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M. 83 Viertes Blatt
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Samstag, 10. Aprti 1926
lvas jeder von Auslandanleihen wiffen mutz.
Don Dr. Ku len kampff. M. d. R.
Es wird hier und da der Plan erwogen, ob man furch efhe Anleihe von 1,5 Milliarden dem Wohnungsbau nicht von behördlicher Seite aus be- anders gut in Gang bringen könne. Es lohnt da- er, einmal über die Frage nachzudenken, w a s An - eihen eigentlich bedeuten, und unter velchen Umständen man es verantworten kann, sie l^szunehmen. Dabei sei vorausgescbickt, daß die Itpge, ob eine Anleihe mit einer solchen Zweck- l e st i m m u n g irgendwo auf der Welt zu haben kl, außer Betracht bleiben soll. Nach meiner lieber- kjgung würde jeder denkbare Anleihe-Geber sich ijrie privatwirtschaftliche Kalkulation über die Pro- Icktivität der mit der Anleihe zu schaffenden Bau- fcn vorlegen lassen und sich, nachdem er diese Kalkulation durchstudiert hätte, mit starker Sehnsucht »och solideren Gegenden abschiednehmend auf die Lahn setzen.
Was also bedeutet eine Anleihe? Man muß diese (trage vom Gesichtswinkel einer Firma aus be> Machten, roenn^ man ihr nahekommen will. Wann sicht eine Firma eine Anleihe aufzunehmen? Wenn ihr eigenes Geld nicht mehr ausreicht, ein neues rroduzierendes Werk zu errichten ober ein bestehendes auszubauen oder zu vergrößern. In jedem Falle muß die Betonung nicht auf dem Worte Werk, sondern auf dem Worte produzierend liegen. Denn nämlich die bei Errichtung des Werkes aufzu- fleUenbe Zukunfts-Kalkulation ergibt, daß das Werk über die Verzinsung der Anleihen hinaus eine Rente richt abwerfen kann, so ist die Anleihe wirtschaftlich so l s ch und kann den Anleihe-Nehmer nur in Sorgen und in ein fortgesetztes Arbeiten für andere hin- einbringen. Zu dem Begriff „produzierend" gehört ober als gleichwertiger Begriff der des Absatzes, las Produzieren nützt dem Werke solange nichts, Wie der Absatz fehlt. Die Absatzfrage also wird für Anleihe-Geber und -Nehmer bei der Kalkulation, ob die Anleihe produktiv sein kann, eine wesentliche Rolle spielen.
Damit sind die Grundlagen gekennzeichnet, auf denen das Hereinnehmen einer Anleihe wirtschaftlich überhaupt zu verantworten ist, gekennzeichnet vom Standpunkte des privaten Hnterneh- mer 5 aus. Schwieriger liegen die Dinge, wenn sie der P o l i t i t e r, der nicht nur an die Prioatwirt- jdidft, sondern auch an die Gesamtwirtschaft iu denken hat, beurteilen soll. Für ihn nämlich kommt es wesentlich darauf an, wie eine solche Anleihe die Handelsbilanz beeinflussen kann. Die Frage, ob ein privates Unternehmen auf Grund einer Anleihe rentabel wirtschaften kann, beweist ja nichts für die Gesamtwirtschaft. Gesetzt z. B. den Fall, ein Unternehmer erfände eine Methode, um, sagen wir aus Bananen ein neues haltbares Genuß- mittel herzustellen, bas im großen Umfange von der Seoölferung gekauft würbe, unb er finanzierte fein Unternehmen durch eine Auslandanleihe, dann könnte dieser Unternehmer die Anleihe ohne Schwierigkeiten verzinsen und für sich noch eine erhebliche Rente herauswirtschaften. Da er aber sein Rohmaterial importiert, ohne irgend etwas wieder zu exportieren, da er darüber hinaus J ei n e Zinse n ins Ausland zahlt, so würde diese Anleihe, was Handels- unb Zahlungsbilanz angeht, ausgesprochen unwirtschaftlich fein. Sie würbe um so unwirtschaftlicher sein, wenn bas neue Eonußmirtel zum Nahrungsmittel würde unb zum Beispiel drosselnd auf den Verbrauch von Roggen einwirkt, könnte andererseits einen wirtschaftlichen Charakter dadurch bekommen, daß k5 die Weizen-Einfuhr so stark entlastete, daß von der Gesamtwirtschaft aus ein Plus an Nährwerten bei geringerem Aufwande van Geld dabei herauskäme?
