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Nr. 68 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Montag, 22. März 1926

Turnen, Sport und Spiel

Meisterschaftsspiele

S C. V

1907 Linden gegen Goppinger -Epiclücrcini* gung 6:4.

Der Fußballivettkampf Hamburger Sportverein gegen Holstein Stiel endete unentschieden mit 1:1.

Mitteldeutsche Meisterschaft.

In dem vorletzten Cntscheidungskampf um die miiteldcntsche Handballmeisterschaft siegte in Hall- Polizei 6p. P. Erfurt tiberlegen mit 7:2. (Halb­zeit 4:1.)

In der Ausscheidung um die Turnerhandball- Meisterschaft blieb nach Verlängerung Allgemeiner Turnverein Connewitz mit 3:2 Sieger über Turn-- verein Chemnitz-Gablitz.

Berliner Fuhballergebnisse.

Abt. A: (Berlin) Tcunio-Borussia-BerlinUnion If. Charlottenburg 7:1, Union-PotsdamB. F. Vorwärts 90 2:0, Alemannia-HaselhorstHertha K. C. 3:7.

die gleich« verteiltem

Diesieggewohnte" Dritte muhte sich der Zweiten des Polize i-Sportvereins Friedberg mit dem Inappsten aller Resul­tate, 1:0, beugen. Auf fremdem Platz gegen einen so spielstarten Gegner ein ehrenvolles Re­sultat.

Die lila-Man nschas t hatte sich anschei­nend bei der Wohl ihres Gegners etwa« ver­griffen und war aus gute B-, anstatt C-Waffe geflohen. Die Gäste aus Laubach flürtcu aber den Irrtum grindlich auf und stellten sich mit dem zu ihren Gunsten lautenden Resultat 7:1 vor, durch ihre Fairneß und ruhige Spielweife eine;,, sehr guten Eindruck hinterlassend.

Aus dem Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Jugenbspiel Gruppe Ost-Gruppe West 1:1.

L Die Mannschaft der Gruppe West stellten Gießen, Wetzlar, Raunheim, die Gruppe Ost war aus Wieseck, Heuchelheim und Lollar zu- sammengestellt. Das Spiel sollte ein Propaaanoa- fpiel fein; in diesem Sinne konnte der Verlauf nicht glücklicher fein. Die Gruppe West stellte eine körperlich weit überleaenere Mannschaft, jedermann war von deren Sieg von vornherein überzeuAt. Daß eS anders kam, ist dein vorzüg­lichen Spiel voll technischer Feinheiten der klei­neren Vertreter der Gruppe Oft zu danken, die sich nicht nur tapfer wehren konnten, sondern durch ihr vorzügliches Komblnationsspiel da« Spiel mitunter überlegen für sich gestalten konn­ten. Vom Anstoß weg überraschte West mit weitem Flügelspiel und erzielte dadurch in der ersten Minute das Führungstor. Durch diesen unerwartet schnellen Erfolg aufgerüttelt, fand sich Ost nun schnell zusammen und war In der Lage, alle weiteren Erfolge der zahlreichen Angiässe der Westmannschaft zu verhindern. Gegen Mitte der ersten Halbzeit konnte der Sturm, der Gruppe Ost einen sehr gut eingeleiteten Angriff mit erfolgreichem Torschuß krönen und damit das Resultat gleich stellen. In der zweiten Halbzeit hatte West den starken Wind im Rücken und wollte nunmehr bas Spiel für sich entscheiden.

Ost leistete aber nicht nur erfolgreiche Mehr­arbeit. sondern stattete dem gegnerischen Xot meist recht gefährliche Besuche ab. Erfolge konn- 1 teil beiderseits nicht mehr erzielt werden. DaS l:l-Refultat dürste wobl dem Spielverlauf und dem Kräfteverhältnis beider Mannschaften ent* sprechen.

Srclc lurnerschast Gießen I.Bestrksmannschast ö:D.

