Hessischer Landtag.
Bon unserer Darmstädter Redaktion
Darmstadt. 4 Mai Prü'ifrn.: QUwlung ntffmt Me Ct»unq 10 15 Uhr dendftN •*« an bu Regierung Meine 2In'ragen gettchtri und non ihr beantwort«». Iba. Gal', frag» an. «rum her TkrirtKt Hellens Im Retchsro dem 3r» belieiettn»tfl«l«B zugeftimm, bat. Minister Raab erwtd-rt Dt, hessisch, ei^gterung hat Itch t/rmrr für die ÄdnMruna t#< Irbt^Vk» zeitnotgefetzes dngdetzk selbst Im Reichere 3b- änderungsanträge gestellt und cud> di« ariderer Länder unterstützt Erst al« diese abgelehnt wurden bimmle die hell Regierung dem önttmid zu da die Mögllchkdt bestand, dah der Ent- ixnxrf in den Beratungen bei Reichstags verbessert werden könnt, Sie GewerbeauNtchtsbe- amten sind angewiesen gegen die Ueberfchrei- «ungen der gd,bltch enlblftgen Ueberstunden vor- zugehen. - Abg. Reuter beschwer» sich über eine 3urü(f!r6ung der Belange der Hretreli- g i d f e n Ministerialdirektor Urfiabt bemerft In seiner Antwort das, die Bestimmungen über die Prüfung der Kandidaten für das Lehramt an Bvlks'chuien er» Im Entwurf vor!»egen und den maßgebenden ClHIen der Konfessionen zur Begutachtung unterbreitet würden. Rechte der irm- religtdfen Würden nicht geschmälert
Das Haus tritt hierauf in die Tagesordnung ein. aus der als erster Punkt ein Antrag der Adg frrou Ro»d auf
gesetzliche Regelung M» Schutze» für Malter und Kind.
Dieser Antrag enthält die Forderungen nach Einrichtung von VLwo"aer»cha't»de:atungsstellen. Anstellung non Hebammen und Pflegerinnen, Helme für Mutier und Kind, obligatorische Säuglings- und Klrinklnder'ürsorge sowie odli- aaloeische Kindergärten Der Aus'chust hat beschlösse,'. einige der Forderungen der Regierung als Material zu überwrikn, andere für erledigt zu erklären oder sie abzolebnen
Abg. Frau Heräus lDnts.) verlangt die Einrichtung von weiteren Müllsrheirnen Eine Beamtenstclkung wünsch« dir Mehrzahl der Hebammen nicht, auch fei die von Frau Roth gestellte Forderung nach obligatorischen Klndcr- gärten abzu ihnen insbesondere wendet sich die Rednerin gegen dir sozialisierende Tendenz, die dem Antrag zugrunde liegt.
Abg Frau Aottemet 'Ztr., erklär». es sei in den iehien wahren außerordentlich v el für Mutter und Kind getan vordeti Durch Seleve laste sich nicht alles regeln Besonders erfreulich sei, Vast der Ausschuß nicht den obligatorischen Kindergärten zugestimml, tob«, denn durch knete würden die Kinder schon im Alter von dr« Jahren der Mutter genommen. Kmdergarten gebe es genug, obligatorische seren durchaus nicht notwentig. Di« Rednerin wendet such gegen die Verstaatlichung des Hebammen wesens
Abg Frau Balser «Dem.» spricht übet Mt Aufgaben der Mütter Heimo und über verschiedene Furforgemaßnahmen Die Mütlerhelme leien gut geleitet In ihren wetteren Ausführungen wende» sich di« Rednerin ebenfalls gegen die Anträge der Frau Roth
Abg. Frau Bt rnbaum (D Vp ' betont, daß 1t« mir der Ablehnung der obligatorischen Kindergärten zweifellos bie Mehrzahl der deutschen Mütter hinter sich habe Durch die odii- gatorlschen Kindergärten werde das Ktnd der Familie entzogen Es gebe Ooii fei Dank noch Familien und es gelte, die Familie zu e r- halten, denn biek sei die Keimzelle des Staates Frau Roth wolle mit ihren Anträgen die deutsche Fann te zerstören
Es sprechen bann noch zu dieser Angelegenheit Frau Abg Roth. Aog. Kindt und ®alm. Di« Ausf<busianträg« werden argen die Stimmen der > mmumlten abg«lehn». Das Haus »ettt hterau. In die Beratung der
MnkAge auf Aushebung de» Mieterschutz und des Neich^mielenaefeNee. aus Abbau der Watz- nungezwaagrwirtschast. auf Vefrelung von Mahnungen und gewerblichen Räumen von der Fiuangsmirtschast sowie aus Bdbehaltung der Wohnungszwangswirtschaft.
