Am Sonntag weilten die 2. und 3. 3 u - oendmannschaft als Gäste bei dem V. f. D. Kurhessen Marburg. Beide Mannschaften erzielten ein 2:2 Resultat. Die Jugend Aschaffenburgs spielte ebenfalls gegen B. f. *3. Kur- Hessen Marburg 2:2. während die Ligamannschaft des B. f. B. Kurhessen Marburg von „6 t> d 11“ Kassel eine 3:4 Rieder läge einstecken muhte, obwohl sie noch bei Halhzeit mit 3:0 in Führung lag.
Die 3 b Mannschaft der 6p. Bgg. 1900 weilte mit nur 9 Mann in Leun und bezog daselbst verdient eine 62-Riederlage.
D. s. B.
(=) Durch das Samstag spiel der Marburger »Germanen" erhielt das Treffen dieser gegen die Ligamannschaft des D. s. D. eine besondere Rote. Di« Platzmannschaft sand sich sofort imb setzte der Marburger Deckung hart zu, hatte aber vorläufig ein starres Hindernis in der vorzüglichen Abwehr der Gästevcr- tcidigung. in der der alte Routinier Loh überragte. 03. f. B. zeigte sich in dieser Halbzeit seinem Gegner technisch und tattisch weit überlegen. Das Zuspiel war glanzend. Je nach der Lage wanderte der Ball in flacher oder halbhoher Kombination von OHarrn zu Mann, so daß der Gegner sich kaum einmal in den Besitz desselben sehen konnte. Während die Hintermannschaft wenig beschäftigt war, versah die unermüdliche Läuferreihe den glänzend aufgelegten Sturm mit Vorlagen. die zu Erfolgen führen muhten. Drei von vielen Torschüssen sanden denn auch ziemlich kurz hintereinander ihren Weg ins Retz. Din 4. Tor wurde wegen angeblichem Abseits nicht gewertet. Immer noch gestaltete V. f. D. das Spiel weit überlegen. Rr. 5 war „so gut wie gemacht", zählte aber ebenfalls nicht, da der von einem am Boden liegenden Stürmer schwach aufs leere Tor getretene Ball die Torlinie noch nicht überschritten haben sollte, bevor er von einem Verteidiger wegbefördert wurde. Di« Gäste beschränkten sich während dieser Zeit lediglich auf Durchbrüche, die infolge des allzustarken Aufrückens der Verteidigung oft gefährlich wurden. Auf diese Weise und mit Ausnutzung eines Miß- verständnisses kam Marburg zum ersten Gegen- tot. Kurz darauf verpatzte Linksautzen eine klare Torgelegenheit. Bei 3:1 für Giehen wurde gewechselt. Der immer stärker werdende Regen lieh das Spiel sich im langsamen Tempo abwickeln. „Germania" kam etwas auf,
ohne jedoch den Ton angeben zu können. Im Gegenteil zeigte D. f. V. trotz starken Rachlassens einiger „Wasserscheuer" stets eine kleine Ueberlegenhest seinem Gegner gegenüber. Rach einigen ausgelassenen Gelegenheiten, wie Lattenschüsse usw. wurden wieder zwei Tore erzielt, von denen das erste diesmal zu Recht wegen Abseits nicht anerkannt wurde. Marburg drückte nochmal aufs Tempo, um das Resultat zu verbessern, was ihm auch durch ein zweites Tor gelang. Der Rest der abgekürzten Spielzeit brachte bei strömendem Regen nichts besonderes mehr. Mit 4:2 verlieh D. f. D. als Sieger den Platz. Germania" Marburg hatte GÜick, so knapp davvngekonnnen zu sein. Richt unerwähnt soll bleiben, datz do« Spiel sich von Anfang bis Schluß ruhig und fair abwickelte.
In dieser Aufstellung und mit diesem Geist kann die D. f. B.-Mannschaft den kommenden Bezirksoer- bandsspielen mit Ruhe entgegensehen, vorausgesetzt, daß sie die achtwöchige Sperrzeit richtig ausnutzt
Für nachmittags hatten sich die A l 1 e n D. f. B.er die Alten „Germanen" M a r b u'r g s zu Gast geladen. D. s. B. schickte seine Gäste mit einer 7:2« Packung beladen heim.
Dritte und zweite Iugendmannschast waren zur Playweihe in Dauoringen und brachten ein unentschiedenes 2:2 bzw. einen knappen 1:0>Sieg nach Gießen.
Aus dem Arbeiter-Turn- und Sportbund.
Gießen I — Bezirksmannschaft 2:4 (1:2).
