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Angeklagte gegen den Gemeindevorsteher in Atzbach geäußert haben. Das Urteil lautete auf 20 Mk. Geldstrafe, Hilfsweise vier Tage Haft.

Unter der Anklage, einen Oberlandjäger beleidigt und bedroht, sowie groben Unfug und ruhestörenden Lärm verübt zu haben, stand ein Arbeiter aus Krofdorf. Das Gericht erkannte auf 30 Mark Geldstrafe, Hilfsweise sechs Tage Haft. Außer­dem wurde dem Beleidigten Publikationsbefugnis zuerkannt.

Landesbank hat geldliche Hilfe zugesagt. Besonders wurde die Anlage der Wasterleitung dadurch ins Rollen gebracht, daß durch die Buderusschen Gruben dem Schenkschen Gute das Wasser, das in sämtliche Wirtschaftsgebäude des Gutes geleitet war, abge- graben wurde. Die Neuanlage der Wasserleitung für das Schenkschc Hofgut und die Gemeinde Hermann- stein soll gleichzeitig erfolgen. Nach den bisherigen Forschungen verfügt die Gemeinde über gute und wasserreiche Quellen, die den Gemeindebedarf voll decken werden.

Obcrlahnkreis.

05601. Weilburg, 7. Oft. Hier wurde gestern ein löjähriger (Zunge aus Wei­mar aufgegriffen, der sich 10 Wochen lang auf der Landstraße heruingetrieben bat. _ Zuerst gab er an, er sei verschleppt worden, spater gestand» er aber, daß er seinen Eltern durch­gegangen sei.

Tillkreis.

bL Dillenburg 7. Pkt. Nach dem Stande vom 2. Oktober befinden sich nn Kreise 1 2 8 6 23 oll- erwerbslose mit 2140 Zuschlagsempfängern. An Notstandsarbeitern sind zur Zeit 280 bis 300 Mann vorhanden. Die Gesamtzahl ist etwas gefallen. In einigen Gemarkungen des Dill- kreises hat man neuerdings den Kartoffel­krebs festgestellt. Hoffentlich nimmt die verheerende Krankheit keine große Ausdehnung an.

ftrciä Ätcd;brtui.

WSN. Kirchhain, 7. Oft. In Specks- winkel fiel das dreijährige Kind eines Landwirts, während die Eltern an der Dresch­maschine beschäftigt waren, in einen Kessel mit kochendheißer Suppe, den die Mutter in den Hausflur gestellt hatte. Mit schweren Ver­brühungen wurde das Kind in die Marburger Klinik verbracht, wo es bald darauf verstarb.

Maingau.

Frankfurt a. M., 7. Oft. (WSN. Draht- melöung.) Die gestern erfolgte Sektion der Leiche eines jungen Mädchens aus dem Prüfling, die in Begleitung ihres Bräutigams, des Stadtsekretärs Schmidt, während eines Spazierganges im Ost park plötzlich Der» storben ist, ergab, daß das Mädchen einen Schlag auf den Kops in der Schlä­fengegend mit einem stumpfen Instrument erhalten bat. Schmidt, der bet der Sektion der Leiche zugegen war, leugnet, dem Mädchen ir­gendwie Gewalt zugefügt zu haben; er verbleibt in Haft. Möglicherweise ist die Verletzung auf einen Sturz zurückzuführen.

H a n a u , 7. Oft. Hier wurde ein Ver­kehrsverein gegründet, dessen Bestehen schon lange schmerzlich vermißt wurde. Er ist aus einer Arbeitsgemeinschaft hervorgegangen, die von der Ortsgruppe Hanau des Vereins Deutscher Rosenfreunde, der Ortsgruppe Hanau-Kinziggau des Verbandes Deutscher Gartenbauvereine, dem hiesigen Kleingartenbauoerein und dem Tierschutz­verein gebildet wurde. Zahlreiche weitere Vereine haben sich angeschlossen, denen als besonderer Vor­teil der Datumsschutz für alle von einem kor­porativen Mitglied geplanten Veranstaltun­gen zugestanden wurde. Beschlossen wurde die Er­richtung eines Verkehrsbureaus, das der Vertreter der Hamburg-Amerika-Linie am hiesigen Platze übernahm.

