Einzelbild herunterladen

Nr. |09 Erster Blatt

177. Jahrgang

Mittwoch, U. Mai <927

Giehener Anzeiger

Bleu« örtlich 8, entwert»

General-Anzeiger für Oberheffen

Dntd Hüb Derlei, vrüdl'fche Uulvers.fSis.vUch- und Steiibrnderd R. Lange In Gieren. Zchriftlelmi- uab »elchäflrNele: ZchilfttatzE 7.

Iw

|bm Xe*ettleg per*«. Prvti Mr | Mit

kl, M aal 112.

1*1*nfi f*r Orebtao*» richten le)dftr O letze».

Sowaioqi aal 3wrta;i Beilage»:

iefteaet lyaeiheablltler n Sd>

Th« S*el«

2 UnAiaMrt aal 20 Betchsp'rtiatg ftr Iräget» '»ba, «ach In 5hd irr» Mfriametagrlaef

tafely |5t«rr (TreoU.

bUmaa-ngee ree TO n m Btrtt» 35 Tt

Platzovrichkisl 20*. mehr, ff befrebaklear

Dr Jnrdr Oilb Vang«. ®rram»erih* für Voltib Dr 3«. DUH 1'4*9». ttf ^tuiCrion Df f> für ben übtigtn Irl Er ft BluaWjnn; für k»» fln» «igealfti Karl ftiOaiaaa, IdwtU* in Gl» ie*

Die Räumungsverhandlungen in Paris.

Erneute Rücnfprache bei Brtand

Ei-en« vrohtberichi d« Giestener 8n|»igtr«*. I

'Berlin. 11. Wat. icm Dcrmttuq hat «in drill« Besuch bei bmildrn OefchäftstMgers Dr Rieth bei Bei and fljtlddunbfn Dai bürftig« Äemmuniqj . bai birien Bdu4) mit der Vehandkuna .bet «ebtrebenben Kratzen" motiviert, trägt den Stempel einer Rücksichtnahme auf das ransbUfib» 'BebürfnÜ. irgen'w.tK Äon.»dltonen in Ihr Krage b« Besatzung sverrnlnb«- r u n g vor der Weil nicht als Auswirkung eines deutschen Tt^nfltni. fonbern a!i dnr schöne Erste Fronkreschs barzuftelletr

Dies« a-n:i:ibu.ig C*r BelahungttKTnrinbe- runtz. ixxim sie Tatlache w«ben sollte, ftebt durch­aus nichts im 'Lege Dir sind zuverlä'sla dar­über unterrichtet, bah ei dem eigenen Wunsch Driandi ent'rnich'. in dies« Beziehung weit- gebenbe Konzell tonen fru machen, und bad « bade von allen jenen Äreifen in Frank­reich untit'iüht wird, die es allmählich eingesehen Hoden, haft di« Sicherung Frankreichs toeh mehr durch eine enge Derbinbung unb aufrich­tige Zusammenarbeit mit Deutsch- lanb als durch einige Regimenter ober selbst Armeekorps mehr im Rheinland ober sonstwo verbargt wird. Wir wissen auch, dast die Koa­lition In b« wenig« sortfchriliUch« Flügel Inolg- b« ge­lungenen Wüdrungeopera'.-.onen vorläufig ein im- rrschütierliches Prestige geniest!, khm grötzte (Zurückhaltung und vorsichtigste Tak­tik bei der Wei:«Verfolgung sein« Politik auf- erlegt Wenn also auch gnn» offen bavon ge- 'prochen werden kann bast bei ben letzten Unter­haltungen Hoe'chs unb Rieths mit Bnanb neben anberen Fragen, wie dem Handelsvertrag, die Frage b« Befatzunasvermlnberung im Wittelpu' kr gestanden bat. fo wirb dadurch für ben verständigen Teil der deutschen öffentlichen Meinung b« ITrrt einer französischen Initial'.ve. wenn sie wirklich «folgt. und duechgesährt wirb, keineswegs txrminbert

Wie nötig sie übet ist. das »eigen Reso­lutionen. wie he der Rheinische Zen - trumsparteitag in Köln gefast! bat (St­robe das Zentrum, bas nicht nur die Vlehrheit b« rheinische' Be.v4.Tung im bek ien und im unbelebten Teile, sondern auch die wrftänfrge unb v«stündiaungssreunbl.che M ite le* gelern­ten beut'dxn Volkes repräsentiert, hat Anspruch aus ernste Bewertung 1einer öhentlichen Äunb» gebunden bei den Desalungsmüchten. Unb wenn hier in scharfer Präzisierung bas gesamte Regime einer 'Belobung als unver­einbar mit der politischen Lage seit unb durch Locarno bezeichnet unb im besonderen die S.nsuhrung einer verkappten Besat­zung im Saargebiet gecedrh wirb, so wird sich auch der v«?.änbigungs>eindiiche Teil