3t ik Eingabe des Heil Landgcmc»nddaaes bittet um Aushebung der Wohnung« cwangswi»i- 'chait und der Landesverband Hell Mieterlchud- nerein«. wendet sich tn einer 3tn.z.,be gegen di« Lockerung des Mieterschuvgelestes. Mit diesen Anträgen und Eingaben wird auch e'n Antrag Anaer'üete» über die Mteterhdbung nach dem I Avril 1927 beraten
Abg Mann berichtet über das Schicksal der Anträge in den Ausschüssen. die melsten der Anträge landen keine Mehrheit.
Abg. Dr. Werner hat den Antrag gestellt, sämtliche Anträge der Regierung als Material zu überweisen, die Regierung möge selbst Dor- schlage machen, wie sie sich die Voderung der Zwangswirtschaft denkt Im übrigen werden die Mehrheits- und Minherheitsanträge aufrecht erhalten
Abg Mann «Sozi vertritt den Standpu'rkt. dah ein« Voderung der Dohnungszwangswirtschaft erst dann «intr«ten könne, wenn auf dem wobnungimnrfi Angebot und Rachkroge sich regelten
Abg H a u r h i D. Dp ) erklärt, daß he Verhältnisse wie sie sich allenthalben entwickelten, den Anträgen der Deut'chen VvlkspaNet Recht gegeben hätten, denn all« Länder j«8l auch Preu- Yen. hätten die Lockerung der .da>:ngswtrt- «chaf» durchgefühn. Mann der hestilche Minister für Arbeit und Wirtschaft gesagt habe, et fei heillroh. daß er die Lockerung nicht ovrgenommen habe, so hätte her Wort em bergische Minister des Innern gerade das »caenietl erklän er bedauert he voderung nicht schon sieben Jahre früher eingeführt ab haben. Bei der Sozialdr-no- krati« wären 56 bis 60 Prozent »ü r die Aufhebung der Zwangswtrtschasi Der Rekrner verliest ein« Stattiitk des preußischen Mohlfahns- Ministers HiNsieser. aus der hervorgeht daß nur wenige Beschwerden als Folge der Voderung b«t Zwangst. tr 'chasi sich er^-.iltwln liessen Bei allen Parteien gebe es Anhänger und Deaner d«r Mvhnungs,wangstr''r,schal». Manchmal dächte ein Hausbelider gar nicht fln etn« «r*«!) ;ng der Miete für bi« gewerblich, Räume es a^rm tedvch he Mieter selbst die dann durch \Kbere Angebote die Mieten tn he «s, tritt
Abg tr Müller (8bö ) meist auf di« Kost, n der Wohnungeämtet b- X$ertftWT»H| des Bauens *d aut die Jlea .r • - r^d-
Keine grundlegende Aenderung der Aufwertungsgefetzgedunq.
Berlin, ß. Ma iBDL) Die aestr.gr Sistung d«O Rechta-s'ch uffes M Reiche- tag« ‘ chafrigt« sich mll der wirtschaftlichen Beben.. der Au'werturgsfrage. Aul Stachen de« chusles waren neben dem Reichsuunister
der Justiz der Reichs^ rtschasisMinißet und der Reich«-ankpräsident «!*u-rcn, um ihren Siand- punkt zu der oorac sllchsllchen Auswirkung einer Aenderung der Aufwe'tungsgeietzgebung dorzu- legen.
