gliedern der Dstschaskrkmsevenz zum Abschluß zu bringen. In französischen betziligten Greifen nimmt man an, bah ein« Einigung über diese beiden Punkte mit der Dotschastrrconferenz bis zu dem festgesetzten Termin, am 31. Januar, erfolgen tarnt, so bah der DölkeröundSrat jedenfalls keine Veranlassung Haden wird, sich hiermit zu beschäftigen.
wachsende Arbeitslosigkeit in Zrankreich.
Paris, 27. Dez. (WTB) Der „Soir" gibt heule abend einen Ueberblick über die Lage auf dem 2Ir beitsmartt, aus dem sich ergibt, daß die Arbeitslofiakeit sich bereits in ft a r t c m Maße in den meisten Industriezweigen zeigt. In der Textilindustrie haben beispielsweise sämtliche Fabriken in Roubaix und T o u r c o i n g die Arbeitszeit um aroci Stunden herabgesetzt. Einer der Größten Betriebe dieser Industrie hat vergangene Woche 1000 Arbeiter entlassen. In der Schuhindustrie zählt man in Fougsres 1200 Arbeitslose und in Limoges 1500 Arbeitslose. Die Spitzen- industrie ist in der gleichen Weise betroffen. In C a - l a i 5 hat dos größte Werk 900 von 2000 Arbeitern entlassen und außerdem die Arbeitszeit um die Hälfte herabgesetzt. Am stärksten bedroht scheint die Metallindustrie. Eine Reihe von großen Automobil, fabriken sind vollständig auftragslos. Die Vereinigten Stahlwerke von Frankreich, die noch vor kurzem 10 000 Tonnen monatlich lieferten, können gegenwärtig kaum 2000 Tonnen monatlich produzieren. Allgemein ist die Arbeitslosigkeit in der Be- tleiduno-industrie. In Paris allein sind bisher 3000 Arbeiterinnen entlassen worden. Weitere Betriebseinstellungen stehen bevor. Die Karosserie- Werke können ebenfalls nur wenige Stunden am Tage arbeiten. Der „Soir" kommt infolge seiner EnquLte zu dem Schluß, der Optimismus P o i n c a r ö s , den dieser in der Kammer zum Ausdruck gebracht habe, könne die Regierung und ihre Mehrheit nicht z u f r i e d e n ft e l l e n; das Blatt müsse aber bestätigen, daß das Land bald die ernsteste wirtschaftliche Lage, die seit längerer Zett sestgestellt worden sei, kennen lernen werde,
Frankreichs BevSIkerungsziffer
Paris, 27. Dez. (WB.) Das Innenministerium veröffentlicht freute das Ergebnis der im März dieses Jahres vorgenommenen Volks- zählung. Danach beläuft sich die Zahl der zu kiesem Zeitpunkt festgestcllten. in Frankreich a.i- sä si^en Personen auf 40 743 851, davon sind 2 493230 Ausländer. Dci der letzten Dolkszäh- im Jahre 1921 wurde die Zahl der in Frankreich v-ohnhaften Personen mit 39209 660 festgestellt. Tel dem Bevölkerungszuwachs entfallen eine halbe Millionen auf die Franzosen und mehr als eine Million auf die Ausländer. Das dichtest bevölkerte Departement, da) der Seine, wird von 4 628 637 Franzosen und 423 784 AuS- ländern bewohnt.
Kommunistenverhastungen in Südbulgarien.
Paris, 27. Dez. (Wolfs.) Wie der „Chicago Tribüne" auS Sofia gemeldet wird, hat die bulgarische Polizei etwa 1 00 Personen im südlichen Bulgarien verhaftet und zwar im Verfolg der Aufdeckung eines kommunisti- schen Komplottes.
Die nationale Bewegung in China.
