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Sch uns von her rtpu« t Li rX v* 6rflärun6 M, ' b°& „die einseitige 6M« 4en Studentensch-ist im Falle fU nÄ-fr ^""ovrrschen Ren Uniersluhung dmch die Q|t verurteilt, weil dadurch die inb Lemfreiheit untergraben ltsche Republikanische prort Gießen, laßt uns irung zugehen, in der gesagt misation Lessings Artikel über l)t billigen kann, daß sie aber gner Lessings in der Hannover- t als unvereinbar mit staal- akademischer Lehrfteiheit verlier Studentenschaft hat sich it dem Fall Lessing beschSsliat. rveroner ffommifttontn für ihr en und versichert sie für enden Folgen ihrer tatkräftig-
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ehen, den 17. Juni 1926.
Sochermarkchreise.
i dm heutigen Dvchenmockt: Matte 35, Wirsing 35, rose
'30, Ävmischkohl 20 bis 25. 170 bis 100, Erbsen 60 brS 70, omoten ® 6» ®Ä6 ) Rhabarber 2d, JtawWf fo(dM5, W Lewn 30, Iohmmisbeeren w, 20, Himbeeren 120, 5^ ^.
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beiten gesperrt sind: Weser st raße zwischen Rordanloge und Ctcinftrohc. und von da bis zum letzten Hous Ende, Schiller st rohe zwischen Rordanloge und Vteinstrahe und ebenfalls von da bi- zum letzten HauS Ende, Damm st rohe zwischen Rordanloge und Steinstrabe und gleichfalls von da bis zum letzten HauS sknde. DiS - morckstroße zwischen Ludwigstraße und Löber- strahe.
" Eine Teppichknüpferei in vollem Betrieb kann man gegenwärtig im Schaufenster der Firma Ferd. N e n n st i e l in der Plackstraße in Augenschein nehmen. Es handelt sich da um einen kleinen Ausschnitt aus einer jungen Industrie, die nach dem Kriege im Schwarzwald aufgeblüht ist. Man steht zwei Schwarzwälder Mädel am Web» stuhl, die in recht fesselnder Weise einen Teppich knüpfen, dessen technische Entstehung man in allen Einzelheiten verfolgen kann. Die interessante Darstellung sei der Aufmerksamkeit unserer Mitbürger empfohlen.
’• Zweites Abonnement-ko nzert unserer Militärkapelle. Man schreibt uns Für das zweite Abonnementskonzert vom heutigen Donnerstagabend auf der Liebigs- höhe hat Obermusikmeister Löber, jedem De- sucher Rechnung tragend, ein geschmackvolles Programm zusammengestellt 51. a. werden Stücke aus. ,,Samson und Delila". „Tiefland". ^Der Trompeter von Sä klingen". „Auszug der Meistersinger von Nürnberg", sowie das Schlachten- Potpourri 1870/71 von Saro, gespielt.
> ** Der Frauen- und Missionsverein der Matthäusgemeinde und der Armen- und Krankenpflegeverein bitten uns, im Nachtrag zu unserem Bericht über die Beisetzung des Geh. Kirchenrats D. Schlosser mitguteilen, daß auch sie als Zeichen ihres Dankes Kranze an der letzten Ruhestätte des Entschlafenen niedergelegt haben.
•* Geschäftsjubiläum. Der Friseurmeister Jakob Dani), Bahnhofstraße 64, konnte dieser Tage auf ein 25jähriges Bestehen seines Geschäftes zurückblicken.
