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Nr. 290 (Erftet Blatt
177. Zahrgang
Montag, |2. vezemder,927
Erich,,«, lOtzlch, 6*t* Soneiai» iU ,;<i«nagi
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II, b4 BM» 112 lBld)n‘i fti Drohimach- nAfnt l«)d«fr Sietz«»
Sietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
jrentotT^mtTmm. Dntf wifc verlsß BriN’IW« U*brr*liu-Bi*- „d Sirtibrederd H tilge ht »tetzrn. LchrtMeil»- um» ^efch^rtzrstr- $4>iftT0e 7.
*♦* i«)<i«ce |tl Hf ItfttniBBH MB #»■ Nach«m«4 »erbot, pmi tir i •* Mb» ttr lajrigcB »M 77 .nm Breitr onl'ch 6. ewemartw 10 Xrt**F,*""'5. t*» tt* blomeeii)cit<* von 70 n Breite 36 VklBed^nri » vH < betret abir«-
Dr JntM Wich veitgc BeeeBimoriH* Itr Pol'Hl [> Wtti) Coeee tir Jr«B<3rtB« l> f> Ibvnol; Hi Mn ubitqcB Irl (Frafl BlB*l*ei». tir ben In« jfiyBltil ÄBft hlDBtflW«, chartlich i«
provisorische Lösung des Wilnakonflikts.
Sin Dermistlungsvorschlag zur Beendigung des Knegszusiandes von Polen und Litauen angenommen.
• r«|, 10 Per. (DB.) Der DMff rleelb- rtlH< I« einet Ttodjifihung aal BorfdHag br» Br- richtet! lall, t». de« f-oBJnbl|*ni Auhrnmivifter», Bfflorrt» eo ■ Blokiand. lolgmbc tt n t - Ich! i« hu , a angenommen:
„Der Batferbunt etNStl. bafc brr t rltfl»)o- Ü«Bb jw.fdxn inxl BnigtÜbern bet Völkerbünde» 'jnerrrlnber 10 mH dem BrIH o«b mH dem . BödtUaben bet Bölkertzundefatzuna. durch dir CI- | lauen und Polen orbnnben find er nimmt Rennt nl» oon den kkrfidxn ttrfldrungen bes Pertrrtrr» fHauen», bah Cltanrn sich «U »Ichl I* 1 r 111 • j o 0 a a b mit Pole« br11nd11ch . b 11 rächte« und dah at|o ,milche, den beiden cSodern bet Zrieben beftet)L Der Rat nimmt Ienter ftrnntnl« von bro leirrtichen Crflorungen de« verirrtet, Paten«, bah ble pol«l|che Regieren g blt p o I 1111 d) r Unadhanqigkril und b I r territoriale Integrität ber R c p o b 11 f Clfonen anerkennt und voll- »tändig relpeftletn) mitd Der Rot empfiehl den beiden Rrplrtungrn. fobaid wie möglich direkte Verhandlungen au|$unrt)-nm. nm jur her IleUuna oon Belebungen tu qrtangen. die geeignet Und. iwlchev den beiden Radbbadlaaten „ba» gute (-Inoenrrh en. von dem ber 3rleben abhängk". 'IdjerjuOr’len und Nellt den beiden Parteien ble guten Dienste de» P5lferbunbes und feiner lechni- Idxm Organe zur versügung für den JaQ. wo wdb- renb der von Ibm rmploHenfn Perbanblungen ihre llnterftühunn ucn’ünldjt wirb.
Der Rat deschliehl. bah die B.fd)werde der lltoal- tdxn Regierung In betng auf ble vehanblnng oon Personen I H a ■ 11 d) e n Blute» ober titanischer Sprache, ble bk litauische Regierung bei ihrem Gesuch im tloge Hal. oon einem Äomller geprüft werde, bat au» dem amtierenden Raleprüllbrnlrn und zwei anderen von ihm zn deieidmenden Ra«»milglledem befiehl. Diese« Bo- mllev wird beaoltragt. dem Rat In angemessener Feifi einen Bericht w unterbreiten.