, Um es vorweg zu sagen: DaS Resultat wurde nicht erwartet und war auch nach Ablauf der ersten Sptelhälsle nicht vorauszusageii. Gießen: wählte den starken Wind int Rücken, und ver- , suchte, sich mit Hilfe dieses Bundesgenossen von vornherein einen größeren Vorsprung zu sichern. Diesem Bemühen fehle die Bezirksmannschaft: starken Widerstand entgegen, tonnte aber nicht; verhindern, bah Gießen nach Abschuß der ersten Halbzeit 2:0 führte. Unter Berücksichtigung beti WindeS, der eine genau? Ballberechnung fast unmöglich machte, hatte dies Resultat aber weiter nichts zu sagen, da nach dem Seitenwechsel bla Vezirlsmannschaft die günstigere Gelte ,...... hatte

In den planvollen Angriffen der Giessener lag mehr System und war ein einheitlicher Wille er­kennbar, die BezirkSmannschast, auS Spi elern ver­schiedener Verein? zusammengesetzt, fand >ich trotz­dem schnell zusammen und leitete mitunter recht: schöne Angriffe ein, die aber immer im letzten und wichtigsten Moment die höchste Gnergieentfal- tung vermisscn ließen, während der Gießener Sturm, unterstützt von einer vorzüglichen Läufer­reihe. vor dem Tore meist recht gefährlich wurde. Im großen und ganzen konnte man in der ersten Halbzeit von einem verteilten Spiel sprechen. Wenn man nun der Meinung war, daß nach Seitenwechsel die BezirkSinannschaft den Vor­sprung der Gießener aufholen würde, so sah man sich in dieser Annahme getäuscht. DaS Spiel des Dezirlsineisterü war nunmehr hervorragend, wäh- rend die Vezirksmannschast Immer mehr abfiel. Schuld hieran war daS eigensinnige Spiel einiger Spieler und die Fehler, die In der Ausstellung,' der Mannschaft begründet lagen. Eine llinftellunfl! der vorhandenen guten Kräfte hätte noch manches retten könnmi, es stand nicht jeder auf seinem richtigen Platz. Die Gießener- Mannschaft be­fand sich gestern In einer so vorzüglichen Form, mit der sie auch einen stärkeren Gegner, wie ihn die Vezirksmannfchaft. abgab, geschlagen Mite. Drei weitere Tore, von denen eins nicht Mtta fallen dürfen, vervollständigten den Sieg der Gießener. An dem Spielverlauf der zweiten Halb­zeit gemessen, entsprach das Resultat dem ver­dienten Sieg des Bezirksmelster-, der sich gestern von seiner vorteilhaftesten Sei e zeigte, die Sym­pathie der außerordentlich zahlreicAn Zuschauer märe aber noch mehr aus ihrer Seite gewesen, menn etwa- mehr Ruhe gewahrt worden wäre.

Handball.

T. V. D. 1846 Xu.Sp. Butzbach 1860 2:4.

Dieses Spiel gelangte gestern auf dem Waldsvort* platz des Vereins für Bewegungsspiele zum Aus- trag. Butzbach entschied es mit 4:2 für sich.

Die 1846er Mannschaft spielte in der ersten Halb- Seit sehr zaghaft. Alle Bewegungen müssen noch viel chneller werden. Das Fangen ist auch noch nicht o sicher, wie unbedingt erforderlich. Vor dem Tore ehlt Entschlossenheit und Schuß.

Butzbach legte gleich vom Antritt mäßig los und brachte das Gießener Tor öfters in Gefahr. Nach schöner Kombination erzielte Butzbach in der 17. Mi­nute durch schönen Schuß sein 1. Tor. einige Mi- nuten später gelang es Butzbach, das Resultat aus 2:0 zu erhöhen, Bet diesem Stande wurden die Sei­ten gewechselt. Gießen stellte um. Die Gießener wur- den durch schneit vorgetragene Angriffe auch gesähr- lich, jedoch fast alle Schüsse gingen über oder neben die Latte. Butzbach erzielte noch feinen 3. und 4. Treffer, jedoch dürste das 4. Tor eine Fehlenifchei« düng des Schiedsrichters fein. Gießen raffte sich nunmehr merklich auf und fonnlc in kurzen Ab- ständen 2 Tore erzielen. 1846 hatte jetzt mehr vorn Spiele, aber ein Erfolg war ihnen nicht mehr be- jchieden. Der Schiediichter kannte nicht immer bc- frlbiacn; er hätte auch auf die Fehler (Fußspiel) bei Butzbach mehr achten müssen.

