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über bas 'Wer* :aufe & Co. und m Tiehen wird iq der Lchiuh- ben. M32C oember 1926. zgeritl. _ lchllG er M B wurde jthen Lreditbank 's eingetragen: 7*'S inber 1926.

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Hr. 2Z8 viertes Blatt

Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

Die Ansicht, daß es mit der Hausse- Bewegung, die monatelang angedauert hat, Zunächst v o r b e i ist. ersaht immer weitere Kreise, anb die Folge ist größte Zurückhaltung and Verkleinerung der Engagements. Da somit neue Käuferschichten sehlen, i?nnen die Verläufe nur auf ermäßigtem «rursniveau durchgeführt werden. 3mmer* ** . beioinOcrt die außerordentlich flüssige Geldlage Angstverläuse und Kursstürze. Die ^Be­strebungen, die Hausse wieder auffadern 3^ lalfcn, indem ganz bestimmte Pap.ere in drn Vorde^- grund gezogen wurden, hatten nur geringen Er­folg. und die Bewegungen biteben auf diese Werte beschränkt. So setzte man vorübergehend Schuckert herauf, wobei Gerüchte verbreitet wur­den baß die beiden durch Interessengemeinschaft verbundenen Gesellschaften Schuckert und Siemens Ä Halske eine Verschmelzung vorzunehmen beab­sichtigen was aber schon wiederholt dementiert worden 'ist. Auch der Versuch, vom Markte der Sprit-Vier-Werte aus eine Hausse anzufachen, blieb erfolglos. Gerüchte über auhergewohnlich hohe Dividenden dieser Gesellschaften ziehen nicht mehr. 3n den letzten Tagen wagte sich die Baisse-Spekulation stärker hervor, wenn auch gewitzigt durch die Erfahrungen der letzten Wochen, die Tendenz besteht, vorderkaufte Werte schnell wieder einzudecken. Die Spekulation wendet sich neuerdings wieder mehr festverzins­lichen Werte n zu tmd in erster Linie niedri­ger verzinslichen Pfandbriefen. Den An- stoh zu dieser Bewegung gab die Meldung, daß die Reichsbank der Konvertierung der 10- prozentigen Pfandbriefe anstrebe. Diese_ Absicht hat der Reichsbankpräsident in seiner kürzlichen Vernehmung vor dem En guele-Aus schuh auch bestätigt. Da die Folge eine allgemeine Ermäßi- (mng des langfristigen KreditzinssuheS sein würde, lieht man in den niedriger verzinslichen Pfand­briefen gewisse Chancen. Die G e s ch ä f t S st i l l e auf den Aktienmärkten ist naturgemaf) geeignet, eine derartige Bewegung zu unter- stützen. Die Bör-se hat sich wieder einmal mit der Frage der Aufhebung der Medio-Liqui­dation beschäftigt. Sin entsprechender Antrag ist aber im Börsenvorstand abgelehnt worden. Man begründet diese Ablehnung mit der man­gelnden Sicherheit. Tas Gros der an der Börse ?nlereffierten ist der Ueberzeugung, dah b;e Medio-Liquidation überflüssig ist und nur äln- ruhe in den Marft bringt. Wenn mit dem Fallen­lassen der Medioschiebung sich eine Erhöhung der Sicherheiten notwendig macht, so wäre dies kein Fehler, denn es bot den Anschein, als wenn die Banken ihrer Kundschaft gegenüber in bezug auf Sicherheitsleistung recht weitherzig sind und da­durch weite Kreise zu Terminspekulationen ver­anlassen. Die Folge ist, dah die Werte am Ter­minmarkt seit Beginn des Jahres nahezu doppelt so stark gestiegen sind wie die Kassawerte, eine Dissonanz, deren Ausgleich auf die Dauer nicht ausbleibcn kann.