Paris, 27. Dez. (WTB) Wie die Agentur Indo Pazific aus Peking meldet, fall in dem neuem Kabinett, das jetzt gebildet wird, Schi PunTeng präsidieren, der als V e r ° . mittler zwischen den Nord - und Südchine- s e n gilt. Der Sturz Wupeifus scheint endgültig zu r fein.
ch a n k a u , 27. Dez. (WTB.) Am Sonntagfrüh wu'den in Wutschong, Hanjang und Hcmkcm große an tibritische Kundgebungen veranstaltet. Unter den Rednern war fast jede Abteilung der Regierung und der Arme« von Kanton vertreten. Am Weihnachtsabend wurde die lutherische Mission, die sich in der Eingeborenenstadt von ßaufau befindet, von christenfeindlichcn Chinesen überfallen, die die Bibeln, Gesangbücher und religiösen Schriften wegschlepplen.
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Dir Erfolge der Kanton re gievung sind jetzt eine unumstritwne Tatsache, mit der sich auch die fremden Mächdr abzufinden haben. Die S)Df|Ttuno, daß es Tschangtsolin gelingen könnte, wesentlich: Erfolge gegen die siegreich vorbrin- aende Kantonregierung zu erringen, sch?'arn auch die Mächte nufgegeben zu haben, die bisher den 'Beherrscher der Mandschurei reichlich unterstützten und durch ihn ihre Ziele verfechten ließen Man scheint sich e.rdgültig damit abfinbrn zu wollen, daß Tschangtsolin den Borden und die Kantonarmee den Süden des weiten chinesischen Teiches beherrscht. Dabei muß allerdings berück.ichtigt werden, ob Tschangtsolin auf die Dauer der nationalen Bewegung wird Wi7er- fta .b leisten können, dir allmählich die Massen ergriffen hat. Sein Zögern, gegen Kanton mit seinen Truppen vorzugehen, mag zum großen Teil auf die Befürchtung zuräckzufühvrn sein, daß er das Schicksal Wuveifus und Suntschuansangs teilen könnte, deren Truppen, bei drr Berührung mit den Kantontruppen von der nationaliitischen Dewegung angefbedt, zu den Kantontruppen übergingen. DaS wird um so sicherer eintreten, veil ja auch Tschangtsolin jetzt nicht mehr über so reichliche Hilfsmittel aus San Kasten drr fremden Mächte verfügt, wie bisher. Welche Lehre die femden Mächte auS der veränderten Lage gc- zogen haben, erhellt besonders aus dem Derbalten Londons, wie es aus dem englischen Chinamemorandum herovrgeht, in t<m der Gedanke vertreten wird, daß man den Glauben aufgeben müsse, dir Entwicklung Chinas könne nur unter fremder Vormundschaft gefuert wtrb.n. Und besonders bemerkenswert ist dabei, daß dir Engländer jetzt nicht mehr von einer bolschewi tischen Bewegung sprechen, sondern ihre Auffassung soweit korrigiert haben, daß auck sie es jejt wagen, in ter Bewegung öffentlich das zu sehen, was sie in Wirklichkeit ist, ein.- nationale Bewegung. die sich gegen die Bedrückung durch die fremden Mächte aufbäunU. Erg land hat natürlich in China sehr viel zu verlieren und möchte jetzt retten, was zu retten ist. Durch TÄlkonzestionen möchte es der Grnsralrrinigunp
Vorbeugen. Dabei bleibt immerhin zu bedenken, wie weit sich die anderen Mächte, besonders Amerika und Japan, mit diesem Vorgehen einverstanden erklären und England dabei HilfS. stellung leisten werden, einen Teil des verlorenen Einflusses zurückzugewinnen, haben liefe Mächte doch schon den ursprünglichen Plan Englands, mit bewaffneter Macht in China einzugreifen, abgelehnt. Andererseits aber entsteht die Frage, ob Vre Kantonregirrung sich mit einem Teilerfolg wird zufrieden geben Ihre Erfolg« und das Rachgeben Eng'.andS werden fie veranlassen, sich nicht auf chrittweise Kon- zessionen einzulasfen. Die älneinigkett der Machte, die ganz offenbar ist. wird Kanton nccht auf Hal- dem Wege stehen lassen Sine so gän.hge Zett, die Freiheit zu erlangen, wird kaum w.eder- kommen. Das Vertrauen zu England wird um so geringer sein, als auch der Äantonregierunj nicht unbekannt ist. daß England noch immer Tschangtsolin unterstützt. Die Kantonrrgrerung hat ihr Programm veröffentlicht, in dem sie klar und deutlich erklärt, daß die Fremdenvorrechte im neuen China keinen Platz finden cklnd die bisherige Energ.« hat gezeigt, daß sie sich nichts von ihrem Programm ab» handeln lassen will.