£ Am Sonntag fand auf bem Heuchelheimer Platz ein Spiel dec 1. Mannschaft der Freien Turnerschaft Giehen gegen eine aus Spielern der Vereine Heuchelheim. Wetzlar und Raunheim zusammengesetzte Dezirksmannschaft statt. Der An- stotz der Bezirksmannschaft wurde gleich vor das Siebener Tor getragen, wo der Ball auch für di« erste Viertelstunde festgehalten wurde. Giehen fand sich schwer zusammen, drei Mann Ersatz und eine unglückliche UmfteHung trugen die Schuld hieran. Erst allmählich klappte es: der erste Durchbruch führte gleich zu einer Ecke für Giehen. die ergebnislos blieb. Bei auf- und abwogendem Kampfe wurden beiderseits günstige Torgelegenheiten ausgelassen, auch zwei Ecken für die Dezirksmannschaft brachten noch keinen Erfolg, bis in der 30. Minute eine Vorlage des Mittelläufers von Rechts au hen für die Bezirksmannschaft zum 1. Tor verwandelt werden konnte. Ein auf der Strafraumlinie für Giehen gegebener Strasstoh führte zum Ausgleich. 2 Minuten vor Halbzeit konnte die Dezirksmannschaft auS einem Gedränge heraus abermals in Führung geben. Rach Wiederanstoh beiderseits ziemlich aufgeregtes Spiel. Einen Elfmeter hielt der Tormann der Dezirksmannschaft, die nun in der Folgezeit wieder den Ton angab. Zwei weitere Tore waren der Erfolg hiervon. Die Gülttgkeit deS einen Tores darf angezweifelt werden. Beiderseits wurden noch einige Ecken erzielt, bis Giehen im Endspurt ein zweites Tor aufholen konnte. Die Aufstellung der Dezirksmannschaft erwies sich als gut. der schwächste Punkt waren die beiden Außen stürm er
Gießen II — Marburg II 2:2.
Zu einem Verbandsspiel trafen sich die obigen Mannschaften. Marburg trat nur mit 9 Mann an, trotzdem gelang es der kompletten Gießener Zweiten, als mageres Ergebnis ein Unentschieden herauszuholen.
Heuchelheim Jugend — Klein-Linden Jugend 5:0.
Auch in Klein-Linden beginnt sich nunmehr der Fußball einzubürgern. Die Jugendmann- schaft von da traf sich zu ihrem ersten Spiel in Heuchelheim mit der einheimischen Jugend, beide Mannschaften zeigten ein lebhaftes Spiel. Dah die ersten Spiele gegen spielerfahrene Gegner «mit einer Riederlage enden, ist verständ- ohdem zeigte Klein-Linden bereits ein verständnisvolles Eingehen auf die Künste des Fußballs. Dis Halbzeit konnten sie das Ergebnis noch 1:0 halten, mußte allerdings nach Seitenwechsel den Dall noch viermal aus dem Reh holen.
Handball.
Wetzlarer Städtemannschast — T. H Berlin-Charlottenburg 6:2
tz. Wieder konnte die Wetzlarer Stadtvertretung im Handballspott ihrer früheren Erfolgen am Samstag einen neuen anreihen. Das Spiel mußte infolge der anhaltenden Regengüsie von dem nicht spielfähigen F.-E.-Platz nach dem Stadion gelegt werden. Unter der Leitung des guten Schiedsrichters Seibert vom Tv. begapn das Spiel, das nach kurzem Hin und Her den Berlinern den ersten Erfolg
brachte. Fast vom Anstoß weg glich Wetzlar aus und stellte das Torverhältnis in gleichen Abständen bis zur Mitte der ersten Hälfte auf 3:1 für Wetzlar. Erst jetzt machte sich bei Berlin eine gewiße Einheitlichkeit bemerkbar, die nach und nach ein immer besser werdendes Zuspiel zeigten, dem aber — und da-, war ihr Verlierer — vor dem Tor der Schuß fehlte. Weglar konnte das Spiel im Feld trog der aufopfernden Spielweife des Mittelläufers nicht gleich halten, wurde aber in jedem einzelnen Angriff seines Sturmes entschieden gefährlicher und konnte vor allem schießen. Letzteres galt vor allem für den Hl., der am Samstag wieder feine altgewohnte Form zeigte. Roch dem Seitenwechsel konnte Berlin das Spiel immer offener gestalten, ohne aber den mit dem Wechsel bestehenden Abstand von 5:1 für Wetz, lar verringern zu können. Auf jeder Seite je ein Erfolg stellte das Torverhältnis endgültig richtig. Berlin mußte geschlagen den Platz verkästen.
Gießen - Frankfurt Abt. 11 0 : 5.
