Hardt, Annerod, 24,10 Meter: 3. Willi Wiehler, Krofdorf, 23,14 Meter.
15 00-Meter-Lauf, Jugend. 1. Fr. Haubach, Frankfurt Abt. 7. 4.44,3 Min.; 2. Arthur Seibert,. Wieseck, 4.44,4 Min.; 3. Paul Heinz, Elkershausen, 4.44,4 Min.
Kugel st oben, bestarmig, Aktive. 1. Wilh. Schwarz, Annerod, 10,45 Meter; 2. Wilh. Zecher, Staufenberg, 9,99 Meter; 3. Joseph Binder, Alsfeld, 9,50 Meter.
75 Meter, Sportlerinnen. 1. Renate Gobl er, Gleiberg, 11,3 Sek.; 2. Emi ie Linde n st r u t h , Heuchelheim, 11,6 Sek.; 3. Anna Jung, Krofdorf, 11,6 Sek.
Diskuswerfen, Sportler. 1. Wilh. Schwarz, Annerod, 30,15 Meter; 2. Joseph Binder, Alsfeld, 29,80 Meter; 3. Wilhelm Zecher, Staufenberg, 26,90 Meter.
1500 Meter, Sportler. 1. Fr. Krämer. Heuchelheim, 4.45,5; 2. Otto Eckstein, Alsfeld, 4,49; 3. Hans Krabler, Mainz, 4.55,6 Min.
Weitsprung, Jugend. 1. Georg Kraft, Alsfeld 5,50; 2. Rudolf Ostwald, Wieseck, 5,04; 3. Heinrich Bill, Raunheim, 4,97 Meter.
Speerwerfen, Sportlerinnen. 1. Emma Resfeldreher, Heuchelheim, 20,95; 2. Emilie Linden st ruth, Heuchelheim, 18,65; 3. Frieda Jung. Krofdorf, 17,30 Meter.
Kugel st osten, beidarmig, Sportler. 1. Wilh. Schwarz. Annerod. 17,80; 2. Wilhelm Zecher, Staufenberg, 17,01; 3. Robert Mandler, Heuchelheim, 16,11 Meter.
10 0 Meter, Jugend. 1. Heinrich Bill, Raunheim, 13; 2. Erwin Mattern, Krofdorf, 13,2; 3. Ernst Paufch, Krofdorf, 13,2.
Hochsprung, Sportlerinnen. 1. Renate Göbler, Gleiberg, Cini Wilhelm, Alsfeld und Lina Wurstius. Alsfeld, 1,20; 2. Anna Balser, Giesten und Emilie Linde n st r u t h , Heuchelheim, 1,15; 3. Anna Jung, Strofborf, 1,10 Meter.
Hochsprung, Sportler. 1. Arthur Kröck, Heuchelheim, 1,45; 2. Heinrich Decker, Krofdorf, und H. Horrmann, Staufenberg, 1,40. 3. Ewald Depler, Heuchelheim, und "Wilhelm Leitner, Grosten-Linden, 1,35 Bieter.
200-Meter-Lauf, Sportler. 1. Karl Römer, Giesten, 25 Sek.; 2. Gustav L u st, Gleiberg, 25,5; 3. Walter Wolf, Giesten, 26.7 Sek.
Stabhoch, Jugend. 1. Lndw. Weigand, Grosten-Linden, 2,55; 2. Wilh. Hirschhäuser, Odenhausen, 2,50; 3. Rudolf Ostwald, Wieseck, 2,45 Meter.
Speerwerfen, Jugend. 1. Ludwig Kreiling, Wieseck, 40,85; 2. Eugen Rudolf, Annerod, 38,83 ; 3. Emil Gaub, Oppenrod, 37,64 Meter.
1 00 Meter, Sportler. 1. Gustav L u st, Gleiberg, 12,6; 2. Adam Bickel, Frankfurt, * 12,7; 3. Arthur Kröck, Heuchelheim, 13,1 Sek.