Damit sind die allgemein wirtschaftlichen Erwägungen zur Anleihefrage kurz angedeutet. Wie sieht es nun in bezug auf den praktischen Fall aus? besetzt, eine Firma kauft ihr Rohmaterial aus dem Auslände, veredelt es in Deutschland und setzt es wieder nach dem Auslande ab, wobei der Verkaufspreis den Einkaufspreis um den Betrag von Lohn unb Gewinn übersteigt. Dann ist bie Anleihe ohne jeden Zweifel probuktio. Gesetzt den heiteren Fall, dos; Inland-Material verarbeitet und ohne Rabbau fluuiiinbringenb ausgeführt wirb, so ist auch dann von Produktivität zu reden. Gesamtwirtschaftlich zweifelhaft wird die Sache schon in dem Augenblick, wo zwar f ü r d a s W e r k s e l b st die Anleihe noch produktiv ist, sie aber in bezug auf Ein- und Lus f u h r keine Bedeutung hat, das heißt, der Wert der ausgeführten Dinge den der eingeführten nicht mehr überschreitet. Dann beginnt schon ein tugatior Einfluß auf die Zahlungsbilanz, da ja die Linsen für die Anleihe ins Ausland ge = schickt werden müssen, jede Zinszahlung also eine Rachfrage nach Devisen bedeutet. Der Einwand, daß in diesem Falle die Anleihen den inneren Darkt beleben, ist ohne Zweifel richtig, aber man muß sich darüber klar sein, daß ein noch so belebter innerer Markt auf die Dauer eine Wirt- fchast dann nicht gesund erhalten kann, wenn diese innere Belebung auf ff o ft e n von Handels- nn b Zahlungsbilanz geht. Die Wirtschaft kommt bann in bie Situation einer Familie, in der alle Hänbe von morgens bis abenbs fleißig tätig -find, bie aber am Ende bes Jahres mit Schrecken -sicht, daß sie trotz aller Arbeit (Belebtheit bes inne- Ttn Marktes) ihren Lebensunterhalt nicht verbient, Imbern zum Teil vom Vermögen genommen hot. Ein Blick auf bie Jnflationsjahre, in benen kann eine Hanb feierte, unb in denen jeder zu verdienen glaubte, beweist bie Richtigkeit der Behavp- itng. Vielen Einzelbetrieben ging es relativ gut, unb der Gesamtbetrieb Deutschlands ging dabei säst zugrunde. Der innere Markt hat eben für ein Volk, dus in die Weltwirtschaft eingegliedert unb unfähig
ist, seinen gesamten ßebensbebarf inert) alb ber eigenen Grenzen zu erzeugen, nicht bie gleiche Bebcu- tung wie für eine von der Weltwirtschaft unabhängig lebende Bevölkerung.