Reichswirtschaftsminifter Dr. Turtius
behandelt« in eingehenden Auslührunaen die Bedeutung der Fragen für das Gebiet der gewerd- lccheu Dcrtlchafi und der Banken. Er ging davon aut. daß die g genwärtige Dirtschasislag, trotz unverkennbarer Besserungsanzeichen keineswegs f o klar gefestigt sei. daß man dr- stimmt mit einem günstigen Der.au'e rechnen und ein 3n*ermenL wie es et ne Aenderung der Aufw^rtungsgesttzaebung fei. unternehmen könne Er nahm an Hand einzelner, aber typischer Bi- lanzergebntsle Stellung zu den verschiedenen Aus- werlung«Problemen, insbesondere zu der Frag« der Auswertung der Industrieobligatlo- ntn. der Lebensversicherungen und der Auswertung der Bankguthaben. Er kam zu dem Ergebnis, daß in alltn dielen Punkten ein« Aenderung der gegenwärtigen Gesetzgebung
ch 1, gesahrbrinaenb fei. Iusammen- allenb Vies er daraus hin. bah der gesamt« Inländische und internationale Rechtsverkehr feit 1925 sich daraus gegründet hab«, daß eine Aenderung der damals ft ft gelegten Verhältnisse nicht mehr eintreten würde Eine Enttäuschung dieser Anschauung müsse dazu sühren. daß auch in Zukunst eine Reuregelung nicht als enbgü (Ma angesehen werden wurde und man Im Hinblick aul die (desahr einer weiteren Aenderung Risikoprämten einschallen würde, die zu einer Verteuerung der deutschenWirt- schast und zu einer Schädigung ihrer Dettbewerbssählgkelt sühren müßte. Desih- und Vermögensverhältnisse hätten sich inzwischen grundlegend geändert. Eine Aenderung der Aufwertungsgeseßgebuna werde nur zu neuen großen Dngerechtigleiten. In vielen Fällen sogar mittelbar zu dnrr en t - schäbigungslosen Enteignung führen.
Reichsbankpräsident Schacht ging insbesondere auf Mt Bestrebungen zur Aufwertung der Reichsbanknoten ein und wies unter Bezugnahme aus Mt Entscheidung des Reichsgerichts Mt wirtschaftliche und rechtliche Unmbglichkell einer solchen Auswertung nach Eine Auswertung des Papier
geldes würde eine« Bruch des Londoner Paktes bedeuten. 12* M.llisrdtn Rei x«bcr.hw:,n leien heut« noch umingelbft Während das Bermögen der Reichsdank noch nicht ganz «in« Milliarde ausmachl Anch bezüglich der Bank- guthaben -rat er den Aussiühtungm, de« Rechsrv'.rr'La'ts Ministers bei und betont« »ehr dringlich h« Unmöglichkeit einer solchen 2tuhDeTtur.g 3m Prvzetzveg, ist Hi setzt he Auswertung von über OftD Oft? Mark Banknote« von der Reichsbenk gefordert worden mit der Behauptung, daß die Banknote« vor dem Krieg» ii:« je geben worden leien Es könnte aber jetzt schon fcftgehell! werden, daß davon 500 Oft) Mark erst »ach dem Kriege ausgegeben worden 'vnb Eine Aenderung des Ee'etzes das der Reichs- bank verschreibt für dne Billion Papiermark eine Reichsmark zu zahlen, könnte nur unter Bruch des Londoner Paktes geschehen Deutschland sei auf längere Feit hinaus auf ausländischen Kredit angewiefen. Pie an» gestrebten Aufwertungsmoßnahmen aber enlrtwn Deutschland um jeden Auslandskrehi» bringen.
Ablehnung grundlegender AbänderungsantrSge.
