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m. 261 Drittes Blatt

Eineaussterbenbeobcrhesfische Hausindustrie.

3* bem legten f)dl< tot «.Mitteilungen tot btWWca ^mfrdflieür für die ^anbesstatlstik' »trb ein» jranftunec 3naugMraJbiffenalton besprochen, deren Verloster. Thilo Ä oliemeI, die We- der«« i« den «reiten SI s 111 b und Lauterbach nach dem Stande der Volke- und gewerblichen VetrledegLdlun- ooni 16. Juni 19», un«H del anderer Berucksichnaung tot a n b wederei al» 1) u u » t n b u '! r i e uv.'.

feien dem 8uf1a| dl, folgenden Mittettungen ent- nemme«

I-äfc In dem beiorochenen Vedeet die Leinen- webeeei al» Hausindustrie entstand, ifl mit auf den dortigen flache bau ur j.f ujf.Arrn. der in dem

kalten, feuchter, Hima d,» berge» d<'anders Kl gedeiht und dort bi» In» Mittelalter zuruckgehl neuerer Leit ifl der Flachsbau last bi» *ur Ve deuiungslofigkeü herabflesunken. die Weberei aber Hal sich erhalten und sich, wenn auch unter grotzen Schwierigkeiten. den neuen Bethüttnisien angepatzt -lach dem '-lieder^ing der h wtmbuftrie ftnb die größeren Berieaer zur mechanischen Weberei über- aegon^en Die Umstellung <rfolatr oerhallnismützig spatte murbr erst möglich, nachdem Cbcrbellrn durch verzweigte vohnlinien wirtfAastilch rriAlol|en war INh dem Ausbruch de» Weltkriege» wurde diese en. weil b non

der ftiachs« und iTlochsgarnnerlor^ui,^ se.it oollkom- mrn dewinlrhafiung ein. die auch noch dem leriege bi» lSS> wrtda^.rte. Line Neide Betriebe waren wüh- rend de» Kriege» stillgelegt Doll brdxj1:tq wurden sie erst wieder in den Jahren 192" bi 1922, in zwei

Ueberaang von brr Zwangswirtschaft zur sretzn Dirtlchosi Hütten aber die meisten Betriebe diese» Gebiete» über den Krieg gar nicht durchgehalien werden können.

3m ganzen bestehen zur Zril 19 mechanüche Webereien mit 6Gf mechanischen Webstuhken und 55.1 Arbeitern. Darunter eine Juteweberei, rm. kleine Wollweberei, eine Irikotwederei, die übrigen 16 sind Leinen Webereien. Rflnf davon stellen vorwiegend Scheuertuch, jedoch auch schmale, rohe und geoleichte Leinen, sowie j)onbtüdier her. zwei {roher. Betrüb, (in ?! I I < I e r

o <t)) fertigen vohleinen. Weihleinen. Drelle. Tack- zwiich. fertige bücke, Schechter Polster- und Wat- tleilelnen: 5 Betriebe (in ©Alibi glatte Leinen und halbleinen für Leib- und B.Itwüsche. sowie Drell- und (Rebilbrooren; 1 Betrieb (In Herb­stein) steil! Nohleinen. Handtücher, lajdxniudter und Bnmchlrinen her. 2 Betriebe (In ftrIsch - dorn und brr grützte de» Gebiet» in Schlitz) glat- te». feine» Leinen für Bettzeug. Drell- und (Be-

von Namen und Wappen: 1 Betrieb (in AI » seld» Tischdecken, Schürzen Dorhünge mit bunten Bor- len. loa. oltdeulscher Gewebe, neben glattem Leinen, halbleinen und Handtüchern. Bei diesen lkrzrugnisien handelt e» stch daupisSchltch um Mafienartikel. nur im Tchlitzerland werden hochwertigere Stoffe gewebt

