Nr. 261 vierter Blatt
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Samstag, 6. November 1926
| sich wieder stärkere Nachfrage ein. so daß aus ein
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Varlegen:
1.10. 15.10.27.10. 4.11.
218,75
irrer Börse
Ber
Die die der
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44,5
Devisenmarkt Berlin—Srankfurt a. M. TelegraphN che Auszahlung.
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153.25
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174
Berlin, 6. Rov. Die heutige Samstagbörse stand unter dem Zeichen einer allgemein stillen Geschäftstätigkeit. D.t äußerst lustlosen Llmsätzen und abwartender Ha.tung der Spekulation und der Danken war die Tendenz zunächst unsicher, bei überwiegend abbröckelnden Kursen. Rur wenige Sprz'alwerte zeigten etwas festere Haltung, die auf Deckungskäufe nach be-
371
150,5
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Wirtschaft.
Börse und Geldmarkt.
Das Börsenthermometer steigt weiter.
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165,5
war aber stark unregelmäßig, da auch neue Abschwächungen infolge weiterer Glattstellungen eintraten. Das Geschäft ermüdete auch bald wieder, die Stimmung wurde unsicher, und im weiteren Verlaufe blieben die anfänglichen Besserungen nur knapp gehalten. Am Anleihemarkt erzielten Kriegsanleihe eine Steigerung auf 0,811, während Schutzgebiet niedriger wurden (17.—). Ausländische Renten anziehend, Mexikaner fest. Das Hauptgeschäft wiesen Bankaktien auf, die unter Führung von Deutsche Bank von 187 auf 192,50 sprangen. Berliner Handel die heute den Stand von 270 Prozent erreichten, stellten sich damit mit Darmstädter gleich, schließlich gaben aber Berliner Handel wieder etwas nach. Commerzbank plus 5 Prozent, Metallbank plus 5,5 Prozent. Schiffahrts- aktien stark erhöht. Montanaktien uneinheitlich, aber überwiegend fester Von Chemie- werten zogen I. G. Farben auf 371,5 (gestern 370) an. Scheideanstalt plus 4 Prozent, aber Holzverkohlung minus 4 Prozent. Elektroaktien uneinheitlich und überwiegend etwas niedriger. Motorenwerte gehalten, desgleichen Baust o f f - A k t i e n. Zellstoffaktien schwächer. Zuckeraktien vernachlässigt und niedriger. Der Freioerkehr lag luftlos. Der Geldmarkt ist weiter leicht. Tagesgeld hat sich auf 4 Prozent ermäßigt. Monatsgeld 5,75 bis 7 Prozent je Adresse. Im Devisenverkehr lag der französische Fran- ken mit 146,50 etwas schwächer. London gegen Kabel leicht befestigt auf 4,8475. Die Reichsmark lag da- gegen schwächer mit 4,21 gegen Kabel.
DörlenkuNe.
5% Teukfchc 9tdd)8anletbe 4% Deutsche Retchtzanleige 3'/,% Deurlchc R.'ichsanletd« 3% Deutsche Reichsanlethe Deursche Evarpruinieuanlethe 4°/o Preußische KontotL • . ■ 4° o Hellen Vlj'lo Hessen..... •
3°/, Heuen Dcmsche Wertd Dollar-Lnt. bto Doll - Schatz-Anrretlna.*!
4*/o -joUturken ...
5% Äoldmerikaner - •
Verltncr HandelSoclelllchast Lommcrj- and Privat-Bant Darmsl. und Rakiooaldaot Deutlche Bank Deutsche vercinZdank .... DiLconio Commandit . . . Memll dank. .......
Mitteldeutsche Kreditbank . . Lcsterrrichischr Kreditanstalt. Westbant
B och inner >»ah ....... .....
Karo ....
Deutsch-Luxemburg...... l^elicnkirchener Bergwerke. . Horpener Bergbau......
Kaliwerke «scherSleben. . . . •Ralltuerf Westeregeln. .... Laurahütte.....
Ober bedarf ......... Pyömr Stroben . Rbein'lahl Ricbeck Montan ..... TelluS Bergbau.....