Rach weiterer Aussprache wurde mit den Summen der Regierungsparteien ein Antrag v R , ch » hofen > Dem abgelehnt. der Me Aufhebung des 5 8 des Aufwerlungs- grsetzes verlangt«, g 8 si«ht vor, daß bei uw- ffünfttger Bermöaenslag« des Schuldners bw Auswertung herabge» ht werden kann. Abg«- lehnt wurden auch mU dem gleichen Stimmen- Verhältnis Anträge des Abg. Best, die bie Paragraphen 8. Ü und 10 grundlegend ändern vollen
Di« soziaidemokrasischen Ava.ordneten Keil und Landsberg beantragen, daß in einzelnen Fällen eint b bbt r t Auswertung bis 50 Proz. lugtflanbtn werden solle, wenn es mit Rücksicht auf die Minscha ls age der beiden ursprünglichen Dertragsttile zur Adroendung einer groben Un- bt.ltakt l unabweisbar erscheint Rtichsjustiz- minlsttr Dr Htrgt sprach sich gegen den Antrag aus. weil das gdamte 'IDirtld a’tüleben nicht von neuem o u li schwerste beunruhig: werden dürft Wtnn auch der Antrag d'.t Fallt grober Unbilliflfdt vorlth«. fo würde er dcxd ein« allgemein« Unruhe zur Folg« haben, weil dadurch Me große Mehrzahl der bereits erledigten Auswertungsfällt von neuem auf- gerollt werden wurde Der Ausschuß lehn»« auch den sozialdemokratischen Antrag mit den Stimmen der Regierungsparteien ab und vertagte Me Weiterberatung aus Donnerstag
Bet der freien Dobnunarwirsichasi würden sich Me Mittpitise regeln. r<r Redner fordert Mt Lockerung der Zwanaswinfchaft.
Aog. Lautenbacdtr (Ztr.) will rbrnfalb ein, allmähliche Uodtruna der wirtschaft. In Dürsitmberg otrlangltn di, Vernein- den, bk noch nicht von den vestimnuinoen über die Cotfenrng Der Fnxingswir^chost berührt werben, gletchsall« In bieft ttnb,zogen zu werden
Abg Dr. Büchner (Dem.) meint, die Wohnung»! rag« |d für alle Parteien ein heiße« Eisen, ba sich Mieter- und Hau«b«sißerinter,st,n entgegen- liehen. Der Redner lorbert allmähliche Voderung Der Wohnung»zwang»winschasi.
Minisicr Raab rrMn. da« Srgedni» der flrbdt bt-3 Au »schlisst« in btr Dohnungdrage sd gleich ’jluU gtweftn, tr otrtongt ober etntn klaren B11chIuß bt» Hause«, btnn batwi erst khnnt sich btt Rtgterititg üdtrlegtn. ob sie btdem Beschluß bd- treten werbe.
Abg. Dr. ®trner (Dn.) emosithlt fdnen Antrag. bah Ne Regitruno Vorschläge »nacht, wk sie sich bie Voderung der HnxTngswidfchatt be»rft. Dk Regierung habe Die Ausgabe, bie Angelegenhdt zu ordnen, unb s 1 r möge einen (ßesehentwud vor» legen.
Abg. 31 n n f a n n (€04.) oertritt die Forberung, bah erst bann bie Lockerung eintreten kSrtne. »otnn genüpenb Dohnräumt vorhanden «vären.
Abg. Dr. Qeud)tgen« (Bbb.) forbefi die Aufhebung ber 3wang?tvirlsc1)a«t Minister Raab habt echt, btr Landtag müsse selbst sogen, wo» er wolle. Der einzige Antrag, ber ba« au«- -preche. sei ber Antrag D t n g e l b e »). Dk an- Deren ‘Hartelen möchten sich aus Mesen Antrag einigen. Damit wenigsten» rhoa« bei Den Beratungen berouefomme.
E» sprtchni bann noch bk Abaeordnden A n • iermeter. ßaury und Dr. Werner Die bftimmung ergibt Im Pltnum haoiekbe Bild wie tm zweiten /lusichuh Alk Anträge be« Ausschüsse», öte aul Ablehnung egenben Anträge laufen,
ntrden angenornrrtn. Die kkrhandsiengen stich allo ahne Crgedni« gehieben.
Em Antrag Dr. Werner und (Ben. auf Einführung eine« Arbtit«bitnstjohrt«. ?tr bereit« vor zwei Jahren gdieOt war, wird nachdem bie Adaeorbneten Dr. Werner (Dn). f)aud flationaMoy), Le u sch ner (6ot) ^rou Roth 1 Qomm 1 uich Dr. MSdu « (Bvd ) in längeren Ausführungen sich dazu «außen hatten gegen Ne Stimmen bet Ä.-.lftep-irteien durch bk Regkrung« antwort für erledigt erklän. (Jbtn*o werden ein In trag btr flbgtorbneten Sohrn und (Btn. jur Bf trieb« st tutr. ein Antrag btr Abg «atm unb 'Hern über Mt ßoizhautrlühne unb ein, An- (mge btr Abg Frau fkräu» wegen Teilnahme 0 r I b i, b u n g • 1 di ■ 1 p 111 d) 11 a t r Mädchen am Unterricht für erledigt erklärt.
