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7 durch Zufall Druck, chen deutschen Leber- n Testament- aut >rrt gesunben, die alt >ten der Mischen Ur- »aren. E« handelt sich uv ßulaäetxmgelhim. Unter Eoangelienübersetzung«, Fragment die älteste dar. Aeberlehung m Kloster

nach hrlsingsorS bmsa. Eche Fakultät der Uni* 1t beschlossen, dm 6enat ellorS der physiologisch« M Würzburg. 3(fcr- rs vvrzuschlagrn.

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SpaMeryeiwng ist eine infamen nach bän Stand ten, vckche ben ffitfafle- bet Ievölkerung Mng errechnet tzier- Mgrn in den eiMinm duv° und ÄyarWeE rhner in: Ostmark: 13,09, Mrg 21R, Berlin 13,16 i-AnM 17,18, Hannover nz 35,87, Westfalen 35,61, 223, Hesfen-Darni- 02, Sachsen 12,19, Äayem 22,6<, Äeichsdurchlchaitt lehr än erster Stelle da« ib mit 35,87 Mar . £1. Hannover mit 30,1/. 25,04 und Baden mit

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Aus der Provinzialhauptstadt.

Dieben, den 23. Januar 1926.

Das junge Mädchen im Haushalt

Heutzutage sind selbst Familien mit umfang- reichem Haushalte und gutem Einkommen nicht immer in der Lage, sich ein Dienstmädchen zu halten. Da muh dann die Tochter des Hauses, sofern sie nicht berufstätig ift, mit einspringen. Sie wird es meist wohl gern tun, denn iljt muh daran liegen, sich möglichst viel von den Kenntnissen anzueignen, die sie selbst einmal in der Ehe dringend notwendig haben wird. Der Mutter andererseits muh eS Freude machen, eine gelehrige Schülerin zu haben, der sie ihr in langen Jahren erworbenes hauswirtschaftliches Wissen beibringen kann.

Leider beruht das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter aber nicht immer auf dieser selbstverständlichen Dasis. Das Töchterlein hat oft wenig Lust, sich mit den groben Dingen öcii Hausarbeit abzugeben, es fühlt sich zumDienst­bolzen" zu schade und glaubt seiner Würde etwas zu vergeben, wenn es kräftig mit zugreift. Da» ist durchaus verkehrt. Arbeit schändet nicht, und vom Lernen ist noch niemand dumm ge­worden. Es muh der Tochter eine Ehrenpflicht sein, die Mutter, die mit dem Töchterlein, als es noch klein war, so viel besondere Sorgen und Mühen gehabt hat, jetzt ein wenig zu entlasten.

Die Mutter ihrerseits macht oft den Fehler, der arbeitswilligen Tochter die Luft an der Mit­arbeit im Haushalt durch allerlei Nörgeleien zu verleiden. Sie möge bedenken, daß die Tochter gerade in hauswirtschaftlichen Dingen ja noch eine Lernende ist, und daß Fehler dazu da sind, das; man daraus lernt. Sie glaube nicht, das; der Tochter, die ja eine Anfängerin in der Haus­wirtschaft ist, alle Zusammenhänge so klar sind wie einem Menschen, der sich seit Jahren haus- wirtschaftlich betätigt. Liebevolle Aufklärung und eingehende Besprechung der einzelnen hauswirt- schaftlichen Fragen tun hier mehr als grobe Worte und einschüchternbes Äommanbiercn.

Verstehen Mutter wie Tochter solche Fehler zu vermeiden und Hand in Hand miteinander im Haushalt zu wirken, dann werden sie. wie alle Familienmitglieder, reichlichen Segen von der gemeinsamen Hausarbeit haben.

Bornotizen.

Tageskalender für Samstag. Bortragssaol der Buchhandlung Keißncr: 8.15 Uhr 2. Lönsabend. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Luxusweibchen". Astoria-Lichtspiele:Das Rät­sel der Karo-Acht". Palast-Lichtspiele:Unter Perlenfischern auf Hawaii".

