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Samstag, 2. April 192Z

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger fürGberheflen)

Nr. 78 Drittes Blatt

noi

bildungsfchule

rfrtzender Reallehrer

Ropffchmerzra,

Sicht,

Ischias, 6 rippt,

In Nähseide Knopflochseide

tausend

sechshundertfünfzig

verschiedene Farben

3207a

Robert Haas Nachf.J

braä^rl btt:

Rheuma, Nerve«- nnd

DorstandSwahl ergab folgen Rechtsanwalt Lind, 2. Do . , ,

Kohlbach, Schriftführer H Robert, stell­vertretender Schriftführer Amtsgerichts rat

Fabrikat Gütermann <L Mez Vater ständig am Lager

schäft lebhaft in Anspruch genommen. Die ' " ' ' ' endeS: 1. Dorsitzender

Glenz, Dücherwart Bankbeamter H. Schmidt.

Kreis Friedberg.

2$. Bad-Dauheim. 1. 2lpnL Unsere Oberrealschule veranstaltete heute eine Abschie dSseier für ihren seitherigen Lei­ter. Obersrudicndireklor Reuter, der mit dem neuen Schuljahr die Direktion der Augustiner­schule in Friedberg übernimmt. Aus den Kreisen der Lchrer. der Schüler und der Elternfchast wurden dem Scheibenden Worte herzlichster An­erkennung für feine seaenSreiche Tätigkeit an der Anstalt gezollt. Aus beachtlicher Höhe standen die musikalischen Darbietungen der erhebenden Feierstunde, die von dem von Oberreallehrer Bechtolsheimer geleiteten Echülerchor unb von einem Deinen Orchester bestritten wurden.

verlost. StnercHehxtät Drifar - Frankfurt Iproch über .Ziele und Zweck einer TUiffeilen- Genossen (chaff und Geschäftsführer Aaad « Ettetzen über die .KaufmännUche flinftellung brr Genossenschaften beim Bezug von Waren Die Entwickelung der Genossenschaft ist als sehr er­freulich zu bezeichnen.

Londorf, 1 April. Am nächsten Sonntag gibt der Arbeiter Gesangverein Eintracht" auS Gehen hier ein Konzert, bei dem be­liebte Solisten Mitwirken werden. D e Dortrags- fvlge enthält eine Reche Frauen-. Männer- und gemilchte Shöre. Die Deranstalrung begegnet hier regem Znterefse. Der hiesige Arbeiter- Delangvcrc n Union bereitet

daS Fest feiner Fahnenweihe vor. D>e neue Zahne wird von der Firma Arnold in Lo­burg geliefert. Die Dorarbeiten der Ze tauS- ichüsse find bereits in vollem Gange. Bis jetzt haben 15 auswärtige De reine ihre Tee Lgung an dem Feste zugesagt. Den Festplatz. direkt am Bahnhof gelegen, hat Guts7ächter S ch u d t freundlichst zur Dersügung gestellt. Wil einem schönen Derlauf der Veranstaltung ist zu rechnen.

: Beuern. 1. April. Schon mehreremal war in unserem Dorfe die Errichtung eine- würdigen Ehrenmales für b t e 5 3 ge­fallenen unserer Gemeinde geplant. Dah keiner der bereits früher gemachten Dorschläge zur Ausführung gelangte, lag nicht etwa an schlech­tem Willen.' Weist scheiterten sie an der Platz- frage. Runmehr glaubte man jedoch, die Ab­tragung der Dankesschuld nicht mehr länger hinauSschieben zu dürfen. Der Bildhauer Wil­helm 2 r n o l d - Allendvrs (Rumba i, der selbst ein Sohn unserer Gemeinde ist, war mit der Ausführung von Modellen beauftragt worden. Run wurde der endgültige Beschtuh zur Aus­führung gesastt. Der architekwnischc Teil der ganzen Anlage ist von Baurat Schneide r - Giehen entworfen, während der figürlich« Teil von dem genannten Bildbauer herrührt. Seine Ställe findet daS Denkmal auf dem alten Friedhof unterhalb der Kirche. Aus diesem, von mehreren mächtigen Linden überschal- teten weihevollen Platze, der längst keiire Gräber- cinletlung mehr hat. werden äusser dem Denk­male Einzelstcine für die Gefallenen errichlci und von gärtnerischen Anlagen umrahmt. AlS Material Ift der fog. .Lungstein' vorgesehen, der ja gerade in den Brüchen von Beuern hx vorzüglicher, wenig poröser Qualität verkommt und von gröhter Wetterbeständigleit ist. da er im Gegensatz zu anderen Dasalttufsen nicht auf­friert. Die handwerklichen Arbeiten der ganzen Anlage werden sämtlich von hiesigen Geschäfts­leuten ausgeführt. Soweit man nach der "Ver­anschaulichung durch die auÄgcftelficn Modelle urteilen kann, wird das Ganze eines der schönsten Ehrenmale in der ganzen Umgebung.

