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Oer Grünberger Gastusmaeri

findet Mittwoch, den 19. und Donnerstag, den 20. Oktober d. J. In bedeutend erweitertem Umfange statt, und laden wir zu zahlreichem Besuche tm.

findet Mittwoch, den 19. Oktober statt. Oer Auftrieb beginnt morgens S', £fi>r und endigt 9 »Uhr.

und findet Donnerstag, den 20. Oktober statt. Oer Auftrieb beginnt morgens 9 Uhr

und endigt 10 Uhr. Eine beabsichtigte Dlehprämiierung muß ausfallen, da für dieses Mal die landwirtsthastskammer an der Beteiligung oerbindert ist.

Oie Reitervereine von Grünberg, Alsfeld und der Rabenau werden anschließend am Donnerstag, dem 20. Oktober, nachmittags 2 Uhr, aus den Diesen hinter dem Markte große reistportliche Vorführungen durch Damen und Herren dieser Vereine veranstalten.

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Der (Sriinberger Gallurmatkt

am 19. unb 20 Oktober

Äm kommenden Mittwoch unb Ponneretug (in bet her altberiihWiic Gallusmarkt In Ö r ü n berg statt, der seit etwa 450 Jahren befiehl, Rrtea, Revolution, Inflation unb Deflation uberftanben, so bank ber Rührigkeit derBürger,(haft In ben letzten fahren wieder an Umfang unb Bebeutung ge­wonnen hat Die» wirb befonber» auch von dem Diesjährigen Markte zu erwarten sein, ber am StUt- woch 6 d) w e I n e unb ÄrämermarM, am Donnerstag Rindvieh-, Pferde-undArä- mermaut, am Nachmittag Reit- unb Fohr- Wettbewerb bei ländlichen Reit- unb Fahr- Vereins Grünberg bringen wirb, lowie an beiben lagen die üblichen 'Bolfsbelufligungen. Neu ist die Pramienschau für reinge- züchtete! Vogelsberger unb Simmen­taler Rindvieh Mit Rücksicht auf diese Tier schau ist ble Gallusmarktverlosung erst am Freitag. Also olles in allem rin reichhaltiges Programm, das nicht verfehlen wird, feine An­ziehungskraft auszuüben, sofern derGallmarkt" überhaupt noch besondere Anziehungskraft nötig hat. Denn er lebt in der Vorstellung von jung unb alt alsdas Ereignis- im Jahre, von dem bas aanze Jahr über gesprochen wirb, auf bas sich alles freut und wofür olles aufs beste in Drbr.ang ge­bracht wirb Unb wenn bie in bie Ferne verschla­genen (Brünberger das ganze Jahr ihre Heimat nicht sehen, im Herbst erwacht bie Sehnsucht noch der Vaterstadt, der 3<juber des Gallusmorkts Zieht sie an mit unwiderstehlicher Gewalt.

.'Iber nicht nur für die Einheimischen ift der Gallusmarkt das grohe Fest, das Stelldichein und Wiedersehen. Den Bewohnern der Umgegend ist er c. irn 'eiben MosteUfts Grimmiger Gollmärft" zu zehen, «t dem Ichlichtritcn Bauers- und Arbeits- i :i Bedürfnis, der sich tagaus, togein redlich ob- müht unb nicht von seiner Scholle unb feinem Dorfe fortkommt, brängt auch bie Arbeit noch io lehr und fegt der Himmel auch Irine finsterste Miene auf. ör must einfach zum Gollmarft: die Abstostung des überschüssigen Hiebes, die Ausfüllung des Viehbestandes, die Anschaffung notwendiger Geräte und Artikel des täglichen Bedarfs wurden bis zum Gallusmarkt vertagt, dellen Zeitpunkt ge­rade für den Landwirt, und dos sind hier bis zu einem gewissen Grad auch die HoWhwerler unb Arbeiter, besonders günstig liegt. Denn bis Witte Oktober ist die Herbfternte beendet, man hat einen lieberblick über die Futtervorräte und kann danach seinen Diehstond einrichten: der Landmann hat auch nach benmageren" Sommermonaten wieder Geld in den Händen nnb kann an gröhere An­

