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MDlhsGM. e6en, den ?. Juni 1926. rgebiiudesteuer. niniftctium hat. wie wir er- mter angewicicn. die 6r- «lichleit auch auj die Falle nen die Friedeusmiete zwar . aber weniger als 5 ProM ißigung soll auch cinttdtn, estltehi. dah die Iruttorente ent beträgt, selbst dann, wenn >er den ErmähiMgsantrag )en haben.

üheren Ausschreibcn an dir e Steuer zu erlassen für TM Verschulden des Eigen« t Aunmhr kann auch eine ten für gewerblich genutzte ubeteik, deren Mume durch gen ober ungünstigen Gr- -r der $orfrieg6$eit echek« uht werden. Vorau-sehung eine tzMge« HuWR x ML hnMrlstm gewerb« tfinM. W ein Betrieb vA. ÄeuLauten vvrgenomwen it hitlgelegt worden sind, so men Erich der Steuer nicht, des Steuerschuldners ist die öhe der auf die ixrmietekr Steuer zu erlassen, wenn du irderung an Miete gegen den tc dem Eigetümcr nach Lig. ^lich ist, und die llmnoglch' acht Wied.

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Voraussage.

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' Der Flugtag in Gießen, der am gestrig«, Sonntag den hohen Stand der deutschen Fliegerei unter Beweis stellen sollte, ist leider infolge des starken Dauerregens buchstäblichins Wasser gefallen". Zwar hatte 'ich in aller Frühe dasBaby", ein Dectrich-Sporttlugzeug der Gesellschaft für deutsches Flugwesen, ge­steuert von dem alten Kriegsflieger P e f ch t c, durch alleWaschküchen", wie man bezeich­nenderweise in der Fliegersprache die Regen­wolken nennt,hindurchgefranzt" und war hier wohlbehalten gelandet, doch fehlte von den an­deren Maschinen jede Spur. Gegen mittag ver­nahm man, dah zwei wettere Maschinen der Gesellschaft in Kasiel von der Lustpolizei wegen des auhergewöhnlich starken und anhaltenden Regens nicht weitergclassen wurden, während das vierte Flugzeug aus diesem Grunde von Weimar, wo cL eine Zwischenlandung hatte, nicht los konnte. Um 2.30 Uhr tauchte bann plötzlich trotz des strömenden Regens das fünfte Flugzeug, die gute alte Rumpler D 31- Maschine. gesteuert von dem Piloten Erb. auf; diese hatte man am allerwenigsten erwartet, da es ausgeschlossen schien, bei diesem Wetter von Magdeburg bis hierher durchzukommen Erb hatte damit bewiesen, dah der alte Pilotengeist immer noch lebt. Rach alledem war eine regu­läre Veranstaltung nicht mehr denkbar. Die Ge­sellschaft für deutsches Flugwesen hat sich jedoch entschlossen, das gesamte Programm am nächsten Mittwoch. 9. Juni, abzuwickeln. Die Flugzeuge der Gesellschaft stehen jetzt bereits zu Rund­flügen über Giehen und Umgegend zur Ver­fügung. Man beachte die heutige Anzeige.

