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Ieitungsschau.

Unter bet Ueber'bnft .Dal Recht auf bte Strafte' Haben mr in Den . 8 i p * i g < r 3 < u «- ft en Rachrtchterrf telgenbe Artradblung schwerlich bat rt eine lo^.albcmrfr itd^e är.iun^ gegeben, tcorin während der -len Doch« bie tägliche Mahnung gefehlt hätte Demonstriert am l.lKail TBcfurv Wvg^oen ' Ach dal l| ja Asbenlache Demonftriert. dal heiftt geht auf die Strafte und zeigt, daß chr da fetb. A.genkl'ich -ft dal Demonstrieren jo nur ein Halde! T3«r- anüflen. wenn der 1. Hai wie Heuer aus einen Sonntag fällt Ader wenn schon, denn I4)»n; man macht aus der Hat eine Tugend und opfert den Sonntagl-Kulflug auf dem Altar des Parteiheiliatuml. Der geN nnungstüchr ge Sozial- bemohai findet es Mbftoerftanbil*. bah die Strafte ihm gehört Hfl! Dem Bruder Kommun:ft muft er sie teilen, na ja. dal ift einmal n.chs anbvrt Ader wenn andere auch auf die Strafte gehen wollen, so findet er das empörend, auf» reizend, die R,publ k gefährdend Besonders, wenn es sich um die Strafte der Re chsHauptstadt Berlin handelt Die ift doch ausschließlich dazu da. um einer .reaktionären' Qtegiening die Macht der Mallen del .wahren' Bolkes zu zeigen Bon wannen kommt «iQcntlift dem loz aldemokratischen Arbeiter, der im Grunde seines Herzens ein gut­mütiger Kleinbürger Ift. diese tt.nftellung? 3n der Ttcarl doch aus der ofphaltdemolvtt schen Presse der Hauptstadt. Die. selbst unfähig, von Partei wegen grcfte Mallen auf die Beine zu bringen, r öchl e nicht, haft andere Richtungen der Hauptstadt einmal »eigen, haft sie auch noch da find. Deshalb hetzt und schürt He so lange, bis die sozialdemokratische Arbeiterschast nicht mehr umhin kann, an Veranstaltungen, wie sie etwa der Stahlhelm für den zweiten Sonntag im Mai plant, das vorschriftsmäßige Aergern.s zu neh­men. Muft das so fein? Ganz gewiß nicht 3n politisch reifen Ländern gilt das Recht, das die Tterfallung einer Partei »ubllligt. selbstverständ­lich für alle. Hur der Foszlsmus und der Bottche- totlmue machen davon grundsätzlich eine Aus­nahme. sie billigen dal Recht auf politische Meinungsäußerung nur den Angehörigen der regierenden Partei zu. alle etwa anders Denken­den haben das Maul zu halten. Aber weder Aaszilmul noch Bolfchewilmus sind sonst das (Jbeal der asphaltdemokratischen und der Ihr na eb­bet enben sozialdemokratlfchen Presfe. Der Laizis­mus in 3lallen und der Bolschewismus in Ruß- lanb werden von Demokraten wie Sozialdemo­

kraten erbittert belämpst. aber so ein bißchen saszlltischen oder bolschewistischen Terror in Deutschland Haben sie auch nicht übel, voraus­gesetzt natürlich, baft man ihn zugunsten der Lin­ken und gegen die Rechte ausüben könnte. Die Strafte der Hauptstadt gehört dem Reichsbanner und dem Roten Frontkämpserbunh. aber wehe dem Stahlhelm, wenn er es wagen sollte, sich auf der Strafte der Hauptstadt auch zeigen zu wollen. Dal ist so die Art. wie in demokratischen TStellblältern" Der demokratische Grundsatz .glei­ches Recht für alle" ausgedeutet zu werden pflegt. Denn bas republlknni'che Deutschland ist doch nun einmal eine große Kinderstube. Und keine der anaenehmsten Zur Artigkeit halten sich untere politischen Kinder von der Linken, bie den allein echten Ring gepachtet baden, nur dem Ausländer gegenüber für verpflichtet Dem Volksgenossen, wofern er einer anderen Partei angehört, jede Schlechtigkeit zuzutrnuen, ist Pflicht gegenüber der eigenen Partei