3m Winter 192?» 26 gab e» noch 4 18 Hand- weder. Davon waren 283 Bauersleute, die für den ViflHibfbarf Hauetuch )Viu-MnadN tig und Beiderwand webten. Hau»lndustri«lle Hand- weder wurden nur noch 1X5 onQfiroi'tn Kriegsausbruch waren die hausinduftriellen Hand- weder meist alte Leute, und e» Ist zu erivarten, bah mit ihnen diese Hausindustrie aussterben wirb. Mit Ausbruch des Kriegen mutzten sie wegen Kohstoft nrnnfl«! ihre Tätigkeit einstellen (Ein Versuch.,die Vtinbroebtr zu einer Organisation zusammenzu- schl etzen. die in der Lage gewesen wäre. Heere»- auslrage zu bekommen, scheiterte an der Schwer- falliakeit der Weber und an dem Umstande, datz sie nicht in der Lage waren, die Summen für die Garndeschaklung aufzudringen. (*» wurde bann eine Organisation der Verleger gegründet, die sich ver- pftlAten mutzte, die erhaltenen Garne im Auftrage von Handwebern verarbeiten zu lasten Sehr grotz schein» tedoch die 3abl der io beschäftigten Weber nicht geweien zu Irin Erst in der Inflationszeit nahm eine betrachitiche Lei bl von ehemaligen Hai d- weder» ihr, Tüligkelt wieder aus Die Slabilisie- nmg der Mark und die damit eintretende Arbeit» kvfigkeit nnlerbrach jedoch die'e Entwicklung

Kameraden.

Roman von ftesir ö oe f AI in.

Copyright by Earl Duncker, Berlin V 62.

7. stortsetzung Nachdruck verboten.

JHft fammt die Abteilung D," sagte der Arzt. Sie bsted stehen und iah sich -cheu um.

Er erwartet un» in seinem Limmer." sagte der Assistent und gmg weiter.

bi» kvtgtze ihm langsam und müde.

Doch in diesem tiefsten Punkt ibner Erniedrigung denn sie empfand es al? eine Lm'edrigung. ge­führt zu werden, und nicht leider yi führen über­kam tze eine grafo# GesatztheU. die II» dankbar hm nahm, wenn ',e ihre Gründe auch nicht erschaute Unb so irgendwie in chrem besten Wesen befreit, tot sie die Schritte die i, noch von bm Zimmer trennten, mun.i und rafch und gina auch über die 5d>w»B« im gleichen Geiste, io datz he nicht al» eine Gedemütigt, unb Ra time vor deen '»and. den fw leit m»br al» zwei Hahnen nicht mehr gesehen autzer im xraum« unb den sie zuletzt in der Wirklichkeit erlebt Ivihe al» einen Nahen und doch Io unerbittlich jemen.

9hm satz dieser Mann, mit dem sie erst da» Leben rech« begonnen unb mit dem si« e» auch zu Ichlietzen gedacht hatte, angetan miteinem ein wenig umgr irbriteten Sollte »rock in einem Hellen ^rn-ner und ineefw hr lrie Hande entgegen, wahrend 'eine Augen 'rannten. Er-hatte «ich in der letzten Zeit den Ban wachsen lasten, tk:? verwirrte *te «in wenig, denn a keinem Antlitz einen Ausdruck, den fit nicht Jnnle. doch die Auge-, nxircr. «eine alten Auaen -und n diesen Augen fand sie sich wieder. Ungefhrr ganz brem Impulse folgend fiel iie »hm um den Hai» nb fühle ibn, sie brauchte nicht zu lügen unb Thea- -r zu spielen. Sie hatte einen «yreund zurück, den e verloren, sie hatte einen Men-chen wieder, den c als Toten beweint. Darum 'ollte man da niAl ckückllch fein?

i)er Arzt, der ihr befriedigt und ein wenig über- fgtn lächelnd zuge-chaut hatte 'agte setz: -'chars und 'eallich: ,Lch toste Sie mit Ihrer grau allein, Herr >utz,E unb empfahl sich

Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhefsen)

Montag, 7. November (92Z

Roch Ansicht de» veriasier» dürft« der Hand- webertl kein« Zukunft mehr beschie- den sein. Schon durch die *1 längeren Produktion», jriten ist He der mechanischen Webern gegenüber konkurrenzunfähig geworden Mu bem Ausbau van weit verzwe gten llederiandieitungen wäre bi« Möglichkeit fit bi« Grundbedingungen zu einer

elektrisch betriebenen Haueweberei gegeben, »des stehen der Mechanisierung bteler Hausmbuftne doch ßrotze fxnbernifN entgegen Da e» sich dabei vor- »iegec.- um Winterardeit von Beesonen handelt, die im Sommer ,u:nal in der Enitezell. st, der Ccnb- winjck st beichältigt sind, ware die Ausnutzung der kostspieligen Aniaaen lehr unrastoneü.