60-Meter-Hürdenlauf. 1. Otto Mandler, Heuchelheim, 10,6; 2. Fr. Pannecke, Giesten, 11,2; 3. Otto Schleenbecker, Heuchelheim, 12,1 Sek.
100 Meter, Sportlerinnen. 1. Renate Göbler, Gleiberg, 15; 2. Lini Wilhelm. Alsfeld, 15,4; 3. Ilse Euler, Krofdorf, 16,8 Sek.
3 000 Meter, Sportler. 1. Otto Balser. Giesten, 8.59,9; 2. Wilh. Degen, Grosten- Linden, 10,08; 3. Ernst Sack, Heuchelheim, 10.13,2 Min.
Dreisprung, Sportler. 1. Franz Krämer, Heuchelheim, 11,95; 2. Wilh. Zecher, Staufenberg, 11,70; 3. Heinrich Becker, Krofdorf, 11,17 Meter.
Weitsprung, Sportler. 1. Robert Schaum, Krofdorf, 5,40; 2. Reinhold Vieh- mann, Kinzenbach, 5,35; 3. Gustav L u st, Glei- 'berg, 5,31 Meter.
Schleuderball, Sportlerinnen. 1. Emilie Linden st ruth, Heuchelheim, 29,82; 2. Emma Resfeldreher, Heuchelheim, 28,82; 3. Renate Göbler, Gleiberg, 26,93 Meter.
Mehrkämpfe.
Vierkampf. Jugendliche Sportler, Jahrg. 09 — 1 0. (100-Meter-Lauf, Weitsprung. Kugelstosten, Speerwurf.) 1. Georg Kraft, Alsfeld, 310 P.. 2. Ludwig Kreiling, Wieseck, 281 P., 3 Heinrich Bill, Raunheim, 274 P., 4. Ernst Pausch, Krofdorf, 270 P., 5. Richard Schäfer, Giesten, 262 P.
Dierkampf. Jugendliche Sport! er, Jahrg. 11 — 12. (100-Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstosten, Speerwurf.) 1. Rudolf Engelhard, Annerod, 314 P., 2. Heinrich Rau, Annerod, 239 P., 3. L. Belte, Staufenberg, 230 P., 4. Wilhelm Hof, Annerod, 229 P., 5. Otto Seibert, Launsbach, 201 P.
Dreikampf. Aktive Sportler. (100- Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstosten.) 1. Gustav Lust, Gleiberg, 232 P., 2. Joseph Binder, Alsfeld, 225 P., 3. Arthur K r ö ck, Heuchelheim, 224 P., 4. Heinrich Becker, Krofdorf, 212 P., 5. Georg Lehrmund, Leun, 206 P.
Fünfkampf. Aktive Sportler. (100- Meter-Lauf, Kugelstosten, Wei lsprung, 800-Meter» Lauf, Diskuswerfen.) 1. Fr. Krämer, Heuchelheim, 290 P., 2. K. Rumpf, Marburg, 265 P., 3. Gustav Göbler Gleiberg, 255 P., 4. Robert Mandler, Heuchelheim. 254 P., 5. Otto
Schleenbecker. Heuchelheim, 2161 '2 P.
Dreikampf. Svortlerjnnen unter 18 Jahren. (75-Meter-Lauf, Weitsvrung. 'Kugelstosten.) 1. Lini Wilhelm, Alsfeld, 146 P.. 2. Lina Wurstius, Alsfeld. 132 P. 3. Anna Jung, Krofdorf, 131 P., 4. Friede Jung, Krofdorf, 124 P., 5. Elsa Schwalb, Heuchelheim. 123 P.
Dierkampf. Sportlerinnen über 18 Jahre. (75-Meter-Lauf, Weitsprung. Kugelstosten. Speerwerfen.) 1. Renate Göbler. Gleiberg. 288 P.. 2 Emilie Linden st ruth, Heuchelheim, 254 P., 3. Emma Resfeldreher, Heuchelheim, 232 P., 4. Elfriede Dorschel, Giesten, 197 P., 5. Anna Dalser, Gießen, 131 P.