3u dem unerschöpflichen Kapitel .Ginheits- staat", das durch die kürzlichen Reden des preufti- schen M.nisterpräsidenten Braun wieder aktuell geworden ist. steuert die .Deutsche 1 ll ar­me i n e Zeitung" einen wertvollen Aufsatz bei. In den, es u. a. heißt .Solange Im Westen und Osten Gebiete, bie nach dem Selbst beß im- mungsrecht der Völker zu Preußen-Deutschland gehören, besetzt, abgetrennt ober einem beson­deren Regime unterworfen find. Wird Preußen, das Rückgrat des Reiches, nicht angetastet werden dürfen (fine endgültige Lösung der 5rage des Ginheitsstaates ist daher zur Zeit nicht möglich. Vor allem muft bie territoriale Abgrenzung. viel­leicht abgesehen von einzelnen Grenzberichtigun­gen. verschoben werden. Die Gedanken, mit d.nen

Groteskes Schicksal.

Von 3olef Friedrich Perkonlg

3n diesem Winter habe ich eine seltsame Bekanntschaft gemacht 61 gelang mir nicht mit dem Menschen, der in Frage steht, auch nur «in Wort |u wech'cln. die Begegnung währte auch nur einige Minuten, aber dennoch ist mir die Gr- schsinung lebendig im Gedächtnis geblieben, nach­dem ich aus fremdem Munde ihre sonderbare Geschickt« ersuhr.

3<h war im Oanbe durch einen schneefreien Winter gewandelt, bis mich dann ein plötzlich ein- fetzender Schneefall, der die ganze UanDldxiH unwegsam machte, zu der Bahnstation eines Heinen Marktes trieb

Als ich am Schalter bie Fahrkarte holte schob den roten 'Vorhang, burch den das Licht der Kanzlei fchimmerte. ein noch junger Mann bei- feit«, dellen leidendes Aussehen mir sogleich auf­fiel. Sein Gefickt war fchmal. und an bellen eckigen Formen konnte bal Licht der Lampe un- heimliche Schatten bilden

Gr sah mich nicht an und Ich hatte wie sich manchmal schon so eigentümliche Ahnungen vor­drängen das bestimmte Gefühl einem un­glücklichen Menschen gegenüberzustehen. Gin« ge­wiss« Bewegung seiner Augen zeigt« di« Scheu­heit eines geschlagenen iVefchöpses.

Biel feiler, als ich schon lange tm Warteten! faß in dem Halbdunkel oo« mich hindämmernb. stand er auf einmal in der Ture Gr hielt eine Heim Ollenbabnerldiente In der bm.ibgtftredlen Hand und brr gdbrote Lichtschein Hoß um feint .Hfte

.Der Zug hat noch zwei Stunden Berfpä- tung- Ian« er. der Herr Statton-vorfland läßt bitten. Hch in leine Kanzlei brnüften zu wollen '

Diese immerhin nicht gewöhnliche F?rm der Anrede. gtwille Wendungen darin li« bestärk­ten mich in meiner Meinung, es mit keinem der üblichen kleinen Beamten zu tun zu haben.

3ch war froh, den Warteraum i, ben es nun auch nach schwefelteen Kohlen zu riechen und eine feuchte Kälte ' b un. r wb : fühlbar zu machen anfing, veriallen ,u können