Um die westdeutsche Meisterschaft

In Hagen kämpfte gestern Hagen 05 gegen Münster 08 mit 5:5 unentschieden.

Um die Meisterschaft der Turner der Deutschen Turnerschast.

4 Allmählich beginnt e> sich in den Meister- schaftsmannschasten um die Ehre des Handball. Meisters der D. T. zu lichten. lieber 4500 Mannschaften, darunter 250 der Turnerinnen, tra- ten bei Beginn der Spiele auf den Plan. Zunächst galt es, die Besten der einzelnen Gaue festzustellen. Durchweg behielten die kampserprobienalten Meister" der Vorjahre die Oberhand; nur hie und da konnten sich neue Spielmannschaften durchsetzen. In den meiste» Turnkreisen, von denen die deutsche Turnerschast 18 zählt, mußten nun die Gaumeister ni Ganverbänden zufammengefaßt, sich mit ein- anber messen. Diese Gauverbandsmeister liegen setzt im Ringen um die

llreismeislerschaft.

Soweit stehen wir zur Zeit. 80 Mannschaften mb Anwärter auf die 18 Kreisrnelftertttel. Von )cn Mannschaften von gutem Klang können wir chon jetzt nennen: den Deutschen Meister der D.T. von 1925, die Turngejellfchast Stuttgart, ferner den Altmeister von 1924, den Turnverein Frankfurt am '1110111, Seckbach, ahne daß dieser schon ganz sicher die Kreivmeisterschaft bei Mittelrheiner in der Tasche hätte. Der Turn und Sportverein Spandau (Brandenburg, Kreis 3b), der in den Jahren 1020 bis 1922 den Meistertitel inne hatte, Ist wiederum im vordersten Treffe,, zu finden Auch der Pfalz» meister Turnverein Friesenheim Ludwigshafen, der chon seit Jahren an den Endkämpfen teilgenommen hat, ist im besten Zuge flreloindftcr zu werden. Der Männerturnverein Saalfeld, der Mitteldeutsch« Meister, scheint auch dieses Jahr ein ernstes Wört­chen mitzureden zu wollen. In Schlesien liegen noch der TurnvereinVorwärts" Breslau und ber Polizei-Sportverein grauftabt im Kampfe. Außer ben Genannten können noch zur Krelsmelfterehe» gelangen:

nicht entmutigen, sondern machte seinerseits ener­gische, meist etwas zu energische (Gegenangriffe, ohne aber habet dem Gästetor sehr gefährlich zu werden. Einen für Gießen gegebenen Strafstoß verwandelte Muchtar zum 3. Lor. Del ftän- diger Ueberlogenheit D. f. Vs., gegen die sich B. C. mit allen zur Verfügung stehenden Kräften wehrte, gelang es ersterem nicht, noch einen zähl­baren Erfolg au erringen, währenddem letz­terem glückte, bei einem seiner Durchbrüche das Ehrentor zu erzielen. Rach etwa fünf Minuten Hm und Her, und der Schiedsrichter machte dem grausamen" Spiel ein Ende. Eine Einzelkritik erübrigt ficht wegen der oben angeführten 11m- ftäni)^ unter denen bas Spiel ausgetragen wurde. Kreß II. jedoch muß wieder mal genannt wer­den, weil er in unsportlicher Weise ohne Grund das Spielfeld verlieh.

Zwei bedeutende Fußball-Ereignisse.

