Nr. 213 Achtes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
Samstag, September 1926
Die Reichsbahn
Sie kritische Beleuchtung des neuen Eis en- bahnfahrp Ians, die wir in unserer Nummer 201 vom 26. Aug. veröffentlichten, hat die Oeffentlichkeit eindringlich darauf hingewiesen, wie außerordentlich mangelhaft die Verkehrs- interessen der Stadt Gießen und der Provinz Oberhessen von der Reichsbahnverwaltung jetzt beachtet werden. In Zuschriften aus unserem Leserkreise kam die Entrüstung über dieses eigen* artige Verhalten der Reichsbahnverwaltung lebhaft zum Ausdruck. Dankenswerterweise haben sich unsere hessischen Landtagsabgeordneten Frl. Birnbaum, Dr. Keller und Dr. Rie- po 1 h in einer Anfrage an die hessische Regierung der Berkehrsnöte unserer Provinz angenommen. Wair darf Wohl hoffen, daß die hessische Regierung mit allem Rachdruck bei der Reichsbahndirektivn Fränk - s u r t a. M. auf eine unsere Provinz befriedigende Aenderung des Fahrplans-Entwurfs hin" wirken wird.
Mittlerweile hat sich nun auch der Hessische Derkehrsverband in Darmstadt mit einer Eingabe an die Reichsbahndirektion Frankfurt und an die Reichsbahnhauptverwaltung in Berlin gewandt, in der er für die Interessen der Provinz Oberhessen eintritt. Die Eingabe hat folgenden Wortlaut:
2n den Entwürfen zum Winterfahrplan 1 926/2 7 ist die hessische Provinz Oberhessen erneut gegenüber anderen Teilen des Deutschen Reiches ganz besonders stark benachteiligt. Die geplanten Einschränkungen im Schnellzugsdienst sollen nach den vorliegenden Entwürfen im Direktionsbezirk Frankfurt a. M. namentlich die oberhessische Schnellzugsstrecke Frankfurt a. M.—G letzen und weiter treffen. Nach dem Entwurf sollen auf dieser wichtigen Durchgangsstrecke nur mehr drei O-Zugspaare in jeder Richtung verkehren, von denen das eine, D 191/19 2, für Oberheffen ohne jede Bedeutung ist, da die Züge ohne Aufenthalt zwischen Frankfurt a. M. und Kassel durchfahren. Der einzige bisherige Aufenthalt dieser Züge in Bad-Nauheim ist in dem Entwurf leider gestrichen worden. Die bereits in unserem Schreiben vom 22. März 1926 von uns beantragten Aufenthalte für D 191/192 in Gießen sind leider auch jetzt nicht eingerichtet worden.
Praktisch kommen für die Verbindung zwischen Frankfurt a. M.—Friedberg—Bad-Nau- heim—Gießen und weiter nach Norden und nach Nordwesten nur mehr zwei O-Zugs- paare in Frage. In jeder Richtung soll morgens früh und abends spät ein Schnellzug verkehren, während den ganzen Tag über kein O-Zug zur Verfügung steht.
Ein Vergleich mit den Verhältnissen vor dem Kriege ergibt klar, datz gegenüber der Konkurrenzstrecke Frankfurt am Main— Fulü a—B ebra die hessische Linie stark benachteiligt ist. Die folgende Aufstellung mag diese Behauptung erhärten:
Von Frankfurt a. M. nach Norden auslaufende Schnellzüge: Sommer 1914: über Gießen 9 l)-Züge, 4 Eilzüge = 13 Züge; über Fulda 9 O-Züge, 3 Eilzüge — 12 Züge. Sommer 1926: über Gießen 8 O-Züge, 3 beschleunigte Personenzüge = 11 Züge: über Fulda 7 O-Züge, 1 Eilzug, 2 beschleunigte Personenzüge = 10 Züge. Winter 1926/27 nach Entwurf über Gießen 3 O-Züge, 3 befchl. Pers.-Züge = 6 Züge (davon ein O-Zug ohne alle Qkbeutung für Oberhessen): über Fulda 5 O-Züge, 1 Eilzug, 2 beschleunigte Personenzüge = 8 Züge. Winter 1926/27 nach unserem Vorschlag: über Gietzen 4 O-Züge, 3 beschleunigte Personenzüge = 7 Züge (davon ein O-Zug ohne alle Bedeutung für Oberhessen): Über Fulda 4 O-Züge, 1 Eilzug, 2 beschleunigte Personenzüge = 7 Züge.
