta» onbere zu ,u e i und wenn ihn die Lange- weile In seiner Heimat gar zu sehr bedrückte, übet den Kano! nach Paris zu flüchten, wo er ungleich popu ärer als in G.ostbntannien war. Dort sühl:c er 'ich zu Hause, ton wustie er hinter den Kulisse i ber deinen, intimen Theater be ter Des eid ai» der em -es.etsch-elte. mir Seine- Wo fer getaut e Doulevardier.
Die Lonto er Zeitungeu, die seht den Tod der grellen M:s. TDültm registrieren, erinnem nur zötte nb daran, dah beten Dat e Mr. Arthur Wilton, en reicher Schiftere.der gc- we'en ist. der im Iahte 1891 zu einet Abend- ge'elltchaft einmal einen kleinen Kreis v.n Gästen gelat*n hotte, unter denen sich auch b.t Prinz von Wale» befand. Auch d e übrigen Gäste zählten zur Hocha.i tokratie ber Gori of (io- Dem tu war etlcb e et, und man bemerkte auch den Ge..e:al Ove., Williams sowie ben Oberst Clr TDiLiam Gordvn 9 u m m i n g. der in der fchottis- eu Garde, einem G ite-Aegiment. seinen Dienst versah. Dost man sich nachdem man gut ae peist ur.b entfpicchend gcecht hatte, zu einem Spieicken nie. ersetzte unb. ohne da» Zechen zu unietbred en. eine Zorne Daecarat begann, verstand sich gewiltermafien von selbst. Aecht natürlich war e» auch, wenigsteis nach dem UrtcU aller De c litten, dost d e Sin ühe höher und höher wurden, je mehr 'ich die Kopte vom reichlichen Ge u e» AikodoiS erhihten unb je betetet die Sp e lei.cn cha t touibe. Dann aber ne'choh etwas woraus eigentlich niemand in einem fo ausgesucht DOtreumrn K e se gesostt war. Plötzlich wurde nämlich Sir Wii.tam Gor- don <umming, der elegante schottische Gatde- oberft dabei erwifcht. ais et das tat. was der ckbevalier Xuroui ke la QBadlmtre in Lessings .Minna von Tarnhe.m- optimistisch als „corrt- gcr I» fortunc“ bezeichnet, wae man aber in Deut'chland in al h* einet reit nicht als -Derbe setuna te» Glucks" ansieht. sondern geradezu
Betrugt nennt. ________________
allem Aspekt aller denkbaren Aucklichl behandel! wurde. Derfid immerhin peinlich genug hlr ftn. Aul die Arage. von wem die g<br■u&cri Karren fecomtei. mutzte der P.inz angeben, dost cr leibt I i c m11acbtacht habe unb gewöhn.!ch. Mn er einer 9 tuab-anj 5- ig l iste, Karlen bet fich fahre Ihe alle uuren Dir- lona soll in die'en kummervollen Tagen fortwährend geweint b’.ben Oberst ttantming verschwand von ber D l. 'läche D.n jener Zeit ab
&! der Prinz von Wales f? versichert wenig- n» fein vfsizttller Dioaraph Sir S.doetz Lee.
nie mehr an einem Hafard«pie1 l Kl gen em men. und Aanara! furbc in Gngianb all arm ein verboten. Diellcichi aber hat G>»ard VII. lern ’eine Tluttcr e ferfüchtig leben S.nbllck m bu Aeaierungsgefchälte verweh te. g rabc di durch, daß er fich in ben Strube! des Dateins stürzte, leine oft gerühmte grotze WenschendeTMtnis erworben.
Neue Bücher
<61
des Werkes.
Andantes mei erhast ein e angm ist
722
Lisa & L ns sehr gut zur W rfmg.
792
fern von
be»
Unb be das er-
bigen.
et so schlecht gegangen .st. die Irrenhäusler hoben in ihr gekegelt, unb bic dennoch so schon Ist. und von der Hilde getagt hat. dotz sie immer noch in Hilde»- heim siehe. Hai Hilde onpefongcfl zu lugen?
John Aufseil: Die Dochte von Ako- rass ar L-d renovel'.en Ito Se t n SAus dem Amer<kanllchen von Lisa H Löns ®rui- leinen 3.9) QKarL Adolf S onholtz B rlag. G. mbH. Hannover. — Das Auch e-thLt Av- vel'.en die in Ihrer Handlung» ü le un> Fnrm-n- schönhrlt e.ncn Meister erkenn n las -n 2 ne starke Mag e heil in d c en Srz^hlungen man glaul l an das Unglaub ich? w e e5 sich hier vor fei Ijmen Hintcrgr nden abfpirll 3m CI' 1 in Stil und in brr Struktur bedeuten bete lltz h- lunfien e.ne grote Airtuof t t D e Tfä lar.g - fur.ft von Ausfell ist nicht un'xbrul nb defon ers durch seine Technik, die btr von 9. l|o' «hn It. manchmal auch Ma, p sf nt Au seil» eig n cht g? G z hku gifun’i kommt in der Uetzer cy ng v m
wesen?