Man sieht also, daß auch die Anleihefrage ij) r e zwei Seiten hat und die dazu berufenen Stellen stets sehr ernsthaft die Produktiokraft einer Anleihe nicht nur unter dem Gesichtswinkel, ob sie speziell dem Anleihenehmer eine Rente gibt, zu betrachten haben, sondern auch unter dem anderen, ob für bie gesamte Wirtschaft babei eine Erleichterung ober Erschwrung der Handels- und Zahlungsbilanz herauskommt. Damit soll unter keinen Umständen ber Beaufsichtigung privater Anleihen durch den Staat das Wort geredet werden. Es gibt andere Mittel, um einen gewissen Einfluß auf erhebliche Ausland-Anleihen auszuüben. Bekanntlich kann der Reichsfinanzminister zusammen mit dem Steuerausschuß des Reichstages Ausland- Anleihen von der Kapitalertrags st euer befreien. Hier also haben wir eine Stelle, die, ohne im geringsten wie Zwangswirtschaft zu wirken, in der Lage ist, stark regulierend einzugreifen. Wenn diese Stelle die Frage der Steuerbefreiung ausschließlich unter gesamtwirtschaftlichen Gesichtspunkten sieht, so kann die Anleihen, bit bie Bilanz der deutschen Wirtschaft bedrücken könnten, ohne Schwierigkeiten verhindern.
Wirtschaft.
Börse unb Geldmarkt.
Nachdem entgegen allen Gepflogenheiten an den letzten Tagen vor den Feiertagen eine starke Hausse eingesetzt hatte, während sonst diele Vorfeiertage Abwicklungen gewidmet sind, zeigte sich bei Wiedereröffnung der Börse, daß diese Hausse reichlich stürmisch inszeniert worden war, so daß sich alsbald eine Reaktion bemerkbar machte. Wie immer glaubte die Daissespekulaiion diese Gelegenheit benutzen zu müssen, um einen Kurseinbruch hervorzurufen; soweit sich bisher übersehen läßt, ist ihr dies aber nicht gelungen, obschon sie damit gerechnet hat, daß das große Publikum, das sich in der letzten Zeit mehr als seit Jahren an der Börse engagiert hatte, ihr mit Derkäufen folgen würde. Dies ist jedoch nicht geschehen, 'nenn schon auch vereinzelt von feiten des Publikums Gewinnmitnahmen erfolgt sind. 3m großen ganzen hält man aber noch an seinen Werten fest und wird hierbei von dem Umstand unterstützt, daß sich neuerdings auch das Ausland wieder an der Berliner Börse betätigt. 3n erster Linie sollen in den letzten Tagen für französische, schweizerische und tschechoslowalische Re tz- nung Käufe vorgenommen worden sein. Die Spekulation schritt infolgedessen auch bereits am Donnerstag zu Deckungen. Selbstverständlich hatte die Baissespekulation auch wieder ihre Argumente, und diesmal waren es die in Aussicht stehenden verschiedenen Inlandanleihen, so von feiten der Reichsbahn und der Reichspost. Darüber hinaus sprach man auch wieder von einer in Bälde aufzulegenden Reichsinnenanleihe. Bis die letztere Tatsache wird, dürfte aber noch geraume Zeit ins Land gehen, während die zu erwartenden Reichspost- und Reichsbahnanleihen, die lediglich für werbende Anlagen verwendet werden sollen, doch im Gegenteil einen Stimulans für den Aktienmarkt abgeben sollten, da ihr Erlös der Industrie in Gestalt von Aufträgen zugute kommt. Die Spekulation betonte aber lediglich die andere Seite, daß hierdurch dem Markte in größerem Maße Geld entzogen würde und die Flüssigkeit des Geldmarktes ein Ende nehmen würde. Die derzeitige Gestalt des Geldmarktes ist bekanntlich alles andere als natürlich und der Allgemeinlage entsprechend, so daß eine Entziehung der schwimmenden Gelder lediglich nach der Richtung hin wirken würde, daß der kurzfristige Geldmarkt in ein richtiges Verhältnis zum Kapitalmarkt kommen würde. Es ist auch nicht zu unterschätzen, daß während des Monats April recht viel Dividendengelder frei werden, die wenigstens zum großen Teil erneut Anlage suchen werden. Wenn auch die Schwerindustrie im großen ganzen dividendenlos geblieben ist, so sind die Dividendenerklärungen, namentlich der Gesellschaften der weiterverarbeitenden Industrien, doch reichlicher beschlossen worden, als nach dem Verlauf des Jahres 1925 zu erwarten war. Die Folge hiervon ist auch die größere Rachfrage nach einzelnen Spezialwerten, wie ja überhaupt die Hausse der letzten Wochen mehr eine solche der Spezialwerte war, wobei Autowerke und einzelne Sonderpapiere lebhaft gehandelt wurden. Am Rentenmarkt stehen zur Zeit wieder einmal die Kriegsanleihen im Vordergründe, und zwar ebenfalls in Verbindung mit den Gerüchten über eine bevorstehende Reichs- innenanleihe, wobei man eine Amtauschmöglich- feit alter Anleihen in die neue Reichsanleihe erwartet. Einstweilen liegen jedoch keinerlei Anzeichen dafür vor, daß man mit derartigen Vermutungen auf dem richtigen Wege ist.