beiderseits der Bieber an der Brauhausstrahe sind in dieser Woche in Angriff genommen wor­den. Von einem mit vier Pferden bespannten großen Pflug, wie solche bei der Feldbereinigung zum Aufreißen von Wegen benutzt werden, wird das ganze Flußbett, das teilweise bis zu 80 Zentimeter tiefer gelegt wird, durchfurcht. Stellenweise ist aber der Boden so hart, daß nicht durchzukommen ist. Dadurch wird die Ar­beit sehr erschwert, denn an diesen Stellen muß die Ausschachtung mit Hacke und Sch'-pe aus- gesührt werden, was besonders schwierig wird, da eine Ableitung des Daches nicht möglich ist und die ganze Arbeit im Wasser stattsinden mutz. Aach der Tieferlegung des 'Beltes werden beider­seitig Betonmauern bis zur Strahenhöhe hoch­geführt, auf die dann ein Eisengeländer gesetzt wird. Durch zwei Betonbrücken wird der Verkehr von einer Straße zur anderen erleichtert. Die Arbeiten sollen in diesem (Zahre noch fertig- gestellt werden. Die L a h n b r ü ck e, die in der Aähe unseres Dorfes an der Kreisstraße nach dem Allendorfer Wäldchen zu liegt, wird gegen­wärtig einer gründlichen Erneuerung unterzogen. Der Holzbelag wird erneuert, auch an der Eisenkonstruktion werden verschiedene Ver- bindungsträaer, die stark durchgerostet waren, ausgewechsett. Sämtliche Eisenteile werden mir Rostschutzfarbe gestrichen. Die Arbeiten sind so­weit vorgeschritten, daß die Brücke, die seit 14 Tagen für jeden Verkehr gesperrt ist, wahrschein­lich ab nächster Woche wieder freigegeben wer­den kann.

* Annerod, 7. Oft. Zu dem Bericht vom 4. Oktober imGießener Anzeiger" über die R e - paraturarbeiten am hiesigen Kirch­turm ist ergänzend noch zu melden, daß die I n - standsetzung des Turmuhrwerks von dem Uhrmachermeister August Trebbe (Gießen) ausaeführt wird, während, wie schon berichtet, die Zifferblätter von der Firma Leib in Gießen aufgefrischt werden.

!I Lollar (Kirchberg), 7. Oft. Die beiden Gottesdienste am Sonntag werden dadurch ein besonderes Gepräge erhalten, daß u n - sere neu hergerichtete Kirche in Kirch­berg eingeroeiht und wieder ihrer Bestim­mung übergeben wird. Aus den baulichen Ver­änderungen (zu denen Geh. Baurat W a (b e = Darmstadt in unsererHeimat im Bild" vom 16. 4. 1925 wertvolle Anregungen gab. D. Red.) sei fol­gendes erwähnt: Durch die Freilegung des Chores die Orgel ift in dein Seitenschiff, dem Eingang gegenüber, ausgestellt worden kommen die wun-

Ausschuß, insbesonder von den beiden Vorsitzenden, geleistete Arbeit, er wandte sich aber auch mit einem Appell an die Geschäftswelt, die Bestrebungen des Verkehrsvereins nach Kräften zu unterstützen. Der übrige Teil des Abends verlief bei musikalischen Dar­bietungen in bester Weise.

=s 23 o m V. H. C. In der letzten Vorftands- sitzung erklärte sich der 23. H. C. bereit, dem neuge­gründeten Oberhessischen Derkehrsver- d a n d beizutreten. Für den Vogelsberg-Film und das WerkHessenland" wurden 400 Mk. bewilligt. Der begrüßenswerte Vorschlag des Zweigoereins Darmstadt, im Wanderjahr 1927 eine gemeinsame Rheinfahrt sämtlicher Zweigvereine vorzu­sehen, hat beim Zweigverein Mainz freudigen Widerhall gefunden. Die Mainzer schlagen letzt schon den 23. August für den Ausflug vor und Haden sich bereit erklärt, sämtliche Vorbereitungen in die Hand zu nehmen. Die nächstjährige Hauptversammlung des 23. H. C. findet anfangs Juni in K a f (e l statt. Der dortige Zweigoerein verspricht jetzig schon ein Programm, das die Schönheiten und ^ehenswür- biofeiten der alten Hessenstadt und ihrer Umgebung jedem Teilnehmer bequem zugänglich machen will.