Zu dieser Aufstellung dürfen wir bemerken, daß selbverständlich die beschleunigten Personenzüge nicht als vollgültiger Ersatz für Schnellzüge gewertet werden dürfen. Alm indessen ein völlig objektives Bild zu geben, sind die beschleunigten Personenzüge, die vielfach an die Stelle von Eilzügen der Vorkriegszeit getreten sind, hier aufgeführt.
Die Einschränkungen im Winter- fahrplan 1 926/27 sind nach obiger Aufstellung gegenüber dem Jahre 1914 und auch dem Sommerfahrplan 1926 auf der hessischen Strecke über Gießen ganz ungleich größer als auf der preußischen Strecke über u t & aA Während auf der Fuldaer Strecke von 7 O-Zugspaaren nur zwei Wegfällen, also fünf weiter verkehren sollen, sollen nach öem Entwurf auf der Strecke über Gießen von acht O-Zugspaaren nicht weniger als fünf in Wegfall kommen, so daß noch, tote bereits betont, Praktisch zwei O-Zugspaare für Oberhessen verblieben.
Es liegt auf der Hand, daß eine derartige Beeinträchtigung der oberhessischen Hauptstrecke im großen Durchgangsverkehr für das Wirtschaftsleben der Provinz Oberhessen von denkbar größtem Nachteil fein muß.
Mit anderen Organisationen und Stellen erheben wir gegen die geplante unverantwortlich starke Beschneidung des Schnellzugsverkehrs auf der Strecke Frankfurt o. M—Gießen und weiterhin hiermit nachdrücklich Einspruch und bitten, im Wege eines gerechten Ausgleiches die leider nun einmal beschlossenen Einschränkungen gleichmäßiger erteilen zu wollen.
■3u diesem Zwecke machen wir, um praktische Arbeit zu leisten .folgenden
positiven Vorschlag:
Die Züge D 85/86 werden für die Dauer des Winters 1926/27 statt über Hanau—Fulda— Debra über Friedberg — Gießen — Kassel geführt. Die geplante vereinigte Füh- rung dieser Züge ab Flieden und bis Fulda mit
und Oberhessen.
den Münchener Zügen D 89/90 wird auf die Strecke Göttingen—Hamburg beschränkt, wobei die Vereinigung bzw. Trennung der Frankfurter und Münchener Zugteile nach Göttingen verlegt wird. Die Führung der Züge D 85/86 über Gießen erscheint fahrplantechnisch möglich, wie die folgenden Fahrzeiten ergeben:
D 85/86 Gietzen — Kassel:
O 85 ab Frankfurt a. M. 1.23, ab Friedberg 1.58, ab Dad-Nauheim 2.09, ab Gießen 2.37—2.40, ab Kassel 5.00—5.10, an Göttingen 6.20, D 89 aus München an Göttingen 6.09, O 85 wie bisher weiter mit D 89 vereinigt ab Göttingen 6.32, an Hamburg 11.28. — D 86 ab Hamburg 7.03, D 86 im bisherigen Plan von D 90 mit diesem vereinigt an Göttingen 12.01, O 86 nach München ab Göttingen 12.05, Göttingen ab 12.11, Kassel 1.25—1.33, Gießen 3.48—3.51, Bad-Nauheim 4.22, Friedberg 4.30, an Frankfurt a. M. 5.03.