3ch fand in der Kanzle, einen älteren Herrn, der rebfei g wie gewöhnlich solche m Gnt.eaen- heil Verbannt« in «einer Lange well, nach «tnern Menschen verlang'., Stentbar für f , W rmr feiner Kanzlei nahm ich es b . . er r- t> erst nach längerer Zeit die Fr aultertd -. lieft .Wi« ftriftt tftr zugete-Iter Beamterk"

in BoNlvrrfarnmlirngen g-spreit wird Dteuften za.- Re.chsland zu erOäreu. «ine Personalunion zsifchen Rrichsmini Ilern und preustifchm Mi- mhem zu schaffen, das Reich in vier Länder- gruppen einzuteilen. und fo fort, bergen nicht nur Gefahren. WM die einer Matnlttne sondern find auch von Ae'ang an zum Scheitern verurteile Möglich ift »ar Zeit allem «ine neu« Abgrenzung der Kowreienzen zwischen dem Reich und den Ländern. Ten Weg dazu könnte die alte Reichs- Verfassung zeigen dem Reichsrat wäre unter Ausbau »a einem OberftauN oder Senat wieder eine Stellung -tn^uräumen, die »hm die Gleich- bereitiigurg neben dem Reichstag gewährleiftei. Man h.-' ir Deutschland m Orinnrrung an Rau- mannsch« Gedanken übet Demokratie und Kalset- um noch zu sehr daran seft. die «ngl'lchen Ber- hältnllle zum Vorbild nehmen zu wollen. Rach- dem die Republik etwas Gndgult.ges geworden Ist. kann die amerikanische oder die eibgenöllllche 7>erfcllung für Deutschland in viel höderem Mafte nchiui-gged.nd fetn, weil die Voraussetzungen afrnl 4>Jinb Die amerikanische Verfassung hat eine starke PrälidialgewaU eingesetzt, di« süt Deutsch­land ebenfalll außerordentlich erwünscht wäre Sie hat aber insbesondere ne Den bal Repräsen­tanten ha ul bal etwa unserm Reichstag ent­spricht. als Vertretung ber Staaten den Sena» mit lehr großen Reckten aeftellt Wenn das yi schassende Oberhaus der deutschen Republik, tn dem das söderativePrinzip mit maßgebend zu sein hätte, eine ähnliche Stellung erhält, wie der ame­rikanische Senat, Dürfte für die Länder eine Ver­minderung ihrer Kompetenzen gegenüber der Bis- marcllchfn Verfassung eher tragbar fein. Di« ame- r konische 'Berlallung hat sür leben der Bundes­staaten ohne Rücksicht auf die Größe, im Senat ie zwei Stimmen vorgesehen Das kann aus Teut'chlands wegen des preußischen Problems nicht übertragen werden.

Gs wird überhaupt der praktischen Lösung förderlich sein, wenn man sich nicht allzusehr an Vorbilder der fremden oder eigenen Ge­schichte Hämmert, b h mit dem einfachen .Zurück zur Bismarck-Verfassung' ift dal Problem auch nicht zu lösen, da di« Voraussetzungen von 1871 nicht mehr gegeben sind Was unterem staatlichen Leden sehlt, ist rin Oberhaus rmt föderativem Kern, der aus dem jetzigen Reichsrat mit ver­mehrten Rech:en zu entwickeln wäre: dazu müßte allerdings eine örgärutung durch Persönlichkeiten des politischen, kirchlichen, wirtschaft licken und kulturellen Lebens treten; die Berufung dieser Persönlichkeiten denken wir uns weniger in der Form der Dahl als In der Form der Ernen­nung. insbesondere durch den Reichspräsidenten, lieber bie neu« Verteilung der Kompetenzen tm einzelnen zu sprechen, erscheint verfrüht. Man wird aber von dem Grundgedanken ausgehen können, daß den Ländern eine größere finanzielle Bewegungsfreiheit zurückzugeben ift. baft fie aber ibterteil! auf dem Gebiet der Verwaltung dem Reich« Konzessionen machen unter der Voraus­setzung, daß ihre Stimme erhöhtes Gewicht be­kommt. Rur «in derartig«! gerechter Ausgleich zwischen Reich und Ländern dient dem Reichs­gedanken. der durch das Schlagwort vvm .Sin- heitsstaat" nicht gefördert wird. O. B.

Oberhesten.

VnnMrcto (Rieften.