=. Watzenborn-Steinberg. 1. April. Dom 27. bis 30. März wurde vom Land­wirtschaftsamt Lich im Rathausfaal ein landwirtschaftlicher DortragSkursus abge­halten. DaS rege Sntereffc der zahlreichen Teil­nehmer bekundete sich vor allem in der Aus­sprache, so dah zu hoffen ist, das) der Kursus einen nDchhalligen Erfolg zeitigt. 2s wurde ge­sprochen überBodenbearbeitung" von Landwirt- schaslsrat Dr. Fischer, am Montag über Die Düngung der landwirtschaftlichen Kultur­pflanzen" von Landwirtschastsrat Dr. Schnei­der; am DienStag überRationeller Wiesen­bau" von Direktor Dr. Leh r. Zum Schluß sprach

sich gegangen. Der kubcrige Regicrungsbaural für Tiefbau. Herr Seiner t. Hal jetzt seinen AmlS'itz in Giehen. Die Bauoberinspekloren Kraft- Ridda und 3 e d e l - Oricnberg wurden, da über 65 Jahre alt, in den Ruhestand versetzt. Die Bauinspektoren S t r a u b - Büdingen und D o l k - Altenstadt, sowie der Bauobersekretär K r a n z - Büdingen sind jetzt lediglich in, Hoch­bau tätig. Für die Bersehuna der Tiefbaugeschäfte wurde Dauoberfelretär S ch d 11 von Friedberg nach hier versetzt. DaS hiesige H o ch b a ua ml. daS seither ein Daubezirk deS H-chbauamtes Friedberg war. wird nunmehr selbständig und erhält voraussichtlich den Kreis Schot­ten dazu. Die Erwerbslosen Ziffer ist ersreulicherwcise auch in unterem Kreise zurück gegangen. Während noch vor vier- zehn Tagen 855 Personen ErwerbSlofenunte,- ftühung bezogen, ist diese Zahl jetzt um 100 auf 753 gefunfen. Am 1 März wurden noch 90° Erwerbslose unterstützt.

A Ridda. 1. April Unter sehr starker Bc teiltgung von Handwerksmeistern. Dertretern der Hanbwerkerschulen deS Bezirks Ridda, den Eltern der Gewerbeschüler und sonstigen Interessent.-r fand gestern nachmittag im GainbrinuS bi** Schluß- und SntlassungSseier der hiesigen Gewerbeschule statt. Dom Dor stand der Dewerbekammer war Schlossermeiste' Heh von Friedberg erschienen. Der Dorsitzend des AussichtSrateS der Schule. Geh. Iustizra' Roemheld. begrüßte Dc stattliche Dersan lung, insbesondere die Derireter bcnachbar'e. Handwerkerichulen und der Gewerl'ekammer, dankt.- den Behörden. Gemeinden und Drohindustrielle, deS Bezirks für die der Schule zugewandi beträchtlichen Unterstützungen, und den Lehrer, und Schülern für die gewissenhafte Ausnützung den Fleiß und die vorzüglichen Leistungen wäh rend deS abgelaufenen Wintersemesters. Der Leiter der Schule. Rektor Bitt, erstattete den Rechenschaftsbericht über daS beendete Schuljahr Hiernach war die Gewerbeschule in drei Klassen von 88 Schülern besucht, die in den einzelnen Klassen wieder in die drei Fachabteilungen für Bauhandwerker. Maschinenschlosser und Weihbin­der unb Dekorationsmaler geteilt waren. 3m kommenden Schuljahr soll noch eine Fachabtei­lung für Möbelfchreiner gebildet werden, die sich für die hiesigen Derchältnisse alS dringend nötig , erwiesen hat. Ferner hat sich die Einrichtung von Sonderkurien für jüngere selbständige Meister und ältere Gesellen im letzten Winter vorzüglich bewährt. Die Unterrichtszeit hierfür ist auf die Abendstunden und Sonntagvormittage gelegt, da­mit den Teilnehmern keinerlei finanzielle Rach­teile durch Derlust an Arbeitszeit ober Lohn ent- stehen. Die Kurse werden wextergeführt werden. Auch Rektor Bitt widmete den Mitarbeitern und Schülern Worte des Dankes und der Anerkennung und den Scheidenden wohlgemeinte Abschied-- worte. Schlossermeister Heh brachte als Dertreier der Gewerbekammer di« besten Glückwünsche zum