Am Geldmarkt hat die letzte Entspannung zum März-Llltimo nur einen Tag gedauert. Jetzt ist bereits die alte Flüssigkeit bei Sähen bis zu 4 Prozent herunter wieder vorhanden. Trotz Ermäßigung des Reichsbankdis- kontes ist die Entspannung der Reichsbank zum Dierteljahresultimo nicht über das normale Maß hinausgegangen, so daß man schon jetzt sagen kann, daß die Beurteilung der Lage seitens der Reichsbank bei Vornahme der Diskontermähi- gung als zutreffend erwiesen wird.
* I. G. Farbenindustrie A.-G., Frankfurt a. M. Die Nachricht der „Finan
cial News", daß die National City-Bank in Neuyork der deutschen Farbstoffgruppe Witte März einen kurzfristigen Kredit von 25 Millionen Dollar eingeräumt habe, und dieser später in eine langfristige Anleihe umgewandelt werden solle, ist, wie dem „D. H. D." von zuverlässiger Stelle der I. G. Farbenindustrie mitgeteilt wird, vollständig aus der Lust gegriffen. Dort ist von Anleiheverhandlungen in Amerika überhaupt nichts bekannt.
* Frankfurter Bank in Frankfurt am Main. Für bas Geschäftsjahr 1925 wirb wiederum eine Divibenbe von 6 Prozent vorgeschlagen.
* Zunahme derDetriebsstillegun- gen in Sachsen. Wie die „Tägliche Rundschau" aus Dresden meldet, hat sich die Zahl der beim Sächsischen Arbeitsministerium eingegangenen Anzeigen über beabsichtigte Betriebsstillegungen im März auf 610 belaufen, gegen 324 im Februar. Die meisten Anzeigen (180) entfallen auf die Textilindustrie. Dann folgt mit 120 Anzeigen die Maschinen- und Fahrzeugbauindustrie.
* Der Saaten st and in Preußen Anfang April. Die Statistische Korrespondenz berichtet über den Saatenstand in Preußen anfangs April u. a.: Die Feldfrüchte haben sich ziemlich gut entwickelt. Die wichtigsten Wintersaaten werden besser als „mittel beurteilt, und zwar Weizen, Roggen und Raps mit 2,9, Gerste sogar mit 2,7. Auch Luzerne und Rieselwiesen mit je 2,9 Klee wird schlechter als mittel mit 3,2 bewertet.
Dörsenkurle.
Frankfurt a.M.
Berlin
Sditu .1
Kurs |
i«iu- r>
Schlufj-I flirr 1
Anfang
Datum:
9. 4 |
10 4
9.4. |
10 4
5°/. Ternsche SleichsanleiHe
0.455
'1.4625
0.46
0,4625
4% Deutsche Neichsanleihe
—
—
0.44
—
3Vi°/n Deutsche Neichsanleihe
0.465
—
1.4375
0,52
3°/. Deutsche Neichsanleihe
0.550
—
0,54
_
Deutsche Sparprannenanleihe
0,276
—
0,265
_
4% Preußische KoniolS
0,450
—
1,4375
1.4325
4° o Hejsen .....
3'/,% Hessen ......
3% Heuen..........
Deutsche Sertd. Dollar-Anl.