** Sine Schwindlerin und Diebin. Seit Monaten taucht in verschiedenen Städten eine sich als Wohltätigkeitsdame ausgebende „Frau Amtsrichter" oder „Frau Rechtsanwalt" unter den verschiedensten Ramen aus. Sie besucht vornehmlich ältere Frauen und bietet ihnen unter der Angabe, daß sie vom Wohlfahrtsamt komm«. Rat und Hilfe an. Sobald sie in die Wohnung eines ihrer Opfer Einlaß gefunden hat, Erfindet sie irgend einen Vorwand, der die Frau veranlaßt, Küche oder Zimmer auf kurze Zeit zu verlassen. 3n diesem Augenblick entwendet sie bte vorhandenen Barmittel, die sie vorher durch den Trick des Geldwechselns festgestellt hat. (Sin weiterer Trick der Schwindlerin ist, daß sie erforscht, ob die alten Leute Sparguthaben besitzen. Sie spricht bann von einer neuen Inflation und empfiehlt den alten Leuten, ihr Geld beim Wohlfahrtsamt anzulegen. Sie ist gerne bereit, das Geld von der Dank oder Sparkasse mit abzuholen, und wenn das geschehen ist, händigt sie der Betreffenden eine Quittung für das Wohlfahrtsamt aus oder, wenn dies nicht gelingt, versucht sie, es sofort oder später der Frau zu stehlen. Die Diebin ist eine mittelgroße, 35 bis 40 Jahre alte Frauensperson, sie hat schmales blasses Gesicht, gute Zähne, ist mit schwarzem Rock, weißer Bluse, schwarzem Strohhut und braunem Mantel bekleidet und
spricht hochdeutsch. Da manche alle Leut« wenig Zeitung lesen und *t» die Warnungen vor dieser Schwindlerin nicht zur Kenntnis erhalten, sollten Einwohner von Häusern, in denen alleinstehende alte Frauen wohnen, diese auf die Schwindlerin Hinweisen und ermahnen, endlich die Festnahme und Bestrafung der Diebin zu ermöglichen.
•* Austrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 6 Kühe, 859 Kälber, 183 Schafe. 281 Schweine.
Schöffengericht Gießen.
• Gießen. 16. Juni. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen zwei WlrtSleute von Gießen wegen Kuppelet verhandelt. Rach umfangreicher Beweisaufnahme wurde der Ehemann zu 1 Jahr 6 RI 0 naten. die Ehefrau äu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht nahm als erwiesen an. daß beide in den Jahren 1924 und 1925 gewohnheitsmäßig und auch aus Eigennutz das unsittliche Treiben in ihrer Wirtschaft gefördert hatten.
Gerichtssaal.
Der Bernkasteler Winzerprozetz.
WSN. Trier, 16. Juni. Bei der gestrigen Vernehmung bestritten die als Rädelsführer Angeklagten ganz entschieden, daß irgendwelche kommunistischen oder separatistischen Tendenzen zu den Ausschreitungen geführt hätten. Nur die furchtbare N 0 t habe die Winzer dazu getrieben, nachdem alle Mittel und Warnungen in Berlin vergebens gewesen seien. Beim Weggang von ihrem Dorf habe keinerlei Absicht bestanden, Ausschreitungen zu begehen. Die anderen Angeklagten erklärten, es sei eine Erregung vor dem Finanzamt in der Menge ausgebrochen. Alles habe nach vorne gedrängt, und da seien sie mitgetiffen worden. (Ein Teil der An- fgeklagten hatte die Aussagen in der Herunter» uchung, durch die sie sich oder andere belastet hatten, vor Gericht widerrufen. Wieder andere erklärten, sie seien bei den Ausschreitungen nicht in dem Finanzamt gewesen oder erst später hineingegangen, um zu sehen, wie es drinnen aussehe. Im Gerichtssaal lagen mehrere Plakate, die zum Zug nach Bernkastel getragen worden sind, und die u. a. folgende Aufschriften trugen: „Fort mit der Regierung an der Spree, die ist schuld an des Winzers Not und Weh:" „Wo bleibt die Erwerbslosenunterstüt- zung für die Winzer?" „Nieder mit der Reichswein- steuer, denn sie macht den Wein zu teuer!"