Am 28. März wird unter Anteilnahme von sechs der sieben deutschen Verbände die Vor­runde um ben Kampfspielpokal zum Austrag kommen. Die Veranftaltung verdient dieses Jahr ein besonderes Interesse, ba das Finale um den Pokal (wie ja auch sein Name sagt) anläßlich ber nationalen Deutschen Kampfspiele in Köln am 4. Juli entschieden wird; die Gegner für dieses Ent­scheidungsspiel qualifizieren sich einen Tag vorher, ebenfalls In Westdeutschland. Am 28. März begegnen sich: NorddeutfcblandBaltenland in Hamburg, SüddeutschlandMitteldeutschland in München, BrandenburgSüdostdeutschland in Berlin. W e st- deutschland ist in der ersten Runde spielfrei und gelangt gleich in die Zwischenrunde. Der Kampf- spielpokal wird im allgemeinen als Pokal des Deut- fcßen Fußball-Bundes ausgespielt, dem er vor acht­zehn Jahren vom Deutschen Kronprinzen verliehen worden war. Als Favoriten gelten auch dieses Jahr wieder Süddeutschland, Norddeutschland und West­deutschland. Die beiden zuerst Genannten dürften schon im Vorrundenspiel in München und Hamburg die Oberhand behalten, um so mehr, als ihnen Ge­legenheit gegeben wird, das Treffen auf heimischer Erde zu bestreiten.

Die andere wichtige Fußballbegegnung der nächsten Zeit ist der Fußball-Länderwett- kamvf DeutschlandHolland, der am 18. April vonstatten geht und für den Düssel­dorf als Austragungsort auserkoren wurde. Dao Länderspiel gegen die Niederlande hat neben feinen propagandistischen auch einen nicht zu lmterfchätzen- ben, von ben diplomatischen Vertretern aller Länder heute anerkannten sportpolitischen Charakter. Man erwartet in Düsseldorf eine Rekord-Zuschauermenge von mehr als 30 000 Enthusiasten. Da Holland als sihr spielstark gilt und erst im vergangenen Jahre unseren Vertretern mit 2:1 das Nachsehen gab, hat ber verantwortliche deutsche Spielausschuß für das große internationale Spiel eine sehr starke, aus iüddeutschen und westdeutschen Spielern bestehende Elf damit betraut, das Ansehen des größten Fuß- I ballbimdes der Welt zu befestigen.

Turnen.

Turnlag des Gaues Hessen der D. T.

ch Der 94. ordentliche Gguturntag des Turngaues Hessen, der gestern in Gießen ftattfanb, war von 81 Vereinen mit 135 stimmberechtigten Turnern be­schickt.

Vom Gau- und Turnausschuß waren 18 Mitglie­der anwesend. Die Berichte des Gauvertretero und I sämtlicher Turnwarte lagen gedruckt vor und fanden einstimmige Genehmigung; ebenso wurde ber 93. | Gauturntagsberlcht gutgeheißen. Die umfangreiche I Rechnung wurde durch den Turn- und Sportverein I Butzbach geprüft und in Ordnung gefunden. Turn- und Sportverein Marburg wurde als Rechnungs- Prüfer für dieses Jahr bestimmt; dem Gaurechner wurde Entlastung erteilt. Leider muß der Gaurechner I Post- Alsfeld infolge Krankheit sein Amt, das er über 25 Jahre mustergültig geführt, niederj -n. Sein Sohn Hermann Post wurde als Nachf^'r für ein Jahr durch den Gauturntag gewähltj/ob

Eine sehr lebhafte Aussprache setzte bei Ver­legung ber Gau st euer ein. Infolge äußs«^ Sparsamkeit bei der Geschäftsführung durch den Gau- und Turnausschuß, die den Beteiligten mit vollem Recht den Dank des Gauturntages einbrach­ten, kann die Gausteuer eine kleine Senkung er- I fahren.

Die Ersparnisanträge ber Turngemeinde Fried- I berg, einmal das Gausportfest mit dem Gau- turnfest in Nidda zusammenzulegen und bann bie I Gauturnfahrt für dieses Jahr ausfallen zu lassen, fanden nahezu einstimmige Annahme.

