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-irhener Anzeiger iGeneral-Anzeiger für (Pbcrbeffcn)

Nr. 1'31 vtilles Wall

Montag, 2. Mai 1927

UWMMeiWW unö fimioM

»int 'Perlemm - g ber Tliiifieieabl« itrtiRlflena «m Cailbtva <0 beib . WnS- iwtrefk am letzten 3reiiny>benb eurbe mit Awt teryn Se-rüfst-'s Sammlung«. lnfng fl,oMv Pb llcola u # erMtoe«. bet «WlrNnb dem erfttR Urlfratlm W ÄixuM. Ord fr Vredt-Dlarourg. lu feinem Ttor» Ifdet >vt TU t bte TH 11! e 1 h a n b e" t<x< Htort *rrf eilte flrM 3t<bt letieie fei** Dar- lerngen mU einer (fbatahenltomng bet gegen- vonlae* pt4iu<4K* Vage in $eui<4>ijnb et* wnb unters* Hieras bie Inttpizflung bei Aeichb- tzMAetzaltOplRR es einer zii'ernmähig bf (egten Unkrfu4vnfl Während bet Ttorfneg*- baubbait. 1» f«one bet Jtebner u. <l awl. mtt d»e V , Hlil! atben In EinnohmeR unb 2ub- gaben anAgeglichen gewesen lei. dalanZi-re bet rtte #!at mit bet flamme non 8 TnillUrben jXarf. Mele Votoi.zierung Web* In betten *Mt airf b«e Papier, in Tb rtl.chket! habe man mit einem betliif von mnb einer TltUlorbe <u rechnen. 3m liegenta| iu einer durch schärfer es 3utolfeRe geoUnim Einbringung oon runl fw MM oneR Steuerrwfft-r ber. wovon ousschtietzlich der Mit- lelfionb betroffen werben tmirbe, torter* der Web» ner alt einzig« TEalid)t«it zur cameiurg bet ifoutbalti eine rücksichtslose Zusammen- H r e i * * n g der » utßoben. «och einet ve- prethung bet herrsche nden etruerlwfiemt in gleich .nb Landern Ioan« der |og. ®araniirlimim< und bet Durch bat neue .nndntdutgld^ftg oorgeielx- neu fleroMepuna ber tReolffeuern erflarte der Vor- tragende eine (jrahlon wolle rchli-'R machen mtt ber beuhfxn Prasit bet Öinoinrocfent in politischer nmlidil inb verlangt« efhr entfchiedene n<rao» enung ber Esttko-nmensteuer. Nach einem kurzen Hutfblitf auf die M eurige Entwicklung ber 1921 L<grürtbet<n Uhrtelftmibspartei setzte |td) Vroleflor Srebt hir die Notwendigkeit einer Stärkung bet in feiner il filier'\ irtiawr bedrohten 'Bürgertums ein. bat alt wertvoller Kultur! illaer lefbftanbig. tabUeid) und iwrantmorllid) ergehen werden muffe

riablvcrordntler Xirolaue

gab hierauf In etwa zwelltünbiger 'Rebe einen Dertchk übet die Tätigkeit und btn Staobpunkt der Mittelltanbs - Bereinigung im Gidßendr fliadtpatlament Er er­innerte zunächst an die prvgr>imR»attfchen Bichl- Iinien. die vor der lebten 6; iMwrorbiutenttMM von ber Mittelstands - Verein guna alt ®nmb- lage ibrei kommnnalpolilifchen Wirten- berfnnbet wurden, und betonte am Schluffe feinet AuS- !uhrungen, ebenlo aber auch wiederholt imOaulc 'einer Bede. t>ab die Fraktion der IKUlel- ffanhi - Betetniauna voll und aanz ihrem Prv- Kamm treu gevlleven fei. Durch da- Eingreifen

r Ulttflttanbi - Verrtn gungs - ffraftion lej im Januar 1928 verhindert worden, bafi fl a d t if che Wohnhausbauten am Mu gelbe t g einer Darrnftäbter Wobnungs|ürfvrge^c eilfchaft über­tragen wurden, hierdutch habe man der Stadt cine Ersparnis von etwa 3040 000 0771

