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Ht. 281 Drittes Blatt

Donnerstag, l. Dezember |927

Siebener Anzeiger IGenerai-Anzeiger für Gderheffen)

Oberhcffen.

Wiegen

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M) ä»d. Die 6h*H- u na Dom Montag-

Me -TMntrrmonatr v *2B<irf, bk bon ber »emnnbe Xknbod etfroben Derben foU#n_ Sin toritrver Punkt bra^tv ben Qlmraa, Me Bes ol bung ber emetnbebeamten an Mc Äei<fr*- tx-gelunu an*upal1tn unb ihnen eine Bduwj>)' luna von mviurriich 20 bi* 30 IRarf zu gewähoro.

Antrag fanb Ik-ruiquna, ba Me zurzeit noch schwebenbk Aegelm^ ber enbflülttgen Besoldung btt Oemeinbebeamten abgetoartet werben «oll. j-

n«^ Die Äxrfhm für Me M* letzt erfebifftri Lr- betten haben R4> >m Aadmen be* B-rom'chlages hnlwn unb betrugen hn runb 4000 Mart.

I Allnflelbbf er e Stell«, iowee ba«

00 tleiiSlnbee iicheemelnbecaltf abend hatte al* er >en P

Schil bber g würbe bednigungswerie gen. hingt Damit tfl ba* Gewann Schlbtzerg al« RtuoJänbe erschlossen worben. In einer ber letzten Sitzun­gen war für Me In Me Schulstraße «ranünbenbe unb mit ber Franksurte» ©trabe parallel Liulcnb.- neue ©trabe Me Bezeichnung .Walbweibe" geschafsen worben. Hun würbe durch da* Staats­archiv in Darmstadt diese Bezeichnung bcan* Fandet, ba ba* dort liegende Gewann unter ber- selben Bezeichnung eingetragen ist. Die ©trabe erhält bewbalb die Bezeichnung .An ber Da l bwel be". An Me ©teile be* frei­willig augicheidenden (DewcinbetaMmitol tebe*, Daaemneisier AKlhelm Zecher, tritt Kaufmann Ernst Holler

> 'M a i n 11 a r, 30. Lov Tin tnoMadimgcner mi|lion*ab<nb sand in unser« bl* aas ben letzten Platz dicht besetzten Kirche ftatt 'Mssionar Qaud au* Frankfurt a. W sprach über «Dina und zeigte an Hand schöner Licht­bilder ba* Leben und Xreiben In den dortigen 'mUfloixifeibern Mit Spannung folgten Me 3u- Mrtr den Au*führungro und Lichtbildern de* «ebner« Die am Schlaft be* Abend« erhobene

3mt eine* TotengrOber* frei werden. Da für Me Dintermonate ein vedürsni* für einen Mur- schützen nicht wrik-gt. sc» soll Meie ©teile erst ab L April 1928 behnttio besetzt werden Da* Ann eine* Xotengrdbct* behält ber seitherige Inhaber bi* zum 1. April Die Dergutung für ein Grab soll in Zukunst 8 Mark betrogen. - Da Me FonMlbuntzAschülerinnen fron Mendors an bet Lahn Me hiesige Müdchensortbil- bung*|chale besuchen, so werden Me Ko-

£te AriiMno her ©afriftei wurde genehmigt. -.n- htm für Mek ein elektrischer Ofen im Bettage- por M Mart und weite« 40 Mark al* Snfkil- lation*kosten bereÜgefteUt werden. Um Me fett- bet leetflebenbm Felder an der Empore ber Kirche »nMerisch ausgestolten au Birnen w.rd ,us Anregung von Baurat Kuhlmann^ Gie- ften. Me Au*m Darmstädter Äti Me Arbeiten ai auf 280 Mart

