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Nr. 56 Viertes Blatt

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen)

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Samstag, 12. Februar (927

Wirtschaft.

Au^enlzandelsdilanz.

Don Dr. Karl Klein.

Dos Jahr 1925 hatte eine starke Passivität der Handelsbilanz mit 3<3t) Millio .en gearacht. Dem- Gegenüber hat im Jahre 1926 das Zurückbleiben der Umfuhr um 2478 und die Steigerung der Ausfuhr um 1020 Millionen ziffernmäßig beinahe einen Aus­gleich geschaffen. Bei 99J) Millionen Einfuhr und 9818 Millionen Ausfuhr ist nur noch ein Einfuhr­überschuß von 132 Millionen geblieben. Die Statistik der Außenhandelczisfern enthält immer fast unver­meidbare Fehlerquellen, die zu einer Ueberbewer- tung der Einfuhr und einer Unterbewertung der Aus- fuhr s-hren. Außerdem gibt es immer eine gewisse unsichtbare, nicht erfaßbare Ausfuhr. Infolgedessen muh eine tatsächliche wenn auch geringe Aktivität der Handelsbilanz für 19-6 angenommen werden.

Es ist ober zu untersuchen, ob dieses tatsächlich giinftiae, äußerliche Ergebnis der Ziffern des Außen- hatwels bei näherer Betrachtung eine derartige Be­urteilung auch rechtfertigt. Bon bet Minderung der (Einfuhr sind 441 Millionen auf Minderung der Einfuhr von Lebensmitteln und Getränken, 1287 Millionen auf den Ri ckgang der Rohftoffeinfuhr und der Rest auf den Mindereingang von Fertig­waren zurückzuführcn. Die Einfuhr von Lebens- Mitteln und Äetränien hat um 11 Proz, die von Rohstoffen um 20 Proz. und die der Fertigwaren um 50 Proz. abgenommen. Die Einfuhr von Le- bensmitteln ist demnach verhältnismäßig am we­nigsten zurückgegangen. Mit 912 Millionen Mehr- betrag geht sie noch um 35 Proz. über die Einfuhr des Jahres 1924 hinaus. Die Minderung der Roh- Sfeinfuhr um 20 Proz. gegenüber der stark or­

ten Einfuhr des Jahres 1925 wäre an sich nicht enklich. Es kommt jedoch hinzu, daß ein großer Teil des Mindereinganges von Fertigwaren hier an- gefügt werden muh. Bon 683 Millionen Minderem- fuhr von Fertigwaren' find 317 Millionen der We­nigereingang von Garn aus Wolle und Baumwolle. Zum großen Teil sind diese zur Verarbeitung und Weiterverarbeitung für die deutsche Industrie be­stimmt. Der Rückgang der Einfuhr aller zur Ver­arbeitung und Weiterverarbeitung bestimmten Stoffe ist also doch ein ziemlich erheblicher. Da das Jahr 1926 eine erhöhte Erzeugung gegenüber 1925 und besonders 1924 gehabt hat, so dürfte die volks­wirtschaftliche Inventur einen Rückgang der Vor­räte aus bem Auslanb bezogener Verarbeitung^- ftoffe unb bamit eine Minderung des scheinbar so günstigen Ergebnisses der Handelsbilanz darstellen. Weniger eingeführt sind an Rohseide für 36, Wolle für 50, Baumwolle für 288, Flachs für 65, Bau- unb Ruhholz für 126, Felle für 22, Kautschuk für 56, Eisenerze (bei erhöhter Eisenherliellung) für 46, Kupfer für 110 unb Blei für 35 Millionen. Abge sehen von bem schon besprochenen Minbereingang von Garnen mit 317 Millionen ist bie Mindereinfuhr von Fertigwaren hauptsächlich auf ben geringeren Einkauf von Geweben mit 206 Millionen, unb zwar aus Baumwolle 142, aus Wolle 37 unb aus Selbe 27 Aurückzuführen. Bei ben beiben ersten Posten macht sich stark bie infolge bes englischen Kohlen- streiks Dcrminberte englische Wettbewerbsfähigkeit unb bei Seibengeweben bas Nachlassen bes fron zösiichen Valutabumpings gcltenb.