Aach die«.'N erften Erfolg der MlttelNänbler- Sranton habe diele hlr die hiesigen Han b» werket weiter erreicht, daß städtische Au f- träge bi» zu 1000 M nicht mehr Vie früher kurstrhand fetten« der S.ndtverwaltuna nach aus­wärts vergeben werden tonnten; hierdurch wur­den viele Aufträge den blehgen Handwerkern erhalten. Luch auf dem Gebiete beb öub- missidnswelens fei manche Verbesserung uaunfleti der Aanboecler er c richt worden. <»m 3nterdfe der P r i v a ! u n ! e r n c h m e r f ch a s t xibt die .iraftlnn der TN Itelftands - Ve^ttti- ung wiederholt Anstürmen der Linken f.n Stadt- .HitTatnenl entgegentreten mähen, »ie Blittel- stnnds - Bet.i'iigung |et für Me E.n'..sirana einer 4 i 11 a l ft e u e r .jum Schuhe unerer Kaufmann» icholt und tor llädtifchen Steuertnlerehe*. fie .^te nach dielet Bichtung hin fchon voraegangen. wenn nicht in Kürze eine Landes-Jiliaslleuet ,u erwarten fei Seine Fraktion trete auch für ein ergfähig vorgebiibe cs 'B e r u I 4 b e a m I e n tum ein, es In ganz unwlreflenb .h-tDcten^ man vor der Stad<vcrorhne!enwahl >;n unD leine poliii'chen Freunde als .B^tmlenlteher^ .'ngeiehen balx Seine Finktio" 'ordere eine

angemrfkene Befoldung bet Be­amten und Arbeiter d-e «o a< ekll fein muffen, haHe ein anhängiges Da'ein fftbrm und die edordc rf ichen 3fcd!aae* machen li nnen. » e JlhttrlflarW-Terein jung fo.dere die re 11 ofe Bef ei 11gung der DohnuRgszwangs- wittfchafk und bie 'Äieberbn bei lang kes freien BeriLgung-recht s über des Privateigen­tum. bei einem da f. in Ödenden Untraa im Stadt- parfoment fei bie Mhtehiands'raktton in k-er Akindethelt grb!leben, weil die Stadtverwaltung sich fcharl gegen den Antrag gewandt habe da Meter im Widerspruch mit den gegenwämeen getebiichen Bestimmungen stünde Durch die Bkit- Wirkung eines BeNtekets feiner Fri''ion beim hiesige* Wohnungsamt habe !ich dort aber doch ein Umschwung -um Behern »ür Haus- beiiher und Mietet bemerkbar gemacht. Seine Fraktion fei für die Ablehnung aller Steuern, die den Drunddeiitz und das (Be­