Gesandter von Biegeleben.
W«R. Darmstadt. 4. Mai Der langchhrlgt Vertreter de« Solf«float.-» Hessen del der Reich»- regwrung. (l#lanbler Freiherr Maximilian von Siegel eben ist wegen Erreichung der Dtenflallertgrengt mit Wirkung ab I Mai in den Ruhestand getreten. Vc>rou ichiiich evird er fernen kvohn'i! -n Darmstadt nebuun grdherr von
rtn ist. studierte u. a. In (stteßen and Hechelberg uni trat In Den Stoatibiraft eia. Besondere Verdienst, Hal er sich .uw da» he-sisch« Bauwesen er- warven. weshakd er auch vor nnt^m lobrew een ber Technischen siochlchale tn Darm<:a?t zum E tz rendoklvr ernannt ward, von Rooemtzet 1913 M» fetzt bat er be» fieflenlatti in fkdln al» Gesandter rvrtrelm
Tschangtsolin und Moskau
Moskau. 5. Mau (DTB FunSpruch.- TKt Sowjet-Regierung hat dem chirm- slschen Geschäftsträger In Moskau ein« schade Rote Übersandt, la der es heiß! „IDenn Me tn den sowjetrulillchen Gebäuden verhalmken Beamten. Frau Borodta unb ihre Begleiter, dieselbe Behandlung erfahren würden wie die jüngst erbrofltlien chinesischen Kommunisten, so wirb Moskau unvergüg.lch angemessene Schrille tun." Infvigebelkn Ist in Peking bk Verhandlung gegen bk russischen Gefangenen plötzlich aufgeschoben und eine Konserenz von militärischen und juristischen Beamten fotote Beamten des Außenministeriums ein berufen worden
DerVerlinerStahlhelmlag
Gin Bttfrvf deäVsrlinerPoli;eipräfidcMte».
Eigener Drahtbericht bt» Gießtner Anzeiger«'.
Berlin. 5. Mai. Der Berliner Polizei- Präsident erklän m einem Aufruf an Mt Be- völktrung Berlins, daß Me Berliner Polizei auch bd den Kundgebungen des Stahlhelms und der Frontsoldaten am f. und 8. Mar dl e durch die TOeimarer Berfasfung gewährleistete Demonst ratlonssreiheit mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln sichern werde. Für etrw Beunruhigung der Bevölkerung liege Idn ernstlicher Anlaß vor Di« Polizei hab« Mt erforderlichen Vorkehrungen zum Schuhe der Bürger getroffen. Den Demonstranten seien fettumnfkrö Auslagen gemacht worden, deren genaueste Befolgung arm den Veranstaltern der Kundgeburxl zugesagl wurde Darüber hinaus werde Me Inneoalnmg der Verpflichtungen auch von der Polizei überwacht werden. Etwaige Ausschreitungen werde M< Polizd mit ihren MachvnlUdn entgege.rtoden. Das Ber- bot der G e ge n d t m 0 n st ra t i v a« n der Kommunistischen PaNei und des Roten Frrrnl- kärnvlrrbundes werde rüdltchtslos dwrch- geführt werden
Damit dürfte der ordnungsgemäße Verlauf der Veranstaltung gewährleistet Idn Da Me Veranstaltung nun einmal genehmigt worden war und he« ergab sich doch schon aus der bisherigen Einstellutu» eil derartigen Veranstaltungen gegenüber. verblieb der Polizd leMglich Mr Awgabe. Me Ruh« und Ordnung zu schuhen und jeden UebrtQnff von vornherein zu unterbinden. Allgemein ist maw in ber XeichshauptstaM der Ansicht. daß der Verlauf tm Gegeakah zu der aor- angeganaenen Beunruhigung vollkommen ruhig und störungslos verlaufen wird
Polnische Propaganda in Ostpreußen.