Peter-Geibel-Feier. Wie derFrisch­auf" bekanntgibt, findet die Geibel-Feier des 23. H. C am 17. Oktober in Klein-Karben statt. Nachmittags wird am Geburtshause des Westerauer Dichters die Enchiillung der Gedenktafel erfolgen, die von Künstlerhand in Eichenholz ausgeführt ist. Der 2. Vorsitzende des Gesamt-V. H. C., Lehrer C. L i n ck (Rudingshain), wird dabei die Ansprache halten. Es schließt sich daran die eigentliche Feier in einem Saale an, wobei Zimmermann (Frankfurt a. M.) die Geibel-Gedächtnis-Rede hält und Dichtungen Geibels in größerer Zahl zum Vor- trag kommen. Geibels Witwe und Sohn, die Be­hörden und der befreundete Taunusklub werden bei der Feier vertreten fein. Innerhalb des 23. H. C. sind alle Vorbereitungen für die Geibel-Ehrung von einem besonderen Ausschuß getroffen worden, dem die 23. H. Cer Prof. Dr. Warner (Butzbach), Scheid (Okarben), Weidenhaus (Friedberg) und Schwarz (Vilbel) angehören.

** Jugendkilometer auf der Reichs­bahn? Die Vereine für Jugendpflege klagen dar­über, daß die Fahrpreise für Jugndfahrten auf der Deutschen Reichsbahn zu hoch feien; bei Jugend­fahrten ist für Hin- und Rückfahrt der einfache Fahr­preis (van 3,3 Pf. je Kilometer) zu zahlen. Es werde daher angeregt, sog. Jugendkilometer einzu­führen, und zwar mit dem Grundpreis von 1 Pf. je Kilometer. Bei der Deutschen Reichsbahn-Gesell­schaft (Hauptverwaltung) hat Abg. Schuld jetzt gebeten, die Einführung von Jugendkilometern in Erwägung zu ziehen.