werbe e r br o I f ei n würden. Die jüngst Im fltabtpadameni br'chio"ene Der t>uwachs- steuer für Drundstüasverkäufe in der 3nf!a- tions»elf lei allerdings notwendig gewesen, da das Ministerium Mele Steuer gefordert habe, es fei jedoch gelungen, die Forderung der Linken ans Einführung auherordentlich hoher Steueriähe zu Fall zu bringen Degen die Umstellung ber Mü11 adIuhr auf maschinellen Betrieb habe feine Fraktion lich grwandt. weil die Kosten hier- lür nach der AoNcht der Stadtverwaltung dem Hausbesitz allein a ul erlegt werden sollten; nun­mehr ruhe diese Sache schon seit längerer Feit, obwohl Ile leincrj-ii als fo eilig hingest eilt wurde. Seine Fraktion unterstütze auch die For­derung. hab die Konsumvereine in gleicher Deile wie das iBererbe besteuert werden, in Meter Hin! ich! habe der Stabt tv 2 ober ent- Ichieden Stellung genommen gegen Me Aus­nahme behandln n§ des Konsumvereins, die Mittel- stank-sfraktion pflichte dieser Stellungnahme völlig bei. Der städtische B o r a n s ch l a g des vori­gen Jahres lei durch die Heranziehung namhaster Bsserven balanciert worden. Seine Fraktion fei der ilebmcugung. das, her ne» Boranfchkag mit einem Defizit abfchkiesten werde, da er erbeb- lich mehr Ausgaben vorsehe und durch den Deg- fall von Aelerven weit geringere Elnnahmemög- h«Netten habe. Seine Fraktion werde alle er - höhten Steuerdelaftungen ablehnen. die Ausgaben mühten rücksichtslos -ulammen- gestrichen werden. (Rin Schmerzenslinb in Meier Hinlich! sei der Etat des Wohlfahrtsamts, der sehr erhebliche Zuschüsse erfordere. Zur Sen­kung der Ausgaben in diesem Seil der Verwal­tung lei es notwendig, dah beim Wohlfahrtsamt eine Ichärfere Buchprüfung der Bedürftigkeit Platz greife, nur In lobten Fällen, wo wirkliche Bedürftigkeit borftege. dürfe Unterstützung ge­währ! werden. Pelühlsmomenle dürften nicht in den Vordergrund treten. 3m Vergleich zur Stadt Marburg fei die Belastuna unterer Einwohner- fchaft in der Wohlfahrtsfürforge wefentlich höher; In Diesten kämen auf den Kopf der Bevölkerung 30 Mark. In Marburg dagegen nur 25,62 Mark. Die Mittelstandsfraktion habe auch dafür gesorgt, hab die städtischen Bet riebe nur insoweit handwerkliche Arbeiten vornehmen dürfen, wie zur Belchäftiguug der dort vorhank>enen Ar­beiter nötig fei. und dah sie darüber hinaus mit den Privatbetrieben nicht mehr in Konkurrenz treten; über Me Einhaltung bie Berlastr^is werde tle Zrakticn weiterhin wachen. Seine Frak- Hon trete ein für die Auswertung der städti«chen Kleinrentner, der Beflner der städiiichen Papiere, bis zur gesetzlich stöchst- Autähigcn Grenze, lie werde auch dafür eintreten, hab bie Drunbstücksbtsitzer. die ihre Grundstücke in der 3nflatlm.i>>elt an die Stadt verkauften, mit ihren Bcstkaufgcld-Forderuimen in gehöriger Weile befried gl würden. Die Mittelstanbs-Vg.- Frakiion verlange weiterhin die Aufstellung eines wertfichtigen Bebauungsplanes; be­dauerliche! weile sei in Meter Hinsicht bis heute kein Fortschritt zu verzeichnen. Beigeordneter Dr. Hamm habe kürzlich in der Hauptverlami lung des Berkehrsvereins Dorwürfe gegen Me Stadt- verordneten-Berlammlung erhoben die ihm für

diele Arbeit nicht Me txtlanaieti Beamienkräfte zur Tkt* uggnj gestillt habe Seine Fraktion habe eine lelche Jtrah abgelehnt well D: Ham« leibst in «ter Vinte kazn berufen wurde den ^eneraibebauungsplcn ausznarbeiten Eine zur BearMnur.g der Aust, 'lungspisue bewilligte Hlllskraft. Tür Ne euch feine Fraklion gestimmt habe lei bis letzt noch nicht eingestellt. Htn'lchtlch bti Wohnungsbaues Torbere hir.e Fraktion, hab Meier webet polWän**g in Privatyand komme Bei den Löhnungen. b;< von der Stabt jetzt ar Kugelberg erbaut worden seien, leiste de Stadt jährlich einen B'.ietzu'chust von 600 Mark für jede Wohnung. Das gehe nicht an Btemand könne verlangen dah aus den Mitteln der Allgemeinheit ihm eine derartige toürbe

