des Deztrksf ürs o rg e-D e rb an d e s Frankfurt a. M. gegen den Dezirkssürsorge- Derband ted Kreises Büdingen.
•• Bon der Landes-Llnioersität. Der auuHrrordentliche Professor an der Alni- versität Halle Dr. Emil Lehmann aus Berlin- Tempelhof wurde zum ordentlichen Professor für Mineralogie und Petrographie an der Landes- Llniversitat Gießen ernannt.
** Personalien. Ernannt wurden der Gendarmerie-Oberwachtmeister Adam Zimmermann aus Götzen (Kreis Schotten) zum Gendarmerie-Kommissar mit Wirkung zum 1. September; der Lehrer Karl Löffler zu Cberstadt (Kreis Gießen) zum Lehrer an der Volksschule in Romrod (Kreis Alsfeld); der Lehrer Karl Reinhard zu Hihkirchen zum Lehrer an der Bolksschule in Merkenfrih und der Lehrer Wilhelm Sinnet zu Michelnau zum Lehrer an der Volksschule in Bleichenbach (Kreis Büdingen). In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer Ludwig Schmidt an der Volksschule zu Alten- Dufeck auf sein Rachfuchen wegen geschwächter Gesundheit, mit Wirkung vom 1. Oktober ab.
Sachverständigerfür Luftfahrt. Der Inhaber des Lehrstuhles für Luftschiffahrt und Flugtechnik an der Technischen Hochschule in Darmstadt, Prof. Divl.-Ing. Eberhardt, ist von dem hessischen Minister des Innern zum amtlichen Sachverständigen für Luftfahrt ernannt worden.
** Stadttheater-Abonnement. Die "bestellten Abonnements müssen am Freitag und Samstag an der Kasse in der Vorhalle des Siadttheaters abgeholt werden. Dis Satnstag- mittag nicht abgehvlte Abonnements sind verfallen und werden anderweit vergeben. Räheres ist aus der heutigen Anzeige zu ersehen. Bei dieser Gelegenheit sei noch mitgeteilt, daß der Theaterprospekt für die neue Spielzeit von Freitag nachmittag ab an der Kasse des Stadt- thectters kostenlos ausgegeben wird. Wer ihn schon früher zu besitzen wünscht, muß ihn im Stadthaus, Zimmer 12, abholen; dort ist er gleichfalls kostenlos zu haben.
•• D i e Jahresversammlung des Hessischen Landesvereins für Innere Mission findet in Darmstadt im großen Saale des Landeskirchengebäudes am Montag, 18. Oktober, statt. Hieran schließt sich en Lehrgang für die evangelischen Kreiswohlfahrtsdienst: vom 19. bis 21. Oktober.
** Erfinderschutz. Man schreibt uns: Herrn Kurt Gutsmuth aus W i e s e ck, zur Zeit in Halberstadt ansässig, ist auf einen zusammenlegbaren Ausstellungstisch das Gebrauchsmuster Nr. 960 273 erteilt worden. Der 3 Meter lange, in Kofferform zusammenklappbare Tisch ist mit drei Fußpaaren versehen und von großer Stabilität, ein Durchrosten der Gelenkbänder ist auch bei langem Gebrauche durch Naßwerden oder andere Ursachen ausgeschlossen, da die Tischplatten beim Ausstellen mittels Nut und Feder ineinandergreifen. Außerdem sind für die beiden äußeren Fußpaare Spannvorrichtungen einfacher Bauart vorgesehen, so daß die Tischplatten zueinander so festgezogen werden, daß das sonst bei der Länge des Tisches mögliche Schwanken desselben gänzlich verhindert wird.
" Die Rentenbankscheine zu 1 und 2 Rentenmark mit dem Ausfertigungsdatum „1 Rovember 1923" sind zur Einziehung auf- gerufen worden. Die Scheine können bei öffentlichen Kassen noch bis zum 30. September, bei den Reichsbankkas en bis zum 15. Dezember 1926 gegen andere Rentenbankscheine oder gegen ge- se z iche Zahlungimi.tel unue au cht teerten. Rach dem 15. Dezember 1926 sind die Geldscheine kraftlos.