Der Rat beschlieht. dah im Falle eines Ärieg^ iwischen'allf ober einer derartigen Drohung bet GeneralsekreiSr de» Völkerbünde« aus da« Lrsuchen einer der beiden Parteien den amtierenden Rat»- präflbentrn und den BerIditrdlalter befragen kann, die dann gemeinsam die von Ihnen für notwendig erachteten Beiriedungsmahnahmen mlttetten werben. Vre Rat stellt sefi. bah beide Parteien sich verp lichtet haben, eine Unlerfnchnng be« VSike rbnnde» z n erleichtern und nimmt mH Genugtuung oon den Crflürunqen be» Vertreter» polen» Kenntnis, nach denen die polnischen Sknatsangehöripen. die unter da« Gesuch der Nlani- |d>eu Regierung fallen, ohne Schwierigkeiten nach polen larflrffebren können. ):ev Rai befchfieht. dah diese Resolution in keiner Weise die Vagen b.-rührt. über bk die beiden Regierungen Weinnngsveefchledenhelten baden "
3n ber furjen Mi »spräche erklärte Zalefki. dah er nn Flamen ber pc>i-:ichen Republik den Bericht und bk Lntfchliehung cmummt Dolde- marao fthnrnte nonwn» ber litauHdxn Regierung ebenfalls yi. Der Vertreter Bolen» ipred) allen beteiligten Bersönlichleiten feinen belonberen Dank au». 3um E«iih roonbte er sich an den ItMuilchen Ministerpraildenten persönlich, um Ihm für den Geist unb die ooUfommene ^ölllchkeii zu danken, mit denen tr bwk Hngelegcnbeit vor dem Rate be- gleitete Doibemaro» seinerkit« dankte dem poini- >d*n M mifter be» Be Hern für die höflichen Worte und fügte hinzu, er hoffe, dah die heutige 1‘öfimg. bk nicht kicht gewesen sei. yi einem guten Ende geführt weihen könne.
Die Snoariungen der Parteien.
Genf. 11. Dez (TDtTÄ) Der litauische Mi- nifterprölldent Doldemaras erflärte bei einen Pmlseenps^ng Tie 2u'Hebung bei Äricilju- ttandel sei das einzige Positive, deren Erbeutung darin liege, dah sie die verr^lichtung zur Eröffnung von Derhandlungen zur Lösung der bestehenden Streitfragen enthalte. Wal man erreichen könne, sein ein btoBl« lorilcher modus vivendi, wobei die Cb» lung der Dilna- unb damit der ganzen Grenz- frage der Zukunft Vorbehalten bleibe. Der Streit um diese Zragen werde also zunächst für eine gewisse Zeitlpanne ruhen. Die iehl im Dvr- dergrund behenden fragen feien rein prakii'cher und oortriegenb tvirtschaftlicher 2rt unb kdnnten am besten in direkten Verhandlungen und ohne Zuziehung Dritter gelöst werden. Die Haupt' auf gäbe der bevorstehend?« Verhandlung m sieht Woldemaras in der Herstellung einer Entspannung. die zunächst dadurch geschaffen werden sollte, dafi Polen die erfplgten Luswe.'ungrn von litauiichrn Staatsangehörigen aus dem IBlInagebiet aufhebe. Vorläufig «tuhe man sich auf Der prechungen. denen man aber Vertrauen entgegenbringen müsse, wozu er persönlich bereit sei.
Oer polnische Minister Zaleski erhärt bei beiderseitigem gutem D.llen werde sich mit ber Zeit eine Caae enrtötddn können, die eine Desamtregelung der beklebenden Streitfragen erhoffen lasse. 94 fr. felbfiver- fiändlich. dah nach dem langen Kriegszustand.
während dessen auch bi« DerkehrSm.ttel her*allen seien unb allo er# wieder aaigebaut werden mühten nicht alle» folort geregelt und praktisch durchgeiühri werden könne Polen habe den icbbalten Wunsch dah der S i f e n d a h n v e r- lehr zwischen Rowno und Wilna möglichst bald ausgenommen werd« und werde alle» tun um Litauen dabei enlgegenzukommen. Auch au* polnischer Seite verhehle man sich di« Schwie- riglctt und Langwier« gleit der bevorstehenden Verhandlungen nicht. Dach seiner Aulsafiung sollten aber di« von Woldemara» angesührten. mehr theoretischen vchwiengleiten ber praktischen Lehandlung dieser Fragen beiderseitigen guten Willen nicht im Wege sieben.