Stafetten.
3x1000 Meter. Aktive. 1. Frankfurt. Abt. 7. 8:56,7; 2. F. T. Gießen 9:17,1 Min.
10X100 Meter. Jugend. 1. Krofdorf 2:13; 2. Heuchelheim 2:22.2 Min.
4 X 75 Meter. Sportlerinnen. 1. Gleiberg. Krofdorf, Gießen (komb.) 43,9; 2. Heuchelheim 47,5 Sek.
4x100 OK et er. Jugend. 1. Krofdorf 53,5; 2. Wieseck 54,6; 3. Launsbach 54,7; 4. Heuchelheim 55,2 Sek.
4 X 100 Meter. Aktive. 1. Gießen 49; 2. Heuchelheim 49,3; 3. Krofdorf 50 Sek.
Olympische Staffel. 1. Frankfurt. Abt. 7, 4:05,6; 2. Fr. T. Gießen 4:06,7; 3. Kinzenbach 4:17 Min.
HandbcM der D. T.
To. 1846—2Nlo. Giesten 1:2.
Ein äußerst spannender Kampf, der an wechselnden Momenten nichts zu wünschen übrig lieh. Männertumverein mußte mit reichlich Ersah antreten, ebenso sah man auf der anderen Seite einen Spieler der zweiten Mannschaft. Ein gewisses Pires hatten die 1846er den Männerturnern im der Stärke der Mannschaft voraus, jedoch spielte der Sturm zu zerfahren, um sich bei der aufmerksam und eifrig spielenden Verteidigung durchsetzen zu können. Alle Angriffe wurden systematisch zerstört, oder wurden eine sichere Deute des hervorragenden Tormannes der Män- nertumer. 1846 ging durch seinen Linksaußen in Führung, allerdings durfte das Tor nicht gegeben werden, weil der Spieler im Schußkreis stand. Kurze Zeit danach glich Mtv. aus und konnte aus einem Gedränge einige Zeit später das Führungstor werfen. Rach Halbzeit nahm das Spiel an Härte zu. jedoch ohne unfair zu werden. 1846 setzte alles daran, den Ausgleich herbeizuführen. jedoch hatte der Sturm nicht genug llntcrftütjung von der Läuferreihe, um die Angriffe wirksam durchführen zu können. Die Verteidigung hatte Mühe genug, um die blitzschnellen Angriffe der Männertumer abzuwehren, und nur ihrer Aufopferung ist es zuzuschreiben, daß das Resultat nicht noch hoher wurde. Stark beeinträchtigt wurde die Spielweise durch die starke Hitze, die sich recht unangenehm bemerkbar machte.
Handball A. D. T.
Rot-Weiß 1 Darmstadt — Grohen-Vuseck I 3:1 (1:0).
Wie vorauszusehen war. endete das Spiel mit einer Riederlage Grosten-Dusecks. Der Verlauf des Spieles wurde durch anhaltenden Regen stark beeinträchtigt. Deiderseits wurden manche Torgelegenheiten verpaßt. Ein sehr flottes Tempo zeigte der ©türm von Rot-Weiß, der sich aber gegen die körperlich überlegene Busecker Hintermannschaft schwer durchsetzen konnte. Auch die übrigen Teile der Darmstädter Mannschaft ge-
Geld und Erfahrung
Novelle von Max Eyth.
