von Anttdumplngmaßnahmen schasst. Inwieweit derartige Matznaymen dann angewandt werden, kann je nach der vorliegenden Sachlage bei den einzelnen Industrien entschieden werden. Zinn Schutze der besondere» betroffenen Industrien (311111 Beispiel der Eisenindustrie) wäre die Einführung eines Zuschlagszollcs auf die Einfuhr zu überlegen. Vermutlich können Gegenmaßnahmen, wenn sie überhaupt eingeführt worden sollten, die deutsche Ausfuhr nicht wesentlich mehr schädigen. Denn in den für unseren Handelsverkehr wichtigsten Waren ist unsere Ausfiihr durch die bisherige Praxis schon so stark zurückgeganaen, daß die deutsche Industrie wesentlich nicht menr geschädigt mei den kann.
Rückgang der Schwcinepreije.
Am gestrigen Berliner Schweine- markt fiel der- Preis von einem Pfund Lebend- gewicht für die erste Klasse von 100 auf 85 Pf. Baut »Berliner Lokalanzeiger" ist bannt zu rechnen, daß die sinkende Tendenz auch in den Kleinhandelspreisen zum Ausdruck kommt.
* Di« amerikanische Anleihebilanz. Aach einer Aufstellung des „Rew Bork Herald" haben im vergangenen Jahre 28 deutsche Länder. Städte, Banken und (lndustrieunter-- nehmungen Anleihen in den Bereinigten Staaten erhalten. Es sind darunter 8 Städte, 4 Länder und 16 Privatunternehmungen. Bon den gesamten in den Vereinigten Staaten aufgelegten ausländischen Anleihen im Betrage von 900 Millionen Dollar hat Deutschland allein 238 Millionen erhalten, 147 Millionen gingen an Stadtverwaltungen und 90 Millionen an Gesellschaften.
* Der deutsche Kaliabsah. Der Absatz des Deutschen Kali-Syndikats G. m. b. H. im Dezember 1925 betrug 589 214 Doppelztr. Aeinkali. Der Gesamtabsah des vergangenen Kalenderjahres beträgt 12 254 554 Doppelztr. Reinkali gegen 8 420 605 Doppelztr. Reinkali im Kalenderjahr- 1924, — Die Statistik wird mit Rücksicht darauf, daß der Absatz in der Hauptsache in der Landwirtschaft Verwendung findet, vom 1. Januar 1926 an auf das Düngerjahr (1. Mai bis 30. April) umgestellt werden.
e Rheinische Stahlwerke A G., Duisburg-Meiderich Der Abschluß für 1924/25 ergibt einen Reingewinn von 7 960 000 RM.» der nach Abschreibungen und Rückstellungen mit einem Restbeträge von 350 000 RM. auf neue Rechnung vorgetragen wird.
* Englands Kampf gegen die Eisen- und Stahl-Einfuhr. Sn der englischen Eisen- und Stahlindustrie hat eine Erklärung der „London and Rorth Tastern Com- panh" groben Beifall gefunden. Die Gefellschaft beabsichtigt, künftig das ganze Eisen- und Stahl- material für ihre Bahnen in England selbst zu kaufen, auch wenn die Auslandpreise unter den englischen Preisen liegen sollten. England hat in den ersten elf Monaten 1925 für 22 Millionen Pfund ausländisches Eisen und Stahl eingeführt. Märe dieses Material in England angefertigt 'vordem, so hätten über HO 000 Arbeiter beschäftigt werden können.