Einzelne Posten ber Lebensmitteleinfuhr ftnb ge fliegen, so bie Einfuhr von Weizen trotz ber guten (ietrelbeerntc bes vorhergehenben Jahres um 113 Millionen, wovon 21 Millionen burch erhöhte Aus­fuhr ausgeglichen werben. Die Einfuhr von Roggen hat günstigerweife um 33 Millionen abgenommen unb bie Ausfuhr sich um 21 Millionen gesteigert. Der Salbv ber ganzen Brotqetreibeein- unb -aus- fuhr hat sich alfo um 38 Millionen verschlechtert. Die Einfuhr von Gerste ist um 104 Millionen ge- fliegen, wahrenb bei Hafer eine Senkung bes Ein­ganges um 40 Millionen eingetreten ist. Die Ein- fuhr von Mehl ist zwar um 114 Millionen Hurück- gegangen, beträgt aber mit 45 Millionen immer noch bas Neunfache bes Jahres 1913. Umgekehrt hat sich bie Mehlausfuhr um 42 von 70 auf 28 Mil­lionen ermäßigt, gegenüber einer Ausfuhr von 106 im Jahre 1913. Unter ungünstigen Zollverhältnisten leibet auch immer noch bie Zuckerwirtfchaft. Die Einfuhr ist zwar von 45 auf 15 Millionen zurück- aegangen. betrug aber im Jahre 1913 nur 0,9 Mil­lionen. Die Zuckerausfuhr ist zwar von 50 auf 60 Millionen gestiegen, im Jahre 1913 betrug sie aber 266 Millionen. Die Einfuhr von Fleisch unb sonsti­gen Dieherzeugnissen hat sich um 167 Millionen gesenkt, was wohl erfreulicherweise eine Folge ver­stärkter inlänbischer Erzeugung sein wird. Auch bie Einfuhr von Wein hat infolge ber Erhöhung von Zollsätzen um 36 Millionen abgenommen. Von ber Mehrausfuhr von 1020 Millionen entfallen über 700 Millionen auf erhöhte Rohstoffausfuhr, bie sich somit sehr stark um runb 45 Proz. vermehrt hat. Hiervon sind 473 Millionen die Mehrausfuhr von Steinkohlen, Ko?s unb Preßkohlen, also ohne wei­teres auf ben englischen Kohlenstreik zur« ckzusühren. Auch bie Erhöhung ber Ausfuhr von Eisen mit 28 unb von schwefelsaurem Ammoniak mit 27 Millionen dürfte eine Folge dieses Streiks sein. Eine Folge desselben, allerdings auch des Aufhörens des franzö­sischen Valutadumpings dürfte auch die Steiaerung der Ausfuhr der unter Fertigwaren ausgeführten Eisennrodukte mit 130 Millionen sein. Zweidrittel der Mehrauefuhr sind also diesem vorübergehenden Zustand zuzuschreiben. Umrekehtt hat er sich auch in der Minbereinfuhr, besonders in der von Stein­kohlen. K"ks unb Vreßkoblen mit 85 Millio"en aus- gewirkt. Da bie Ausf-Hrftatistik nur die offiziellen Kahlenvreise berücksichtigen kann, wirb gerade bei den Ziffern ber Kohlenausfuhr bie natürliche Un­terbewertung gegenüber ben Preisen bes Hohlen- hirbels besonders ben Uebcrpreifcn bes sich in diesem Falle dazwischen schiebenden unregelmäßigen in Betracht kommen. A"ch bie deutsche Schiffahrt hat Rutz n aus der erhöhten Koblenversrachtung gezogen. Alles in allem wird man bie Verbesserung durch den enolischen Kohlerstreik auf beinahe eine Milliarde schätzen können. Der wichtigste Ausfuhr­posten, der von Fertigwaren, ist von 6626 auf 6968 oX-r um 3'2 Millionen, also nur um 5 Proz. re- stiegen. Wie schon aiisaesührt. sind etwa 130 Mil­lionen davon auf die Wirk'ing des englischen Koh- lenstrciks zurückzuführen, so daß die Vermehrung

der Ausfuhr von Fertigwaren auf bem Dege fori- schreitender natürlicher Steigerung nur 3 Prozent beträgt.

Die eingehenbe Betrachtung ber Umsätze ber Außenhandels zeigt also, daß ein wirtlicher, nicht bloß vorübergehender, Fortschritt nur in geringem Maße eingetrcien ist. Troz aller Rationalisierung unb damit Erhöhung ber Wettbewerbsfähigkeit ist eine Steigerung bes Absatzes von Fertigwaren nicht in irgendwie erheblichem Umfang eingetreten. Auf bem Wege erh.h er Produktion für bie Ausfuhr läßt sich also kaum in nennenswertem Maße ber Ar­beitslosigkeit steuern. Die Hebung bes Inlandmarktes unb ber Ersatz von Einfuhr burch inländische Er- zeugung bürste hierfür boch immer noch der gang­barste Weg sein.