Stirnen, Sport uni» Spiel.

der atflriee 5n|bufl in veffen-Hennovtr.

CHelbetetn Kassel Göttingen 05 1:1.

Aennaitnla Raffel - Cf Bzg Gb'.ti-'.gen 4:1. 4 f 2 Glesien - Sport «tatfel 2:4.

6.6.03 Rassel Borussia .Hulda 2 1.

Fußball im Bezirk Main Neffen.

Der 6 Avvemter war ein lag grthter lieber- ralAunam m dar ma Inischen Gruppe. Qintra- schied durch eine e nwandfr«« 0: ! Hitt'er.aj« gegen JtoinxiH Frankfun nunmehr auch au» tot Xe.b« der unydAlagcnen 2Mann- schatten aus. bleibe aber weiterhin an brr Dpig« der Tabeil-. da auch 5 Sp B in Hanau gegen Sport 1860 2 3 ver.or Auch Dictona Mchassm- hurg verlor auf fremdem Plane gegen Victorta 04 Hanau 2:6 Toren fast be<chämend hoch. Vei Union Sranhut, gegen Äieier* DffmbaA er­wiesen sich die .yranriu.tcr erwartungsgemäß als bi« 'eiferen, wenn Iw auch nur 2:1 siegten Mit dem gleichen Gvaedni» Instand 6p Bgg 1W3 ^echrnhe.m gegen Germania 18^4 Frankfurt. Auch bi« I 3-Jti«6rrl jge des D s Ostenbach gegen den LS® 18M >>anau gehl m Drtmuixt An tot Lobelie hat sich nur di« Stellung tot C*>enba4xT Äi*t* bemerkbar gemacht. 6le sind hom 6 auf den 8 Platz zurückgesallen und scheinen endgülsig ihrer Aussichten auf den 3 Plad verlustig au fein.

Auch die hessische Grupp« blieb txm LI «Verlaschungen nicht verschont. Der Meister- schuftsanwürler. Wormasia Dorrn» Itekz sich in Dies baden vvm 6 Port verein 1: 2 schlagen. Luch 8-6p 1805 Main» konnte

stadt gegen den Sportverein 96 nicht gewinnen unb schied nach einem glücklichen 3:3 Lpvrt» gemeinte Hdchst verdrängte den D. s. L. Tleu» Jlenburg durch einen hohen T von vom 3. aus den 6. Tadeslenplav und nimmt diesen 3 Plah nun für sich selbst in Belitz. Hast la Bingen fW durch ihr 7:2 gegen 6p. Vgg Ar- heiligen angenehm auf. unb Atomarrnia recht­fertigt« das aftgemein« Bert rauen durch ein 3:0 gegen Germania D« es baten

Vie ^ußballverbandsspiele in Güddeutscbland.

Der gestrige Kampftag war an Ueberraschunaen sehr reich. In allen Bezirken gab e» unerwartete (»r- gednlsie. Im Bezirke Bayern erreichte der deutsche Tlelfter, der 1. F.C Nürnberg, gegen den F. L. 3ürtb nur ein 1:1, und der F. v. Würzburg lictz sich auf eigenem Matze von ft. L. Bayreuth 0:2 schlagen In der sHdbayrlschen @ruppe fallt der 4:0- Sieg von Wacker Muncken über 1B60 München auf. Auch der Berirk Württemberg-Baden hatte seine Senfaltonen. F. v. Zuffenhausen schlug den B. f. B. Stuttgart 3:2, SvvrtNub Stuttgart erreichte gegen die Stuttgarter Sportfreunde auch nur ein OA Die Gruppe Baden hielt sich von schmerz­lichen Enttauslhungen eststgerrnatzcn frei, dach be­fremden hier dte teilweise recht knappen Torzissem. Der Beert Ahe in-Sao r wartet in feiner Gruppe Bheiu mit dem 1:1 Germania ftriedrichs- seid gegen Mannheim Daldhos auf. auch Bhouir Ludwigshafen rang Mannheim 19W mir ein '*:0 ob. Recht hoch siegte B. f. L. Neckarau über Pfalz Ludwigshafen mit 5:0 Toren. In brr (9nippt Saar tommt der 3:1 Sieg von Trier 1905 über 21. f- R. Ptnnasen» nicht ganz erwartet, ebenso fällt da» knapp« 4.3 von F. B. Saarbrücken über Kreuz­nach 1902 auf.

