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Ur. 83 Viertes Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten)Samstag, 16. April 192Z

erbcblidx« Snterdk an bem Wohlergehen btdc« wichtigen InbufiriezveigeS. toärt aber ein Unglüd. wenn sich bie Dorgänge von 1925 in 192? wiederholen wollten. Die reelle Stein- inbufirle bat kein 3ntertffe an den übersetzten Preisen, die nur Veranlassung zur Deugründung unwirtschaftlicher Unternehmungen geben kann. Dic«e Unternehmungen werden bei c.nem natur­gegebenen Rückgänge der Konjunktur durch ihren unausbleiblichen Zusammenbruch einen an sich normalen Rückgang zur Krise machen, indem sie den Markt mit Ware überschwemmen und zu einer ungesunden Preislenkung Veranlassung ge­ben. Hierunter leidet dann erheblich die reelle, auf wirtschaftlich gesunder Grundlage bestehende Industrie, und mit ihr der CteinbrudMirbertet in Form von Arbeitslosigkeit und gedrückten Löh­nen. Aber auch der Verbraucher bat keine reine Freude an den zahlreichen neuen DerkchrSunter- nehmungen, die aus olden mehr oder wcn get unbekannten Vorkommen ein oft recht zweifel­haftes Material auf den Markt bringen und Ver­anlassung sind, bah eS dem Bauherrn nicht mehr möglich ist. eine Pflasterung mit einhdtllchem Material zur Ausführung zu bringen.

Ratürlich ist auch damit zu rechnen, batz die durch die Qrfabnmgcn in 1925 gewitzigten Bau- oercaltunflcn bei weiterem Anziehen ber Pflaster- preiie sich diesmal rechtzeitig nach Grsatzbauweifen umfehen. Menn auch der deutsche Teer bei feinem hohen Preise heute nicht mehr die Rolle im Straßenbau spielt wie in 1926, so ift wohl zu beachten, daß daS ausländische Bitumen im Preise nich« gestiegen ist. Zwar haben in 1925 und 1926 die deutschen Verwaltungen die Tkr- wcndung deS auS'.Lndifchen Bitumen- in Rück­sichtnahme auf bte nationale Wirtschaft vidfach ohne weiteres ausgeschlossen, aber bidei Ver­halten der deutschen Verwaltungen, daS ihnen bisher nationale Pllicht war. wird künftig nichck mehr dasselbe fdn wie bisher Vielmehr werden die Verwaltungen ernstlich prüfen müf'en, ob nicht gerade eine angemessene Verwendung von ausländischem Bitumen ihnen nationale Pflicht ift um b*.e Hart stein- und Teennduftde vor krankhaften Auswüchsen zu schützen, und ihnen ein gedeihliches Fortarveiten auf lange Sicht zu ermöglichen.

Zweifelsohne ist der durch ein Vorgehen im obigen Sinne btbir.gte Bezutz von AuSlandSware bedauerlich, um fo bedauerlicher, als bekanntlich einmal eingebürgerte Bauweifen sich nicht le-.cht wieder verdrängen lassen- aber bie<e Rachteile sind immer noch eher in Kauf zu nehmen, als

Dom Gemeindeverband Wieseck - Airen-Bufeck.

L. Rachdem am Mittwochabend der neue Dagen für die AutoomnibuS-Verbindung zwi­schen Wrdr«k. Alren-Buseck und Giehen ef-it- troffen tour. konnte am DonnerStagvormiltag der m der Zwischenzeit aut Verfügung gestellte Leihwagen an die Stadtverwaltung Hamborn zurückgegeben werden. Für den Frdlagoormit- lag harte die Verband-lcilung die Gemeindever­tretungen GDtdcdi und Arten»Vufecks jp einer Probefahrt eingrlaben. an der je ein Vertreter der liefernden Büssing-Werke und der Stunde- Knotr-A.-D. tellnahmen. Um die hauptsächlichste:. Faktoren einer eingehenden Prüfung bezüglich ihrer Zuoerlässigkett und Leistungsfähigkeit zu unterziehen, wurde eine Route in schwieriges Gelände gewühlt. Der Weg ging von 'Btdcrf Junächst nach Alten-Buseck. um die dortigen Teilnehmer der Probefahrt aufzunehmen, von dort nach Daubringen. Mainzlar. TreiS, Allen- dorf, Climbach. Beuern. Crostc-n-Bufeck. Alten- Buseck zurück nach Wideck. Die Strecke wurde trotz ihrer beträchtlichen und langen Steigungen leicht überwunden. daS Arbeiten des neuen MotortypS mit feinen sechs Zylindern erwies sich <vg vorzüglich. Die gleichen befriedigenden Ergeb- illsse konnten hinsichtlich der Kunze-Knorr-Sust- bnufbremk sestgestellt toerben, die unterwegs vorgenommenen BremSverfuche zeigten ein fo ' chercS Funktionieren diefeS für das Autowden völlig neuen BremSmittclS. daß das Fahren in folchvi Wagen als absolut gefahrlos bezeichnet werben kann. DaS die Fahrgeschwindigkeit ver­mindernde Bremfen erfolgte für die Fahrgäste fast unmerllich. Beim Gebrauch der RotbremS- ftellung konnte der in voller Fahrt befindliche Äauf einige Schritte »um Halten gebracht