4 Daubrlngen, 4.Mai. Gestern abenö gegen 1 ,10 Uhr erscholl Feueralarm durch das Dors. Gs sollte jedoch kein Brand geioftftt werden, sondern bie Wehr sollte als nächtliches R a ch - sorschungskommando bienen. Der acht­jährig« Sohn des Landwirts Karl G r ö l z von hier war nämlich bis zu diesem Zeitpunkt nicht in die elterliche Wohnung heimgekrhn. fo daß angenommen werden mußte, der Knabe hätte sich irgendwo im Walde verirrt ober Ihm sei rin Unglüd zugestoßen. Bereits batten eine An­zahl Männer tn der Dunkelheit mit Laternen Die angrenzenden Felder, sowie di« benachbart«n Waldstriche durchsucht, als man noch einmal daran ging, die eignen Gebäude, sowie die Rachbar- grunbflüde einer gründlichen Durchsuchung zu unterziehen. Dabei sand ein junger Mann den vermißten Knaben in einem Winkel zwilchen der elterlichen und Rachbarwohnung In tiefem

Schlafe liegend Der 3enge hatte tu dem 3cir.ger gefpw.i und war infolge großer TKübig- trtt nngeubtefen

j I rei» e. b. Uba.. 4- Hau Daa Fest der gel­ben tn Bochzell feiern Heu» unter Äitb-irwr. Land­wirt Johann Heinrich S el 11. uni feine Ehe» Im tn voller Rüstigkeit und Gesundheit

t drünberg, 4. Mai. flut der lüngften e mnnderattfttzunß ist a. a zu tzerich:^, Iw

<rbft üongrn Jahres een der Landwin d fotnmer auf ber 8 u Ur rauhte« erworbene V e gelebt eger Bulle fall wegen Untaugiichkell obgelchaftt und dafür «in »tute Iwr erworben wer- den Di, Verlegung der S e 11 e r lei t u ng tn der ^ärbgrabergalir wirb solange au,geschoben, bie bte geplanten Bauten tn der ^Jubmluft* in An anff genommen werden. Den Anträgen auf f)er» i'ellung bet tttgee an der Es cherebach. ber bei Hoch waster unpassierbar ist würbe zu gestimmt Do di» Onfianbf.oung bee Ma rkthsuecheae nicht rortnlbof, erichetnt. soll ein «tuet hergestestt werben, und her Bürgermeister die erforderlichen Schritte dazu untrmcbmtn Weiter wurde mit* Steilt, baft ber Vorsitzende bet LandwiNfchaftt» mmerautschustet für Oberhesten. Defonomierot Breidenbach, der Stabt Dank und Aner­kennung für bi# autgezttcknrte Vorbereitung ber bi ff tarn Tierschau mit Prämiierung. Jo- ort« h.-r die von ber Stabt gdtiflelen Prell, «utge* iprochen hat. 3m übrig,n beschäftigt, man sich mH Hfineren tlngeleaenbeiten.

XlX OufJborn. 4 TBat Das vand- Wirtschaft samt Grünberg txranftallele gestern eine Hadmafchinenvorfsthrung im foa. .Strich" Gs hatten lich dazu zahlreiche intetHHerte Landwirte etngefunden Herr An­ders von des Firma X 3. Lröfter-Butzbach er­läuterte die Maschine und den Gang in leinen einzelnen Tellen während Allellvr B ö ch e r vom Landwirtschastsamt Grünberg in kurzen Worten die Bedeutung des Hackens tn Verbindung mit Der Beschaffenheit des Saatgutes der Saatgut- reinigung. der Bodenbeardeitung. ber Zerstörung des Unkrautes u. a. m besonders herpvrhob Die Vorführung fand allgemeinen Beifall Rach­

tem fich erst am Montag in dem Ba fa11fteIn- bruch auf dem fog. _HölIkopf" ein Unalücks- fall ereignete und ein junger Arbeiter aus Lauter beim Abräumen von Bafaltstelnen erheblich ver­letzt wurde, ereilte gestern das gleiche Sckidfal einen jugendlichen Arbeiter aus Wetterfeld. Gr trug fine schwere A u g e n ve r l e tz u n g davon.