Zu-dall'Ltädtekamps Ltoüholm-Serlitt.

Da« fusibalitportliche Ortigni« des gestrigen Sonntag« war in Berlin bet 6 tÜbtekampf Stockholm Berlin, der bei ftrümendem

Mochte er nun da» WortObre 5rau* etwa» allzulaut betont haben, mochte da» Wort allein schon genügt haben, um sie ermessen zu lassen, war sie von dem Wiederaesunbenen trennte. iebenfaU» prA.it) es. datz im gleichen Augenblicke ba sich die Iure jchlotz die ftrau wie gefällt von einem Schlage vor bem Manne zu Boden tont, weinend und fchluchzend, da» Antlitz gegen leine Knie gepretzt

Der Man», der diesen Ausammendruch auf seine Weile deutete, sagte leise und tröstend: ..Ich habe es dir nicht fercht gemacht. Marianne '

Sie roebne sich unwillkürlich.(Fs fft nicht bas,' jagte sie heiser

Er fuhr fort, denn nun mutzte er reden, war he nich, t>cr erste Mensch, mit dem er sprach? ,Lch etnem langen _

»abF. datz ich fotange weg gerorim bin " es ist roabr." stammelte sie.

"Ich bin wieder ausgewacht, unb zuerst habe »ch noch geschrien, ^aeveraoen', w«e im Traume unb bann habe ich gespürt, da» ist ein Baum, uno ba» ift der Himmel. |a, der Himmel, unö es ift füll Sein Trommelfeuer, und man sagt, der Krieg ist zu unde. man darf wieder leben' Wir wollen alle leben, und man geht dahin, ja, da» ifl ein fried­licher Weg Man darf den Kopf hoch heben, man braucht sich nicht zu ducken, es gibt keine Äugel mehr, keine Granaten. Man darf um sich schauen, man darf sich niederbeugen und eine Blume ab- reihen. D-.e Luft ist warm und mild. Da steht em Brunnen, und dort hebt em Brunnen, »an bart trinken, wenn man durstig ist. C. wie ir r damals auf da» Wosier gewartet haben. Jetzt weih ich ganz deutlich, dah es damals war. vor ein paar Jahre:' und gestern noch, da roar es jetzt, jetzt! Man lieh uns üerburften. Da» Safier war nick' durch Sperrfeuer gekommen. Natürlich nick:. Ja. Ma rianne. Und das ist nun alles we t dahinten, nein, vielleicht es noch nicht io weit babintm. aber es ist dahinten, ich kann ja nicht bara- zwesteln. nick wahr' Und ich bin gerettet. Man hat es m r er klärt. Die anderen sind tot. Warum sind bie andern tot und ich nicht? .. Man hat gesorgt für eine während man abwesend war und bt bist zu mir gekommen und hast gelitten mit mir. Man wird p<- nährt und gekleidet, man fängt von vorne an. alle I sind barmherzig, ja. man fängt von vorne an unb l

liegen zum Austrag gelangte 6tockholr-. teilt« eine gut bucAgeblibet« Mannschaft di« bil |ut 4>auk mit 2 0 in Juhrung gehen konnte Aach drin Wechlel kamen bi« Berliner stark aus unb vermochten einen Ausgleich zu erzielen so basi auch der zweite Kamps 2: 2 unentschieden enbete Sufboa-tinberfpltl Lwwcdcn Lchweii

Das gestrige ftusiballünbertpiel Schweben Schweiz enbete mit 2 2 unentschieden Die störte !b*,«vt verlief tvrlvs Ju Beginn zeigte sich auf beiden Seiten starke Aervofitüt Dann wech­selten tcharfe Botstüsie vor beiben Toren, bi« jedoch meistens Infolge bet guten 21:*mebrarbeit beider Mannschaften versandeten. 3m ÖUmeter- rcum verwanbelte Samt eher einen ^zünde" zum ersten Tor für die Schweiz. ,e>vch erzielte ?- dell eine halbe Minute später durch «men glän­zen ben Bor st ost bei Ausgleich für Schweben Aach einem werteren Tor für die 6chwetz brachte Schweden durch .Krovn wiederum für sich einen Ausgleich. 3n der zweiten Hülste wurden keine Tore mehr erzielt.