Die Vorzüge dieses schnellen und sichere.. Bremsens konnten bei den angenommenen Vor­fällen (beim Durchfahren einer Ortschaft springt kurz vor dem Wagen ein Kind auS dem Hoftür: bei einer unübersichtlichen Straßenkreuzung wird ,m letzten Moment ein von der Seite kommende- Auto bemerkt) einwandfrei festgestellt werden. Auch hierbei erfolgte daS Bremsen weich und ohne wesentliche Belästigung der Fahrgäste. Auch auf stark abschüssigen Strecken erwies sich d.e Lustbruckbrem'c trotz des nassen und llitfchigen Zustande» der Stroben alS zuverlässig. Die leid» e Lenkbarkeit deS neuen Wagen» zeigte sich beim sicheren Rehmen der schmalen und meistens recht scharfen Kurven. Als besondere Annehmlichkeit wurde von den Fahrgästen empfunden, dost die norzügliche Federung deS Wagen» daS bei den sonstigen zweiachsigen Wagen fo lästige Schlagen und Stoben nahezu vollständig oermdbet Hin­sichtlich deS Karvffer edaueS wurden einige Wünsche vorgedracht. die noch ihre Erledigung finden fallen. 3n Anbetracht de» Zweckes, dem derartige Wagen dienen, werden von den Büfsig- trerfen Motore eingebaut, die trotz der hohen Pferdestärken niedere Tourenzahlen aukwdsen. Demzufolge ist nicht xu befurchten, daß mit diesen Wagen in die übliche Autoroferei verfallen werden kann, da die Hdchstgdchwindigkeit flch um 45 Kilometer bewegt

3n feinem Aeusteren unterscheidet fich der neue Wagen wesentlich von den beiden im Be­trieb befindlichen SeckSradwagen, obwohl er in der gleichen Elfenbctnfatbe gehalten ist. Der tiefer Hegenbe Schwerpunkt ermöglicht auch für ältere Leute bequemste» AuS- und Oinfteigen. Die Linienführung patzt fich der jetzt gebräuch­lichen eckigen und geraden Form an. Die Anord­nung der Sitzplätze ist in glücklicher Weise gelöst, fo bah genügend Raum für eine Reihe Stehplätze gewonnen wurde, die auherordentllch grohen Fenster schaffen einmal ein freundliches Inneres, zum andern eine gute Sicht nach allen Richtungen bei Fernfahrten Besonders vorteilhaft ist die Ventilation angebracht, die ohne jede Scläfti- gung der Fahrgäste vor fich geht. Für den Win­ter schafft eine eingebaute Warmluftheizung an- genehme Temperaturen, so dah wohl gelagt trer­ben kann, dah der Gemeindeverband Wieseck- Alten-Bufeck mit diesem Wagen daS vollkom­menste besitzt. waS gegenwärtig auf dem Auto­markt zu haben ist. Denn der fast vollendete An- und Ausbau der Autohalle vollendet ist. foll dem Vernehmen nach ein besonderer Streif Interessenten geloben werden, um d.esrn einen Einblick in die betrieblichen Verhältnisse de» iln- ternehmenS zu gewähren, welche» bei der pegen- tpdrtigen günstigen wirtschaftlichen Entwicklung eint gute Zukunft hat.