; Bolt »f ubgebungen als hinter dem ^u.hust des beuilaxn .Ratio- naiismuL unb Mtlitaristnus" redchanzen tonnen. 0# sind d e Ärei'e. bk zusammen ml! dem Rc.öZs- a uhenm .nl ft er Fr.^k.Tich planmä'.ig unb unt« schwierigsten 'Berbulir.'en bi: Hand -ur 'Ver­söhnung gereiche haben unb bi« zu dem bis­herig« Werk ber A i .äfterung unter der Füh­rung des Da-. -fsc kT* i-rwA j? er nach besten Ärälen beigef ragen habe-, V elleicht wird diese Mahnung dazu beitragen, icn aer. ri i'amen Be­mühen d-s zu den wiederholten Konferenzen des deutsche-. Vertn.ter» mit dem französischen Austenw. nster ad- Jrf sta.. e « übschliestenden Grfoig sichern

Die Widerstande in Frankreich.

Pari», 10. Mai. (TU.) (Reftem bildete auch in den Skinbtö.anpen de. Sammer t t F. -'e ber Rbeinlonbräi inung den Qegenftanb verirt ebener Bemerkungen. Son Lifeordneten der sinken di« der oiumdrtigen Soninnssion der Äanuner anf.e- Mrtn. ist d>.- Ansicht orrtrcNn worden. beft die Locarnopolitik nach einer o,twisten Ruhe- pause xftt dach wieder in eine aktivere vdase »in treten werde Tie von beutJAer Zeile zx hegten Befürd?turp«n seien kaum begründet sin ®runi». weshalb sich Pria.-.d grofte Zurückhai. ung habe qu,erlegen mutten lei der dost be ander» on selten dersranzösifchen General- labe» noch immer starke Widerstande gefeit die Räumung de» T.heinlande» geltend gemocht wür- 'en. von Bedeutung rocre auch die 1-ortvr.innig er Sssentlichen Deinung, die erst alln ih- :ch durchac hn treiben könne < : « S«,cN ;Hr. mg d« fl'tinelt» in der .'TSumün^'Ircpe wäre i.r .n Verlaus be* Sommer» denkbar, immerhin.ine * sich bann nur um eine «tappe n weile unb

M um eine einmalige Räumum bmbeln

Der Oftpah.

Rach briliid'cr Aussassuag ein unbiUifle» Verlangen

London 10. XlaL 23T Der Berliner Berid t:rflat:ct des . Tla-che' er ^uartia^" 'chre.bt u. a.: Der vor'ch ag. ^>.u:<ch'.and fo.ltc einenO ft p a ? t" in der Art dos D:stpak.es i-n Austausch iür d.e RZumurg kcs Rhein a-b.s anbieten, ift kaum bilFtg. i?e liegt n ich t in D e u t s ch I o n k ö A : ivrb etwas die'«

Art anzubieten. Das LocarnLprv'.olo'.l wurde nicht nur von ben Vertretern Deutschlands Frankreichs unb Belgiens unterzeichne:, sondern auch von denen Italiens und Drost- brilannienl O. ne britische Unter14>:tft kann «s fein . Dftloeatno" geben Sin ..Cftlocamo" un Lusrausch gegen die Räumung d<S Rhein- -andes zu verlangen bedeute, viel verlangen und weniges im Austausch dafür a n b ie - ten. Die Räumung des Rb<Inlandes ist seit langem überfällig. lDie militärische Be­setzung wurde turch den Westpakt übers läs­sig gemacht » Baib wird Deuifchla d nad) Ar­tikel 431 des Fricbensvertrage» ein klare« Recht darauf taten. In ketnrm Fall kann die Räumung übet 1935 hinaus verschoben werben.