Oie ^onöbällpofalüorrundc. der Deutschen Sportsiehdrsie für Leichtorhletik kam am gestrigen Semntag auf drei Plätzen zum Austrag

3n Breslau siegte Berlin nach hartem Kampf mit 6:5 über dost deutsch! and Bei Halbzeit stand ba* Spiel 2 1 für Berlin

In Darmstadt war Südbeutlchland mU 9: 5 über die Mannschrst des Bolt enter bandos erfolgreich Süddeutschland beenbele die «rite Spiell^Nte überlegen mit 7; 2. Acvch der Paus« waren bk Balten dem Gegner gegenüber eben­bürtig.

In Barmen schlug Westdeutschland die norddeutsche Pvkalmannschaft mit 6:5. Hier lag Avrddeutschland dis zur Vaufc mH 4:3 In Führung

Handball Berlin Dresden.

3m Rahmen seines Herdstwalblaulcs bracht« der Verband Brandenburgischer Athlettkveretne am Sonntag aus bem Platz des Sportklubs öbarlottenburg das 6tübtehandba!lspl«l Berlin Dresden zur Durchführung. Rach einem Haibzeitstand von 3:2 für Berlin wurde in der zweiten Hälfte bei andauernder U«Verlegenheit «in 8:5-6ieg für Berlin het>- ausgefpielt

finnftturn-etäbtetampf in Leimig.

Den Kun situ rn-StLdlekampf vripzig Berlin Hamburg, der zum 14. Mal« diesmal im auS- verkauften Verger Ärtftallpalaft flattfanb, ge­wann Vnprig mit 2479 SJ. vor Berlin mit 2392 P. und Hamburg mit 2377 P. Auster bem Reck war die Leipziger Mannschaft an allen anderen Geräten bte beste, sie ftellle auch mit Thasl « r 332. Älelne 324 unb Bettermann die drei besten Ginzelturner.

Deutscher !?echterinnensieg in London.

Die deutsche ftlorettmeifterin ftrl. Helene M a n c r (Dffenbad)i ging aus dem in London ver­anstalteten inlernationalen Damenfechiturnier als Siegerin hervor. Damit fallt der Alfred-Hutton- Pokal zum erstenmal an Deutschland. Die englische Meisterin, ftrau Free man, belegte den zweiten Platz.

Ein internationales Zechtturnier in Berlin

bereitet her Märkische ft echterverband im Kreise Brandenburg her D I. für Dienstag, 29. Aooember,

i '.stock, ich habe wohl feinen anderen", er lächelte.Mein Plag in der Maschinenfabrik ist natürlich längst von einem anderen eingenommen, da» ist feibhoerftarbhA, aber ich habe ein kleines vermögen, ich habe mepr als ich brauche, unb ich habe eine Frau, alles, wo« notig ift zum Leben."

Sie sprang auf, fU starrte ihn an, sie prüfte ihn. 3a. bas war der Mann, der ihr die Brie'e qeichrte- den, die ihr geholfen hatten, aufrecht zu bleiben, als ptele sich nicht mehr zu helfen wuhten, als man hungerte unb tanzte, als man entbehrte und ver schwenbete, als man litt und betrog unb spielte.

. Dettzt du noch, wa» du mir schriebst aus dem Schützengraben über ba» Leben, das wir nach bem Kriege 'uhren wollten?" fragte sie forschend.

3a", sagte er. Vie Hütte er das vergehen können.

Kameradtchast, Wuhrbaftigkeit, Schulter an Schulter! Nicht wahr?" sagte sie wie außer sich.

..Ja, gewitz", sagte er unb begriff ihre (Erregung nicht recht. Darum diese Nöle, die über ihr Ant- l'tz flog?

Leisit du, to-i» tu bannt ongenchtet haft', aflte sie heftig.Du hast mich zu Deinem Junger gemacht, du haft etwa» Schlimmes angerichtet. Die anderen haben e» nicht fo ernst genommen ich habe es «rast genommen."

..D-as wutzle Ich." Dennoch oerftonb er chre Auf­regung nicht Senn sie rs nicht ernst genommen hätte^-^er hatte es denn fonft ernst nehmen sollen?

