manches verschweigt, erraten läfit. Wir ver- ges'en über seinem Erzählen Arbeit und Plage und Pläne und schließlich ihn selbst, um unseren eigenen Träumen nachzuhangen. Uni) das gerade möchte er am liebstem 780
Albert "Neuburger, „Pfadfinder der Kultur". Männer und Taten der Technik. Wit 53 Abbildungen. Preis in Leinen gebunden 10.— Mart. Verlag von Albert Langen in München. — Die Kulturgeschichte ist bisher an der Technik ziemlich achtlos roriibcrgegangen, weil man sich erst in neuerer Zeit der kulturellen Bedeutung technischen Schassens und erfinderischer Geistestäligkeir bewuß? geworden ist. Wesentlich zur Ausfüllung dieser Lücke Heilungen wird die^ Buch, das den bezeichnenden Untertitel führt „Männer und Taten der Technik". — Wir lernen hier den Lebensgang einer Reihe von Männern und die Entwicklung einer Anzahl von technischen Errungenschaften kennen, die unser Dasein und unsere Kultur in hohem Mähe beeinflußt, die gestaltend aus die mannigfachsten Zweige unseres Lebens eingewirkt haben. Man erkennt, daß das Leben des Technikers nicht selten einem Roman gleicht, der an dramatischer Steigerung nichts zu wünschen übrig läßt. Bald führt der Weg zu den Gipfeln deS Ruhms, und des ideellen wie materiellen Erfolges, bald droht der Abgrund den Schöpfer hoher technischer Werte zu verschlingen. — Don mancherlei berühmten Wannern ist in diesem Buche die Rede, das vieles an8 Licht zieht, waS der Allgemeinheit bisher wohl zum größten Teil unbekannt gewesen sein dürste. Eine KuNurgeschichte in teilweise fast romanhaft an- mutender Form, die sich unterhaltend liest, und doch eine Fülle deS Wissen- und der Belehrung übermittelt, und der man Tausende von begeisterten Lesern unter den Jungen und den A len Voraussagen darf. 787
— Die deutschen Landtagswahlgesetze, mit den Geseyeslexte.i zum Wahlrecht des Reichs, Danzigs, Oesterreichs und der schweizerischen Eidgenollenschast hat Dr. Walter Iel- linel^der bekannte StaatSrechkler der Univer- sität Kiel in Stilles Textausgaben (Verl. Georg Stille, Berlin, herausgegeben und mit einer ausschlußreichen Einleitung versehen. Auch für den Freistaat Hessen finden sich alle einschlägigen Bestimmungen aus der Dersassung, ferner der Wortlaut des LandtagSwahlgesetzes mit den späteren Abänderungen. Das Buch ist ein wichtige- Quellenwerk zum Studium deS vergleichenden Etaatsrechts. Sorgfältig redigiert und praktisch angeordnet wie alle rechtswissenschaft» lichen Bände des Stilkefchen Berlages. 697
3n der Debatte, die sich an die Schrift des Gießener Theologieprofessors D. Hans Schmidt „Warum haben wir den Krieg verloren?" über die Bedeutung deS Alkohols im Weltkrieg ent» spönnen hat, ist von Prof. Schmidt unter dem Titel „DaS Kronprinzentelegramm" soeben eine neue Broschüre im Äeuland-Derlag G. nt. b. H., Hamburg 30 erschienen. 759
- Die ausgezeichnete Sammlung des Berlages Karl König in Wien: .Menschen. Völker, Zeiten" greift auch aus das Gebiet der bildenden Kunst über. Franz 0 er Da ee stellt in einem außerordentlich reich und gut illustrierten Band Rembrandt in die Geschichte und Kultur seiner Zeit und auS dieser ;
Milieuschilderung heraus dringt er zu Rem- I Werks. HaS Ausweisen dieser Zusammenhänge brandts Kunst vor, im Rahmen seines Lebens I vermittelt eine ungemein plastische und präg- gibt er eine Betrachtung seines bildnerischen | nanle Erkenntnis des Künstlers. (615)
Der Sternhimmel im Dezember.
Sonnenaufgang von 7.50 bis 8.15 Uhr. Sonnenuntergang fast unverändert gegen 3.45,Uhr. Lichtgestalten des Mondes: 1. Viertel am 12. 8 Uhr vormittags, Vollmond am 19. 7 Uhr vormittags, •3. Viertel am 27. 6 Uhr vormittag:. .