Berlin. A Wal. (Pdv-Gel des G L) Für Dienstag 3 Tlat hatte das p 0 laitch , Gtaeralkoasalet tn Königsberg in die katholisch« Kirch« zu einem Hochamt ans Anlaß des polnischer- Ha:toaaU«*cr! age« geladen. Mr Deutsche Bolkspart11 Hot Mek Einladungen. Me an zahlreiche PerkbaUchDeden in der Stabt Kön!asd<rg f jr-rart auch an M« Spitzen der staatlicher-- und städtischen Behörden ergangen sind, zum Gegenstand eieer Seinen Inf täte »m Preußischen Lnndtag, gemacht tn der gefragt wird ob rn solche« Vorgehe-r eines Gen»- ralkmüulats den bctrftrnftm hr^ma«''chen Gebräuchen entspreche, trenn nicht, welch, Schritt« Me S:aatsrrg rru- z dagegen «u <nNTe*a*T gedenke und wie die Srnarsregkrung <s «■ -et»
hindern gedenk« daß dnni'ch« tathvli»che Gei»- siche sich »n den Dienst polnischer Propaganda stellen. Soweit Me vo kspaddSchn An sage v-tz derartige polnische Ecnladung«W gerade tn Kßn'.gsßerg der Hauptstadt Ot - prcußens rrgchen getr.mii brdurch Mrnbcre pv. ti'chr Bedeutur-g. daß in den poinSchen 3d- hm gen dn, kbßasie Propaganda für em« Annektion Ostpreußens betrieben wirft Angesichts der schad c>:obnew»«w Haltung «Der Berölkerunaskr. k 0stprrußens gegen votnllche 2mwnt0rtoetr*xr yr. truOew Me Einltdnntzmr hrrft als eine taktlose Protzvlgtlon dod emplundew werben.
ilus aller Welt.
Tie llederfch»vemmu«KsIat«ftvo»tze in Xe» Crlreeft
13 streik in Roeft n. ksitttd coaisiaaa. Me meße •1« bonbetl groß« SIM. Seine SlAMr und Väeiee um'atzen, sind ubertdjrermmt und 000 des Einmoh. orrn Mriafkn. Dk : ^geichmollenru Gemäßer bei Mlßiisipot bewegen sich auf tzk Iruchttzarsieu. Boum- moste. Ander uns Rd» rrjru^mbtr Gehetz, des Slantrn n. auf tzk fwwfflleM zn. Da» nochäMtch, couisiana ist In einer Mn»b«|neeg von annähernd 4000 0 n«bret«i,il,n
natzszn j , r ft I r L Der Strom hat Mr Dämme an jwei weiteren Stdkn tznrchhtsche». SM neue« beer »cm Jli*fllngen hat sich In SrmeguuM gesetzt, wodurch di, Zahl der fximdflokn aus 250 000 stdgt. Dk schlammigen Gemäßer bebrrfen fetzt nahezu schon 15 000 Oeabewtmdlm In Coel- siana. Irfeitfa« und MlMfstppi
Schwerer IMmmtzeuch bd Verona
Bei Berona brach der Damm eines Kanals. 3n einer Länge von etwa 50 Metzern ergoß sich das Dasier auf bi, umliegenden Felder Die Bevölkerung tonnte 'ich retten Mehrere brachen zusammen Der Schaden wird auf etwa Ü Millionen Lire geschätzt
Vulkanausbruch am üaipischeu Meer.
3n der Rächt vom I Mat ertvlgt, Im Kaspischen Meer tn der Rähe von Kap Kodnkk »Grad nördl. Drdte) der Ausbruch eines großen unter Dosier befindiichen Vulkans der 15 Minute« anhielt Eine riesige Fea« rsänl« war über dem Dasser sichtbar Am Orte des Ausbruchs hat sich dn« größere Intel gebildet.