berbaren gotischen Spitzbogenfenster und Kreuz­gewölbe wieder zu der Geltung, die ihnen die alten Meister zugedacht hatten. Neue gemalte Kirchen­fenster, die 4 Evangelisten und die Auferstetchng dar­stellend, dämpfen das eindringende Licht angenehm. Die in den alten Farben wieder bemalten Grab- monumente der Herren v. Rolshausen und v. Ro­denhausen und ihren Frauen aus den Jahren 1586 und 1631 sind eine künstlerische Zierde des Chors. Der taubengraue Farbton des Gestühls, das matte Gelb der Wände und Decke und die sandsteinroten Säulen und Gewölberippen, bei denen die einzelnen Teile durch hellere Striche abgesetzt sind, stehen in guter Harmonie und rufen eine ernst-feierliche Stimmung hervor. Auch die Beseitigung des abge­schlossenen Herrensitzes, genannt Herrenstübchen, über dem Südeingang unter dem Turm gibt dem Kircheninnern eine größere Raumfülle. Die Empore trägt an der Vorderseite in zwei quadratischen Füllungen folgende kurzgefaßte Chronik:In der Nähe einer germanischen Opferftätte wurde dahier einst eine Holzkirche errichtet, der später rein romani­scher Bau folgte. Unsere drei Glocken stammen aus dieser Zeit. An gleicher Stelle erhob sich 1495 das jetzige Gotteshaus. Ihm wurde 1508 (M V VIII) der Chor ungegliedert. Mannigfaltige Veränderung erfuhr der innere Bau im Laufe der Zeit 1777 bis zur Gegenwart. Die jetzige Wiederherstellung auf Grund alter gefundener Vorbilder wurde 1926 in schwerer Nachkriegszeit vorgenommen. Den opfer­willigen Entschluß faßte die Gesamtkirchengemeinde- oertretung einstimmig. Gott zur Ehre/ (6s folgen bann bie Namen des jetzigen Kirchenoorstandes.) Die übrigen Füllungen der Vorderseite der Empore werden durch wirkungsvolle Ornamente belebt. In die Hohlkehle, die den unteren Abschluß bildet, ist das Glaubensbekenntnis geschrieben. Die Er- bavungsjahreszahl des Chores 1508 (MVVIII) wurde bei den jetzigen Arbeiten zum erstenmal frei­gelegt, ebenso ein Spruch über der Kanzel. Die gemalten Kirchensenster wurden gestiftet von den Öemeinbegüebern, ben Frauenvereinen bes Kirch­spiels, bem Grafen Eberhard von Schwerin auf Friedeihausen und dem Geistlichen des Kirch­spiels. Die Arbeiten wurden ausgeführt: Maurer­arbeiten: Maurermeister Deibel, Lollar, und Preis, Daubringen; Weißbinderarbeiten: Weiß­bindermeister R i n g l e b , Lollar, und Weimer, Daubringen; Schreinerarbeiten: Schreinermeister Geisler, Lollar; Zimmerarbeiten: Zimmermstr. Heid, Staufenberg; Steinmetzarbeiten: Steinmetz Kreis, Gelnhausen; Malereien: Kirchenmaler Velde, Nieder-Ramstadt; Fenster: Prof. Linne­mann, Frankfurt; Fenster eingesetzt: Hirz, Gie­ßen; Orgel: Orgelbauerei Försterö-Nicolaus, Lich; Pflasterarbeiten: Pslastermeister Karl Frey, Daubringen; Installation: Schwabe, Lollar. Die Arbeiten wurden in engster Fühlungnahme mit bem Denkmalspfleger Geheimrat Prof. Walde, Darm­stadt, und dem Kreisbauamt Gießen vor­genommen. Der Voranschlag wurde nicht über­schritten.

* Lollar, 7. Oft. Dom schönsten Wetter begünstigt, sand am Sonntag bas P r ei. s - schießen des Veteranen - undKrieger- vereins Lollar unter großem Andrang von Sportfreunden feinen Abschluß. Die Schieß­resultate sind durchweg als gut zu bezeichnen und wesentlich besser als im vorigen 3af>r. Es wurden mit drei Schuß geschossen von Konrad Pfeffer, 35 Ringe, 1. Preis; Heinrich Christ, 34 Ringe, 2. Preis, Heinrich Brück, 33 Ringe, 3. Preis; Heinrich K l i n k e l, 33 Ringe, 4. Preis; Friede. Häuser, 33 Ringe, 5. Preis; Wilh. Schwalm, 32 Ringe, 6. Preis; Karl Gilbert, 32 Ringe, 7. Preis; Zohs. Schäfer, 32 Ringe, 8. Preis; Theodor Beckel, 32 Ringe, 9. Preis; Dr. Artur Dietz, 32 Ringe, 10. Preis; Friedr. Schön, 31 Ringe, 11 Preis; Armin Becker, 31 Ringe, 12. Preis

Kreis Friedberg.

<£ Bad-Nauheim, 7. Oft. Der hiesige Turnverein von 1860, der größte Verein am Platze, im Gau Hessen zur Zeit führend auf dem Gebiete des Volksturnens, hält sich seit Jahresfrist auf eigne Kosten einen Turn- und Sport­lehrer. Ab 1. Januar kommenden Jahres ist für die Stelle Turnlehrer Willi S i n n w e 11 in Cux­haven verpflichtet worden. Sinnwell, einer der besten deutschen Geräteturner, gehörte der Amerika- r i e g e der D. T. an; auf bem Louisviller Turnfest errang er einen der ersten Siege.

Kreis Büdingen.

