Samstag,l). April 192Z
Nr. 81 Zweites Biart
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhchenf
imilie
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2. D.e enb.
Vereine
2tun Hal jedoch Präsident Eoolidge schon
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zumindest aus diejenigen früher zu verstehen gegeben, dah er .tmrntd>?r erwarten, deren Haupt- Farmerhilse" nicht abhold und geneigt sei, eine
der Farmer ist.
Die Glocken läuten
vom hessischen Volkscharafter
Einheimischen, und sie werden
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DRUCKSACHEN
•Iler Arl liefert die Brühl'tche Druckern
Ich wohne „am Iülichsplatz" und kann meinem Fenster aus direkt aus den Dom feine beiden Riefentürme sehen. Und das
von und tue
Siemsen.
grvhe Stadt, die ich in
Sie wissen cs nicht. So wenig, wie die Fisch« wissen, daß fie im Walser leben.
Ich bin hier fremd. Ich weih es
Don Han-
Köln war die erste meinem Leben sah.
Dater und Mutter
Industriccrzeugniffe zu erwarten. „ .
abfangebiet die Farm, denen stärkster Derbraucher
manischen VrlkSstanwr der Lhalten hin, deren und Werra waren. 111»
haben werden, ist sogar eine Abwärt s-De Vision der Zölle; ‘ ‘
Farmerhilse" nicht abhold und geneigt sei, eine sie nach feiner und seiner Ratgeber Ansicht vor- > wirklichendc Dill gutzuheiben. Und eben jetzt |
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-UM'guna fleen
Gans nehme ich mu Bv onuern zurülk *■* E. Stephan, st'rodcn Buluk.
W/W 1906 «.¥.
SamSiQfl, btn 16 i« abüS. b1, Uhr: WM- üiiplienaliii im Bootsbau- Taacöordnlwi: 1. mrticilunflcn, L Kafienberichl, S. üscridjitbene».
-Am 3l-6c
2. Cfttticirriae Ausflug n. der Weller-A nachmiilagr 3 Uhr
Zahlretchc^e- teiliflunn i?UB'®1 ber Boriiano__
wenn man über den a rohen Platz um die Türme hcrumgeht, dann weht einen der Wind beinah« um. Obwohl es in den andern Straßen garnicht so windig ist. Als ob diese ‘Siefentürm« wir zwei Riefen-Windsänger. den Wind da oben aus den Wolken herunter aus die Erde schraubten. Da saust er nun umher und reiht Leuten die Hüte von den Köpfen.
_______ nahmen mich mit auf eine Rheinreis«. Ich war «in kleiner Junge von sieben ober acht Jahren und füllte mir bet Köln aus dem Rhein em Fläschchen mit Wafer und dachte, ich hätte nun „Kölnisches -Wafer" Das wollte ich meinen Schwestern
ich auch. Und dann geh' ich zu Dett.
Am andern Morgen, kaum dah ich ausgewacht bin, muh ich doch mal schnell eben aus dem Fenster sehen! Ob der Dom noch da ist? Ja. Sr ist noch da! Es ist noch nicht ganz hell, und die Riesentürme verlieren fich fast un- sichtbar da oben im nebligen Morgenhimmel. Es ist kalt. Und ich gehe schnell wieder inS Derr.
Und wie ich nun so da liege im Halbdunkel, nicht ganz wach und auch nicht ganz schlafend — ta kommt es auf einmal... ja, was ist das. was da kommt? Und woher kommt es^ Durchs
hessische« Land ist genau genommen nur die nördliche Dctrerau und der Dogelsbera. und nur etwa ein Sechstel der heutigen Devvuerung
In saft allen Schriften über Helfen wird mit außerordentlichem Eifer auf die Unterschiede in dem DvlkScharaktcr der einzelnen Landesreiie ausmerksam gemacht. Tiefe Untcr'chtede sind den Landfremden Veit weniger bemerkbar als den diesen im
Snglijche Dokumente zur vorkriegsgeschichte
Don ® r a f Mar MontgelaS
Recht wie Dauern dessen Bevölkerung nur Ai einem Drittel in Dayem. zu zwei Drittel li Fronten und Schwaben besteht. Oder tote Sachfen, das mit dem altgermanischen Dollsstamme der Sachsen nur noch den Hamen gemein hat. Die Einheitlichkeit der Devölkerung Hellens wird von Dr. Dietr . ch in folgenben Sätzen hervor-
©ÄunöÄp
mitbringen.