Abhaltung von Beran st altun- g e n. Von der Stadtverwaltung wird uns ge­rieben: In letzter Zeit fanden häufig wieder . - einem Tage mehrere öffentliche Der- a::i altungen statt. Die Folge davon ist, dah sich der Besuch zersplittert und das finanzielle Er- g.'bnis in den meisten Fällen geschädigt wird. Es liegt daher im Interesse der Veranstalter eines Festes, eines Vortrags, eines Konzertes oder dergleichen, sich bei Festlegung des Tages bet der Stadtverwaltung, Dergstrahe 20, Zim­mer 14. Fernruf 815, vorher zu erkundigen, ob nicht bereits eine andere öffentliche Deranstal- tuag für diesen Tag vorgesehen ist. Es ist dann nc-cp möglich, einen freien Tag oder einen sol­che,! zu wählen, an dem eine Derastaltung ftatt- sindet, die der geplanten keinen Abbruch tut. Rotwendig ist ferner, dah auch alle geplanten Veranstaltungen dieser Stelle möglichst frühzeitig mitgeteilt werden, damit die im Laufe des Jahres In Giehen stattfindenden Veranstaltungen den mahgebenden auswärtigen Stellen bekannt gegeben und in die von Zeit zu Zeit durch den Deutschen Städtetag herausgegebenen Uebersich- ten ausgenommen werden können. Dadurch wird außerdem erreicht, dah manche Veranstaltung von Fremden besucht wird. Vereine, Gesellschaf­ten usw. werden in ihrem eigenen Interesse auf diese Einrichtung nochmals hingewiesen und ge­beten, durch rechtzeitige Bekanntgabe der geplan­ten Veranstaltung diese Stelle ihrerseits zu unter­stützen.

Der hiesige Eifenbahnerver- e i n unternahm gestern bei einer Beteiligung von etwa 1700 Personen feinen diesjährigen Ausflug nach Darmstadt. Der Sonderzug verlieh gegen 11 Uhr unsere Stadt und traf um 1 Uhr in Darmstadt ein. Hier erfolgte die Besichtigung der Stadt und ein Besuch des hessischen LandeSmuseums. Im Rummelbräu am Bahnhof fand am Rachmittag ein Iugendfest

Für Zeit werden neu eingerichtet ein moderner Kuh­stall nach holländischem Vorbild mit Futtertifch, Selbsttränke. Freßgitter, Heu- und Strohabwurf, ferner eine Anzahl Schweineställe mit Zentral- heizung und endlich Kranken- und Duarantäncftall. Don anderen Baulichkeiten seien noch erwähnt der geräumige Pferdestall, der Schrotraum, Milchraum, Die Wohnung für den Gärtner und den Kutscher. Auch die Dohnräome für den Institutsleiter und die Geschäftszimmer befinden sich auf dem oberen Hardthof. Ein etwa drei Morgen großer Gemüse­garten dehnt sich neben dem Wohngebäude aus. Das Schmerzenskind des Instituts ist die Wasserversor­gung. Sie erfolgt durch einen zwölf Meter tiefen Brunnen, der aber oft nicht genügend Wasser hat. Das Wasser muß mühevoll in Milchkannen vom unteren Hardthof heraufgebracht werden. Da die Stadt Besitzerin des Hardthofes, der Staat aber nur Pächter auf 18 Jahre ist, so ist die Lösung der Wasserfroge doppelt schwierig. Am 400 Meter ent­fernten Hardtwäldchen hat man eine Duelle gefunden, und gegenwärtig schweben zwischen Staat und Stadt erneut Verhandlungen zur Lösung der Wasserfrage.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag. Kaufmännischer Verein: 9 Uhr Kaufm. Vereins- Haus, Hauptversammlung. Gießener Freiwillige Feuerwehr: 8 Uhr. Hauptübung. Lichtspiel­haus Bahnhofstraße:Rosen aus dem Süden". Astoria-Lichtfpiele:DaS rote Signal".

statt. Gegen 10 Uhr abends trafen die Teil­nehmer der Fahrt wieder in Giehen ein. Der Eisenbahnerverein Siegen be­suchte gestern auf feinem Ausflug unsere Stadt. Der Sonderzug kam um 2 Uhr hier an und fuhr um 8 Uhr wieder zurück. Gellern vor- mittag passierte der Eisenbahnerverein M a r b u r g auf seiner Fahrt nach Friedberg unsere Stadt.

" Personalien. Dem Pfarrer Karl Schneider zu Butzbach wurde die erste evangelische Pfarrstelle zu Butzbach. Dekanat Friedberg, übertragen.