11 Fortsetzung. Nachdruck verboten.
„Ein verfluchter '2)antee!" meinte Lawrence, ohne große Aufregung, während ich, etwas grimmiger als er, ein Beefsteak von landesüblicher Zähigkeit zersäbelte. Sämtliche sieben Morgenblätter brachten ähnliche Aufsätze, so daß sich seitdem sieben verschiedene Städte um die Ehre streiten können, meine Wiege beherbergt zu haben. Alle aber waren in einem Punkte einig: daß meinem armen, unschuldigen Dampfpflug eine hervorragende politische Rolle zutomme. Ein unverkennbarer, wenn auch leichter Hang gegen den demokratischen Süden schien von der einen Seite das höchste Lob, von der anderen den schärfsten Tadel zu verdienen. Nur mit Rücksicht auf das noch nicht ganz ausgesprochene pekuniäre Verhalten des sympathischen Vertreters der Firma John Fowler & Co. legten sich die kleineren Blätter noch einige Zurückhaltung auf. Das Beefsteak aus Texas war wirklich zu zäh; ich warf Messer und Gabel weg und stand auf.
„Lieber Herr Eyth," sagte Lawrence, der meine Verstimmung kopfschüttettrd bemerkte, „an das müssen SIS sich gewöhnen, wenn es Ihnen bei uns wohl werden soll. Es tut nicht weh, sobald man’s gewöhnt ist. Was Sie zu tun haben, ist, Ihren Pflug auszupacken. Je mehr man über Sie schimpft, um so besser. Man wird aus Sie aufmerksam; das ist alles, was Sie brauchen, und kostet Sie nichts. Uebrigens läßt sich die Sache auch sehr leicht in Ihrem Sinn regeln. Ich will Ihnen das besorgen. Wieviel wollen Sie an die „Crescent City News" rüden?"
„Keinen roten Cent!" rief ich grimmig, indem ich unser Frühstück bezahlte.
„Sie sind aufgeregt!" meinete Lawrenee begütigend. „Das ist nicht gut. Kühl bleiben ist die erste Regel des Lebens, namentlich im Süden und heutzutage. Wir wären alle besser daran, wenn mir sie vor fünf Jahren mehr beherzigt hätten."
Ich ging wieder nach dem Levees, dem „Wil- den Westen" zu. Ein gewaltiger Menschenhaufen umstand jetzt die Ausladestelle des Schisses. Im
Kern des Knäuels schien es lebhaft zuzugehen. Meine sechs Neger hatten sich auf die übereinander getürmten Kisten geflüchtet und verteidigten ihre aün- ftige Stellung mit rühmlicher Hartnäckigkeit. Zoll- uno Leveebeamte waren die Angreifer. Das unparteiische Publikum begrüßte jede Wendung des Wortgefechts mit lauten Lachsalven.
„Herunter von den Kisten!" schrie ein bärtiger Mann, der in Reste einer unbekannten Uniform gekleidet war. „Herunter, verdammter Nigger! Die ganze Bagage muß In dreißig Minuten verschwunden sein. Nichts darf auf den Levees ausgepackt werden. Fort mit dem Zeug!"
Der aufgeregte Herr hatte eine Hilfstruppe von drei Mann in Zivil, die nach den nackten Beinen meiner Neger griffen. Eine Brechstange, welche zufällig aus die Finger eines der Angreifer fiel, veranlaßte die heftige Fortsetzung des bloßen Wortgefechts. Ich drängte mich durch.
„Hier ist unser Herr!" schrien die Neger triumphierend. „Hurra für Alt-Dixies Land!"
Der Levee-Inspektor wandte sich zornig an mich.
„Wissen Sie nicht, Mister, daß nichts auf den Levees montiert werden darf?" fragte er mich, mit ausgesprochener Unhöflichkeit. „Wollen Sie Ihren Kram fortführen?"
„Wollen Sie ihn fortführen?" fragte ich mit völlig wiedergewonnener Ruhe, seitdem ich die Zeitungen nicht mehr sah. „Soll ich ein paar Kesselwagen und zwanzig Pferde auf Ihren Tanzboden bringen lassen und die alten Bohlen durchbrechen?"
Er starrte mich an.
„Seien Sie vernünftig und lassen Sie mich machen", fuhr ich zutraulich fort. „Ich vermute, ich verstehe mein Geschäft besser als Sie. Zum Vergnügen bleibe ich nicht hier. Ich bringe meine Sachen weg, so schnell ich kann. Mehr kann auch ein Yankee nicht tun, soviel ich weist."