(Siebener Wochenmarktpreise.

ES kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt' Butler 170 bi» 190 Pfennig. Matte 30 biS 35. Stäse 60 bis 140, Wirsing 15 bi» 25. Weih­kraut 10 biS 25. Rottraut 10 bi» 25. gelbe Rüben 10 bi» 15. rote Rüben 10 bis 15. Sp.nat 20 biS 25. Grünkohl 15 biS 20. Feldsalat Iw biS 120, Tomaten 80 bi» 100. Zwiebeln 10 bi« 20. Meerrettich 40 bis S0. Schwarzwurzeln 20 b S 50. Rhabarber 20 bi« 25 Kartoffeln 7. Aepfd 20 btS 50. Birnen 15 bl« 20. junge Mahnen 100 bi« 130. Suppenhühner ICO bi« 130 pro Pfund. Eier 11, Blumenkohl 30 bi« 120. Salat 15 b.« 30. Sellerie 10 bi« 50 pro Stück: Radieschen 15 bi« 25 Pfennig pro Bund.

Lpielplan der teranffurtcr Ihcntcr.

Opernhaus Sonntag. 17 April: Turan» bot. Anf 7 Uhr Ende nach 10 Hhr. Monlaa. 18.: Parfifal. Anf. 5.30 Uhr. Ende 10 30 Hhr. Dien«, tag. 19.: Cavalleria ruSticana: hierauf: Der Ba­jazzo. Anf. 7.30 llbr. Ende 10 15 Hhr. Mitt­woch. 20.: Wiener Blut. Ans. 7 * Ende 10 Hhr

Donnerstag. 21.: Margarethe. 2 7 Uhr. Ende

nach 10 Hht. Freitag. 22.. Par.al. Ans. 5.30 H$r. Ende nach 10 Uhr. SamStag. 23 : Carmen. Ans. 7 Uhr. Ende gegen 10.30 Uhr. Sonntag. 24.: Duranbct Anf. 7 Uhr Ende nach 10 Uhr. Montag. 25.: Fidelio. Ans. 7 Uhr. Ende 9 45 Uhr. Schauspielhau«. Sonntag. 17. April: Faust 1. Te l. Anf. 7 Uhr. Ende 10.30 Uhr. Montag.

DieWasserreinigungsanlageimVolksbcrd

3n unterem Bericht über d e Entwicklung be» otabti I d)e n Soltebabe» tm Fahre 1926 (Biebentr Lnze.per Sr M vom Sonfcu. 11. Üpnl berichteten wir. batz bie tm Februar 1926 in verrieb genommene Filtrier» und Entkeimung», an tage sich weiierhrn vorzüglich bewahrt bade. Um unteren Lesern genaue Sustchlüste über d.ee flniage zu geben. Haden wie un» an die Leitung be» !?olt»babe» zweck» näherer Leusterung gewandt unb dort d e nachstehenden Darlegungen erhalten:

Da» Jabemafjer de» Bolksdade» da» in den »reifen der hiesigen Cinwohnerschaft zur Förderung der allgemeinrn Bolkraesundheit und sportlichen Ertüchtigung d'e vadesreudigkeit erwecken loll. ha, Joroerjroen zu erfüllen, bie In erster Linie in seinem üsthettsch einmanb* reien Aussehen und in seiner hygienisch juten Beschaffenheit zusammcngeiastt mrr- >en können. Dieje im allgemeinen Ontereffe an da» Laster eine» /»allenschwimmbade» zu stellenden Forderungen liehen sich im (Siebener Volk »bad trog weimaiiger wöchentlicher (Erneuerung de» gesamten Sassinwoster» früher nicht ermöglichen. Schon am zweiten lege erfuhr da» Schwimmwasser eine leichte Trübung, »i» gerade nicht zur Verbesserung seine» Aussehen» beitragen konnte. Auch in hygienischer Hinsicht konnte e» durchaus nicht ab einwandfrei bezeichnet werden, betr; g doch oft vor der Neu- üllung die Keimzahl bi» 500 000 in 1 Kudikzenti- meter. Bereit» nach eintägigem Besuche de» Schwimmbade» konnten in den abend» entnomme­nen Droben bart. coli in 1 Kubikzentimeter, am dritten läge sogar in 0,1 dzw 0,01 Kubikzentimeter festgestellt werden. E» konnte somit die Möglichkeit der Infektion de» Safier» und Der darin Badenden mit pathogenen D irindakterien gegeben werden. Auch die chemische Untcrudjung de» Master» ergab, dah nach 1Ztägiger Benutzung de» Bade» sich Ammoniak, salpetrige Säure, ferner gebundener Chlor alle» chemische Bestandteile, die auf Zer» setzung»prozesse bzw. auf organische Serunrelnigun» gen de» Lasser» hindcuten nachwcifen liehen.