Wir sind uns durchaus darüber klar, daß es einer gewissen Entschlußkraft bedarf, die seit Jahren über Hanau—Fulda geführten Züge O 85/86 über die oberhessische Strecke zu fahren. Andererseits wäre indessen eine Beschränkung der oberhessischen Strecke auf 2 O-Zugspaare derart ungeheuerlich, daß ein Aus gleich unter allen Alm ständen geschaffen werden mutz. Wir dürfen hierbei daran erinnern, daß anderwärts infolge der von der Reichsbahn beschlossenen starken Einschränkungen im Schnellzugsverkehr ebenfalls Verlegungen von Zügen stattfinden: So soll der wichtige Zug D 282 Holland— Frankfurt a. M., der seit Jahren rechtsrheinisch geführt wird, im Winter 1926/27 infolge Wegfalls von D 304 linksrheinisch über Bingen—Mainz gefahren werden. Wie O 282 beispielsweise für den direkten Wiesbadener Verkehr in Wegfall kommt, das durch O 48 Anschlüsse erhält, so wäre durch einen Zusammenschluß von P 43 mit D 89 und von O 42 mit D 90 der Verkehr der Stationen zwischen Frankfurt a. M. und Fulda mit Hamburg usw. zu bedienen.
Alnfer Vorschlag hat den Vorteil, daß die Mehrleistungen der Reichsbahn an Zugkilometern gegenüber dem Entwurf sich auf je einmalige Fahrt Göttingen—Fulda bzw. Flieden —Göttingen beschränken, also denkbar mäßig sind.
Lebhaftes Erstaunen und berechtigten Alntotllen hat in Oberheffen weiterhin die bedauerliche Tatsache ausgelöst, daß für die oberhessischen Strecken gegenüber dem Sommerfahrplan 1926 an Sonn- und Feiertagen wiederum eine außerordentlich starke Beschränkung der Zugleistungen eintreten soll. Wir dürfen auf unsere eingehend begründete Zuschrift vom 23. Marz 1926 Bezug nehmen, in der wir eine derartige Beschränkung gerade des Sonntagsverkehrs für die Interessen der oberhessischen Gegenden besonders abträglich bezeichnet haben. Es muh auffallen, daß gerade auf den oberhessischen Strecken an der keineswegs mehr zu verantwortenden Alebung einer starken Beschneidung des Sonntagsverkehrs festgehalten wird. Anderwärts wird dem Bedürfnis, gerade auch an Sonn- und Feiertagen den Personenaustausch zwischen Stadt und Land zu fördern, weit mehr Verständnis entgegengebracht, als dies seitens der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. hinsichtlich der oberhessischen Strecken der Fall ist.
Die Dinge liegen so, daß die hessische Provinz Oberhessen durch die Fahrplangestaltung der Entwürfe zum Winterfahrplan 1926/27 in ganz besonderem Maße geschädigt erscheint. Von der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. wird erwartet, daß sie in letzter Stunde den berechtigten Wünschen Oberhessens Rechnung trägt, und zwar sowohl, hinsichtlich des durchgehenden Schnellverkehrs, wie auch namentlich der Gestaltung des Verkehrs an Sonn» und Feiertagen.
Wir würden es begrüßen, wenn in einer gemeinsamen Aussprache, zu der auch die ober- hessischen Interessenten einzuladen wären, die für die Provinz Oberhessen lebenswichtigen Der- kehrsfragen erörtert würden. Jedenfalls aber muß unter allen Almständen vermieden werden, daß der für die Provinz Oberhessen unannehmbare Entwurf für den Winterfahrplan 1926/27 so, wie er veröffentlicht ist, zur Durchführung gelangt.
Der Reichsbahn - Hauptverwaltung in Berlin übersenden wir Durchschlag dieses Schreibens.