Kollekte, sowie der Erlös der verkauftc ABf- itvnsschnften lliehan der Hendenm^on zu

frrünlwgen, 30. Aov ©:r. hefiger Gastwirt hat sich bereit* eine elektrische Zirnmerhetzung anlegen la, en. Man sieht allo, bah auch ba* Dori sich Me neuesten Er­rungenschaften der Elektrotechnik zu eigen macht. Jedoch Ift bei ben derzeitigen Strompreisen für Heizung (b. L 18 Pf pro Kilowatt- nicht mit einer allzu grohen Verbreitung der elektrischen Heizung iu rechnen. 0* muh dazu erst die Zeit abgewartel werden, bi* der Strompreis sich be­deutend ermüfiigt Bel einem Prei* von 4 bi* 6 Df pro Kilowatt dürften sich bald mehr Liebhaber für diese saubere unb bequeme Hei­zung finden. D>e Ob er klasse der hiesigen Bolksfchule plant einen Weihnacht*» abend an dem u. a. die Stückeörbenlcib unb Weihnacht«freud" und ..Zwerg Aase" zur Aus­führung kommen sollen. Bi* jetzt kennt man allgemein im Dorfe noch nicht bie glück! ichen Lotterlegewinuer, von denen In bet Samstagnummer de* ..Dich. Anz.' berichtet wurde.

Allendorf (Lahns. 3D. Aov. 3n diesen Sagen waren 25 Jahre verflossen, bah ba* hiessge E hriftliche Berein*ha u* ernge- weiht unb bannt die Christliche Gemein­schaft gegründet wurde Au* diesem Anlaß fanden am Samstagabend unb Sonntag 3 u bi- iäum*Dcrfammlungen statt. Me |ebc*- mal von hiesigen tote auch < u*tt>drtiflcn Ge- meinlchaftsgiledern stark besucht waren, Zugend- vandsekretär Kreuzkamp Braunsel*. tvr au* frühren Jahren in unserer Gegend gut bekannt ist, fottHc Prediger Melng. Drohen-Linden, hielten Ansprachen, Me durch passende Sedlchworträ»- cuiigcr Jungfrauen und Viebervocträgcn de* Gemischten Shores unter Leitung de* Dirigenten Kars GSrth würdig umrahmt wurden: auch trug der Posaunenchor durch Begleitung der ge­meinsamen Lieder zur Verschönerung der Beran- ftalhmgm bei.

Hrcie ^ricDbcrg

5 ffriebbera, 30. Rov. Mit den für bu- 1» r- Ziehung fo bedeutsamen Fragen der (Segen- wartspsychologie will sich der Bezirk»- lehreroerein Friedberg 8 a b 'Jl a u beim in nächster Beit eingehender beschäftigen. Weftor Stau bad) (Ißdfr'Jlauheim) leitete die vor­gesehene Tlortrag»reche vor einer sehr gut besuchten llerfammlung heute ein mit einem gründlichen Be­se rat über die Gegenwarispsychoiogk Die Äusfüh ningen gaben nach einer geschichtlichen (Einleitung einen anschaulichen Ueberbiid über da» Gesamt- gebiet. Die verschiedenen Richtungen der Gegen- warttpsychologie wurden bargefkllt und kritisch ge- würdigt, vor alle min ihrer Bedeutzino fur die Pädagogik. Die weiteren Vorträge sollen sich mit eng begrenzten Linzeigebieten beschäftigen unb vor allein auch durch Aussprachen nrrtieft weichen

f. Jricbberg. *0. Aov. Die feierliche Ueberreichung der Gesellenbriefe an 112 Junggesellen be* Bezirks .Tnebb.-ru fand gestern nachmittag im ©aale be* Hotel Trapp" statt Die Gesellenstücke waren ausgestellt. Die Versammlung wurde durch Wilhelm Adam H e h mit Worten bet Begrüßung. die er vor allem an Me erlfttanenen D,ttveter der Behörden rich­tete. eröffnet. Den Junggesellen überbrachte er

Kameraden.

Boman von Feliz M o e s ch 11 n.

Copyright by Lari Duncker, Berlin W 6i.

26 Aortsetzung. Nachdruck oerboten.

.Ja, ich komme wieder mit meinem (Erleben, und ich glaube Daran, dah diese» (Erleben wichtiger ist al» betn Besten. Ich weih nicht, uxeuieie «Dlülionen Hektar vorhanden s>nd. aber ich spüre, dah au» die- lern Boden alle» kommen muh. Da» habe ich hn Schützengraben erfahren."

Lusgerechnel hn Schützengraben?

Meinst du. da» Schicksal hätte une umfonft so tief in 6k LrM gesteckt f'

..Jetzt kommst du noch mit dem Schick,al.