d-,> Hausbesitzes habe man immer wieder d e Feststellung machen mul'en. Mb bei der Stadtverwaltung hem Haus- belitz gegenüber nur wenig Dohlwole i bestehe, hob die Stadtverwaltung keinerlei Aeigung $e.ge. den wlnlchaltlichen Problemen dieser Bürger- schicht tiefer auf den örunb zu gehen D eien Steuerzahlern sollte man aber ein tieferes Stu- Nun ihrer Sorgen und Böte schenken, als sich Ichlagwortartige BeiLmpfung aus hausbefider- Innbiufcen Kreien zu eigen zu machen. 3m x'intere'le einer ptodultiv<n Verwendung der Ar- beitökra't der Erwerbslosen habe 1eke Frak­tion den Bewilligungen von Mitteln für Bot» ftandsardeiten »ugeltlmmt Ebensoet sie für die Verbilligung der Elektrizitäts- und Saspreise und auch für die Senkung der Strabenbahnsahrpreise eingetreten Für den Ausbau der Verkehrswerdunas- mittel habe man lich gleichfalls eingekhi Hin'ichtlich des öfabttbeaterO lei zu be­anstanden. hast bei Operetten-Aufführungen das darstellendeperfonal und das Orchester von FrnnNurt geholt würden; seine Fraktion torbere. das, das. Stadttheater lünftla eigenes Operetten- perfonai engagiere und tne THuhf nur von einheimischen Mufikkräften ausgeführt werde. Ter Tau her Volksha 11e. der immer noch ixm manchen Mitbürgern als unnötig bezeichnet werde, müsse als gut werbende Anlage der Stadt angelehen werden Er lei für den Bau Meter Halle schon zu einer Zeit eingetreten, als diche Angelegenheit noch im allerersten Sta­dium lich ttlanb und keineswegs seliges! an den habe, wer diese Arbell bekomme; er betrachte diese Halle als eine her we'entlichften Voraus­setzungen für eine Steigerung des Verkehrs in unserer ctaht. Mitch hie Mr Allgemeinheit Butzen erwachse Von diesem Gesichtspunk.e aus- --eLeiih, Haie leine Fraktion auch den Ausbau des Flughafens unterstützt. Hinsichtlich der Schulneubauten fei zu bcmerken, dast diele Ange egen beit in der Snke.itlcheidung noch durch­aus von der völung der Finanzfrage abhängig fei. Er glaube nicht dast im Hinblick auf ois Finanzen beide Schuten glelchze tlg gebaut wür­den. Dringend notwendig fei die Löfung der Aathausfrage durch einen BathauSneubau. in dem alle Teile der flkadtverwaitung zentrali­siert untergebrad)! werden können, bamii die gegenwärtigen unleidlichen Terhältnikle endlich ihr Ende linden. Der Bedner ! eton.e zum Schlust, dast die Fraklion der Wirtschaftlichen Vereini­gung auch weiterhin ihrem Programm getreu wirken werde. Dabei werde sie eine haushohe Mauer ixm der Sozialdemokratie trennen, eine Konzession nach bie'et Richtung hin komme nicht in Frage Für die Durchführung Meses Pro­gramms erbitte er die weitere Un.ersrühung der Dürgerlchalt. Dem Vortragenden wurde mit leb- baf:em Befall getankt.

Da eine Aussprache nicht beliebt wurde, sand die Versammlung gegen ' ,12 Uhe ihr Ende.

Aonhorba*sgefaf)ren.