* . *
Man ist dem hessischen Derkehrsverband Dank schuldig dafür, daß er in dieser entschiedenen Weise der Reichsbahn vor Augen führt, welche Ungerechtigkeit gegenüber der Provinz Oberhessen sie begehen will. Wir haben bekanntlich mehrfach auch an dem Derkehrsverband Kritik geübt, weil er bisher die Interessen unserer Provinz recht stiefmütterlich behandelt hatte. Alm so mehr erkennen wir nun an, daß er jetzt nach der Nauheimer Tagung vor einigen Wochen eine erfreuliche Wendung zu Gunsten unserer oberhessischen Belange vorgenommen hat. Der Derkehrsverband darf gewiß sein, daß er bei seinem Eintreten für die oberhessischen Der- kehrsinleressen die volle Alnterstützung unserer Provinz finbeix wird.
Bei der Erörterung dieser Angelegenheit werden sich vielleicht manche Mitbürger gefragt haben, warum der Derkehrsbund Oberhessen in dieser Sache bisher nicht hervorgetreten ist. Aus Grund unserer Kenntnis der Dinge können wir mitt eilen, daß die hier in Betracht kommenden Persönlichkeiten es an der Vertretung unserer oberhessischen Derkehrs- w^xsche aud) bei der jetzigen Fahrplangeftaltung xncht fehlen lassen werden, daß jedoch ein Dor- gefren von Bundes wegen bisher nicht in
Betracht kommen konnte, weil der Bund «och xxicht konstituiert ist, sondern jetzt nur ein Organisationsausschuß besteht, der die programmatischen Grundlagen des neuen Bundes auszuarbeiten hat und diese demnächst in einer Sitzung beschließen wird.
Ein Wunsch aus Nidda.
Man schreibt uns aus Nidda: Dor einiger Zeit wurde von interessierten Kreisen ein Gesuch an die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. gerichtet, das die Späterlegung des Perfonenzugs 504 w. ab Gießen 5.31 früh um etwa 25 Minuten erreichen sollte. Leider ist diese Eingabe von der Reichsbahn ablehnend beantwortet worden. Die Ablehnung wird damit begründet, daß der Pz. 504 in Lich mit Pz. 515, in Oberwiddersheim mit Pz. 501 und in Mit- tel-Gründau mit Pz. 503 kreuze und bei der gewünschten Späterlegung daher in Gelnhausen frühestens um 8.09 vorm. eintreffen könne. Hierdurch gehe der Anschluß an den Zug 807 nach Fulda verloren, weil letzterer wegen des unmittelbar dahinter liegenden O-Zuges 41 ab Gelnhausen keine spätere Lage erhalten könne. Ferner gehe in Nidda der Anschluß des Zuges 4184 von Schotten an den Pz. 503 nach Gießen verloren. Letzterer könne nicht mehr beschleunigt werden und mülle, wie jetzt, zur Erreichung des wichtigen Anschlusses an den befchl. Pz. 768 Gießen ab 9.42 vorm. nach Frankfurt um 9.37 vorm. in Gießen eintreffen. Mit Rücksicht darauf fei eine Späterlegung nicht zu erreichen. Es ist sehr zu bedauern, daß sich im Interesse von etwa 200 Schülern, Geschäftsangestellten und Beamten, die den Zug auf der Strecke von Nidda bis Büdingen täglich benützen, keine spätere Abfahrt des Zuges, besonders im Winter, ermöglichen läßt.
Anmerkung derRedaktion: Wir fragen die Reichsbahndirektion: Sollte sich der Wunsch der Bewohner Niddas nicht mittels eines Triebwagens erfüllen lassen?
Rundfunk-Programm
deS Frankfurter Tenders.
(Aus der „Nadio--Amschau".)
Sonntag, 12. September.