Das amerikanische glottenbauprogramm.
Aeuyork. 27. Dez. (WB.) Der Vorsitzende des MarineauLschusseS des Repräsentantenhauses Butler forderte in einer Rede, daß die Vereinigten Staaten eine neue Flotte erhalten sollten. Er erklärte, er wolle nachdrücklich auf den Kongreß einzuwirken versuchen, um ihn zur Annahme des von dem MarineauLschuß aufgestellten Progr-«.mes zu veranlassen Die Vereinigten Staaten hätten durch den Washingtoner Vertrag die besten Kriegsschiffe. die ie gebaut wurden und die einen Wert von über 400 Millionen Dollar, damit Amerika und es würden jetzt 50 neue Kriegsschiffe notwendig sein mit einem Kostenaufwand von über 400 Millionen Dollar, mit Amerika wieder seinen frühereil Rang einnehme.
Die Kampfe in Nicaragua.
Neuyork, 27. Dez. (WB.) „Eoening Post" meldet aus Washington, Staatssekretär K e l - l o g habe sich für eine Politik der Nichteinmischung in Nicaragua ausgesprochen, abge- sehen von den zum Schutze des Lebens und Eigentums von Amerikanern notwendigen Maßnahmen.
„Associated Preß" berichtet aus Managua, daß die ganze D ft f ü ft e N i c a r ag u a s als neutrale Hone erklärt worden sei.
Aus aller Welt.
Deuifchlaudreise südasrlkanischer Studenten.
Wit dem Postdampser „Soxon" s.nd gestern die südafrikanischen Studenten, di« während ihrer Ferien eine Sludienre se durch Deutschland veranstalten wollen, in Southampton eingetroffen. Im Laufe dieser Studienreise, die am 6. Januar in Köln beginnt, sollen u. a. München, Wien, Dresden und Berlin besucht werden.
Arbeitszeitverkürzung bei der Hufomobilfabrlf Ford in Rotterdam.
Bei der Automobilfabrik Ford m Rotterdam wurde eine fünftägige Arbeitszeit eingeführt. Alle Bureaus und Fabrikräume werden daher am Samstag geschlossen bleiben. Damit die Arbeiter von der neuen Arbeitszeiteinteilung keine Nachteile haben, sollen ihre Stundcnlöhne entsprechend erhöht werden.
Der ID in ter im Schwarzwald.
Die strenge Kälte hält im südlichen Schwarzwald unvermindert an. Während an den Weihnachtsseier- tagen auf den Höhen 15 bis 20 Grad Kälte gemessen wurden, gegen durchschnittlich 10 Grad Kälte in den Talern, hat sich jetzt der eigenartige Zustand ergeben, daß im Feldberggebiet die Temperatur auf 1 bis 2 Grad Wärme angeftiegen ist, während in den tieferen Lagen und in der Ebene 10 Grad Kälte sind. Schneefalle haben sich seit Donnerstag voriger Woche nicht mehr ereignet Infolge Bereisung der Straßen haben verschiedene Postautolinien ihren Verkehr einstellen müssen.
Schneetreiben im Bayerischen Wald.
Aach in München vor..elenden Me.dun en hat im Bayrischen Wald ein h:f.iges Schneetreiben große V e r k e h r s st ö r u n ge n zur Folge gefaßt. D e Straßen sind teilweise bis zu 8J?ei Me.er Hohe verweht, so daß mehrere Ortschaften von jedem Verkehr mit der Außenwelt abgeschnillen smd. Alle Autolinien, dir in den Tayrifchen Wald führen, mußten den Ver- iehr einstellen.
Treibeis aus dem Rhein.