Don bem Dom habe ich bamals nicht viel gesehen Er war wohl zu groß für mich — so groh. dah ich kleiner Knirps ihn nicht ganz ersehen konnte. Inzwischen bin ich selber groß geworden. Und wenn ich nun nach Köln komme, bann bin ich jedesmal aufs neue erstaunt darüber, wie groy doch eigentlich diese Kirche ist!
Die Leute sagen ja, dah sie früher schöner gewesen ist, als sie nod> unvollendet war, als ihre Türme noch nicht so hoch und spitz in den Himmel stachen. Und das wird wohl auch stimmen. ..Etwas zu Ende machen" — daS ist ja durchaus nicht immer gleichbedeutend mit ..Doll» enbung“. Aber so groh fein, wie diese Kirche es ist, das ist doch auch «ine Leistung W.e klem« schwarze Fliegen sehen die Duh'.en aus. di« da oben um die Turmspitzen sl.egen. Und
colsons?
3. Wie Dreh in seinen Memoiren miltcilt, war er mit seinen Mitarbeitern im Grunde einverstanden. nur seine Methode war vorsichtiger. Er selber war es jedoch, der den Russen nahelcgte. sie könnten während der diplomatischen Verhandlungen die Mobilmachung gegen Oesterreich durchführen. Sr war eS. der Deutschland zu dem Versprechen drängte, dah es feinerlei!« gegen eine solche russische .Teilmobil- machung^ nichts elnzuwcnden habe, und er war es. der die von Deutschland erteilte Zusage sofort nach Petersburg übermitteln lieh. Dort wußte man nunmehr, dah man unter dem Deckmantel einer offiziell nur gegen Oesterreich gerichteten Mobilisierung ungeftört auch die an der deutschen Front b^retben könne.
4. Ricolfon richtete an den britischen Bot- schaster einen Privatbries, worin aus und zwilchen
Fenster? Rein! Aus der Lust? Aus der Erde? Und was ist es. waS da kommt? Sin Ton? DaS ist gar nicht zu lagen. Einen Ton kann man doch hören? Und die« da suhlt man mehr, als dah man es hört
Die 3 Io den läuten! Da« ist es! Die Domglocken! Aber so etwas habe ich noch nie gehört. DaS kommt nicht aus der Luft, dakommt au« der Erde Und wieder aus der Luft? Und wieder au» der Erde.
Zuerst kommt cm tiefes Dröhnen daher. Dan, hef und stark — und dabei ganz zart, beinahe leise. Wie von weit her. von den Bergen her- ubergewcht Und dann ist «ine Paule Und dann kommt derselbe Ton noch einmal — ganz leise und zart, wie ein Scho aus weiter Ferne. Und dann, nach einer Paule, noch einmal: aber diesmal «chon deutlicher, stärker, aus aröherer Rahe - Und wieder eine lange Pause.
Und dann bricht plötzlich ouS der Erde ein gewaltiges Donnern — nein, kein Donnern - ein Gelang, ein ungeheures melodisches Getöse, ohne Anlang und ohne End«, als ob Gebirge zu fingen begännen, als ob das Meer anhngc. zu dröhnen Das find keine Töne, das find Ströme von Klang. Wellen und Wogen, di« nicht verebben und aushören. sondern heran-, vorüber» und weiterrollen in die Unendlichkeit — hinter fich neue Ströme und neue Meer« mit tiefem, ftärlem. vollem Fluten. Der Himmel schwankt und die Erde zittert.
Das hört man nicht, wie andre irdisch« Tön«, nur mit den Ohren. daS ..hört" man mit dem ganzen Körper. Mein kleines Zimmer ist ange- füllt mit Gesang wie mit Waller. Es ist Ichwer. zu ahnen. Ma" fürchtet, zu ertrinken in diesem Meer.