Am Geldmarkt bleibt die Situation un­verändert leicht. Der kommende Ultimo macht sich bisher noch tn keiner Weise bemerkbar. Aach den Ausführungen des Aeichsbankpräsidenten schien die Reichsbank tatsächlich ins Auge ge­faxt zu haben, den Reichsbantdiskont nach Beginn des neuen Jahres weiter zu ermäßigen. 3m übrigen geht auS dem oben Gesagten hervor, dah es jetzt das Bestreben der Reichsbank ist. den Zinsfuß für langfristige Kredite zu drücken und somit die grohe Spanne zwi­lchen den Zinssätzen für kurzfristige und lang­fristige Gelder zu verringern. 3m 3ntereffc der Gesamtwirtschaft kann man diese Bestrebungen nur begrüben. Auch das Tempo in der Heran­ziehung von Auslandanleihen dürfte sich hier­durch ermäßigen, und man wird alsdann wohl wieder mehr sich zur Befriedigung von Geld­bedürfnissen an den 3nlandmarkt wenden.

Damag-Meguin A. - D.. Berlin. Die Gesellschaft schlicht, wie bereits mitgeteilt, das Geschäftsjahr 1925/26 mit einem Rohver- bienft von 1753 006 (2 801 686) Rm. und nach Berücksichtigung der Verwaltungskosten einschl. Steuern und Zinsen von 1 868 542 (1715 911) Rm.. sowie der Abschreibungen von 759 998 (1055 465) Rm. mit einem Verlust von 875 476 Rm.. der sich durch den Gewinnvortrag auf 845 166 Rm. (30 309 Rm. Gewinn i. V.) ermäßigt und vorgetragen werden soll. Das schlechte Er­gebnis wird mit den Umstellungskosten sowie dem unbefriedigenden Geschäftsgang begründet. Die Gesellschaft arbeitet mit 16 Mill. Rm. Aktien­kapital und 2,6 Mill. Rm. Reserven. Der Bericht weist daraus hin, dah die Verhältnisse im neuen Fahr wesentlich gebessert feien. Aach der Durch­süßung der gefeinten Organisationsumstellung sei mit einer wesentlichen Verringerung der laufenden Unkosten zu rechnen. 3m Berichtsjahre ging der Beschäftigungsgrad auf einen ungewöhnlichen Tiefstand zurück.

** Großer (Erfolg der Holland-An­leihe der Peters Union A.-G. Die am Mitt­woch in Amsterdam aufgelegte Obligationenanleihe der Peters Union A.-G. in tfranffurt a. M. wurde derartig überzeichnet, daß Zeichner, von weniger als 10 000 Gulden überhaupt nicht berücksichtigt werden konnten, während Zeichner über 20 000 Gulden nur bis zu 5 Prozent des gezeichneten Betrages zugeteilt erhielten.

* Z u den italienischen Ein - und Aus­fuhrverboten. Wie dem DHD. aus Mailand gemeldet wird, werden die neuesten Ausführungs- beffimmungen über die italienischen Aus- und Ein­fuhrverbote nicht angewendet gegenüber solchen Staaten, mit denen Handelsverträge ober besondere Abmachungen bestehen. Aus Deutschland können alle Waren ohne Einfuhrerlaubnis eingeführt werden mit Ausnahme von Weinen, frischen Trauben, Schwefel und Filmen.

Gießener Anzeiger (Generai-Anzeiger für Oberhessen)

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Banknoten.

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Liner Börse.

Berlin, 27. Nov. Die Wochenschlußbörse zeigte nach den starken Schwankungen der letzten Tage eine f e st e r e Haltung. Deckungen der Baissespekulation gaben dem Effektenmarkt im Ver­ein mit einer gewissen Materialknappheit und der Ausführung kleiner Kaufaufträge eine ziemliche Widerstandsfähigkeit. An den Termin­märkten betrugen die Erholungen bei Beginn des amtlichen Verkehrs im allgemeinen etwa 3 Prozent, vereinzelt bei besonderen Werten auch 4 bis 6 Pro- zent. In verschiedenen Fällen erschienen an den Maklertafeln wieder Pluszeichen. Während der ersten Stunde wurde das Geschäft wieder ruhiger und etwas unsicher, doch setzten neue Käufe ein, als die Auslassungen des Konjunkturinstituts bekannt wurden, in dessen neuem Heft, das soeben erschienen ist, festgestellt wird, daß die Äonjunfiurlage