(Er beugt fich in Ehrfurcht. Er ist so ergnHen, dast ihm die Tränen aufsteigen. Er schämt fich ihrer nicht.
Bus einem Platze, wo es ihn noch schöner bünft als auf irgendeinem anderen, kann er nicht mehr schweioen unb '-qt zu ben Kirchen ringsum: Dollt ihr nie mehr zu un» zu rückkommen?"
„Rein, mir kommen nie mehr yirütf." sagen die Kirchen im Thor, „man braucht uns ja nicht/
(Fortsetzung folgt.)
irei geben must, wenn fie alle mitein i er pre- gen. Da ist die Michaeliskirche von Hildesheim, ber
Werke. Ate Leute ist al es. was aas ihrer ,T.e?cr aekommen ist. Heben. Aussätze Bühn n'p e e, Aovellen unb Aomanc. von m r T ntzenz g:- tragen, die sich im Lause der 3adrzehnte von so- na'.en unb poNkifchen Fragen ü «r ts chnleg tze y rtbleme unb , u ammenh ngc führt, bte .hinter den Dingen sind 769.
Stobt liegt flach unb niedrig zu feinen gutzen, unb ba» sich hier nicht mehr so mächtig outmimmt inmitten der anderen. Da ist der Dom von Paderborn wie eine Burg, unb da ifl auch die Hofkirche von Drc»bcn, zicrtich unb vornehm unb mit Hunden Heiligen auf den ^achrändern. datz e» rin grotze» Ge-
Kleine beschaut unb bas Grotze, bei ber Arbeit be» Steinmetzen ixronlf ober hei ber Arbeit Schmiedes, bes Bildschnitzer», des Glasmaler» Er lagt zu fich selber: Das ist da» für ein Volk ge-
biographische Ansani'novcl e. lotr.e rfl 'zendc Aachwort b I gen uns auch den Tleiv fchen Aiehl lieb.voll nahe-
jeg'ichen .Vorbildern , otzn.- i.-g i.»e L-chulung, aus d'.otzcr .Lust zum Aadulie.en'. fing b.e e stockf nnlfLe Tkr a’ierin zu Beg nn b'r n.unziger 3ahtt Ihtt fit.rari chk T tig e.t an. Aus den Kömp en unb Leiben beJ i'amaanen bluifungcn F nn.ntinns heraus flo len ihre ersten
- W. b Aiehl Die schönsten Ge- schichten unb A ovclletv 278 Sc.ten 8 . Wit A I. n s 3n G^nz.c nen 4 Akk Del lag ter 3 O Ö Pt.aliten Auchdan'teng Aachsolgcr Sttut- gart und Berlin — 3<2cr. dem A ezls ckrzäüiun- gen vertraut find, wird f.eubtg crttnn.n datz eine forgsurne Hand hier wfrllich ba» We ti-o Lie herausgehoben hat Da fetz.e.i nicht bic Or- zählun^en vom .Stummen Aalt Herrn" und vrm .Staltpsei er", b.e bereits deutf cs Gerne mut gctoortc.i ilnb. le ner zwei Prachtvo te Dauern- novel en. ron ed^üi e nkem Ernst bte eine, voll urwüch I c i Hum. r» bic andere. Wunde schön lllngt bic Sauimiung mit dem „Quar eil" au# worin die fanfre C:immune eine» tzairdischen
Sorm durch!cuch'.e!. das hat der Aerfafscr unter yenulung von Briesen unb Dok^m n n fesselnd dargcstcllt Tas 2^uch ist ein inte re Unter und tncfcn des immer selbstänb g n reu»pllen tirt i s der ber.^bmtrn *ran*6 >n . u rst wi vtig r Ae trag zur G.schicht« deut ch sr^n ö ifp r G i .e.kult-r. Dafi es auf vorur eilslreier 3 nuzung tx*.4>-
c schwer zuaür.aUchc Äccrdponb nz d r Frau tkm Sta l in deutscher Heb r^ vung bl tn. m,cht das Werk auch dem J>rschrr unb Ämn t w--r v ll. Tie gefällige Aussta tung unb dis zahlreiche, wenig bekannte Tondruck-Aildm-.t nai. drs k T. bisher unveröffen licht war. erhöhen den W<rt