ihnt ganz andere Beschaffenheit zeigte das Bade» waster nach dem (Einbau der

Filtration», und Lhlorierungsanlage.

Diese Anlage, die auf mechanischem und chemischem Dege eine Reinhaltung be» Wasser» her» beiführt, besteht in einer dauernden Umwäl­zung und Filtrierung de» gesamten Beckeninhalte» bei einer Leistungsfähigkeit der Pumpe, die einer täglichen nahezu dreimaligen Umwälzung entspricht, und in der Zusetzung einer kleinen Menge Lhlorga » (etwa 0.2 bi» 0,25 Gr. je Kubikmeter Wasser). Täglich zu Badezeiten, nutzer» dem drei- bie viermal wöchentlich nacht«, findet Im Volk5b..d bie bauernde Umwälzung. Filtrierung unb darauffolgende Chlorierung de» Schwimmwaster» statt.

Durch da» Filtration »verfahren wird da» Ladearafser ganz klar unb durchsichtig, dem srischen Wasser vollkommen gleichwertig. Selbst nach oierwöchentlicher Benutzungsdauer bleiben die Fugen der Plattenauskleidung fiel» gut sichtbar, wa» natürlich bei den Badenden eine erfreuliche Brfrie» bigung hervorruft. Da» so behandelte, durch die Um» walzung in dauernder strömender Bewe­gung gehaltene Wasser blei bl zwar rein, e» kann aber nicht verhindert werden, dotz sich wohl infolge von Koagulationen kleine Unsauberkeiten (Zusammenballungen. Fasern usw.) bilden, die von der Strömung nicht restko» mllgerifien und daher

vor Srtnebsbeamn am Margen bzw abend» nach Schtutz ber S-btui: miael» langer Beten der Ab- fauaeofmurg zugeschoben werden müssen

De Zugabe von Chlorga». da» neben starker keimtötender Wirkung die eigen- tchatt hat. organische Substanzen t'aulnie'ahrge Stoffe) unter Zerlegung in ihre Aufboustosfe zu zer­stören. gibt dem Laster gew ssermahen den Cha- ratter einer dünnen Desin'ektiondösung, die An» steckung»gesahren bzw Uebertrogung von Krankheiten au » sch11eh 1: insofern ist da» Äietzener Bolkebad sog r einem täglich neu- erfüllten aber nicht mit Üntketmung»anla^e ver­sehenen Bode überlegen. Auch die auvaeschiedenen hjrnftofie (des bei Kindern) geben nicht mehr in Fäulm, über. Die Bakterien im Unn werden sofort abgetetet. u^nb vom Urin, der außerdem in feine ümylbdlanbteile abgebaut wird bleiben nur noch geringe Mengen dhlomatrium übrig d e den Ba­denden durchaus nicht» schaden. Der schwache de» infizierende Chlorgeruch, den man mitunter beim Betreten der Schwimmhalle spürt, wirb übrigen» kaum störend empfunden, er wirkt im Gegenteil des­halb nicht unangenehm, weil er den bekannten sog. Badegeruch verdeckt.

Denn man auch durch die Umwälzung mit Fil­trierung und üblonerung da» Daster bei längerer mehrwi'chentlicher Beibehaltung hygienisch einwand­frei und durchsichtig erhalten kann, so sind doch dem Zeitraum de» Wasserwechsel» au» praktischen und ästhetischen' Gründen Grenzen gezogen. So erfolgt im (Bttfiener volk»bad durchschnittlich einmal monatlich eine fReufüllung de» Bas­sin». abgesehen von dem von den Badenden ver- planschtem Wasser etwa 10 Prozent be» Becken» inhaU», bd» jeden Morgen durch Frischwafier nachgefüllt wird.