* (Sin Rekordjahr des amerikani-. schen Außenhandels. Wie aus Reuhork gemeldet wird, hat der Außenhandel Amerikas im Jahre 1925 wahrscheinlich alle Rekorde gebrochen. Gr übersteigt den Außenhandel des Jahres 1924 um etwa 950 Millionen Dollars. Sn den ersten 11 Monaten betrug die Gesamtausfuhr aus den Vereinigten Staaten 4441 Millionen Dollars, das ist eine Zunahme von 296 Millionen Dollars gegenüber der gleichen Zeit im Scchre 1924. Die Einfuhr betrug 3830 Millionen Dollars, das bedeutet eine Zunahme um 554 Millionen Dollars. Sm einzelnen ist die Ausfuhr nach Europa um 137 Millionen gestiegen. Die Ausfuhr nach Rordamerika (Kanada) stieg um 32 Millionen, die Einfuhr von Kcmada nach den Vereinigten Staaten nahm um 23 Millionen Dollars ab. Die Ausfuhr nach Südamerika stieg um 74 Millionen Dollars, die Einfuhr aus Südamerika um 54 Millionen Dollars, die Ausfuhr nach Asien nahm um 38 Millionen Dollars ab, die Einfuhr aus Asien dagegen zu, die Ausfuhr nach Deutschland stieg um 45 Millionen, die Einfuhr aus Deutschland noch Amerika um 26 Millionen.
Berliner Börse.
Berlin. 7. San. Die festere Tendenz der gestrigen Dörte fand heute ihren Fort-
Pelzmärtel.
Tin Dürnberger Spielzeugroman.
Aach dem Stalienischen der Teresah erzählt von Gustav W. Eberlein.
Eophright 1925 by A. Scherl G. m. b. H.. Berlin. 33. Fortsetzung. Nachdruck verboten.
„Er hat ihn auf dem Trödelmarkt gekauft. Der Mann spinnt!"
„Schöne Frau Kunigunde, was hat sie denn da für eine Prächtige Perücke? Die sieht ja wie ein Eselsschwanz aus! ünb diese Schuhe! Ohne Absätze, keine Schnallen mehr!"
„Schuhe? Wer verulkt mich da mit Schuhen? Ich bin ein Dichter, bin nie ein Schuster gewesen !"
„Hat sich was, Dichter!"
„Rette Kaiserin!"
„Prachtexemplar von einem Kaiser!"
„Warum heulst du denn, Bengel? Hast wohl Wichse gekriegt in der Schule? Was, Otto Tand? Könnte jeder sagen!"
Alle hatten Erkenntnis und Erinnerung verloren, wußten nicht mehr, daß sie einmal Gefährten waren, wußten nichts von dem Heinen Pelzmärtel und dem großen Kreuzzug. So unglaublich es klingt, Olfo und Liefe! fühlten nicht einmal mehr, daß sich ihr Vater zu Hause in Sehnsucht nach ihnen verzehrte. Rur die drei Hunde drückten sich ängstlich an die Röcke Kunigundes, wedelten mit dem Schweif und mochten die schönsten Männchen, als wollten sie sagen: Was ist denn nur los, warum verprügeln sich denn alle, wäre es nicht viel schöner, wieder in Frieden und Eintracyt zu leben wie früher? Darum reisen wir denn nicht weiter?
Die unverhexten Hunde hatten gut fragen und Taten. Sn eine Schar streitsüchtiger, anmaßender und undankbarer Gesellen waren ihre 'Gefährten von der Hexe verwandelt worden. Rie mehr sollten sie nach Nürnberg zurückkehren, in alle Ewigkeit hierblieben und einander bi8 aufs Blut peinigen müssen. Aus war's mit der schönen Eintracht. Das erhabene Unternehmen, das den Nürnberger Spielwaren ewigen Ruhm ein bringen sollte, hatte elendiglich Schiffbruch
gang. Die allgemeine Stimmung scheint nicht mehr aus den bisherigen pessimistischen Grundton ein gestellt zu fein, man betrachtet vielmehr den Tiefpunkt der Krise als erreich I. Auch der günstige Abschluß von Rheinstahl regte an. Die Käufe erstreckten sieh vor allein auf Montanwerke unter Führung der Rhein-Elbr-Union und Phönix. Auch Kaliwerke waren höher, ebenso E b e m i e a ktien. Don den übrigen Märkten verkehrte eine größere Anzahl von Spezialpa Pieren in recht fester Tendenz. Am Geldmarkt halt die Flüssigkeit an. Tagesgeld ist in großen Posten zu 7 bis 9 Prozent angeboten, doch begegnet die Unterbringung größerer Beträge schon bei 6 Prozent Schwierigkeiten. Monatsgeld stellte sich mehr nominell auf 9.5 bis 10 Prozent. Sm Devisenverkehr traten keine nennenswerten Veränderungen ein. London war etwas gebessert mit 4,85' < gegen Kabel. Paris stellte sich gegen London auf 126, - . Warschau gegen Kabel 8,40. Die Reichsmark notierte in London 2037. Paris 6,18. Amsterdam 59,20. Die übrigen Valuten sind unverändert.