Ich schwimme Aum Fenster und fehe hinaus. Wird denn in diesem Meer von ®tiok das Mauerwerk der Türme 'die Pfeiler und Sau.en und Spitzbögen i nicht abbrödeln wie Iuckerwert' — Olein, nein! Da stehen die Türme '.m Morgen- nobel, als ginge fie das ganze gar nichts an. Man sieht nicht einmal, wo tre ©loden hängen.
Ganz oben um die Turmspitzen f?.egcn Du Dohlen wie kleine schwarz« Fliegen. Urckfinden reiht der Wind, der um die öden 'ahrsi den Lernten di« Hüte vom Kopf. Und sie 'chemen gar nicht zu merken, daß da oben Domgloden läuten, dah sie in einer Flut einem Meer melodischen Getoses sich bewegen.
bunb und Dreiverband aufzuwersen Sofort, fchon am 25. Juli 1914. gab Erowe auch die Parole aus. die fpäter wahrend 50 Monaten das Zeldgcschrei im Lager der Entente werden sollte, und die im Ultimatum vom Juni 1919 wiederkchrt. es handle sich um einen Kamps ..zwischen dem nach der Diktatur in Europa strebenden Deutschland und den nur aus Erhaltung ihrer individuellen Freiheit bedachten Mächten". Der russische Zarismus und die Regierung Po.ncare seien „nur auf Erhaltung ihrer individuellen Freiheit bedacht'.
»aültige Zustimmung Greys zur Absendung des Konlerenzvorlchlags. infolgedessen die Wege der Londoner und der Berliner Politik sich erstmals trennten, hat Ricollon von seinem Ehel dadurch erlangt, dah er ihm meldete. es handle sich um einen Gedanken des russischen Oluf)enminiftort. Mißverständnis 2i-
den Zellen zu lesen war: Wir w..roen bereu fein. Ruh and ein Versprechen der Waffen- h i k s e zu geben. Bei unseren politischen Gc- wchnheiten ist das jedoch nicht möglich, bevor nicht die össentliche Meinung dafür gewonnen ist. Ruhland dürfe jedoch i. beifügt sein. k«h .wenn w'.r in bie Konflagrarwn bin- eingczogen werden sollten, wir an der Seite unserer Freunde stehen würden".
5 Die allgemeine Mobilmachung Rustland» ist nach London eberJo früh gemeldet worbe:', wie nach Paris. Das Telegramm ist zwar mit\ grober Derlpürung ringet reifen, immerhin konnte und muhte man im Londoner Auswärtigen Amt spätestens am 1. August klar ortenden, dast R u h- lanb bie erste Macht war. die zu einer allgemeinen Mobilmachung geschritten war. etwa 24 Stunden vor Oesterreich-Ungarn und etwa 43 Stunden vor Deutschland, da» obendrein auch noch von Frankreich überhol! worden war.
t Mehrere Diplomaten der Q.tiente auf sehr wichtigen Posten sind nachdrücklich dafür e.n- getreten, dah der österreichifch-lerbilche Krieg lokalisiert bleiben solle, und das es nicht gerechtfertigt sei. wegen biet er Balkans rage einen Wcltbrand au entfachen So meldete der französische' Botschafter in Dien, X Ehilhaud» Dumaine. er will« nach Eingeständnissen seine» fcrbi’dxn Kollegen, dah die Monarchie durch die panlerbische Agitation aus» Luhe ist e be- droht fei, so dah sie nur die Wahl habe mit militärischen Machtmi tcln der Un:erhöh!ung ihrer Integrität ein Ende zu machen oder den Verlust der südslawllchen Provinzen tatenlos hinzunehmei,. In schärfster TBede erklärte sich ferner der brl- tifche Botschafter in Paris. Sir Z. LBertie dagegen, dah man die .alberne und altmodisch« Pose" annebme. dah Ruhland der Schirmherr aller slawischen Staaten sei. gleichviel, wie diese sich ausführten.