Am Freitagabend sprach in einer von dem hiesigen ,Zwe>gverein des Evangelischen Bundes einberufenen Versammlung der Eme- ralsekretär Meies Bundes. Pfarrer Haupt- Dieben über .Konkordatsgefahre n". Der Bedner führte u. a. aus Der EvangelifcheBund ist zwar r.n Kampfbund; er bekämpft ober nicht den Katholizismus als solchen, ir4> viel weillger den einzelnen KathollZen in feinem ehrlichen

kathel.lchen »tauben. 3t we-det lich aber mm Me Bestrebungen geu-' er fleelLl.'r Kve-te Me Kne iBezenrr»7:.nenoi wtpn«ch.. Der roct.xmt Krieg Hot auch der evangetifchen Sache einet» baren Schiag orr^e.*.? das protestautifche Deutschland hat bei Kraz wrt?rea. Bom gtna aus !b*n gekräftigt hrrwr Sehr nachteilig ist es *ür Me Evangelischer., hast de keine Partei vefifen. Me l-re Jn?T.-**e-i v-rtntt. wie es dos Zentrum für Me Karbol ?rn tu» Bich» alle Katho­liken find Im xfentrun organi er!. Meie ge* bbrei anderen Parte'en an Bk^n nimmt dvrl cuf s e und ihre Ai 'chauungrn aber allergrhhtt .stück ich» Der ?ap'i hdt| i h.-rne in D at'ch- fand c!r.tr. gn. alrigm 8 n<1jh Darum wird es nt<M lange brurrn. fo trsrd Prru'en ober das Beich oder ivibe sj«ame i mit Xt*tn ein Äontortat abgeschlossen bade- 01 ist zu al!r» Seiten to gcwe'en dast Me Staaten Me mit rer römischen Kirne in eine n .^v foedatsrer» bältn i standen. Bach«eile havrn haNen to wirst es a.tch to.esir.ak werden Bom hofft mit heu deutschen Diplomaten raA fertig »u werden, darum erstreb! >1 den Abschluß ein.-» Äonforbato. Ein Konkordat soll Me VerhälkniKe zwischen Staat und K'rche reaekn Die» fan i auch durch einen gewvhrl.chen vertrag gefcheken. aMc es in faden und Württemberg rrtolgt ist. Die »efobren M Ätmforhatl find sehr grA. Well es nicht ein Vertraa ist. den zwei inneriiaatlich« »rtralten miteinanbct aMchlw'toi, sondern eit solcher, den her Staat mit einer internafionjlen Tlkacht eingeht. un erliegt eS ilchr d. r inner- staatlichen i?e'tr,en. tonbtm denen Intemaitonilm Bechts Sin Staat der ein Änntorbat ab'chliestt. erkennt damit an hast da« vspstliche kst-e buch, der ccd.-K iurt» unon c, in itzm amt.iche ® Iturg bat D es zeigt uns das Konkorhal. d..

mit der römischen Kurie Im 3abre 1024 ablchlost. Die tvichtigste Bestimmung pte'H l»n'^r.ichei» Konkordats ist der Paragraph 2 des 1 Artikels, in dem cs bclfti Der bnrerllcha Staat .aner­kennt das Becht der Kirche, im Böhmen ihrer «Zu ständig keil Eelcne xu erlai'en und A lordnun- gen zu treffen, die ihre Mitglieder binden. Er wird die Ausübung die'es Bech'es ir<>er H ukern noch erschweren" 3n Bahern regiert allo teil 1924 nicht bloß deutsches Becht. sondern auch kes Papstes ?iecht Da« Becht des Papstes ist aber nach römischer Auffassung aökkiiches Becht. und göttliches Xe 4)1 bricht Skaatsrecht. 3m kanonischen Becht sind ein­schneidende Bestimmungen über das Ehere cht enthalten, die dem bürgerlichen Becht wider- sprechen Das bayerische Konkordat sichert Mr Kurie die Oberhoheit über Me theologischen 5 - fulfa:m unb räumt ihr schwerwiegende Bechte ül er das voltoschulwesen, insbesondere über die Be­aufsichtigung des Bellgionsunkerrichts d i. Auch den Ordensleuten wirb das Becht zugestsnden. Vebrer zu werden. Sie, Me In der ganze.i Enge klerikaler Auslassung erzogen sind, dllde.i cine Mrelte Delahr sür den konfessionellen Frieden. Das bayerische Konkordat bringt den religiösen Orden völlige Freiheit in bezug auf Bieder» laffung. Erwerb und Besitz. Die Klöster werd.n letzt dort w e Pilze aus der Erda schieben, f « alle haben die Ausgabe. DegenreformatIon zu treiben. Sehr interessant sind auch die Bestim­mungen über die finanziellen Verpflichtunarn de« fllaates gegenül^r der Kirche Obtoof)( dos sabienVerhältnis der Katholiken und der Evange­lischen In Bayern 5:2 ist. beträgt bet flnanzlelfo Aufwand des Staates für die toiholishe Kirche da» Dreifache gegenüber de-.n für die evangelische. Das Beich darf nie und nimm et solche schwer­wiegende Abmachungen mit Bom fressen Dt-s- balb must schärfster PriNest gegen den Abschluß eines Konkordats auch im 3n!crefft unterer kath-» lilchen Volksgenossen erhoben werden!