Der Rhein führt seit einigen Tagen Treib- e i 9. Doch ist die Schiffahrt zunächst dadurch nicht behindert. Infolge des Treibeises, das sich in der Mündung der Mosel in den Rhein zusammendrängt, mußte die Mosel- und Saarschiffahrt eingestellt werden.
(Eisgang auf der (Elbe.
Aus Dresden wird gem:llet: Der ftarfe Frost der letzten Tage hat auch auf der Elbe rasch zur Eisbildung geführt. Seit gestern führt die Elbe in ihrer vollen B.-eite Treibeis. Die Schiffahrtsgesellschaften haben den regelmäßigen Personen- und Frachtverkehr eingestellt.
Heber acht Millionen weihnachlssahrgäste in Berlin.
Wie die „B. Z." berichtet, entsprach der d.es- jäfrä;e Wll.inachksver.ehr den Erwartun en der Veelehrsmit.lorgan.satio: en und mach.e de Einstellung aller Reserven notwendig. Den Vogel schoß die Straßenbahn mit einer Dsiörderungs- zificr von insgesamt sechs M i l l i o n e n Fahrgästen an den drei Tagen ab, die Hoch- und Untergrundbahn und die Aboag zusammen beförderten zwei Millionen Perso en.
Großfeuer auf einem pommerschen Rittergut.
Gestern abend brach auf Schloß Paatzig (Kreis Stainmin), das dem Rittergutsbesitzer von F l e m ° m ina, dem Vorsitzenden der pommerschen Land- wirtschaftskammcr gehört. Großseuer aus. Sämtliche Feuerwehren aus der Umgebung sind an die Brandstätte abgerückt. Ueber die Ausdehnung des । Zsw.rs war noch nichts zu erfahren, da die direkte ^ernsprechleitung unterbrochen ift
Drei Sinder erstickt.
Ars B a r t e n il e i n (Ostpr.) uvrb g »meldet: Cin schwerer Unglücks fall eregnete sich auf einem Verwert bei Domnau. Eine Arbeiterfrau ließ ifjre Kinder in der Wohnung un
beaufsichtigt zurück. Während dieser Zeit fing das hinter dem Ofen liegende Holz Feuer. Als man auf den aus der Wohnung dringenden Rauch aufmerksam gemacht, die Tür gewaltsam öffnete, fand man die drei Kinder erstickt vor.
Immer wieder das Abspringen.
Aus Ludwigshafen wttro gemeldet: Gestern nachmittag sprang der verheioatete, 48 Jahre alle Wagenr.iniger Anton Rheude aus Lingenfeld in der Oläfre von Mundenheim von einem durchfahrenden Personenzug ab und wurde mehrere Wale überfahren. Er tft feilten schweren Verletzungen kurz danach erlegen.
Line Maschinenfabrik eingeäschert.
Aach einer Meldur^ aus Gletwitz wurde in B.elitz eine große Maschinenfabrik, die etwa 830 Arbeiter beschäftigt, durch Großseuer fast völlig vernichtet. Zwei Feuerwehrleute erlitten schwere Verletzungen. Der Schaden geht in die ^Millionen. Etwa 4 00 Arbeiter werden arbeitslos.
Ein Kaufmannslehrling stiehlt chemische Rezepte.
Ein Kausmannslehrling ter ch:m.scheu Fabrik in Erlau i'Dayern) eignete sich Rezepte und Muster an, die er mit emem Freunde vcrsch.ede- nen Firmen zum Preise von 53 033 bis 100 000 Mark anbot. Darunter befand sich auch eilte Filiale seiner Fauna, die feine Festnahme veranlaßte.
Von Wegelagerern überfallen.
3n der Rächt zum Dienstag wurden ein Kraftwagensührer, dessen Frau und Tochter, die in den Lauben in Johannisthal bei Berlin wohnen, auf dem Wege von Wegelagerern Überfällen. Die Wegelagerer rissen dem Wanne die Kleider vom Leibe. Als auf die Hilferufe der ileberfallenen eine Polizeistreife herbeieille, flüchteten die Räuber.
Sechs Monats verschwunden.