Börse unb Geldmarkt.

Die vergangene Woche hat endlich ben lange erwarteten Umschwung an der Börse ge­bracht. Wenn auch kein schwarzer Laz zu ver­zeichnen ist. so ist eS doch augenscheinlich mit dem Haussetaumel gründlich vorbei, und die Baisse-Spekulation scheint sich berei'.s in ihrem Fahrwas er au fühlen. Eben'owenig W.e vorher durchschlagende Gründe für die Hausse vorhanden waren, ebensowenig l egen auS ber Wirtschaft jetzt Momente vor. die Anlaß zu einem beson­deren Pessimismus geben. CS handelt sich eben um eine ganz natürliche Reaktion Das große Publikum will seine Gewinne in Sicherhe'.l brin­gen und sieht dabei, da die'er Wille allgemein ist. bereits wieder einen Teil dieser O.to nnc schwinden. Wenn trän überhaupt von einem An­laß reden kann, so ist eS das Ergebnis ber Auf­legung ber Reichsanleihe, bas burch- aus nicht ben Erwartungen zu entsprechen scheint. Es war vielleicht boch etwas voreilig, bereits jetzt zu einem 5prozentigen Typ zurückzukehren, zu einer Zeit, wo noch höher verzinsliche feste Anlagen in Fülle zu haben sind. Die größte Un­sicherheit bringt aber die Ungewißheit. waS m'.t bem Gegenwert der Anleihe zunächst geschehen Wird, ob er bem kurzfristigen Gelbmarkt noch eine Weile zur Verfügung bleibt oder nicht. Wir kommen jetzt in bie Zeit der großen Abschlüsse, und man kann nicht sagen, daß man hier bisher irgendwelche Enttäuschungen erlebt hat. Wenn man hier unb ba bei der Berliner Handels- Gesellschaft mit einer noch höheren Dividende ge­rechnet hat, so war eine derartige Erwartung eben übertrieben. Man sollte die Divibenden- politik unserer Großbanken zur Genüge kennen, um zu wissen, baß sie nicht daran denken, jeweilig bie Gewinne eines besonders guten Jahres voll auszuschütten. Sie legen bekanntlich den größten Wert barauf, nach Möglichkeit nicht mit ber Dividende wieder herunterzugehen. Darum wer­ben solche Jahre, wie bas vergangene, dazu be­nutzt, um innere Reserven au schaffen, aus denen in späteren, vielleicht schlechteren Jahren die Dividende aufgefüllt Werben tarnt Die bisher bekanntgeworbenen Abschlüsfe der Elek­trizitätsgesellschaften kann man unter Berücksichtigung der Erklärungen, die dazu ge­geben sinb, nur als vorzüglich bezeichnen. Ins­besondere zeigt der Abschluß ber Siemens-Be­triebe, daß biefe groß verdient haben und in voller Entwicklung begriffen sinb. Daß derartige Bekanntgaben nahezu wirkungslos an der Börse vorübergegangen sind, beweist eben, daß man bereits vorher des Guten zuviel getan hatte. Allerdings sind es ClektrizitätsWerle. bie am Wenigsten von den Rückgängen der letzten Woche in Mitleidenschaft gezogen worben sinb. Auch Bankaktien haben sich verhältnismäßig gut ge­halten. 2m Mittelpunkt des Angriffs standen da­gegen naturgemäß diejenigen Werte, die vorher, man kann wohl sagen übertrieben haussiert Wur­den, wobei man von 2lse, wo bekanntlich beson­dere Machtkämpfe ftattfanben, ganz ab es:en kann. Kohlenwerte gingen durchweg um mehr als 20 Proz. zurück, desgleichen Kaliwerte, bei denen unbedingt, hervorgerufen durch d.e günstige 21b- sahziffer des Januar, eine Kursüberipannung eingetreten war. 2m übrigen waren eS besonders MonlanWerte unb vereinzelte Spe-ialpupiere, bie stärkere Kursrückgänge zu verzeichnen hatten. Auch am Kassamarkt sinb bie llebertreibungen ber letzten Wochen, insbe onbere bei Kvhlentoerten, wieder teilweise ausgeg'.ichen worden.