Vie Unterseuchung»etgebnisse sind recht erfreulich und zufriedenstellend. Täglich wirb dos Schwimmwaster einer chemischen Kontrolle unterworfen: die Zugabe von (Ihlor- Ba» wird täglich so eingesteirt, bah ein aanj geringer ieberschutz von freiem Chlor hinter ber Umwälz­pumpe vorhanden ist und sämtliche Bakterien ab­getötet werden. Der Gehalt an Ammoniak und sal­petriger Säure ift selbst nach oierwöchentlicher Be- Nutzung be» Bade» nur in Spuren nachweisbar, wa» auf eine Zersetzung sämtlicher fäulniserregender Stosse unb organischen Verunreinigungen unb auf restlose Abtötung der in diesen Stoffen enthaltenen Bakterien durch Chlor hindeutet. Die bakteriologi­schen Untersuchungen werden in gewissen Zeit- abschnitten von dem Lhem. Untersuchungsamt für die Provinz vberhesten au»gesührt.

Zusammenfastend kann also festgestellt werben, dah die Filter- unb Chloranlage im Wietzener Volk»- bad einen sehr outen Wirkungsgrad erreicht hat und mit den geringsten Chlormengen eine d o 11 ft ä n dige Entkeimung de» Badewasser» bei gleichzeitiger Ausschaltung eine» wahr- nehmbaren Gerüche» ober Geschmackes sowie sonstiger schädlicher Nebenerscheinungen, wie Korrosionen usw.. erziest werden konnte.

Auch bie In bauernber Zunahme be» griff ene B a d e f r e u b i g k e i t zeigt zur Ge­nüge. bah hn allgemeinen da» Publikum bem Be» streben, den Badenden ein in jeder Beziehung ein- manbireie» Wasser zu bieten, sehr grobes Intereste und Verständnis errtgegenbrinflt unb die gebotenen zweckmäßigen Mahnahmen sehr zu schätzen weih.

18.: Alt-Frankfurt Anf. nachm. 3 30 Uhr. 6nbe 5.30 Ufcr. Der fröhliche Weinberg Ans. 8 Uhr. Ende 10 Lhr. Dienstag. 19 Zaust 1. Teil. Anf 7 llfjr. Ende 10 33 Uhr Mittwoch. 20.: Faust 1. XdL Anf. 7 llbr. Ende 10 33 Uhr. Donners­tag. 21. . Florian Vehcr. Ans 7 Uhr. Gnbe 10 H6r. Freitag. 22. Faust 1. Teil. Anf. 7 Llhr. Enve 10.30 Uhr. Samstag. 23.: Faust 1. Teil. Anf.

7 Uhr- Gnbe 1030 ilfcr. Sonntag. 24 : Faust

Wirtschaft.

Zur Geschäftslage

in der Hartsteininduftrie.

Dom heffifch-nassauifchen Dirtschaftöverband wird un« geschrieben:

Da« Jahr 1925 war für bie brutsche Härt­st eminbustrie ein Hauffc-Zahr Die Preise für Kleinpflaster kletterten von Tag ,u Tag in bie Höhe, schließlich wurden bi« 53 Mark für eine Tonne bezahlt, wahrend ein Prei« von 25 bi« 27 Mark angemessen gewesen wäre Der­artige Auswüchse in ber Preisbildung zeitigen natürllcherwerte ;mmct bedenN'.che Veglert- ersche.nungen, die bann bie unmiltdbare Ver­anlassung zu einem Zusammenbruch be« unnor­malen PreSgebäube«inb

3n 1925 fetzte infolge ber überlebten »reife ein förmliche« Orünbungifieber ein. ildxtall entstanden au« der Vosi« ber hohen Preise neue Brüche, die bet einer etwaigen PreS'enkung sofort zu«ammenbrechen Tnuf-ten. weil sie in­folge ailctlf. unwtrt'chaftlicher Reben« akrvren nicht wirtschaftlich arbeite-: konnten. Die Pro­dukt wn« kost en wuchsen erheblich, weil die ein­zelnen Werke fich die gelernten Arbeiter durch tmmer höhere Lohnancrbirtungen ge;enrettig toea- zunehmen suchten. Die Zustänbe würben schlley» sich unha'.thar.