Der feit Mitte Juli d. I. aus Oberstein spurlos verschwundene und seit dieser Zeit auf Veranlassung feiner Verwandten polizeilich gesuchte Lehrer Paul Schuler aus Algenrodt wurde dieser Tage in Altenburg in Thüringen ermittelt.
Zwei Arbeiter Im Sand erstickt.
In Flensburg wurden bei Arbeiten in einer Sandgrube zwei Arbeiter verschüttet und getötet. Zwei andere Arbeiter, die Len Verunglückten zu Hilfe eilten, wurden ebenfalls verschüttet, konnten sich a5er mit knapper Rot selbst retten.
Bluttat eines Erwerbslosen.
In Kochel wurde der Dürgermerster Pensbergcr von tem ECjäfrtigen. schon läi- gere Zeit erwerbslosen Arbeit?r Jofrrim Eder durch einen Schuß schwer verletzt. Ein ®(?nfrar.nc- rie-HOberwachtmeister, gegen den Ed r ebenfalls eine Waffe richtete, streckte den Angreifer durch einen Schuß in drn stlnterleV nieder.
Ein Steuerhinlerziehungsprozetz.
Der Berliner Steurrspezialist Dr. Wöhler, der auf gründ einer im Jabre 1923 ausgrgebenem Steuererklärung für eine Elberfelder Großfirma vom Landgericht Elberfeld wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe von 8300 Mark verurteilt worden war, hatte gegen das Urteil Revision eingelegt. Das Reichsgericht hob das Urteil auf und verwies die Sache zurück an das Düsseldorfer Landgericht. Rach dreitägiger Verhandlung, die infolge des temperamentvollen Auftretens des Angeklagten, der wegen einer beleidigenden Aeußerung xu einer Ordnungsstrafe verurteilt wurde, an Zwischenfällen reich war, wurde Tr. Wöhler wiederum zu der von der ersten Instanz verhängten Strafe von 8000 Mark verurteilt.
Internationale Hochstapler.
Dor dem Schöffengericht Münchrn-Au hatten sich die beiden Hochstapler Darrah WalleS und M o r i s o zu verantworten, die ein Ehepaar in Chicago um mehrere tausend Dollar geschädigt hatten. Bei ihrer Verhaftung hatten sie 23030 bzw. 52 030 Reichsmark bei sich Das Gericht verurteilte die Angeklagten zu je 7 Jahren Gefängnis. Sie haben sich auch in Hamburg wegen einer dort begangenen Hochstapelei zu verantworten.
Ein deutscher Lrzdampser gescheitert.
Die Berliner Morgenblätter melden aus Oslo: Der deutsche Erzdampfer „Luise Schulze" aus Emden ist an der Mündung des Drontheim-Fjords g e - strandet. Die 42 Mann starke Besatzung konnte gerettet werden. Das 10000 Tonnen große Schiff ist dem Untergang preisgegeben.
Die Kälte In Frankreich.
Eine Funkspruchmeldung aus Paris besagt: Die Kälte hat in Paris etwas nachgelassen, hält jedoch im übrigen Frankreich unvermindert an. In Nancy sind 20 Grad, In Gre- noble 9 Grad, im Loiregebiet 11 bis 20 Grad, in Bordeaux 7 Grad unter Null. In Paris sind der Kalte gestern vier, im übrigen Frankreich elf Menschenleben zum Opfer gefallen.
Dreifacher fiinbeemorb in Paris.
In einem Müllkasten der Avenue Carnot in Paris wurden im Verlause weniger Tage drei Leichen neugeborener Kinder gesunden. Jede der Leichen war in Zeitungspapier gewickelt und fest verfchnürll
Ein Autobus In einen Flutz gestürzt.
Bei Santander (Spanien) stürzte ein vollbesetzter Autobus aus 20 Meter Höhe in einen Fluß. Alle Insassen kamen ums Leben.
Schweres Motorbootunglück.
In der Nähe von Maron (Balearen) explodierte ein Motorboot. Die 40 Insassen wurden mit furchtbarer Wucht weit ins Meer geschleudert. Sie wurden größtenteils getötet
Jamllicntragcble.