Die Jagd im April.

D\g jagdliche Tätigkeit Im April kann sich fast aurschllehlich auf Hegemastnahmen beschränken. die den ataMflenbafUn Revierinh^der ober Jagdschutz, beamten allerdings voll in Anspruch nehmen können. Henn Huer- und virkwild sind unseren einheinnfchen Ke vier en der näheren Umgebung letber fremd, und tonst Hal der Gesetzgeber Dem Silbe, da» jeßt au (einer Vermehrung .Hube und Ungestörthett braucht, meist den Frieden gesichert.

Starke Kot - und Damhirsche beginnen be- reit» mit dem Schieben 6e» neuen Kopfschmuckes. Ealzlecken werben besonder» gern angenommen.

Schwarzwild hat gefnlcht.

Da» Rehwild beoorwgt lichte, fonnige vor- Holzer, in Deren Nahe es leine Aesung findet. Huf Saatfelbern und in überall neu spnestendem Gra» ift Der Tisch wiederum reichlich gedeckt, «fegeliellen zeigen dem Zöger Stand und Wechsel seiner Bocke. Nach dem vergangenen milden Winter, in dem in den tieferen Lagen da» Wild keine Not litt, dürfte mit einem guten Hufsetzen der Böcke zu rechnen sein, eine Annahme, Die auch nach Beobachtungen au» verschiedenen Revieren berechtigt erscheint.

Da» Auerwild steht in voller Balz Leider ift die Jagd auf den ..großen Hahn" der Mehrzahl der einheimischen Weidmänner verschlossen Weid- manntbeil denen. Die Dianen» Gunst die» hohe

am Mtttwoch überZweckmäßige Fütterung der Haustiere". Landw-Resevendar Dr. Pastor.

t Grünberg. 1. April. Die hiesige Fort» '" _ ; ' ' hielt dieser Tage ihre

Schluhfeier ab. zu der sich zahlreiche Gäste von hier und aus der Umgegend eingefunben hatten. Am Dormittag wurde die Prüfung der Schüler vorgenommen, hierauf wurde eine Inter­essante Ausstellung von Handarbeiten besichtigt. Anschließend fand eine Begutachtung der in der Schulküche berge (teilten Speisen statt. Sn allen Teilen wurde den Schülern und Schülerinnen! für ihre ausgezeichneten Leistungen warmer Bei­fall gezollt. Am Rachmirtag fand in der Turn­halle eine Feier statt, bei der Rektor Dender über die Entstehung und Entwickelung der Fort­bildungsschule sprach und dabei mitteilte, dah die Schule zur Zeit von 304 Schülern (160 männ­liche und 144 weibliche) besucht wird. Sn der gewerblichen Abteilung befinden sich 110 Schüler aus 28 Orten. Sn der hauswirtschaftlichen 120 Mädchen, darunter 34 als freiwillige Schüle­rinnen, auherdem kommen noch Klassen für land­wirtschaftliche Haushaltung und kaufmännischen Unterricht in Betracht. KreiSschulrat Fischer- Giehen betonte in einer Ansprache den hohen Wert der Fortbildungsschule und brachte seine Anerkennung für die Leistungen der Schüler und Schülerinnen zum Ausdruck. Einige gesellige Darbietungen bildeten den Abschluß der schöneM Feier. Der hiesige Bildungsverein hielt gestern seine Hauptversammlung ab. Der Bericht über den Stand der Dücheiei gab ein erfreuliches Bild: dem Derein gehören nahezu 1100 Bände. Die Bücherei wird von der Bürger-