„Aber es ist gegen das Gesetz; es darf auf den Levees nichts montiert werden", erklärte mein Gegner.
„Was wollen Sie machen? fragte ich ruhig. „Es gibt nur einen Weg, die Sachen fortzuschaffen: ich montiere meine Maschinen, mache Dampf in den Kesseln und fahre davon, wie es bis jetzt überall
fielen durch tfyt schnelles und faires Spiel. Grohen-Duseck suchte die technische ilefrerlegen- heit von Rot-Weiß durch großen Eifer auszugleichen. Bei etwas mehr Glück hätte das Resultat für Grohen-Buseck günstiger lauten können. Das Spiel fand in Verbandsspielwart Heil einen guten und gerechten Leiter.
Spielvereinigung 1900 (Sieben.
Spiele vom Sonntag:
Ligamannschaft — D. f. R. Olympia 07-Frankfurt a. M. Liga 4:1 (2:1).
IIIa-Leh rmannschaft —Heuchelheim 1. 6:4 (12). Illb-Mannschaft — Heuchelheim II. 2:0.
5. Rach dem trüben Dorsonntag wieder ein glänzender, obwohl die Mannschaften unter schlechteren Bedingungen zusammengestellt waren. Alle Mannschaften, reichlich mit Ersatz durchsetzt, waren siegreich Aber man kann es auch getrost sagen, der Kampfgeist war ein weil besserer, denn in kritischen Momenten lieh diesesmal niemand den Kopf hängen
Der Verein für Rasenspiele .Olympia" 07- Frankfurt, hielt das, was man sich von ihnen versprochen hatte. Eine einheitliche, gleichmäßig durchgebildete Mannschaft, die im Feldspiel den 1900ern ebenbürtig, zu Beginn der zweiten Spielhälfte sogar überlegen war. Die Spielvereinigung 1900 gewann dieses Spiel auf Grund der ganz überragenden Leistung der Läuferreihe. Dieses famose Dreigestirn setzte durch ein bestechendes Stellungsspiel den Gegner bei allen noch so gut durchdachten Aktionen schachmatt. Bewundernswert war die Ausdauer bei dieser Riesen- Hitze. Im Sturm der Einheimischen hatte man diesesmal auch die Schießstiefel an, so dah der Gästetorhüter, der übrigens der beste Mann der Frankfurter Elf war, zur Entfaltung des vollen Könnens gezwungen wurde. Die beiden Verteidiger paßten sich als Ersah vollkonnnen in den Rahmen der blauweißen Elf, besonders Mand - l e r spielte wie in seinen Jungen Sagen. Auch der Gießener Torhüter war heute glänzend disponiert. Er und fein Gegenüber erhielten oft den Beifall der ettoa 300 Zuschauer. Was beide durchltesten. war unhaltbar. 1900 erzielt in der 1. Spielhälfte zwei schöne Tore. Olympia kommt kurz vor dem Seitenwechsel zum Ehrentor. Gießen vergibt zwei bis drei sichere Chancen vor dem leeren Tor, einmal rettet die Latte. Rach der Pause drückt zunächst Frankfurt. Sein Widerstand erlahmt aber, als Gießen gegen Schluß durch Kopfball ein drittes Tor erzielen und wenig später einen Händeelsmeier zum vierten Erfolg ausnuhen kann. Zum Schluß kritisierten die Gäste etwas allzulaut die einwandfreie sichere Leitung des Schiedsrichters, eines Herrn von Butzbach.
Die lila (Lehrmannschaft) errang in Heuchelheim in geschwächter Aufstellung über Heuchelheims kampferprobte I. einen 6:4-Sieg, nachdem bei Halbzeit Heuchelheim noch mit 2:1 im Vorteil war. Eine schöne Revanche für die 5.1-Riederlage in Gießen.