ü Aus dem Horlofftal. 4 Mai. Die Stachel- und 3 d b a n n i 1 b c c r f: r j.t <b e r zeigen in unseren Gemarkungen einen so reichen Behang, wie seit 3ahren nicht. Der Frost in der vergangenen Woche hat Ihnen tn keiner Weite geschadet. Die seitherige seuchtkühle Witte­rung bat die ersten Gartenaulsaaten glfichmaßig auslausen lassen. Glnige Klagen hört man über den Stand der Wirsing- und Rotkrautpslanzen.

Arcii ^rtcdbcrg

pb Butzbach! Mal. Gestern abend gegen 9 30 Uhr ertönte hier die Feuerslren«. 3n her Hofrett« des Heinrich vteinhünser VII., Marktplatz 13 war Feuer nungebrochen. Der Brand Ist in der Scheune entstanden und wahr­scheinlich aus Brandstiftung zurüdzuführen. RieDergebrannt ift die Schfime des Landwirts Steinhäuser zum größten Teil, außerdem sind Redfngebäudf von Wilhelm R e r n und Heinrich Wenzel ongebrannt. Dank schnellen Glngrellens der Feuerwehr Ift weiterer Schaben verhütet worden. Bon der Gendarmerte wurden zwei Berhastungen wegen Verdachts brr Brandstiftung vorgmommeir

»reift Vüdingcn.

.F Aus dem RIddat al. 4. Mal. Zur Zeit macht sich in den Dörfern des Tales M hinauf In den Vogelsberg ein lebhafter Handel in Saatkartoffeln bemerkbar, die aus der Wetterau bezogen werden. Gs zeigt fich Dabei, baft Die vorjährige Kartoffelernte In Der Wetterau weitaus größer war. als Im Herbst angenommen wurde. 3n den höheren Vagen des Vogelsbergs herrscht Saatgut mangel, namentlich In Speisekartosteln. Auch di« G.n'ichi. durch Wechsel im Saatgut bessere Arträgnilte zu erzielen, gewinnt tmmer mehr an Boden.

Marr zieht he aQgrorinrn Mr KartoSebr brr Wrtterau den aus Roevdeurfchtaad einge^w trn ror. weil letztere im Sandboden gewachtes tn dem schweren Ba'a.:beOen des Bogeisbenps lehr oft schlechte Armen bringen.

Arcift ediottc*.

r Schotten. 4. M Bem«!

rat befaftte ' ch in te.nrr gestrigen Sitzung ete- Ö-r.b n-t der ftädt.tchcn 2Bc ericuung. 3m