in Deutschland am Beginn eines Aus. schwunges steht. Das Publikuni war zu klei­neren Käufen geneigt und zeigte besonderes Inter- esse für Goldpmndbriefe und Goldanleihen, deren Kurse jicue Befestigungen erfuhren. Auch heimi­sche S t a a t s r e n i e ii und Auslandrenten erholten sich. Dem Ultimo sieht man ohne Besorg­nisse entgegen, da die G.eldoersorgung der Vörie weiter reichlich ist und die Anspannung der Geld­sätze nur auf das Bestreben der Geldgeber zurück­zuführen ist, wenigstens zum Monatsende höhere Erträge zu erzielen. Tagesgeld hörie man mit 5 bis 6,5 Prozent, Geld für einige Tage über den Ultimo, und Monatsgeld stellte sich wesentlich höher. 3m Devisenverkehr zeigte der Dollar eine schwö- chere Haltung und gab gegen das Pfund auf 4,8550 und die Reichsmark auf 4,2085 nach. Paris war unter Schwankungen eher mäßig niedriger mit 135,12 gegen London. Mailand kaum verändert.

Krankfurtcr Börse.

Frankfurt a. M.. 27. Roo. Tendenz: Befestigt, aber uneinheitlich. Die Börse war zum Wochenende zuversichtlich gestimmt, nach­dem der Abbau der Hausse-Engage­ments als überwunden gelten kann. Die Unternehmungslust trat etwas schärfer hervor, zumal sich auf ein'gcn Gebieten Deckungsbedürf­nis bemerkbar machte. Auch der Eingang von Privatkaufaufträgen brachte einen frischeren Zug in das Geschäft. Die Teiiden; war aber anfangs unsicher: neben toeiteren Kursbesserungen (teilten sich auch neue Rückgänge ein, die jedoch 1 Proz. kaum überschritten. 3. G. - Farben verkehrten schwankend, vorbörslich war der Kurs um 3 Proz. befestigt, die amtliche Aotiz wurde aber niedriger mit 321,75 Proz. festgesetzt. Montanaktien wiesen größere Unregelmäßigkeit in der Kurs- geftaltung auf. Hoher wurden: Bochumer plus 0,25, Deutsch-Lux plus 1, Mansselder plus 1,12, Oberbedars plus 1,75. Riebeck plus 2 Proz., Phönix plus 0,5 Prvz. Dagegen waren schwächer: Gelsenkirchen minus 0,25 Proz.. Mannesmann und Stahlverein je minus 0,5 Pro- . zent, Rheinstahl minus 1 Prozent, 2kheinifchc Braunkohle minus 2,5 Prozent, Harpener minus 0,75 Prozent. Von Kaliwerten gingen Westeregeln 1 Prozent zurück. Am Chemie- mar k t galen Goldschmidt und Holzverkohlung je 0,5 Prozent nach, während Scheideanstalt 1 Prozent höher wurden. Elektroaktien waren überwiegend befestigt. Bergmann plus 2,5 Prozent, Licht und Kraft plus 1,25 Prozent, Felten plus 4,5 Prozent, Lahmeyer plus 0,5 Prozent, AEG. plus 1 Prozent, Schuckert konn­ten sich Inabb behaupten. Bankaktien bröckel­ten überwiegend ab. Commerz und Deutsche je minus 1 Prozent. Divconto minus 0,5 Prozent. Dresdner. Metall- uni) Reichsbank konnten sich mäßig iejeftigen. Echiffahrtsaktien ga­ben 1 bis 2 Prozent nach. Schantung befestigt plus 1.25 Prozent. Motorenaktien erziel­ten neue Besserungen. Kley er plus 1,5 Prozent, Daimler plus 0,5 Prozent, aber ASäl. nnnus 1 Proz. Don Zellstoffaktien wurden Aschaffen­burger 1 Prozent hoher, während Waldhof 1,25 Prozent verloren. Zuckeraktien waren überwiegend gut befestigt, besonders Badischer plus 3 Prozent, Heilbronn und Rheingau je plus 2 Prozent, Offstein plus 1 Prozent, Stutt­gart plus 3,25 Prozent, nur Frankenthal minus 0,5 Prozent. O e l a f t i e n befestigt. Baustoff­alt i e n strebten nach oben. Zement Heidelberg plus 1,5 Prozent, Holzmann plus 4 Prozent. Don sonstigen 3ndustriewerten waren Hansa- Lloyd kräftig gebessert plus 6 Prozent. Deut­sche Anleihen wurden lebhaft umgeseht, die Kurse waren aber kaum verändert. Don aus­ländischen Renten behielten Türken ihre feste Haltung bei. Der Freiverkehr hatte lustloses Geschäft. Growag 60 Prozent, Frank­furter Handel 89, Rastatter Waggon 114. Benz 104,5 Prozent. 3m weiteren Verlaufe blieb die zuversichtlichere Stimmung bestehen. 3. G. Farben konnten sich auf 323,25 Prozent bessern. Das Geschäft blieb klein. Am Geldmarkt hält die Aachfrage für kurzfristige Mittel an. Tagesgeld 5 bis 6 Prozent, Monatsgeld 5,5 bis 7 Prozent, Privaloiskonten 4,5 Prozent, 3ndustrieakzepte 4,83 bis 5 Prozent. 3m Devisenverkehr behauptete der französische Franken gegen Lon­don feine feste Haltung mit 133. Mailand 115 gegen das Pfund. Aeuyork schwächte sich ab, und zwar horte man London-Kabel mit 4,85*/lc. die Reichsmark gegen Kabel mit 4,21.