Tageskalender für Sonntag: Stadttheater: 7 UhrWiener Blut" (Ende gegen 10 Uhr). Gießener Konzertverein: 5 Uhr Neue Aula der Universität, Konzert Grete Stück- gold. Matthäusgemeinde: 8 Uhr: Stadtkirche Lichtbildervortrag. Saal der Stadtmisfion: stachm. 5 Uhr (für Kinder) und abends 8 Uhr (für Erwachsene) MissionS-Lichtbildervortrag. Goethe-Bund: 8'/< Uhr Kaufmännisches Dereins- haus Vortragsabend:Heitere Dichtungen". Vortragssaal der Buchhandlung Keißner: Dorm. 11 Uhr LönSfeirr. Palast-Lichtspiele: Vorm. IOV2 Uhr und 121/- Uhr:Henry Ford und seine Riesenbetriebe im Film". Lichtspielhäuser wie Samstag.

-7- AuS dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Auf die Aufführung von Wiener Blut" am morgigen Sonntag sei ganz besonders hingewiesen. Diese Operette von Johann Strauß besitzt eine entzückende Melodien­fülle. Die Aufführung selbst mit verschiedenen ersten Gästen darf als eine der besten Operetten­vorsiellungen dieses Winters gelten.

Gemeindeabend derMatthäus- gemeinde. QUan schreibt uns: Am morgigen Sonntag, 23. Januar, abends 8 Uhr, hält in der S t a d t k i r ch e Missionsprediger L a u k - Frank­furt a. M. einen Lichtbildervortrag überChimi". Das Interesse an China und seinem geistigen Leben ist in stetem Wachsen begriffen. Am Dienstag sprach der Freiburger Professor Grosse über chinesische Kunst in der hiesigen Aula. Missionsprediger Laut hat lange in China gearbeitet und spricht aus intimster Kennt­nis der Verhältnisse. Die Lichtbilder sind sorg­fältig ausgewählt. Der Abend verspricht wert­volle neue Eindrücke zu vermitteln. Eintritt ift

frei. Jedermann ift herzlich willkommen. (Siehe gestrige Anzeige.)

I m Goethe-Bund wird am Sonntag­abend Herr Hergenrother heitere Dichtungen in oberhessischcr Mundart oortragen. Gäste will­kommen. (Siehe Anzeige.)

Fords Riesenbetrieb im F i l m. Am morgigen Sonntag, vormittags IOV3 und 12z\ Uhr. wird in den Palast-Lichtspielen der Wertfilm der Ford-Werke vorgcsührt. Fords Riefenwerkstätten umfassen bekanntlich die größte Automobil-Fabrik, die größte Holz-Destillerie, überhaupt die größten Produktionsanlagen der Welt, sie sind auch die technisch vollkommensten. Der Film läßt diesen ganzen Kreislauf mit­erleben. Man sieht, wie die werdenden Wagen serienweise von der Herstellung des ersten Rahmen-Skelettes stets auf Kett en bändern durch die ganze Werkstatt wandern, wobei sie langsam an den Arbeitern vorüberziehen und sich schrittweise vervollständigen (Gmppen-Fabrika­tion): bis zur Erreichung des Startbrettes, von wo sie gleich zur ersten Probefahrt ausrollen. Dieser ganze Prozeß dauert von der- Herstellung der ersten Achse vis zum fertig lackierten Vier­sitzer bei Ford heute nur noch 48 Stunden, bei einer Produktion von ca. 7500 Autos an einem einzigen Tage und von ca. 2 Millionen Stück im Jahre! Der Film enthüllt daS Geheimnis dieser Massenproduktion und zeigt, wie das 5tettenbant> alle 5 Sekunden ein fertiges Auto auswirst. Er wird vorgeführt und erläutert von Dr. Kurt H. B u s s e - Hannover. Rähere« ist im Inseraten­teil unserer Donnerstag-Ausgabe ersichtlich.

Zur Do rs ührung der Loheland­schule am 25. Januar, abends 8 Uhr. im Katb. Dereinshaus wird uns geschrieben: Die Schule Loheland gibt in diesem Winter durch gym- naslische Vorführungen weiteren Kreisen Einblick in die Arbeitsweise. Die Gymnastik Lohelands leistet Erziehungsarbeit durch Körperbildung. Aufgebaut auf lebendiger Anschauung deS mensch­lichen Körpers sucht sie durch Vertiefung in das Wesen der Bewegung den Sinn zu wecken für den organischen Ablauf aller Bewegung, und aus der Erkenntnis ihrer Gesetzmäßigkeit die Fähig­keit zu entwickeln, die eignen Bewegungen frei in ihren Zusammenhang einzugliedern.