WSR. Rachnahmesendungen mit der Eisenbahn. Mit Wirkung vom 1. Okt. ab tritt eine Aenderung der Eisenbahnverkehrs-
orbnung hinsichtlich der Bestimmungen über Rach- nahmesendüngen in Kraft. Künftig sind Rach- nahmen erst von einem Betrage von über 20 Mk. zulässig. Die Dachnahme wird an den Absender ausgezahlt, sobald die Versandstation die Anzeige der Bestimmungsstation über die Zahlung der Dachnahme durch den Empfänger erhalten hat. Rähere Auskunft erteilen die Eisenbahn- aüterabf erti gungen.
D ie Einwanderungsquote nach Amerika für 1 9 2 6/27 erschöpft. Wie das amerikanische Generalkonsulat in Frankfurt am Main uns mitteilt, ist die Einwanderungsquote nach den Vereinigten Staaten für das Quotejahr 1926/27, d. h. bis 30. Juni 1927, be- reits erschöpft. Das Konsulat kann nach dem 15. Oktober 1926 keinerlei Anmeldungen von Einwanderungsluftigen für dieses Jahr mehr entgegennehmen. Es kann ferner nicht dafür garantieren, daß Anmeldungen, die bis zu diesem Termin eintressen, im lausenden Jahre noch berücksichtigt werden. Lieber den Zeitpunkt, an welchem Anmeldungen für das Quolejahr 1927/28 entgegengenommen werden, kann man erst später Mitteilung machen. In der Zwischenzeit wird daS Konsulat, wie es in der Zuschrift betont, keinerlei Korrespondenz mit auswanderungs- lustigen Personen führen.
*• D i e Auswirkung der 4. Dovelle zum Reichsverforgungsgeseh. Wie der Verband der Kriegsbeschädigten und Krieaerhin- terbliebenen der Kriegerkameradschaft „Hessin" mitteilt, hat das ReichSversorgunasgericht kürzlich dahin entschieden, daß die Einführung der Frist (31.3- 24) für Beantragung des Deamtenscheins auch rückwirkend für die schwebenden Verfahren Geltung hat. Der bisher bestehende Grundsatz der Einheitlichkeit des Rentenanspruchs bleibt jedoch nach einer weiteren Entscheidung des Reichsversorgungsgerichts unberührt, so daß die Rentenempfänger Rentenerhöhungsanträge auf Grund bisher noch nicht erörterter Dienstbeschä- digungöleiden nach wie vor stellen können. Die letztere Entscheidung stellt sich in Gegensatz zu der vom Reichsarbeitsminister erlassenen Bestimmung über die Durchführung des 4. Gesetzes zur Abänderung des Reichsversorgungsgesetzes.
" Die Maul- und Klauenseuche ist in Ostheim (Kreis Friedberg), Sichenhausen (Kreis Schotten). Billertshausen (Kreis Alsfeld) und Greifenthal und Katzenfurth (Kreis Wetzlar) amtlich festgestellt worden. In Rieder-Erlenbach lKreis Friedberg) und Leidenhofen (Kreis Marburg) ist die Seuche erloschen. Auch bei den Schafherden in Watzenborn-Steinberg ist die Seuche zu Ende gegangen. Die angeordnbten Schutzmaßnahmen sind aufgehoben.
Um die Autolinie Holzheim - Giehen.
cP Grüningen, 29.Sept. Dieser Tage fand auf dem hiesigen Rathaus auf Veranlassung der Llnternehmer der neuen Autolinie Gie - ß e n—S teinbera — Grüningen — Holzheim eine gemeinsame Sitzung der drei Ge - merndevertretungen Holzheim. Grüningen und Watzenborn-Steinberg statt. Hierzu hatten sich die Bürgermeister und alle Gemeinderäte der Gemeinden eingefunden. Zur Beratung stand die Genehmigung der Linie seitens der Reichsbahn. Versuchsweise ist der Verkehr des Autos seit voriger Woche ausgenommen worden. Er erfreut sich bis jetzt eines großen Zuspruchs. Rumnehr macht d ? Reichsbahn Schwierigkeiten info.ein als sie die Genehmigung zu dem Betrieb noch nicht erteilt hat. Sie macht vorerst Erhebungen auf den Bahnstationen Lang- Göns, Großen-Linden, Schiffenberg und Garbenteich, um in Erfahrung zu bringen, inwieweit
ein Ausfall ihrer Einnahmen Infolge der Autolinie eintritt. Es wurde eine Kommission gewählt, die mit der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. in Verbindung treten soll. Die Erhebungen der Dahn sollen beschleunigt werden, damit der Autobetrieb offiziell eröffnet werden kann. 3n dem Unternehme.: kann man nach der Ansicht der Bevölkerung keine Schädigung der Reichsbahn erblicken, zumal die Auwlinie als Zubringerlinie zum Bahnhof Gießen ihr nur Vorteile bringt. Die A e i ch s p o st hat ihre Zustimmung schon erteilt und diesen Betrieb zur Beförderung der Post zugelassen. Am Schlüsse der Sitzung wurde noch über den Zuschuß der einzelnen Gemeinden, den Fahrpreis, die Zeitkarte und den Fahrplan verhandelt. Der Fahrpreis der Wochenkarte von Grüningen nach Gießen beträgt 3,60 Mk. Die Einzelfahrt kostet 60 Ps.