DSrsenk»^e.
Frankfurt a-M.
Berlin
Lchluh.
t-Uhr.
Schluti' Nnfang
Aut»
Kur»
tturi
Dalu.u:
6.1.
7.1.
5.1.
1. 1.
5% Deutsche ReichScmlcihe .
4% Deutsche RcichstMleihe .
0,2025
0,212
0.1975
0 22
0,21
0,2275
3'/,"/, Deutsche Reichsonlethe 3% Deutsche Rcich4anleit>e . Deutsche ^Lparprämienanlethe
—
0.22
0 225
u.29
0,1075
—
0.315
0,11
4U/O Preußische KonsolS - . .
4°/, Hesten...........
31/0/ ßeffen........
1 1
1 1 1
0,2175
0.2
0,18
0 19.'.
0,23
3% Hessen .........
—
Deutsche Wettb. Dollar Aul.
00.25
—
91 75
_
bfo. Doll.-Schatz-Aniretsng.')
—
—
96,5
4»/a ZoNtürkcn.........
7,K2".
8
—
—W
5% Sotomertfamr.....
—
—
—
—
Berliner Handelßaesellschast. Commerz' und Prtvat- Bank
139,.V W,ü'
139,75
138.5’ HO*
140*
97,25*
Darmst. und Nationalbank .
104,7*
—
i(ß,5‘
105,4*
Deutsche Bank.........
Deutsche vereinöbank ....
105*
—
WM, 5*
107,5*
57,5
DiSconto Lommandtt ...
IOC
108,7-
105,2*
77
Mitteldeutsche Treditbauk . . Oesterreichische Credttanstalt
03,5*
—
93*
5
—•
6
6
0,08
64*
Bochumer Saß ........
62'
66*
BuderuS............
29,5
—•
29.5
29,5"
Taro . ...........
Deutsch-Luxembary......
36 5*
—
36,5*
37.25*
62°
—
63,75’
65,5*
KelsenNrchener Bergwerke. .
66,75®
67.5*
69.25*
Harpener Bergbau......
.^aliwerkc Aschersleben....
89*
—
90»
91.83
91.9* »4
Kaliwerk westeregelu.....
W.3
95
98,5
Laurahütte...... . » • .
—
—
25,5
Oberbedarf ........
Pht-ir Bergbau .......
Rbemstahl . . .........
96,5
61 10'
53*
37 9 62,75* 49,9*
37,25*
64,25*
51,75*
Nicbcck Montau........
70
71,5
69,5
Tellus Bergbau.......
44
_
Hambnrg.Amcnka Pake«. . .
Norddeutscher Llovd.....
93 25*
95,5®
95,35*
93,62*
96*
S4.5*
9ß,69*
Lheramtsche Werke Albi» . .
Zementwerk Heidelberg . . .
62.5
_
Philipp Holzmann......
40,7j
40,26
Änglo Covt- Guano .....
_
66 5
Badische Anilin........
106,7*
106.2*
Themische Mayer Hlaptn . .
■
Goldschmidt...... .
18,7
49,25
106.2*
51
108 2*
GrteS Heimer Elccwm, ....