..Nun. Du bist in auch mit dem Schicksal gekom- men. Bei dir heißt e« Seit und verkündet, dch unsere Seele chrc Mogüchkeiten erschSpft h,be. Ich komme au» dem Schützengraben. Du mutzt also ent- schuldigen wenn ich da» Wort Schicksal noch im Munde sichre Damal» war man geneigt, in all m einen Sinn zu setzen. Diesen Vinn, den ich dort ge- fehen. habe ich noch nicht vergessen.'

..Der Mensch hat immer Me Gewohnheit. In alle» einen cirw hineinzulegen.'

. (iuL tasten wir ihm Me Gewohnheit. Jm Schützengraben bin ich wahrhaftig zum erstenmal recht mit der (Erbe in Berührung gekommen. l»arlxr habe ich gar nicht gewußt, was (Erbe ist. TOeine allem sind ;war Bauern gewesen, aber schon als Bud Mibe ich an Maschinen gedacht, unb lange Jeu studierte ich nur Maschinen. Meine Väter und vor odter Hitzen ihre Setter umgepflügt und umgegra. ben. Ich habe erst im Schützengraben einen Spaten in hie (Erbe aestoßen und diese Lrde in Me Ha ad genommen Man konnte sich denken, da» 'n nun fo dne Hand voll, wie man sie einem loten ine Grad nachwirtt. vielleicht war das in einer 6hi tbe i*on der Fall vielleicht auch erst am natbuen Tage nber man konnte auch denken, daß au» dieser Letze alle» Leben komme, und daß da» eigentlich eine große und seltsame und unerklöttiche Angelegenheit sei unb daß das Leden immer wieder Die Neigung und da» Bestreben habe, über da» Tote dinwegzu- wachsen. Ist e» nickt merkwürdig, baß man einen

m den Schützengraben stecken mußte, damit man da» lerne?

IE» ist ja nicht ganz richng, ich hatte schon vorher Me» und jene» gesehen, aber ohne den schützen graben und diese Leit zum Nachdenken wäre ich nie gescheit geworden Hat man denn je vorher ^eit gehabt, um nachzudenken? Nein, man ist aus einem Betrieb in den anderen gekommen, unb wenn man auch in Deutschland herumgewandert ist, die Ärcu<j und die Quer, so war auch noch in diesem Wandern ctioa» Nastlose» und Unruhiger. 211» nun Jahr um Jahr verging im Schützengraben, habe ich mich darnach gesehnt, endlich mit dem Spaten zu stechen, statt mit dem Bajonett, mit Motor pflügen zu fah­ren. statt nut Tank» Und ich hab auch gedacht: Warum haben wir bloß den ,^lugmaschineii soviel Gedanken gegeben und den Explosionsmotoren statt dem Boden'"' Denn, verstehst du. der Boden ist ja nicht nur unter unl< rn ^. n, sondern er ift auch ba." Er deutete auf seine Stirne.

M) verstehe dich nicht recht.'

..Wenn du Heideland ansiehst, dann merkst du ahne weitere», daß da» noch kein Boden ist, der alle» hergibt Wenn du aber eine Wiese siehst, bann merkst du vielleicht nicht, daß diese Diese auch noch nicht alles hergibt, ua» sie bergeben könnte Wenn Du neben der Wiese einen ©arten siehst, bann merkst du e» Der Boden ist also umsomehr wert, je mehr wir da oben haben.' (Er zeigte wieder auf (eine StirneUnb wenn du einen (Barten mitten im Heideland siehst, dann wird diese» Gefühl so stark, daß auch du, der du nicht» vom Boden oer- stehst, hie Hande über den Kops zusammensch agst. und denkst .Warum hier Garten und dort Sieide traut, und e» ift doch der gleiche Boden " Siehst du. ich bin Süddeutscher, unb wenn du einmal durch b* Nheinetzenc gefahren bist fo hast du sicherlich ge- dach: daß alles roie ein ©arten dreinschaue. Ich habe mir inzwischen auch darüber meine Gedanken gemacht aber ich will setzt nickt davon reden Unb nun kommst du nach Nortzdeutichland und ftehs: Gür­ten und Heideland nebeneinander. Da denkst da doch unwillküritch: also kann man da- Heid«land m einen ©arten wraKinbfln. da» Heideland unb auch hie WVorland. So ift» nur gegangen, und bsnn ist noch etwa» andere» geschehen. 3d) kam einmal nach Bremen und dann auch nid) Durpewede. Sine» Waler» wegen, den ich in Manche kennen