Rotes Signallicht an Kraft­wagen verboten. Eine neue Reichsverord­nung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen be­ugt, daß an sämtlichen Kraftwagen dunkelrote Schlußlichter »zur Absicht des Anhaltens" oder an Scitenwinkern zum rechtzeitigen Anzeigen von Aenderungen der Fahrtrichtung verboten sind. Fortan darf von allen Automobilen nur weißes oder gelblichroteS Signallicht gegeben werben. Das dunkelrote Gefahrenlicht darf nur von Feuer­wehren und der Eisenbahn in Anwendung ge­bracht werden. Gegebenenfalls darf es auch nachts Baugruben bezeichnen. Da viele Auto- mobilbesiyer diese bereits rechtskräftig gewordene Verordnung außer acht lassen, sei hierzu be­sonders bemerkt, daß die Behörden nunmehr Anweisung .erhielten, gegen Verfehlungen vor­zugeben. . , ,

Erleichterte Gesellschafts­reisen. Mit Wirkung vom 10. Juni wird die Ausführung von Gesellschaftsreisen. bei denen bekanntlich für jeden Teilnehmer eine Ermäßi­gung des Fahrpreises von 25 Prozent gewährt wird, erleichtert. Die M indestt ei lne hm er­zähl. die bisher auf 30 Personen festgesetzt war, ist auf 2 0 P e r s o n e n und die M i n d e ft- enlfernunß für eine Fahrt von 50 Kilometer auf 30 Kilometer herabgesetzt worden.

* Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtvieh markt: 365 Odilen, 32 Bullen. 1038 Kühe, 461 Kälber, 10 Schafe, 3413 Schweine.

Landkreis Giessen

5 Groben- Linden, 5. Juni. Die Straße von hier nach Langgöns wird zur­zeit mit einer Teerdecke überzogen, sie ist infolgedessen für den öffentlichen Verkehr ge­sperrt. Der Kraftfahrzcugverkehr wird durch das Kleebachtal, über HörnsheimHochelheim- Dornholzhausen RiederlleenPohlgöns, und umgetehrt umgeleitet.

» . = Watzenborn-Ste inberg. 6. Juni. Der hiesige Gesangverein Germania lomite heute unter der Leitung seines bewährten Dirigenten Georg Harnisch bei dem Gc- sangswettstrett zu Lang-Göns in der Stadt- klasse bei ebenbürtigen und an Sängerzahl weit überlegenen Mitbewerbern mit 62 Sängern bei 164 Punkten den 2. Preis erringen. Der erste Preisträger konnte mit 87 Sängern 165/? ^t. erreichen. Der Gesangverein Germania errang außerdem noch den Ehrenpreis feiner Klasse. Der Gesangverein GermaniaGrohen- Linden und der Gesangverein Froh­sinn Garbenteich, die ebenfalls unter Lei­tung des Dirigenten Harnisch stehen, erran­gen in ihren Klassen je den ersten und Ehren­preis. Dirigent Harnisch und seine Vereine können daher den heutigen Tag als einen recht schönen Erfolg für si§h buchen.

Krcis Friedberg.

sf. Friedberg. 5. Juni. Die General- felrctärin der Deutschen Volkspartei, Fräulein Schwarz von Berlin, weilte gestern abend hier, um in einer Versammlung der Frauen- gruppe dieser Partei einen Vortrag über das ThemaRationale und kulturpolitisch? Ausgaben der Frau" zu halten. Die Versammlung wurde von Frau Professor Kloos geleitet, und war sehr gut besucht; auch einige männliche Partei­freunde waren 6er Einladung gefolgt. Die Red­nerin gab einleitend einen kurzen Ueberblicf über die Stellung der Frau in früheren Jahrhunder­ten, und ging dann auf die Ausgabe der Frau in der jetzigen Zeit über. Die ganze politische und soziale Einstellung, die Verleihung des Wahl­rechtes. stellen ganz andere Anforderungen an da« Verantwortlichteitsgesühl und das Pflicht­gefühl, es genügt heute nicht, wie in früheren Zeiten, seine Tätigkeit auf das Haus zu be­schränken, sondern man ist dazu berufen, auch in der Oeffentlidjfeit mitzuwirken und tätigen An­teil zu nehmen. Die Rednerin streifte eine An­zahl brennender Fragen der Gegenwart, wie z. D. das Enteignungsgeseh gegen die FürstenfamÜien, die Alkoholfrage, unsere Stellung in der aus­wärtigen Politik usw. Der geistvolle und an­regende Vortrag rief eine lebhafte Aussprache hervor und fand den allgemeinsten Beifall der Erschienenen.

Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 5. Juni. (WER.) Ein mit etwa 75 Zentner beladenes Lastauto einer

hiesigen Brauerei geriet am Donnerstag, kurz vor dem Dorfe Helpershain an einer ab­schüssigen Stelle in s Rutschen. Der Führer verlor die Gewalt über das Fahrzeug und dieses raste nun in den Ort, und zwar mitten in eine Viehherde, die gerade zur Weide gebracht werden sollte, hinein. Zwei Kühe wurden völlig zermalmt, ebenso ein Hund; eine dritte Kuh mußte an Ort und Stelle ab» geschlachtet werden. Drei weitere Kühe wurden schwer verletzt. Der Mann, der das Vieh zur Weide bringen wollte, konnte sich noch rechtzeitig retten. Das Auto rollte dann in einen offenen Hof hinein, stieß an eine Wand und rollte wieder zurück, woraus es tehen blieb.

Kreis Lauterbach.

. Lauterbach, 5. Juni, lieber 2000 Schüler und andere Personen des Kreises Lauter­bach beteiligten sich gestern und heute an den Rheinfahrten. Der gestrige Sonderzug sam­melte auf der Dogelsbergbahn die Ausflügler, traf um 9 11hr in Mainz ein, von wo die Fahrt mit den Dampfern .Undine" und .Rhein­lust" den Rhein abwärts erfolgte. Abends um 10 Uhr brachte der Sonderzug die Schüler zurück. Der heutige Sonderzug sammelte die Schüler auf der Bahnstrecke nach Fulda zu und fuhr über Gelnhausen nach Frankfurt. Die Fahrt auf dem Rhein erfolgte ebenfalls mit den beiden Dampfern »Rheinluft" und .Undine".

Kreis Wetzlar.

Q Wetzlar, 5. Juni. Bei der Notstandsarbeit der Lahnregulierung bei Frohnhau­sen (Kr. Marburg) werden, dem Vernehmen nach, auch aus der B ü r g e r m e i st e r e i K r o f- d o r f, und zwar aus den Gemeinden Oden- hausen. Salzböden und Wißmar. 6 0 7 0 Er­werbslose gegen vollen Tariflohn der Tief­bauunternehmer Beschäftigung finden. An der Rotstandsarbeit, deren Ausführung auf 6 Mo­nate berechnet ist. sollen im ganzen über 400 Erwerbslose beschäftigt werden. Die Gesamt­kosten des Projektes sind auf 370 000 Rm. ver­anschlagt. Die Straßen von hier nach R a u b o t n bis zur Kolonie Iöhannisdors und von hier nach Garbenheim von der neuen eisernen Bahnbrücke bis zur Hollmannschen Fa­brik werden zur Zeit mit Kleinpflaster versehen.

Tbcrlahnkreis.

WSR. Weilburg, 5. Juni. Die hiesige Polizei hat vorgestern einen jungen M a n n, der ein fast neues gestohlenes Rad verkaufen wollte, s e st g enomm en. In dem Verläufer glaubt die Poli.zei den steckbrieflich verfolgten Mörder der Witwe Süßer in Wiesbaden zu erkennen.

Kreis Westerburg.