'ein der Herren Baurn» Steinbach nnb Kultur-3nfprkror Friedel vorn KulrurbaoanM Gieften wurde der vorzunehnwnde notwenMgu Aus­bau der ftädittchen Wasserleitung bw fprvchen Roch nngrbntbew Rrtera» des Baurats Steinbach saftte brr Gemernderat etatiwmig 'otgende-. Beachtutz. Vorn städttlchen BochbahättM bis an die Ge-rnarknngsgvrnze noch Götzen exxti f*etl BOre Roher fr der tzädtt'chm Halter- tethmg Hegen, ein setkrer Srra.rg 125er Guch- rohre neben dce alle Leitung geiogt. um f&xxl» tx-e Örtunaiwafter. das zur Zeit noch Iw Schacht oberhalb Götze nun! 3* aMtibdt. tn Den ftädellchrn Hochbehälter und in DM Stade tu bringen. Die St rede beträgt ca. 1130 Metzer. Die Kosten (10 Mark pro Meter» llnd nut « II0W Mark verontchlagt und werden vvm Ge- meindernt brtPtUtgt Mit der Uri tun* Seoul- sfchf.gung. Aulfchreibung und Abnahme der Ar­beiten soll bei Rulturbauanrt Gießen beauftragt werden Die Arbeit soll sowohl insgesamt au*- geschrtfben werden. e*e auch getieimt nach Rohr- Uffrvung und BerlegunG lot* nach den Gr> arbeilm. Diele Arbeit wird fir \922 vorgesehen. 3m 3ahre 1928 (u. U auch noch ivjfi wird eine neu, Wasfertsteungshiedr oom Hochbehäl­ter aus die Kreis strafte nach Vanboch entlang bis zur Molkerti durckgefuhri fla 600 Metzer Ittel Rohrt i 10 Mark ca. 6000 Mark Kosten die ebensalls betr-nig*. werden. Das Ku!turbauand übernimmt die Leitung der Arbeiten Um den Druck ber städtischen Wastertrttting zu verHellem, wird ein zweiter Hochbehälter unter der W«tzr in gleicher Höhe mit den beiden jetzigen Be­hältern gebaut in einer Größe von 100 Kubik­meter Die Kosten sind hierfür in Höh« von 10 (XX) Mark vorgesehen (9M0 Mark für Hoch­behälter 2000 Mark für ÄX? Meter dulfUwng.) Auch diese Summ« wird bewilligt. Di« Aus­führung der Arbeiten soll In 1929 ebenfalls unter Leitung des Kulturtxruamts erfolgen. Das Kul- turbauamt wird beauftrag», einen genauen Plan der städtischen Datterieitung t*-»m Quellen geb* an. sowie des ltädk.Ichen baldmöglichA

auszuarbeiten Der heutige Walpurgts- markt war gut mit Schweinen beschickt Ter Handel ging Hott. Ai ne große .iahi DUtflbo» suchet raren als Käufer erfchenen.

Schotten. 4 Mal Di« B« rPa ch- tung des großen Gunderodfchen Wie­sen ko rn p l «,« s, in der di« seitherigen Preise eine Senkung um 50 dis 70 Prozent trtuhrm. ift nickt genehmigt worden. Da von einer nochnaliaen Verpachtung keine toetentliche Stei­gerung Der -D ich«preis, zu erwartzrn ift. sollem bi« Wi«senparzellen jetzt aus der Hand verpachte» werden. So wird es nicht au^bl.-ten. baft teil-

berige Steigerer bie. Ihres Viehstandas wegen, nicht aus Pachtwiesen verzichten können, rnt- sprechend höhere Prelle aus werfen müssen.

Id Schotten. 4. Ma». Di« Wi«s«n des oberen Rlddatales sind eben pc*i weiften Flecken durchsetzt, die schon von we-.tztm die Sielten bezeichnen, tut insvlgt eines zu hohen Onrnfr- wasserstanhes vom Wiesenschaumkraut in Besitz genommen worden sind und halb von Un­mengen blühender Hahne asuftgewächs« be­deckt sein werden. Wenn auch zwei Genwindm» Gichelsdots und Rainrvd. mit der Drainage des Ridhatalbodens begonnen hoben, so bürt le das jetziae Aussehen der Tolwiefen jtbem «inlichelgen Vannoirt« 'ehr augenfällig barturi. baft di« Hauptarbeit noch zu leisten ift. nämlich di« völ­lig« Antwäsf«rung des Rlddagrnn- des. Die Rapslelder. bereu Zahl in­folge ber miftltchen Wirtlchaftslag« der Vanb- Wirtsckaft seht stark gestiegen ist. sind lehr g u t durch den Winter gekommen und stehen eben Mi günstigem Dettzer in voller Blüte.

L U Irl 4) ft « I n. 4. Iüil Unter der S cha s- Herd« des Selgenhoses, di« der tianfr- wirtfchastskammer gehört, herrsch» eine e jemum-

.Haden Sie ihn auch bemerk»?- fragte der alle Herr

UnD ich erfuhr nun ein groteskes Grtebnis des Verfchüchterken, Dal. obwohl nur In den kurzen Teil einer Rächt gezwängt, dennoch Ge­walt genug befelfen batte. Ihn von feinem Weg« abzudränoen. Sin Gtlebnis. das Hohn sprach dem Trost« von «iner höheren Gerechtigkeit.