Mo Glückwünsche bet Handwerkskammer Darm- stad. Die Glückwüntche der © aM unb be* Kreis- direkt cts übertz rächte Bürgermeister Dr ©etzh Bvr. ber Handwerlskammtrnehenstelle Friefttzerg Iprach Dr Reif X» len ter sprach brr Leiter der Gewerbeschrüe Mine Reub «Mir, zugleich hn Romen seines Lehrertolleatums

.< Bab-Rauftelm *3. Roo Wie vor­sichtig man im Xlmaang mit Gas unb Gasleitungen sein muß. ba* zeigt wieder Hn Unglück*fall. ber sich in der Rach! von gestern aus heute In einer Hofreite der Xtstadt ereignet hat. Daselbst 'and man in einem Rr» bcngvMube beule früh einen Knecht ben seinem ganzen Wefen nach anfchemenb Mne Schuld trifft, an ben folgen einer s chweren Gas­vergiftung besinnungslos im Bett liegen. Durch Bedienung mit einer Münze war ber im Hause angebrachte Gasautomat von einem Unbefugten jedenfalls m Tätigkeit gesetzt wor­den wodurch bas Ausströmen be* Gases Der- urlacht worden Ist. non dem Knecht aber beim Schlafengehen an'cheinend nicht wahr genommen wurde, well Me Zensier des Zimmers offen waren unb erst tvim Zubettgehen geschlossen wurden. Der Derunglückte wurde im Zustande schwerster Dergiftung ins stüMische Krankenhaus gebracht. Der Fall bedarf im ein­zelnen noch der Aufklärung. 3* scheint ziemlich sicher, daft Fahrlüssigkeit vorllegi

«reis Lchotten.

Groß-Elchen, 30. Ron 3m Sonntag wurde in unserer Kirche ein Film au* der Krüppelsürsorge ber Inneren Mis­sion gezeigt. Rachmittag* fanb eine Vorführung für Kinder statt, atzende für Grwrchsene. Beide Borführungen waren recht gut besucht. Unb da* war recht erfreulich in Anbetracht be* guten Zwecke*, für ben ber Reinertrag bestimmt war. nämlich für eine neue Krüppel Werkstatt in Rie­der-Ramstadt, in ber Krüppel für einen ihnen an- gemessenen Beruf ausgebildet werden fallen. Der jUmDer hillige Born" zeigte sehr anschaulich, wie solch armen Menschen körperlich unb seelisch geholfen werden kann und In ihnen neue Leben*- freutw geweckt wird Am Montag wurde ber gleiche <film In Lardenbach gczetgt.

WoN Pom Bogeleberg, 30. Nov. Die Holzfällerardeiten Hatzen in unserer Gegend seit einigen lagen begonnen, viele Arbeiter finden dadurch auch wahrend der Wintermonate lohnende 'Sefchäftigung Auch das fallen der Christbäume hat «ingejetzt Zahlreiche Händler aus den Wrohftabtcn find bereit» eingetroffen, um die Weihnachtsbäume waggonweise auszukausen und zu verladen

«rcle «UfelD.

<Z Homberg a. d. Ohm. 30. Nov. Am 3. und 4. Dezember wirb dcrGes 1 ügeb-. Bogel- unb Kaninchenzüchlerverein 1821 Hamberg unb Umgcgenb in der hiesigen ©tabt- hallc seine 1. Lokalausstellung atzhalten. In der gerämntflciL flut geheizten Halle werden bk verschiedensten Aasten von Geflügel. Kanin- chen. sowie einige Kanarienvögel zur Schau ge­stellt werden. Am 2. Dezember findet Me Be­wertung be* Geflügels durch ben Y..i*richter QDilbelm □lern tPohl-Göns) und der 5(aninchen durch K. Gerhardt (Kirch-Göns) statt. Die Klafsenpreise werden ausgezahll. Außerdem wer­

den al* Zuschlag schöne Ehrenpreise verteilt; be beste hierunter ist der ©ö>ler-Er. .nerunasperi* zum Andenken an den weitbekanntes! Züchter unb ba» frühere 7^retn*mttglieb Pd l pp ©übler J*vi.;..nbcn) der laut Berfammlungs- beschluß aus da» beste Tier In Großg-llugel mi, Bundes-Amg N2; vergeben wird 3n bet Tbvev lunfl Kamnchen ist der beste Preis ein besonderer Siegerpreis Da der Beiuch bet Aufstellung iehr lehrreich unb intcreflam ist. Dürfte eine rege Be­teiligung von hier und bei guter BXtterung auch vtm auswürt» zu mpar.cn sein