Cln Fassadenkletterer sestgenommen
Di, Berliner Kriminalpolizei Hal einen der be- ruchtigskn Fa staden kl,tterer dem große Sinbrücho In Bettln 0 r a n f f u r I a M. toieeb^ben unb DüfielDod geglückt sind, den Bruder be» -Katz,rtzof*- Hojfabmfkttfrcr» staßner ben ?7iährtgen Baut Kaßner. vrrha'kl
Opfer be» stokalnlastera
Mattett« Dolfs war dnmal dm in ganz Berlin lxwcniderte Vchötchdl. Di« führte bas Leben dnrr großen Dam« unb ließ sich von den bekanntesten Männern hulMgen. In Dahlen besaß fU eine herrlich d»gerichtet, Billa, deren Salons geradezu g,stürmt wurden Im vergan- 3,nm Jahr, nun wurde He eines Tages n
>retn Badezimmer tot aufa, fanden. Rach der Untersuchung ergab es sich daß Marietta DoM wahrscheinlich t m Kokalnransch in• sammen gebrochen war. als kl« ein Bad nehmen wollte und den Gashahn geöfsnet hatte, fo war der lob rinnetreten. Es stellte sich dann auch heraus, baß fk In krosietzrr Ddf, der Kokalnseuch« verfallen war D.es^ schrecklich, Laster hat», di, einst so gefriert« Schönheit körpettich unb s^lllch zur Ruin, gemacht Jetzt wurde dn Pn?zest verhandelt, der den Lebenslau' von Marietta Dolff noch dnmal aufrvllte Daraus ging ihr tragt'ches End, drul- sich hervor Ihr Umgang der l«|len Jahr« war in erster Linie rin Lpot^tter. der fit Paketewdf« mit Kokain bell,Irrt« Bei der Geri.chcsverHandlung gegen den Apotheker stellte es sich heraus, daß die Dolfs fast den ganzen Tag trank und manchmal drri Tage hintereinander schlief, wenn fle mehrere Flaschen K>gnak geleert hak'. Dem Apotheker wurde zur vast gelegt, daß er an ihrem Tob« mit fchulb leL Er konnte ben Gegenbeweis nicht antreten unb wurde infolgedessen tzu vier Monaten Gefängnis verurteilt.
Die vaabenkämps, In Jletff».
Die Regierung gibt bekannt, daß umhomu Banden zerstreut bzv verntchtri und 8Ö Ausstärn Mlche getötet Worden sind Eine bet Banbeu war an dem räuberischen Nebers all auf den Etsenbahnzug bd Oleum Im Staat, Ialiseo am iS. April betrillgt
Kirch, «ab lvecheueub«
Aus der vieußsidkn G,neralsyiu»de führt« Sfarrer Dr Luther na «rus Hirn Kirch«. , sich Ihrer großen Pflichten für das Bells- trben bewußt ist muß Mm Gedanken bet Doch,a,nbes ihre größte Au'merttamkell widmen Iwar ist es ntch« zu verkennen, daß skrupelloser Vpor«ö«trieh «ab maßlose Vergnügungssucht Weit, Krds« bes Dptirt völlig vergessen lallen, daß ber Sonntag ein Jag der Ruhe en b Besinnlichkeit ,du soll AVer es »väre dennoch völlig lalfch wenn die Kirche wwt ’<tflirr, würde beim Der Gedanke, am Dochenende bas Bolk zumal der großen Städte, aus bet vtroßeneng« unb bet XIltagidAell hinauszu'ühren in die Ra- tnr. ist ja geboren «us bet schrner^ichea Dr- krnatnis daß untere Großstädte so ost dos Grab bet Menschen and ihrer Seel« flnft Di, Kirch, ist damit ber neue Xdgaben gestellt Die StzaMgemeinde unb die Landgemeinde sollten bestrebt Idr Doch,afchlaß- f eiere möglichst ltturgi'cher Ausgestaltung und Dvcheamessen ein«uttzhren. Zugleich echßt« die Kirche modernere Formen der Propaganda anwenden
Bertheoeukonzerl ber Berliner PWbermoeJtet In Kopenhagen
Dos Berliner PMlhafnsnisch, Orchester unter Leitung von D (xlm Fn rlvä agier aab M i:wvchav«nd ein Beethooentoozeri aus Anlaß des Ift? Todestages des Mdstet«. Das vollbesetzt« Haus spenden dem Dirigenten und dem Orchester stürmischen Beifall.
t^etlrrvoraHtitiflC.
Botw egend bettet, warm und trocken
Gestrige Taaestemperatuten Mar-.murr 22j6 Grab Eelsius. Minimum 9.2 Grad Eelsius Heutige Morgentemperatur: IL2 Grad Eeisins
D-»terungsaus> chten für Samstag 3ü wesentlichen feine Aenderung der Dettrttagn.