* Westerburg, 5. Juni. Kurz vor Feierabend wurde gestern abend der Arbeiter Kaspar Icken- r o t h von Möllingen im Steinbruch durch einen herab stürzen den Stein am Kopfe schwer verletzt. Der Mann wurde schleunigst in das Krankenhaus Dernbach überführt. An dem Aufkommen des Schwerverletzten wird gezweifelt.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M., 5. Ium. Auf hem Arbeitsmarkt ist in der vergangenen Woche wieder eine kleine Zunahme der Erwerbslosen zu verzeichnen. Am Beginn der Berichtszeit standen 24 079 Arbeitsuchende zur Verfügung; dazu haben sich 1542 Leute neu er­werbslos gemeldet, so daß insgesamt 25 621 Per­sonen um Arbeit nachgefragt haben. Rach Beendi­gung der Vermittlungstätigkeit standen am Samstag, 29. Mai, noch 24 399 Personen zur Verfügung. Die Zahl der angebotenen offenen Stellen ist erneut erheblich zurückgegangen. Es sind demzufolge auch nur 471 (590) Dauer- und 594 (1180) Aushilfsstellen besetzt worden.

hessische Jugend in 5chlesien.

Während der Pfingsttage hielt der Ver­ein für das Deutschtum im Ausland in Hirschberg in Schlesien seine 45. Haupt­versammlung ab. An den Tagungen nimmt die deutsche Jugend stets in großer Zahl teil; sie setzt sich zusammen aus Studierenden der Hoch­schulen, Schülern und Schülerinnen der Höheren und der Volksschulen. Aus Hessen hatten sich für die Hirschberger Tagung 1200 Jugendliche angemeldet, aber wegen der Kosten muhten viele von der geplanten Reise absehen; immerhin be­teiligten sich über 600 Schüler und Schülerinnen an der Fahrt nach der östlichen Grenzmark.

Diese Mitglieder des Landesverban­des Hessen-Darm st adt des Vereins für das Deutschtum im Ausland ver­sammelten sich am Donnerstag vor Pfingsten in einer Schule in Frankfurt. Sie begaben sich von dort auS nach dem Hauptbahnhof, wo ein

Sonderzug bestiegen wurde, in dem außer ben Hessen-Darmstädtern auch Frankfurter und'Saar­länder befördert wurden. Die Fahrt ging über Fulda, Gotha, Eisenach. Weimar und Leipzig nach Dresden. Hier wurde ein vom Roten Kreuz gespendeter Morgenkaffee mit Brötchen einge­nommen lieber Bautzen und Görlitz wurde schließlich Hirschberg erreicht. Die hessische Jugend bekam chr Quartier in der Stadt Hirschberg selbst angewiesen, was ein Vorteil war, da bei einer ®ef amtbeteiligung von rund 10 000 Jugendlichen auS dem ganzen Reiche nidyt alle in der einen Stadt untergebracht werden konnten

Freitag abend veranstaltete die Hirsch- berger Jugend zu Ehren der Hessen einen BegrüßungSabend, an dem außer einem Festspiel Vorträge und Lieder geboten wurden und auch die Hessen einige- zur Unter­haltung besteuerten. Stubienrat Dr. Köser (Darmstadt) dankte in einer Rede den Hirsch­bergern für den herzlichen Empfang.

Der Sainstagmorgen begann mit Wett­kämpfen auf dem Sportplatz. Ferner be­teiligten sich die Hessen an einem Gesang- Wettstreit der Jugend, zu dem 15 Schm- gruppen antraten. Es wurden ausschließlich Volkslieder von den Knaben und Mädchen ge­sungen. Da es später ständig regnete, so ver­gnügte sich die Jugend bei einem Bunten Abend und Tanz in einem größeren Hirfchberger Saal.