Berliner Produktenbörse.

Berlin 26. Aov. Der Berliner Getreide­markt stand auch heute mittag im Zeichen ziemlich ruhiger Geschäftstätigkit. Die kanadischen und argentinischen festeren Terminmeldungen übten keinen allzu großen Einfluß, da das 3nland ver­hältnismäßig viel Weizen an biet et aber wenig Aufnahmeneigung vorfindet. 3m Zeitgeschäft konnten sich daher die Preise zu Beginn nur behaupten. Roggen wurde mittags durchweg be­festigt. da die gestern abend und auch noch heute vormittag auf das Aiveau stark drückenden 3n- landsangebote plötzlich aufhorten, ebenfalls war dies der Grund, weshalb die Preise im Zeit­geschäft 0,50 Mark, für Mais sogar 1 Mark über gestrigen Schluß erhöht wurden. Gerste in den Preisen weiter nachgebend. Hafer behauptet, Mehl still, nur vereinzelt Roggenmehl zu nach­giebigeren Forderungen Umsatz. Futterstoffe ver­nachlässigt. Es wurden notiert per 1000 Kilo: Weizen, märt., 274 bis 277: Roggen, märt., 223 bis 234; Sommergerste 215 bis 245; Wintergerste 190 bis 203; Mais (loko Berlin) 195 bis 199; per 100 Kilo: Weizenmehl 35,75 bis 38,75; Roggenmehl 32,75 bis 34,50; Weizenkleie 12,25; Roggenkleie 12 bis 12,25; Diktoriaerbsen 57 bis 61; kleine Speiseerbsen 32 bis 35; Futtererbsen 21 bis 24; Peluschken 20 bis 22; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 23 bis 25: Lupinen (blau) 14 bis 15; Lupinen (gelb) 14,50 bis 15,50: Serra­delle (neu) 21,50 bis 23,50.

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Die sparsame Hausfrau verwendet MAGGI3 Würze,

denn sie weiß, daß es nur weniger Tropfen bedarf, um dünnen Suppen, Fleischbrühe, Gemüsen und Soßen sofort einen kräftigen Wohlgeschmack zu geben. Vorteilhaftester Bezug In großen, plombierten Originalflaschen zu RM 6.50.