Vie Schleifung der Gstfeftungen. Frankreich fordert interalliierte Kontrolle der rchleifungtzarbeiten.

pari». 10. JUol. (I1L) IDie der Vertreter ber lelunlon «fahrt, ga I die heutige Unterredung zwischen Brlanb und vo.schastarol Rieh) neben d<n Rbrinlatibfragrn auch der schon bei früheren Unter­haltungen berührten Jrage der Schleifung der ostpreust Ischen A« st ung, anlagen, wie «innerlich, vertritt die Rcichtregierung di« Anschau­ung. bah nach Aufhebung der inlfraUiierten Militär­kommission f«lneallliertellntrr|ud)ung*- f o m m I ,| I o n nach Lstpreusten gesandt werden biirle. um ben Stand ber baten ju «vidieren, da dir* den getrosjenen Ubmachungen widersp7Üche. Vie Franzosen weisen ihrerseits daraus hin. dost «, auch im Interesse der Reichsregierung liegen würde, wenn eine aus den bei den Berliner Botschaften Englands und Frankreichs affreblll«-

ten 0lfizt«en bestehende Kommission seftstesten würde, dast die Schleisuvg der Jestunas- anlagen tatsächlich erfolgt sei. Line der artige Uebrrprütuna der Urbelten an Ort unb Steile durch Interalliierte Ol-Ijlere würde noch frauzcsischer ttulfaftur.a die össentlich« Meinung nicht nur In Frankreich, sondern auch In den anderen alliierten Staaten wesentlich beruhigen unb den Beweis er­bringen. dast es Deutschland ernst um die Schlei fnngsarbeiten sei. Diese vusiastuni wirb durch die Uussührungen de* »Petit parisien' beflatlqt Vas Blatt 'chreibt. die Reichsregt«ung wäre bereit, einem interalliierten 0 I I i i I c r. elntm Lnglönd«, Italiener oder sogar einem Jran,osen ju gestalten, an Ort unb Stelle sich von den tatiöch- tich erfolgten Schtr ngrn zu üderzeuqen ttb« ste wünsche nicht, dast Me drei militärischen Sach oerflänblgrn gleichzeitig den ft an foU belud) untrrnebmen. da ein solch«, Porgebm rin« neuen ITIllltlrfonttollr gtrich'äme Aus allii«trr Seite rwrbe die brultdr ttuHaflnng als dem Geiste ber Abmachungen widersprechend bezeich­net. kluch Urne e* ben Vb'ich!en ber alliierten K-- Clerungen und In-desondeer d« sranröstschen völlig sem. die beiden fragen d« Schleifung der vst- 'estungen und der Herabsetzung der Be­ladung, truppen zu oetblnben. Vie Cülu.ig d« ersten Frage be-inslufse feinrtmeq, die Lösung ber zweiten Jragr. Brlanb habe Botschasl-rat Rieth gegenüb« die Bedeutung brr Ucberprülung ber Zerstörung ber 'festungaanlagen betont und ihn von ber Notwendigkeit zu überzeufl-n <*rlad)l. diese fragen zu lösen, bevor von einer neuen Ber- m.nberung ber Rheinlandtruppen gesprochen werde. Um die Entwicklung einer neuen Verständigung zwischen Deutschland und.Frankreich zu erm-glichen. Iri e, nach Bnands Uuifaflung wichtig, bk Irnnc der deutschen Lntwafsnuizg zu erledigen.

Klärung ber innerpolitischen tage.

Eigener Drahtderlcht de» ..Tlestener Hnjctger»'.

Berlin 11. Mai. Rachdem die verschie­denen Reichsminister, die -um 2>.l seit den Tagen vor Ostern, zum Teil in ben jüngsten Tagen aus Reisen waren, wieder nach B«lin zuruckgckchrt sind d« Relchswehrminist« Dr. zAestier kehrte am Dienstag zurück, hat nach lang«« Pause w.eber ein Äo b I n et I s - r a t stattgrsui ber.. Untee seinen Beratungs- gcgcr.fiänU:! dürsten zwar formell die wichtigen 'a>wed«ndcn Sreiiiniss«. so die in Paris ar.ae- 'Pniltene Frag« i^r Be'ahungsver^inderung. die >>andclsv«tragS.«rhandlun^e... die üDc ttrirt- ichastskon'er«.- unj ähnliche Din^e eine Haup - rnlk gdpieit haben, ab« daneben ist nicht c-HiAtell dre Beilegung des Gegen!atze« akut, b« »Lt'chen Dr Llresemann unb seinen deutsch nationalen Minisi«kol egen, ob« virNeicht richtiger, zwi'chcm b« Bvlkspartei und den D.-ulschnationul.n klafft.