Der Rückschlag trat in 1926 heftig ein. weil bie L trotzen unterhaltung«kf wichtigen bie hohen Pre.'e für Kleinpflaster nicht mehr zahlen wollten unb sich änderet Strahenbauweilen. vor allem dem Teer- und Ditumen-Strahcnbau. zuwanbten. Während der Teer un Frühjahr 1926 noch 6.25

zwischen bau! de« englischen Streik« biS 14 Mark b-.e 100 Kilogramm gc liegen. Die Folge ist, bah nun bie Sleinpreife wieder erheblich an- ziehen. Heute werben für Kleinpflaster schon 30 Mark für bie Tonne verlangt

Die deutsche Wirtschaft hat zweifellos ein

eine Wieberdolu: g bet liefen $kftT,,.rn in 1926. (kn sicherer Ausweg au« all k"de i Sch^ ertg« ten biete» sich nur in einer strafen Or^ant* fierung der Hartstetnindu irtc. e:>en!«dJ unter 2-,'a^ust der Teertndustrie Ob sich aber eine solche Organisation jetzt tn Zetche-i ste ^endee Ärr-unhur erzieien last: ertcheint nach den bi«» henken Erfayrungen zvelleldart

ee von ber (frantfarter Wetrelbe- b 6 r | e. Der Boden erstand hat beichlof'en ii ber

2' Apnl he tBeiretMork infolge Umba. len au»» fallen zu lassen. L» werden danach nur am 8* April amtlta.e Kotierungen vorgenommei

Deutschland i m Leltfchlffbau an zweiter Stelle '.lach den i-.'Vien Ormtltdun- gen über die Vage be» Weli-^baue» ift zu er» rennen, bah ertneuiicherweiie sich für die deutschen Werften em .lustragedest^nd ^e^nwörttg von Sn'»»< Brunoregiftertonn.-i ergi'. i. eme Zahl, die ldb*t den flnfen.) be» Zähre» r . >. in dem noch

Snntoreoiftertonnen übertrifft

Aa r11r u b <. LedenSverfiche» r u n o « b a n f A - E. Der rterfich7runü»> ^stanb hat tm Xbre 1926 eine Cidgerung um mehr al« 50 Millionen Mark erfahren Ende ISA war er auf mehr al« 319 Mill. Mk. gestiegen. Die Prämteiieinnahme tm Jahre 1926 Iktrügt 15 i Mill. b-.e gesamte Einnahme beS VetriebS- jahres 18 Mill. Mk Die Prämienrefervc hat einen Betrag von 14 , Mill Mk. erreicht Dt< Sterbrfälle erforderten 1 , IHiIL Mk. Der Heber- «chutz stellt lich auf 3 504 314 Mk. Davon fliesten fayungSgemüh 2 652 628.11 Mk. an bie E winn- reserte der Versicherten Ein Betrag von 851 887 Mark steht der O'.emralversammlung zur Ver­fügung iS« wirb beantragt, dem Kapitalreserve- fonb« außer den ihm innerhalb ber Rechnung zugesloffenen 240 000 Mk. den gleichen Betrag au« bem Heberschutz zu,zu weisen Die Dewinn- referve der Versicherten soll eine weitere, über den sayungsgemätzen Rabmen hinauSgehende Zu­weisung auS bem Heberschutz in Höhe von 335 638 Mk erhalten Au« bem Rest be« Heber- schusfeS soll eine D'.oibenbe von 12 Prozent be« Aktienkapital« verteilt werben.

Kirchliche Nachrichten.

Cvangei fttze Gemeinden.

Sonntag, ben 17. April 1. Osterfeiertag.

Dietzen. Stabtkirche. 9' ,: Pfr. Becker 11 Rin* bertirche tut hi- Markusgem. Pfr Becker. 6: Pfarr­vikar Hertel. Beichte f d. Konstrmanben der Btat- thäu«gein. und deren Angchortge. - Zohannc«- kirche 9 ,: Pfr. AuLfeld 11 >- inberkirche für die : t U > incr. Kirch­berg. 10. II: hrflige« Abendmahl für bie alten r von eiauknbcrfl. Rachm 1' ,. ?lachm. l'd: Moinllar: heiliges Abendmahl f. b. Alten. Lich. Kollekte f. d. -Vorschule. 6 üftcr- rnette. Stift »Pfarrer Schorlemmer.' ,1V: Stil isdechank Lenz imit feier!. Tedeumt. * 1,1: Kindergottesdlenst. 2: Stiftspfarrer Schorlemmer. Watzenborn» Darbenteich. Watzcnbom-Steinberg I: >Kirchen­chor). Garbenteich: 1 JO; anschl. Konfirmation«- beichte. - Wieseck. * 10: Pfarrer Havpl-Giehen. iFrauenchor). Opfer für den Ovancelifchen Dunb. 11: Ktnderlirche. 1 ,2: Beichte f. da« KonsirmationS- abenhmabl

Montag, ben 18. April. 2. Osterfeiertag.