Die Rlchtllnten für bie Bezirksvertreter mürben ohne Aenberung angenommen.

Bezirksvertreter Grün- Kirchhain legte fein Amt nieder. Die 26 Vertreter des Gaues für ben Kreisturntag auf ber Marxburg bei Braubach wur­den bestimmt, Abgeordnete des Gaues für den Deut­schen Turntag in Bremen sind Pfeiffer- Wetzlar und Will- Gießen. Als Gauschwtmmwart tritt I Sauer- Gießen in ben Gauturnausschuß ein.

Das Gauwettschwimmen findet in Mar­burg, das Frauenwetturnen in Grünberg statt. Festort für das (9 au tu rn f eft im Jahre 1927, für das Meldungen von Butzbach, Alsfeld und Heuchelheim vorliegen, soll Heuchelheim werden.

Der Gau tritt erneut mit Anträgen, die zuEr - soa r n i ssen fuhren sollen, an den Kreis heran. Es sollen in Zukunft die Gauoerbände in Wegfall I kommen, ferner soll bei Tagungen ber Unteraus­schüße im Kreis bie Uebertragung ber Stimmen des Gaues auf ben betr. Fachwort erfolgen. Der Tum- tag gab feine Zustimmung.

Gauoberturnwart Will gab die volkstüm­lichen Hebungen für das Gauturnfest in Nidda bekannt; es find 100-Meter-Lauf, Weit- Hochsprung, Kugelstoßen. Einige Anträge turntech. nifcher Natur werden den Tiirnausfchuß weiter be. fchäftigen. Turner Koch- Nidda lud in herzlichen Worten zum Besuch des Gaufestes ein.

Im Anschluß an den Bericht über das turne­rische Geistesleben im Gau fand der erste Gauoer­treter sehr anerkennenswerte Worte über bie Arbeit ber hessischen Zentral st eile zur Förde rung ber Jugenbpslege unb Volksdil - düng, deren Flugschriften den Hess. Turnvereinen wertvolles Material für die Arbeit in dieser Rich- tung liefern. Es soll versucht werden, auch die preu- ßischen Turnvereine des (Baues in ben Besitz dieser vorzüglichen Schrift zu bringen.

Turner Weiß- Bad-Nauheim danke dem Gau- I ausschuß für die gute Geschäftsführung. Gauver- tretet Pfeiffer konnte bann ben in allen Teilen schön unb würdig verlaufenen Turntag mit einem Gut Heil auf die Deutsche Turnerschaft schließen. Alter Sitte unb schönem Brauch gemäß fand bie Tagung mit einem frohen Turnerlieb ihr Enbe. I

Aus dem 1. Bezirk des Turngaues Hessen.

"6 Marburg, 19. März. Der 1. Bezirk im Turngau Hessen hielt fein diesjähriges Bezirks- geräteroetturnen hier ab. Mit 150 Wett- , rämpfern war bie Beteiligung etwas geringer als

»weite Mannschaft gewann gegen »e des 'S. (S. 3:0 (Pause 0:0). Nach -........... beiderseits hohem Spiel zeigte V. f. D.

in her zweiten Spielhälfte die zweifellos besseren Leistungen und war durch Schmidt zweimal und K lein einmal erfolgreich. Ihr Sieg war vollauf verdient.

Abt. B: MeteorAlemannia 90 5:1, Norden- West endS. C. Spandau 7:0, Union-Oberschöiie- weidePreußen-Berlin 5:3, Union 92Kickers 1:0, TasmaniaWacker 04 2:3.

Um die Battenmeisterschaft

Das gestern In Stettin außgetragenc Vcr" bandsspiel tValtennuisterschaft) zwischen S. T. Stettin und Titania endete 4:1 für S. C.

Hanau 1893 endgültig aus dem

Verband ausgeschlossen.