Gr hieß Friedrich Pauli unk» hitte als ein Mensch von ubelloten Manieren und guten An­lagen ein« schöne Zukunst vor sich. Gr ftanb in der Stadt am Beginne Jener Zeit, da man allmäh­lich auf ihn ausrnerllam wurde Gr teilte bald in eine noch größere Stabt berufen werden

3n einer Wlnternacht halt« er den mitter­nächtigen Schnellzuq ab'uiertigen Der Wind tried den Schnee gegen die Scheiden, haft fich die weißen Klumpen daran ballten Ohne Unterbrechung fchrillte das elektrische Läutewerk: der Signal- Hammer schlug die Schneekuppe von der tönenden Glocken'^., le

Da Hopfte ,s zaghaft an der Türe, die auf den Bahnsteig führte

Zuerst glaubte Paul', es sei der Wind, der Daran stieß aber bald wurde er gewahr, daß es «in zaghafter Men'ch«nknöchrt Iti. denn ein tob- blass,! FrauengeHcht starrt, durch bte Scheiben herein.

Gr trat, indem er den Mantelkragen hoch- schlug. In das Schneestürmen hinaus und war beinahe zu Tode ertchrecken, als Ihm das wei­nende. ärmlich gcHeideke Weid den Rockörmef küß«

Gr war es gewohnt, von den Bewohnern der Stadt manchellei Anl,eg<n und Wünsche zu ver­nehmen. und da fir geringfügig waren, wurde es ihm oft and) möglich, fit zu erfüllen. Diesmal oder waren Miene und Ton der Frau fo ver­zweifel». daß er erwartungsvoll ihren Bericht erbat

Immer wieder vom Schluchzen unterbrochen, erzähl« Ne Pauli, daß an dem heutigen Morgen ihr Bruder Der «In Tifchler war. aus der näch­sten größeren Stadt zu Defuch kam. weil er von ihrem Mann, der zwar «(bft nicht wohlhabend t«. aber Doch über einiges er'dort es Geld ver­füge. Hch diefes tu einem größeren, günstigen Vretterankaus entlehnen wollt,

Dv sei er beim M naarHen plötzlich htna.- Iunten und war o«. > llchl,a Und nun sollt« er wieder le feine Heimatsttzdr ged rack i werd-m wo er begraben Inn wollte aber der Leichen­wagen fiten« Hte die« wette stohri von Den

armen Leuten nicht bezahlt werden, schon gar nicht aber eine regel reckte Beförderung mit der Allen- bahn.

Und da bat Das Weih, od sie den toten Tlickler nicht ht ein leeres Xbted des nächt­lichen Schnellzuges schatten Durften., er würbe dann in Der betrellenden Station von den Tisch- Irrste Uten aus Dem Zuge geholt werden, zu denen bereits ein Bote gesandt worden war

Pauli sah Hch diesem merkwürdigen Wunsche gegenüber ansänglich hllllos. dann ober be­trachtete er dal armselige, vor Sckmerz und Kälte zitternde Weid, bedacht« daß bte Ar- füflung Ihrer Bitte, fo sonderbar Ile genannt werden mußt«, bet besonnener GÜt« und gutem Willen tn dieser Scki'ernach« irnmerft n mögllch war Der Zug führte in Meter 3ahr«szeit wenige Reifende: und Mer wurde Menschen tn bitterer Armut geholfen

Als er endlich nach einigem Bedenken doch sein« Zustimmung n eftt. klang das Signal für den nahenden Zug

Pauli verständigte den Schaffner mit einem kurzen Bericht von dem ungewöhnlichen Fahr- aast Wi« einen steifen Schwerkranken schleppten das Weid und ihr Mann den Toten tn ein dunkles Abteil und setzten ihn tn «tne Ack« Vlemand bemerk« die Szene In der Ichnee- burchiauchten Rächt.