Ss ist in vielen Dingen ein Gegensatz in modo, nicht m re. ein ©egenfan ber Tak'ik. l icht des oiriei. und eJ Ivielen auf bcu schnaliv- r.ol« Leite d'.e RoiWendigkeiten ein Rolle, die sich aus d« Gefahr ev.xr Spaltung b« Deutfchna tonalen 'Partei tn e.ie revisio­nistische. ben Staat in fein« Gegebenheit akzepuerent« unb die Politik ber letzten Iahre unv«and«t fort<ül)renbe au ber einen Sntr. unb in eine betont monarchistische r akria- näre auf d« anderen Seite, für die das Fort­bestehen b« ÄonjeroatuKn Partei als cm« Äemcrjngifation ein '.and.ges Menento ift. viel­leicht zwingend ergeben. iZ-ne Reinigung b« Rtmofpbä« mn«h-lo ber Regierung erfcheint imm«yin notwendig - auch wenn man d.e Aeusterungen btr Unentwegtesten nicht als Aus­druck ber Gesinnung ber Partei selbst zu nehmen braucht.

Dir glauben zu wissen bah r-an ben Ber- such einer selchen Kiärang der.its engebatnt hat. unb zv .r in einer Russprache. aa ber die volksoarteilichen M.ni'.er D>- Lrrrsema.nn unb Tr ffurt.us. Die deutlchnatm a!en Rabinei ts.ntgiieber Hergt und Schiele teilgenommen haben. Die'« Aus rra^rn werden fertgefen*. und ihr ÄreiJ viel­leicht r.cch erweitert, bei den deutschnationalen Ministern wird man 'ich der Rotwen? .^kcit nicht vcrichüehen. für gcwis'e Tinge einheitliche For­meln bcr.u'ic'-len unb es nicht immer fclofi auf Äampfabftimmunger crloi.men zu la len

ind. auch wenn dabei als MehrheiLL ergeb ms die unveränderte Fortführung t« bisheri- gen und durch kie Richtlinien bet ber 5frd nctts- tiiiur.g Dtr;::±knbeftgriegte Politik bereu»« ?cr.jr.L ©fttüter reinigen die »*uft. -tc Ber't.m- munger. die über c wl;it Borgär.gc der letzten J<it zweifellos bestanden haben unb noch be­stehen. werden sich durch l:l.J,e Aus Drachen um so eher btcitigen lasten als tatsächlich bezügllch der

r: i r*. ra ung ir. nerhalo des Ä a b i n c:! i .rott«rT4>i unb weder in der Frage ber R-ein- landräumuntz. der BcsahungstxrurinLer'ung. - 5 og. Cftl.camH. nrch in berjenigen ber Honlcl»- verirä-c fachliche Di'^oenzen bestehen. gilt Irt.zlicy. wirk'..che oder vrreintkiwe parteip...- tifche Bibürfrifie zurückzustellen^ um auch bezüg­lich ber Taktik und 2er gemeinsamen Bcranl- workung nach austen hin auf eine vernünftige Linie zu kommen

'Denn baffIBlebenu'ammentreten des .>stags verschirdenen Blättern der Obpol non Veranlassung gegeben hak, von einer b rohen den Krise zu sprechen. Deren Ausbruch nunm-hr bald zu erwarten fei. so haben ben Grund für diele völlig balllosen Prophezeiungen b;e oben ange- beuteten auf»en- und innenpo.i' fchen Tieinung*- Drr'd.tebcnb Len unter dm Koal i

geben, di« In ber OefsenUichkeit etwa» z u stark unterstrichen worden sind. Rach unteren Orfunbigungen in Parlamentskreisen tmrb b.c Lage keineswegs loernft enge'eben, wie s « von ber Oppolitionsvresfe erhofft w ra In den Fraktionen der Koalit.onsparteien. die bereits in einen intetfraltionetten Gedanke ..ustauch ein- treten werden, herrscht Ict-enfall» er ernste Mil.« Mir Sachlichkeit unb zur Zurückstellung von Propaganda- und Par I e i rücks i ch- ten. Ls Dürfte daher unter ben Regierung*» Parteien nicht nur h nsichtlich der Führung un­irrer dufteren Politik, sondern auch .n der Frage des Republikschutzgeseves zu einer Q nt- gung kommen, besten Geltungsda.:« bekanntlich am 23 Iuni ablüuft Tie wir aus pa.lamentari- schen Kreisen erfahren, fch-inen d c Bemühungen brr Deutsche- flbarie

Darauf gerichtet zu fein, ein Kompromiß zwi­schen ber Cluffa'fung der Deutschnationa- len, die eine Brriöngerung dos Gr'etzes in jeb« Beziehung ablehnen, und des Zen­trums. Das für eine weit«« Verlängerung um zwei Iahre «Htm. zu finden, dah.ngehend. bah Di« Paragraphen. Die abfo'.ut fe.ne ze11g « - mühe Gültigkeit mehr haben, in Zukunft fallengelassen werden sollen.