7. 3n den letzten Tagen der Kris« beeinflußte Frankreich unausgesetzt durch phantaftifch« Rachrichten über deutsche ÄriegeoDrlxrcttungen die Meinung England» und dessen Auswärtiges Amt. Obwohl man dort au» eigenen Quellen andere Rachrichten hatte, schenkte man doch den Insinuationen au» Paris mehr Glauben, so dah die überhitzt« Phantasie Srowe» schon am 2. August deutsche $terc ohne Kriegserklärung in Frankreich cinmarsch'eren fahl
8. Da» englisch« Blaubuch vom 6 August 1914 hat nicht nur mit größter Genauiakeit alle Stellen au» den Dokumenten ge ft rieben, die sich auf die vorzeitige rufsifche Mobilmachung, die Aufforderung dazu, und auf das Abraten der eigenen Diplomaten gegen einen Weltkrieg bezogen, sondern es hat auch mit ganz besonderer Sorgfalt solche Stellen gestrichen, die «in Zeugnis für die versöhnlich« Haltung Deutschlands ablcgten. So war in einer Depesche erwähnt. t>ati ein Telegrammwechsel zwischen Kaiser Wilhelm und dem Zaren begonnen habe. Eine Randnotiz de» Amtes bemerkte dazu, ba-fy daS eine wichtig« Rachrichl sei. Trotzdem wurde der betreffende Satz von den Bearbeitern des Blaubuches gestrichen. Die lange verbreitet« Auffassung, dah dieses Blaubuch eine ungeschminkte Schilderung der Lage gegeben habe, tote «6 sich zu Kriegsbeginn in London barstellte, kann In keiner Weile aus- recht erhalten werden. Besonders ^befremdend ist es. dah man nach dem f ogenannten. Frieder-slchluh noch sieben Jahr« verstreichen lieh, ohne die im August 1914 verbreiteten Unwahrheiten richtig zu stellen.
Bor c.nrm Dicrtesiahre hat England m.t der Deröllentl chang der amtlichen Dokumente über die nähere unb fernere Dvrge'ch.chte kes Krieges begonnen, unb zwar bat o. deutschem Beispiele felgend. Auerit den letzten Band herausgegeben der d e Krise von 1914. die Er- r.gnifl« vom A.tentat von S.rajewo <28 3unt) bis zur englischen Kc.egserNärung an Deutschland (4 August» behandelt De wertvoll« Der- öllentl.chung hat nach den vorliegenden Rach- richten besondere Beachtung in den Bereinigten Staaten g.sunden. we.t wen ger in Deutschland, wo die täglichen Sorgen, die vertragswidr.ge Fortdauer der Besetzung de» Rhe.nlandes. das ungerechte und vertragswidrige 22111ärrcg;meiU im Saargebiet. d.e Bergewalt.gung des L utsch- tums in den vom Reiche abgetrennten Gebieten die Gemüter zu sehr befchäft.gen. um cm« Berti «sung in die Dergangenheit zu gestatten. Daher mag vielleicht manchem Leser eine knappe Skizzierung des W chtigsten willkommen fein, was d.e englischen Dokumente an Heuern bitten. Es läßt s'.ch zulammenfallen wie folgt:
1. St Edward Oren» nächste Mitarde-ter. der llnterstaat.sekretär Dr Arthur Ricolfon und der zweite Unterstaatssekretär S r Ehre Erowe, vertraten von Anfang an den Standpunkt. dah England an der Ör.te Frankreichs und Ruhlands fechten müpe. fall» es zum Krieg« komme, ohne je'c Rücksicht darauf, wo in dem österre.ch sichen Streite Recht und Un- recht liege. Entscheidend für die Auffassung war nicht das österreichische Ultimatum und nicht das Eintreten Deutschlands für die österreichischen Forderungen sondern die Meldung des russischen Botschafters in Petersburg dah Frankreich und Ruhland entschlossen seien, bie Machtsrag « zwischen Drei-
1 gehoben:
„Die Bevöllerung des heutigen Boltsstaates Hessen ist insofern clnheiilich. elnbettii^cr als die der meisten deutschen Länder, als he aus- fchltehlich au dem Stamme der Franken gehört Ripuarische Franken, Rheinfranken, haben nach dem Älemannensirg« Shlodwig» bie den Alemannen abgenommenen Gebiete in den heutigen hesitschen Provinzen Starkenburg und Rhein- hesien und in fcc.n südlichen Teil der Detterau besiedelt A'.S Franken lind aber auch die Nachkommen der 2hatten, die Hellen, an^ukben. Sie hab.-n s.ch um 500. wahricheml'ch freiwillig, dem Bunde der ihnen nahe vcrwandten Franken an» gefchlollei Möglichcrwclle haben sie sich, wenn auch nur m beschränktem Mast«, an der Besiedelung der von den Alemannen damals geräumten Landstrich« beteiligt DolkScharakter und Sprache widersplcchen dieser Annahme nicht. S-« sind in den drei Provinzen Hessens tat groben und gan = cn ticklben. Dr? nicht zu leugnenden Befonderyeiten der im Dvgrlsberg im Odenwald. >n der Wctterau. im Ried und in dem rheinhrisi- fchen Hügelland ansäffig Gewordenen haben sich im Lause der Jahrhunderte herausgebildet unb finden durch die Berschiedenheit der natürlichen Bedingungen und der geschichtlichen Entwicklung ausreichende Erklärung"
Richtiger ist es allo. daS E.nigende mehr bi den Bork ergründ zu rücken und das Unterichieb- liche zurücktreten zu lassen. Wer Gelegenheit hat. dem hessischen Landtag, den Tagungen wirtschaftlicher Körperschaften < Landwirt chaltskammer. Handwerkskammer ufw./ oder gröberen, aus ganz Hefen befuchten Bersammlungen beizuwohnen. wird bemerken, dah die Unterschied« rm hessü« schen Dolkscharakler durchaus nicht so groh sind, wie man allgemein glaubt, und dah weit eher Munken. Beruf und Bildungsstand eine > Pcr'önlichkeit charakterisieren, als die heimak- l uche Herkimft.
Hessens find als Rachkommen der LhaUen und als Hellen anzu prechen. Den Rar.ten Hessen hat der truligc Bollestaat von der Lan graHdtalt als Rechtsnachlrlger übernommen. Der Bolks- ftaat führt wie Dr Dietrich weiter au» tresiend bemerkt, seitzen Romen mit demselben
strich». Die zuletzt erwähnte Anschauung ^eht wohl vorwiegend aus einer geschichtlichen Betrachtungsweise hervor, nach bet ein grober Teil der Bewohner Hellens eigentlich nicht als Hellen bezeichnet werben kann, well biete erst später dem helli'chen Staatsgebiet« eiiwerlribt wurden. Die Stammesgcfchichte läht jedoch weit mehr die Idee der Einheitlichkell hervortreten. ohne jedoch die Unterichiede ganz zu leugnen.
Bor kurzem ist in der Bücherreihe .Deutsche Stadt — Deutsches Land" (herausgegeben von dem kürzlich verstorbenen Erich Köhreri ein Lamm et werk erschienen unter Mitwirkung führender Persönlichkeiten deS Landes He"en und mit besonderer Förderung des Staatsministeriume unter dem Tllel .Das Land Hessen, ©eine Entwicklung und feine Zukunft 'Deutsche Berlags-Akriengesellfchast. Berlin). Es werden darin das Kulturleben in Hessen die historischen Stätten. die Bildunasanftalten. Mufeen. Kirchen. Burgen unb Schlosser. Dein- bau und Landwirllchasi. bie Bodenschätze, die Industrie die Städte und Städtchen, sowie Handel unb Verkehrswesen nach ihrem jetzigen Stanb beschrieben. In dem Einleitungskapitel unler- «ucht der Direktor des Staatsarchrö» Dr. 3. R Dietrich Harne und StammesaN der Hellen. Der Rame deutet auf die Abkunst von bem ger-
Looiidge gehl unter bie Sarmer.
Bon unserem 2 D. A. - Berichterstatter. tAachdruck. auch mit Quel enangabe. verboten!»
Reuyvrk. Anfang April 1927.
D e repub.ilanisch« Präs d:nt cha'tskampagne hat begonnen D« nahm ihren Anfang in dem Augen bl ck als Präsident Lovlidge leinen Ra- menszug unter bie Botschaft setzte, mit der er bem jtongreb auseinandersehte, warum er gegen die Farmerhtlsenvorlage sein Beto einzu- legen sich gezwungen seh« Die etlichrn achttausend 'Borte, mit denen dies geschah, wälzten sich wie riet Lawine über die Hoffnungen des agrarischcn Drstens die Derwünschungen des industriellen Ostens hin und begruben die Dorlage Io tief, hab ihre Freund« nicht einmal mehr den allerdings aussichtslosen Deriuch machten, die zur ileberfilmmung des Betos in beiden Kongrist- Mutern nötige Zweidrittelmehrheit zusammenzu- bringen.