105*
—
Höchster Farbwerke
1U5*
106 •*
106-
108,2*
Hoßvcrkohluug ........
45,75
RütgerSwerke .........
Scheideankiall .......
47 «,»
85.75*
—
ff
—
«ng. riektrizitätS-Geküschaft
14,68*
87,75*
Bergmann ..........
66*
66*
51,75*
Mainkrastwerle...... .
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Schuckert . . . ........
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—
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74,5*
Adlerwerke.ylcyer ......
35
36
25
Daimler Motoren. ......
2-1,75
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24,2»
Hevligenskacdt.........
15
Meguin. ... ...... .
_
28
-
Motorenwerke Mannbel» .
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31
—
Frankfurter Armaturen . », Konservenfabrik Braun . . .
18
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58,75
Schuhfabrik Her;.......
-
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ZeÜstoff rSaldhof.......
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Zuckerfabrik Frankenthal ..
Zuckerfabrik Wagbäuiel . . .
46,75
43
—
—
•
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. W., 7. San. Tendenz: Sehr fest. — Die Börse eröffnete auf das weiterhin große Geldangebot, sowie auf das Gerücht über eine Amerikaanleihe für einen deutschen Konzern in recht fe st er Haltung, die sich auf alle Märkte erstreckte. Sm Vordergründe standen Montanaktien mit gewaltigen Kurssteigerungen (4 Prozent). Die Umsatz- tätigfeit wurde durch die eingangs erwähnte
erlitten. Ewige Trennung von ihrem Vater, das sollte das Los der Kinder fein, Zank und Streit ihr tägliches Brot bis an- Ende ihrer Tage. Wahrlich, Aleina hätte sich nichts Grausameres ausdenken können!
Zitternd wie Espenlaub, halb vor Entsetzen, halb vor Empörung, hatten Lu und Li olleS mit ansehen müssen, ohne etwa- gegen die Zauberei ausrichten zu können. Seder Versuch wäre aussicytslos gewesen. Die Macht Alcinas zu brechen, dazu brauchte es andere Mittel. Das einzige, was Lu und Li in dieser furchtbaren Lage tun konnten, war, den Pelzmärtel von dem Reiseunfall zu unterrichten. Rürnberg war ja nahe. Wenn man Tag und Dacht marschierte, konnte man es in einem oder zwei, höchstens drei Monaten erreichen. Unb ihre goldene Schaukel verlassend, machten sich Lu und Li tapfer auf den Weg.
Ohne Mühe überschritten sie den Zauber- gürtel, da sie ja nicht von dem Hexentrank be- ravfcht waren, erreichten den Wiesenrand, die Landstraße und — wären in diesem Augenblick beinahe überfahren warden, wie wir wissen, ^leberfahren von demselben Pelzmärtel, den auf- zusuchen lie auszogen. Roch blaß von dem aus- gestandenen Schrecken, gerieten sie an einen Wasserlauf.
„Ein Fluß!" sagte Lu.
„Ein Strom!" rief Li erschrocken.
„Wie kommen wir nur hinüber?" „Vielleicht ist es schon die Pegnitz .“ „Sa, ja, natürlich, da« ist die Pegnitz" „Hinüber, hinüber!"
Mit dem Ausgebot ihrer ganzen Kraft schoben sie ein junges Lindenblatt ins Wasser und erreichten, Grashalme als Ruder benützend, auf diesem Flosse glücklich das andere Ufer.
Ach, es war nicht die Pegnitz gewesen, es war kein Strom, kein Fluß, nicht einmal ein Bach. Es war ein schmales Rinnsal gewesen, dem bald ein zweites und drittes folgte.