In Kirchheim (Oberösterreich) gab der Postbeamte Hundsdorfer während einer Eifersuchtsszene auf seine Frau und fein vierjähriges Söhnchen meh- rerc Rcvoloerschusse ab und durchschnitt sich dann selbst mit einem Küchenmesser die Kehle. Vater und Sohn waren sofort tot. An dem Aufkommen der schwerverletzten Frau wird gezweifelt
(kinsturzungluck währ.'r.d der C'^risimesie.
In der Stadt Zdolbunowoin Wolhynien in der Rähe von Rowno ist, einer Meldung au» Warschau zufolge, während drr Ch.'istmesse in der dortigen Orthodvrrntirchr die Decke ein- gestürzt Mehrere Personen wurden unter den Trümmern begraben Vis jetzt wurden zwei Leichen und 10 Verletzte gebargen,
Explosion eines Arttllericgeschostes.
In berllmgebung non Odessa wurden infolge Erploston eines aus her Kriegsze« stammend?r.
nur halb in der Erde steckenden Artilleriegeschosses bei einer Exerzierübung vier Rekruten getötet und 18 verletzt, darunter sechs schwer.
versuchter Eiseudahnraub.
2luf der Strecke Kelebig — Budapest versuchte ein Angehöriger einer zwanzizlöpfigen Diebesbande einem Passagier die B.-ieftaschr zu enttoenixm .wurde aber dabei ertappt. Seine Helfershelfer eilten ihm zu Hilfe. Cs entwickelte sich eine allgemeine Schlägerei. Eurer der Diebe brachte durch Ziehen der Rotbremse den Zug zum Stehen und dir Bande konnte in dem Dunkel der Rächt entkommen.
Neunsachcr Mord und Selbstmord.
Rach einer Meldung aus Reutzork er mordete in Farwell (Texas) ein Farmer offenbar auS Verzweiflung seine Frau und acht Kinder unZ) beging dann Selbstmord
Mehrere Tempel In Japan niebergebraanL
Nach einer Havasmeldung aus Osaka suw mehrere Tempel durch Feuer zerstör' worden. Die Ursache der Brände ist nicht befann:
Aus der Provinzialhauptstadt.
Dießen, den 23. Dezember 1926.
Was kann man den hungernden Vögeln geben?
Im Winter ergeht an jung und alt afT*t>ie Mahnung, die bei uns überwinternden Vögel zu füttern. Leider wird aber in vielen dieser Mahnungen über- sehen, die richtigen F u 11 e r J o r t e n für die verschiedenen Vogelarten anzugeben. Insolgedcsien füttern viele Leute die Vögel ohne richtiges Verständnis, und indem sie wohllun wollen verschulden sie unbewußt den Tod dieser Hungernden.
Es ist vielfach Sitte, Brotkrumen und Kartoffeln zu streuen: diese bekommen aber den meisten Vögelchen schlecht und verursachen oft Krankheiten und den Tod. Es eignen sich:
Für Meisen, Heinere Spechte und Finken: Son nenblumenkerne, Gurken- oder Kürbiskerne. Hanf. Nußkcrne, ungesalzener Speck, Talg, gekochtes, nur ganz schwach gefallenes frisches Fleisch.
Für Lerchen, Ammern, Finken, Zeisige: Heu- samen, Dreschabfälle, Gartensamcnabfälle, Mohnsamen, Hanfsamen.
Für Sperlinge: Heusamen, Haferabfälle, geringes (Betreibe, allerlei Samenabfälle: auch Brot und Kartoffeln.
Für Amseln, Drosseln, Stare: Weißdornfrüchte Schnee- und Vogelbeeren, getrocknete Hollunder und Heidelbeeren, Trauben von wildem Wein Hagebutten, zerschnittene Aepfel und Dirnen, gekoch tes ungesalzenes Fleisch (Roßfleisch).
Für Zaunkönige: Kleine Mehlwürmer mit ein gedrückten Köpfen, Ameisenpuppen und damtt ver- mischt etwas Mohnsamen.