0.430
—
—
—»
—
—
0,4
—
0.420
—
0,43
100
—
99,6
—
dto Doll -Schav-Anwctivg.^
99.75
—
99,9
—-
4e/0 Hollturken
13,05
13,175
13,25
5% Goldmerikaner . .
41.25
41,5
Berliner Handelsgesellschaft «Lommerj- und Privat-Bonk
152'
—
151'
151.5'
114.5-
115'
114'
115'
Zarmit und 'Jlaitonalbanf
135’
136.25
115,2-
136.5'
Deut'chc Bank
135,12
135,9
134,9'
135'
Deuische Bereinsbank • ■
88
—
_
Disconto Commandit
131.2-
131,5-
130,5-
131,2'
Metallbank
96.5
—
—
Mitteldeutsche lLrcdttbank
100
101'
100,5'
_
Oestetreichische Credttanslalt
7,5
7.75
7.5
7,75
Weltbank
0,062
0.061
—
Bochumer Gaß ■ ......
91
—
90'
94'
BuderuS .....«...
63
65'
63
65
Karo ...........
51.5'
—
52,5'
53‘
Deutsch-Luxemburg .....
98'
100-
97,25'
100'
Gelsenkirchener Bergwerke.
98.5'
100’
98'
99,5'
Harpener Bergbau ...
107'
109,5'
108,5'
109.5'
Kaliwerke Äschersleben....
128
_
129.5-
130.7'
Kaliwerk Westeregeln. ....
133
—
130'
136,5
Laurabütte . .......
40,5
43
41
41,12 50'
Oberbedarf ..........
50,5
50*
Phönix Bergbau .......
80.75’
82,25"
80.75'
81.9'
Ryeinstahl .........
92.5'
94'
92'
93,75'
Niebcck Montan........
99,5
100,5
99'
100
TelluS Bergbau. ......
37
Hamburg.Amerika Paket. . .
Norddeutscher Llovd . . .
155,1’
150.5'
157' 153'
153,7*
150,7'
156,2’ 153'
Lheramtsche Werke Albin . .
46
_
Zementwerk Heidelberg . .
98
97
_
_
Pdilivv Hohmann ....
76,25
77
75,75
—
Anglo-Cont-Guano . ...
95
—
92,25
Chemische Mayer Slapin .
—
_
9- G starbenindustrie, A.-G.
139.7'
142-
140,2'
142.1'
Goldschmidt.........
Holzverkohlung........
Rütgerswerke........
83
82
81,75
84,5
72,5
82,5
74
6’2,9
82,5
83,12
Scheideanstalt .......
115
116
-
Allg. ElektrUttätS-Gesellschaft
102,5-
104'
103,5*
103,7-
Bergmann .......
97
—
98.5'
99,5'
Mainkrastwerke ..... .
94,5
95
—
Schuckert .........
87
88.5
87.12'
89'
Siemens & Halske ......
113,5
113'
114,4-
Adlerwerke .filetier ......
60
62
61
63
Daimler Motoren. ......
65
66,75
65,75
66
Heyligcnstacdt .......
32,5
—
—
—
•’i-eauin. .......
Motorenwerke Mannheim
45
—
—
-
—
—
56,5
-
Frankfurter Armaturen
28
——
—
-
Konservenfabrik Braun . .
46
—
—
Metallgcsell chaft Frankfurt.
Pet. Union A.-G.....
110,5
—
85
—
86,25
—
Schuhfabrik Herz - . ....
40
—
—
—»
Sichel .........
3,75
—
4
—
Zell stoss Waldhof......
125
——
126
126
Zuckerfabrik Frankenthal . >
Zuckerfabrik Wagbäusrt . . .
55
61
56
61
46
—
Frankfurter Abeudbörse.