schossungen denken, wofür im Sommer der Wam­men zu knapp war. Denn das alte Sprichworts ,»at ber Bauer Gelb, hat'» bie ganze Welt", noch seine Geltung Hot, so trifft es auf ben Golluimortt ui, wo Grünberg einmalbie Welt" ist. Durch bie Rührigkeit einzelner Firmen Hot der Besucher an- läßlich des Gallusmarktei auch Gelegenheit, ble neuesten ßausbaltungsaeräie unb lanbwirtfchaft llchen Maschinen zu sehen und manche Erfahrung mit noch Houle zu nehmen stein Wunder, dost eine schier unübersehbare Menschenmenge alljährlich zu siust, zu Wogen unb ent ber Bahn, ble eine ganze Anzahl Sonderzüge laufen läßt, nach (Brünberg hereinftremt. Und endlos ist die Rette von Fohr zeugen, bie am MiUwochmorgen auffährt zum Schweinemarkt, ber dem Züchter bie Gelegenheit bietet, feine Tiere, bie an Gegend unb Rlima ge­rn j^nt sind, unmittelbar obzuietzen, was für Ver­käufer und Säufer von nicht zu unterschätzendem Vorteil ist. Ganz besondere Bedeutung dürste dies­mal dem Nmdviehmartt durch bie damit verbun­dene Prömienichau jufommen Es ist dadurch mit einem gegen früher wesentlich stärkeren Auftrieb an Grotzoieh zu redjtfen. ber viel Sehenswertes bieten unb auch auf ben Umsatz von günstigem Ein- siust [ein wird

Für ben Dferbemorft, ber voriges Jahr <um erstenmal geholten wurde unb einen schönen An­fangserfolg borftettie trotz allerlei ungünstigen Mo­menten, steht diesmal e-n großer, mit Gros be­wachsener Plan zur Verfügung, Io dast die Mangel vom vorigen 3abre behoben sind und mindestens auf dieselbe pule Beschickung des Marktes $u rechnen ist Besonderen Zuspruchs werden sich auch e Vorführungen des Reit- und Fohrvercms er- t.-euen, an denen weite streife ber ländlichen Be- v Ikerung Intereffiert find

Ein guter Morktverlouf ist von größtem Inter­est, für die Grünberger Geschäfte unb die zahl- rc.dien flauSeute unb Händler, die sich zum Markte einfinöen. denn ein gut Teil des (Fri. 'es vom Vieh markt wird fofort weiter umaefetzt zum Erwerb von .naushaüungsaegenftänbr". stleidunacstücken, land- w-rtichafi'ich?n Geräten und Malchinen. Lchmuck- a,r,n<tönben MW Die Geschäftsleute haben leit langem vorgeforgt, und haben an ben Markttagen

Hand« c" 1 za tun, um bie stunben zu bedienen unb lebe Nachfror zafr leben zustell cn Ganz erstaun- sich sind oft die 5X ffern, die man bei gutem Markt, n.-rhuf über den llmlat In den Geschäften h?rt Nicht zu vergeben bie Gostwirte. Metzger. Bäcker, '.r die die 'laUusmartfage Gkoßkampfi^'e tm wahrsten Sfn-e bes Dörtes find D-e unebfebbare Menschenmenge, bie von frühmorgens an durch bie Stabt flutet, w ll nach bes Wahres Last und Müden auch einmal aufleben unb froh fein. Der Gallus- markt ist bie Gelegenheit, wo der fonst sparsame unb

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zurückhalteadc Landbewohner es sich auch einmal etwas kosten Iaht Cs wird aut gegelten, dazu man che Glos in luftiger Runde mit Freunden und Bekannten geleert; ble Ougenb unb nicht wenige 21 irr ichwmoen dos Tanzbein bis xum Morgen, ganz abgesehen von oll der Unterhaltung, bie die Schaubuden, Karussells, Feuersresier, Degenschlucker usw. bieten

Der einmal selbst bas Leben unb Treiben auf bem Marktplätze, in ben Straften, Löben unb Gast Häusern Grünbergs am (Bafiusmartte beobachtet bot. der wird verstehen, was gerade dieser Markt für Grünberg bedeutet unb warum er llch auch bei den Bewohnern der Umgegend einer solchen Be liebthcit erfreu' dem ist ferner begreiflich, bah bie Bürge-ichaft Grunbergs alles tut. um ihren®all markt" in feiner Bedeutung zu erhalten und weiter auszubauen. A. 6 e g b o I b.