..Du wirst mich fragen wollen, warum du ettocs Schlimmes damit an gerichtet hast. Ich will e» bir cflen. Ich werde es dir fagcn, weil ich dich liebe unb weil ich dein Kamerad bin, obwohl mir der T'rofeffor unb der Assistenzarzt verboten haben, ba- coi zu reden. Sie bifcen Angst. 5*e Glauben, datz bu de Wahrheit nicht ertragen könntest. Ich eher we tz. datz bu sie ertragen kannst. So flut wie ich sie ertragen mutz?"

(fr ip-rte: 115 kann keine glückliche unb will L mmene Wahrheit sein. Aber sie lagt sie liebe mich. Sc 5 habe ich bann zu fürchten?

Cie fiel cor ihm aus die Knie, und zu chm aus- dxrjenb -cte sie mit einer Stimme -n der alle Wärme ihres Herzens war: .Lieber' Senn ich bas jetzt jage, was ich sage, io fteioe ich

im Starmoriaal am Aoo vor Netzen bem zwanzig fachen deutschen Weister La »mir laranffurt) 3<n bi« bin D L Weister 3. I h o ml a n «Offen

bach>, Löffler tftrankfurts unb Dr Hoop» (Ver tat lowie dttruber Echondude. M u» ff re Kn unb namhaft« Ausländer etngelaben »erben

Hockey Länderkampf Oeukfätland Holland.

Der am Sonnt agna chatt'.tag Im ?Tmf!cr temer Stadion zum Au»!rag g.kom.:.ene dritte Hockey- Otinberf^ :.? Holland IkutfAlanb endet« mit

einem wohlverdienten 3 J-6i gc der deutschen LündermanrLchalI während des galten

Sptelveriaut». sielonde« aber m der ersten Rillte. K'.gic iich Me deutsch« B!annlchaft ihren, hviländ:'ch?, Gegrrer in texug aut tech-u'ches Ä6mwn und Iulammensplol sehr überie^tn.

^chmeling schlägt Oomgörgen in der 7. Hunde f. o.

In bem Kampf um di« deutsche Halb- schwergewlchtsrneltterfchaft tm B>,en schlug gestern in L«ip,ta der Europameister 6ch m e 11 n g Den Kölner Dvmgirgen in der 7. Bunde L o. Dvmgorgen hat htermit fein« erste L v.Niederlage erlitten.

Deutsche Etimeifteeschast auf km Zettber»

Die Borbereitungsarbeiten der von, 23. bl« 26. ftebruar aut bem fteldd « rg stattstnbenben Deutschen Ekimeiftrrschaften sind durch den 6li-ülub Schwarzwald bellen» geregelt. Dei schwierigste Punkt, die llnt. rl'.u a.ingtfrdpe hat eine befriebigenbe Läsung gesimden. Denn es mar müg- i'ch. die um heu .vlbberfl berumlirgrnbrn Ort- schäften in den Bereich der Dtspositsi-iien einzub«- ,leben, ftür bie Austragung her Deutschen Skimei ft erschallen find vier Wettlauf- tage vorgesehen- 13. ftebruar Heerespairouillen laus (Heeresmeiftericholt), 24. ftet-r, .e Ernster Langlaus über 1« Kilometer, 2, ftebruar Stasfel- lauf (Deutsche Staftelmeifterschaltj unb 26. ftebruar al» Höhe punkt der Sprunglauf.

Steuer Klug-Deltrekord

Der italienische ftlieger Major de Benardi unlernahm am ftreitag und teometag In Benebi,, bem Scktziuvlast bee iculen Schneiberpokalweltd« werbe», in viegenwart oftlzieller Vertreter des Inter­nationalen Luitfahrtverbanbe» und de» italienischen Aeroklub», Versuche, den oom Lt. Webster (ifng land) ausgestellten Schnelligkeltsrekord für Wo jserflugzeu^e zu schlogen. (Fe gelang be 8» mar bi am eamstag einen Stunden- burchschni11 von 477,676 Kilo m «ter zu erreichen, ür steigerte seine Schnelligkeit zuweilen sogar auf 5ü4,67h Kilometer. Der ItalleniiAi Aero ksiib erkannte die Leistung nut 477,876 St Kim als Landesrekord an unb beantragte gleichzeitig beim Internationalen Lustlahrtverband die Aner­kennung al» Weltrekord

Deutsches Sportfiieqerabzeichen.