Der Pfingstsonntag begann mit einem Feft- go11esdlenst. dann versammelten sich die ein­zelnen Gruppen; Deuttche auS dem Ausland hielten Ansprachen. Zu den Hessen sprach Dr. Roemmich aus Dellarabien. der die Lage des dortigen Deutschtums schilderte und für eine deutsche Schicksalsgemeinschaft eintrat. Bei dieser Gelegenheit wurden Fahnenbänder verteilt. Es folgte ein Festzug, an dem sich, wie an allen Umzügen, die Hessen beteiligten. Einzelne Gruppen in Trachten belebten das Bild; so waren 16 Paare in o b e r h e s s i s ch e r Tracht vertreten, die von der Gießener Gruppe gestellt waren. Die Gießener Zigarrenindustrie wurde durch einen Schüler versinnbildlicht, der in das Papp- model! einer riesigen Zigarre ge­schlüpft war. Die Rheinhessen gruppierten sich um eine Weinflasche in riesigen Aus­maßen, die mit Weinlaub bekränzt war. Knaben trugen die Kleidung von Winzern und Rlädchen die von Winzerinnen. Auf dem Sportplatz stellten sich die Teilnehmer an dem Zug so auf, daß sie die Buchstaben V. D. A. (Verein für das Deutsch­tum im Ausland) bildeten. Ansprachen wurden gehalten von General von Höfer, dem Be­freier Schlesiens, und von Staatssekretär von Hintze, dem Vorsitzenden des Vereins für das Deutschtum im Ausland.

Am Pfingstmontag wurde die Bobertal­sperre besucht; abends zog durch Hirschberg ein gewaltiger Fackelzug. der wiederum ein ein­drucksvolles Bekenntnis zur deutschen Kultur- gemeinschaft war.

In den nächsten Tagen unternahmen die Hessen in kleineren Gruppen Wanderungen in die Umgebung; es wurde u. a. die Schnee­top p e besucht.

Am Donnerstag fuhr man im Sonderzug nach Dresden und besichtigte die Stadt; am Freitag wurde die Sächsische Schweiz auf­gesucht und am Samstag der Dresdner Gar­tenbauausstellung ein Besuch abgeffattet. Abends wurde von Dresden aus im Sonderzug die Rückreise angetreten, die zunächst nach Frank­furt führte; dort trennte man sich wieder, und die einzelnen Gruppen fuhren nach ihren Heimat­orten.

Die Teilnehmer an der Tagung kn Hirsch­berg werden wohl die Erinnerung an erhebende Tage, die sie in Deutschlands Ostmark verleben durften, an Tage des Bekenntnisses zum Deutsch­tum und zur deutschen Volksgemeinschaft, dauernd in ihren Herzen bewahren.

Gerichtssaal.

(Ein Schwindelunlernehmen.

WEN. Frankfurt a. TL, 5. Juni. Nach­dem der Kaufmann Willi Schwerte, der hier eineGroßhandlung in Zigarren und Zigaretten" beetrieb, durch allerlei schwindelhafte Angaben Zi- garren- und Zigarettenfirmen um namhafte Beträge hereingelegt hatte, verschwand er eines Tages nach Italien. Geld zum Bezahlen seiner Schulden hatte er nie, aber ein Auto, mit dem er einenkreditfähigen" Eindruck machte. Alle grö­ßeren Zigarettenfirmen sind dem Kaufmann ins Garn gegangen, und namhafte Summen soll der Angeklagte, wie aus der Verhandlung vor dem Erweiterten Schöffengericht, wo sich der Kaufmann wegen Betrugs einzusinden hatte, herookging, in Damengesellschaft" verpraßt haben. Der Schaden, den der Angeklagte anrichtete, reicht fast an 20 000 Mark heran. Das Gericht verurteilte den Ange­klagten wegen fortgesetzten Betrugs zu einer G e« fängnisstrafe von sechs Monaten.

| Verantwortlich für Politik i. V. Dr. Hans Thyriot.

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