Für Elstern, Raben, Dohlen, Eichelhäher: An abseits gelegenen Stellen Kadaver von Füchsen. Dachsen, Mardern, Ottern u. dgl., sowie ungenieß bar gewordene, aber ungesalzene Abfälle vom Schlachten.
Für kleine Vögel schütze man die Futterplatze mit Dornengestrüop, damit ihnen nicht die Tauben das Futetr wegfressen und damit sie gegen die Nachstellungen durch die Raubvögel und Katzen ge schützt sind.
Neue Bestimmungen über die gerichtliche Zuständigkeit.
Zur Entlastung des Justizministeriums sind jetzt folgende neuen Bestimmungen erlassen Horten: Der Land^e.ichtsp.äs de t ei.scheitet über Gesuche um Befreiung vom Ehehindernis des Ehebruchs: zuständig ist der Präsident beS Landgerichts, in dessen Tezirk der der Befreiung bedürfende geschiedene Ehegatte wohnt oder mangels Wohnsitzes in Hessen sich aushält, oder mangels solchen Au'enthalts in Hessen zuletzt gewohnt hat. Mangels hiernach begründeter Zuständigkeit ist der Landgerichtsprä i- dent in Darmstadt zur Entscheidung über das Gesuch zuständig. Der Präsident des Landgerichts entscheidet weiter über einen Antrag auf Ehelichkeitserklärung, in dcssen Tesirk der Vater den Wohnsitz oder den Au enthalt hat. Hat der Vater in Hessen weder Wohnsitz noch Aufenthalt, so entscheidet der Darrnftäd er Land- gerichtSpräsident. lieber Gesuche ura Befreiung vom Chehindernis bet Wartezeit entscheidet das Amtrge.icht, in dessen De irl die der Tc .e.ung bedürfende Frau in Hessen Wohnsitz oder Aufenthalt hat. In Ermangelung eines hiernach zuständigen heststchen Amtsgerichts ist daS Amtsgericht Darmstadt I für die Entscheidung zuständig. Heber G c s u ch e um CDcfreiung vom Aufgebot entscheidet das Amtsgerickt, in dessen Bezirk dir Eheschließung erfolgen soll. Heber Gesuche um Befreiung von den für die Annahme an Kindes statt ausgestellten Erfordernissen des § 1744 VGB. (der Anneh- mende muß das 50. Lebensjahr vollende! haben und mindestens 18 Jahre älter fein als daS Kind) entscheidet bas Amtsgericht, das in Liefern Zeitpunkt für die Bestätigung des Annahmevertrags zuständig fein wurde. Sofern hierfür kein hessisches Amtsgericht zuständig wäre, entscheidet das Amtsgericht Darmstadt I. Die zum Grund st ückSerwerb durch jurist sche Pe.so- r.en erforderliche Genehmigung e.tttlt daS Amtsgericht, in dessrn Bezirk die Grundstücke gelegen sind. Dieses - befchließt auch über eine Ermäßigung deS bezügl.chen S empels. Die ge- sehiiche Befugnis des Justi^mir.ifters, im Eiizel- falle selbst zu en.scheiden, b.e.bt unte.üjtL Uc.er Beschwerden wird im Au.sichtswege entschieden.
Wettervoraussage.
Wolkig, zettweise bedeckt, geringer Tempe^ raturanfiicg, auch nachts, durchweg trocken: mit vereinzelten Riederschlägen in Form von Schnee ist zu rechnen.
Gestrige Tagrstrmperctturen: Maximum mi mrS 52, Minimum minus 1,5 Grad Celsius Heutige Morgen! emperatur: minus 8,6 G.-ad Cell
Bornotizen.
— Tageskalender für Dienstag. Stadttheaier: 7.15 Uhr, „Der lieic Augustin" (E. oc gegen 10 Uhr). — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „®aUettmäbels*. — Astoria-Lichtspielc: „Zigeuner nebe".
Gietzcuer DZocheLorarkLprciie.
Vs kosteten auf dem heutigen Woc:enn:arll. Das Pfun> Bittlcn- 160 bi4, 180 Mette 3 . .V
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