Aus demWege zurWelttevolulion
Bucharin predigt den Verfall der lapttaltfitschen Seit.
Moskau, N. D«z. (DB ) 8uf dem fommu- nistischen Barl«,tag d,zeichnete Bucharin In fei- n«m Bericht bw gegenwärtige «poche ai» eine Zeit be« kapltailftlfchen verfall«, ttr n>ic5 auf die Unrichtigkeit brr Anschauung der Sozialdemokratie hin, dah ein« Hero and rechen werde.
in der e» kein« Krieg« oetm und bw ®cgrn- fuhe zwischen den Ländern sich a u • g I« i d>« n wurden. In tturopa seien all« ttrscheitmngen be» beginnenden älter» rvahrzunehmen Da» Herz ber kapitalistischen Del! schlage iefjt in Amerika ttinzein« Ronjunrturtrrtiflfrunaen in tturopa. anr beispielsweise ber lvrrtschl.iilich< Wi'berausbuu Deutschland», feien nicht von entscheidender Bedeutung Di« wrrtichafliiche ttntmuflur.^ Deutsch- land» stohe aus unüberioindiiche Schwierig ketten, bte au» dem Dawe»k<an erwuchsen, tt n g l a n b . bu» «ich au« einer grasten Deitw-rk- ftatt m einen Rentnrrfloot verwandele mache einen tiefen wirtschaftlichen Rleöergong durch Mit bem au» Amerika entlehnten Gedanken de» tnöirftnelkn Frieden» könne tturopa feine ttr- folge haben. Hieraus roieberkgie Bucharin bk Ansicht der Opposition, bast die chinesische Revolution niedevgeschlagen fei. ttr erachte bi« koloniale 9 rage att bie vorn GesichlLpunkt ber »eltrerohmon wichtigste Frage und erklärt« 5um Schiust dast eine neu« 'ßbefe de» reooluho- nären fiumpse« an Hede und dast. wenn rtn neuer, impenolifkischer Ärwg entfiehen wende bi« Arbeiter- Hafk als organisierte leooluhonäre Rraft an treten werbe.
©er Veichshaushatt für 1928.
Eigener vrahidericht de» .Elestenee Anzeiger»^.
'Berlin, 12 Dez. 3n Wenigen Zagen Wird ber vom Aeich-rat nunmehr aenebmigh R« ch-- haushalttplan für 1923 im Acichstag zur Erörterung gelangen. Wir find heute in der Lage, aui bem in feinen groben Zügen bereit« in die öffentlich« Erörterung gelan-ten Budget einige Angaben zu machen b: ich befand rs auf dir 3er- lchicdungen gegenüber dem tttal für 1927 beziehen. 3m ordentlichen HauAhalt zeigt sich ein Anwachsen der vorge'ehenen Einnahmen unb 'Ausgaben von 8650 auf 9356.4 Millionen Mark, im auherordentlichen ein« 3et- mtnberunq aus beiden Selten von 4i6J auf 146^ an ntonen 3n bie'er Summ« sind enthalten: 1247,2 gegen 898 7 Millionen für Repora- tivn-zahlungen, d h der Haushalt ohne bie Steigerung der Oiepor-t vnSzahlungen ist nur um etwa 19 Millionen höher al« der vorjährige. Zieht man Steuerüberweilangen und 'Re^ara- tionszablungen ab. fo ergibt sich eine Verminderung b*r gesamten 3u«;aben um 3^5 9 Millionen von benen 56.4 aus ben ordentlichen Haushalt, ber Qieft auf ben austerordenllichen entfällt Die Lumme der inneren Kriegslasten steigt von 198.2 aus 209.8 Millionen.