Frankfurt, 10. April. Tendenz befestigt. — Die schon an ber gestrigen Abendbörse hervorgetretene leichte Befestigung fand im heutigen Wochenschlußoerkehr eine mäßige Fort« seßung. Die Spekulation, durch das Nachlassen der Verkäufe ermutigt, zeigte etwas Unternehmungslust, die in Wochenschlußdeckungen an den Aktienmärkten unter Bevorzugung der führenden Montanwerte zum Ausdruck kam. Das Geschäft ging aber über den am Samstag gewohnten Umfang nicht hinaus, zumal eine gewisse Zurückhaltung unverkennbar weiter vorherrschte. Größere Nachfrage hatten nur einige wenige Spezialpapiere, die in- •a© sqi's6v2;sq 'koiA z vm,s 'diaqpjb uaJjaqaßjoJ minne erzielen konnten. Am Montanmarkt waren besonders Rheinstahl stark begehrt und konnten um über 2 Proz. anziehen. Phönix gingen etwa 1 Prozent höher. Ferner waren Buderus um 0,5 Prozent, Gelsenkirchen um 2 Proz. und Laurahütte um 2 Proz. gebessert. Die Werte der I. G. Farben konnten um 1 Proz. anziehen. Am Elektro- markt kamen nennenswerte Umsätze nicht zu- stände, nur Schuckert gingen 1,5 Proz. höher. Der Bankaktienmarkt verkehrte ruhig bei uneinheitlicher, aber überwiegend leicht befestigter Haltung. Schiffohrtsaktien waren wenig verändert. Von A u t o a k t i e n hatten Neckarsulmer
einen Gewinn von 1,5 Proz. aufzuweisen. Aus den K a s s a m a r k t der Industriepapiere drückten noch einige Angaben, so daß hier die Stimmung geteilt war. Zuckeraktien neigten eher weiter zum Nachgeben. Der deutsche Rentenmarkt lag sehr still. Kursbesserungen von Belang waren nicht zu verzeichnen. Von ausländischen Renten wurden Ungarn etwas lebhafter umgesetzt, auch Türken zogen mäßig an. Der Pfandbrief- mar k t verkehrte in freundlicherer Tendenz, bevorzugt biteben süddeutsche Pfandbriefe. Goldpsanb- briefe waren weiter angeboten. Der Freiver - kehr lag still. Beckerstahl 44 Beckerkohle 59, Benz 70,5, Brown-Boveri 68,5, Entreprise 11, Growag 55, Krügershall 101, Ufa 55 Proz. Der weitere Verlauf war ruhig. Der flüssige Gelbstand war geeignet, die Stimmung noch etwas fester zu gestalten. Das Angebot am Geldmarkt ist wieder größer geworben. Der Satz für tägliches Gelb "bürste sich unter 5 Proz. stellen, auch Privatbiskonten wurden unter 5 Proz. genannt Manatsgelb 5,5 bis 7,5 Prozent. Industrie Akzepte 5,75 Proz. Das D s • visengeschäft trug einen lebhaften Charakter. Paris unb Brüssel lagen weiter schwach gegen Lon- bon, unb zwar mit 142,50 bzw. 129.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphtfche Auszahlung.
9 April-
10 April-
Amtliche 'Jiort rung
Amtliche Notierung
Geld I
Brie
Geld
Briet
«mit.-'Jiou
168.33
168.55
168.36
168,78 '
Buen. Aires
1.669
1,673
1.673
1.677
Brss Antw
15,79
15.83
15.98
16.02
Cbristiania.
90.19
90,41
90,12
90,34
Kopenhag.-n
109,89
110.17
109,90
110,18
Stockholm
112..38
112,66
112,43
112.71
10,592
Hclsingfor-5
10,55
10,59
10.552
Italien .
16.87
16,91
16.86
16,90
London.
20,394
2O,!46
20,396
20.448
Vleunorf ■
4.195
4.205
4,195
4,205
Paris. .
14,35
14,39
14.415
14.455
Schweiz .
80,99
81.19
80,92
81.12
Spanien •
59.255
59,395
59,26
59,40
Japan . .