Ausdruck und richtete dann an die zahlreich an­wesenden älteren Handwerksmeister die dringende Bitte, als Seele ihres Betriebs eine geordnete Buchführung einzurichten, für die auch besondere Kurse durch die Gewerbekammer eingeführt wer­den Roch Derteilung der Zeugnisse schloh Geh. Sustizrat Römheld die Feter, der sich ein gemütliches Zusammensein der Teilnehmer an- schloh. bei der sich eine Musikkapelle von jünge­ren Angestellten der Duderusschen Eisenwerke Hirzenhain durch ih^e schönen Musikvorträge be­sonders verdient mochte. Die in den Sälen der Gewerbeschule acht Tage lang geöffnete Ausstel­lung der Schülerzeichnungen. Modelle, Entwürfe und schriftlichen Arbeiten lieferte einen sichtbaren Beweis für das verständnisvolle, fleißige und erfolgreiche Arbeiten der Lehrer und Schüler und fand allseitige Anerkennung der Besucher.

/ Ortenberg, 1. April. Gestern wurde daS neue Postamt bezogen. Bereits In der Rocht war daS Fernsprechamt umgelegt worden, so dah die Snbetriebnähme sich ohne jede vtd- nmg vollzog. Der untere Stock deS neuen AmteS beherbergt die postalischen Diensträume, die nach allen Anforderungen deS modernen PostbetriedeS ausgestattet sind. Die innere Ausstattung ift ein Meisterwerk handwerklicher Kunst, der Schal­terraum ift in eichener Holztäfelung gehalten und gestattet an drei Schaltern, zu denen noch ein Pakerfchalter kommt, eine bequeme Abwick-

toelbroerf treiben lästt. n

Auch brrkleine H.chn*, Der Birkhahn, dessen Volz im (Bange ist. ehlt bei uns.

Die Waldschnepfe hat In fieffen Schonzeit, während in Preußen Der Jagdschein den Abichust noch bl» zum 15. frrigibt. Allerdings unterbleibt er bort vielfach auch schon mit Anjang de» Monats. Derrn mehrfach sind au» dem Marz bereit» (Belege und au» Dem April Iungschnepsen ober Brutschnep- fen nadigeroiefen. fiebrigen» war hier Der diesjährig« Schnepfenstich vielfach eine Enttäuschung. Die Suinpsschneose ober Bekassine Darf noch bi» Mitte des Monat» geschossen werden.

Die Bebhühner sind gepaart. Wo genügend tedung vorhanden ist, brütet die Henne bereits.

Auch die (Enten hoben do» Drutgeschöst be­gonnen. G» ist gut, wenn man sich etwas der lieber- wachung ihrer Brutstätten zmn Schutze gegen(Eier-

-I Butzbach. 1. April. Nachdem durch Be- Ichlutz der beteiligten Gemeinden (Sleeberg. Riederkleen. DornholzhausenI endgültig die gc- forberten Zuschüsse bewilligt find, wird am kom­menden Montag der täglich zweimalige Der kehr (Cleeberg morgens ab 6.25 Xlbr. mit Antchluh an die Züge von Butzbach nach Frank­fun und Giehen und ab Butzbach abends um ö Uhrs der 21 u toll nie Butzva chE l ee - berg über Pohlgbns. Riederlleen. Dornholz­hausen. Riederlleen, OberNeen nach CHecberg aus­genommen werden. Außerdem habet Mittwochs ab Butzbach um 10 Uhr morgens und ab Öleebcrg um 10.50 Ubr eine weitere Fahrt statt. 3e nach Bedarf sicht sich die Autoverbindung Butzbach veranloht. eine besondere Fahrt einzulegen. Am kommenden Sonntag findet nachmittags ab Butz­bach noch Cleeberg eine PropagandasahN statt zu der die Dertreter der Stadt Butzbach und bei anderen Gemeinden eingeladen find.