8 bis 9 Alhr: Morgenfeier, veranstallet vom Wartburgverein Frankfurt a. M. 10.30 bis 12 Alhr: Alebertragung von Kassel: Mittagskonzert. 12 bis 1 Alhr: Alebertragung von Kassel: Kinderwettbewerb. 4 bis 5 Alhr: Stunde der Jugend. 5 bis 6 Alhr: Konzert des Hausorchesters: Die Oper der Woche. 7.30 bis 9.30 Alhr: Alebertragung aus dem großen Saal des Saalbaues: Hauptkonzert des Verbandes der Deutschen Zithervereine anläßlich des 36. Kongresses. 9.30 bis 10.30 Alhr: Alebertragung von Kassel: Humor in Wort und Musik. Anschließend bis 12 Alhr: Aletertragung von Berlin: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle.
Montag, 13. September.
4.30 bis 5.45 Alhr: Konzert des Hausorchesters: Alte Tanzmusik. 5.45 bis 6.05 Alhr: Die Lesestunde. 6.15 bis 6.45 Alhr: »Aus dem Spessart", Vortrag von Georg Keimex. 6.45 bis 7.15 Alhr: »Das heutige Athen", Vortrag von Hans-Leo Abshagen. 7.15 Alhr: »Das Locheimer Liederbuch", Vortrag von Dr. Felix Gunther (Berlin). 8.15 bis 9.15 Alhr: Klavier-Abend Michael Zadora (Berlin). 9.15 bis 10.15 Alhr. Arien und Duette.
Rätsel-Ecke.
Kreuzworträtsel.
2
10 11
11
13 Vt 15
17
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19
21 22 23 2*t
29
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2 5
50
B Eil E3I BI
3/ |53
1. Don links nach rechts:
1. Haustier: 2. Stadt in Südtirol; 6. Titel; 9. Arzneipflanze; 12. Volksstamm; 13. griechischer Gott; 16. Feldblume; 17. Gouvernement und Stadt in Rußland; 18. kleiner Mensch: 20. großer Fleiß; 21. griechisches Epos: 25. weiblicher Vorname; 27. militärische Streif wache; 28. Stadt in Brasilien; 30. biblischer Frauenname; 31. Musikinstrument; 32. fettige Flüssigkeit; 33. russischer Strom.
2. Von oben nach unten:
1. Waffe; 2. Schweizer Kanton: 3. Scbicksals- göttin; 4. berühmter Geigenbauer; 5. deutsches Gebirge: 7. Körperteil; 8. Nebenfluß der Donau; 10. Schneesturz; 11. Gedichtart; 14. Leumund; 15. Dichtungsart; 19. Bankeinrichtung; 20. Lasttier; 22. englischer Adelstitel; 23. Titelheld eines Frey- tagschen Romans; 24. englische Hafenstadt; 25. biblische Person; 26. Raubvogel, 28. europäische Hauptstadt; 29. Molchart.
Gilder-Rätscl.
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Silbenrätsel.
Aus den 41 Silben:
a — a — bo — dap — de — do — e — e — en — er — für — ge — gi — gout — ho — ka — ke — ter — ne — now — o — or — paß — pho — ra — ra — ra — ram — rat — rol — fang — fap — sche — fei — fes — fter — ti — to — ul — win — za
sind 16 Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden: 1. Herbstblume; 2. Erzeugnis der Kochkunst; 3. germanischer Heerführer; 4. griechische Dichterin; 5. Stadt in Pommern; 6. Stadt in Holland; 7. Gebirgsstraße in der Schweiz; 8. ägyptischer König; 9. Muse; 10. Kleidungsstück; 11. Berg in Tibet; 12. Baumeister; 13. Blasinstrument; 14. Berg in Armenien; 15. Alpenland; 16. Nebenfluß der Bode. Sind die Wörter richtig gebildet, ergeben deren Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn ein Zitat von Adolf Wilbrandt. 1
Zahlenrätsel.
12345678 Ort in Oberbayern.
2 4 7 8 2 6 Italienische Insel.
3 4 6 2 6 4 Männlicher Personenname.
4 6 7 8 4 6 Stadt in der Provinz Sachsen.
5 2 4 6 1 Pelzart.
6 1 3 2 4 3 Insekt.