2m stürNen gewach'en sind bi« Steuer- Überweisungen an bie fcdnber, nämlich von 2892.9 auf 3217.8 allo um 324.9 Millionen am stärksten vermindert ist der Poften der einmaligen 2u «gaben tm ordentlichen Etat, nämlich von 629.1 auf 452 3 b h um 376,8 Millionen. Unter ben Hinnahmen be« austerorbe tliäien Haushalts ist bei Wegfall ber vorjährigen S.nnähme oon 466.4 Millionen aus bet 2rtlr.be eine flhwna^me oon 146 3 Millionen aus verschiedenen 2 ü d - Zahlungen zu verzeichnen aus ber Verwendung ber Mittel ber trerte'dxif’enben 2 rbeits- lofenfürlorge. aus einem Darlehen an die 'Reichsbahn-Gesellschaft unb aus
Uedetfchüffen bes Rechnungsjahres 1927. Vei ben einzelnen Kapiteln des ordentlichen Haushalts interessieren folqenbe 2uogab«n- erhöhun^en gegenüber bem Gesamt soll für 1927 beim Veichsministerium für Ernährung unb Landwirtschaft eine Srhöhung ber Ausgaben zur Zörderung der landwirtschaftlichen Erzeugung und zu wissenschaftlichen Arbeiten um etwa 0 5 auf 3 Millionen, desgleichen beim Reichsoerlehrsm. ineitum eine Erhöhung bes Äonbd für willenfcha'tlich« und aUo«m«tn- wirtschastliche Zwecke bei Luits ah rwesens um rund 11 auf 19 5 Millionen. Vei ben einmaligen 2usgaoen erhöhen sich beim Reichs- wirtschaftsmintfterium bk Kosten ber ttnquet« um runb 1.1 aus 1 43 Millionen, diejenigen der Statistik um 0.8 auf 1B Millionen. Zahlreich« Mehranforde-ungen sind auch für Instandhaltung unb Versteilerung ber Verkehrsmit- tel, besonders der Was c^wege entstanden. 3m aufiervrdentllchen Haushalt sind für di« Vollendung des MiNellandkanals ungefähr in vor- 'ährixer Höh« 24.5 Millionen angdorbert, für den Ober—Spre^konal 1 49 Millionen.
Vullchluhreich ist weiter eine Vellage, aus der sich ber Stand ber rückst Sndigen unb gestundeten Steuern. Zölle und Abgaben am 1. Oktober ergibt. Ihre »etamtfumm- betrügt 611 902 142 Mark, davon gestundet 310 695 388 Mark oder etwa 4 Prvz. des Dekamtlvlls an Steuern und Abgaben. Die grösttrn VetrSg« stellen bet bi dm Rückständen die ttmCommen- st eu er mit fast 200 Millionen, bi? Äbrbrrldrf•«- steuer rml 49.2. bi« atlgmieine Ilm iah st euer mit 25.8. Ne Vermögenssteuer mit 48,5. die ttrb- schcrsiSsteuer mit 57. bi« Ddellschaittsteu-r mit 25 und bie Obkigationensteuer mit 34.4 MllIonen, unter den Zillen unb Verbrauchdibgaben steht tne Tabaksteuer mit 58.3. btt Zölle mit runb 30 Millionen obenan.
Sie Mhrenischädigungen vor dem Reichöiag.
Berlin. 10 Dez «VDZ.1 Xtf der Zage*- orbnung steht bet Vemcht des Unttrfuchungöaus- «chufies. der sich mit den 'Ruhrentschäbi- gungen für den 'Bergbau des befehlen ® «bitte* de'chättigt hat. Aach Aufgabe k-es passiven Widerstandes und nach bem Zusammenbruch der deutschen Währung waren auf frrunb eines Vnestvech'ris zwilchen bem da- maligen Reichskanzler Dr. Skresemann und bem Droh industriellen Hugo Stin nes den Bergbau industriellen des deschten Gebietes als ®nt1d>SMgung 7 15 Millionen Reichs- mark gezahlt worben. Diese Zahlung, von der der Reichstag erst später erfuhr, hatte zur ttinsthung des varia ment arischen llnter'uchungs- aus chulles geführt. Der Aüsfchuh erllärt in seinem Bdchlu*>. dah in der ohne Wissen des Reichstags vorgenommenen Gablung eine objektive Verletzung des Stat- rech!s des Reichstages Der*.iegt An den Auhr- kohlenbergbau seien zwar keine Dovvekzahluryn. wohl aber He berzahlnngem in erheblichem Umfange erfolgt, deren Höhe mangels genauer Unterlagen nicht festgestellt werden könne. Di« Bergbauir.dustmellen seien auch wesentlich gün- stiger bebanbrit worben als di« übrigen durch di« Auhrhefetzuna Defchö: igten. Der Aus- schuh bezeichnet es 'chliestlrch als crwün»chr. bie der Vrvhinbustrie gewährte Vegünstigung durch ausreichend« Entschädigung der ge- I db ä b i g t « r. Arbeiter und Angestellten und des Mittelstandes auszugleichen-