Nidda, 7. Oft. Nach dem kürzlich in der Bahnhofstraße erfolgten Diebstahl eines größeren Geldbetrages wurde gestern in der Schloßgasse ein neuer Diebstahl begangen. Während der Besitzer eines Spezereigeschäfts mit seiner Familie sich in dem neben dem Laden befindlichen Wohnzimmer aufhielt, wurde ihm mittags der Inhalt seiner L a - denkasse gestohlen. Als er bie Klingel der Ladentüre hörte und sich sofort in den Laden begab, war niemand mehr dort, bie Kasse aber aufgerissen und leer. Den Bemühungen der Gendarmerie ge­lang es, in diesem Falle zwei Handwerks- bu r scheu im Alter von 25 bzw. 22 Jahren als Täter zu verhaften. Wachtmeister Kam­mer von hier, der sich auf einem Dienstgang in Fauerbach aufhielt und den Diebstahl dorthin tele­phonisch gemeldet erhielt, erfuhr durch Landwirte, daß zwei Handwerfsburschen im Orte gewesen seien und in der Richtung nach Unter-Lais marschiert wären. Er nahm sofort die Verfolgung auf und traf die beiden im Walde zwischen Fauerbach und Un- ter-Lais. Nach kurzem Verhör gaben s i e ben Diebstahl z u, worauf der Wachtmeister sie o e r-

dadurch des Betrugs schuldig gemacht, daß er sich erwerbslos meldete und Erwerbslosenunterstützung auszahlen ließ, obwohl er in der gleichen Zeit krank gemeldet war und von der Ortskrankenkasse Gießen Krankengeld bezog. Durch Strafbefehl war deshalb gegen ihn auf 50 Mark Geldstrafe, hilfsweise zehn Tage Gefängnis, erkannt worden. Auf feinen spruch ermäßigte das Gericht die Strafe 20 Mark, hilfsweise vier Tage Gefängnis.

Wegen Beleidigung stand ein Arbeiter

A tz b a ch unter Anklage. Die Beleidigungen soll der

haftete und in bas hiesige Amtsgerichtsgefängnis einliefertc. Das Geld konnte bem Bestohlenen größ­tenteils wieder abgeliefert werden.

Kreis Schottert.

=.= Schotten, 7. Oft. Don der General­versammlung des Turnvereins wurde einstim­mig der weitere Ausbau der Turnhalle nach den Plänen bes Architekten Bonder- f_d) midt genehmigt. Die Turnhalle soll Turnsaal, Singsaal, Bad- und Wirtschaftsraum, außerdem eine Wohnung im Dachstock enthalten. Der Bau soll derart gefördert werden, daß der neue Saal bis zum nächstjährigen großen Sangersest fertiggestellt ist.

=.= Gedern, 7. Oft. Die v i e r oberen Dolfsschulflassen unternahmen als Ersatz für die nicht zustanbegefommene Heidelbergfahrt gestern ihren H e r b ft 11 a (( e n a u 5 f l u g. Die 1. und 2. Klasse hatte als Ziel die Städte Fried­berg Bad-Nauheim gewählt, während die 3. und 4. Klasse der Herchenhainer Höhe einen Besuch abftatteten, wo neben einer herrlichen Fernsicht das Jugendheim und das 23. H. C.-Ehren- mal die Aufmerfsamfeit der Schüler auf sich zog. Hier wurde ein Kraftsportverein gegrün­det, der die verschiedenen Kraftsportarten, wie Boxen, Stemmen, Ringen, Jiu-Jitsu usw. pflegen will. Dem Verein traten sofort 15 Mitglieder bei.

s Kaulstoß, 7. Oft. Auch in unseren Ort ist die Maul- und Klauenseuche einge- schleppt worden. Während bis jetzt hier nur drei Ställe verseucht und alle Fälle anscheinend leichter Natur sind, tritt die Seuche im benachbarten Sichenhausen in sehr bösartiger Form auf. Dort sind bis jetzt 1 3 G e h ö f t e, fast die Hälfte des Dorfes, verseucht. Es ift jetzt vollständige Sperre über sämtliches Klauenvieh verhängt worben.