7 2 5 3 5 3 Große Rosine
8 3 5 3 Göttin.
Wirrwarr.
Es ist zu bilden aus:
a d e h i t Weiblicher Personenname.
e i 1 r t u Gerichtliche Entscheidung.
e m n p s u Bestimmte Aufgabe.
c e e h o p Zeitabschnitt.
a c d h n o Schlachtort in Böhmen.
i i k m m r y Tierische Anpassung.
Sind die Wörter richtig gebildet, ergeben deren Anfangs- und Endbuchstaben, beidemal von oben nach unten gelesen, zwei umstrittene Landstriche.
Rätsel.
Zwei Brüder laufen um die Wette, Und bald ist der, bald der voraus;
Nachts ruf) n sie kampsesmüd' im Bette Einträchtig beieinander aus.
Auslösungen.
Bilderrätsel.
Der Gehorsam ist der Anfang aller Weisheit.
Silbenrätsel.
1. Drohne; 2. Iran; 3. Elsfleth; 4. Quitte;
5. Uri; 6. Egmont; 7. Lodi; 8. Lotos; 9. Etat;
10. David; 11. Eva; 12. Revers; 13. Schnittlauch;
14. Celle; 15. Hokker; 16. Olmük.
Die Quelle der Schönheit ist das Herz.
Verschmelzungsaufgabe.
Geranium — Elevator — Riesling — Tantieme — Resultat — Urheber — Dromedar — Europa — Dragoman — Ebenholz — Rumsteak — Landauer — Eulalia.
Gertrud (Eberle.
Kreuzworträtsel.
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Zusammensehausgabe.
Erd Rücken — erdrücken; Erk Singen — erklingen; Miß Raten — mißraten; Unter Stützen — unterstützen; Vers Anden — versanden.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedakttonSttsch.
Kaviar.
In den „Lustigen Blättern" lieft man folgende lügenhafte Geschichte:
Der alte, stocktaube Tobias hat Zeit seines Lebens noch niemals Kaviar gegessen. Das kommt vor.
Eines Tages erhält Tobias eine Einladung auf den Landsitz seines Schwiegersohns, der ein sehr vermögender Arzt ist.
Der alte Tobias fährt hin, trifft um die Frühstücksstunde ein und findet einen großen Topf mit Kaviar vor. Er nimmt ein Messer- spitzchen voll davon, kostet, verdreht die Augen vor Entzücken, nimmt noch ein Messerspitzen, greift zum Teelöffel, nascht still und versonnen ein Viertelstfündchen, legt wohlig seufzend eine kleine Pause ein, sieht sich im Raum um, bemerkt, daß er solo ist, tut sich den ganzen Inhalt der Kaviarbüchse auf seinen Teller und kniet sich rein, kniet sich richtig rein.
Schön! Der Kaviar ist alle. Der alte Tobias erhebt sich. Ein wenig unbequem ist ihm nach der Orgie zumute. Er hat den dringenden Wunsch, einen tüchtigen Spaziergang zu machen, nimmt seinen Hut und begibt sich ins Freie.
Als er über die Felder streift, knallt von irgendwo der Schuß eines fahrlässigen Rebhuhnjägers Der alte Tobias hörte nichts davon, aber er fühlt einen stechenden Schmerz im Rücken, dort, wo er am hintersten ist. Vor den Augen wird es ihm schwarz, er sagt noch einmal „Gott behüte!" und wird bewußtlos.
Nach Stunden erwacht er in einem Operationsstuhl. Vor ihm steht sein Schwiegersohn, der Arzt, hat einen weißen Kittel an, hält in der einen Hand eine Pinzette, präsentiert in der anderen ein halbes Dutzend Schrotkörner und sagt ernst:
„Da guck her, die hab' ich dir aus dem Rücken gepvlkt."
Da seufzt der alte Tobias ergebungsvoll:
..Poll weiter, ich hab' mindestens ein Pfund davon gegessen!"
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