Wohin nur? Sie waren so klein und die Wett so groß! Wieviel Schweiß kostete die Ueberfteigung des ersten Gebirges, das in Wirklichkeit bloß ein Ameisenhaufen war! Gleich darauf verirrten sie sich in einem ungeheuren Wald einem Getreidefeld. Sie kollerten
Meldung von dec Amerilnanleihe ganz bqsond:cs gefordert. S ch i i f a h r t s w e r i e hatten ebenfalls ansehnliche Kursbesfcrungen aufzuweisen. Auch Bank- und E l e l t r o w e r l e konnten von der Aufwärtsbewegung profitieren. Recht lebhaft war das Geschäft am Ch e >n i em a r k t, wo die Kurse um 2 bis 2,5 Prozent anziehen konnten. Für Zuclerattien waren ähnliche Steigerungen wie bei Montanaktien zu beobachten. Frankenthaler konnten um 5 Prozent anziehen. Der Anleihemarkt war ziemlich vernachlässigt, doch waren auch hier besserc Kurse zu hören. Pfandbriefe lagen ebenfalls gebcffert. Sm Freiverkeh r blieben einige Werte zu höheren Kursen gesucht, u. a. Benz mit 23 Proz. (plus 2 Proz.), Beckerstahl mit 27 Proz. (plus 2 Proz.). Sm weiteren Verlaufe der Börse blieb das Geschäft lebhaft und her Unterton weiter fest. Der Geldmarkt ist außerordentlich flüssig. Tägliches Geld ist zu 7 Proz. leicht zu haben. Auch Monatsgeld ist reichlich angeboten, für erste Adressen zu 9 Proz., zweite Adressen konnten zu 10 bis IOVj Proz. ihren Bedarf ebenfalls voll decken. Der Satz für Bcuckdiskonten war auf 61/., Proz. ermäßigt und für Sndustrie-Akzepte mit Bank-Giro auf 81 't Proz. Sm Devisenverkehr notierte Paris gegen London 126, ■ London gegen Kabel 4,85’, Die Mark ist mit 4,199 gegen Kabel unverändert.
Devisenmarkt Berlin -SroHtfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
Banknote n.
6 Jan.
7. Jan.
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
(Selb
Brick
Geld
Brief
169,08
168,01
l<iil,0ii
Buen.'Airek
1,735
1,740
1.738
1,742
Brsf.-Antw
19.03.')
19,075
19,03
19,07
v.hristiania -
85,16
85,38
85,22
85,43
Kopenhagen
103,78
104,04
103,10
104,16
Stockholm . Hel sing fors.
112,36
112,64
112,36
U2.6I
10,547
10,587
10,547
10,587
Stallen. . .
16,94
16.98
16,945
16,987.
London. - .
20.M-*
20.398
20,361
20,401
Neupork . -
1,195
4,205
4,195
4,205
PariS- .'S.
16,11
11,15
16,145
16,185
Schwei., . .
81 08
81,28
81,075
81,275
Spanien . .
59,28
59,42
59,23
59,87
Japan . . .
1,82 i
1,832
1,822
1,828
Stio de Jwt. Wien in T).=
J. 627
1,629
9,625
0,627
Oeft abgest. Prag .... Belgrad . .
59,11
59,25
59.13
69,27
12,418
13,458
12,418
12,458
7,435
7,455
7,435
7,455
Budapest. . Bulgarieu
5,875
2,995
5,895
3,005
5,875
3,995
5,89t
3,005
tzisfabon
21 275
31,328
21.305
-'1,355
Dan/Ig. . .
80.70
80.90
80,70
80,90
Konstantin.
3,235
2,245
3,205
2,245
Athen. . .
5 56
5.68
6.59
5.61
Lanada.
1.189
4,191)
4.19
4.20
Urugua«
4,305
4.315
4,305
4,315
Berlin, 6. Jan.
Geld
Bries
Amerikanische Role».....
1.195
4,214
Belgische Noten . .......
Dänische Noten ........
18,99
103,57
20,91
19.09
101,09
20,41
Englische Roten........
srron;ösischc Note» . . . . ,
16,10
16 18
Holländische Note».....