Am Geldmarkt hat die Verflüssigung, die sonst regelmäßig nach Ueberwindung ter Börsen­zahltage eingetreten ist, ein wesentlich ruhigeres Tempo angeschlagen. Erst in allerletzter Zeit macht sich ein stärkerer Rückgang des Geldsatzes be­merkbar. Angesichts des bevorstehenden Zahltages für die Reichsanleihe ist aber mit Sähen, wie Wir sie noch im 2anuar hatten, nicht mehr zu rechnen, und vielleicht dürften wir derartige Sähe auch in absehbarer Zeit nicht mehr erhalten. Als ein Zeichen gewisser Leichtigkeit bleibt jedoch zu vermerken, daß ber Privatwechselzinssuh sich auf ben nichtigen Sah von 41 # Proz. erhält unb sogar eher nach unten neigt, und baß auch bank­girierte Warenwechsel mit 4'/t Proz. bequem unterzubringen sinb Der Kapitalmarkt bürste noch auf längere Zeit hinaus unter dem Druck ber Reichsanleihe stehen.

D i e beutsche E m i f s i o n s t ä t i g - leit im Januar. 2m 2anuar 1921 hat bie Ausgabe von Inlandanleihen gegenüber dem De­zember 1925 von 107,50 Mill. Mark auf 212.25 Mill. Mark zugcnommen, und zwar entsa len auf Staatsanleihen 45 (25) Mill. Mark, auf Körper- schaslsanleihen 47 (10) Will. Mark, auf Stabt­anleihen 31 (43) Mill. Mark unb auf Industrie- Obligationen 89,25 (29,50) Mill. Mark. Die Emis- HonStätifJcit Deut'chlands an ausländischen Ka- pilalmärk en Hal sich im 2anuar 1927 dagegen gegenüber dem Vormonat von 197.7 auf nur 13.8 Mill. Mark vermindert. 2m Januar 1926 Würben insg.sam' d:ut'che Wertpapiere imSe­ttage von 162,4 Mill. M^rk unb im 2anuar 1925 im Betrage von 197.4 Mill. Mark an ausländi­schen Kapitalmärkten b:geben.

* Dor der Auflegung der bayeri­schen Staatsanleihe. Wie der DHD. er­fährt. ist bie ursprünglich im Umfange von 60 Mill. Mark vorgesehene bayerische Staa s-

anleihe um einen Betrag von 15 Mill. Mari, also auf 75 Mill. Mark, erweitert werben. Die Auslegung ber Gesa.nlanleihe wird nach Abschluß bet ReichSanlcihezcichnung. vermi lich am Don­nerstag ober Freitag ber kommenden Woche, erfolgen Bei einem RominalzinSsuß von 6 Ptoz. ist ber ZeichnungSkuts für die Anleihe auf 97.75 Prozent fcstg:s:tzt worLe i. Der Uebctnahmekurs soll etwa 2 Proz. darunter liegen.

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Zranksurtcr Börse.

Frankfurt, 12. F.br. Tendenz: Still und leicht erholt. Die Eifek.enbörse hatte zum Wochen'chluh einige Glattite lungen dec Speku­lation. boch ausgesprochen kleines Geschäft. Die wenigen Umsätze genüg en inde'len, um eine etwas f r e un dlichece Te n benz heraus- zubringen. Gestützt wurde die allgemeine Erholung von bet Bewegung am Automarkte unb einiger Rachstene nach 3.0. -gar ben. Am heimischen Anleihemarkt wcren Kriegs­anleihe aus e ncn demokratischen Reichslagsan tag,

die Allbcsiher von Reichsanleihen im Wege bcs Umtausches ber Anleihen in ein sofort verzins­liches Papier zu enlschädizen. auf 0,3jD be c .igt. ging aber rasch wieder auf 0.3.'2 . zurück. Von fremben Renten la^en Bag.>ab höher. Bagdad I 29,13 OliaA.bonier weiter abge- schwächt. Von den -al ienwerten tcWannen am Monlanmarkl Harpener 1.?ö Proz.. Rheinische Dcaunloh.en 4 Proz., Klöckner 1.5. Gelsenkirchen 0,5, Rheinstahl 1.5 Proz. Am Chemiemarkt zv'en 3 G.-F.rien um 2.75 Prozent an. Von Bankaktien stellten sich Commerz 1.5 Prozent und D.S.onto 1 Pto'en» höher, die übrigen Werte dieser Gruppe waren um 023 dis 0 5 Prozent befestigt. Elektro- a k t i c n äußerst still AEG. rn.nus 0.5 Pro­zent. dagegen Siemens 8- Halske plus 0.5 Pro­zent. Von variablen Werten konnten Ban­al l i c n gut aufholen. Holzmann plus 4 P tozent, Dyckeri oss plus 2 Prozent. Zellst offaktien uneinheitlich. Aschaffenburger minus 1 Prozent. Waldhof plus 1.5 Prozent. Autoaktien setz­ten ihre Auswätlsbewegung fort. 3m Vorder­gründe standen Daimler auf giinstige BezugS- redbtcrirartungen mit einem Gewinn von 2 Pro­zent. Kleyer plu- 1.5 Prozent. 01011. plus 1 Prozent. Von sonstigen Werten zogen Holz- Verkohlung um 3.5 Prozent an. Die Aktien ber Wolff-Holz-A.-D. würben heute zum ersten Male mit 156 Prozent notiert Von Termin- werten waren Kaliaktien gut befestigt (plus 3,5 Prozent). Der weitere Börsenverlauf blieb äußerst still und eher etwas abgeschwächt. Der Geldmarkt ist weiter leicht. TaaeSg^d 3.75 bis 4 Prozent. MonatSgeld 5 bis 6.5 Prozent. Privatdiskonten 4 12 Prozent. Paris gegen Low- bon 123.50. Madrid 23.90. Mailand 113. Zürich 25.25. London-Kabel 4.S5?5. Die Reichsmark stellte sich gegen das Pfund auf 20.4725. gegen Kabel auf 4,22.