Zu diesem Spiel auf dem Trieb am Sonntag erschienen die Frankfurter nur mit 9 Mann. Die größere Spielerfahrung sicherte ihnen aber obigen einwandfreien Erfolg über die Gießener Handballer.
Tennis.
Fritz-Sieger im Prälidenten- Pokai.
Frankfurt o. M., 14. Juni. (WTB.) Montag nachmittag wurde die Schlußrunde im Präsiden- ten - Pokal ausgefochten, die zu gleicher Zeit als Kampf um die Tennis-Mei ft erfchaft von Frankfurt a. M. gilt. Fritz, der den Pokal bereits in den letzten Jahren gewonnen hatte, blieb auch diesmal siegreich, indem er Bohrmann 6:3, 6:3, 6:2 abfertigte, wobei Bohrmann, namentlich im letzten Satz, guten Widerstand leistete. Fritz hat damit den Pokal zum drittenmal gewonnen, der in den endgültigen Besitz aber erst nach fünfmaligen Gewinnen übergeht. <Jn den Vorrunden waren so gute Spieler wie Floda und Dr. Schmidt- Knatz ausgeschieden, die ebenfalls auf Fritz gestoßen und von diesem verhältnismäßig leicht geschlagen waren.
3nternationa!es Tennisturnier in Paris.
Paris, 14. Juni. (WTD.) Heute nachmittag schlug bei dem internationalen Tennis- Turnier im Bois de Boulogne im gemischten Doppelspiel L en g len - Dr u g n o n — Des- nerais-Dorotra mit 6:4, 6:3. Außerdem im Herren-Einzel-Endspiel Eochct — Lacoste mit 6:2, 6:4. 6:3.
Boxen.
Boxen bei den Kölner Kampfspielen.
Für die während der Deutschen Kampfspiele auszutragenden deutschen Dox- meisterschasten hat nunmehr auch der Deutsche Athletik-Sport-Derband seine Mannschaft bekannt gegeben, die sich wie folgt zu- fammenseht: S t i p p e l, Augsburg: Schade, Kassel (Fliegengew.), Eastor, Köln: Dato, Köln (Dantamgew.): Kurt, Köln: Mühleisen, Stuttgart (Federgew.): Faigle, Stuttgart: Weißgerber, Pirmasens (Leichtgew.): D a l s ch u n, Essen; Säst, Stuttgart (Weltergewicht): Riesen, Köln: Krietenstein, Wiesbaden (Mittelgew.): Oester le in, Stutt- 8art: Kraus, Höchst (Halbschwergew.): Levy, issen: Pott, Köln (Schwergew.).
Westdeutschland siegreich gegen Holland.
In Düsseldorf fand am Samstagabend ein Län- derkampf im Boxen zwischen Westdeutschland und Holland statt, den die deutsche Auswahlmannschaft nach glänzendem Kampfe mit 14:2 für sich entscheiden konnte. Lediglich im Weltergewicht konnte der Holländer Huzenaar - Rotterdam gegen Laß- Duisburjj einen Sieg für fein Land herausholen. Die holländische Mannschaft hinterließ troß dieser hohen Schlappe einen sympathischen Eindruck.
Das Turn- und Sportabzeichen.
Zweitausendmal ist jetzt bereits das Reichs- j u g e n d a b z e i ch e n des D. R. A. verliehen wor- den. obwohl es erst gut ein Jahr besteht. 43 000 Turner und Sportler tragen das Deutsche Turn- und Sportabzeichen, nachdem sich allein im vergangenen Jahr rund 10 000 Personen erfolgreich darum beworben haben. Die erzieherische Bedeutung namentlich des Reichsjugendabzeichens hat sich also durchgesetzt: das beweist der Erfolg. Die vor der Einführung erhobenen pädagogischen Bedenken werden dadurch widerlegt, daß gerade die Schulen das Reichsjugendabzeichen unter den Jugendlichen am meisten eingefühtt haben: bei 1455 Bewerbern wurden nämlich die Prüfungen von ihren Lehrern in den Schulen abgenommen, nur 545 Bewerber ließen sich ihre Leistungen durch Kampfrichter der Vereine bescheinigen.