Bereinigte Stahlwerke A.-G- Hamdnrg-Amertka Paket. . . Norddeutscher Llovd . . . Lheramlsche Werte Albtn . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp HoUmann ....
Anglo-Cont-Guano Chemische Mayer Alapin . . I. (S. ftarbcninbuftiic, A.-G. Goldschmidt.........
Holzverkohlung ....... Rütgeröwcrke Scheideanstalt «llg. ClektrUttätS-Gesellschast Bergmann . Mainkrartwerke . ....... Schurken ........ Siemen« <fc Halske ......
Adlerwerke st lener ..... Daimler Motoren. ...... Hcyligcnstacdr ..... Meguin Motorenwerke Mauubelm ffranffuttct Lrmawren . . Konservenfabrik Braun . . . Mctallgelell chast ssrankmrt . Pet. Union Schohiabrik Her; Sichel. . .........
Zellstoss Waldhos ..... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik ©aabäufd . . .
sich wieder stärkere Nachfrage em, so daß aus einzelnen Märkten kräftige Erholungen zu verzeichnen waren. Die feste Haltung der Anleihemärkte vermochte auf die Haltung der Aktienmärkte etwas anregend zu wirken. Die Tendenz
Skala zeigt jetzt bereits eine Temperatur, hohes Fieber bedeutet, und trotzdem scheint Höhepunkt noch nicht erreicht zu fein. Die Hartnäckigkeit der Haussepartei hat einen besonderen Sieg erst wieder in diesen Tagen errungen, als das Kursgebäude einmal abzurut- schen drohte und die Zeit gekommen schien, die nach dem Rekordternpo der Aufwärtsbewegung eine Beruhigung und „Verdauungspause dar- stellen sollte. Die Wirkung der flauen Mittwochbörse ist aber ganz anders geweseuDte etwas 'billigeren Preise haben einen neuen Qlnfturm oct Kämerschichten hervorgerusen, die sich „billig eindecken zu können glaubten und mit ihren Orders neue sensationelle Kurssprünge erzielten. Fast jeder Tag bringt jetzt noch weitere Rekord- Notierungen. ,,
Wir haben unsere grundsätzliche Stellung- nähme zu der gegenwärtigen Kursentwicklung schon mehrfach dargelegt, und wollen heute nur noch einige Stimmen anführen, die besonnenen Elementen Anlaß zu eben solchen Bedenken geben sollten. Eine der Berliner Großbanken schrieb vor einigen Tagen in ihrem Monatsbericht, daß die Dividenden des größten Teiles der deutschen Aktiengesellschaften erst in die Kurse hineinwachsen müßten. Mit anderen Worten wollte die Dank durch diese Bemertung zweifellos zum Ausdruck bringen, daß der heutige Stand unserer Wirtschaft und auch die nächste Zukunft nicht zur Begründung des seit einigen Monaten so schroff er- höhlen Kursniveaus herangezogen werden könnten, sondern sehr weit vorliegende Zukunft s h o s f n u n g e n vorweg eskomptiert werden müßten. Ein anderes Institut, die Dresdner Bank, bezeichnet es als durchaus fraglich, ob einer weiteren Erhöhung der Termin- Engagements eine Erhöhung der Reportgelder entsprechen werde. Der Zustrom an anleihen sei zwar im September und Oktober beachtenswert hoch gewesen, doch könnte die Entwicklung der deutschen Konjunktur zu einer Reu- gruppierung des in Deutschland vorhandenen Kapitalvorrates führen. Das soll wohl heißen, daß in diesem Falle größere Mittel aus der Börse herausgezogen würden. Zu dieser Konjunkturentwicklung selbst nehmen aber interessanterweise die Preußischen Handelskammern derart Stellung, daß sie zwar die nicht unwesent- liche Besserung der Gesamtlage der Wirtschaft im Monat Oktober hervorheben, jedoch deswegen zur vorsichtigen Beurteilung der weiteren Entwicklung mahnen, weil die Besserung durch den englischen Bergarbeiterstreik stark gefördert ist und auch bei uns wieder Lohnbewegungen größeren Stils beginnen, die in Verbindung mit den steigenden Lasten aus dem Dawes-Plan und dem nach wie vor großen Steuerdruck (der sich besonders in den Realsteuern auswirkt) bedenklich stimmen müssen. Die Börse findet aber immer wieder genügend Gesichtspunkte heraus, die ihre Operattvnen rechtfertigen sollen. Reben dem starken Impuls, der von den verschiedenen Svezial- haussen ausgeht (3. G. Farben auf angeblich gelungene große Lieferungsverträge mit Amerika, Schuhgebietsanleihe auf Londoner Meldungen über vorteilhafte Aufwertungspläne einzelner Kolonialstaaten, Kriegsanleihe auf Ilmtauschhoffnungen bei einer kommenden Reichsanleihe usw.) beginnen allmählich bereits die Abschluß- Hoffnungen eine Rolle zu spielen, die man bei denjenigen Gesellschaften hegt, deren Geschäftsjahr Ende Dezember oder früher schließt. In der Tat sind zahlreiche Dividendenerllärungen der sogenannten Iuni^Gesellschaften herausgekommen, die eine Besserung gegenüber dem Vorjahr bedeuten, obwohl die Geschäftszeit, für die die Ausschüttungen erfolgen, noch in die Stagnationsperiode des Jahres 1925 hineinreichte.