Der schönste Schmuck

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Millionär ohne Geld.

Der Äomaa eiaer wellt.

von L. Phi 11pp «

llopyrigtzi tzy August Scherl 6 m. b. #).. Berlin.

4 Fortsetzung Nachdruck verboten

J^tn 5Äo(i#ts tu! mir so jchrtcklich leib*, fuhr das Mädchen fort während Iranen in ihre 21 ugen traten. .Gr war nur ein einfacher Arbeiter und bat ch die wenig.n hundert Vsund. ""! denen et sich ein« Lristttz #r nden uoütf. vom «unde abgc 'perl, «r ,st fo stolz auf seinen ehrlichen Kamen, in» h wirb Ihm bas Herz tz'echen. wenn er den Bankerott erklären must.'

vlist bist bie Zähne zutommen 3n seinem ®e cht er chien dn üuebn.d der Entschlossenheit ber Dr. Älbroyb gewiß in Erstaunen versetzt hätte, lodf bleiben mir zwei Tage*, knirschte er grimmig.

Die Tur fing auf. und IRJtrr» trat in 6<* .'»hnter lärmentcr AN Ins Finimer. Er summte ine ttetobie vor sich hm aber seine Heiterkeit war chtlich gezwungen. Ah! Do Und Sie ja noch. Bllh! E» ist mir unangenehm. Ihnen sagen zu nutzen, dah Ihr Dienst am eam»lafl zu Ende ist. Idir hatten einen Monat Probezeit ausgemacht, icht wahrf

Blitz crstotz sich schwer oon feinem «tuhl. Es tut mir leid. Herr Masters, dutz ich ein solcher Mist- erfolg gewesen bin. 3d) habe aber nach zwe, läge, intz nun ich batte gerade eine 3dee, während ch hier setz. VieUe cht taugt sie nicht viel; aber ich i,-chte morgen doch noch einen leyiea versuch mä­hen. Könnte Ich dazu vielleicht einen Prcbeofen badenf

«Selbstverständlich. Itm ist noch nutzt tort er tonn ben Ofen Einbringen, mobm Sie wollen. Gr dal jo sowieso nichka zu tun/ Mastere ging hinaus mb rtef ben Lagerarbeiter

Das junge Mädchen blickte vorwurfsvoll ..War­um machen eie ihm wieder falsche Aoffttuiwen?*

Keine Bebe oon falschen HoffnungenVis morgen abenb Hube ich den Vrobeosen unb noch ein paar Dutzend mehr verkauft."

Ob. wen, cic das fenigbrödjten!" Obre Äugen strahlten oor verhaltenen Tränen.

Vlitz iah sie an unb war eine kurze Welle ver­loren in ihren Anblick. Sie lenkte errötend den Kops. Vlitz suhlte plötzlich den Willen und die Kraft, alles, alles ju erreichen, ^d» werde es ftrligbongen!" versicherte et laut.