m?. Bei klarem Wetter bietet der letzte Iahres- monat ein ungewöhnlich anziehendes Schauspiel am Morgenhimmel. Der fonennädifte Planet Merkur ist dort in verhältnismäßig günstiger Stellung zu er; blicken, und er kommt einem andern Wandelstern, nämlich dem Saturn, ganz außergewöhnlich nahe. Der Saturn, der zu Beginn des Vormonats in Den Strahlen der Sonne verlchwand, ist nun von dieser längst überholt und taucht darum am Morgenbim
mel auf, wo wir ihn ganz in der Röhe eines dein Slernbilde des Skorpions angehörendcn Fixsterns wiederfinden. Der Merkur kommt ihm am 10. des Monats bereits fehr nahe und streicht am 15. ganz unmittelbar über ihn hinweg, er nähert sich nun mehr der Sonne |o, daß er bald verschwindet, während der Saturn immer früher ausgeht. Don den andern Wandelsternen ist der Jupiter noch immer am Abendhimmel zu erblicken, freilich in geringer Höhe und zuletzt gegen 10 Uhr verschwindend. Günstiger steht es mit dem Mars, der den weitaus größten Teil der Nacht sichtbar ist, und der sich, vor- erst freilich nur ganz langsam, rechtläufig bewegt, 'den Pleiaden allo wieder nähert. Als Ersatz
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Der die Stunden zahlen enthaltende Kreit und die dick punktierte Linie, der trift nannte Horizont. sind fezletehend w denken. Der Sternhimmel dreht eich tarnt dem Jamil eerbundenen. durch Mitternacht gezeichneten Pfeil — ge- wiesermaßen dem Zeiger der Himmelt uh r — in b Minuten weniger alt 24 Stunden im Sinne de» durch t'l Uhr mittag» gezeichneten Pfeil» einmal um feinen Mil lei punkt. Der emp" zeichnet» Horizont bildet ein Feneter, da» die um Mitternacht der Monafmutte »ichlbaren Sterne u mach ließt Will man zu einer anderen Stunde beobuc/. •■■n. u> denke man »ich den Sternhimmel to gedreht, daß der durch Mitternacht geuurhnete, mitzudrehende Pfeil nunmehr durch die BeoSachtungentundegeht, wodurch dann die zu dieeer Zeil »ichlbaren Sterne in den nicht mitzudrehendon Horizont hineingedreht werden. Für je 5 Tage aor der Monaltmille ul der Sternhimmel um '/, Stunde früher, für je 5 Tage nach der MonaUmiUe um '/, Stunde »pater emzuzlcUen. Man vergleiche die nüchete Monatekarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellungen ein, wenn er die ange deutete Lichtgeetali zeigt.
für den langsam absterbenden Jupiter rückt nun auch die Venus in der zweiten Monatshälste, zunächst sreilich noch unscheinbar, auf den Abendhimmel über.
Der Firstemhimmel erstrahlt wie stets um diese ! Jahreszeit in herrlicher Pracht. Gegen Jahresende I fleht mit dem Erscheinen des Sirius das große 5)immetssechseck aus der Capelle, im Fuhrmann, dem Aldebaran im Stier, dem Orionstern Nigel, den beiden Hunden Sinus und Prokyon und schließlich den Zwillingen ffaftor und Pollur bestehend, voll über dem Horizont Man beachte, daß der Proton von dem rechts neben ihm stehenden Stern etwa die gleiche (Entfernung hat. wie die beiden Zwillings- fteme Eastor und Pollur voneinander, daß aber der Helligkeitsumerschied bei weitem größer ist als bei den Zwillingsslernen. von denen der tiefer stehende Pollux seinen über ihm flehenden Zwillings- bruber nur um ein weniges überstrahlt.
ftü ft ermann.
Rundfunk-Programm
des frankfurter TrnderS.
(Aus der .Radio-Umschau".)
fconntag, 5. Dezember.
8,30 bis 9,30 älhr: Hcbettragung von Kassel: Morgenfeier, veranstaltet von der evangelischen Landeskirche (Lutherische Gemeinde). 11,30 biS 12 Uhr: Elternstunde. 12 bis 1 U&r: Konzert des Hausorchesters: Mozart. 1,45 bis 3.45 älhr: Hebertragung von München: Fußball-Länderspiel Deutschland Schweiz. 3.45 bis 4,30 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4,30 bis 5.30 Uhr: Lieber- tragung von Kassel: Gesangskonzert von Rolf Joachim von Körber. 5,30 bis 5.45 Uhr: Literarisches Preisausschreiben. 6 bis 7 Ufjr: Stunde des Rheln-Mainischen Verbandes für Volksbildung. 7,30 Uhr: llebcrtragung aus dem großen Saal des Saalbaues: Fünftes Montagslonzert des Frankfurter Orchestervereins. Anschließend 12,30 Uhr: ile&crtragung von Berlin. Tanzmusik.
Montag, 6. Dezember.
3,30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4,30 bis 5,45 Uhr: Konzert des Hausorcheflers: Blasmusik. 6,15 bis 6.45 Uhr: „Tanzprobleme der Gegenwart", Vortrag von Dr. Paul Laven. 6,45 bis 7,15 Uhr: Beanitenfortbildungskurlu-: ..Die Verbrauchssteuer (mit besonderer Berücksichtigung der gegenwärtigen Verbrauchebesteuerung in Deutschland)". Vortrag von Dr. Fritz Reumark. «7,15 bis 7,45 Tlhr: Englischer Sprachunterricht 7,45 bis 8* Uhr: Englische Literaturproben. 8 bis 6,15 Uhr: Literarisches Preisausschreiben. 3,15 Uhr: Gastspiel der Operettendirektion Sander-Graes: „Der Detter aus Dingsda". Operette in drei Akten nach Kempner-Hochstädt von Hermann Haller und RideamuS.
Lpreriitku'den der Redaktion.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloßen.
Für unverlangt eingesanbte Manuskripte ohne beige Ügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen
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