Da der Geldmarkt, das A und O der Dörsen- tendenz, vorläufig noch sein leichtes Aussehen behält, wiegen diese Dinge und die verschiedensten sonstigen, oft nur als Gerücht austretenden Anregungen aber für die Richtung der Tendenz im Augenblick schwerer, als die weiterschauenden Stimmen volkswirtschaftlich interessierter Kreise. Die Schnelligkeit, mit der sich Terminnotierungen namentlich im Oktober und Anfang Rovember nach oben bewegten, mag folgende kleine Tabelle
! 169
1168,75
I 156.9
| 209
I 116.9
103
Darrnst. u. Rat.-Bank 232,25 239,25 243,12 270,50 Dresdner Dank 143,00 158,75 160,00 169,00 I. G. Farb.-Industrie 292,00 324,00 326,50 384,50 Mannesrn. Röhrenw. 146,00 157,00 180,00 196,50 Harnb.-Amerika-Linie 163,75 178,25 181,25 183,25
Wir sind selbstverständlich der Meinung, daß ein von breiten Kreisen getragenes Börsengeschäft grundsätzlich notwendig ist, ganz besonders für das Deutschland der kapitalhungrigen nachinflationistischen Zeit. Die Disconto-Gesellschast hat z,B. errechnet, daß in den ersten neun Monaten dieses Jahres eine Reuansammlung von Kapitalien in Gestalt von Einlagen bei Geldinstituten aller Art, sowie in Gestalt des Erwerbes neuer Aktien-, Obligationen- und Pfandbriefe-Cmissionen im Gesamtbeträge von etwa 4,3 Milliarden Mk. erfolgt ist. Wenn auch dieses Bild zum Teil durch die von der wirtschaftlichen Depression verursachten anormalen Geldmarktflüssigkeit verwischt ist, so gibt es doch einen erfreulichen Anhaltspunkt für den Wiederaufbau des inländischen Kapitalmarktes. Man sollte sich aber trotzdem nicht darüber im unklaren sein, welche Gefahren eine Aufblähung der Aktienkurse zur Folge hat, wenn sie zum erheblichen Teil durch rein spekulative, d. h. nur für kurze Zeit berechnete Käufe maßgeblich veranlaßt ist.
vanthirter Börse.
F ran kfurt a.M., 6. Roo. Tendenz uneinheitlich. — Die Börsenlage zeigte vorbörslich keine wesentliche Aendenmg. Die Aufnahmelust war etwas besser als am Vortage, die Tendenz aber weiter zum Nachgeben geneigt. Erst bei Beginn des amtlichen Verkehrs wurde die Stimmung zuversichtlicher. Die Abgabeneigung trat nur noch vereinzelt hervor, und auch die Publikumsverkäufe ließen etwas nach. Vor Festsetzung der ersten Kurse stellte
Frankfurt a.M.
Berlin
Sd)lu i-| 1-Ubr- flurs I flurs
Schluß. iÄnsang finr» ! ‘t'i—
Datum:
6. 11 1 6. 11.