C'4 bleibt allerdings noch offen, wie sich Sozialdemokraten u.tb Demokraten zu einem derartigen Äoci|>rom;ft Der liegt7- rungsparteien stellen w.-rbrn. ob sie geniät <mb. durch ihre 3urriannung Die nolwe idige : - 2K e b r 6 e it sicherzu'. Ur« Wahrscheinlich ift nach den b S>..gen Verlautbarungen über t.c viin.numg in Den Kreisen dieser Oppoiiiirr-s- parteirn, dah sie gegen eine nur tel- weise Verlängerung des Tcbubür<c.'_ - ge'er^ wie sie (in Hon . ror ift S..- ?eg.e. tu r. gib art. eien vorie «.n dürfte, stimmen werdrn. Sollten sie diese inrru'.sigenre .<)a>:ung tariäch- lich ernnehtnen. so raüfttm sie sich eben mit b?r Tatsache adfinden. bift nach Ablauf d« C<*.-

'

n« Bestimmungen rx 7-7-1 fehlens der pari2- mentarstchen Miehrfte! vertLngert wird Auch für birien Fall tst mit einer RegirrungäDrik keineswegs zu rechnen.

Reicftstagsbcginn.

Präsident töte übernimmt wieder die Geschähe.

Berlin. U TUi. (S. D. A.) Den DUtz des Brafchrn^n Ichmück: ein groh« SUmenftrauft. 31» Grafiten: Löde den 6caf beritt, wird (. mit lebhaftem Hände klatschen enp Litzen. Ltzeprästoent Dr. Riester nchke bepr. »»nbe Sorte cn ben Diebergenesenen RcichLwsrpra'-.rrn- :en. irr uibt seiner Fre de Hjsirjd. hast der l'r;ri- drnt wieder in aller F.-i-ch« leine» 8mte* walte ^r spricht he Hostnuntz :js. der TrcfiD«t :r. &.« cb-r Weise unb in gleicher Unparteilichkeit mit bem guten fumor. über Len er nern.;?, 'eine Tätigkeit nach recht lange au »üben möge, lLebhafter Sei«a!L)

Reichstatzspiaftbent X! 0 b « bankt für die herzlichen Begeüstungswort» unb di« oirim guten Wünsch» zur Genesung, bi« toabrenb feiner örfuntung an ihn gelanat sind Belonberen Dank spricht er ben 9i|e« prälibentei aus für die uberau* proste Brbeu* last, die sie auf sich genommen haben Dee Bräsidenl ^>bt ber CFrnxirtung Huebrud dast hu deooriiehen- ben großen Aufgaben de» llieichewge» ohn« lieber* stunden, ohne ?i.ichtschichten und oh-?« Beschränkung der sommerlichen Freiheil erieblgt tnerber. kennen. <ümeuter lebhafter Beifall.)

Gin Antrag be» Oberstaatsanwalt» in cienbal aus Genehmigung zur Gtrafoerfolgima bet- Abg. F u r st v. B i » m a r ck (Dn ) wegen Ueberlre* tung ber Verordnung für ftrastsahr- zeug« wird unter groster Heiterkeit dem Geschüfto- orbnung»au»schuft üoermiefen. ebenla ein weiterer Antrag auf Genehmigung zur Strafverfolgung de» Abg. Gange -f)«germann (bei keiner Bartel) wegen Üebertretung ber Bollzel- ft u n b e.

Da, hau» tritt bann In bte Tagesordnung ein. vom handelspolitischen Ausfchuft liegt eine Ent* schlieftung vor. in ber eine Einwirkung auf die Gemeinden dahin verlangt wird, haft da» zollfreie 9 e I r 1 r r ' l e 1 t d) ben Rons «menten direkt oder nur ausnahmsweise und unter Kontrolle ler irbe tungsstellen zugesuhrt wird . schlieftung wird dem volkswirischaftllchen Ausschust

Um 3) Uhr vertagt sich da, haue auf Dlmwoch 1 Uhr Bus ber Tagesordnung steht die zweite Be­ratung be» Gesetze» zum schütze der Jugend bei tiuftaarfeilen.

Reichsregierung und Stahlhelm.

Eigener Drahktzericht des ..(Bieftener Anzeiger»'.