Kreis -llsscl-.

Y" Grebenau, 7. Ott. Heute würbe durch Schulrat Huff aus Alsfeld hier ein Kurs us für Kochen und Hauswirtschaft eröff­net. Derselbe wird vier Wochen dauern und ist obligatorisch für die fortbildungsschulpslichtigeir Mädchen unserer Schulgemeinde. Da die Zahl derselben bereits 28 beträgt und eine größere Beteiligung ausgeschlossen ist, wird anschließend ein Lehrgang für freiwillige Teilnehmerinnen, die sich schon in stattlicher Zahl gemeldet haben, stattsinden.

Starkenburg.

WSR. Darmstadt, 7. Oft. DerHess. Landesztg." zufolge beabsichtigt die Hessische Can dw irtschaftskammer schon seit länge­rer Zeit die Errichtung einer Wein bau­sch u l e an der Bergstraße. Die Kammer hat sich nun für Heppenheim entschieden und bereits ein Gelände von etwa 30 bis 40 Morgen angekauft. Mit der Reuanlage der Weinberge wird gleich nach der Aberntung der Feldfrüchte begonnen. Durch die Errichtung der Weinbauschule hofft man, den Weinbau an der Bergstraße wieder mehr zur Geltung zu bringen, nachdem er in den letzten Jahrzehnten wesentlich zurückgegangen ift

* Darmstadt, 7.Ott. Die Arbeitsmarkt­lage in Stabt und Kreis Darmstadt hat so­wohl in der letzten Woche als in dieser eine Besserung erfahren. Es sind zu verzeichnen: Arbeitsuchende: Stadt: Männer 2798, Frauen 433; Kreis: Männer 1883, Frauen 272; Unterstützungs­empfänger: Stadt: Männer 1712, Frauen 306; Kreis: Männer 1807, Frauen 265; Zuschlags­empfänger: Stadt: 2749, Kreis 2634; Notstands­arbeiter: Stadt: 251, Kreis 0; Kurzarbeiter: Stadt: 8, Kreis 10.

WSN. Heppenheim, 7. Oft. Bei der hie­sigen Bezirksspartasse haben im Monat September die (Spareinlagen um 125 000 Reichsmark, die Guthaben im Scheck- und Konto- forrentverkehr um 47 000 Reichsmark zugenommen. Das von der Kasse eingeführte Bausparsystem erfreut sich lebhaften Zuspruchs. Die erste Zuteilung von Bauspardarlehen wird tn aller Kürze erfolgen.

Rheinhessen.

WSN. Mainz, 7. Oft. Hier sind größere U n t e r s ch l e i f e aufgeberft worben. Ein Beamter der bischöslichen Steuereinnahmestelle hat 1 8000 Mark Kirchen st euergelder unterschla­gen. Da die Angehörigen des Täters jedoch bereits Schadenersatz leisteten, dürste die Angelegenheit kein gerichtliches Nachspiel haben.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

kz. W e ö (a r, 7. Ott. In der La h n hat man in letzter Zeit öfters eine Anzahl toter Fische gefunden, manchmal einige Dutzend. Woher das Fischsterben kommt, läßt sich nicht leicht feststellen; jedenfalls sind die Abwässer der Fabriken auf das Fischsterben nicht ohne Einfluß. Im all­gemeinen sind die Fischer und Angler, die oft in Reihen die Ufer säumen, mit bem Fischbe staub in biesern Jahre z u f r i e d e n , ba sie öfters mehrere Pfund schwere Fische nach Hause tragen können.

=5= Lützellinden, 7. Ott. Beim Zwetschen- pflücken stürzte die 13jährige Schülerin An­dermann aus beträchtlicher Höhe vom Baume. Das Mädchen trug schwere Armbrüche davon.

Kreis Bievcnkopf.

kz. H e r m a N N st e i N , 7. Oft. Unser lange ge­hegter Wunsch nach einer Wasserleitung wird jetzt in Erfüllung gehen. Viele 23erhandlungen sind in letzter Zeit in dieser Sache gepflogen worden. Die