6. 11. 1 6 11
b Novbr.
6- Novbr.
Amtliche Noti runa
Amtliche Notierung
Geld
Brief
(Selb
'-örter
167,94
168.36
168.0!
168,45
Buen-.AirrS
1,704
1.708
1,707
1.711
Brss.-Aonv
58,65
58 64
58,53
68,67
Christianta
105,19
105,45
101,82
105.08
Kopenhagen
111,76
112,04
111,80
112.08
Stockholm •
114.16
112.44
112,19
112.47
HelssngforS.
10.567
10.607
10,569
10,609
Italien. .
17.96
18.00
17,93
17 97
London. ■
i0,367
2V.417
20.374
20,426
Neuuork . .
4,20*
4.214
4,2035
4,2135
Poris. . .
13,76
13.80
14.01
14,05
Schweiz . .
■»1.01
81,21
61,00
61.20
Spanien .
03.57
63.73
63,42
63,5“
Japan . . . ’Hto de Ian
>.065
2,069
2,004
2,568
9.576
0.578
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0.576
Wien In D-- Ceft- abgest
69.27
69,41
59,26
69,40
12,487
Prag . . .
12,447
12,487
12,447
7,405
Belgrad • .
7.413
7,433
7,425
Budapest. . Bulgarien
>.89
3,91
a,895
5,915
>.027
8,031
3,032
3,042
ii'ssabon
.1,575
4,625
21 525
21,575
Danzig. -
51.48
81,68
81,48
81,68
Konstantin.
2.095
2,105
2,095
2,105
fltbrn
6.24
5,26
5,19
5,21
Canada. . -
4.165
4.175
4,207
4,217
Nruguav
4.165
1.175
1.165
4.175
Rätsel-Ecke.
Silbenrätsel.
Aus den 36 Silben:
al — az — bem — bürg — cill — bi — dow — e — eg — el — ge — glau — hau — ho — hol — hum — i — i — las — (ec — li — mu — na — ohr — rach — raz — rem — scheid — schwär — trau — u — ung — ver — win — wurm — za sind 18 zweisilbige Wörter zu bilden mit folgender Seöeutung: 1. Maler: 2. «ladt in Württemberg: 3. landwirtschaftliches Gerät: 4. kirchliche Handlung: 5. Laufvogel: 6. portugiesischer Seefahrer: 7. Stadt in Hannover: 8. Stadt in Sieiermart; 9. römischer Dichter; 10. Bauinwollgewebe; 11. Baumgang: 12. Versperrung durch gefälltes Hol;; 13. Insekt; 14. Stadt im Rheinland: 15. männlicher Personenname: 16. Stadt in Mähren. 17. Prophet, 18. Nebenfluß der Saale. — Sind die Wörter richtig gebildet, ergeben die Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten und die Endbuchstaben von hinten nach vorn ein Zitat von Samuel Smiles.
Kreuzworträtsel.
II
6
i/3
10
18
22 23
[3/
19
21
50
57
5
1?
15
10
17
1. Don links nach rechts:
5. Drehpunkt; 7. schwedisches Herrschergeschlecht: 10. körperliche Erfrischung; 12. biblische Frauen- geftalt; 13. andere Bezeichnung für Schwung; 14. Hohepriester: 5. Alpenwiese; 16. Fluß in Italien: 17. weiblicher Personenname; 18. kleinasiatisches Hochland; 21. weiblicher Personenname; 22. asiatischer Binnensee; 25. biblische Person; 29. ungarischer Königsname; 30. körperliche Ruhepause; 31. europäische Hauptstadt; 32. Milchdrüse der Huftiere.
2. Von oben nach unten :
1. Prophet; 2. nordischer Personenname; 3. griechischer Gott; 4. Baumbestand; 5. kartographische Darstellung; 6. iddhiftischer Priester; 8. europäisches Gebirge; 9. Fluß in Frankreich; 10. Körperteil: 11. portugiesischer Seefahrer; 19. serbischer Königsname: 20. Fluß in Frankreich: 22. kirchlicher Würdenträger; 23. Edelwild; 24. alkoholisches Getränk; 26. Haustier; 27. Teil des Baumes; 28. Frav-ngeftalt der germanischen Heldensage.