WSR. -21 ft r it berg. 20. März. Da der Fußballklub Hanau 1 893 auf die letzte ihm gestellte Frist eine unbefriedigende Ant­wort gegeben hat, hat der Süddeutsche Fußballverband den Hanauer Fußball- Verein 1893 mit sofortiger Wirkung einsti m - m i g aus dem Verbände ausgeschlos­sen. Ieder sportliche Verkehr mit dem aus­geschlossenen Verein ist verboten und wird be­straft.

Brandenburgische Waldlauf-- Meisterschaft.

Die Brandenburgische Waldlaufmeisterschaft, die gestern in den Tlügaelbergcn ausgetragen wurde, gewann Näße (V. s. Ballspiele -Luckenwalde) in 31,11,7 Minuten vor Wiese (B. S. E.) und Mierdel (S. C. Eharlottenburgl.

Die Mannschafts-Meisterschaft errang der Polizei- sportoerein mit 21 Punkten vor S. C. Charlotten­burg unb B. S. C.

In der Akademikerklasse siegte Schmidt (6. (L Charlottenburg) in 23,01,1 Min. vor Beer (Verband ostmärkischer Studenten).

Die Strecke in der Hauptklasse betrug 9,8 Kilo- Meter.

I Um die westdeutsche Meisterschaft

Die Ueberraschmig in ben westbeutschen Fuß» ImUmeisterschaftsspielen von geftem war das Uncnt- I schieden (2:2), das ber Favorit, B. V. Attenessen, gegen die Sportfreunde Stegen spielte. Doch ist die Stellung des B. V. Altenessen nur wenig erschüttert, ba die beiden weiteren ersten Metsterschaftsbewerber V. f. R. Köln und S. B. Duisburg sich ebenfalls unentschieden (1:1) trennten, also jeder nur einen Punkt erkämpfte. 10:1 spielte Ittru Düsseldorf gegen Sport Kassel.

In der Nunde ber Ersten spielten vor 12 000 Zuschauern in Köln Duisourger Spielverein gegen Vertin für Rasensport 1:1 (0:1).

Die N linde ber Zweite».

Schwarzweiß Essen Spielvereinigung Hagen 1911 7:2. Fußballverein Duisburg 08 Mur- Hessen Kassel 3:0. Rheybter Sportverein Ver­ein für Leichtathletik Osnabrück 5:0.

SüddeutscheFuhbattmeistcrsÄ aft

Im Kamps um die Süddeutsche Fußballmei- sterschast Hegte gestern F. C. Bayern München in München über F. Sp. Frantfurt a. M. mit 4:2 (Halbzeit 2:2). "Nachdem Frankfurt bereits in den ersten zwanzig Minuten zwei Tore erzielt hatte, geriet die Mannschaft später gegenüber der ihr technisch überlegenen Bayern ins Hintertreffen. Weitere süddeutsche Ergebnisse.

Zweite Pokalrunde um den Süddeutschen Fußballpokal: Die gestrigen Spiele brachten zmn Teil überraschende Resultate. So ist bemerk n 6- toert die Riederlage der "Bezirksmeister F. Sp. V. Frankfurt a. M. und Sp. Vgg. Fürth, die hier­mit aus den Pokalspielen ausscheiden.

Der 1. F. C. "Nürnberg mußte gegen den 1. F. C Freiburg eine 0:1 Riederlage einstecken. Auch V. f. R. Mannheim wurde von V. f. "B. Stuttgart mit 2:1 geschlagen. Sp. V. Fürth F. C. 03 Ludwigshafen 5:0.

Auf dem Eintrachtplah In Frankfurt, am Riederwald, trafen sich gestern im Gesellschafts­spiel der Plahinhaber mit dem 1. Pforzheimer Fußballklub. Die Einheimischen zeigten gegenüber der stark durch Ersah geschwächten Gästemachr schäft ein stark überlegenes Können und cnbfcte das Spiel mit einem 10:0 Sieg für Frankfurt,

Bei den bayerischen Aufstiegsspielen gewann der 1. F. C. Bayreuth geqen Schwaben- llltn 3:0. UmdienorddeutscheMeifterschaft

Im Fußballtreffen um bie Norddeutsche Mei­sterschaft siegte gestern Hann. S. C. mit 2:1 über Altona 03.