Die Derleihung «4nes Deutschen 6tx>nfll«acr- abzetchens in Silber ober und bk- Schak- txmg eines Abzeichens für Gleit- und Segel­flieger hat di« Gesamtvvrito'tdsfitzuna de« Deutschen Vustfahrtverbandes bt totim be­ichtollen. die sich ausierdem mit Vorschlägen über die Ausbildm.g des .rliegeriuxhenuchle« und den Det i bewertei, d-s n.l> von denen drei voraussichtlich burchgesührt wer­den. und zwar der Hindenburgvokal und der vst- preusienslug. beide für Leichtflugzeuge, sowie ein Modesislug-Wettbewerb

Anerkannter deutscher l?lug-Weltrekord.

Die FAk-ration A4ronau1ique Internationale (F. A. I.) hat folgende ftluglelstung als Seit* rekord anerkannt: Klasse C, Leichtflugzeug«, 1 Ka­tegorie sZweisitzer unter 400 Kilogramm, Deutsch- land Joseph Bohn« mit ftluggast Beinhold L o - sink aufSausewind", Bäumer B IV, Motor Wright L 4 zu 60 P. S, In Hamburg-ftuhlsbüttel am 9. Oktober 1927, Hohe .WO Meter

Sprechstunden der -tedaktion.

12 bis 1 Ahr mittag», 5 bl» 7 Ahr nachmittag». Samstag nachmittag geschlossen

den Scheiterhaufen unb oerdrenne mich selbst." Sie griff nach seinen Händen unb kaszt« sieDenn was ich sage, ist ein Beichtusi und «in Ende Du kannst auch jaaen: Ein neuer Anfang." Sie ver­stummte, warf den Kopf zurück und atmete tief.

Das ist nicht mehr der Schtol, bas ist bas Leben, dachte er erschüttert, eine (Befahr ahnend, ohne sie noch erkennen zu können,.'iidit nur Im Schützen­graben sind wir oom lobe umfangen

Sie fuhr fort ..Du bist im Schuijengraben ge­wesen. viele Jahre lang. Unb es ist schwer gewesen. Ich weih e». Wir an bereu sind im Leden gewesen, und es ist auch schwer gewesen. Man wird es bir erzählen, erwarte keine Freude. Bielleicht wirst bu bann sagen? im Schützengraben ift es derweil herr- sich gewesen! Nun bist bu aufgewacht, unb der Him­mel ist heiter über dir, unb bu lächrift wie ein Kind. Ja. wie ein Kinb. Wenn ich dich onschaue. so «ehe ich die Urlauber wieder, wenn sie Im Kriege durch b:e Stadt kamen, in einer Uniform, halb wie Erde, halb wie Moder und lob, unb glücklich staunten, Dinge bestaunten, die wir längst nicht mehr be- staunten, weil wir uns, leider, mutz man wohl lagen, daran gewöhnt hatten. Sie grotze Kinder gingen sie taumelnd durch die Stadt, unsicher, ein wenig schwankend, verlegen lächelnd, wenn man mit :hnen zusammenstietz. ängstlich die Strotzen über- djreiienb, sie, die Helden! 6 e glichen Betrunkenen unb waren doch nicht betrunfi auf die übliche Seife sondern auf eine viel tiefere Wecke: vom Leben betrunken' So einer trift bu *

Eie schaute ihn an wie ei-e Mutter und lächelte mild au ihm auf. datz er die Vision etne» unerbittlich auf ihn nieberfturjenben Unglücks verlor unb feine fturcht innerlich verspottete. Doch ihr Anttltz ver­härtete sich, ihr Blick wurde dunkel unb forschend: , Du bist ein Kind, und bas ift in Ordnung, denn trenn wir bas Leben wieder beginnen, so können wir nicht anders fein, doch es geht rasch, wenn man zum zweitenmal durch» sieben geht. Bald wirst du ein Mann sein, und well bu ein Mann sein wirft, wirst du auch bie Arafi haben, ba» or-j^örtn, roas ich bir jetzt tage Unb wrnn es dich dünkt, als ob ich kein TtWrb bc *e mit bir, fo mutzt bu denken, datz ich auch mit mir fetber kein Mitleid Hobe. ..Georo." sie lietz den Blick nicht los von ihm.ich bin nicht mehr deine Frau!"

(Fortsetzung folgt.)