(Kietzen. Stabtkirche. 9' ,: Pfarrvikar Wertet Konfirmation d. Matthäusgem. Fder de« heiligen jlbenbmabl«- 2: Vorstellung und Prüfung bet Konfirmanden ber Malku«gem Pfr. Becker. V: Pfr. Becker. Zohanneskirche 91',: Pfr Bechtols- beimer. 11: Kinderkirche f. d LukaSgem. Pfr Dech- tolsbeimer. 2: Vorstellung u. Prüfung der Konfir­manden d. Johannes- u. WUliargem. Pfr. Ausfeld, v. P arr^lfilt. Lchultyei». Kirchberg. Kon t- mation. Kollekte f d. Epileptifchen-Anstali Riebet- Ramstabt. - Lich. ' ,10 Sfisdechant Len». 2 Prüfung b. Konstrmanben. Watzcndorn-Dat- bentetch. Watzendorn-Steinberg: iO. tftanbibal Geihlen Dardenteich: 8 Konfirmation u bl. Abend­mahl. (Kollekte.) - Wieseck. 9: Feier Der Konfir­mation; im Anschluß Feier de» bL Abendmahl«. Opfer für ben KletnkinberschulfondS Dienstag, ben 19. April. ,3: Oster eter ber Kinbetlirche <Bei gutem Wetter im Wald.»

Katholische Gemeinde».

Glehen. Sonntag, ben 17. April 4'/, unb 7 Beichte.

Sonntag, ben 17. April. Ostet-Lonntag.

6* , Beichte. 7 Melle Kom bet Jungfrauen u. Hau<anacstellten. 8 Kom^ *3 Hochamt mit Predig.. 11 Messe mit Preb gt. 2 , Drfper m. Segen. 3 Versammlung b. Jungtrauenkon. rtgalion Grün­der g. 9 . Meste m Pred. Hungen. 8 Hochamt mit Predigt. Lich. 10 Hochamt mit Predigt.

Montag, ben 18. April. Oster-Montag

6 , Beichte. 7 Messe. 8 Kom.. 9 Hochamt mit Prebigt 11 MeNx m. Pred . 2 Andacht m Segen. - Grün erg. 9 , Meste m. Predigt. - Hungen. 6 O'teranüachr. Laubach. 10 Messe in. >)red. Lich. 7 , Hochamt n Predigt.

Olraeliti'chr Vemeivden.

Oft. Reltgionsgemeinbe. Cbcttesbtenlt tn der Synagoge ISj^an'a;/ Doi .'ag, bin 17 und Montag, den 18. April 1927. Sonn ag Pastah-^eft. Vorabend 8 morgen» 6 30 Predigt. Montag. Vorabend 7 15, morgen« 830. abtnb« 7.40 u. 8 10.

ottetbienft bet ist. Re!igion«gelellfchaft. Sonntag, ben 17. unb Montag, ben 18. Aprtl 1927.

Pastchfest.

1 Tag Vorabend 8 10. vorm- 8. Predigt. Rachm. 4. 2 lag: Vorabend 8 10. vorm 8. nachm.4.Feste«- ausgang 8 10. Wochengott es dienit: morgen» 630, abend» 6 30.

SmttieMraif e. .;cr te e. 1

1 r. Llewry br Bloch Üvlikanaoecheke. dabeant: i r Kockerbeck. *D

Tlcnton, den 18. April <2 Cfterlciertogi:

deL Dr. üJüiiler. br. Schäffer. Htrfchapotbeke. Zahnarzt: Dr. Metz^

DUNBOP-ISenmsSälle

nahtlos * pfropfenlos * gleichmäßig * dauerhaft * D. R. P. 439859