(-) Großgelda. 30. Nvo. Zur tBaifer* Versorgung unserer Gemeinde, mit der sich der örmtinbrnii schon wiatzerholt oeichatttote, ist jetzt der Ankauf neuer Quellen beschloss sen inorbrn Die Quellen liegen auf einem Wiesen grunbftütf be» Surgenneiftcr» DeIsentzach in ber öWmarfung Kestrich. 3Xit den DtSumung»* unb (frbaibcttrn soll in Kürze begonnen werben

©tarttnburg.

Darmstadt, 30. Avv Der rhein - mainische Tcrbanb deutscher Gast­wirte veranstaltet in der Zeit vvm 5 bi* zum 14 Mai eine Ausstellung in ber h e igen Hesthallc An der Auine Aeichenberg bei Aeichelsbeim im Odenwald haben Baurat Krauß unb Ingenieur Heil Ausgrabungen veranstaltet, um Klarheit über Die alle Streit­frage zu erlangen, ob die Burg einen Berg­fried hatte Die Ausgrabungen waren fetzt von Erfcüg gekrunt. Die Grundmauern de» T u r m c e, die drei Weier dick find, wurden ent­deckt unb frei gelegt.

Meinhessen.

WSN. W o r m ». SV. Nov. BI» ein ll a ft t r a i t wogen mit Anhänger de» Spediteur» S ch I e d a ck noch vor ber Hasrndahn ba» «lei» überfahren wollte stieß er mit der Ha s e n d a h n zusammen Der Last wagenanhanger wurde vollstündig zertrümmert, und der 20 Jahre alte Betfahrer Neu au» Dorm» fo Ichwer verletzt, daß er auf dem Transport in» Kron kcnhaif verstarb

Wirtschaft.

2Birtfd>aff0(aflc und Börse

Die Dresdner Bank ,4)reibt In ihr- Monatsbericht u.a. Die konjunkturelle Aufwärtsbewegung fcheint zu einem g e - ©iffen Stillstand gekommen zu fein. Di- L'age läßt ftch etwa dahin kennzeichnen, daß bu Saifoneinwlrkungen. die bisher durch die Kon- iunHutbeucegun i überdeckt wurden, fehl mehr ober weniger zur Geltung kommen, die Wirtfchaft*- foniunltur aber trotz dieser Einflüsse aus dem erreichten hohen Stand horlllusig noch Im all­gemeinen verharrt Da Ausmaß und Tempo des bisherigen Konjunkturablauf* durch die sremde Kapitalhilse ausschlaggebend bev ntluM war so ist die Wetterführung mit Unterstützung des Auslande* wirtschaftlich auch nur solgerichttg: der Versuch einer größeren ckinaii-ipattoei vorn Au*landkapttal müßte im gegenwärtigen Augen­blick notwendigerweise eine Herunterdruckung des Produktivnsniveaus zur Folge Haden, was seht, wo die Entwicklung*mögltchkeiten der Wirtschast

gelernt hatte, al» ich studierte. Wir spazierten abend» über ben Berg, na, nxie man ba unten einen Berg nennt, wir würden dahetnt von einem fleünn Hügel nedeii. Nun aut, diesen Be.g, den Wryerberg, bade tch nie oergetzen. S*. sind setz wohl vierzehn Jahre her. Was sag ich nun aus diese«

Paß aus. Ich lüge nicht. 2ch sah Noggenacker, präd) tige Noggenacker. Ich sah Buchwetzcnacker, präch­tige Buchwe«>'nacker. Ich sah Äartoffetöder. präch­tige ÄurtoiMötfcr. Streifen, im Besten über den Berg. Streifen neben Streifen. Unb roa» meinst bu, wa» sah ich noch?'

Äirlleichk Ha,eracker?"

..Cs Ift möglich, daran erinnere ich mich nicht mehr." Er backte nach. ,^o, ich glaube, auf der einen Seite war auch ein Haferseid Über ich meine etwa» andere». Etzen ba». war ich nie mehr vergeßen habe, wenn e» auch natürlich mit ber Zett zurück- trat, daß man glauben konnte, man habe e» ver­gess cn Ich dachte wieder daran, ai» ich bei Sternen» und Schuckert zum elften Male mit Bodenmolaren zu tun bekam."