Maila Talvio Die Glocke Ais den Finni chcn v n Ite.p il. TIjtIi Aöner ö7.' S t- ten 8 °. 3n ®an\teinen 7ch) Merk. Terlai Gc rj Wefierma n Drrunschw.ig Itn W 1b Han- Furn. 131 t b c c n Aoman w rb u ü ein cha- raklcrlstlfches Stück der bei uns b s cr kaum fce’a-nlen f nn fchen Literatur nibege. ra : I SS steck! in diesem Auch eine Gesta t irgSteall. Ha» lurnäbe unb Unm tlelbar e t tel Seh nl unb e» Denkei.s die in i rcr vollha I n (3 bundc h it bestechend w.rken Aus den f.nn schrn Tol.ft un heraus Ist d e er Aoman e -tstandcn Sprach u,d Anschauung Aalur unb Wen chen ha'»e' i "e ei;er.c Prägung D e Gc chlcht- von G n r t n r.i »ich! sich durch das Auch, die G-'fchia.te von Menschen, in denen Sehnsucht wohnt unb Krä te schlummern. Die Kirch ng ocke von Da kalärvl st baS Symbol ihrer Schn uch', aurlling.nb In er Gedur »stunde der Ttedlx t de» f nnilajen Del: s» — Ala.la Ta!vio, die Gemaalin des Skawo'ogea an b<r 11 n P.rit t in Hcls nfl. 3. 3 71.1 I wurde 167! in Süd.innlantz geboren Vehr junq.
Unb die find die Kirchen von Stralsund, wo e» sicherlich einmal mchr Kirchen gegeben hat al» Häusl r. man kann e» kaum begreifen. Da ist bic Marienkirche von Dsnabr.rf mit ihren vertvaschcnen unb Dcröinertcn Sanbstcinheiligrn, von denen nicht n.ehr viel ubria geblieben ist, und die Cicbfrouen- terchc von Munster, ungefügig wie ein Klotz, die sich damit bfpn-jci hat. auf einmal endgültig aus zäheren unb zu bleiben, wie fie damal» geblieben ist. unb darum mächtiger au »sieht al» manche onberc Kirche, die Ichkietzlich doch noch zu ihrer bescheidenen Spitze gekommen Ist. Unb da find bunbert andere Kirchen, von denen man bi» jetzt nicht» gewutzt hat. unb auch ]en( find natürlich dabei, brren Dächer end! ch ge- -l cki werben mutzten weil man ihnen da» Kupfer rreggrnlfrn hat mäbrenb be» Kriege».
Georg ist ein wenig cingcbilbet unb stolz daher- gekommen. Nun wird cr um so bclihtebener. sc mehr er zwilchen diesen Mauern unb Pfeilern hindurch, wanden, vor himmelhohen Länden stlhcnbteib' ba»
und durchbrochen, mit grotzen ylächen. ober aufge- tost in ein Spiel von llieretfen unb Bogen, mit füllen Dächern, die auf einem hcradfallen wie ein glänzende» Schneescld, ober freundlichen Helmen, auf denen die Störche nisten.
Die mutz e» in Deutschland ausfehen, wenn e» keine Kirchtürme mehr gibt?
Zögernd unb langsam acht er in die felthmc Stabt hinein, immer wieder darauf vorbereitet, biete» Gemäuer auf einmal verschwinden zu sehen w e ein Herbfincbel. tvenn die Sonne kommt. Doch bw Stab: oerichwmbet nicht fie bleibt, er hört seine Schritte zwischen den Ranben MVerhalten. E» ist nicht daran zu zweifeln, datz es fich um eine richtige Stabt handelt.
Die Turme stehen beieinander wie die Bäume in einem Laib. Loht hat er gcwutzt. datz in Deutsch, land viele Kirchturme zum Himmel aufaxiitfcn. Über ba» hat er fich doch nicht gedacht, datz cs einen ganzen Sato gibt, wenn fie fich alle nebenein- anberfieUen.
vielleicht find es nicht nur die deutschen Kirchen denkt er letzt, sondern die Kirchen ber pLmzcn Dell, vielleicht (mb alle Kirchen da» Dastehrn müde ge- worden und find ousgemanberi tn ihr Parodie*.