Blitz war sich i.och nicht Bar darüber, was er eigen**d) oorbatU. ttr schritt hastig.> datz Tun mit fernem Schubkarren Muhe hatte, ihm au folgen, kreuz und quer durch bie Stabt, unschlu'l g. wohin er sich wenden sollte TIhn leit Dielen Wochen an Untätigkeit getdehnt. wurde ittzkietzlich mfide. ,3sf <* noch sehr west. A#rr Vlitz?^ fragte er und wischie ich den Schuxitz pon der Stirn.

Bichl.g. da bist du ja* Beinahe hatte ich dich oergetzen! 3d) mutz noch ein oder zwei bringenbe Sänge machen, bevor ich den Dien benötige. 2u brauchst nutzt nutzukommen. Hm bellen lag' mal, kennst du die 6t.-3ame>-ctrahe'>w

Keinen cie die in

.jawohl. Kannst du allein bis dorthin linden^ Sorte dann aus mich oor dem Hause Är. .1? mit dem Firmenschild Broadbent. Ommobüienageniur*. 34) komme in unaeiähr einer stunde nach.

Ihn puL,te i'ch umständlich die Base und wies freimütig auf die Unmöglichkeit hin. bis in die oL- James-Na >e tu gelangen, ohne lich vorher ent- lpre.chend erjnichi ui haben. Mit einem oeujjer prüfte Blitz feine Barschaft. Er desatz genau ;wei Schilling und neun Pence einen Betrag, mit dem er bis Samstag auskommen sollte. Er gab dem Burschen bie neun Pence. Datz du aber auch st «her dort bist' Cs ist lehr wichtig '

Eine Viertelftunbe später stand Blitz vor feiner Bank. Es war Idmn ein« Stunde nach Geschäfts- Ichlutz. und er mutoe erst energisch beim eeitencin- gang läuten, ehe ihm geöffnet wurde. Die Kennung feines flamens machte olles andere leicht. Er ver­lieh die Bank mit einigen Hunden Pfund in der Tasche unb erschien wenige Minuten doi'.aSh m Büro der 3mmobilienagentur Broadbent. Der pinge Angestellte, der fein Anliegen anhörte, lachte über den reridjrobtnen Einsoll k.eles Kunden einen gro- tzen. eleganten Laden im beiten Telle der Tkgent- itratze für keine kürzere Feit als mindestens vhn 3abre mietea w orollen. Blitz schob i$n beiieile. drang in das .simmer des Ctzefs der tfirma und innerhalb fünf Minuten batte er die Angelegenheit.

allerdings mit Fuhilfenahme einer erklecklichen Un- zahl oon Banknoten, zu seiner Zufriedenheit erle­digt. Er begab sich sofort, gefolgt von Tim. nach der Begenkstratze in sein gemietetes Lokal.

Pack' jetzt den Ofen aus,* wandte er sich an den Arbeiter, stell' ihn dort in die Huelage und setz' ibn morgen früh in Betrieb. Den Best überlaste mir!*

Tim kratzte ' ch verlegen btnterm Ohr. ..Eigent­lich brauche ich dazu etwas Heizmaterial und Geld für Politur.*

2 sttz zog aus seiner rechten Hosentasche einige ÄolLstuckc hervor Nimm bas hier und kaufe olles Bötige' Du flehü heute nicht mehr zu Masters zu­rück sondern bist morgen pünktlich um acht Uhr hier Im Laden.*

Tim zog verdutz« ab. und Blitz folgte ihm wenige Minuten fpäter. 3n ferner rechten laiche trug er dreihundertfuaizig Pfund Sterling in (hold und Banliiaten, Eigentum des Millionärs Ernst Blitz. 3n seiner ltnken Tasche hatte er zwei Sckstlling, Ei- gentum des Mr Ernst Blitz, Tlapr.-rtretets ber eirma Masters sr Eo^ Koch- und Backöfen-Fabri­kanten.