Nun. wa» sahst bu denn," sagte Peter ein wenig gelangweilt (Er begriff nicht recht, wohin diese» ganze ®etpräd) führen sollte

Ich fab Maenöe». Ich will versuchen, mich aan) sachlich aurzudrücken. 'Zimsthen diesen Hetftm lagen drei Streifen Lantz, vielleicht vier, gleich kmp ane die anderen und gleich breit und mit dem gleichen Boden, natürlich, es hatte nicht anders sein können, bat wirft bu doch auch zugeben Wenn Unk» ein Noggenacker ist unb recht-, ein Noggenacker. dann könnt, doch jichertich In der Mitte auch ein Noggen- acker sein"'

..Selbft verständlich ..

. Weißt du. wa» mitten brin war? Heide, Heide, Hqde .. M,t ein paar kleinen Birten und Fähren, J3ö zwei, drei Ebereschen. Da» Land war also schon lange Herde."

Da» Land war eben noch nicht kultiviert."

..Nun schon da» wäre idjlimm qenug in einer solchen Lage In Tat unb Vahr hei: war e» noch idjlimmir. Da- Land war dis in di< neunziger Jahre hinern kultiviert gewesen, bann war e» von ber Großbauern auf gegeben worden, fie hatten zu- r-.ei L'JnO verstehst bu. Sie hatten es nicht nohf Dabei gibt e» bort Bauern, die nicht genug Land biben. unb Xagläbner, bie gar keine» Haden. Be

greifst du nun, daß etn solcher Anblick tm Gebächk- ni» poften Mdbt?r

Ein Susnohinefall ..."

Nem, ein Symbol! Dr« tage lang bin ich da­mals herumgegangen und habe nur an diese Heide- loubftnifen gedacht- Ich hatte im Sinne, In einer Bremer Zeitung baruocr ;u schreiben, etwa so: Offener Brief an bk acht Großbauern von Worps­wede. Ich tjlajbv, c» waren acht. Aber wie e» so geht, ich ließ e» bleiben, wa» hält, e» schließlich auch geholfen. Aber nun soll mir keiner konunen und lagen, wir hatten kein Land unb mit unserem Boden fei es zu Ende "

Du darfst doch nicht aus Mefem einzigen Bei­spiele solch« entschecdenbe Folgerungen ziehen. Da» ist Doch kein Beweis."

Nein, e» ist kein Bewe,» für dich, darum han­delt es sich auch nicht. Ich habe Mr schon gesagt, daß Ich nicht bie Laicht habe, etwa» zu beweisen. Aber diese» Beispiel hi! mir die Äugen ausgerisien zum erstenmal, andere» fügte sich hinzu, unb im Schütz/n. graben wurden mir die Äugen noch rirunol aufge- rissen Und darum sage ich, nicht weil ich e» beweisen kann. 1 andern weil ich e» glaube unb weil ich Deutschiarw vor mir gri<b«n habe, so wie e» fein könnte. Wir sind aut dieser deutschen Erde. Und e» müßt, nicht mit rechten Dingen zugehen, e» wäre ein Widersinn, und eine (Bolkdäft. runfl, wenn wir nicht aus dieser deutschen (Erbe leben könnten ml! Kindern unb Xindesttnbern. Wir sollen sruchwur sein, die straft ift in uns. Der Boden foll frud^bar sein, Me Straft ist in ihn. Man muß sich nur beni Boden anoenruu.il. wie man sich dem Meere an- vertraut. Ja. wir müssen tn unseren Hausern woh nen roie In Schiffen, die auf ihm schwimmen."

(Ee tft aber bewiesen, baß wir nuh« von unse­rem 8oben leben können, denn bk Auswanderer.

^Dir müßen nick! dem Baden die Schuld geben, sondern uns!" ries Georg

leier Grund! wallte Mefen Satz mit einer spöttischen Bemerkung abtun. Aber er brach»« frin Wor: über die Lippen. Wider Dillen «vor er er­griffen.

Georg ftrahtte ..Kamerad " sagte er nun,Ka­merad!" Er streckte ihm die Hand hin.

(Fortsetzung felgt.)

Dr. August Oetker, Bielefeld.

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