Rätsel.
Daß schon das Wort mit s.chs Ze'chen mußt' kommen, Das will vielen iK.itei; nicht recht frommen;
Die ersten vier Zeichen, glaub' ich, verkünden Beim Darandenken ein inu'res Empfinden.
Bri'chfti'Üausgabc.
.. ana — h.. de — p.. is — be. t. na — ha .. — tor.. u — a .. dm.
Vorstehende Bruchstücke sind durch je jjroei Buchstaben zu Hauptwörtern umzugestalten. Diese je zwei Buchstaben ergeben, werden sie aneinandergereiht, einen im Herbst beliebten Vogel.
Umftellungsrätsel.
Eimer — Labe — Ader — Rille — Klee — Tiene — Eifel — Wilna — Garde — Tadel — Leer — Schein.
Man stelle die Buchstaben obiger zwölf Wörter derart um, daß neue Wörter entstehen. Die Anfangs- buchstaben ergeben alsdann eine herbstliche Naturerscheinung.
Auslösungen.
Silbenrätsel.
1. Marabu; 2. Erlaucht; 3. Hagestolz; 4. Rauh- frost; 5. Azalie: 6. Litanei; 7. Schumann; 8. Georg; 9. Ebene; 10. Hambach; 11. Uhu; 12. Eit
rige; 13. Tarent: 14. Eide. 15. Tibet; 16. Elegie;
17. Setters; 18. Glasgow; 19. Ultimo; 20. Taylor;
21. Netzhaut.
Mehr als ein gehuetetes Gut nutzt ein gehuetetes Wort.
lAl.AlSI |E|L
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gemach — Gemach.
Worträtsel.
Einfall — ein Fall.
Lntzifferungsausgabe.
Ehre ist ein Rechenspiel,
Bald gilt man nichts, bald gilt man viel.
(Abraham a Santa Clara.)
Verbindungsausgabe.
Weh—Leid; In(n)—Sekt; Rind—Dich;
Bahn—Hof; Ei—©er; Lohn—Buch;
Strick—Strumpf; Tanz—Bein; Ur—Teil;
Ramm—Klotz; Miß—Stand.
Wirbelsturm.
Vexierbild.
Bild auf den Kopf stellen, dann ist Wilhelm Teil rechts zwischen Sträuchern, Haus und Felsen zu sehen.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom Redakttonsttsch.
Zwei Roethe-Anekdoten.
In der „Tägliche Rundschau" liest man die beiden folgenden, hübschen Erinnerungen an den berühmten, verstorbenen Germanisten der Berliner ilnioerfität.
Jemand erzählt: Ich wollte im Staats- Examen nicht zu Roethe — und kam natürlich gerade zu ihm. Dazu war ich noch ehemaliger Oberrealschüler, der die Humanist en erst auf der Universität erlernt hatte. Das Prü» sungszimmer,. dem ich zuschritt, war mir wie Etzels Saal, und drinnen stand mir ber Kimps mit dem grimmen Hagen bevor. Mein Vorgänger stürzte heraus, bleich, abgestochen. E r in der richtigen Ribelungenlaune. Wie ich beim Getöse standgehalten, weih ich nicht: ich weih nur, daß Kanalschwimmen bei bewegter See auch nicht schwerer sein tarnt Erschöpft, aber glücklicher Sieger, stohe ich auf einen freudestrahlenden Kommilitonen, der im Rebenraum gleichzeitig in Mathematik geprüft worden war. „Kinderleicht war's," rief er. „Ihr Roethe soll leben! Ec hat so geschrien, daß mein Professor überhaupt nicht zumDen- ken kam." — So hatte ich sozusagen für zweie bestanden.
Roethe und die Sam e. Er erzählte selbst folgendes: Eine meiner schauderhaftesten Erinnerungen ist es, dah ich einmal eine Frau prüfen mußte. Es war damals, im Anfang, kein anderer Examinator da, und ich mußte eben. Ich lasse sie also eintreten, und frage sie scharf: „Haben Sie Goethes Heideröslein gelesen?" — Worauf die Maid stammelnd und errötend haucht: „Ja .... t e i l to e i sei"
Seit dieser Zeit prüfte der „wilde Gustav", wie wir ihn nannten, keine Samen mehr.