* Wiederbelebung der Bauwiri­sch a f t durch steuerliche Begünstiflun- g en. Der hessische Finanzminister hat bestimmt: Wohnungsneubauten, die im Kalenderjahr 1926 begonnen werden, bleiben für das zur Zeit der, Fertigstellung laufende und für die nächstfolgen­den fünf Rechnungsjahre auf Antrag grund- steuerfrei: entsprecheirdeS gilt für den verhältnis­mäßigen Teil der Grundsteuer von solchen Reu­bauten, dje nur zum Teil Wohnzwecken dielten. Die Heranziehung deS Hofreitegrundes zur Grundsteuer bleibt unbenihr-t. Gin Bau gilt in diesem Sinne als begonnen, wenn mit der Aus­führung des Mauerwerkes begonnen wurde. Die Finanzämter sind ersucht worden, hiernach zu ver­fahren, und weiterhin ermächtigt worden, die Steuerbefreiungen, die auf Grund früherer AuL- schreiben bisher nur für kürzere Zeit bewilligt werden konnten, auf Antrag ebenfalls bis »um Ablauf des 5. auf die Fertigstellung folgen­den Rechnungsjahres auSzudehnen.

** Bevorstehender Ablauf der An­meldefrist für die Aufwertung der N e i ch s a n l e i h e. Die Frist für die Anmeldung zum Umtausch der Reichsanleihen und der vom Reich übernommenen Länderanleihen alten Besitzes und für die Anträge der Anleihealtbesitzer auf Ge­währung der Altbesitzrechte läuft am 2 8. F e b r u a r d. 2. ab. Die Anträge und Anmeldungen sind bet Banken, Sparkassen und Genossenschaften cinzu- rcichen. Eine glatte Erledigung der Anmeldungen und Anträge ist nur möglich, wenn die Ein­reichung nicht auf die letzten Tage der Frist hlnaus- geschoben wird. Nach Ablauf der Frist werden die nicht angemeldeten Anleihen alten Besitzes wertlos. Anleihealtbesitzer mit einem Einkommen bis zu 1500 Reichsmark, die Altbesitzanleihen von insgesamt we­niger als 1000 Reichsmark haben, erhalten eine Bar- abfindung. Eine Frist für Anträge auf Barabfin- dnng läuft noch nicht. Die näheren Vorschriften über die Stellung der Anträge auf Barabsindung werden erst in einigen Wochen erlassen.

* Gefechtsschießen unserer Gar­nison. Das l.Batl. 15. Inf.-RgtS. hält in der Zeit vom 22. bis 30. Januar ausgenommen den 24. Januar ein Gefechtsschießen im Ge­lände zwischen Alten-Duseck und Großen-Duseck, nördlich der Straßen Alten-BuseckGroßen-Bu- fed ab. DaS Schießen findet statt jeweils von

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vormittags 9 bis ttachmittags 4 älhr. Das ge­fährdete Gebiet erstreckt sich von der Straße Alten-DuseckGroßen-Buseck cttixi 21/s Kilo­meter nach Borden und wird während des Schie­ßens von her Truppe abgesperrt toerben. Den Anweisungen der Absperrnngspoiten ist Folge zu leisten. Schußrichtung von Südwesten (Distrikt Leimeukaute) nach 'Aordoslen. Die Straße Allen- BuseckGrvßen-Buseck kamt während des Schie­ßens benutzt werden, doch ist ein Betreten des abgesperrten Geländes nördlich her Straße ver­boten.

** Karneval und 23 e r g n ü g u n g 3 [teuer. Das Kreisamt Gießen veröffentlicht im neuesten Atnicoerkündigungsblati die nachstehende Bekanntmachung an die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises:Angesichts der Rot der Zeit und im Hinblick auf die wachsende roirt- schastlche Bedrängnis weitester Bevölkernngskreise sind für die bevorstehende Faftnachtszeit karnevali- stijche Veranstaltungen nur in beschränktem Maße zu gelassen worden. Es bedarf deshalb keiner weite­ren Ausführung, daß derartige Beranstalkungen in der heutigen Zeit besondes scharf zur Vergnügungs­steuer herangezogen werden müssen. Wir empfehlen daher allen Gemeinden, in denen dies noch nicht geschehen ist. bei karnevalistischen Veranstalt langen und Kostümfesten eine erhöhte Vergnü­gungssteuer sestzusetzen. Es dünste angebracht sein, dem Gemeinderat etwa das Zehnfache der gemahn- lichen Vergnügungssteuersätze für karnevalistische Veranstaltungen zur Genehmigung vorzuschlagen. Falls eine erhöhte Steuer beschlossen werden sollte, sehen wir der Vorlage des betreffenden Gemeinde­ratsbeschlusses entgegen."