Kreis Büdingen.

II Büdingen. 1. April. Durch die Reu- ordnung deS Bauwesens in Hessen und den ilcbergang der KreiSstrahen auf die Provinz lind hier verschiedene Personalveränderungen vor

besten »diel, um ein Revier, ohne ei zu beim- ruhigen, überwachen zu können, abgesehen davon, bah da» Erlegen de» Wilde» dadurch natürlich er- leichten wird. 6o sollte |ebe» Revier von einem Retz wohldurchdachter und gut unterhaltener Pirschsteige durchzogen sein. Gleich wichtig ist die Anlage guter Hochsitze Nirgend» Iaht sich ein Revieneil bester beobachten, al» auf dem richtig angelegten dochsitz. Wildäcker sind zu bestellen. Hesungspslanzen sind ausyiläen ober zu setzen. ftubertu».

Oberhessen.

Wieder cm dringender Notschrei an die Reichsbahn.

a. Aus Dem 8 u f e (f e r Tal, 4. April Ter Notschrei der Bewohner des Bufecker Tales an die Reichsbahn um Beförderung ihrer - chüler und Lehrlinge zu einer geeigneteren Stunde al» bisher ist laut und oft genug erfüllt, aber es scheint nicht», auch rein gar nichts geschehen zu sollen In Nidda hat eine Iahrplankonseren; statt- gefunden, für Giehen war eine solche in Aussicht genommen, aber man bat bi» jetzt noch nicht» gehört. Wer sich auf Dem Fahrplan Den Zugverkehr zwischen Fulda und Alsfeld ansteht, der must staunen, wie reichlich und bequem bort Fahrgelegenheiten ge­schaffen sind. Nun weift aber die Umgegend von Giehen eine viel dichtere Bevölkerung auf, und trotzdem kargt die Bahn mit Derkehrsgelegenheiten. Was zwischen Alsfeld und Fulda möglich ist, must erst rech: zwischen (9rünberg und Giehen möglich gemacht werden können. Wie leicht wäre es zu machen, wenn zwischen (Brünberg und Sie­ben ein leichter Dampfzug oder ein Trieb- wagen eingelegt würde, um Schüler und Lehckinge kurz nach 7 U h r morgens Nach Giehen zu bringen. Auf der Etatton Neiskirchen wurden 3. B. für den Monat März allein 66 Schülerfahr. karten für Schüler und Lehrlinge auegegeben. Wie bitter ift es für die Eltern wenn sie sich sagen müssen, zwischen Dem Weggang unserer Kinder von Haufe und Dem Beginn Des Unterrichts liegt eine Zeit von Drei Stunden. Diese Stunden bedeuten eine Krastoergeudung vor dem Unterricht, die durch nichts gutzumachon ift. 3a, ja, die N e ich s b o h n i st h a r t und unerbittlich!

Landkreis (liegen.

OOKIein-Linden, 1. April. In der jüngsten Demeinberatssihung stand als wiä-itgster Punkt die Ausführung der Wasserlei­tung und Kanalisation auf der Tages­ordnung. ilm endlich dem lang ersehnten Ziel näher zu kommen, beschloh der Gemeinderat, das Kulturbauamt Giehen mit der Aufstellung eines Detailentwurfs über die geplanten Anlagen zu beauftragen. Dem Männergefangver- cin .Harmoni e, der in diesem Sommer sein Stiftungsfest in gröberem Umfange feiern will, wird auf seinen Antrag ein Teil der Pfingstweide alS Festplatz überlassen. DaS Ge­such der Baugenossenschaft um lieber- lassung von Baugelände wurde vorerst nicht erledigt, eS soll vielmehr mit der Genossenschaft in Derbandlung getreten werden. Lokomotiv­führer Stein und 12 weitere Interessenten hatten den Antrag auf pachtweise Ueberlaf f ung eines Stück WegeS in der verlängerten Gartenstrahe als Dleichplatz gestellt. Gegen eine jährliche Dnerkennungsgebühr von 3 Mark wurde die jederzeit widerrulliche Benutzung der Wege- släch« als Bleichplatz genehmigt. Snbcffen dürfen sich aus dieser Benutzung keinerlei Unzuträglich- feiten mit den angrenjenben Grundstückseigen­tümern ergeben, insbesondere ist die Zufuhr nicht zu hindern. Die Zieaenbockhaltung wurde dem Wilhelm Weller VI. auf die Dauer von zwei Sahren übertragen.