Auch die IHb konnte gegen Heuchelheims II. mit 2:0 siegreich bleiben. Das Spiel der II. in Marbach soll auf den 28. August 1927 verlegt worden sein.
Um den Aufstieg
zur 2< Bezirksligaklaffe.
Frohnhausen (Dlllkreis) — D. f. D. Kirchhain (Kreis Marburg) 3:2 nach Verlängerung.
d. Die beiden Kontrahenten enttäufd)ten nach allen Seiten. Cs fehlten Schnelligkeit. Ballbehandlung und Zusammenspiel. Alle drei aus der Liga ausscheidenden Vereine (Gladenbach, Riedergirmes und Dillenburg) gaben weit bessere Gegner ab. Den Fcohnhäusern muh man den endlichen Erfolg von Herzen gönnen, nachdem sie jahrelang immer kurz vor dem greifbaren Ziel strauchelten. Man merkte den beiden Mannschaften an, daß sie wenig Verkehr mit guten Fußballmannschaften aus Städten haben, sonst wäre die eigene Spielweise eine kultiviertere. Der größere Eifer und das bessere Durchstehen brachte den Leuten aus dem Dillgebiet den verdienten Sieg, wenn auch erst nach schwerem und teilweise hartem Kampfe. Die gefälligere Spielweise bot unbedingt Kirchhain, besonders in der ersten Spielhälfte. Der in seinen Leistungen nicht gerade überragende Schiedsrichter mußte gegen Schluß zwei der allzueifrigen Kampfhähne (von jeder Partei einen) vom Platz stellen. Bis zum ersten Wechsel lag Kirchhain 1:0 in Front. In der zweiten Hälfte erzielte Frohnhausen aus
gehalten wurde. Haben Sie noch nie von einem Dampfpflug gehört? Wenn Sie's besser wissen, greifen Sie zu. Ich werde Ihnen sehr dankbar sein."
„Aber die Instruktionen, das Gesetz!" rief er, etwas kleinlauter. „Donnerwetter, ich bin hier, um Ordnung zu halten."
„Was wollen Sie machen?" fragte ich ruhig. „Ich stelle die Ordnung auf dem schnellsten Wege her, der überhaupt möglich ist. Sehen Sie das nicht?"
Er starrte mich aufs neue fragend an, bann die Kessel, bann die breiunbfünfzig Kisten.
„Was will ich machen?" fragte er enblich, sehr nachdenklich werdend.
„Ich will Ihnen das anbeuten!" antwortete ich unb brückte ihm zwei Fünfdollarscheine in bie Hand. „Dort an ber Ecke ist ein Biersalon. Bon dort aus können Sie bie Fortschritte, bie wir machen, genau kontrollieren. Wenn Ihnen bie Sache nicht flott genug zu gehen scheint, so roenben Sie sich nur gütigst an mich. Wir wollen schon Orbnung halten, Sie unb ich."
Er lachte befriebigt. „Vorwärts, Jungen!" rief er seinen Hilfstruppen zu. „Dieser Herr ist ein Gentleman. Guten Morgen, Sir!"
Die vier Männer bes Gesetzes marschierten in gerabeftcr Linie dem angebeuteten Biersalon zu unb erschienen erst am folgenben Morgen wieder, um sich weitere Instruktionen zu holen, bie mich fünf Dollar täglich kosteten. „Billig!" meinte Lawrence. „Sie machen Fortschritte. Aus Ihnen kann schon noch etwas werben."