Hessische Kirmes am Nordseestrand

3n TvilhelmShaven wurde in diesen Tagen von bem Heimatveretn der Hel­len und Heflen-Äaslauer in sSrntlichen Bäumen und im Garten des Tveriterchvlungs- hauies eine hessische stirme« geleiert, welche sich eines überaus guten D?*uches erfreut« Die lo fest an ihrer «chänen hessischen Arm-, hängenden Heften haben gezeigt, daß ihr schänrs Land auch 'chsne Fest feiert. 'Neben den Mit­gliedern mit hren Angehörigen waren Abord­nungen anderer Heimarnercine, sowie viele SreunN deS sangen Vereins erschr^en. die bn harmloser Fröhlichkeit recht gemütliche Stunden verleben burften. Dchon von weitem verbündet? rin tmt Glühlampen beleuchtetes Xton4raren!, deh hier etwas besonderes gefeiert wurde. Flotte Tein» und Äheinlieder aus einem Potpourri (langen dem Driucher entgegen. Der grohe ©aal unb die aut IDinzerstub. emgrrichtrie Veranda prangten tm Schmuck von TDeinlaub und Tan­nengrün. Bänderre.hen mit vieler, hundert Fähn­chen in den heMschm Landesfarbett. Aati- pflanzer. und Aumendckorativnen frrgicn für ^rnnmung tm Aaum. Am luftig ft er ging es in der 'Eir^eHtuhe her Hier hatte man ent Schänke auf gemacht, n der ron jungen Winze­rinnen der gute rheitcheftische Dein "'xn Fah kredertzt wurde, ©inr Kuchmdud« und ein Dürst- chmstand sorgten für festere Aahrung. 3n der .^uchenbude gab es telbtzverstündlich den belli- 'chen .Quetschekuchm" ©o ging es schon lustig her. ehe be Reihe der Sarbetungri begann. Sin paar .Konzertstücke des stark besetzten Vlrcich- LrchesterS gaben den Auftakt. Der Dvrfrtzetrde

des Verein- Fritz Mertz. begrfifite in treffen­den Worten die ericbienencit Sr betonte, dost der Verein lein Vestreb.-n darin hätte, die Hebe Heimat und ihre alten Sitten unb Gebräuche hochtzuholten. er bat Me Landsleute bie Heimat auch in der Feme nicht zu vergessen, und schloh frine Ausführungen mit den Dichterwvrten .Wer fr ne Hebnat kann vergessen, hat sie In Wahrsten nie besessen". Die nun folgenden Kirrncsfestsplele wurden sämtlich in brr färben- reichen Tracht der Hessen auagtfüfyrt Dio Spiele waren rine prächtig» Veri"mbildlichuna der hölli­schen Giaenart in Trachten und Gebräuchen. Frau Off ermann tanzte sodann einen 'Bauern* tanz in hessischer Landestracht Stürmischer Vri- fall folgte Al» D^.antznummer un toetleren Ver­lauf folgte d-r Sänger Srich Snael. Mit seinen beiben ihebem .3m goldenen Löwen war» zu St Goar'' und gibt nur einen deutschen Ahern" fand er becherte Aufnahme. Den Äb- schluh des ersten Teile« bildete ein hellllche« Lustspiel in einem AN. Was das Stuck anbe- Ä, so konnte man 'ich kaum eine trrrfunc«* re Tarinetung im Sinne hessischer Mundart unb Volksfltte btnfen. Der zweite Teil des Abends wurde mit dem vorgesehenen Umzug mit Mullk durch dm festl ch illuminierten ©arten cingeleitet Nachdem im Garten ein StucrtDerf ebaebrannf war unb die Musik »um ersten Tanz culßripidt batte, drängte Nch olle« tn'.ebr zum vrCcal too zwei auf besetzte Orchester mit Vlas- uib CtTtidjnrjrif zum Kimtesball auf» spielten. Per Wein vom AHefti sorgte dafür, dost alle« in fröhlichster Öttnrnnrng das schdne Heimatfest zu Ende feierte. Der junge, erst drei Aahre bestehende Ver<in tonn mit Stolz auf Me Veranstaltung zurückbflcken.

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Do« Amtßverkündigungsblatt Ar 73 vorn 14 Oltober enlbält Hegezeit für Aehwild Ärftatrur, von Hnfafian*eig<*n. Ausführung des ilrfunbpn'tempelge.eDe«. Statistik brr ötreiM und Absperrungen. <6^ gefwti der 1927. Da« Vertilge«

der Vsut'.auS. - ,^r/r,*rdnUpmg Watzenborn- Steinberg Die ©rInnung des ordeittlichen Lehrgangs an bm landw^rtschaftll.chan Schulen. Dienstnachrichter.

Tprechftunden brr Redaktion.

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