Auswärtige AmtStage des K r e i s a m t S Gießen finden im ersten Halb­jahr 1926 wie folgt statt: 1. in Grün berg jeweils am letzten Freitag der Monatc; Januar (29.), März (26.), und Mai (28.), vormittags 91,4 bis 1 41hr, int Rathaus: 2. in Hungen jeweils am letzten Montag der Monate Februar (22.), April (26.) und Juni (28.), vormittags 9l/z bis 1 Uhr im Rathaus. Anliegen der Kreis- eingesessenen aus heu AmtsgerichtSbezirken Grün­berg, Homberg und Lau buch fönnen an den AmtS- tagen in Grünberg, solche der Kreiseingesesseneir aus den Amtsgerichtsbezirken Hungen, Cid) und Aidda an den Ämtslagen in Hungen vorgebracht werden.

* * A n gesch 0 s s e n. Gestern abend gegen 7 Uhr schoß ein IZjähriger Schüler in der Schloß. gaffe dahier mit einem Tesching und traf hierbei ein Mädchen mit der Kugel in die linke Schulter, wo das Gesclioß fterfenblicb. Die Verletzte wurde durch die Freiwillige Sanitätskolonne nach der Klinik gebracht.

** Garderobedieb stahl. Gestern rourben von dem Flur des Chemischen Laboratoriums in der Ludwigstraße nachstehend beschriebenen Mäntel gestohlen: Ein neuer graubrauner Herrennlster mit schrägen Taschen, hinten mit Gürtel versehen, im Werte von 120 Mark: ein brauner Damen-Plüsch- mante!, mit bunter Seide gefüttert, unten etwas umgenäht, im Werte von 150 Mark. Vor Ankauf wird gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen über den Verbleib der Mäntel nimmt die strtmmalpoliqei Gießen entgegen.

** Hessischer Philologenverein. Matt schreibt uns: In den Osterferien, am 15. und 16. April d. I., findet in Gießen die dies­jährige Hauptversammlimg des Hefsischen Philo- logenvereiiis, her sämtliche akademisch gebildeten Lehrer Hessens umfaßt, statt. Die Vorarbeiten der Ortsgruppe Gießen für diese Tagung sind bereits im vollen Gange, so daß zu erwarten ist. daß zahlreiche Berussgenossen diese Gelegen­heit benutzen werden, trotz her Schwere der Zeit ihre alte Musenstadt aufzusuchen, alte Erinnerun­gen aufzufrischen und gleichzeitig die Interessen ihres Standes und Berufes in Gemeinschaft mit den Amtsgenossen zum Ausdruck zu bringen und neue Anregungen mit nach Hause zu nehmen.

Evangelischer Bund. Der hiesige Zweigveretn des Evangelifch?n Bundes veranstal­tete gestern abend in x Stadtkirchr einen Fa­milienabend, der trotz der schneidendeil Luft, die durch die Straßen ging, gut besucht war. Profes­sor Weichelt aus Marburg rezitierte Konrad Ferdinand Meyers DichtungHuttens letzte Tage". Man kann dieses Werk als die reifste Schöpfung des deutsch-schweizerischen Dichters, dessen 100. Geburtstag man Im vorigen Jahre gefeiert hat, anfehen. Humanismus und Re­formation läßt der Dichter hier in klangvollen, sein abgerundeten Zweizeilern vor uns hintre- ten, indem er auSmalk, wie hem kranken Hutten, der auf der Insel -Ufnau im Züricher Äee ein

Asyl gesunden bat, vor seinem Tode seine wich­tigsten Erlebnisse im Gedächtnisse borübcrglclten. Erstaunlich war, daß her Vortragende die ganze Dichtung mit geringen Auslassungen frei aus dem Gedächtnis rezitierte. Lehrer Heinrich ß i in 0 n trug durch meisterhaft vollendetes Or­gelspiel, Fräulein Ida Stammler duich feelenvollen Gesang zur Ausgestaltung deS Abcirds bei.