1.937
1.941
1.941
1,945
thlo be Ian Wien in T -
0.548
0,586
0.591
0,593
Ceft. abgeft
59,23
59,37
59,175
59,215
Prag - . •
12,42
12,46
12.419
12.459
Belgrad . .
7.395
7,415
7,395
7,415
Budapest.
5.87
5,89
5,865
5,885
Bul arien
3,045
3,055
3,045
3,055
L-ssabon
21,325
21.375
21.325
21,875
Danzig. .
80.92
81.12
80.88
81.08
Konst nun.
2,06
2,07
2,057
2.1.67
Athen
5,54
5,56
5,54
5,56
Canada.
4,193
4,203
4,193
4,203
Urunuap
4.285
4.295
4.295
4.305
Banknoten.
Berlin, 9 April
Geld
Brie»
Amerikanische Woien.....
4,179
4,199
Belgische Noten
15,79
15.87
Dänische Noten .......
109,58
110,12
Englische Noten - .......
20,36
20,46
ftrainöfifdje '.Ontett .....
14,38
14,46
Holländische Noten ....
167.98
168,82
Italienische Noten ......
16,88
16,96
Norwegische Noten. ...
90,04
90,50
Deutsch-Oesterr., 5100 Kronen
59,13
59,43
Rumänische Noten ......
1,74
1,78
Schwedische Noten.....
112,07
112,63
Schweizer Noten ......
80,9-2
81,32
Spanische Noten.......
59,29
59,50
Tschechoslowakische Noten ..
12,39
12,45
Ungarische Noten . ....
5.845
5,885
Berliner Börse.
Berlin, 10. April. Entsprechen!) bem Verkaufe ber ganzen Woche, in ber sich Abschwächungen unb Befestigungen mit kurzen Zwischenräumen ablösten, war bie Börse heute wieber wesentlich bese- st i g t, obwohl, wie am Wochenschluß üblich, bas Geschäft nur jögernb einsetzte. Entlastungsverkäufe ber Spekulation waren nicht weiter zu bemerken, und gleich nach Festsetzung ber ersten Kurse setzten Deckungen ein, bie das Geschäft sichtlich belebten. Am Montanmarkt ftanben Rheinstahl weiter im Mittelpunkte bes Interesses, die in kurzer Zeit ein weiteres Prozent gewannen, nachdem schon bie erste Notiz gegen gestern 1,5 Prozent höher lag. Deutsch-Lux erreichten wieber ben Paristand und überholten Gelsenkirchen. Auch die übrigen Werte lagen im allgemeinen fester, doch konzentrierte sich bas Geschäft auf einzelne Spezialmärkte und Werte, die erheblich anzogen. So bestand u. a. größeres Interesse für Karlsruher Maschinen, ferner Schantung. Der Anleihemarkt blieb ruhig. Am Geldmarkt war bie Lage wieber überaus leicht.Tagesgelb war zu 4 bis 6 Prozent angeboten, Monatsgelb 6 bis 7 Prozent umsatzlos. Im Devisenverkehr lag Paris weiter schwach mit 141,90 gegen Lonbon, ebenso Brüssel mit 129,50 gegen Lonbon.
Wettervoraussage.
Wechselnb bewölkt, nördliche Winde, vorübergehend kälter, bann Nachlassen ber Nieberschlags- neigung.
Gestrige Tagestemperaturen: Maximum: 11,2 Grab Celsius. Minimum: 2,9 Grab Celsius. Nieber- fchläge: 1,2 Millimeter. Heutige Morgentemperatur: 8,0 Grab Celsius.
Sonntagsdienst d. Äerzte n.Apotveken am 11.4.26 Frau Dr. Marx. Dr Slipper Engelapocheke. ___________Sabnarst: Dr Adam.__________”D 11011 nnflftnüffhp Gemeind-, Cderur. IX Gottes ZlvU‘lyd|iUU|UJI, dienuc: Sonntag vormltiagS !>- , Uln Sonnla i nachniinags 4 Uhr."D
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