168,20
169,0i
Italienische Noten ......
16.95
17,03 86.42 69,25
Norwegische Noten......
85,00
58,95
Denftchck>sterr. i 100 «ronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten .. ...
Schweizer Note»......
112,12
81,03
59.05
112,68
81,48
50 r->
«panische Roten......
Tschechoslowakische Noten . .
12.388
13.448
Ungarisan- Noten.
5,83
5,81
Frankfurter Getreidebörse.
(©igener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers"^
Frankfurt a. M., 7. San. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 25,75 bis 26, Roggen. inländ. 17,50 bis 18, Sommergerste für Brauzwecke 22,50 bis 25, Hafer, inländ. 18,50 biS 21,50, Mais, gelb 21 bis 21,50, Weizenmehl inländ., Spezial 0 41,25 bis 42, Roggenmehi 26,25 bis 26,75, Weizenkleie 11 bis 11,25, Roggenkleie 11,25.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 6. San. (Täl.) Schon am gestrigen Spätnachmittag fanden die im weiteren Verlaus der amtlichen Mittagsbörse durchsetzenden erhöhten Kurse im Berliner Produktenhandel nicht mehr eine volle Stühe, da aus Amerika verhältnismäßig matte Preisnotierungen gemeldet wurden. Die rückwärttge Bewegung fand im Berliner Produktenhandel heute ihre Fortsetzung, Für Weizen hielt Exportfrage an, doch sanden nur ermäßigte Offerten Unterkommen. Viel beachtet wurde auch eine Meldung wonach Polen
Schluchten hinunter, und Lawinen stürzten hinter ihnen her — eine halbe Hand voll Sandkörner. Sie glaubten, von einem Erdbeben verschlungen zu werden, und dabei ging nur ein Bauer durch die Wiese.
Ach Gott, sie hatten Beine wie Sunikäferchen, kein Wunder, daß sie bald den Dienst versagten. Rürnberg war gewiß nicht weit, ein flinkes Menschenkind hätte die Strecke gut in einem Sonittagnachmittag zurücklegen iönnen. Aber wer beschreibt die Hindernisse, die sich für so winzige Wanderer wie Lu und Li auftürmten! Um eine Pfütze zu umgehen, über die Liefet mit einem Suchzer hinweggesprungen wäre, brauchten sie Stunden. Um eine Furt durch einen wirklichen Bach zu finden, eine Woche, und dann konnte sie noch beim Durchschreiten eine Forelle wegschnappen. Sa, wenn sie hätten fliegen können wie Sunikäferchen!
Wer schildert die Gefahren, denen sie Tag und Rächt ausgesetzt waren! Au, Schritt und Tritt lauerten in riesigen Sandtrichtern die schrecklichen Ameisenlöwen. Wenn man nur den Fuß aus den Trichterrand setzte, war man schon verloren, denn unrettbar rutschte man aus und dem Feinde gerade in den Rachen. Sie hatten das mehr als einmal schaudernd von Ameisen mttanfeben müssen. Eine Kuh auf der Weide konnte sie beide mit einem Schnapp samt ihrem grünen Ruhe lager verschlingen, ein blumen- suchendes Kind sie zertreten, von beu Ungeheuern der endlosen Wälder gar nicht zu reden.
3um Glück gab es auch gutmütige Tiere, die ihnen weiterhalfen. Auf dem Rücken eines Frosches konnte inan so manchen Abgrund überspringen. Die Maulwürfe erwiesen sich als die besten Freunde, die sie schneck in ihren Bau zogen, wenn draußen eines jener fürchterlichen Ungetüme herumfauchte, das die Menschen zur Sagö benutzten. Als einmal eine Schlange hinter ihnen her war, rettete sie ein Eichhörnchen auf einen hohen Baum.