Roch nie ist eine vom Kongreß gutgeheisten. ,Mabnahmc von einem Präsidenten so erbarmungslos zerpflückt worben, wie die Agrorbisi von Coclibge zerpflückt wurde. Damit ist arnr bae alte Problem, was zu geschehen hab«, um den Weizen- und Waisdauern. den Baumwolle- unb Tabakpflanzern und den Schweinezüchtern Hb’ar für ihre ErzeEnifse unb auskömmliche Pre i s e zu sichern, keineswegs au» der Welt geschasst. Was immer die wirtfchastlichen Schwächen der McRarybill sein mögen, so war sie Schllehlich diejenige Mahnabme, sur die die Agrar- iiüerelfen des Landes endlich eine Wehrst.it Int Kongreh zu erlangen vermocht hatten. Sine Mehrheit. bie nicht nur von einer Partei kam, sondern über die Hälst« der republikanischen w.. demokratischen Stimmen umfafite. Di« Befürworter ber Borlage haben denn auch bereits an- eetonbigt, bah sie unmittelbar nach dem Zusammentritt des neuen Kongresses im Dezember mit derselben oder einer ähnlichen Vorlage hervortreten und nicht eher ruhen werden als bis auch der Farmer etwa» von der Prvtek- tionspolitik hat, die ber Industrie im Osten de» Landes so groh« Dorteile bringt.
Di« Spaltung zwilchen dem Industrie- Osten und dem Agrar-Westen und -Süden hat sich durch Eoolibges Deto erheblich erweitert und vertieft. Die republikanllch« Partei durchzieht ein R i b- Man hört, bie erbitterten Farmer beabsichtigten, ihre Abgeordneten zum repubsilanilcheii Äationalkonvent 1923 aus bie Erkürung eines Äanbibaten zu verpflichten, ber mehr Sympathie mit ihren berechtigten Wünschen habe, als der gegenwärtige Inhaber des IDeiben Haufes. Don dem früheren Gouverneur von Illinois. Frank O. Lowden. von EharleS G. Dawes und anderen ist die Red«. Herr Eoolidge wuhte. welch« Gefahr feinen etwaigen Absichten auf die Diebernominierung aus bem Deto erwachsen konnte. Trotzdem fand er den Mut. bie McRarybill als versallungS- toibrig unb al« eine wirtschaftliche Täuschung zu bezeichnen unb die Beweise basür zu erbringen, chah sie blrt auch tatsächlich ist.
Damit hat Eoolidge Strömungen entfesselt, die nicht nur seine eigenen Chancen auf bie Wiederwabl beeinflussen mögen, sondern die auch ber Politik seiner eigenen Partei eine neue Richtung geben bürsten. Das Glaubensbekenntnis de» republikanischen Parteitags von 1924 enthält den folgenben Absatz: .Die republikanisch« Panci oer- pslichtet fich aus den Ausbau unb bie Annahme von Mahnahmen, welch« die Agrikulturinterellen Amerikas zwecks Sicherung ihres WohlergebenS unb Erfolge» aus bie Grundlage wirtschaftlicher Gleichheit mit anderen Industrien stellen". Dielen Pallu« haben die Landwirte, die Viehzüchter, bie Tabak- und Daumwollpflanzer nicht vergellen. Man geht kaum fehl, wenn man für bie nächst« Rongrcfnogung bas Wunder eine» Ansturms der repiivlikanischen .Infurgenten" aus den Schutz- zolltaris prophezeit. Angesichts ber Tatsache, dah bie Demokraten im neuen Senat zusammen mit den republikanischen .Abtrünnigen" eine Mehrheit
hat er einen Sch^chzuz getan, bet triebet einmal