Heute wurde in der Fortsetzung der Zeugenver- nehmung Regierungsrat Dr. Vogt, der Leiter des Finanzamtes in Bernkastel. vernommen. Er bekundete, daß von Anfang 1925 an bis Februar 1926 186 Pfändungen in feinem Bereich oorgenom- men worden feien. Nach weiteren Fragen bekundete der Zeuge, daß a ch t Tage vor Weihnachten ein Vollzichungsbeamter in Lösenich Leute mit Pfändungen bedroht habe. Sie seien aber nicht durchgeführt worden. Nach eingehender Erörterung, ob das Finanzamt in Steuereintreibungen zu weit gegangen sei, äußert der Vorsitzende, daß das Hauptamt nicht mit allzu großer Härte vorgegangen sei. Oberregierungsrat Haag vorn Landesfinanzamt Köln erklärte, er habe nichts an der Steuereintreibung des Bernkasteler Finanzamtes zu bemängeln. Er gab dann einen Ueberblick über die damals rück- ständig gewesenen Steuern und erklärte an -and von Vergleichen der vorausgegangenen Monate vor
den Unruhen und nach denselben, daß die Einnahmen in den letzteren weniger gewesen wären als die. die man in den Monaten vor den Unruhen eingenommen hätte. Ferner erklärte der Zeuge, daß die Leute bei dem Sturm auf das Finanzamt wie kleine Kinder gewesen wären, die nicht zu Delikten fähig waren.
ßunies Allerlei.
Ehrenrettung des Gewitters.
Wir haben wohl einen gewittcrrelchcn Sommer ;u erwarten, und schon jetzt hat die Natur mit Blitz und Donner nicht gespart. Die meisten Menschen seufzen darüber und verkennen dort), daß das Gewitter auch seine „Lichtseiten" hat. Eine solche „Ehrenrettung" des Gewitters versucht der Leiter des Ackerbau-Amtes des amerikanischen Staates Masfachusettes, Dr. Arthur W. Gilbert. Zunächst zeigt er an der Hand der Statistik, wie unnötig jede Angst vor Blitzen ift. Die Möglichkeit, durch einen Blitz erschlagen zu werden, ist in Masiachu- settes, wo ungefähr die gleiche Menge von (Bereit- tem wie bei uns oorkommt, weniger als 1 zu 1 Million. 9n den letzten 5 fahren wurden nur 19 Personen dort vom Blitzstrahl getroffen; das heißt durchschnittlich 3,8 Personen im Jahr oder etwa ein Zehntausendstel von 1 Proz. der Bevölkerung des Staates. In Frankreich, wo ebenfalls genaue Statistiken in den letzten Jahren geführt worden sind, werden durchschnittlich nur 24 Personen jährlich Opfer des Blitzes. Der Stadtbewohner ist nach den Berechnungen Gilberts lOJmal so sicher vor der Blitzgefahr als der Landmann, weil in der Stadt die Blitze durch metallene Spitzen und Blitzableiter mehr angezogen werden. Aber auch der Landmann ist vor dem Blitz noch 20 000mal sicherer als der Bewohner der Großstadt vor der Gefahr, von einem Kraftwagen überfahren zu werden. Ist so die Gefahr des einzelnen während eines Gewitters so minimal, daß sie überhaupt keine Rolle spielt, so ist andererseits der Segen, den ein Gewitter mit sich bringt, von unschätzbarem Wert. Wenn auch die Gewitter den Ernten bisweilen einigen Schaden zufügen, so ist doch der mit ihnen verbundene reichliche Regen ein Spender großer Fruchtbarkeit. Ein Gewitter bietet auch eines der großartigsten Naturschauspiele, und die Dichtung hat zu allen Zeiten in dieser gewaltigen Entladung der Naturkräfte ein unerreichtes Sinnbild des Erhabenen gesehen. Klopstock war es, der den Menschen des 18. Jahrhunderts durch feine Ode „Die Frühlings- feier" den Sinn für die Schönheit des Gewitters eröffnete, und bekannt ist ja die Stelle aus dem „Werther", da der Held mit feiner Lotte schaudernd und entzückt dies Schauspiel genießt. Wenn der moderne Mensch beim Gewitter keine Kiopstockschen Oben mehr auffagt, so hat er dafür ein anderes Mittel, nm sich diese Schönheit wissenschaftlich vor Augen zu führen; er kann nämlich die Blitze photographieren, worauf der englische Astronom Lockyer hingewiesen hat. Das Photographieren von Blitzen ist die einfachste Form der Photographie, die es gibt, und kann mit jeder Kamera unternommen werden. Man braucht nur den Apparat auf große Entfernung einzustellen und ihn geschützt in die Richtung zu drehen, in der die meisten Blitze er- scheinen; dann wird der Verschluß geöffnet, und man erhält wundervolle Aufnahmen von Blitzen, die mit der Landschaft zusammen ein grandioses Bild des Gewitteroorganges ergeben. Die Blitze zucken ja im allgemeinen von der Wolke zur Erde oder von Wolke zu Wolke; es kommt aber auch ge-
Holzsubmission
in den Waldungen der Gemeinde wiefeck.