Gießener Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochanmarkt: Duster 160 bis 180, Matte 30 bis 35, Wirsing 30 bis 40, gelbe Rüben 40 bis 80, rote Aüben 20. Spinat 20 bis 30, Römischkohl 25, Dohnen 70. Spargel 70 bis 110, Erbsen 70, Tomaten 70 bis 150, Zwiebeln 20, Meerrettich 80, Rhabarber 20 bis 30, Kartoffeln (neue) 15, Kartoffeln (alte) 5. Aepfel 20 bis 40, Kirschen 30 bis 50, Stachel- beeren 30 bis 35, Erdbeeren 80 bis 120, Honig 50. junge Hahnen 100 bis 120, Suppenhühner 110 bis 130 Pf. das Pfund: Eier 11 bis 12, Blumenkohl 80 bis 100, Salat 10 bis 15, Salat gurken 60 bis 70, Ober-Kohlrabi 25, Rettich 20 bis 30. Tauben 60 bis 100 Pf. das Stück: Käse 10 Stück 60 bis 80 Pf.: Radieschen 10 bis 15Pf. das Dd.
Wettervoraussage.
Wolkig mit zeitweiser Aufheiterung, tagsüber warm, durchweg trocken.
Infolge zeitweisen Sinströmens von nordwestlichen Winden ist heute der Witterungscharakter noch veränderlich: morgen dürsten die Winde auf südliche Richtung zurückdrehcn.
Rundfunk-Programm
des Frankfurter EenderS.
(Aus der .Radio-Umschau".)
Mittwoch, 16. Juni.
3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des HauSorchestcrs: „Walzer, Polka und Quadttlle". 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Dücherstunde. 6.15 biS 6.45 Uhr: „Ungarisch und Finnisch und ihre Literaturen". Vortrag von Dr. Ludwig Harald Schütz. 6.45 bis 7.15 Uhr: Funkhochschule Frankfurt: „Totalität und Leben (ReuhegelianismuS — HanS Driesch — William Stern)", Vortrag von Privatdozent Dr. Heinemann. 7.30 bis 10 Uhr: Uebertragung auS dem Staatstheater Kassel: „Ar- mida", große heroische Oper in fünf Aufzügen von Gluck.
Für die Aufmerksamkeiten und die vielen Geschenke anläßlich unserer Vermählung, danken wir herzlichst
Heinrich Benner II. und Frau
Gießen (Seltersroeg 83), ben 14. Juni 1926
7
Moderne Einrichtungen für Gaststätten aller Artl
Büfetts, Eisschränke Jische
Sitzmöbel Garderoben
!tr Beitaurante, Calla, Hotels, Kasinos usw., sowl e
Bierausschankanlagen
liefert die älteste Spezialfabrik 9id
Jacob Dies, Frankfurt a. M. 13
Langeetraße 35. Fernsprecher Bence 2428,29
Für die uns anläßlich unserer goldenen Hochzeit am 11. b. Mts. in so reichem Matze dar- gebrachten Glückwünsche und Geschenke sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank
Severin Leyerer, Revierförster i. R. und Frau Katharine geb. Magel Hebamme i. R.
Climbach (Kr. Gießen), den 13. Juni 1926
Waagen aller Art empfiehlt u. werden eichfähig hergestellt.
Karl Schmidt, Neuenweg 42, Tel. 1075
Zwei Achtzigjährige!
d,
M^ch»6 II
Immer ?> -
YOGHURT 1*
Wir haben das alleinige Herstellungsrecht von DR. AXELROD s JOGHURT welcher in allen Kulturstaaten als ausgezeichnetes Heil- und Nahrungsmittel bekannt und auch bereits in allen größeren Städten Deutschlands eingeführt lat. für Gießen und Nach- barstädte erworben
Beachten Sie bitte die morgen dem Gießener Anzeiger beiliegende Aufklärungsschrift.
DAMPFMOLKEREI GIESSEN
Gebrüder Grieb.
5106a
Damen-Hemdhosen
„Benger’s Ribana“ und viele andere
Kinder-Hemdhosen
für Knaben und Mädchen
Knaben-Kniehosen
Untertaillen für Damen
aus Trikot, */, Arm und ohne Arm
Damen-Unterjacken
Damen-Netzjacken
Schlupfhosen 5USa
in allen Größen
Prinzeß-Röcke u. Schlüpfer
in la Kunstseide
Gegründet 1859 Kreuzplatz
Was sind
Kau Bonbons?
Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Kau-Bonbons ein Zeitvertreib für Kinder sind!
Die Wrigley P. K.-Kau-Bonbons sind ein hervorragendes Mittel, um Zähne und Mund zu reinigen. Als solches werden sie von Aerzten und Zahnärzten vielfach empfohlen.
Wrigley P. K-Kau-Bonbons beseitigen das Durstgefühl und verleihen dem Atem dauernd ein angenehmes Aroma.
Sie regen den Appetit an und fördern die Verdauung.
Päckchen — 4 Stück = 10 Pf. Ueberall erhältlich!
KAU-BON B'
AKnEN’6E5ELL5<HAFT. FRANKFURT A