Amtsgericht Gießen.
* Gießen, 28. Sept. Zwei Familien M. und N. von hier sind seit längerer Zeit miteinander streitig und haben schon mehrfach Privatklagen gegeneinander erhoben. Heute steht wieder eine solche des Ehemannes M. gegen die Eheleute N. zur Verhandlung. M. hatte der Frau N. durch seinen Anwalt einen Brief schreiben lassen, in dem er sie auffor- berte, Beleidigungen des Kindes des M., die mehrfach vorgekommen seien, zu unterlaßen, widrigenfalls Klage erhoben werden würde. Diesen durchaus ruhig und sachlich gehaltenen Brief beantwortete der Ehemann M. mit einem längeren ironischen Schreiben, das zwar im einzelnen keine beleidigenden Worte enthielt, aber in seinem ganzen Inhalt deutlich zum Ausdruck brachte, daß es dem Verfasser in der Hauptsache darum zu tun war, dem M. seine Geringschätzung und seine Verachtung zu erkennen zu geben. N., der angab, er habe den Brief des Rechtsanwalts als eine Herausforderung und eine Belästigung empfunden und deshalb zwar in einer ironischen, nicht schmeichelhaften Weise, jedoch ohne beleidigende Absicht beantwortet, wurde wegen Beleidigung zu einer Geld st rase von 25 Mark verurteilt.
Die Ehefrau N. war beschuldigt, der Ehefrau M. auf der Kellertreppe einen Stoß versetzt zu haben, so daß sie zu Fall gekommen sei. Trotz eingehender Zeugenvernehmung konnte die Sache bei dem Dor- liegen von Widersprüchen in einzelnen Aussagen nicht ausreichend aufgeklärt werden, so daß mangels genügenden Beweises Freisprechung erfolgen mußte.
Kirche und Schule.
ri. M ü n z e n b e r g, 29. Sept. Die gestern hier unter der Leitung von Dekan Engel, Obbornhofen, tagende Konferenz der evangelischen Geistlichen des Dekanates Hungen wurde von Pfarrer Döring, Muschenheim, mit einer Andacht eröffnet. Rach der Erledigung verschiedener amtlicher Angelegenheiten hielt Pfarrer K ö d d i n g, Eberstadt, einen Vortrag über das Thema: „Herrnhut, Bahnbrecher und Wegweiser für die evangelische Mission." Der Vortragende hat an dem Ende August statt- gef unten en großen Herrnhuter Missionsfest und den dort gepflogenen Beratungen über die Organisation eines Hilfsöundes für die Mission der Brüdergemeinde teilgenommen. Was er darüber berichtete, war von besonderem Interesse, da demnächst ter Direktor dieser Missionsgesell- schäft, Bändert, einer ter führenden Kirchen- und Missionsmänner Deutschlands, nach Gießen kommt, um über die Lage ter Mission zu sprechen. Rach dem Bericht über die Herrnhuter Tagung zeigte ter Vortrag in lebendigen, auf genauer geschichtlicher Kenntnis beruhenden Schilderungen, wie Herrnhut, die Stiftung des
berühmten Grafen DikolauS Zinzendorf, ter bekanntlich einige Zeit auch bei uns in Ober- Hessen auf der Ronneburg bei Büdingen wirkte, aus dem Gebiet ter evangelischen Mission bahnbrechend und wegweisend vorgegangen ist und schon aus diesem Grunde auf die älnterstützung feines segensreichen Werkes gerade in Ober- Hessen rechnen darf. Don allgemeinem Interesse war die Mitteilung, daß zur Zeit in Ostafrika Sietelungsrnöglichkeit für deutsche Landwirte besteht, eine Möglichkeit, die geeignet wäre, dem Lieberschuh an Arbeitskräften in ter Heimat eine Existenz zu verschaffen.