Gegen Abenb ftanb ber erste ber zwei Kessel auf seinen vier Straßenräbern. Meine Negertruppe hatte sich auf zwölf Mann vermehrt, bie mit wach- senbem ^tolz ihr eigenes Werk betrachtete. Auch bie Zeitungsartikel hatten sichtlich schon gewirkt. Wir bekamen Besuche von Herren, denen ber „Picayune" aus ber hinteren Rocktasche sah. unb bie viertelstun- benlang beobachten!» unter meinen Kisten unb Kasten herumstöberten. Keiner versäumte, bie Breite der mächtigen Fahrräder mit den ausgespreizten Fingern beider Hände abzugreifen. Die meisten zogen hierauf oerftohlen einen Maßstab aus der Tasche, steckten ihn aver rasch wieder ein, wenn sie bemerkten, daß sie beobachtet wurden. Dann kamen sie gewöhnlich etwas verlegen an mich heran.
einem Strafstoß wegen unfairen Spiels den Ausgleich und aus einem Gedränge den Führungstreffer. Man dachte schon an einen 2: 1-Sieg Frohnhausens, als Kirchhain fast mit dem Schlußpfiff gleichzog. Erst in der nunmehr erforderlichen Verlängerung von 2X15 Minuten konnte Frohnhausen den siegbringenden Treffer erzielen unö trotz aller Gegenbemühungen bis zum Schluß halten.
Fuhball in Heuchelheim.
Sportverein 1920 I — Spvg. 1900 Gießen, Lehr» Mannschaft 4: 6.
ck. Zu dem ersten Spiel nach der Fußball-' sperre traten sich obige Mannschaften auf dem hiesigen Platze gegenüber. Die große Hitze beeinträchtigte das Spiel sehr. Heuchelheim war gezwungen, ohne zwei seiner Besten im Sturm anzutrelen. Durch die dadurch bedingte-ülm° und Reueinstellung verlor die Mannschaft jeden Zusammenhang. Ein derartig schlechtes Spiel hat man lange von dieser Mannschaft nicht gesehen. Rechnet man dazu noch einen Schiedsrichter, der gelinde gesagt einen sehr schlechten Tag hatte, so ist die Erklärung für die Riederlage gegeben. Unter diesen Umständen auf eine nähere Kritik der einzelnen Spieler einzugehen, erübrigt sich vollständig. Rur soviel sei gesagt: wenn sich die Heuchelheimer Mannschaft in Selbstdisziplin und Energie nicht mehr zusammennimmt, dann wird sie bei den kommenden Derbandsspielen eine sehr klägliche Rotte spielen. — Die Zweite Heuchelheims verlor vorher gegen die 3 b von 1900 mit 2:0.
Tennis.
Gießener Tennisklub 1922 e. v. — Tennis- unb Lis- klub Darmstadt 6:10.
Da der Gießener Tennisklub in seiner näheren Umgebung keinen ebenbürtigen Gegner mehr finden konnte, hatte er sich am vorigen Sonntag den Tennis- und Eisklub Darmstadt verpflichtet. Die Spielstärke dieses Klubs ist in ganz Süddeutschland bekannt unb gefürchtet, konnte er sich doch durch alle Runden bei den Medenspielen schlagen, so daß er nächsten Samstag gegen Wiesbaden zum Endspiel antritt. Auch auf der Königsberger Olympiade bei den deutschen Hoch- schulmeisterschaften waren feine beiden Großen Krafft und Deutler in den Schlußrunden zu finöen.
Wenn man dies beachtet und das Ergebnis anfieht, vor allem auch die Sätze (Darmstadt 21, Gießen 18) und die Spiele (Darmstadt 209, Gießen 200) heranzieht, so muh man sagen, daß sich Gießen ausgezeichnet geschlagen hat. Von sieben Herreneinzelspielen gewann Gießen allein fünf. Das Spitzenspiel Kirchner gegenK rafft ging erst nach hartem Dreisatzkampf 2:6, 8:6, 4:6 verloren, ebenso das Spiel von Werner, der durch Schlägerdefekt behindert wurde. Die Herren Dr. B o st r ö m, Dr. Fische r,H amann, Roll, Scriba holten die fünf Pluspunkte für Gießen; dazu kam noch ein Pluspunkt im Herreir- Doppel durch Dr. Fische r/W e r n e r. In den Damenkonkurrenzen war Gießen von vornherein durch das Fehlen seiner stärksten Spielerin sehr geschwächt, so daß im Damen-Sinzel und Mrxed Darmstadt die Punkte für sich buchen konnte. Immerhin mußte Darmstadt, zumal in den Doppelspielen, alles aus sich herausgeben, um die dritten Sähe, zu denen es nach aufregendem Kamps durchweg kam, zu gewinnen.