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Samstag, 2 k, November (926

Erweitertes Schöffengericht Wetzlar. Q WchIar. 26. Aov. Unter der Anklage des Straßenraubs saß ein QKci>gcrgckllc aus Weylar auf der Anklagebank. ®et An­geklagte. der schon mehrfach, darunter auch ein­mal wegen des gleichen Deliktes, vorbestraft ist, war geständig, am 11. Septbr nachts in Weylar einen Ingenieur, der sich auf dem Heimweg« befand, überfallen, mißhandelt und ibn seiner Geldbörse beraubt zu haben. Das Gericht er­kannte auf die höchst zulästige Strafe von f ü n r 3ahrenZuchthaus

6in Arbeiter aus Herborn wurde aufl der Untersuchungshaft vorgeführt. Er war an» geklagt, im April und Mai zwei auf der Straße bzw. in einem Hausgang unbeaufsicht gl stehend« Fahrräder entwendet zu haben. Er gab den Diebstahl zu, ebenso das gestohlene Gut veräußert zu haben, verweigert jedoch hierüber nähere Angaben. Das Urteil lautete auf funk Monate Gefängnis.

Büchertisch.

Der Hund, unabhängige Zeitschrift für praktische und wissenschaftliche Knnologie. Verlag Gersbach & Sohn, Berlin W 35. 3m Heft 21 ver­breitet sich E. v. Otto üoerKlima, Größen- zunahme. Wachstumszeit, Frühreife". Von »LönS, dem Jäger" plaudert 3oh. Schräpel, denStreit um den Riesenschnauzer" nimmt 3. Berta auf. der wie kein anderer berufen ist, die Ansprüche Belgiens auf diese reindeutsch: Rasse zurückzu­weisen. Der bildliche Teil macht durch die Wieder­gabe vorbildlicher Rafsevertreter einen guten Eindruck

Goethe und daS Handwerk. Sein Verhältnis zum werktätigen Volk und zur hand­werklich-künstlerischen Erziehung. Don Schulrat K. Muthesius. 168 Seiten mit 7 Tafeln. 3n Leinenband 5,40 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. ES ist stets ein beglückendes Gefühl, Goethes Lebensreichtum, diese einzigartige Er­scheinung in der deutschen Geistesgrsch'.chte, von einer neuen Seite kennenzulernen. Auch das vor­liegende Werk ist ein erneutes Zeugnis für die beispiellose Aufnahmefähigkeit und das unersätt­liche Bedürfnis Goethes. Welt und Leben in sich einzusaugen, für seine eigene Bildung fruchtbar zu machen und durch ein fast unbegrenztes schöpferi­sches Gestaltungsvermögen Bildungsgut in Fülle auszuschütten. Unter dem werktätigen Volk. daS für Goethe während seines Iang:n Geben« eine unausschopfliche Quelle der Beobachtung und An­regung war, stand ihm der Handwerker am näch-- Jten, wohl weil ihm selbst die technische Begabung 'angeboren war. Die Handwekkerbild ng wird ihm zu einem wichtigen pädagogischen Problem, wo­bei die engen Beziehungen des ^mdwerks zur Kunst für ihn grundlegend sind. Er sieht im Hand­werk die Verwirklichung innerer, rem mensch­licher Weifte. Der ganze reiche pädagogische Ideengehalt von Wilhelm Meisters Wander­jahren wird in dem vorliegenden Werk ausge- schöpft. Damit aber greift die Arbeit unmittelbar in die Erziehungsprobleme unserer Tage. Denn man beginnt immer mehr zu erkennen, daß e« gilt, aus den Experimenten und all dem Tasten der letzten 3ahre wieder herauszukommen und die Eigenschaften im Kinde zu wecken, die das Hand­werk vorausseht: solides Können, Gemeinschaft­lichkeit, Arbeitsfreude. 746

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