Aber e» find boch die deutschen Kirchen. E» ist nicht daran zu zwctfcln. Sie haben ihre besonderen Zcick-n unb Merkmale. Man kann sich mch! täuschen. Er erkennt Münster unb Dome, von denen er noch vor einer gctu kurzen Seite nicht hätte sogen können. datz er sie in seinem Leben fe gesehen habe. Unb nun we tz er doch auf einmal gar.x dcut'ich. datz er sie gesehen Hot. al» er früher durch Deutsch- land gewandcN tft. Man sicht nicht mehr al» man glaubt unb man behält mehr in (Ennnerurg als mR weitz. Da» merkt man. wenn bet rechte Augenblick gekommen Ist.
Do erhebt fich der Dom von Frankfurt, der so bescheiden stehen geblieben ifl in halber Höhe ohne eine Vollendung vortäuschen zu wollen. Do ist do» Münster von Ulm. hochgeschaffig abgestuft Do ist da» Münster von Freiburg, unb do find die Dome oem Denn» und von Egerer, die ganz anders aus- sehen Da ist auch das mächtige Münster von Regensburg an der Donau da» er noch ganz deutlich ■erung Hot wie e- bageitant
Hirte über der Herbe mächtig unb grotz, denn die
Ernst Moritz Arndts Briefe an eine Freundin Hcrausg g den v n E ich Gülzow Mi? 3 Bi dnflfen und e n-m Ar elf jf- simile in Lichtdruck. D n l.in ndan) 7.5) Mark. Verlag 3. ® Celia Ctutigari und Berlin — D'.c'e Briefe Arndts an <?t>arl9ltc von Kathen. Gattin eines Aüg n chen Ritter utsb f.her» un) Schwägerin Schic.ermachers. d e Ar-d' I3."4 m Gre f-veld kennengel rnt ha t?. >c g n den Sänger des Lied» vom .Golt, ber Ci en wachsen I st" von einer Seite, die den wen.gsten an thm b.« könnt lein bür te. 33 find Geständnis e eines zar prnti chen. te mm g u > ge i lfierz-n', O f.n- darungcn e.ncr Lied s r una cho t die st v in rü^r.nd-boldse iger W i c über et i b l s 3a is- bundcrl ungcichwacht bahi ispannl Hier 1>I Munk bet Seele von jener Art wie sic durch d..- B.i.fe Kügelgcns und Lubwia AichterZ schütt t und e.fl wer be vorliCge drn Br esc g le en kann fa n. botz er den ganzen Arndt kenne drn urdeut ch kernigen DoUsmann. dem edle Frauen ias innerste Meten b L c.cn. ‘93
— Gustav Frcnfsen Möwen und Mäuse. Grübeleien. Reue (folge; geb. tn G^mz. leinen 1 Mk ; Berlin (ttertag G. G:ote) — Die tnc Grübeleien", enthält dieser Band logebud>nrhqe yufvirtmunnen. ®rb nken Bilder. Ergebnisse, welche die Serie be» Künstler» heimgesucht. bewegt unb vesruchtet d den. Auch alle corgc um Deutschland und feine 'Zukunft spiegetl cr eindringlich zurück Immer sind es die groben Sachen unö (sroacn der Menschheit und bes Volkoevohle». die den Dichter bewegen. Helle Schlaglichter fallen aus Kirche und Sitte. Schute und Recht-p'!eae, Kunst unb Kunstwi Nung. (irensien überrascht wieder durch ihm eigene (Babe. Belt. Menschen unb Geschehnisse, frei von allem landläufigen kanoentioneUen Dähnen unb Meinen, anzusehen Biele dieser Gedanken unb Grübeleien sind Bausteine für ba» Hau» ber Zu- funft. 760
— Alfred Götze E,n fremder Gast, ^rau von S ael In Deutschland 1333 31. A ch Briefen und Dokumen en. 175 S it-*n P° mit 24 Bildern auf Tafeln. 3n Leinen 5.50 Ml. Berlag ber F rommannschen Buchtzandlung. Walter Bielermann. 3ena 1923. — 3m Winter 1803 04 trtii Krau von Stasi als Berchmnte und erfläre Seinbin Aapoleons ihr.- .-rstc, gr sie Deu'.fchlandreisc an. Sie entdeckt baS llaliifche Weimar Die gelstrnch-te Kviu ihe r Zeit chamk- •m im tn schnell tocri mni Br fen Grethe. Schiller. Wie!and. Gart August. 3n Berlin brrb sie am £>cNe der Königin Luise ti>'rm empfangen, unb in he Se'cMchost der Aadei der Kchte, Schleoel und ander t Gelehrt-r. Dichter. Männer und Srauen von Well eingcköhrt Wie Ne dieses wogende Meer deutlch'r Geistigkeit um die 3ahr- hundernvende mit Klarheit und in geschkiftener