Berliner Börse.

Berlin. 12. Febr. Die Wochenschlußbörfe ließ sich freundlich an. Das Geschäft hatte im allgemeinen reinen besonders lebhaften Umfang, war dagegen aber In einigen Spezialwerten bei stärker erhöhten Kursen äußerst rege. Im Vordergründe standen ilutomobilattien auf angeblich weitgehende Zusammenschlußbestrebungen, die jedoch bisher noch von keiner Seite bestätigt wurden, ferner Tex­til w e r t e (Hammersen plus 5 Proz.), Schulchets, Dessauer G.is, Holzmann, Kaliwerte und Ehcmie- aktien, die sich bis zu 4 Proz. besesliglen. Die Ge- samttendenz war unter Bevorzugung der erwähnten Papiere freundlich, doch gingen die Erhiihungen sonst nicht über 1 Proz. hinaus. Nach Festsetzung der ersten amtlichen Kurse trat eine Beruhigung em, so daß weitere Kursavancen nicht mehr in Erscheinung traten. Am heimischen Anleihemarkt zog Kriegsanleihe anfangs auf 0,872 an, da ein demo­kratischer Antrag zur Besserstellung des Altbesitzes stimulierte. Die Umsätze in heimischen Staatsrenten ließen jedoch zu wünschen übrig. Am Geldmarkt war Tagesgeld kaum unterzubringen. Prolonga­tionsgeld stand zu einem mittleren Satz von 7 Proz. zur Verfügung. Monatsgeld 5i bis 6t Proz. Waren­wechsel mit Großbankgiro 4i Proz. Im Divisen- verkehr lagen sämtliche südamerikanischen Va­luten befestigt. LondonKabel schwächer mit 4,8506. Die Reichsmark stellte sich gegen ben Dollar auf 4,2190. MailandLondon 112,75.

Kirchliche Nachrichten.

Evangel sch« Gemeinden.

Sonntag, ben 13. Februar Septuagesimae.

Gießen. Stabtkirche. 9'/,: Pfr. Mahr. 11: Rin- berk'rche f. b. Malthäusgem. Pir. Mahr. 5: Pfr. Becker. Beichte unb Abendmahl für Matth.« unb Markusgm. - ZohanneSkirche " ,: Pfr. Dechtols- he^rner 11: KinderlirchefürdieLulasgm. Pfr. Bech- tolsheimer. 5: Plarrass. Schultheis. Llch. Kollerte f. b. Heibenmission ber Drudcrgm. 10: Stiftsbechant Lenz. d/4t: Kinberaoltesbienst. 2: Missioneprebiger Wiemer von ber Brudergm. Mittwoch 8: Dibelst. Wieseck. e/410; 11. Kinberlirche. - Watzenborn- Darbenteich. Watzenborn-Steinberg: 1. Garben­teich: 10. Kirchberg. 10. Mainzlar. l/t

äolische Gemeinden.

Gießen. Samstag, den 12. Februar. 4'/, u.7 Beichte. Sonntag, den 13. Februar. Sonntag Scptuagesima.

6! , Beichte, 7 Meße, Kom. ber Jünglinge, 8 Kom., 9 Hochamt m. Pred., 11 Messe m. Pred., 5'/? Christenlehre unb Andacht. Grünberg 97, Meße m. Pred. Hungen. 97, Hochamt mit Pred. Lich 7'/, Meße mit Predigt.

So intni^d'e iu >. .lerne u. 2luoto;feit a n 132.27 Pros. 0r Honinmann. Frau Dr. Marr. Engelavuih.

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12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschlossen.

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