Elllenlium.
2m Wirtshaus produziert sich ein Dauch- redner. Sa wird er vom Stammtisch unterbrochen: „Wir haben etwas zu besprechen — bitte einen Augenblick den Bauch zu halten."
(Lustige Blätter.)
sonders stark vvrangrgangenen Verlusten zurück- zuführen sein dürften. Aus diesem Grunde notierten z. D. Berliner Handel 4 Prozent fester, im übrigen überwogen aber Kursein - buhen von 1 bis 3 Proz. gegenüber den Schlußkursen des Vortages. Als sich gegen Ende der ersten Stunde herausstellte, dah die Realisationen der Dankenkundschaft heute keinen größeren Umfang annahmen, schritt die Spekulation zu Deckungskäufen, mit denen sich wohl auch einige Meinungskäufe in besonderen Terminaktten verbanden. Rach Tleberwindung der anfänglichen Unsicherheit wurde die Gesamtsttmmung daher später freundlich. Einen nennenswerten Umfang nahm das Geschäft aber nicht an. Ser bevorstehende Abbruch des englischen 'Bergarbeiter- streiks verstimmte etwas. Am Geldmarkt macht die Erleichterung weitere Fortschritte. Der Sah für Tagesgeld konnte auf 41/8 und darunter ermäßigt werden. Sagegen erfordert Monatsgeld nach wie vor 6 bis 7 Prry. Ser Seöifen» v er kehr hatte das am Wochenschluß übliche stille Geschäft. Paris gegen London kaum verändert bei 146,50. Malland 113,50 gegen das Pfund. Sie Reichsmark lag gegen Kabel weiter schwach mit 4,2085. Sa8 englische Pfund notierte 4,8480 etwas erholt.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 5. Rov. Sie freundlichere Tendenz des Vortages nahm heute im Berliner Getreidehandel ihre Fortsetzung, und zwar in der Hauptsache wohl angesichts der sehr fleinen inländischen Angebote bei anhaltendem Bedarf der Müllereien wie auch für Er Port. Weizen war bei Beginn des amtlichen Mittagsverkehrs etwa i/g Mark höher. Im Zeithandel dehnten sich die Preisbesserungen von V2 bis V/t Mark aus. Roch stärker gestalteten sich die Steigerungen für Roggen. Im handelsrechtlichen Geschäft wurden alle Sichten 2 Mark fester. Gerste ist reichlicher
angeboten, geringe Sorten schwächer. Hafer infolge besserer Frage lebhafter und fest. In Mehlen hat- sich die Tendenz für Roggenmehl etwas freundlicher gestaltet. Es wurden notiert für 1000 Kilo: Weizen, märk., 273 bis 276; Roggen, märk., 222 bis 227; Sommergerste 220 bis 260; Wintergerste 195 bis 208; Hafer, märk., 180 bis 195; Mais (loko Berlin) 201 bis 206; per 100 Kilo: Weizenmehl 36 bis 39; Roggenmehl 32,75 bis 34: Weizenkleie 12; Roggeickleie 11,75; Viktoriaerbsen 58 bis 63; kleine Speiseerbsen 40 bis 42; Futteverbsen 22 bis 26; Peluschken 21 bis 22; Ackerbohnen 21 bis 23.
Letzte Nachrichten.
3 Jahre Gefängnis für falsche Reifezeugnisse.
Darmstadt, 6. Rov. (WTD. Funkspruch.) Das Schöffengericht verurteilte den 3öjäh- rigen Privatlehrer Ligger wegen schwerer Mr« kundenfälschung usw. zu drei Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust. (Dgl. den Darmstädter Gerichtsbericht im 3. Blatt Seite 2 dieser Ausgabe. — D. Red.)
IQuiefa
Bals Kaffee!
Frau H. R. in K. schreibt: .Ihr Quieta-Kaffee ist sehr gut im Geschmack und für die Kinder gesund.“ Gold 120 Pfg.. Gelb 90 Pfg.. Rot 55 Plg., Grün 28 Pfg.
Quleta ist 2—3 mal so ausgiebig wie Bohnen- und Malzkaffee!
M