Ein Baum wie ein Turm, sage ich euch, bis in den Himmel wuchs er hinein. Die beiden Wanderer hätten da oben eine herrliche Aussicht gehabt, wenn ihnen nicht die Tränen gekommen wären: denn wie sie auch schauten, in endlosem Umkreis, so weit das Auge reichte, war nichts
ein Ausfuhrverbot fiu? Weizen vorberette, Sine Bestätigung dieser Meldung liegt noch nicht vor. Roggen bleibt von den Mühlen gefragt aber nur schwach angeboten. Sm Ztzithandel eröffnete Web- zen für Frühjahrsnwnate 2 bis 3 Mark niedrigem. Roggen ungefähr 11 2 Mark unter Dortagsschluß. Braugerste gefragt, doch ohne Angebot. Hafer ruhig. Es kosteten 1000 SUlo: Weizen, märt 249 bis 255, Mo. Pommern 249 bis 255, Mo. März 276 bis 276,5, Mo. Mai 282, Roggen», märt 148 bis 155, Mo. Pommern 148 bis 155, Mo. März 132,5, Mo. Mai 191,5, Gerste, märt, 187 bis 214, Futtergerste 156 bis 170, 5>afer, märt 162 bis 173: es kosteten 100 Kilo: Weizenmehl 32'/, bis 36n/4, Roggenmehl 22 bis 243/iv Weizenkleie 11/ bis 11,6, Roggenkleie 9,75 bis lOVt, Viktoriaerbsen 26 bis 33, Kleine Speiseerbsen 22 bis 24, Futtererbsen 20 bis 21, Peluschken 18 bis 19, Ackerbohnen 20 bis 22 Vttcken 20 bis 23, Lupinen (Mau) 12 bis 12,3. Mo. gelb 12 bis 14,5, Seradella 16 bis 19, Rapskuchen 15 bis 151',.. Leinkuchen 23,6 bis 23.8
Frankfurter Schlachtviehmartt
(Eigenei. Drahtbericht des „©p^euei AnzergerS".f Frankfurt a. M., 7. San. Auftrieb:
6 Färsen imb Kühe, 994 Kälbex, 473 Schafe, 573 Schweine. Cs wurden bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht: Kälber: Feinste-Mastkälber 80 bis 85, mittlere Mast- und beste Saugkälber 70 bis 79, geringere Mast- und gute Saugkälber 60 bis 68, geringe Saugkälber 50 bis 58 Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 43 bis 48, geringere Masthämmel und Schafe 35 bis 42, mäßig genährte Hammel und Schafe (Merzschafe) 25 bis 33. Schweine: Vollfleischige von 80 bis 100 Kg. 86 bis 88, unter 80 Kg. 80 bis 85, von 100 bis 120 Kg. unJ> von 120 bis 150 Kg. 86 bis 88, unreine Sauen und geschnittene Eber 75 bis 82 Mk. Marktverkauf: Kleinvieh lebhaft und ans verkauft, norddeutsche Mastkälber über Rotiz gehandelt, Schweinemarkt langsam geräumt.
Eingesandt.
(Für Form und Snhalt aller unter dieser RubrÜ stehenden 2L.tuei übernimmt die Redaktion den; Publik'un -egc-düb'- ?-tnng >’
Ein ruhestörender Hund.
Seit einiger Zeit vollführt in der untere», Löberstraße zwischen Goethe- und Bleich- strahe der Hund eines Bürgers allnächtlich ein fokbeS Bellkonzert, daß an ein Schlafen im weiten. Amkreis nicht zu denken ist. Dieses Tier, daS entweder schlecht gepflegt und gezogen wird oder sehr nervös ist, stellt sich nachts stundenlang in den Hof seines Herrn und reizt durch sein andauerndes Dellen die Hunde der gesamten Rach- barfchaft zum Antworten Ratürlich werden hierdurch sämtliche Anwohner der Straß« in ihrer Rachtruhe aufs äußerste gestört, mit Ausnahme des Besitzers des Hundes, der das Tier ruhig die ganze Rächt hindurch seinen Lärm verursachen läßt, ohne im geringsten den Versuch zu machen, den Köter zu beruhigen. Da hier offenbar feine billige Rücksichtnahme auf die Rachbarn waltet, fordern wir unsere Polizeivrgane aut einen ihrer nächtlichen Patrouillengänge — Stunde ist gleich — einmal durch die Löberstraße zu machen. Sie werden dann Gelegenheit haben, sich von der Richtigkeit obigen TatbestcnckeS zu überzeugen, und vielleicht fühlen sie sich dann auch veranlaßt, gegen den Besitzer des ruhestörenden HundeS etwas zu unternehmen.