Nachoerzeichnete Holzsortimente aus diesjährigen Fällungen sollen auf dem Submissionsreege verkauft werden: Los 1: 2 Fichtenstämme 2.Kl., Schnittholz, mit 2,01 fm:
Los 2: 5 Fichtenstämme 3.KI., Schnittholz, mit 4,57 fm;
Los 3: 20 Fichtenstämme 3. Kl., Bauholz, mit 25,98 fm;
Los 4: 12 Fichtenstämme 3. Kl„ Bauholz, mit 14,25 fm;
Los 5: 48 Fichtenstämme 4. Kl., Bauholz, mit 44,72 fm;
Los 6: 57 Fichtenstämme 4. Kl., Bauholz, mit 59,62 fm;
Los 7: 115 Fichtenstämme 5»-Kl.. Bauholz, mit 73,69 fm;
Los 8: 209 Fichtenstämme 5a-Kl., Bauholz, mit 149,68 fm;
Los 9: 206 Fichtenstämme 5b-Kl. Bauholz, mit 64,10 fm;
Los 10 : 230 Fichtenstämme 5d-Kl., Bauholz, mit 91,55 fm;
Los 11: 15 Fichtenstämme 5a-ftl., Bauholz, mit 8,26 fm;
82 Fichtenstämme 5b-ÄL, Bau- holz, mit 26,98 fm.
Sämtliches Holz ist ohne Rinde gemessen und entrindet. Ausmessung und kubische Berechnung ist erfolgt nach den für die Hessische Domanialverwaltung geltenden Vorschriften. Etwaige spätere Einwendungen wegen der Vermessung werden nicht berücksichtigt. Das Holz lagert überwiegend an versteinten Wegen ober in der Nähe derselben. Die Verkaufs- bebingungen liegen auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht offen.
Diesbezügliche Angebote haben getrennt nach Klaffen für ein Festmeter in Reichsmark zu erfolgen. 5152D
Offerten sind verschlossen mit ber Auf- fchrist „Holzsubmission" bis zum Montag, 21. 3uni 1926, vormittags 10 Uhr, einzu- rüdjen, wo in Gegenwart ber erschienenen 25:eter die (Eröffnung stattfindet.
Wegen sonstiger Auskunft wolle man > d’ an Förster Lotz, dahier, wenden.
Wieseck. den 15. Juni 1926.
hessische Bürgermeisterei Wieseck. Sch 0 mber.
Freitag, den 18. Juni 1926, vormittags 10 Uhr, versteigere ich m Grotzen-Bufeck zwangsweise gegen Barzahlung:
1 Dreitdreschmoschine mit Schüttler, 2 Säemafchinen, 1 Fruchtfegmühle, einen Grasmäher, 3 Zentrifugen (von 1(X), 75, 45 Liter), 1 Elektromotor (31/, P. S.) 1 Fahrrad
Versteigerung bestimmt. Zusammenkunft der Steigerer an der Wirtschaft von Verlach. 51150
Junker
Gerichtsvollzieher in Gießen.
Kein SMdeimitlel! Nein, ein von der Wissenschaft ancr- tanulcr vitaminreicher Nähr- u. Krafttrank ist öoppeiherz das nervenberubin. Mittel bei Blutarmut, Bleichsucht, Appctitlostalelt.Ma- gcnbeschwerden.Ver- douungsschwüche, Schlaflosigkeit usw.