F r e l wi r t s ch a s 1 s b u n d lieber das Thema ^Reichsbankpräfldent Dr. Schacht, der Urheber der vermehrten Arbeitslosigkeit und Teuerung" sprach der Vorsitzende deS Freiwirt- schastsbundeS, Fi. B a r t e l S , am Dienstagabend im Saalbau Salier vor einer gut besuchten Ver­sammlung. Raclchem am E.ngang feines Vor­trages der Redner betont hatte, daß bisher keine Regierung etwas zur Hebung der wirtschaftlichen Rot getan, ging er darauf mit der Reichsbank scharf ins 0>erlcht, die schon unter Havenstein vielen gerissenen Volksgenossen Vorteile verschafft habe. Stinnes und andere hätten die Konjunktur ausgenutzt, und Schacht habe bctmiflt Krise und Arbeitslosigkeit veranlaßt. Von den 800 Millio­nen, die Amerika als Darlehen an Deutschland gab, seien 400 Millionen in die Keller her Reichsbank gewandelt, die anderen 400 Millionen für Reparationszahlungen verwendet, der Volks­wirtschaft aber lein Pfennig zugeführt worden Zwei Milliarden Mark habe das deutsche Volk zu viel an Steuern gezahlt, diese Tatsache sei ge­eignet, im ehemals feindlichen Auslande hie Sanktionsbegierde zu steigern. Wir hätten In Deutschland nicht zwei, sondern drei Milltanen Ar- bcitslofe, weil außer den Arbeitern auch selbständige. Handwerker und «kiucrbctreibenbc ohne Verdienst seien. Amerika habe mit seinen 800 Goldmillianen Deutschland tributpflichtig gemacht, und Frankreich, Polen und Italien seien auf dem besten Wege, Amerika gegenüber ebenso tributpflichtig zu werden. Die (Goldwährung nütze uns nichts, beim in dem Augenblick, In dem die angekündigien 10- 1111b 20.Markstücke erschienen, verschwänden sie in den Taschen ihrer Besitzer. Der Krieg konnte nur deshalb nahezu fünf Jahre dauern, weil er mit wertlosem Papiergeld finanziert wurde. Das Prcissenkiings gesetz bezeichnete Redner als eine Komödie schlimm ftcr Art. Das Gesetz habe die Arbeitslosigkeit ver­schuldet, weil in Erwartung seiner Wirkung das Volk nur das 'Allernotwendigste kaufte, d. h. alle warteten auf billigere Preise, die Folge fei lieber- füllung der Warenlager. Die Arbeiterschaft habe den Rachteil davon, infolge Arbeitsmangels würden die 'Arbeitslosen zu Lohndrückern. Der FreimirtschastS'- bimb fordere u. a. Festigung der Kaufkraft, Ab­schaffung bc"* arbeitslosen Einkommens, Boden­reform auf Grund der alten germanischen Boden- rechts, Einführung der Freigeldwährung, deren Zweck und Wirkung vom Redner eingehend erfläri wurde. Den Arbeitern empfahl er Zusammenschluß nicht durch die zur Zersplitterung führenden poli­tischen Parteien, sondern durch wirtschaftliche Ver­einigungen mit den Gewerkschaften, Handwerk» Cammer.', den freien Berufen und alle anderen im wirtschaftlichen Leben stehenden Verbindungen, und Einführung von Verrechßungvchecks, wodurch Geld für Zahlungen nach außen frei werde. Der viel besprochenen Aufwertung der alten Tausendtnark scheine steht Redner skeptisch gegenüber. Wenn auf- gewettet werde, so kämen vielleicht 10 bi» 20 Proz. in Frage, aber nur für die Stücke, die bi» 1. August 1925 angemelbct gewesen seien. Wenn Deutschland den richtigen Weg zur Lösung der |o- zialenFragc gehe, dann weide auch das Ausland dazu gezwungen und das Mort wahr:Und c» wird am deutschen Wesen, einst die ganze Welt ge­nesen". Die folgende Aussprache verlängerte die Versammlung biß nach Mitternacht. Der Streit der Meinungen über vorwiegend wirtschaftliche Fragen wurde zwischen dem Referenten und einigen jünge­ren Akademikern, anscheinend Voikswittschaftlern, ernst und fachlich geführt

* 031 e f) f c u d) e. Unter dem Äinbvlebbestanb hc6 Landwirts Friedrich Peter' Zimmer zu Lich ist der Ausbruch der Lungenfeu.che amtlich festgestellt worden. Rachbem hic Ostaul- und Klauenseuche in Allenhvrf a. d. Lda. iveiler um sich gegriffen hat, mürben die Gemeinden TreiS a. d. Lda. und Londorf zum BeobachtungS- gebiet erklärt.

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