lege btckr F^rmcriohn kst H r GooJibgf hat angekündigt, tast rr den Sommer in Westen zu Orrbnngcn gedenke c?tlitg< : lent le.ne Crmmer- rriibcn» tt.'.cnbr ? p-rt juh.: 4 gen. wo ber ihm ur.aüruige —int weh Welchen Staat er zu beehren veab ichtig: tz.ht noch nicht lest. Aber teb.nlasis S rJ ei m;n Oinbrud n.cht reri.hsin. wem er i^» ! v-i ag.n mitten unter b i e c'toh bauern fetzt unb ihnen Gelegenheit gibt, ihm hre Wür ch. ihre Tlnsichten ibr« Klagen per'ö isich vorzutragen. wobei et natürlich anberetfelt» nicht verfehlen w rd. ibntn gle.d>- Acttig ’c.nen e ger.» Öiar.bpunlt NatAumachen. Da» immer bie Herren Lowden unb Dawes planen mögen, pvlni'ch Klügeres al# es der Präsident vot^t. könnlen sie cht u uernebmeft Unb wenn Herr Erol.^..e mti eigenen Augen de Lage der Farmer gefe i. mit el^c .en Obren ihre Belchwcrben mit anjeb-'ri haben wird und bann trotzt cm t<t der Ucberieugung beharrt, dast Ad» d.Ile in eine bc<1erc .\crm als de bet Preis- fiiicrung. w.e s e bie ücRartzb.ll vor chlug ge- Neidet werden kann, bann wird di eie liebe rzeu- gung u:n \p schwerer in die sDaalchale lauen, und selbst Du Landwinwir) i ch überlegen müssen rb Mnn doch nicht feine Einwände auf winichastlich gefunden Erwägungen beruhen
D<r ar.:cn!ani ü.< Westen bat noch nie c.nen Ptäsite.iten al# Scu.metgast gc eben Man würde es L-oolibge hoch anreyne;.. Denn er der Erst« wäre, bet mit der -Z.abUion bräche dah das Landtsoberhaupt sich nie au weit von Washington entfernen soll. Allerdings Hai Wilfon den Atlantik «UKimat gekreuzt! i'.lxr viele Amerikaner sind allgemach zu der Ucbcricugung gekomincit. dast der KtugSpräfident heiler daran getan häti«. wenn et zu Haus« geblieben wäre Der ganze Westen wird Aufammcnlaufen unb nach der Heimkehr mancherlei Gute» über ihn zu lagen willen. So macht man Stimmung, ohne dast man sich besonder» an» Uistrengen braucht So verwischt man wenigstens zum Teil den im Westen unleugbar vorherrschenden Eindruck, dast alle dar Effekutiopalais in Washington umgebenden Etnsiulse bie de» Ostens, der Industrie, de» Gtostgefchäil». der Finanz sind.
Dcr berühmte .Sprecher de» Weihen Hauses* stellte al» Botbebingungen für den Auseiithalts- ort auf. dast er .nicht zu weit von Washington entfernt, angenehm kahl unb etwa» hoch gelegen sein mülfe". Diele Bedingungen Iche'.nen den sogenannten Maisgürtel, das Zentrum ber Farmer-Oppolition. ausAulchliesten. Wie bem auch fei. Herr Eoolidge hat es sich zur Gewohnheit gemacht, erst bann zu reden, wenn er etwas zu sagen hat. Die» bezieht fich aus w.chtig« wie aus unwichtige D.r.ge. Allen Anzapsungen, auch der ihm Raheltehenden über seine Zukunft»- Absichten gegenüber hat er sich schweigsam verhalten. .Man kriegt nichts aus ihm heraus", pflegen bie Senatoren zu lagen. Unb bie Kon- grcfwbgcotbneten. Und bie Anderen. Und da he von ihm leibst nicht« erfahren, verlegen l.e sich aus bu Zeichendeuterei. Zeichen lallen Ich
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allgemeinen viel zu stark beton'. Sie Haden sich auch erst im Laufe einer langen Zeit herausge- bilbet. werden aber in kürzeres Zett durch die Entwickelung d«S Verkehrswesens nebr und mehr verschwinden. Im grosten und ganzen ist der Eharakter her Bevölkerung Hellens lehr einheitliche da» allen Hellen Gemeinsame ist stärker als da- Trennend« oder. Besondere eines Land-