Mehrere ruhebedürftigeDewoh- net der Löberstraße.
Rundfunk-Programm
de- frankfurter Senders.
(Aus der »Radio-Umschau*.)
Jrdtag, 8. Januar:
3.30—4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bi» 6 Uhr: Hausfrauen-Nachmittaa. Programm u. a.: „Wärmewirtschaft im Haushalt , Vortrag von Dipl.- Ing. Faust. 6—6.30 Uhr: Die Lesestunde (Briefliteratur): Aus dem Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter. 6.30—6.45 Uhr: Film-Wochenschau. 7—7.10 Uhr: Stunde der Frankfurter Vereinigung für Heimatkunde. 7.10—7.30 Uhr: 20 Minuten Umschau über die Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 7.30—8 Uhr: Schachstunde. 8—10 Uhry Bunter Abend.
von einer Stadt zu erblicken. Unö das, nachdem sie viele Wochen gewandert waren! Äichts als Felder und Wälder und Wiesen und immer wieder neue Felder und Wälder und Wiesen^
Wie sie einmal so todmüde in einem finsteren Forste saßen und, die Köpfchen aneinandergelehnt i und die Arme umeinandergeschlungen. trostlos! vor sich hinweinten, erbarmte sich ihrer eine j gute Hasenmutter und lud sie ein, in ihren ge-> räumigen und gefütterten Ohren Platz zu nehmen; | sie wolle sie aus dem Walde hinaustragen. Weiter ginge es leider nicht, es sei Sagdzeit, und sie habe zu Hause eine Stube voll Kinder. Ein andermal nahm sie auf ihre inständigen Bitten eine Waldschnepfe mit über Berg und Tal. Oh, das war ein Glück — sich so aus* ruhen und dabei die Landschaft unter sich weg- fliegen sehen zu können! Aber als sie am nächsten Tage fragten, wo sie denn nun seien, antwortete die Schnepfe erstaunt. „Ra da, wo wir gestern waren, hier bin ich doch zu Hause, wir haben, nur einen Rundfkug gemacht"
Wer weiß, wie oft wir schon im Kreise gegangen sind, dachten Lu und Li bestürzt, es ist kein Ende abzusehen.
Sicher, sie hatten sich verirrt, und nun war darüber der Sommer vergangen, sie halten die Blumen blühen und sterben sehen, sie hörten die Zugvögel sich versammeln und von der Reise nach dem Süden reden. Kalte Winde jagten über das Land, bleicher schien die Sonne, und das' i Laub fiel von den Bäumen.
Oktober! Schon ziehen sich die Feldmäuse in ihre warmen Wohnungen zurück, die Grillen gehen schlafen, die Störche lind längst fort.
Es regnet, hu, wie es regnet! Smmer zaghafter wurden ihre Schritte, immer schwächer ihr Mut, immer häufiger mußten sie sich in dürre Blätter einmummeln, um in den Rächten, die immer früher hereinbrachen, nicht zu erfrieren., Ach, wo mochte nur Rürnberg sein, würden sie, es jemals erreiche»,? Unö auch das Feenland in unendlicher Ferne, wer weiß wo! Auch bet Rückweg abgeschnitten. Verirrt, verlassen, es ging nicht mehr...
(Fortsetzung folgt.)
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