Berlin, 11. Mal. Die Reichsregierung hat sich, tvi« bekannt, an ben Veranstaltungen bei Berliner Rcichsfrontsolbatentaaes nicht o « t e i - ligt. Trotzdem glaubt b« .Vorwärts". Ile Haltung d« Rrichsregi«ung .nicht mutig und nicht ehrlich" zu nennm. tt>: l nach seiner Meinung die Regierung in all« Form von der Kundgebung hätte abrücken und vor ihr warnen sollen. Diese «igenart.g« Auffassung von den Ausgaben ch« Reichsregierung n mmt die .Germania' zum Anlaft. dem .Vorwärts^ einige Tvahrhe ten ins Stammbuch zu schreiben. DaS B.-rltncr Zentrurnsorgan fagt . chS- regirrung hat keinen Grund, sich In die Angelegenheiten der einzelnen Verbände e nzu- mischen und sich um deren Veranstaltungen zu (ürmr.crn, solange dir'e BerMnbe. d I e durch die Versassuna gezogenen Grenzen respektieren Das V«halten der Deu-sch- nattonalen cis Partei ift eine Sache für s i ch. für die die Re.chsregierung nicht verantwortlich ist Zum Lchluft stellt das Via't die. w e es lagt, .erbauliche" Tatsache seft daft die ein­zige ossizielle Persönlichkeit bei dem Ltahlhclmtcg ein Sozialdemokrat w r De .Germania" verschweigt dm Ramm d s Loz'al- demokraten, sie kann ab« un«e4 Tvissens nur hnR>,d-4 e cx Minister albrektor Dr ,i r d)- 11 n meinen, der an dem Presseempsang des Ltahlhrlms mit Erbsensuppe und.Stvarlen Röm" teilgenommm hat

Die Demokraten gegen die Por oerhöl-ung. Berlin. 11 Mai. ('3BXB Drahkm Idung.) Tvie dar .Berlin« Tageblatt" hört, bat d e Demel j ch« ReichStagslralt on gestern b.-'chlrs- s«n. eine Interpellation zur beabf chtigten Pcriorthohung d». rch die Reichspoft e nzubringen, in d« sich d.« Demokraten gegen eine Er­höhung des Portos wenden

Oer ftanöelsDerlrag mit Polen.

Eigen« Drahtbericht be» ..Diesten« Anzeiger»".

Berlin. 11. Wal. Der deutsch« Gesandt« in S-arichau. Barscher, wirb in ben nächsten Togen wie- bir m Vcri.n e.iarleL Man rechnet damit, dost « neu« £oridguf.e ber polnischen Rtperung m.tfrrut- r< n mirD. reerj oerftanben aber «rit noch üb« ba» Handl ntzen über e neu chandelsrertrog Haden so- !ai ;<e leintn .'»rotd. al» Deutschland nicht weist, ib di« br : chen Untertanen auch bi« Gewahr für «wen irden i/anbrl in Polen Haden Birh r ift bauen x - 3 j. puren. Wit f)Ü'« ihre» Frembenge- «ege. b-ben bie Polrn bub<r van der Wögüd)- frit deutsch« fiaufteute ourzuweifen, umfassenden Gebrauch gemacht. Eie bereiten darüber hinan» noch

1 neu« kamptmitl<l oor: da» J r b e 111 r, <x u >, gese da» im ('ntst«hin begriffen ist. Danach |ol bei ; !<n bi WLphdjfeit gegeben werden j.i»

r cha'tiichen Gründen jederzeit fremde Arbeiter und A'-gestellte zu entlassen, eine Wcftrecel, die natur! ch in erster L'ime bie Deutschen treffen wurdl die dann auf Grund de» Fremdengesetz«» scsort ber Lu»wr''ung verfielen. Auf solche 'Ju»* nahm Gesetze r-ftCrien eben verzichten, be- .77 o:r -n» 1 ber den f)anbej-oertr:g selbst Der» ftsr.bigen 'innen. Unb die polnischen Lu »sicht'r. sind dach wirischofrltch e.genllich nicht fo glanzend, al» 'd-st <s an t ret Sertängerurg be» Zollkrieges md Teutschland ein Snterefie haben allte Die Lugen» bli^ kon -rftur au» dem englischen Berparbeit«» streik ,st c-orüba. bir polnische fi^ndelsbttanz ift be­reits wieder p:fs.o. Dazu steht d.e Verurteilung Po» lens oor dem Internationalen Schiedsgerichtshof auf