Wieseck, 1. April. Die Sängerver­einigung W i e s eck wird am kommenDen Sonn­tagnachmittag hn Braunschen Saale mit einem Konzert unter Der Leitung Des Chormeisters PH. (fl r o s vor die Oefsentlichkeit treten. Ein ausgewähltes Programm und geschätzte Solisten werden im Derein mit Den Sängern bestrebt sein, den Besuchern einige .n-nüsirciche Stunden zu bereiten.

| Daubringen, 1. April. Der hiesige O b st - und Gartenbauverein hielt dieser Tage seine diesjährige Generalversammlung unter der Leitung deS langjährigen Dorfitzenden Wilhelm Walther ab. Rach der Rechnung für das verflossene Sahr verbleibt ein Guthaben in der Kasse. Den Hauptteil deS Abends füllte ein Do r t r a g von Lehrer De ppler auS über: Die wichtigsten Frühjahrsarbeiten im Obst- unb Gartenbau, insbesondere die Schädlingsbekämp­fung in den kommenden Monaten." Aus diesem Gebiete griff der Dortragende die hauptsächlichsten neuzeitlichen Mastnahmen heraus und gab Ijierbei zahlreiche gute Ratschläge. Auf Kosten desDereinS wird ein .handtragbarer Pulver- und Echwefel- zerstäuber" angefchafft, der ben Mitgliedern des DereinS unentgeltlich zur Dersügung steht.

f TreiS a. d. Lda, 1. April. Die dies- jährige Derpachtung deS hiesigen Pfarrgute S. bestehend in etwa 65 Morgen Acker- und Wiefengelände, hatte sich eines guten Zuspruchs zu erfreuen. Es wurden im Durch­schnitt etwa 28 Mk. für den Morgen gelost. Die Derpachtung gilt für 9 3 ab re unb beginnt am 1. Oktober d. 3. Gestern morgen wurde auf dem Friedhof die auf einem anderen Kinder- grabe nur oberflächlich eingefcharrte, i n P a - vier eingewickelte Leiche eines Kin­des aufgJunben; das Kind muh schon vor längerer Zeit hier heimlich begraben wor­den sein, da nur noch das Skelett vorhanden war. Untersuchung über die Herkunft der Leiche ist eingeleitet.

Lumda. 1. April. Der hiesige Spar - und Darlehnskassen-Derein (Raiff­eisen) hielt dieser Tage seine diesjährige orbent- Generalversammlung ab. Die Bilanz weist einen Umlatz von 108.670,92 Mark unb einen Reingewinn von 577,58 auf. Der Witgliederbe- ftanb ist weiter im Steigen begriffen; er beläuft lich zur Zeit auf 64. Zur Hebung des Eparsinns wurden eine Anzahl Sparbücher mit einer An­fangseinlage von je 5 Mark seitens des Dereins

(ammler* annimmt.

Für Den Fasanen bestand Ist Der April eine hochwichtige Zeit. Die Hennen legen. Ueberzählige f)ähne. Die geeignet sind, Da» Brutgefchäst zu stören, können noch abgeschossen werben.

Iunghasen slnben sich allenthalben. Soll au» Der Hasen- wie au» Der ganzen NieberjagD Des Jahre» etwas werben, bann muh Das Raubzeug fungehalten werden.