nd. Ridda, 29. Sept. Gestern nachmittag fand hier im Gasthaus zur Krone eine Vc - zirksverfammlung der Hess. Evang. Bereinigung (Friedberger Konferenz) statt. Es hatten sich 26 Mitglieder und Freunde der Bereinigung, meistens Pfarrer und Lehrer, ein« gefunden. Der Vorsitzende, Professor L a m p a s aus Friedberg, behandelte in zwecstündigem tiefgründigen Vortrag das Thema: „Reuere wissenschaftliche Angriffe gegen das Alte Testament und seinen Gebrauch in Kirche und Schule". Obgleich derartige Erscheinungen nicht neu sind, sondern schon im 2. Jahrhundert im Christentum erhoben wurden, zur Reformationkzeit wieder schärfer hervortraten, so sind doch in der neuesten Zeit von bedeutenden Gelehrten so starke Angriffe gegen daS Alte Testament erfolgt, daß jeder Religionslehrer sich mit diesen Fragen beschäftigen muß. Durch Auszüge aus solchen Werken ter Reuzeit u.tb ihre Forderungen auf gänzliche Richtbeachtung dieses Teiles ter Bibel kam der Redner zu der Ansicht, daß dadurch ein wesentlicher Faktor religiöser Erziehung und Erbauung fehlen würde. Daher lautete feine Forderung: „Richt heraus mit dem Alten Testament, sondern nur klarere Stellung zum Reuen Testament, und Kürzung des Stoffes für die Schule." Dekan Seriba, Etchelsdorf. dankte dem Vortragenden nach einer längeren sehr anregenden Aussprache. Mehrere Anwesende traten ter Vereinigung als neue Mitglieder bei.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Isr.ReNglons gemeiner. 3otte3X I. d.Synagoge (Südanlage). Samstag, den 2. Okt. 1926. Vorabend: 5.45, morgens: 9.00, abends: 6.05 und 6.45.
Rundfunk-Programm.
Freitag, 1. Oktober.
3.30 bis 4: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45: Hausfrauen-Rachmittag. 5.45 bis 6.05: Die Lesestunde. 6.15 bis 6.45: „Kreuz und quer durch Dalmatien", Vortrag von Dr. Fr. Schmalz. 7.30: ilebertragung aus dem Frankfurter Ofe'.nhaus: „Margarete", Oper in fünf Akten von Charles Gounod.
Sprechstunde« der Redaktion.
12 bis 1 Uhr mittags. 5 bis 7 Uhr nachmittags Samstag nachmittag geschlossen.
Für unverlangt eingesandle Manuskripte ohne beigriögtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.
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In tiefer Trauer:
Marie Cost
Familie Friedrich Cost Familie Adolf Cost Familie Dr. Ludwig Cost Karl Cost
Gießen (Rodheimer Straße 50), Bonn, Mühlheim a. Rh., Bad Homburg, den 29. September 1926.
Die Beerdigung findet Samstag, den 2. Oktober, nachmittags 3 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt
Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen.
06713
Statt besonderer Anzeige.
Mittwoch nachmittag 4 Uhr verschied nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter
Frau Marie Cost geb. Jann
im 75. Lebensjahre.
I
06651
Gießen (Steinstraße 38), den 28. September 1926.
ML
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Vaters, und fjir die Kranz- und Blumenspenden, ganz besonders dem Fahrbeamten-Verein Gießen, sagen wir /auf diesem Wege unseren innigsten Dank.
Im Namen der Angehörigen:
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In unser Handelsregister Abt. B wurde ’ heute bei der Firma Eugen Dürr & Co., I Holzhandelsaktiengesellschaft, Gießen, folgendes eingetragen: Durch Beschluß der Generalversammlung vom 19. August 1926 ist die Gesellschaft aufgelöst. Kaufmann Eugen Dürr in Gießen ist zum 1 Liquidator bestellt. 7972C j
Gießen, den 27. September 1926. Hessisches Amtsgericht.
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Julius Baer sagen wir herzlichen Dank.
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3. Teil: Anmeldung u. Erledigung eines bterbefaUs 4. Teil Trauerfeier und Beisetzung der Asche — „Poesie der Urnenhaine *'
Sämtliche Mitglieder des Vereins, Freunde u. Interessemen der Feuerbestattung u. a werden hierdurch freundlichst eingeladen.
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