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Echt durch:
(?b. Gliitb, Biktoria- Drogerte: (?mil
Karn, Üemral-Dro- gerte; Aua. Noll, Kreuz - Drogerie:
Ernst Noll, Kaiser- Drogerie , OauS
Noll, LudwiaSvlav- Drogerie u/lreuftabt» Drogerie; Karl Seibel, Germania-Dro- nerie; Walter
Waldickmidt, Ad- ter-Drogerle; Otto Winterbost, Drogerie.3774D la frort (Bauernbrot). Landbäckerei sucht Kundschaft, auch Filiale. Liefert vromvt inS HauS. StbriftL Angebote unt. 04116 an den Gieß. Anz. aniiiniiiiiiiiiüiinniiiiiiiiE
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Festen
Moioi
3 Stück 28 Pf. 100 „ 7 M k.
emvsiehlt 04271 Seil?, Neuenweg 52.
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
(Aus der .Nadio-Umschau".)
Freitag, 18.3uni.
3,30 bis 4 Llhr: Die Stunde der Fugend. 4,30 bis 5,45 Tlhr: Hausfrauennachmittag. „Der Beruf Oer Gärtnerin", Dortrag von Qltarg. 3afffc- Dreslau. 5,45 bis 6.05 ilbr: Die Lesestunde. 6,15 bis 6,45 Llhr: „Die Wohltätigkeit-marken der Schweiz: Pro 3ui>cntutc“, Dortrag von Dr. 3. A. Bohhard-Marburg. 7,45 bis 8.15 Llhr: Italienischer Sprachunterricht. 8.15 Llhr: „Der 3ahrmarkt zu Pulsnitz". Ein dionysischer Schwank in drei Akten von Walter Harlan. Anschließend: Reue Schallplatten.
Das Jucken der Kopfhaut ist eine Folge fettiger Kopfschuppen. Regelmäßige Verwendung von „edimunpon mit dem schwarzen Kopf" mit Nadelholzteer- Zusatz beseitigt beides gründlich und wirft gleichzeitig dem Haarausfall entgegen. Beim Einkauf verlange man ausdrücklich diese Spezialsorte und achte genau auf die nebenstehende, bekannte Schutzmack.
Hersteller: Hans Schwarzkopf, Berliu-Dahle».
legentlid) vor, daß sie von ber Erbe zur Wolke geben. Die Aufnahme solcher Blitze ist bisher photographisch nur in ganz wenigen Fällen gelungen.
Ein südafrikanischer Münchhausen.
Jägerlatein wird in allen Zonen gesprochen, aber in den tropischen Gegenden ist die Phantasie natürlich überhitzter, und man ist dort an .stärkeren Tobak" gewöhnt. Ein Beispiel solchen tropischen Jägerlateins teilt ein englischer Reisender 2an Mc. Laren bei der Schilderung eines „südafrikanischen Münchhausen" mit. Das war ein alter Bure, der in Pietersburg lebte. 3n seiner Mischsprache von Englisch. Südafrikanisch, Holländisch und Kasserndialekt erzählte er; „Löwen im Dusch? Davon kann ich eine Geschichte erzählen. Ich lagerte einmal in der Rahe von Leydsdorp. Ich hatte einen prächtigen Wagen, mit acht Gespannen von Eseln. Ich sah beim Feuer, als ich plötzlich grohe glühende Augen bemerkte, die mich ringsum aus der Dunkelheit anstarrten. Es war ein Ring von Augen um mich. Löwen, nichts als Löwen. Hunderte von ihnen. Ich nahm meine Flinte und feuerte immer wieder auf diese Augen. Löwe auf Löwe fiel; ich zählte 87. Aber andere traten an die Stelle der Erlegten und der Ring schloß sich enger und enger. Meine Munition wurde knapp, und so meinte ich. daß Flucht das Bessere sei. In dem pechrabenschwarzen Dunkel spannte ich meine Esel em, die angstvoll durcheinander rannten, schoß eine Lücke durch die Löwenherde und jagte davon. Riemais wieder habe ich Esel so rennen sehen. Statt 5 Kilometer die Stunde liefen sie 50, so schnell wie die besten Rennpferde. Stunde auf Stunde ging es in dieser Hetzjagd fort, und ich begriff gar nicht warum, da die Löwen uns nicht folgten. Endlich kam der Morgen, und da sah ich die Ursache. Ob sie eS mir glauben oder nicht, meine Herren," schloß der MüinHhausen triumphierend ..ich sage Ihnen nur die Wahrheit: in dem Dunkel hatte ich mit den Eseln zwei Löwen eingespannt."
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