3m Fuchsbau sinD Junge, und Frau CErmc- (Int hat ihre liebe Not, für sich und Die Kleinen die nölige Nahrung zu beschossen. 6» kommt Die Zeit heran, wo Der Fuchs Der Saab am gefährlichsten wird. Besonders must er Dort kungcbalten werden, wo man auf Fasanen rechnet. (Ein Abschiehen Der Fähe ohne gleichzeitige» Graden Des Baues wäre Aasjägerei, die Die Jungen Dem Hungertode über­liefert

Piel zu wenig Beachtung ftnbet Da» Grost - in i ejel ober Hermelin, das brütende Hennen, hilf­lose Junge und manchen Iunghafen reiht. Ueberall cn Wasserläufen. Steinhaufen und fietfen, wo Der 'leine Na über schlüpft, sollte Die Kastenfalle fängisch ben. Und neben ihm Die grästte Geisel Der Nieder- :.iD, Die Krähe! Die Ausiührungen im März über diese» Thema können heute durch neues Material «rganzt werden, da» Die Stellung der Krähen renn- -cichnet. So wurde nach Hegendorf durch einen be- Inders konstruiertkn Apparat, an Dem ein Ei, ver­steckt untergebradjt unD nur von oben sichtbar, be- Mtigt war, sestgestellt, da» im Laufe eines Tages 51mal versucht wurde. Das Ei zu holen. Das heiht also, dah 51 verschiedene Eier durch Die Krähen ver­nichtet worden wären! Ob dabei ein Revier auch nur ein paar Krähenpaare beherbergt, ist ganz einerlei. Der scharf äugenden 5krähe auf der Hohe eines 'Baum u.ä. entgeht nichts, was sich irgendwo im Gelände bewegt, das kleine Häschen, die brütende Nebhenne. die heimlich ihr Gelege zur Aesungssuck)e veriastt. Gift sollte sonst nicht zur Ausrüstung des Weidmannes gehören, »ei Der Krähe wird man, um <um Ziele zu kommen, feiner nicht entraten können. All« anderen Msttel sind nicht durchgreifend genug. Der 1. Februar und der 1. März dieses Jahres waren am Niederrhein zwei schwarte Tage im vollsten Sinne des Wortes für Die Krähen. Säger- vereine. Iagdvächter und KommunakbehörDen gingen an diesen beiden Tagen allenthalben mit Eiern (!), die mit Phosphorlatwerge vergiftet waren, gegen sie vor. 9m Bezirk Geldern wurden allein fast 1100 tote Eierdiebe tffiter Den Schlafbäumen aufgelefcn. abgesehen von ben vielen. Die nicht zur Ablieferung kamen. Wenn man allabendlich die Kräherstüge sieht, die Dem ^chifsenberger Wald oder Dem Allendorfer Wäldchen zustreben, nachdem sie sich den ganzen Tag in den $ enteren der Umaebung Herumgetrieben haben, dann must man sich unwillkürlich fragen, roa» auch bei uns an Werten der Niederjagd und Der Singoogeiweit Dem schwarzen Gesindek zum Opfer fallen mag. Auw bei uns soll früher einmal so energisch gegen die Plage angekämpft worden fein. Sollte man das nicht wieder einmal ins Auge fassen? Schliehlich sind Iunghasen und Hühner- und Fasaneneier eigentlich als Krahenfutter zu teuer.

Bor allem aber sind die Reviere von jagenden Hunden und Katzen freizuhalten. Ein einziger, regelmäßig bestimmte Reoierteile abjagender Hund stellt das ganze Revier auf den Kopf, reiht Jung­wild, bringt hochbeschlagene Tiere zu Schaden und vergrämt das übrige Wild. Er kann in wenigen Tagen die Früchte hingehendster Hege zunichte machen. Sn solchen Fällen gibt ja auch die hessische Rechttvrechung jetzt dem Jäger das Remt der Selbst­hilfe. Erfreulicherweise hat das Kreisamt Gießen er­neut die zuständigen Schutzbeamten $u scharfer Auf­sicht angeihalten. Vor allem aber darf der Pächter so wenig wie sein Iagdauffeher, wenn er einen hat, diese grofce Gefahr, die seinem Wilde drobt, ver­kennen. Hier kann nur rücksichtsloses Dunygreifen am Platze sein.

Alle Frühjahrsarbeiten im Revier, die noch nicht erledigt sind. Drängen sich nun zu- jammen: Die Salzlecken sind zu erneuern, neue an- zulegen. Die Anlage von Pirschpfäden ist eines der

Äetet ferner'r.

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