Arminia gegen Werder 2:1.

Eintracht Hannover gegen Spielvereinigung Hil­desheim 3:1.

in den Vorjahren. Die Leistungen waren aber durch­weg vorzüglich. Besonders die Landvereine zeigten ein erfreuliches Können, bas fleißige Winterarbeit verriet. Wir geben nachfolgend die drei ersten Sieger jeder Stufe an.

Turner ft ufe: 1. Hch. Schäfer, Tgm. Mar­burg, 152 P., 2. H. Dippel, Io. Gladenbach, 145 P., 3. K. Keßler, Iv. Marbach, 140 P.

9 u g e n b t u r n e r, Oberstufe: 1. H. Lang, Tgm. Marburg, 154 P., 2. G. Kühn, I. u. Spv. Marburg, 151 P., 3. R. Brühl, Id. Biedenkopf, 142 P.

Iugendturner, Unterstufe: 1. F. Mein­hardt, Iv. Hartenrod, 124 P., 2. W. Fink, I. u. Spv. Marburg, 121 P., 3. O. Cyriar, In. Bieden­kopf, 120 P.

Schüler: 1. P. Schlemmer, I. u. Spv. 1860 Marburg, 135 P., 2. E. Fink, I. u. Spv. Marburg, 132 P., 3. E. Schmidt, Tgm. Marburg, 128 P.

Vom Mittelrheinkreis der D. T.

Der neue KreiSfPielwart.

/> Die Gauspielwarte des Mittekrheinkreises versammelten sich in Trier zu einer Tagung. Der wichtigste Punkt der Tagungsordnung war, einen Ractzfolger für den verstorbenen Kreis« spielwart Bär zu bestimmen. Von den Gau­spielwarten wurde der seitherige Handballob­mann Reitz (Frankfurt a. M.) zur Wahl durch den kommenden Kreisturntag (18. April) in Vor­schlag gebracht. Der Gau Hessen war bei der Tagung durch Langsdorf (Bad-Rauheim) vertreten.

Kunstturnen Frankfurt a. M. - Zürich.

Im gestrigen Kunstturnen im Frankfurter Hippo brom zwischen den Stäbtemannschaften von Zurich unb Frankfurt a. M. siegten bie Schweizer knapp mit 709} Punkten vor Frankfurt mit 6941 Punkten. Die Leistungen ber Schweizer wurden beifällig auf- genommen.

Fuhball.

V. f. B.

(-) Die Liaamannschafi gewann ihr Spiel gegen D. E. Wetzlar knapp, aber verdient, mit 3; 1. Pause 0:0, Eckenverhältnis 6:1. Der reichlich barte Kamps bot wmia schöne Momente. V. f. V. spielte unter seiner sonstigen Form, aller­dings ließ her außerordentlich starke Wind ein genaues Zuspiel nicht zu. Man konnte oft die Kuriosität beobachten, daß der Dali den Weg eines Dumerang machte. Daß unter diesen Ver­hältnissen die auf Kombination aufgVaute Spiel- weise der V. f. D-Mannschaft mehr litt, als daS hohe Spiel der Platzmannschaft, ist verständlich. Der Anfang war für Dießen recht erfolgver­sprechend. Etwa eine Viertelstunde lang setzten sich die Gäste in des Gegners Hälfte fest, die bestgemeinten Schüsse gingen jedoch über ober neben das Tor. Bei verteiltem Spiel ging es torloS in die Dause. Sofort nach Wiederbeginn drängte V. f. D. mächtig und schnürte Wetzlar für einige Zeit förmlich ein. Trotz zahlreicher Verteidigung gelang es Bingel, durch unhalt­baren Schuß seinem Verein die Führung zu geben .Wenige Minuten später stellte Mand­ler das Resultat aus 2:0. V. C. ließ sich aber