Das Wettsviel hat gezeigt, daß es der Gießener Tennisklub mit den stärksten Mannschaften seines Bezirks aufnehmen kann. Man darf deshalb auf nächsten Sonntag gespannt sein, da an diesem Tage auf den Plätzen hinter dem Schühenhaus ein Wettspiel gegen den anderen Schlußrundenspieler der Medenspiele, den Ten- nisttub Wiesbaden, ausgetragen wird.
Die deutschen SchwimmeisterZchaften.
Die deutschen Schwimmeisterschaften brachten am Sonntag hervorragenden Sport. Im 100- Meter-Freistilschwimmen endeten Heinrich und Heitmann in totem Rennen. Das Rennen über 1500 Meter sah Joachim Rademacher als Sieger. Bei den Damen siegte in der kurzen Strecke über 100 Meter Fräulein Erkens über Lotte Lehm ann.
Ergebnisse: 4xl03-LNeter°Lagenstaffel. Erste Mannschaft Hellas Magdeburg in 5.00.5. Springen: 1. Dr. Lechnir mit 177,54 Punkten.
„Dies soll wohl der neue englische Dampfpflug sein?" begann die Unterhaltung.
„Jawohl!" antwortete ich zuvorkommend. „In einigen Tagen werden Sie deutlicher sehen, wie das alles zusammenhängt. Borläufig sind es nur zerbrochene Kisten."
„Ich denke, ich könnte wesentliche Verbesserungen in Vorschlag bringen", war fast regelmäßig die nächste Bemerkung, und bann, wenn ich hierauf nicht einging, studierte der Mann mit dem Ausdruck wohlwollenden Mitleids in seinem intelligenten Gesicht weiter.
Einer derselben hatte in dieser Weise mehrere Stunden des Nachmittags zugevracht, ehe er sich an mich wandte, ein Mann von mittleren Jahren, in schwarzem Anzug, mit einem scharfen Dankeegesicht, das seinen nördlichen Ursprung nicht verleugnete. Erst am Schluß der Arbeit, als ich die Neger unsere Winden, Hebel und Brechstangen für die Nacht au« JammenfteUen ließ, kam auch dieser Herr mit seinem: „Dies ist wohl der neue englische Dampfpflug?" an mich heran.
,Lawohl," sagte ich, „in einigen Tagen werden Sie deutlicher —
Er unterbrach mich mit einem leisen, nicht unfeinen Lächeln um den zusammengepreßten Mund. Er hatte meine Antwort wohl schon mehrmals gehört und wollte mir die weitere Mühe ersparen.
„Ich bin Maschinenbauer," sagte er, „und habe eine Stellung bei den städtischen Wasserwerken in Aussicht. Augenblicklich habe ich nichts zu tun und Langeweile. Lassen Sie mich mitarbeiten."
„Aber ich habe die Leute, die ich gebrauche", bemerkte ich.
„Ohne Lohn", antwortete er. „Ich habe genügend Geld und muß fünf Wochen warten, ehe ich bei den Wasserwerken eintreten kann. Ihr Pflug würde mich unterhalten."
„Sehr hübsch!" sagte ich, etwas mißtrauisch. „Sie wollen ihn wohl verbessern?"
Er lächelte wieder, kaum merklich.
„Ich bin ein praktischer Maschinenbauer von Beruf," versicherte er, „und mit dem Verbessern nicht so rasch bei der Hand. Aber ich möchte sehen, was sie im alten Land drüben zuwege gebracht haben, und will dafür arbeiten. Versuchen Sie mich."
(Fortsetzung folgt.)
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