In Verbindung mit bem Aus'chu^erüchk torrrmt eine von ben Äoenmxniftrx nnybre^t
Interpellation zur Beratung, in der die Siegle- rung gefragt wirb, wann sie dem Wunsche des Aus'chusfes nach ausreichender Sntfchädigung der ge'-chäbigten Arbeiter und Angestellten unb des Mittelstandes «ridlich nachkvmrnen welle. Die Rommun'sten beantragen weiter ein« Aenderung t-es Aus'chuhantrags. in d« , es heiht: D,« für dielen urrgeheurm Skandal in erster Linie ver- anrwrr-l che-> Reichskanzler Ctref «mann und Hart find wege.i der Verletzung des Etatsrechts des Reichstags unb ungeheure Verschleuderung von Aeichsgeldrm an tle Ruh rin dustriel- len vor den Staatsgerichtshol zu stellen. Die 715 Millionen sind wieder einzuziehen.
Abg. Limberh (ö.)
erinnert daran, dah nur durch einen Zufall bekam-.! geworden kn. In welchn Well« im Jahre 1923 bie kleine Schicht der V?rginbustr^llen ben übrigen 7.j-rprfället-n geg-nüber bevorzugt worden seien. Dies fei am wenigsten an- gebracht gewesen bei jenen Vera>7idustri'llen des Ruhrgebiets bie alles g—.an hätten damit es Sr Vuhrbeietzung tarn. Sie hätten pianmähig
e von Erzbrrger unb Aztchrnou vTrsucht« Ver- stänknguT'gspoltt k lab» irrt Stinnes habe
geradezu der Stabilisierung entgegengearbeitet, we-1 er dtirch bie Inflation riefige ®eünnne erzielte, bie er zum g rost en Teil tm Ausl arid an! egte. Siemes habe auch mit aller Energie ben lant^svrrrötrriich n CNbanfen einer Aeichszerfchlagung. emer besonderen Auhrprovinz, vertreten. Jetzt sei es notwendig, einen Ausgleich pi schallen durch gerechte
Entschädigung brr Arbeitnetzmer imb des gew-rb- lichen Mittelstandes
Adg. von £mhcincr*2Bi(0ou (Du.) meint, d.e « i n | e 111 g c Darstellung des Abg. VimbcrB tersetze bei den j<Dtgen Auseinandersetzungen über bie Xepurationllrage Deuilch- lands (begner in eine günstige Vage Der svzial- denwlralilche Zraktionsvorsltzende Müller-Zran- ken habe seinerzeit eine weil objektivere Darstellung gegeben Schon im Aovember P22 habe der deullchnationale Helfserich vorder wachsenden Inllatlon gewarnt unb wertbeständige Steuern gelordert. Der sozialistisch onentiertr Vergarbeiterverbano bal< selbst von der 'Regierung damals eine Entschädigung an dl« Bergindustrie für bie Wieum-Vasien g e I o r b e r t unb der damalige sozialdemokra- ti1d>e Reichsinnenminifier Colima nn habe der Entschädigung zu gestimmt. . (Hört, hörtl rechts ) Racbber sagten ble so'ialdemokratlichen Minifier. sie seien sich ber rechtlichen Vedeutung dieser Ding« nicht bewuht gewesen. Wenn bie epMalbemrtraien Minister in bi« Regierung sandten, die solchen Anforderungen nicht gewachsen waren, so ist das ihre Sache Die Feststellung des Ausschusses stütze nicht ble Vc- Häuptling, dah die Ruhrinduslrle sich aus Rotten des Reiches bereichert habe. Diese Industrie hat ober im Enlsch-.d gungsverlahren vermöge ihrer stärkeren Organisation eine Vorzugsbe- Handlung erhalten gegenüber den anderen Deschädlgtrn. ble auch schwer aelltten haben. Di« geschad'gten ®ewerbetr«ibenben sind noch nicht ausreichend entschädigt und Ile leiden vor allem unter der schleppenden Durchführung der Entschädigung Wir erwarten von der Aussprache den Ersolg bah nun auch die moralischen Verpflichtungen des Reiches gegen bie übrigen wirllcha'tllch schwächeren Ruhrgeschädigten voll unb schnell erfüllt werden