3n der nächsten Smtton stieg rin Wein- rettenber ein. Ar hatte oon brm Schnee Über­rasch» und durchnäß», in der Bahnhofsrestoura- Hon Glühwein getrunken. Weil scch der »Ne zu lehr verfpäte»«. war dellen Meng« zu reichlich geworden Der Zuteil ober war es das Schick- kil des Friedrich Paul wollte es daß er Hch dem toten Ti'chler gegen überfett. Versuche das illch» zu enhattten. mih.angen Denn er stand uvHcher aus den Beinen.

So wollt, er mit Dem stummen Mensche« gegenüber In ein Grfpräch kommen. After wi« tehr er fich auch er ettlH» auf te m

Frage «ine Antwort An! der eteflnng schloß er nun mit Gcw-»-^- t baft der andere HAt schlafen könne Denn Menschen schlief en nicht 'v halft aateecht.

3« der Laune des Rdeines schlug et 16m h.rzhaft au» M« Schulter und wollt« auch «ine

prfonbertz kreu-Gllche Xertbt aeWl<*ee. W>« ft« Mr Agenten stets beer'l hoben Aber er hm über dos .Lieber Herr Beller ..." nicht

Plötzlich wieder nüchtern geworben, leuchtete Ihm der Reisende mit einem ,iündtzolz in dos LA<h<trt und erkannte er In grenzenlos«rn Schrecken M« Züg« «inet Toten.

Rur von dem Gedanken erfüll», er l«t ein Mörder, wenn auch odne Abt ch». rtnstwe!le* aber noch unerkannt, östee« er in einem jähen Gmfchluft. In dem noch M« Lähmungen des Rausches nachwirft en. das Fenster und warf mtf vieler Anstrengung den toten Tischler in den Schnee hinaus

Gr faß noch vöMg he Schweiß akß brr SchaHner kam. um Die Fahrkarten «achzulehen.

.Wo ift denn der da F fragt« NH er hl unendlicher Verwunderung, während er in Ma leere Gck« zeigt«

.Ar Ift In bet letzten Station auigeftlegai* sagt« der Agent

.So . auigefHcgenr Und er ging w cb*.

Der Reisende harte den Unterton wohl ge­spürt Ar »ab sich bereit» !m Genchtsfial. le Kerker, aus dem Galgen. Di« Ingft schnürte Ihm den Hols zusammen. As Mleft nur rnetz' Flucht

vi« durften ift« n.ckt mehr finden bet Hunger nach der bedrohten macht«

ihn irrt.

Gr schlich auf tH« Pkartfvtm fr noite unb sprang, dem Weichen Schee, eettreernb. mll eine» verzwettclten Schwünge ab

Atzbrrttf M« ganz« lang« Rrckt in Mchteo "loden Am Morgen fuhr eine Lokomotive mit dem Scher er» ,ua aus den Meilen hta und Mette Den Scheue in hohen Wülsten zu beide« Seteru des Bahndammes

Di« Tikchlergieute sagten nicht, noch Bem Verbind detz loten svrfchrn |« la Hm da fte Me eigentsml che Fahrt kannten. Auch Me We-n- hma. bte noch dem verschollenen Agenten leftn- bet« unb Me Grgend feines letzte« AuienthalDa» konnte, knüpfte die spärliche« Fäden zu ke-.nem Gest ebe. ben* Frtedrtch Panki web bet Schallner schwiegen natürlich

Arft M« Zeit des auhaumbtn Märze« löst« bos Räll«l. buchstäblich Me Sonn« brachte etz an den Tag. Ne schmolz ben Schnee über den beiden Leichen snel.

Dis Signal mrtnetz Zuges ertönte 3ch schied »ns der Heinen Stak o« bet HtbnftÜR, In ^r sich e » gütiger Mrafch immer wtedee ben Stachel bet Reue in das Her, drückte.

Seine «wi, unruhig« Frage an das Schütz- tei ctftidl wohl nie eine Antwort ...