(Es war gerade die Stunde, wo die Straften des Londoner Testende am lebhafttsten und anziehend- <ien find. Ein Meer von elektrijck.em L,cht und das iSewoge der eleganten Spaziergänger und Vehikel aller Hrt umfluteten ibn. Tttcmals vorher war er lich des eigenartigen Beiz es dieses Stadtteils mit feinen vornehmenJteftaurants, leinen Theatern .mb Tanzpalästen. leinen melen «chönen. raffiniert angezogenen Frauen fo bewutzt geworden wie brüte. Die sechs Wochen harter Entbehrungen We- nen oergesten.

Er oerbarrte in träumerischer Sehniuch! oor bem Eingang v.nts berühmten Speiselokals tn dem er oft Aast acweien. unb fühlte sich plötzlich beim Hrm gefotzt. Eine Tu Hon oon Peh urb Berten in einer 2301 fe von diskretem Parfum stand plötzlich oor ihm und eine vertraute Stimme rief:Das ist ja Smft Ernst Blitz! Du Elknder, wo haft du den gan-cn Monat gesteckf»' «fadys. fieft mal her, roen ich gelangen habe *

Eine zweite junge Dame begrjftie chn stür­misch. ..Nicht ein einziges Mal bist du im Theater genxien,* Nagte sie vorwurfsvoll,nicht ein einziges

Mat im Cais Milan! Du wirst uns beichten, mes- hold du bid) solange verborgen gehalten hast unb warum du so komisihe Kleidung trogst. Komm, du mutzt heute mit uns essen!*

Er zöaerte einen Augenblick. Sie standen b»- reits an der Schwelle des Restaurants. Der Por­tier, der ihn erkannt hatte, harrte respektvoll mit abgezogener Mütze an der lür.

Schon wollte Blitz dem Drängen nachgeben, ba sah er ein blatzwangiges junges Arbeit rmädchen schleppenden (Banges vorüber gleiten, den Kopf krampfhaft zum dunklen '/tochthimmel emporgend)- teL Blitz befreite sich .Vch bedauere sehr, Kind.r. ab«., alle diese Dinge sind letzt nichts für mich 2? r sind gute Freunde, und ihr werdet nickst beleidigt sein, nicht wahr? Hier,* er drückte ihnen em paar Banknoten aus seiner rechten Tasche in die Hände geht und etzt unb fault euch Blumen! Mich entschuldigt, ich habe dringende IKefchäfte.*

Er etile davon und atmete schwer, wie einem «rotzen Unglück entronnen, dr fpetftr für zehn Verve ;n einer br'cheidrien Kneipe und btgab sich bann bt leine alle Wohnung "in der Ar'ekon st ratze

Elowes kam ihm in der Vorhalle entgegen u-.d zeigte nicht bie geringste Uebercafchuns .Syoben 9ie chon ge'perft, gnädiger Herr?* war leine einzige Fra ar

Blitz nickte .Komm sofort m mein An kleide- »immer' 3ch möchte mir einen Cutaway onziehen.*

Eine halbe Stunde fpäter trat er mit einem haibunt erb rückten Seu'zer qjs der vornehmen Sf- hagl.chken seines Hauses in die regattolte A dn. Er Ichllri in feiner kalten T.chkannner im Osten, war jebod) pünNich um acht Uhr morgens in der Kegentftrotze. wo Tim chn erwartete.

Um zehn Uhr hatte er bereits ben gröftten Irtl einer Banknoten ausgegeben, aber der Ofen war in vollem Betrieb und ein meiftgefleibeter Koch stand davor und kachle und buk voller C,'er. (rtn ungeheurer Vorrat oon RabrungimttUüi aller Art war im Gaben an gehäuft, ein Teppich bedeckte ben Loden, und Blitz selber saft an einem amerikanischen Lchreibttfch. gekleidet in einen eleganten Luwwav mir arav gestreiften Holen, einen Zyltodechut auf dem Kopf und ein« a rotze F« gar re im Mund so datz ihn jeder Lorübergeherme sehen mutzt».

(ÖortKBang folgt)