«6g. (fffer (3 )
spricht ble Hoffnung aus. daß ein gründliches Studium des umsangreichen Austchustberichts ben dernaaogtlchen 'Behauptungen von e n m .Ruhr- Panama" und von einem Ries engeschenk an bie Ruhnndustn« ein Ende machen werde Heute sei in den weitesten 5tteilen bi« Erinnerung verblaht an ben passiven Widerstand int Ruhrgebiet unb daran, dah damals alle Vewohner des Ruhrgebietes ohne Unterschied brr Partei und des Stande« ihr« Esistenz auss Spiel setzten in dem 5tamplc gegen bie Unterdrückung Damals sei es ein Cbebot der Selbstverständlichkeit gewesen, bah ber Verginbustri« bi« Sach- lleserungen ersetzt werden Bu‘ln. auch im Interesse der 'Bergarbeiter E n« gewifie Ucbrr- zahlung sei bei ber Ruhrentschlb gung nicht zu vermelden gewesen Der dunkelste Punkt bei der ganzen Sach« sei ber Umstand bah hier dem Ruhrbergbau eine Vorzugsstellung «in- g«räumt wurde Erst durch die Bemühungen des Ausschusses lei eine Milderung der Harten erreicht worden Irohdem sei noch c'ne ri.l-n- groh« Unzufrieden Helt übrig gebl eben, vor allem in ben Kreisen des gewerblichen Mittelstandes Di« Arbeitnehmer haben für die Durchführung bet Verträge grobe Oper gebracht. Die auch ent'chäbigt werden mühten.
Abg. Winnefeld (D. D. p.) weist bie Angris « zurück bie Abg Limbertz Äegen Cllnnet gerichtet hat Stinnes fei nveswegs als Urheber der Inflation z bezeichnen Er habe olelmehr an ber ®«fan- dung der Wirl'chaft gearbeitet. Veim A uruch kes pa s oen Wide-ltandes habe die Micum es abgelehnt, mit der deulfd-en Regierung zu verhandeln Das deutfch« Volk muf e darum den Führern des Ruhrbergbaues ban.bar dafür sein, dah he in die Vreich« sprangen.
Abg. Dietrich (Dem.)
< rflärt. bk Vorzugsbehanblung bet Ruhrindustrie lei durch bie Untersuchungen des Ausfchuf eS erwiesen. Der Ruhr nv uhtte feien im Eeger.fatz zu allen übrigen Ee chädi,tcn Mehr- beträge gezahlt worden, während der Dauer der Micumverträge wurden bie Äohlenpreife hoch gehalten, währenb die Löhne und Gehälter gelenkt wurden. Als unrecht muhte e« empfunden werden, dah der Rubrbcrgbau von der Regierung ohne Kenntnis des Reichstages 715 Millionen bekam zu einer Zeit, in der allen übrigen ©e’^äbigien getagt wurde, sie könnten nichts bekommen weil das Reich kein Geld habe. Der RechtSanIpruch bet Ruhr- industriellen. der fich auf den Vf.e wechsel mit Dr. Ctre<ernenn Itüge lei recht zweifelhaft. Unter allen Umständen lag aber eine gröbliche Verlegung kes Starrech'.s des Reichstages vor Vei d e er Ruhrents Ldigung hat fich w eher einmal bie ger-a.t ge Machtstellung gyetgt, bie die LchLerind-str-.e'lenkonzerne in unserem Staate haben. Immer wieder versucht bie Schwerindustrie ihr« Macht be: Rcgierung8gen?a*t entgegen* zustellen ober die Regierung unter ihren S 'stutz zu bringen. Dageger. muh sich bas Volk zur Wehr kten. — Wellerberatung Montag.


